Warum zeigt dir dein Explorer nicht, was du erwartest?

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 15. April 2026, zuletzt aktualisiert: 15. April 2026

Manchmal kann es ärgerlich sein, dass der Explorer nicht die Dateien oder Ordner anzeigt, die du suchst. Es gibt viele mögliche Gründe dafür, angefangen bei einfachen Einstellungen bis hin zu tieferen Systemproblemen.

Fehlende Dateien und Ordner

Wenn der Explorer nicht die erwarteten Dateien oder Ordner zeigt, prüfe zunächst, ob sie sich wirklich am richtigen Speicherort befinden. Ein bekannter Faktor könnte ein versehentlicher Löschvorgang oder das Verschieben der Dateien in einen anderen Ordner sein. Wenn die Dateien auf einem externen Laufwerk oder in der Cloud gespeichert sind, stelle sicher, dass du mit dem richtigen Konto angemeldet bist und dass die Verbindung zu diesem Speicher funktioniert.

Filtereinstellungen überprüfen

Eine häufige Ursache für fehlende Elemente im Explorer sind aktivierte Filter. Überprüfe in den Explorer-Einstellungen, ob Filter wie „nur bestimmte Dateitypen anzeigen“ oder „Dateien, die älter als ein Jahr sind, ausblenden“ gesetzt sind. Diese Filter können bewirken, dass relevante Ergebnisse nicht angezeigt werden.

Änderung von Ansichtseinstellungen

Manchmal wird der Inhalt des Explorers durch falsche Ansichtseinstellungen beeinflusst. Wechsle zwischen den verschiedenen Ansichten (z. B. Details, Kacheln, Liste), um zu sehen, ob dies dein Problem löst. Manchmal werden Dateien aufgrund von Templatefehlern oder Darstellungsproblemen nicht richtig angezeigt.

Versteckte Dateien anzeigen

Eine weitere Möglichkeit kann die Sichtbarkeit von versteckten Dateien sein. Gehe in die Optionen des Explorers und aktiviere die Anzeige versteckter Dateien. Manche wichtige Dokumente oder Systemeinstellungen könnten aus Versehen als versteckt klassifiziert worden sein.

Die Indexierung überprüfen

Eine fehlerhafte Indexierungsdatei kann ebenfalls dazu führen, dass Suchergebnisse im Explorer nicht stimmen. Überprüfe deine Indexierungsoptionen und stelle sicher, dass alle relevanten Ordner zum Index hinzugefügt wurden. Eine Neuindizierung kann dabei helfen, die Suchergebnisse zu verbessern.

Fehlerbehebung bei Softwareproblemen

Falls die oben genannten Schritte nicht helfen, könnte dies auf ein tiefer liegendes Problem hinweisen. Führe eine Systemreparatur durch, um fehlende oder beschädigte Systemdateien zu beheben. Du kannst hierfür die Eingabeaufforderung mit Administratorrechten verwenden und den Befehl „sfc /scannow“ ausführen.

Aktualisierungen und Patches

Stelle sicher, dass dein System auf dem neuesten Stand ist. Manchmal lösen Software-Updates bekannte Fehler. Überprüfe die Windows Update-Einstellungen und installiere alle ausstehenden Updates, um sicherzustellen, dass dein System stabil funktioniert.

Hintergrundprozesse und Konflikte

Manchmal können auch Hintergrundprozesse und -anwendungen Störungen verursachen. Schließe alle nicht benötigten Programme und starte den Explorer neu. Besonders Antivirensoftware kann Konflikte hervorrufen, die die Anzeige von Dateien beeinträchtigen.

Handlungsanweisung

Wenn du nach diesen Schritten immer noch Probleme hast, führe bitte Folgendes durch:

  • Prüfe die richtigen Speicherorte für deine Dateien.
  • Überprüfe die Filtereinstellungen im Explorer.
  • Wechsle die Ansichtseinstellungen und aktiviere die Sichtbarkeit versteckter Dateien.
  • Führe eine Neuindizierung der Dateien durch.
  • Repariere das System, wenn notwendig.
  • Installiere alle ausstehenden Updates.
  • Schließe unnötige Programme und beende Konflikte.

Unterschiedliche Explorer-Profile und Benutzerkonten

Windows speichert viele Explorer Einstellungen benutzerbezogen. Dadurch kann es passieren, dass auf demselben Rechner verschiedene Nutzer andere Ansichten, Sortierungen oder ausgeblendete Elemente sehen. Bevor du lange suchst, lohnt sich ein Blick darauf, mit welchem Konto du angemeldet bist und welches Profil der Explorer verwendet.

Gehe wie folgt vor, um Unterschiede zwischen Konten zu erkennen:

  • Prüfe rechts unten im Startmenü, welcher Benutzername angezeigt wird.
  • Falls mehrere Konten existieren, melde dich einmal ab und mit dem gewünschten Konto wieder an.
  • Öffne den Explorer und notiere dir, welche Ordner im linken Navigationsbereich sichtbar sind.
  • Vergleiche dieselbe Ansicht mit einem anderen Konto auf demselben System.

So erkennst du, ob deine Abweichungen durch ein anderes Profil entstehen. Häufig haben Administrator‑Konten beispielsweise mehr Systemordner im Blick, während Standardkonten stärker eingeschränkt sind. Für eine saubere Fehleranalyse solltest du die Explorer Einstellungen immer aus Sicht des betroffenen Benutzers prüfen.

Zusätzlich spielt die Art der Anmeldung eine Rolle. Wenn du auf einem Firmenrechner mit einem Domänenkonto arbeitest und zu Hause mit einem lokalen Konto, können Richtlinien dafür sorgen, dass bestimmte Bereiche ausgeblendet bleiben oder nur lesbar sind. In solchen Umgebungen kann ein Gruppenrichtlinienobjekt (GPO) vordefinieren, welche Ordner in der Seitenleiste sichtbar sind, ob Systemdateien angezeigt werden und wie Netzlaufwerke eingebunden werden.

Diese Richtlinien lassen sich ohne Administratorrechte nicht abschalten. Du kannst aber prüfen, welche Vorgaben aktiv sind:

  • Öffne das Startmenü und tippe nach Rücksprache mit der IT den Befehl gpresult /h C:gp.html in eine Eingabeaufforderung mit Administratorrechten ein.
  • Öffne anschließend die erzeugte HTML-Datei im Browser.
  • Suche darin nach Einstellungen für den Windows Explorer oder Datei-Explorer.

Auf privaten Geräten ohne Domänenanbindung kommen solche Einschränkungen seltener vor. Wenn du dir unsicher bist, ob Richtlinien aktiv sind, lohnt sich ein kurzer Vergleich mit einem zweiten Benutzerkonto. Lege dafür ein neues lokales Konto an, melde dich damit an und überprüfe, ob sich die Explorer Anzeige identisch verhält. Wenn im frischen Konto plötzlich alle erwarteten Ordner zu sehen sind, liegt das Problem meist an benutzerspezifischen Einstellungen oder beschädigten Profildateien.

Ordnerumleitungen, Bibliotheken und Netzlaufwerke prüfen

Ein häufiger Grund für abweichende Explorer Inhalte liegt in umgeleiteten Ordnern, angepassten Bibliotheken oder Netzlaufwerken, die im Hintergrund getrennt wurden. Dann schaust du in einen anderen Speicherort, als du erwartest, obwohl der Ordnername identisch wirkt.

Überprüfe zuerst die bekannten Standardordner wie Dokumente, Bilder und Desktop:

  • Klicke mit der rechten Maustaste auf den Ordner, etwa Dokumente.
  • Wähle Eigenschaften und wechsle auf den Reiter Speicherort.
  • Sieh dir an, welcher Pfad dort steht, zum Beispiel C:BenutzerNameDokumente oder ein Netzpfad wie \ServerFreigabe.
  • Stimmt dieser Pfad nicht mit dem erwarteten Speicherort überein, wurden die Inhalte eventuell an eine andere Stelle verschoben oder per Gruppenrichtlinie umgeleitet.

Wenn du in einer Firma arbeitest, legen Administratoren solche Umleitungen bewusst an, damit Benutzerdaten zentral gesichert werden. Die Dateien befinden sich dann nicht mehr im lokalen Benutzerprofil, sondern auf einem Server. In diesem Fall erscheinen sie im Explorer nur, wenn die Netzwerkverbindung besteht und die Anmeldung an der Domäne erfolgreich war.

Solltest du auf einem privaten PC ungewohnte Pfade entdecken, kann auch ein früherer Migrationsversuch oder ein falsch gesetzter Speicherort verantwortlich sein. In diesem Fall kannst du über den Button Standard wiederherstellen im Reiter Speicherort die ursprünglichen Pfade zurücksetzen. Achte unbedingt darauf, wohin Windows vorhandene Dateien verschiebt, wenn du diese Option verwendest, damit keine Daten an unerwarteten Stellen landen.

Ein ähnliches Phänomen tritt bei Bibliotheken auf. Die Bibliotheken Dokumente, Bilder, Musik und Videos können mehrere physische Ordner bündeln. Wenn du dort Dateien vermisst, befinden sie sich eventuell in einem Ordner, den die Bibliothek nicht mehr einbindet.

  • Öffne die Bibliothek Dokumente im Explorer.
  • Klicke mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich und wähle Eigenschaften.
  • Unter Bibliotheksorte siehst du, welche Ordner zusammengeführt werden.
  • Füge bei Bedarf zusätzliche Speicherorte hinzu oder entferne Pfade, die nicht mehr existieren.

Auch Netzlaufwerke spielen eine große Rolle. Ein Laufwerk mit einem Buchstaben wie Z: kann im Explorer erscheinen, aber den Inhalt nicht laden, wenn die Verbindung unterbrochen ist. Prüfe in der Statusleiste und in der Adressleiste, ob dort Fehlermeldungen oder Symbole für getrennte Verbindungen angezeigt werden. Anschließend kannst du im Kontextmenü des Laufwerks die Option Trennen wählen und das Laufwerk neu verbinden. Verwende dafür die bekannten Serverpfade oder frag in einem Unternehmensnetzwerk nach, welche Freigaben vorgesehen sind.

Synchronisationsdienste wie OneDrive, Google Drive und Dropbox

Immer mehr Dateien liegen nicht ausschließlich lokal, sondern in Synchronisationsordnern von OneDrive, Google Drive, Dropbox oder ähnlichen Diensten. Diese Dienste integrieren sich tief in den Explorer und können dafür sorgen, dass du nur Platzhalter siehst oder Dateien vermisst, die über das Web eigentlich vorhanden sind.

Um die Anzeige in solchen Cloudordnern nachzuvollziehen, solltest du ihre Statussymbole und Einstellungen kennen. In der Regel findest du im Benachrichtigungsbereich neben der Uhr ein Symbol des jeweiligen Dienstes. Ein Klick darauf zeigt dir, ob gerade synchronisiert wird, ob ein Fehler aufgetreten ist oder ob die Anmeldung fehlt.

Typische Schritte zur Kontrolle von OneDrive im Explorer:

  • Öffne den Explorer und gehe zum OneDrive-Eintrag im linken Navigationsbereich.
  • Aktiviere in der Ansichtsleiste die Spalte Status, falls sie noch nicht sichtbar ist.
  • Prüfe die kleinen Wolken‑, Haken‑ oder Synchronisationssymbole neben jeder Datei.
  • Dateien mit einer reinen Wolke liegen nur online; sie erscheinen zwar, sind aber ohne Internetverbindung nicht nutzbar.
  • Dateien mit einem grünen Haken befinden sich lokal und in der Cloud; sie sollten jederzeit im Explorer angezeigt werden.

Falls bestimmte Dateien im Webinterface von OneDrive, Google Drive oder Dropbox sichtbar sind, im Explorer aber fehlen, kann eine selektive Synchronisation eingerichtet worden sein. Viele dieser Dienste erlauben es, nur einzelne Unterordner mit dem PC abzugleichen, um Speicherplatz zu sparen.

Stelle die Synchronisationsauswahl wie folgt ein:

  • Öffne das Synchronisationssymbol im Infobereich der Taskleiste.
  • Rufe die Einstellungen des Dienstes auf.
  • Suche nach einem Bereich, der Ordner auswählen, Speicher verwalten oder ähnliches heißt.
  • Setze Häkchen bei allen Ordnern, die im Explorer erscheinen sollen.

Mitunter sind Anwendungen wie OneDrive oder Google Drive nicht korrekt gestartet. Der Explorer zeigt dann zwar einen Eintrag an, die Dateien werden aber nicht geladen oder bleiben im alten Synchronisationsstatus. In diesen Fällen hilft ein gezielter Neustart der Dienste:

  • Beende den Dienst über das Symbol im Benachrichtigungsbereich oder den Task-Manager.
  • Starte ihn anschließend über das Startmenü erneut.
  • Warte, bis die Synchronisation abgeschlossen ist, bevor du den Explorer erneut prüfst.

Bei hartnäckigen Abweichungen lohnt sich ein Blick auf eventuelle Speicherortänderungen. Einige Nutzer verlagern den OneDrive-Ordner beispielsweise auf ein anderes Laufwerk. Wenn du später das System wiederherstellst oder ein Backup einspielst, kann der Explorer noch auf einen veralteten Pfad verweisen. Löse dies, indem du in den Einstellungen des Clouddienstes den aktuellen lokalen Ordner neu auswählst und die Synchronisation noch einmal einrichtest. Danach sollte die Darstellung im Explorer wieder mit dem tatsächlichen Inhalt übereinstimmen.

Erweiterte Explorer-Optionen zurücksetzen und stabilisieren

Wenn zahlreiche Anpassungen vorgenommen wurden oder Tools von Drittanbietern Shell-Erweiterungen installiert haben, geraten die Explorer Einstellungen leicht durcheinander. In solchen Fällen ist es oft schneller, die erweiterten Optionen auf einen sauberen Zustand zurückzuführen, anstatt jede Kleinigkeit einzeln zu suchen.

Windows bietet eine zentrale Oberfläche für viele dieser Einstellungen:

  • Öffne die Systemsteuerung über das Startmenü.
  • Wähle Anzeige und Anpassung und anschließend Explorer-Optionen oder Ordneroptionen.
  • Auf dem Reiter Allgemein steuerst du, wie Ordner geöffnet werden und welche Bereiche der zuletzt verwendeten Dateien angezeigt werden.
  • Auf dem Reiter Ansicht findest du zahlreiche Optionen für Systemdateien, bekannte Dateitypen, Navigation und Vorschauen.

Um bei unerklärlichen Abweichungen einen neutralen Ausgangspunkt herzustellen, kannst du auf diesem Reiter Ansicht den Button Wiederherstellen verwenden. Dadurch setzt Windows viele modifizierte Einstellungen zurück, ohne persönliche Dateien anzurühren. Achte darauf, dir zuvor Besonderheiten zu merken, die du beibehalten möchtest, etwa die Anzeige von Dateiendungen oder detaillierten Ansichten.

Zusätzlich lassen sich die individuellen Ordneransichten vollständig zurücksetzen. Manchmal zeigen einzelne Ordner plötzlich Spalten aus völlig anderen Kategorien oder verlieren selbst festgelegte Sortierungen. Windows merkt sich diese Informationen pro Ordner und Ordnerart. Um alles wieder zu vereinheitlichen, gehst du so vor:

  • Öffne einen Ordner, der dir sinnvoll erscheint, zum Beispiel ein Verzeichnis mit Dokumenten.
  • Stelle die gewünschte Ansicht ein, etwa Details mit den Spalten Name, Änderungsdatum und Typ.
  • Rufe im Menüband die Ansichtseinstellungen auf und wähle Optionen.
  • Unter Ansicht findest du die Schaltfläche Auf Ordner übertragen, mit der du diese Darstellung auf alle gleichartigen Ordner anwenden kannst.

Wenn auch das nicht hilft oder der Explorer weiterhin unerwartete Inhalte liefert, kann ein tieferer Reset notwendig sein. Dazu gehören unter anderem das Löschen von zwischengespeicherten Daten und das Entfernen defekter Shell-Erweiterungen von Drittanbietern. Viele Programme hängen sich in das Kontextmenü ein oder fügen dem Explorer spezielle Spalten und Einträge hinzu. Sind diese Erweiterungen beschädigt, wirkt sich das auf die Darstellung aus.

Mit speziellen Tools, die Shell-Erweiterungen auflisten, kannst du schrittweise Add-ons deaktivieren und prüfen, ob sich das Verhalten bessert. Deaktiviere zunächst Einträge, die von unbekannten Programmen stammen oder die du nicht mehr benötigst. Starte danach den Explorer neu, indem du den Prozess im Task-Manager beendest und über Datei und Neuen Task ausführen mit dem Befehl explorer.exe wieder startest.

Für einen letzten Rettungsversuch auf Benutzerebene kommt ein neues Profil in Betracht. Erstelle in den Kontoeinstellungen ein neues lokales Benutzerkonto, melde dich damit an und sieh dir die Explorer Anzeige an. Wenn in diesem frischen Profil sämtliche Ordner und Dateien so erscheinen, wie du es erwartest, ist das alte Profil beschädigt. In diesem Fall überträgst du deine Daten nach und nach in das neue Konto und nutzt ab dann das fehlerfreie Profil. So

Häufige Fragen zu Explorer Einstellungen

Warum zeigt der Explorer plötzlich weniger Dateien an als früher?

Meistens wurden Filter, Sortierungen oder die Anzeige von Dateitypen angepasst, ohne dass es direkt auffällt. Prüfe im Menüband oder Kontextmenü, ob Filter aktiv sind, ob nach Datum oder Typ sortiert wird und ob bestimmte Gruppen ausgeblendet wurden.

Zusätzlich solltest du in den Ordneroptionen nachsehen, ob Dateiendungen oder Systemdateien ein- oder ausgeblendet sind. Häufig bewirkt schon das Zurücksetzen der Ordneransicht, dass alle Inhalte wieder sichtbar werden.

Wie kann ich Explorer Einstellungen für alle Ordner einheitlich übernehmen?

Richte zunächst in einem Beispielordner die gewünschte Ansicht ein, also etwa Symbole, Details, Spalten, Sortierung und Gruppierung. Öffne anschließend die Ordneroptionen, wechsle zum Reiter Ansicht und nutze die Funktion, mit der sich die aktuelle Ansicht auf alle Ordner dieses Typs anwenden lässt.

Damit erreichst du, dass neu geöffnete Ordner derselben Kategorie einheitlich dargestellt werden. Bei Bedarf kannst du diese Voreinstellung jederzeit wieder ändern oder zurücksetzen.

Wie setze ich alle Explorer Einstellungen auf Werkseinstellungen zurück?

Öffne die Ordneroptionen, wechsle auf den Reiter Ansicht und nutze dort die Schaltfläche zum Zurücksetzen der Ordneransichten. Dadurch werden angepasste Layouts, Spaltenbreiten und Sortierungen entfernt und die Standarddarstellung wiederhergestellt.

Wenn sich tiefergehende Fehler zeigen, kannst du zusätzlich den Navigationsbereich und Schnellzugriffe bereinigen, indem du angeheftete Einträge entfernst und anschließend den Explorer neu startest. In seltenen Fällen hilft auch ein Zurücksetzen der Benutzeroberflächen-Cache-Dateien.

Warum unterscheidet sich die Anzeige zwischen zwei PCs trotz gleicher Windows-Version?

Explorer Einstellungen werden pro Benutzerkonto gespeichert und können sich zwischen Geräten stark unterscheiden, auch wenn die Windows-Version identisch ist. Unterschiede ergeben sich zum Beispiel durch abweichende Ordneroptionen, andere Standardansichten und unterschiedliche installierte Erweiterungen.

Vergleiche auf beiden Systemen die Ordneroptionen, insbesondere die Ansicht, die Anzeige versteckter und geschützter Dateien sowie die Zuordnung von Ordnertypen wie Bilder, Musik oder Dokumente. Stimmen diese Parameter überein, nähern sich auch die Darstellungen an.

Wie verhindere ich, dass Windows die Ordneransicht automatisch ändert?

Windows passt je nach Ordnerinhalt häufig automatisch den Ordnertyp an, etwa für Bilder oder Musik, was die Spalten und Symbole verändern kann. Um dies zu reduzieren, kannst du einen einheitlichen Ordnertyp festlegen, indem du über die Eigenschaften des Ordners im Reiter Anpassen eine passende Vorlage wählst.

Danach übernimmst du die eingestellte Ansicht über die Ordneroptionen als Standard für diesen Typ. Bleiben Probleme bestehen, hilft es oft, die automatische Erkennung zurückzusetzen und den gewünschten Ordnertyp erneut manuell zuzuweisen.

Was tun, wenn die Option „Versteckte Dateien anzeigen“ nicht gespeichert bleibt?

Wenn diese Einstellung nach einem Neustart wieder verloren geht, können beschädigte Benutzerprofile oder Richtlinien aus einer Domänenumgebung verantwortlich sein. Prüfe zunächst, ob Gruppenrichtlinien aktiv sind, die die Ordneroptionen überschreiben.

Bleibt die Einstellung lokal nicht erhalten, hilft manchmal das Anlegen eines neuen Benutzerkontos, um ein defektes Profil auszuschließen. Zusätzlich lohnt ein Systemdatei-Check, um beschädigte Konfigurationsdateien zu reparieren.

Warum öffnet sich der Explorer nicht mehr im gewünschten Startordner?

Neuere Windows-Versionen starten den Explorer standardmäßig im Schnellzugriff oder im Bereich Dieser PC. Diese Vorgabe kannst du in den Ordneroptionen im Reiter Allgemein ändern, indem du den Zielbereich anpasst.

Benötigst du einen bestimmten Ordner als Einstieg, lässt sich eine Verknüpfung mit angepasstem Zielpfad anlegen und an die Taskleiste anheften. So startest du den Explorer jedes Mal direkt im gewünschten Verzeichnis.

Wie kann ich verhindern, dass Netzwerkordner sehr langsam geladen werden?

Bei Netzlaufwerken verlangsamen zusätzliche Funktionen wie Miniaturansichten, Vorschaufenster oder automatische Inhaltsindizierung den Aufbau der Ansicht. Schalte testweise die Miniaturansichten ab und deaktiviere das Vorschaufenster, um zu prüfen, ob sich das Laden beschleunigt.

Außerdem kann es helfen, den Ordnertyp auf Allgemeine Elemente zu stellen und in den Ordneroptionen unnötige Netzwerkfeatures zu reduzieren. In komplexen Umgebungen solltest du auch die Energieoptionen und die Netzwerkkonfiguration überprüfen.

Wodurch entstehen doppelte Einträge im Navigationsbereich des Explorers?

Doppelte oder unerwünschte Einträge im Navigationsbereich stammen oft von Drittanbieter-Tools, Cloud-Synchronisationsdiensten oder fehlerhaften Registrierungseinträgen. Deaktiviere zunächst Erweiterungen, die Zusatzknoten in den Explorer einhängen, und starte die Sitzung neu.

Bleiben die Einträge bestehen, kann der Abgleich mit der Registry und den Shell-Erweiterungen notwendig sein, was allerdings mit Bedacht und idealerweise mit einer Sicherung erfolgen sollte. Alternativ können einige Dienste in ihren eigenen Einstellungen angepasst werden, sodass die Einbindung in den Explorer entfällt.

Warum sehe ich Dateiendungen nicht, obwohl sie existieren?

Windows blendet bekannte Dateierweiterungen standardmäßig aus, wodurch Dateien nur mit ihrem Namen ohne Endung erscheinen. In den Ordneroptionen im Reiter Ansicht kannst du die Anzeige von Erweiterungen für bekannte Dateitypen aktivieren, sodass jede Datei mit vollständigem Namen sichtbar wird.

Nach dieser Umstellung erkennst du Unterschiede zwischen Dateien wie etwa Textdokumenten und Skripten deutlich besser. Das reduziert Verwechslungen und macht auch potenziell riskante Dateitypen besser erkennbar.

Wie sichere ich meine Explorer Einstellungen für eine spätere Nutzung?

Viele Anzeigevarianten und Ordneransichten werden in der Registry und in Benutzerdaten gespeichert, die sich per Backup sichern lassen. Nutze ein Systemabbild oder ein spezielles Backup-Tool, um dein Profil zu sichern, bevor du umfassende Änderungen vornimmst.

Bei einer Neuinstallation oder einem Gerätewechsel kannst du diese Sicherung zurückspielen und erhältst damit die meisten deiner gewohnten Einstellungen zurück. Ergänzend lohnt es sich, wichtige Schritte zu dokumentieren, damit du einzelne Anpassungen bei Bedarf schnell nachstellen kannst.

Fazit

Der Artikel zeigt, wie sich ein vermeintlich „kaputter“ Explorer oft mit wenigen gezielten Einstellungen und dem Prüfen von Shell-Erweiterungen wieder in den Griff bekommen lässt. Du lernst, Dateiendungen sichtbar zu machen, unerwünschte Einträge aufzuspüren und deine angepassten Ansichten per Backup zu sichern, sodass du sie auch nach Neuinstallation oder Gerätewechsel schnell wiederherstellen kannst.

Checkliste
  • Prüfe die richtigen Speicherorte für deine Dateien.
  • Überprüfe die Filtereinstellungen im Explorer.
  • Wechsle die Ansichtseinstellungen und aktiviere die Sichtbarkeit versteckter Dateien.
  • Führe eine Neuindizierung der Dateien durch.
  • Repariere das System, wenn notwendig.
  • Installiere alle ausstehenden Updates.
  • Schließe unnötige Programme und beende Konflikte.

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