Schwarzer Bildschirm nach dem Hochfahren: Ursachen und Lösungen

Lesedauer: 13 Min – Beitrag erstellt: 28. März 2026, zuletzt aktualisiert: 28. März 2026

Ein schwarzer Bildschirm beim Hochfahren des Computers kann zahlreiche Ursachen haben und leicht zu Frustration führen. Dieses Problem kann sowohl bei Laptops als auch bei Desktop-PCs auftreten, und die Gründe dafür sind vielfältig. Hier werden die häufigsten Ursachen erläutert, die Diagnose erläutert und mögliche Lösungen vorgestellt.

Häufige Ursachen für einen schwarzen Bildschirm

Vorab ist es wichtig, sich einen Überblick über die häufigsten Szenarien zu verschaffen:

  • Grafiktreiberfehler: Veraltete oder inkompatible Treiber können dazu führen, dass der Bildschirm schwarz bleibt.
  • Hardwareprobleme: Defekte Komponenten wie Bildschirm, Grafikkarte oder RAM können das Hochfahren behindern.
  • Stromversorgungsprobleme: Ein unzureichendes oder fehlerhaftes Netzteil kann ebenfalls zu diesem Problem führen.
  • Falsche Bootreihenfolge: Wenn das System nicht im richtigen Bootmodus startet, kann der Bildschirm schwarz bleiben.

Diagnoseschritte

Um der Ursache auf den Grund zu gehen, sollten klare Schritte zur Diagnose unternommen werden. Überprüfen Sie zunächst folgende Punkte:

  1. Stellen Sie sicher, dass der Computer korrekt angeschlossen ist. Überprüfen Sie Kabel und Anschlüsse.
  2. Starten Sie den Computer im abgesicherten Modus, um zu testen, ob das Problem weiterhin besteht. Drücken Sie beim Hochfahren die F8-Taste (oder eine andere Taste, je nach System), um in den abgesicherten Modus zu gelangen.
  3. Trennen Sie alle externen Geräte (Drucker, Scanner, USB-Sticks) und versuchen Sie das Hochfahren erneut.

Schritte zur Fehlerbehebung

Bei der Fehlerbehebung können diese spezifischen Schritte helfen:

Grafikkartentreiber aktualisieren

Wenn der Computer im abgesicherten Modus normal startet, könnte der Grafiktreiber das Problem sein. Aktualisieren Sie den Treiber über den Geräte-Manager.

Anleitung
1Stellen Sie sicher, dass der Computer korrekt angeschlossen ist. Überprüfen Sie Kabel und Anschlüsse.
2Starten Sie den Computer im abgesicherten Modus, um zu testen, ob das Problem weiterhin besteht. Drücken Sie beim Hochfahren die F8-Taste (oder eine andere Taste, je nach….
3Trennen Sie alle externen Geräte (Drucker, Scanner, USB-Sticks) und versuchen Sie das Hochfahren erneut.

Hardwareüberprüfung

Öffnen Sie das Gehäuse (sofern es sich um einen Desktop handelt) und überprüfen Sie die Hardwareverbindungen. Stellen Sie sicher, dass alle Komponenten korrekt eingesetzt sind.

BIOS-Reset

Setzen Sie das BIOS zurück, um die Standardwerte wiederherzustellen. Dies kann durch Entfernen der CMOS-Batterie für einige Minuten erfolgen.

Netzteil überprüfen

Testen Sie das Netzteil, um sicherzustellen, dass es ausreichend Strom liefert. Gegebenenfalls kann ein Austausch nötig sein.

Realistische Szenarien

Hier sind typische Situationen, die auf einen schwarzen Bildschirm hinweisen können:

  1. Ein Benutzer hat ein neues Grafikspiel installiert, und nach dem neustarten des Computers bleibt der Bildschirm schwarz. In diesem Fall könnte ein fehlerhafter Grafiktreiber durch die Installation verursacht worden sein.
  2. Ein Laptop-Nutzer hat versehentlich den Bildschirm beim Transport beschädigt. Dies kann dazu führen, dass der Bildschirm nicht reagiert, obwohl das System hochfährt.
  3. Ein Computer startet nicht mehr nach einem Stromausfall. Hier sollte besonders das Netzteil überprüft werden, чтобы sicherzustellen, dass es keinen bleibenden Schaden erlitten hat.

Schwarzer Bildschirm nach Windows-Update oder Treiberinstallation

Ein plötzlich dunkler Monitor direkt nach einem Update von Windows oder nach der Installation neuer Treiber deutet oft auf ein Problem mit der Systemkonfiguration hin, nicht zwingend auf einen Hardwaredefekt. In vielen Fällen startet der Rechner, zeigt kurz das Logo des Herstellers und bleibt dann ohne Bild, während Lüfter, LEDs und Festplattenaktivität normal wirken.

In solchen Situationen hilft es, systematisch vorzugehen und zuerst zu prüfen, ob Windows im Hintergrund noch arbeitet. Ein typisches Merkmal dafür ist, dass Tastatur-Shortcuts oder der Signalton für neue Benachrichtigungen hörbar bleiben, obwohl der Bildschirm dunkel ist. In diesem Fall liegt die Ursache häufig bei der Grafikausgabe oder bei kürzlich geänderten Systemeinstellungen.

Windows im abgesicherten Modus starten

Damit sich fehlerhafte Treiber oder Einstellungen zurücksetzen lassen, eignet sich der abgesicherte Modus. So gelangt man dorthin, wenn kein Bild angezeigt wird:

  1. Schalten Sie den PC ein und warten Sie, bis das Windows-Logo oder das Logo des Herstellers kurz sichtbar war oder der Startvorgang beginnt.
  2. Drücken Sie die Einschalttaste etwa 5 bis 10 Sekunden, bis der PC wieder ausgeht.
  3. Wiederholen Sie diesen Vorgang insgesamt drei Mal hintereinander. Windows sollte danach automatisch die Reparaturoptionen laden.
  4. Wählen Sie nacheinander:
    • Problembehandlung
    • Erweiterte Optionen
    • Starteinstellungen
    • Neu starten
  5. Nach dem Neustart wählen Sie mit den Zahlentasten den Punkt, der den abgesicherten Modus mit oder ohne Netzwerk aktiviert.

Im abgesicherten Modus wird ein Standard-Grafiktreiber genutzt. Dadurch erscheint meist wieder ein Bild, selbst wenn der reguläre Treiber Fehler verursacht. Nun lassen sich installierte Updates oder Treiber zurückrollen und Systemänderungen anpassen.

Treiber und Updates zurücksetzen

Sobald die Oberfläche sichtbar ist, führt man schrittweise Maßnahmen durch, um die Ursache zu finden und zu beseitigen. Sinnvoll ist diese Reihenfolge:

  1. Grafiktreiber deinstallieren:
    • Öffnen Sie den Geräte-Manager über die Windows-Suchfunktion.
    • Klappen Sie den Bereich für die Grafikkarte auf.
    • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die verwendete Grafikkarte und wählen Sie Deinstallieren.
    • Aktivieren Sie, falls vorhanden, die Option zur Löschung der Treibersoftware und bestätigen Sie.
    • Starten Sie den PC neu, sodass Windows den Standardtreiber lädt.
  2. Problematisches Update entfernen:
    • Öffnen Sie die Einstellungen und wechseln Sie zum Bereich für Windows-Updates.
    • Rufen Sie die Verlaufansicht der installierten Updates auf.
    • Wählen Sie Installierte Updates deinstallieren.
    • Markieren Sie das zuletzt installierte Funktions- oder Qualitätsupdate und entfernen Sie es.
  3. Systemwiederherstellung nutzen:
    • Öffnen Sie die Systemsteuerung und suchen Sie nach Wiederherstellung.
    • Wählen Sie Systemwiederherstellung öffnen.
    • Suchen Sie einen Wiederherstellungspunkt, der zeitlich vor dem Auftreten des schwarzen Bildschirms liegt.
    • Starten Sie den Wiederherstellungsprozess und folgen Sie dem Assistenten.

Nach diesen Schritten empfiehlt sich ein regulärer Neustart. Wenn der Desktop wieder angezeigt wird, sollten künftige Treiberaktualisierungen mit Bedacht durchgeführt und möglichst direkt von der Herstellerseite bezogen werden, um ähnliche Probleme zu vermeiden.

Kein Bild nach Einbau neuer Hardware oder nach PC-Transport

Ein neues Mainboard, zusätzlicher Arbeitsspeicher oder ein kürzlich erfolgter Transport des Rechners können dazu führen, dass der Bildschirm beim Start dunkel bleibt, obwohl der PC scheinbar läuft. Bereits minimal gelockerte Kabel oder locker sitzende RAM-Module reichen aus, um die Bildausgabe zu verhindern. Da beim Einbau von Komponenten häufig mehrere Teile gleichzeitig bewegt werden, lohnt eine systematische Überprüfung aller Steckverbindungen.

Sichtprüfung im Gehäuse

Bevor Einstellungen im System geändert werden, sollte das Innere des Rechners kontrolliert werden. Dabei geht man möglichst sorgfältig vor:

  1. Schalten Sie den PC vollständig aus und trennen Sie das Netzkabel vom Strom.
  2. Öffnen Sie das Gehäuse und sorgen Sie für ausreichend Licht.
  3. Prüfen Sie nacheinander folgende Punkte:
    • Sitzt der Steckplatz der Grafikkarte fest im PCIe-Slot?
    • Sind die 6- oder 8-poligen Stromstecker der Grafikkarte vollständig eingesteckt?
    • Steckt jedes RAM-Modul hör- und spürbar einrastend im Slot?
    • Ist der 24-polige Hauptstromstecker des Mainboards fest eingerastet?
    • Steckt der zusätzliche 4- oder 8-polige CPU-Stromstecker korrekt?
  4. Kontrollieren Sie alle Displaykabel vom Monitor zur Grafikkarte. Das Kabel sollte ausschließlich an der Grafikkarte und nicht an einem Mainboard-Anschluss stecken, wenn eine separate Grafikkarte verbaut ist.
  5. Schließen Sie das Gehäuse wieder und testen Sie den Startvorgang erneut.

Gerade nach einem Umzug oder Versand löst sich mitunter nur ein einzelner Stecker minimal, was bereits zu einer unterbrochenen Bildausgabe führt. Eine sorgfältige Kontrolle aller Verbindungen behebt einen Teil der Fälle ohne weitere Maßnahmen.

Testweise Betrieb mit Minimal-Konfiguration

Um einen Defekt oder eine Inkompatibilität einzugrenzen, lässt sich der Rechner mit minimaler Hardware starten. Ziel ist es, alle nicht zwingend benötigten Komponenten vorübergehend zu entfernen.

  1. Trennen Sie alle nicht benötigten Laufwerke wie zusätzliche Festplatten, optische Laufwerke oder Kartenleser.
  2. Entfernen Sie Erweiterungskarten, die nicht zum Start erforderlich sind, etwa Soundkarten oder TV-Karten.
  3. Lassen Sie nur ein einzelnes RAM-Modul eingesetzt und testen Sie verschiedene Slots nacheinander.
  4. Falls das Mainboard eine integrierte Grafikeinheit besitzt, kann die separate Grafikkarte vorübergehend entfernt und der Monitor an die Onboard-Anschlüsse angeschlossen werden.
  5. Starten Sie den PC nach jeder Änderung und beobachten Sie, ob ein Bild erscheint oder ob sich die Art des Startverhaltens ändert.

Sobald der Bildschirm wieder Bildsignale empfängt, lässt sich die verantwortliche Komponente eingrenzen, indem die entfernten Teile nacheinander wieder eingebaut und getestet werden. Erscheint das Problem erneut, liegt die Ursache häufig in einem bestimmten Modul oder in der Kombination mit anderen Komponenten.

Besonderheiten bei Laptops und Dockingstations

Bei Notebooks mit externer Anzeige treten schwarze Bildschirme nach dem Start häufig im Zusammenspiel mit Dockingstations, Adaptern oder mehreren Monitoren auf. Dabei arbeitet das System oft fehlerfrei, gibt das Bildsignal jedoch nur auf einem nicht sichtbaren Ausgang aus, etwa einem ausgeschalteten externen Monitor. Gerade bei Konfigurationen mit mehreren Bildschirmen lohnt sich eine genaue Prüfung der Ausgabegeräte und der Anzeigeeinstellungen.

Anzeigeausgabe umschalten

Viele mobile Rechner nutzen eine Fn-Tastenkombination, um zwischen internem Display und externem Monitor zu wechseln. Wird das System im zugeklappten Zustand gestartet oder wird beim Anmelden ein externer Bildschirm bevorzugt, bleibt das interne Panel scheinbar ohne Inhalt.

So lässt sich bei den meisten Laptops die Anzeige umschalten:

  • Suchen Sie auf der Tastatur nach einer F-Taste mit einem Monitorsymbol.
  • Halten Sie die Fn-Taste gedrückt.
  • Drücken Sie wiederholt die erwähnte F-Taste, um zwischen internem Bildschirm, externem Monitor und kombiniertem Betrieb zu wechseln.

Es kann einige Sekunden dauern, bis die Anzeige wechselt. Ist nur der externe Monitor aktiv und ausgeschaltet, entsteht der Eindruck eines Bildfehlers am Notebook, obwohl lediglich die aktive Anzeigequelle nicht sichtbar ist.

Windows-Anzeigeeinstellungen anpassen

Wenn das Bild nach dem Start nur auf einem bestimmten Monitor sichtbar ist oder scheinbar außerhalb des sichtbaren Bereichs liegt, empfiehlt sich ein Blick in die Anzeigeeinstellungen von Windows. Diese lassen sich auch bei Mehrmonitor-Betrieb anpassen.

  1. Öffnen Sie die Einstellungen und wechseln Sie zum Bereich System.
  2. Wählen Sie Anzeige aus.
  3. Unter Mehrere Bildschirme lässt sich einstellen, ob die Bildschirme dupliziert, erweitert oder einzeln genutzt werden.
  4. Stellen Sie vorübergehend auf Anzeige duplizieren, damit die Ausgabe sowohl auf dem Laptop-Display als auch auf dem externen Monitor erscheint.
  5. Prüfen Sie zusätzlich die Auflösung jedes Monitors und wählen Sie idealerweise den empfohlenen Wert.

Sollte der Bildschirm nach dem Start nur dann dunkel bleiben, wenn eine Dockingstation genutzt wird, hilft ein Test, bei dem das Notebook ohne Dockingstation direkt mit dem Monitor verbunden wird. Erscheint das Bild dann zuverlässig, liegt die Ursache häufig bei der Dockingstation, dem verwendeten Kabel oder einem dort integrierten Grafikchip.

Systemstart optimieren und zukünftigen Bildausfällen vorbeugen

Auch wenn ein schwarzer Monitor nach dem Einschalten bereits behoben wurde, lohnt es sich, die Systemumgebung so einzurichten, dass die Wahrscheinlichkeit für ähnliche Probleme sinkt. Dazu gehört eine saubere Startkonfiguration, regelmäßige Kontrolle von Treibern und ein Augenmerk auf die Stromversorgung.

Autostart und Schnellstart überprüfen

Viele Programme laden beim Hochfahren mit, beeinflussen die Grafik nicht direkt, können aber den Startvorgang verlängern oder blockieren. Außerdem arbeitet die Schnellstartfunktion von Windows mit einem Ruhezustand, bei dem Treiberzustände gespeichert werden. Fehler im Grafiktreiber können dadurch von einem Start zum nächsten übernommen werden.

  • Öffnen Sie den Task-Manager und wechseln Sie auf den Reiter Autostart.
  • Deaktivieren Sie dort alle Einträge, die zum Start nicht wirklich benötigt werden.
  • Öffnen Sie die Energieoptionen in der Systemsteuerung und wählen Sie das Verhalten der Netzschalter.
  • Entfernen Sie bei Bedarf das Häkchen bei Schnellstart aktivieren, um einen vollständigen Kaltstart zu erzwingen.

Durch diese Anpassungen startet Windows in vielen Fällen zuverlässiger, weil ein frisch initialisierter Treiberzustand genutzt wird und weniger Software gleichzeitig beim Hochfahren aktiv wird.

Regelmäßige Wartung der Systemumgebung

Damit ein PC dauerhaft stabil läuft und der Monitor beim Hochfahren verlässlich Bildsignale erhält, hilft ein einfacher Wartungsplan. Dazu zählen unter anderem:

  • Gelegentliche Aktualisierung der Grafikkartentreiber direkt über den Hersteller.
  • Kontrolle von Windows-Updates und zeitversetzte Installation größerer Funktionsupdates, wenn ein Backup vorhanden ist.
  • Reinigung des Innenraums von Staub, damit Lüfter und Kühler ausreichend Luft transportieren und die Komponenten nicht überhitzen.
  • Überprüfung der Stromversorgung, insbesondere bei älteren Netzteilen oder bei nachträglich eingebauten leistungshungrigen Grafikkarten.
  • Regelmäßige Sicherung wichtiger Daten, damit sich ein System im Ernstfall ohne Datenverlust neu aufsetzen lässt.

Wer diese Punkte im Blick behält, reduziert das Risiko für Startprobleme und hat im Fall eines Ausfalls bereits alle Voraussetzungen geschaffen, um Fehler zügig zu lokalisieren und zu beheben.

Häufige Fragen zum schwarzen Bildschirm nach dem Start

Was bedeuten Pieptöne beim Start, wenn der Monitor schwarz bleibt?

Die Pieptöne stammen vom Mainboard und signalisieren, welche Komponente beim Selbsttest Fehler meldet. Im Handbuch oder auf der Herstellerseite lässt sich anhand des Musters herausfinden, ob etwa Arbeitsspeicher, Grafikkarte oder Prozessor betroffen sind.

Warum zeigt der Monitor kurz das Logo und wird dann schwarz?

Dieses Verhalten weist häufig auf ein Treiberproblem oder eine falsche Auflösung hin, da der Wechsel vom Basis-Videomodus des BIOS zum Betriebssystem erfolgt. In diesem Fall hilft meist der abgesicherte Modus, um Treiber neu zu installieren oder Anzeigeeinstellungen zurückzusetzen.

Kann ein schwarzer Bildschirm trotz laufender Lüfter am Netzteil liegen?

Ja, ein geschwächtes oder fehlerhaftes Netzteil kann zwar noch Lüfter und einige Komponenten versorgen, aber bei Last bricht die Spannung für Grafikkarte oder CPU ein. Ein Tausch gegen ein ausreichend dimensioniertes, qualitativ hochwertiges Netzteil beseitigt solche Fehlerbilder häufig dauerhaft.

Wie erkenne ich, ob die Grafikkarte der Auslöser ist?

Fehlt ein Bild, obwohl der Rechner hörbar startet, und leuchten eventuell Diagnose-LEDs oder erscheint ein Fehlercode, spricht vieles für Probleme im Grafikbereich. Ein Test mit einer anderen Grafikkarte oder der integrierten GPU zeigt, ob das System mit anderer Grafiklösung wieder ein Bild ausgibt.

Hilft ein Reset des BIOS immer bei Anzeigeproblemen?

Ein Zurücksetzen des BIOS kann falsche Einstellungen für Bootreihenfolge, Speicher oder integrierte Grafik beheben und so den Start wieder ermöglichen. Wenn der Fehler von defekter Hardware oder beschädigten Systemdateien stammt, reicht ein BIOS-Reset jedoch nicht aus und weitere Schritte sind nötig.

Was kann ich tun, wenn der Rechner zwar startet, aber Windows nicht angezeigt wird?

In solchen Fällen lohnt sich ein Versuch, über die erweiterten Startoptionen in die Starthilfe oder Wiederherstellung zu wechseln und Systemreparaturen durchzuführen. Falls das nicht gelingt, hilft oft ein Installationsmedium, über das sich der Bootloader reparieren oder im Notfall eine Neuinstallation anstoßen lässt.

Warum hilft es manchmal, den Monitor an einen anderen Anschluss zu stecken?

Viele Grafikkarten und Mainboards aktivieren standardmäßig nur bestimmte Ports, etwa DisplayPort statt HDMI oder umgekehrt. Durch das Umstecken auf einen anderen verfügbaren Anschluss oder das Testen eines alternativen Kabels lässt sich schnell klären, ob lediglich ein Port oder Kabel streikt.

Spielt die Reihenfolge beim Einschalten von PC und Monitor eine Rolle?

Manche Monitore erkennen ein Signal zuverlässiger, wenn sie bereits eingeschaltet sind, bevor der Rechner startet. Ein erneutes Aus- und Einschalten des Bildschirms oder das manuelle Auswählen des richtigen Eingangsmenüs kann helfen, die Verbindung sauber aufzubauen.

Wie kann ich verhindern, dass der Fehler erneut auftritt?

Regelmäßige Treiber-Updates, ein sauberer Innenraum ohne Staubablagerungen und ein stabiles Netzteil reduzieren die Wahrscheinlichkeit für Ausfälle deutlich. Zusätzlich lohnt sich eine Datensicherung, damit ein schwerwiegender Defekt nicht gleichzeitig zu Datenverlust führt.

Was mache ich, wenn weder abgesicherter Modus noch Systemreparatur funktionieren?

Wenn weder Wiederherstellungsoptionen noch der abgesicherte Modus ein Bild liefern, besteht ein hohes Risiko für ernsthafte Hardwareprobleme. In diesem Fall ist eine systematische Prüfung mit Tauschkomponenten oder die Diagnose in einer Fachwerkstatt der sinnvollste nächste Schritt.

Kann auch ein zweiter Monitor oder eine Dockingstation die Ursache sein?

Bei mehreren angeschlossenen Anzeigen oder Dockingstationen wählen Betriebssystem oder Grafikkarte gelegentlich einen anderen Ausgang als Hauptbildschirm. Durch Abziehen zusätzlicher Monitore, das Trennen der Dockingstation und einen Neustart wird geprüft, ob das Bild dann wieder auf dem verbleibenden Display erscheint.

Ist bei einem älteren Gerät eine Reparatur noch sinnvoll?

Die Entscheidung hängt von Alter, Wert des Geräts und Kosten für Ersatzteile wie Netzteil, Grafikkarte oder Mainboard ab. Wenn nur ein klar identifizierbares Bauteil betroffen ist und der restliche PC Ihren Anforderungen noch entspricht, kann eine gezielte Reparatur wirtschaftlich attraktiv sein.

Fazit

Der Beitrag zeigt, wie sich ein schwarzer Bildschirm nach dem Start Schritt für Schritt eingrenzen lässt – von einfachen Kabel- und Monitorchecks bis zu Treiber- und Hardwaretests. Durch vorbeugende Maßnahmen wie regelmäßige Updates, saubere Hardware und Datensicherungen sinkt das Risiko für Ausfälle, und im Ernstfall lässt sich besser entscheiden, ob eine Reparatur oder ein Geräteaustausch sinnvoll ist.

Checkliste
  • Grafiktreiberfehler: Veraltete oder inkompatible Treiber können dazu führen, dass der Bildschirm schwarz bleibt.
  • Hardwareprobleme: Defekte Komponenten wie Bildschirm, Grafikkarte oder RAM können das Hochfahren behindern.
  • Stromversorgungsprobleme: Ein unzureichendes oder fehlerhaftes Netzteil kann ebenfalls zu diesem Problem führen.
  • Falsche Bootreihenfolge: Wenn das System nicht im richtigen Bootmodus startet, kann der Bildschirm schwarz bleiben.

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