Windows 11 Secure Boot verstehen: Warum dein PC nach Updates plötzlich anders startet

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 5. Mai 2026, zuletzt aktualisiert: 5. Mai 2026

Wenn du nach einem Update deines PCs mit Windows 11 feststellst, dass sich der Startvorgang geändert hat, könnte das mit der Funktion Secure Boot zusammenhängen. Diese Sicherheitsmaßnahme sorgt dafür, dass beim Start nur vertrauenswürdige Software geladen wird und hat das Ziel, dein System vor unerwünschten Änderungen zu schützen.

Die Aktivierung von Secure Boot kann dazu führen, dass bestimmte Gerätetreiber oder Software, die vorher funktionierten, nun Konflikte verursachen oder gar nicht mehr gestartet werden. In diesem Artikel beleuchten wir, was Secure Boot ist, welche Veränderungen beim Systemstart auftreten können und wie du mögliche Probleme beheben kannst.

Was ist Secure Boot?

Secure Boot ist eine Technologie, die ursprünglich von der UEFI (Unified Extensible Firmware Interface) entwickelt wurde. Ziel ist es, sicherzustellen, dass beim Hochfahren des Computers nur signierte und vertrauenswürdige Software geladen wird. Damit sollen Malware und Rootkits, die den Startvorgang manipulieren könnten, effektiv verhindert werden. Wenn Secure Boot aktiv ist, überprüft der Computer die digitale Signatur der Software, bevor diese in den Speicher geladen wird.

Warum verändert sich der Startvorgang?

Nach einem Update kann dein PC möglicherweise nicht mehr wie gewohnt starten, wenn Software oder Treiber nicht mit den Secure Boot-Richtlinien übereinstimmen. Dies geschieht oft, wenn:

  • Treiber nicht signiert sind: Einige Drittanbieter-Treiber benötigen möglicherweise ein Update, um mit Secure Boot kompatibel zu sein.
  • Ältere Software nicht unterstützt wird: Programme, die nicht für die Verwendung mit Secure Boot entwickelt wurden, können den Startvorgang blockieren.
  • Firmware aktualisiert wurde: Ein Upgrade der UEFI-Firmware kann dazu führen, dass die Secure Boot-Einstellungen zurückgesetzt oder geändert werden.

Schritte zur Fehlersuche

Wenn dein Computer nach einem Update nicht mehr korrekt startet, solltest du folgende Schritte beachten:

  1. Überprüfe, ob alle Treiber aktuell sind. Gehe dazu in die Einstellungen und suche nach verfügbaren Updates.
  2. Wenn eine spezifische Software den Start blockiert, versuche, diese im abgesicherten Modus zu deinstallieren.
  3. Falls notwendig, kannst du Secure Boot im UEFI/BIOS vorübergehend deaktivieren, um herauszufinden, ob dies das Problem löst. Diese Option findest du in den Firmware-Einstellungen unter „Sicherheit“ oder „Boot“.

Typische Probleme im Zusammenhang mit Secure Boot

Es gibt einige häufige Schwierigkeiten, die durch Secure Boot verursacht werden können:

Anleitung
1Überprüfe, ob alle Treiber aktuell sind. Gehe dazu in die Einstellungen und suche nach verfügbaren Updates.
2Wenn eine spezifische Software den Start blockiert, versuche, diese im abgesicherten Modus zu deinstallieren.
3Falls notwendig, kannst du Secure Boot im UEFI/BIOS vorübergehend deaktivieren, um herauszufinden, ob dies das Problem löst. Diese Option findest du in den Firmware-Einst….

  • Bluescreen-Fehler: Einige Geräte können aufgrund inkompatibler Treiber einen Bluescreen generieren, wenn Secure Boot aktiv ist.
  • Boot-Fehler: Wenn die Systemdateien nicht ordnungsgemäß signiert sind, kann der Computer aus Sicherheitsgründen nicht starten.
  • Schwierigkeiten beim Zugriff auf bestimmte Software: Manche Anwendungen könnten nicht mehr ausgeführt werden, was deinen Arbeitsfluss hemmt.

Praktische Lösungsmöglichkeiten

Um die Probleme mit Secure Boot zu lösen, kannst du folgende Schritte ausprobieren:

  1. Setze die BIOS-Einstellungen zurück. Oft ist es hilfreich, die Standardwerte wiederherzustellen, um eventuelle Fehlkonfigurationen zu beheben.
  2. Installiere alternative Versionen von Software oder Treibern, die für die Nutzung mit Secure Boot geeignet sind.
  3. Halte dein Betriebssystem und alle Komponenten regelmäßig auf dem neuesten Stand, um Komplikationen durch veraltete Software zu vermeiden.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

Secure Boot ist eine wichtige Sicherheitsfunktion, die jedoch auch zu Unannehmlichkeiten führen kann, wenn das System oder die Software nicht kompatibel ist. Durch sorgfältige Überprüfung, Aktualisierung der Treiber und gegebenenfalls Anpassungen im BIOS kannst du dein System stabilisieren und die Probleme beheben.

Secure-Boot-Status in Windows und im UEFI sicher prüfen

Bevor Einstellungen geändert werden, lohnt ein genauer Blick darauf, welchen Status Windows 11 für Secure Boot meldet und wie die Firmware des Mainboards dies bewertet. Beide Ansichten sollten zueinander passen, damit sich Startprobleme sauber eingrenzen lassen.

Unter Windows 11 lässt sich der aktuelle Zustand mit Bordmitteln kontrollieren:

  • Drücke die Tastenkombination Windows-Taste + R.
  • Gib msinfo32 ein und bestätige mit Enter.
  • Im Fenster Systeminformationen suche im rechten Bereich nach dem Eintrag Secure-Boot-Status.
  • Typische Einträge sind Ein, Aus oder Nicht unterstützt.

Steht dort Ein, nutzt Windows 11 die Schutzmechanismen und eventuelle Startverzögerungen liegen eher an der Prüfung der Signaturen oder an Treibern. Zeigt der Eintrag Aus oder Nicht unterstützt, solltest du den Blick in die Firmware-Einstellungen richten:

  • Starte Windows 11 neu und halte die für dein Mainboard übliche Taste gedrückt (häufig Entf, F2, F10 oder F12).
  • Wechsle in das Menü mit der Bezeichnung Boot, Security oder Advanced.
  • Suche nach einer Option mit dem Namen Secure Boot oder einer ähnlichen Schreibweise.
  • Überprüfe, ob der Modus Enabled/Disabled oder Standard/Custom eingestellt ist.

Stimmen die Angaben zwischen Windows 11 und der Firmware nicht überein, liegt häufig eine Zwischenstufe vor: Einige Geräte halten interne Datenbanken für Signaturen bereit, setzen diese aber nicht vollständig um. In solchen Fällen hilft es, den Modus temporär zu deaktivieren, die Änderungen zu speichern, erneut ins UEFI zu wechseln und Secure Boot neu zu aktivieren. Anschließend sollte sich der Status in den Windows-Systeminformationen aktualisieren, nachdem das System einmal vollständig neu gestartet wurde.

Wenn dein Gerät den Hinweis Nicht unterstützt zeigt, obwohl es mit vorinstalliertem Windows 11 ausgeliefert wurde, empfiehlt sich ein Firmware-Update des Mainboards oder Notebooks. Viele Hersteller haben Unterstützung erst mit späteren Versionen ergänzt oder Fehler bei der Validierung von Schlüsseln korrigiert.

Zusammenhang zu TPM und dem Startverhalten

Unter Windows 11 ist Secure Boot eng mit dem Trusted Platform Module (TPM) verknüpft. Fehler im Bereich der Sicherheitsprozessor-Einstellungen können dazu führen, dass die Firmware länger braucht, um alle Prüfungen durchzuführen. Ein Blick in die Windows-Sicherheit lohnt sich daher:

  • Öffne die Einstellungen von Windows 11.
  • Wähle Update und Sicherheit oder Datenschutz und Sicherheit, abhängig von der Version.
  • Öffne Windows-Sicherheit und dort den Bereich Gerätesicherheit.
  • Unter Sicherheitsprozessor sollte ein aktives TPM angezeigt werden.

Erscheint an dieser Stelle eine Warnung oder ein Hinweis, dass der Sicherheitsprozessor nicht funktionsfähig ist, verlangt die Firmware unter Umständen wiederholte Initialisierungsversuche beim Start, was den Boot-Vorgang spürbar verlängern kann. In solchen Fällen sollte im UEFI geprüft werden, ob TPM auf Enabled oder fTPM/ PTT gestellt ist und keine veralteten oder widersprüchlichen Einstellungen bestehen.

Secure Boot nach großen Windows-Updates stabil halten

Größere Funktionsupdates können Signaturen, Bootloader und OEM-Schlüssel austauschen oder erweitern. Wenn sich das Startverhalten nach solchen Aktualisierungen spürbar ändert oder plötzlich Warnmeldungen zu nicht signierten Komponenten erscheinen, hilft ein systematisches Vorgehen, um Secure Boot sauber weiter zu nutzen.

Eine sinnvolle Reihenfolge für die Kontrolle nach einem großen Update sieht so aus:

  1. Überprüfe, ob in den Systeminformationen weiterhin Ein beim Secure-Boot-Status angezeigt wird.
  2. Starte den Rechner mehrmals neu und achte darauf, ob ungewöhnliche Meldungen vor oder während der Windows-Animation eingeblendet werden.
  3. Kontrolliere, ob alle installierten Treiber für Grafikkarte, Storage-Controller und Netzwerkkarte aus vertrauenswürdigen Quellen und aktuell sind.
  4. Starte ein erweitertes Startmenü und führe eine Startreparatur über die Problembehandlung aus, wenn Windows nicht mehr zuverlässig bootet.

Bleibt Secure Boot aktiv, aber der Start verzögert sich auffällig, kann die Überprüfung zusätzlicher Treiberpakete helfen. Besonders ältere Treiber für RAID-Controller, Verschlüsselungstools oder bestimmte Virenscanner integrieren sich tief in den Bootvorgang. Nach einem Update werden diese Module neu bewertet, was mehrere Sekunden zusätzliche Prüfzeit erzeugen kann. In diesem Fall lohnt es sich, Herstellerseiten nach angepassten Versionen zu durchsuchen oder alternative Lösungen in Erwägung zu ziehen, die mit Windows 11 und aktiviertem Secure Boot optimiert zusammenarbeiten.

Treiber und Bootloader nach einem Update bereinigen

Wenn Windows 11 zwar startet, beim Einschalten aber längere Pausen oder wiederholte Neustarts zeigt, kann eine Bereinigung des Boot-Kontextes sinnvoll sein. Dabei geht es darum, nicht mehr benötigte Startoptionen und alte Bootloader-Einträge zu entfernen, ohne das System unbrauchbar zu machen.

  • Öffne eine Eingabeaufforderung oder PowerShell mit Administratorrechten.
  • Gib den Befehl bcdedit ein, um alle vorhandenen Einträge des Bootmanagers anzuzeigen.
  • Prüfe, ob zusätzliche Windows-Installationen, alte Testsysteme oder nicht mehr existente Pfade aufgeführt werden.
  • Entferne nur solche Einträge, deren Herkunft und Funktion eindeutig bekannt sind, mit dem passenden bcdedit /delete-Befehl.

Bei Unsicherheit empfiehlt sich eine Datensicherung des Systemlaufwerks, bevor Änderungen an der Startkonfiguration vorgenommen werden. Sobald die Konfiguration wieder auf eine einzige, saubere Installation reduziert wurde, arbeitet Secure Boot in der Regel effizienter, da weniger Pfade und Signaturen geprüft werden müssen.

Dual-Boot-Umgebungen und alternative Systeme mit Secure Boot nutzen

Viele Anwender möchten neben Windows 11 ein weiteres Betriebssystem parallel installieren. Sobald ein zweites System den Bootloader überschreibt oder modifiziert, reagiert die Firmware empfindlich und verweigert unter Umständen den Start, solange Secure Boot eingeschaltet ist. Es lässt sich jedoch meist eine Konfiguration finden, bei der mehrere Systeme weiterhin sicher geladen werden.

Ein etablierter Weg ist die Verwendung des Windows-Bootmanagers als zentrales Startmenü. Dabei wird das sekundäre System so eingebunden, dass Secure Boot nur den signierten Windows-Bootloader validiert, während die Auswahl des alternativen Systems im nächsten Schritt erfolgt. Das reduziert Konflikte im UEFI, weil die kritische erste Phase des Starts immer über eine von Microsoft signierte Komponente läuft.

Bei Linux-Distributionen, die von Haus aus mit signierten Bootloadern ausgeliefert werden, können die zugehörigen Zertifikate in der Firmware hinterlegt werden. Im Secure-Boot-Menü vieler Mainboards findet sich ein Abschnitt zur Verwaltung von Schlüsseln:

  • Suche nach Punkten wie Key Management, Key Enrollment oder Authorized Signatures.
  • Es lassen sich oft zusätzliche Zertifikate aus Dateien oder von vorhandenen Datenträgern einspielen.
  • Wird ein neues Zertifikat akzeptiert, kann der zugehörige Bootloader innerhalb von Secure Boot als vertrauenswürdig gelten.

Im Alltag bedeutet das: Startet das alternative System nur mit deaktiviertem Secure Boot, lohnt sich ein Blick auf dessen Signaturkonzept. Viele moderne Distributionen dokumentieren, welche Signaturen notwendig sind. Werden diese im UEFI korrekt eingetragen oder ist der Bootloader bereits durch Microsoft signiert, lässt sich das zusätzliche System häufig ohne Abschalten der Schutzfunktionen starten.

Risiken durch inoffizielle Bootloader reduzieren

Manche Tools für Backup, Klonen von Datenträgern oder Verschlüsselung installieren eigene Startkomponenten, um vor Windows aktiv zu werden. In Verbindung mit Secure Boot löst das oft Warnungen aus oder führt dazu, dass der PC nach einem Update beim Einschalten eine Meldung zeigt und anschließend neu startet. Um solche Effekte zu vermeiden, sollten nur Lösungen eingesetzt werden, deren Bootmodule signiert sind und deren Hersteller explizit Unterstützung für Windows 11 mit aktivem Secure Boot angeben.

Falls bereits ein inoffizieller Bootloader aktiv ist, hilft häufig folgender Weg zurück zu einer stabilen Umgebung:

  1. Deinstalliere das betreffende Tool über die Programmeinstellungen von Windows.
  2. Führe einen Neustart durch und beobachte, ob der zusätzliche Bildschirm beim Start verschwindet.
  3. Setze bei Bedarf den Windows-Bootloader mit den Tools zur Systemreparatur zurück, falls weiterhin Reste sichtbar bleiben.
  4. Aktiviere Secure Boot im UEFI erneut, sofern es zur Analyse temporär abgeschaltet wurde.

Nach einer solchen Bereinigung sollten der Startablauf wieder geradlinig verlaufen und die Firmware alle Beteiligten anhand gültiger Signaturen erkennen können. Der Wechsel zwischen mehreren Systemen oder Sicherheitswerkzeugen lässt sich dann geordnet aufbauen, statt dass sich verschiedene Bootmodule gegenseitig blockieren.

Feinabstimmung für kurze Startzeiten trotz Secure Boot

Viele Anwender aktivieren die Sicherheitsfunktion, wundern sich anschließend jedoch über zusätzliche Sekunden beim Einschalten. Zielgerichtete Optimierungen helfen, die Schutzmechanismen beizubehalten und dennoch zügig in Windows zu gelangen. Entscheidend ist, dass die Firmware nicht unnötig viele Geräte initialisiert und Windows selbst den Schnellstart effizient nutzt.

Im UEFI sollten nur solche Startquellen im Boot-Menü priorisiert werden, die tatsächlich gebraucht werden. Jede zusätzliche Festplatte, jedes USB-Gerät und jedes Netzlaufwerk kann den Startvorgang verlängern, weil Secure Boot Signaturen und Metadaten der möglichen Loader prüfen muss. Eine aufgeräumte Reihenfolge bringt hier spürbare Vorteile.

  • Öffne die Firmware-Einstellungen und gehe in das Boot-Menü.
  • Entferne nicht genutzte Einträge aus der Prioritätsliste oder setze sie ans Ende.
  • Deaktiviere Netzbootfunktionen, wenn sie nicht für die Wartung benötigt werden.
  • Reduziere die Option Boot Delay oder ähnliche Warteparameter auf einen kleinen Wert.

Unter Windows 11 selbst sollte die Option Schnellstart überprüft werden, da sie eng mit dem Bootablauf verknüpft ist:

  • Öffne die Energieoptionen in der Systemsteuerung.
  • Wähle Auswählen, was beim Drücken von Netzschaltern geschehen soll.
  • Klicke auf Einige Einstellungen sind momentan nicht verfügbar, um alle Optionen einzublenden.
  • Aktiviere oder deaktiviere den Schnellstart abhängig davon, ob er zu Problemen im Zusammenspiel mit Secure Boot führt.

In manchen Umgebungen laufen mit aktivem Schnellstart und Secure Boot mehrere Prüfungen doppelt, wodurch sich scheinbare Hänger beim Neustart ergeben. Eine kurze Testphase mit deaktiviertem Schnellstart zeigt, ob sich das Verhalten verbessert. Bleiben Startzeiten danach stabil und es treten keine zusätzlichen Prüfbildschirme mehr auf, ist eine Kombination gefunden, bei der Sicherheitsfunktionen und Komfort gut zusammenarbeiten.

Wer zusätzlich Wert auf Übersicht legt, kann in den Zuverlässigkeitsverlauf von Windows 11 schauen. Dort werden Startprobleme

Häufige Fragen zu Windows 11 Secure Boot

Ist Secure Boot unter Windows 11 Pflicht und wie prüfe ich den Status?

Windows 11 setzt für eine offizielle Unterstützung durch Microsoft ein aktiviertes Secure Boot im UEFI voraus, auch wenn das System ohne Umgehungen oft gar nicht installiert werden kann. Den aktuellen Status prüfst du in Windows über die Suche nach „Systeminformationen“ und den Eintrag „Sicherer Startzustand“, der dir anzeigt, ob Secure Boot aktiviert, deaktiviert oder nicht unterstützt ist.

Wie kann ich Secure Boot im UEFI aktivieren, wenn Windows 11 bereits läuft?

Starte Windows 11 und öffne die Einstellungen, wechsle zu System, dann zu Wiederherstellung und nutze unter Erweiterter Start den Neustart in die UEFI-Firmware. Im UEFI suchst du den Abschnitt Boot oder Security, stellst den Boot-Modus auf UEFI um und aktivierst anschließend Secure Boot, bevor du die Änderungen speicherst und neu startest.

Was mache ich, wenn Windows nach einem Update mit aktiviertem Secure Boot nicht startet?

Schalte den PC drei Mal hintereinander beim Windows-Logo hart aus, um die automatische Reparatur und die erweiterten Startoptionen von Windows zu öffnen. Dort kannst du zunächst einen Systemwiederherstellungspunkt nutzen oder in der Systemstartreparatur prüfen lassen, ob ein fehlerhafter Boot-Eintrag behoben werden kann, bevor du im Notfall Secure Boot vorübergehend im UEFI deaktivierst.

Warum werden einige ältere USB-Sticks oder DVDs mit Secure Boot nicht mehr erkannt?

Secure Boot lässt im Regelfall nur signierte Bootloader zu, die zu den in der Firmware hinterlegten Schlüsseln passen, wodurch ältere Installationsmedien mit veralteten oder unsignierten Bootkomponenten beim Start blockiert werden. Du kannst entweder ein aktuelles Installationsmedium mit dem Media Creation Tool oder Rufus im UEFI-Modus erstellen oder Secure Boot für den Installationsvorgang im UEFI temporär abschalten und später wieder aktivieren.

Beeinflusst Secure Boot die Leistung oder die Startgeschwindigkeit von Windows 11?

Der Sicherheitsmechanismus kontrolliert in erster Linie den Bootvorgang und die Signaturen der gestarteten Komponenten und hat in normalen Szenarien keinen messbaren Einfluss auf die allgemeine Systemleistung. Der Start kann sich minimal ändern, da zusätzliche Prüfungen stattfinden, in der Praxis fällt dies auf moderner Hardware jedoch kaum ins Gewicht.

Wie gehe ich vor, wenn Secure Boot mein Dual-Boot-System mit Linux blockiert?

Viele moderne Linux-Distributionen unterstützen signierte Bootloader, die mit aktiviertem Secure Boot funktionieren, müssen aber bei der Installation im UEFI-Modus eingerichtet werden. Wenn dein bestehendes Linux-System nicht startet, solltest du die Distribution aktualisieren oder neu im UEFI-Modus installieren, die Option für signierten Bootloader wählen oder im UEFI eine Lösung wie den Wechsel der Secure-Boot-Richtlinie nutzen, anstatt Secure Boot dauerhaft zu deaktivieren.

Kann ich Secure Boot gefahrlos deaktivieren, um ältere Hardware oder Software zu nutzen?

Du kannst Secure Boot im UEFI deaktivieren, solange du dir bewusst bist, dass du damit eine wichtige Schutzschicht gegen manipulierte Bootloader aufgibst. Wenn du ältere Hardware oder Spezialsoftware starten musst, empfiehlt es sich, Secure Boot nur für diesen Zweck auszuschalten und danach wieder zu aktivieren, sobald du getestet hast, dass dein System damit stabil läuft.

Warum meldet Windows 11, dass mein System zwar UEFI, aber kein Secure Boot unterstützt?

Einige ältere Mainboards besitzen zwar einen UEFI-Modus, wurden aber ohne die vollständige Secure-Boot-Unterstützung oder ohne passende Microsoft-Schlüssel ausgeliefert. In diesem Fall kannst du Windows 11 unter Umständen trotzdem nutzen, jedoch ohne die Schutzfunktion, und solltest langfristig über eine Aktualisierung der Hardware oder ein UEFI-Update des Herstellers nachdenken, falls verfügbar.

Wie kann ich nach einem BIOS- oder UEFI-Update Probleme mit Secure Boot beheben?

Nach einem Firmware-Update lohnt sich ein Blick in die UEFI-Einstellungen, weil standardmäßig geladene Profile häufig Secure Boot zurücksetzen oder deaktivieren. Stelle den Boot-Modus auf reines UEFI, prüfe, ob die Secure-Boot-Schlüssel geladen sind, aktiviere die Funktion erneut und sichere alle Änderungen, bevor du testest, ob Windows 11 wieder ordnungsgemäß startet.

Woran erkenne ich, ob ein Treiber oder eine Hardware durch Secure Boot blockiert wird?

Hinweise liefern Meldungen im Geräte-Manager mit Ausrufezeichen oder Fehltexte im Stil von „Die digitale Signatur kann nicht überprüft werden“ sowie Startprobleme nach der Treiberinstallation. In solchen Fällen solltest du einen signierten Treiber von der Herstellerseite suchen oder eine aktualisierte Firmware verwenden, anstatt die Sicherungsmechanismen dauerhaft zu lockern.

Gibt es eine Möglichkeit, Secure-Boot-Schlüssel im UEFI zu sichern oder zurückzusetzen?

Viele Mainboards bieten im Secure-Boot-Menü Optionen wie „Keys installieren“, „Factory Keys wiederherstellen“ oder das Zurücksetzen auf Werksschlüssel, mit denen du die Standardkonfiguration wiederherstellen kannst. Bei Experimenten mit eigenen Schlüsseln oder alternativen Bootloadern ist es empfehlenswert, vorab ein Foto oder eine Dokumentation der aktuellen Einstellungen anzulegen, damit du jederzeit zur ursprünglichen, funktionierenden Konfiguration zurückkehren kannst.

Wie teste ich nach Änderungen sicher, ob Secure Boot korrekt arbeitet?

Aktiviere Secure Boot im UEFI, starte Windows 11 vollständig und kontrolliere den Status erneut in den Systeminformationen, um sicherzugehen, dass die Funktion wirklich aktiv ist. Zusätzlich kannst du ein bewusst altes oder unsigniertes Bootmedium einlegen und prüfen, ob der Rechner den Startvorgang ablehnt, was darauf hindeutet, dass die Schutzmechanismen richtig greifen.

Fazit

Secure Boot bildet zusammen mit UEFI und TPM die Grundlage für die abgesicherten Startmechanismen von Windows 11 und schützt dein System vor Manipulationen bereits beim Hochfahren. Wenn du verstehst, wie diese Bausteine zusammenspielen, kannst du typische Startprobleme nach Updates strukturiert beheben, ohne auf unnötige Workarounds auszuweichen. Nimm dir die Zeit, die UEFI-Optionen gezielt zu prüfen und anzupassen, damit dein PC sowohl sicher als auch stabil startet.

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