Windows 11 kostenlos testen und sauber einrichten

Lesedauer: 15 Min – Beitrag erstellt: 22. April 2026, zuletzt aktualisiert: 22. April 2026

Windows 11 lässt sich ganz legal kostenlos ausprobieren, ohne sofort eine Lizenz zu kaufen. Mit der richtigen Vorbereitung richtest du das System so ein, dass es stabil läuft, deine Daten schützt und sich bei Bedarf wieder sauber entfernen lässt. Wer ein Testsystem plant, sollte vor allem klären, ob die Hardware geeignet ist und welche Test-Variante am besten passt.

Es gibt drei sinnvolle Wege, das neue System gefahrlos zu testen: als Testinstallation in einer virtuellen Maschine, als zusätzliches System auf einer eigenen Partition oder SSD und als Neuinstallation auf einem alten oder leeren Gerät. Welche Variante funktioniert, hängt von deinem PC, deiner Risikobereitschaft und dem Zeitaufwand ab.

Voraussetzungen für einen stabilen Test

Bevor du mit einem Test beginnst, lohnt sich ein Blick auf die Systemanforderungen und ein kurzer Gesundheitscheck deines aktuellen Windows-Systems. So vermeidest du spätere Probleme während der Installation.

Microsoft verlangt für aktuelle Versionen unter anderem ein relativ modernes UEFI-BIOS, die Sicherheitsfunktion TPM 2.0 (Trusted Platform Module) und einen Prozessor, der auf der Kompatibilitätsliste steht. Außerdem solltest du genügend freien Speicherplatz, ausreichend Arbeitsspeicher und im Idealfall eine SSD haben.

Ein sinnvoller Ablauf sieht so aus:

  • Systeminformationen prüfen (Prozessor, RAM, Speicherplatz).
  • Secure Boot und TPM im UEFI-BIOS kontrollieren.
  • Mit dem PC Health Check von Microsoft oder den Windows-Einstellungen die Kompatibilität prüfen.
  • Entscheiden, ob du in einer virtuellen Maschine, auf einer zweiten Partition oder auf einem separaten Gerät testen möchtest.

Wenn der offizielle Kompatibilitätstest „nicht geeignet“ meldet, lohnt ein genauer Blick. Oft sind Secure Boot oder TPM nur deaktiviert, aber vorhanden. Erst wenn klar ist, dass wirklich Hardware-Anforderungen fehlen, solltest du über Umgehungen nachdenken – mit dem Bewusstsein, dass solche Systeme später bei Funktionsupdates Probleme bekommen können.

Ein sauberes Testsystem beginnt mit einem offiziellen Installationsmedium. Nur so stellst du sicher, dass keine manipulierten oder veralteten Dateien ins Spiel kommen.

Microsoft stellt für das aktuelle System ein Media Creation Tool sowie ISO-Dateien bereit. Über das Tool kannst du entweder direkt einen bootfähigen USB-Stick erstellen oder eine ISO-Datei laden, die du später für virtuelle Maschinen oder weitere Sticks nutzt.

Für einen unkomplizierten Ablauf hat sich folgendes Vorgehen bewährt:

  • Auf einem funktionierenden Windows-PC das Media Creation Tool von Microsoft starten.
  • Sprache, Edition und Architektur auswählen (in der Regel 64-Bit).
  • Entscheiden, ob ein USB-Stick direkt erstellt oder eine ISO-Datei heruntergeladen werden soll.
  • Den Vorgang abwarten, bis Download und Erstellung des Mediums vollständig abgeschlossen sind.

Falls du eine ISO-Datei herunterlädst, kannst du diese später in Virtualisierungssoftware einbinden oder mit Tools wie dem integrierten Windows-Bordmittel auf einen USB-Stick schreiben, indem du das Media Creation Tool erneut startest und als Zielmedium den Stick wählst.

Variante 1: Test in einer virtuellen Maschine

Eine virtuelle Maschine (VM) ist die risikoärmste Möglichkeit, das System auszuprobieren. Dein bestehendes Windows bleibt unverändert, während du das neue System wie ein eigenes Gerät in einem Fenster startest.

Bekannte Lösungen sind etwa Hyper-V (in Pro- und Enterprise-Editionen integriert), VirtualBox oder VMware Workstation Player. Die Leistung hängt davon ab, wie viel RAM und CPU-Kerne du der VM zuweist. Für flüssiges Arbeiten sollten es mindestens 4 bis 8 Gigabyte RAM und zwei Prozessorkerne sein.

Ein bewährter Ablauf für eine Test-VM sieht so aus:

  • Virtualisierungsoptionen (Intel VT-x/AMD-V) im UEFI-BIOS aktivieren, falls noch deaktiviert.
  • Virtualisierungssoftware installieren oder unter Windows Pro Hyper-V aktivieren.
  • Neue virtuelle Maschine anlegen, ausreichend RAM und Festplattenplatz (mindestens 64 GB, besser mehr) zuweisen.
  • Die heruntergeladene ISO-Datei als virtuelles DVD-Laufwerk einbinden.
  • Die VM starten und den Installationsdialog durchlaufen.

In einer VM kannst du das neue System gefahrlos erkunden, Oberflächen testen, Einstellungen anpassen und Programme ausprobieren. Für sehr grafiklastige Anwendungen oder Spiele ist dieser Ansatz allerdings weniger geeignet, weil die virtuelle Hardware bei 3D-Leistung limitiert ist.

Variante 2: Zusätzliche Installation auf eigener Partition oder SSD

Wer das System mit voller Hardwareleistung testen möchte, ohne sein alltägliches Windows aufzugeben, richtet ein sogenanntes Dual-Boot-System ein. Dabei installierst du das neue System auf einer eigenen Partition oder einer zweiten SSD.

Der entscheidende Punkt ist, dass du den Speicherbereich sauber trennst. Dein bisheriges Windows bleibt auf seiner Partition, während das neue System einen eigenen Bereich erhält. Beim Start des PCs kannst du dann auswählen, welches System geladen werden soll.

Ein typischer Ablauf sieht so aus:

  • Wichtige Daten des bestehenden Systems sichern.
  • In der Datenträgerverwaltung von Windows eine vorhandene Partition verkleinern oder eine freie zweite SSD nutzen.
  • Einen bootfähigen USB-Stick mit dem Installationsmedium erstellen.
  • Vom USB-Stick booten und als Ziel die neu angelegte Partition oder die zweite SSD auswählen.
  • Installation abschließen und beim nächsten Start das gewünschte System über den Bootmanager wählen.

Diese Lösung eignet sich besonders für Nutzer, die Leistung, Treiber und Alltagsprogramme realistisch testen wollen. Wichtig ist, bei der Installation sehr genau auf das gewählte Ziel-Laufwerk zu achten, damit die bisherige Installation nicht überschrieben wird.

Variante 3: Neuinstallation auf einem Zweitgerät

Ein altes Notebook oder ein Zweit-PC ist ideal, wenn du bereit bist, dessen bisherige Daten zu löschen. So erhältst du ein Testsystem mit echter Alltagsleistung, ohne dein Hauptgerät zu riskieren.

Auch hier gilt: Vorherige Daten des Zweitgeräts gehören auf ein Backup-Medium, falls du sie noch benötigst. Anschließend wird das Gerät über den USB-Stick gestartet und vollständig neu eingerichtet.

Praktisch funktioniert das so:

  • Alle benötigten Dateien vom Zweitgerät sichern.
  • Installationsstick einstecken und im UEFI-Bootmenü den Stick als Startmedium auswählen.
  • Während der Installation die bisherigen Partitionen des Zweitgeräts löschen und vom Setup neu anlegen lassen.
  • Die Installation zu Ende führen und anschließend Treiber, Updates und Einstellungen vornehmen.

Dieser Weg liefert ein sehr realistisches Bild, wie sich das System im Alltag verhält. Wer das Zweitgerät später wieder anderweitig nutzen möchte, kann es jederzeit erneut neu installieren, entweder wieder mit dem aktuellen System oder mit einer anderen Version von Windows.

Installation ohne sofortigen Produktschlüssel

Microsoft erlaubt die Installation der aktuellen Version von Windows ohne direkte Eingabe eines Produktschlüssels. Die Testphase läuft mit vollen Kernfunktionen, nur einige Personalisierungsoptionen werden später eingeschränkt.

Während der Installation findest du an der Stelle, an der der Schlüssel abgefragt wird, eine Option, den Schritt zu überspringen oder „Ich habe keinen Product Key“ zu wählen. Das System installiert sich dann als nicht aktivierte Version, die für einen längeren Zeitraum nutzbar bleibt.

In dieser Zeit kannst du in Ruhe testen, ob Programme, Geräte, Drucker und andere Hardware funktionieren. Der Umstieg auf eine lizenzierte Version erfolgt später über die Einstellungen, indem du dort einen gültigen Schlüssel einträgst oder eine digitale Lizenz nutzt.

Saubere Einrichtung nach der ersten Anmeldung

Der erste Start nach der Installation entscheidet darüber, ob du später geordnet arbeiten kannst oder dich durch chaotische Standard-Einstellungen kämpfst. Eine sorgfältige Einrichtung spart später viel Zeit.

Direkt nach der Anmeldung solltest du einige Grundschritte durchführen:

  • Netzwerkverbindung prüfen und sicherstellen, dass der PC Zugriff auf das Internet hat.
  • Über die integrierte Update-Funktion alle verfügbaren Updates und Treiber installieren.
  • Überflüssige vorinstallierte Apps entfernen, die du nicht benötigst.
  • Die Datenschutz-Einstellungen anpassen, etwa für Telemetrie, Werbung und Standortzugriffe.
  • Ein lokales oder Microsoft-Konto nutzen, das du später klar zuordnen kannst (nicht für Tests und Alltag dasselbe Konto mit völlig unterschiedlichen Zwecken verwenden).

Gerade Updates und Treiber sind wichtig, weil viele Kinderkrankheiten damit verschwinden. Wenn etwa WLAN nicht stabil läuft oder der Bildschirm flackert, ist häufig ein fehlender oder veralteter Treiber die Ursache. Über den Geräte-Manager erkennst du fehlende Treiber an Warnsymbolen und kannst entsprechende Herstellerpakete installieren.

Datenschutz und Konten sinnvoll einstellen

Während des Einrichtungsassistenten wirst du zu Diagnosedaten, Werbung, Standortdiensten und personalisierten Vorschlägen befragt. Hier lohnt es sich, bewusst zu entscheiden, welche Daten du teilen möchtest.

In den Einstellungen kannst du später jede dieser Optionen erneut anpassen. Besonders relevant sind die Abschnitte zur Aktivitätshistorie, zu App-Berechtigungen (Mikrofon, Kamera, Standort) und zum Werbe-Identifikator. Wer das System nur testet, kann den Datenumfang eher sparsam halten.

Beim Kontotyp hast du die Wahl zwischen einem Microsoft-Konto und einem lokalen Konto. Ein Konto bei Microsoft bietet Vorteile für Cloud-Speicher, Synchronisation von Einstellungen und den Store, ein lokales Konto ist eher reduziert und datensparsam. Für ein Testsystem reicht oft ein separates Konto, das nicht mit allen privaten Daten verbunden ist.

Programme, Treiber und Tools strukturiert installieren

Nach der Grundkonfiguration geht es an die Programme, mit denen du im Alltag arbeitest. Eine gewisse Ordnung bei der Installation hilft, das System übersichtlich und stabil zu halten.

Ein sinnvoller Ablauf kann so aussehen:

  • Zuerst Browser, Passwortmanager und Sicherheitssoftware (falls nicht integriert genutzt werden soll).
  • Dann Office-Programme, Mail-Client und Werkzeuge, die du täglich brauchst.
  • Anschließend Spezialsoftware wie Entwicklungsumgebungen, Grafikprogramme, Audio-Tools oder Branchenlösungen.
  • Zum Schluss optional Spiele, Streaming-Clients und andere Freizeit-Software.

Installiere nicht alles auf einmal. Wenn du zwischen einzelnen Installationen kurz arbeitest, bemerkst du eher, welches Programm Probleme macht. Treten zum Beispiel plötzlich Abstürze oder Hänger auf, kannst du zurückverfolgen, welche Installation kurz davor stattgefunden hat.

Testsystem gegen Datenverlust absichern

Selbst ein reines Testsystem profitiert von einer einfachen Datensicherung. Spätestens, wenn du Einstellungen oder Programme findest, die du später übernehmen möchtest, wirst du froh sein, wenn ein Backup existiert.

Für ein Testsystem genügt oft ein zweistufiges Vorgehen:

  • Wichtige Dateien aus dem Testsystem regelmäßig auf ein externes Laufwerk oder in einen Cloud-Speicher kopieren.
  • In größeren Abständen ein Systemabbild oder Wiederherstellungspunkt anlegen, um bei Bedarf zu einem stabilen Stand zurückzukehren.

Wer Dual-Boot nutzt, sollte auch daran denken, dass ein Fehlschlag bei der Testinstallation zwar selten die andere Windows-Installation beschädigt, der gemeinsame Bootmanager aber betroffen sein kann. Ein Systemabbild des Hauptsystems vor Beginn des Experiments ist daher eine sinnvolle Versicherung.

Typische Stolpersteine bei der Installation

Viele Installationsprobleme lassen sich auf einige wiederkehrende Ursachen zurückführen. Wer diese kennt, spart sich viel Zeit bei der Fehlersuche.

Sehr häufig ist Secure Boot im UEFI deaktiviert oder TPM im Firmware-Menü ausgeschaltet. In beiden Fällen meldet das Setup eine fehlende Voraussetzung, obwohl die Hardware die Funktion eigentlich unterstützt. Ein Besuch im UEFI mit einem Blick auf die Sicherheits- und Boot-Optionen löst dieses Problem oft.

Ein weiterer Klassiker sind USB-Sticks mit beschädigten Installationsdateien. Wenn der Setup-Prozess plötzlich abbricht oder Dateien angeblich fehlen, hilft es, den Stick neu mit dem Media Creation Tool zu erstellen und dabei einen qualitativ guten Stick zu verwenden. Auch defekte Sektoren auf Festplatten oder SSDs können die Installation stören, was oft mit ungewöhnlich langen Installationszeiten oder Fehlermeldungen einhergeht.

Leistung und Energiesparen im Test richtig bewerten

Viele Nutzer möchten im Test vor allem wissen, wie schnell das System reagiert und ob der Akku eines Notebooks unter der neuen Version länger durchhält oder schneller leer wird. Um das fair beurteilen zu können, solltest du einige Einstellungen anpassen.

Nach der Installation laufen oft Hintergrundprozesse, die erste Zeit besonders aktiv sind: Indexierung, Update-Suche, eventuelle Migrationen. Diese Vorgänge sorgen in den ersten Stunden dafür, dass der PC träger wirkt und der Akku schneller sinkt. Eine realistische Bewertung gelingt daher erst, wenn das System diese Ersteinrichtung abgeschlossen hat.

Über die Energieoptionen und die Einstellungen für Akku und Energie kannst du Profile wie „Beste Energieeinsparung“ oder „Beste Leistung“ wählen. Für einen fairen Vergleich mit deinem alten System solltest du ähnliche Einstellungen nutzen wie dort und dann typische Alltagsaufgaben ausführen: Surfen, Schreiben, Videokonferenzen und ähnliche Tätigkeiten.

Arbeitsalltag nachstellen: drei typische Nutzungsszenarien

Ein sinnvoller Test geht über das reine Starten des Desktops hinaus. Du solltest deine wichtigsten Alltagsszenarien nachbilden und prüfen, wie das System sich dabei verhält.

Büroalltag mit Office und Videokonferenzen

Wer hauptsächlich mit Texten, Tabellen und Mails arbeitet, sollte eine typische Arbeitssitzung unter der neuen Version simulieren. Öffne dazu parallel mehrere Office-Dokumente, E-Mails, vielleicht eine Chat-Anwendung und eine Videokonferenz.

Achte darauf, wie schnell Programme starten, ob der Lüfter dauerhaft hochdreht und wie stabil Kamera und Mikrofon funktionieren. Wenn Videokonferenzen ruckeln oder der Ton abbricht, fehlt möglicherweise ein aktueller Treiber für Webcam oder Audiochip. Über den Geräte-Manager kannst du nach Aktualisierungen suchen oder Herstellertreiber einspielen.

Kreativarbeit mit großen Dateien

Für Grafik-Designer, Fotografen oder Video-Cutter ist wichtig, wie das System mit großen Dateien und anspruchsvoller Software umgeht. Hier lohnt es sich, das gewohnte Programm zu installieren und ein typisches Projekt zu öffnen.

Wird der Arbeitsspeicher knapp, spürst du das schnell an langen Ladezeiten und stockender Bedienung. In diesem Fall kann es hilfreich sein, die Speicherauslastung im Task-Manager zu beobachten und gegebenenfalls mehr RAM zuzuweisen – etwa in einer virtuellen Maschine – oder die Hardware aufzurüsten, wenn du planst, dauerhaft auf die neue Version zu wechseln.

Spielen und Multimedia

Wer mit dem PC spielt, wird vor allem wissen wollen, wie sich Bildrate und Stabilität verhalten. Installiere dazu einige typische Spiele und notiere dir vor dem Umstieg grob die durchschnittlichen Bildraten oder dein subjektives Empfinden.

Bei Problemen mit Abstürzen oder Grafikfehlern kann ein veralteter Grafikkartentreiber die Ursache sein. Nutze dann das Tool des Grafikkartenherstellers oder den Windows-Geräte-Manager, um den Treiber zu aktualisieren. Wenn das Spiel gar nicht erst startet, lohnt auch ein Blick in die Spieleplattform, ob zusätzliche Komponenten wie DirectX oder bestimmte Laufzeitbibliotheken fehlen.

Altes System vorbereiten und sauber halten

Wer testet, hat meist im Hintergrund noch ein weiteres Windows-System im Einsatz. Für einen entspannten Vergleich ist es hilfreich, dieses System übersichtlich und funktionsfähig zu halten.

Dazu gehört ein aktuelles Backup, ein aufgeräumter Autostart und ausreichend freier Speicherplatz. Wenn dein bisheriges System bereits stark überladen ist, wirkt das neue System im Vergleich automatisch schneller, obwohl ein frisch installiertes altes System sehr ähnlich reagieren würde. Für eine faire Entscheidung solltest du daher überlegen, ob dein bisheriges Windows durch eine Neuinstallation oder Bereinigung ebenfalls wieder frischer wirken könnte.

Umzug oder Rückzug: Entscheidungen nach der Testphase

Nach einigen Tagen oder Wochen Testzeit stellt sich die Frage, ob du dauerhaft umsteigen, beim bisherigen System bleiben oder eine Mischlösung wählen möchtest. Diese Entscheidung hängt vor allem davon ab, ob alle benötigten Programme fehlerfrei laufen und ob die Bedienung für dich passt.

Stellst du fest, dass sich der Alltag gut bewältigen lässt und alle Geräte erkannt werden, spricht vieles für einen Umzug. Dann lohnt es sich, auf dem Testsystem eine klare Struktur für Daten und Programme zu schaffen, bevor du es zum Hauptsystem machst. Hier helfen Ordnerstrukturen, klare Benennung von Benutzerkonten und eine durchdachte Backup-Strategie.

Passt das System für dich nicht, kannst du die Testinstallation je nach Variante entfernen: In einer virtuellen Maschine löscht du einfach die VM-Datei, bei Dual-Boot entfernst du die Testpartition und passt den Bootmanager an, und bei einem Zweitgerät spielst du dein altes System oder eine andere Version wieder auf. Wichtig ist nur, dass alle Daten vor diesem Schritt gesichert sind.

Häufige Fragen rund um den Test von Windows 11

Wie lange kann ich Windows 11 ohne Produktschlüssel nutzen?

Die Installation lässt sich eine längere Zeit ohne Aktivierung verwenden, sodass sich alle Funktionen im Alltag prüfen lassen. Es erscheinen nach einiger Zeit Hinweise zur Aktivierung und an einigen Stellen werden kleine optische Einschränkungen sichtbar, doch der Testbetrieb bleibt möglich.

Kann ich nach dem Test wieder vollständig zu meinem alten System zurückkehren?

Ja, solange Sie vorab ein vollständiges Systemabbild oder ein Image Ihrer bisherigen Installation angelegt haben, können Sie diesen Zustand wiederherstellen. Nutzen Sie dafür die Sicherungssoftware, mit der Sie das Abbild erstellt haben, oder die Wiederherstellungsfunktion Ihres Backup-Tools.

Welche Variante eignet sich für Einsteiger am besten?

Für Einsteiger ist meist eine virtuelle Maschine empfehlenswert, da sich das neue System darin gefahrlos ausprobieren lässt. Alternativ eignet sich ein älteres, aber noch zuverlässiges Zweitgerät, auf dem nichts Wichtiges gespeichert ist.

Wie viel Speicherplatz sollte ich für den Test einplanen?

Für das System allein reichen etwa 64 GB, sinnvoll sind jedoch mindestens 120 GB, damit Programme, Treiber und Testdaten ausreichend Platz haben. Wer mit großen Mediendateien oder Spielen arbeitet, sollte zusätzlich eine separate Datenpartition oder ein weiteres Laufwerk einplanen.

Ist ein Microsoft-Konto zwingend erforderlich?

Bei den aktuellen Versionen wird bei der Einrichtung meist ein Onlinekonto bevorzugt, doch es gibt Wege, ein lokales Konto zu verwenden. Achten Sie während des Setups genau auf die angebotenen Kontooptionen und trennen Sie bei Bedarf die Internetverbindung, um die Offline-Variante angezeigt zu bekommen.

Wie sichere ich während des Tests meine persönlichen Daten am besten?

Lagern Sie Ihre wichtigen Dokumente und Projekte idealerweise auf einer getrennten Datenpartition, einem NAS oder einem externen Laufwerk aus. Ergänzend schützt ein automatisiertes Backup, das regelmäßig auf ein zweites physisches Medium schreibt, vor unerwarteten Verlusten.

Kann ich meine bisherigen Programme im Testsystem gefahrlos ausprobieren?

Ja, Sie sollten sogar alle wichtigen Anwendungen installieren, damit Sie beurteilen können, ob Arbeitsabläufe und Leistung zu Ihren Anforderungen passen. Achten Sie aber darauf, Installationsdateien nur aus vertrauenswürdigen Quellen zu verwenden und zwischendurch Wiederherstellungspunkte anzulegen.

Woran erkenne ich, ob die Leistung für den Alltag ausreicht?

Nutzen Sie das System mehrere Tage mit Ihren typischen Aufgaben, anstatt sich nur auf Benchmark-Werte zu verlassen. Beobachten Sie dabei Startzeiten, Reaktionsgeschwindigkeit, Lautstärke des Systems und die Akkulaufzeit bei mobilen Geräten.

Was mache ich, wenn ein wichtiger Treiber nicht verfügbar ist?

Prüfen Sie zuerst die Website des Geräteherstellers, die Windows-Update-Funktion und gegebenenfalls den Gerätemanager auf optionale Treiberpakete. Bleibt ein Gerät dauerhaft ohne passende Unterstützung, sollten Sie das in Ihre Entscheidung einbeziehen und im Zweifel beim bisherigen System bleiben.

Kann ich während des Tests schon mit echten Produktivdaten arbeiten?

Das ist möglich, wenn Sie sorgfältig sichern und sich an die Grundregeln für Backups halten. Verwenden Sie im Idealfall synchronisierte Ordner oder Versionsverläufe, damit sich ältere Stände eines Dokuments bei Problemen wiederherstellen lassen.

Was sollte ich nach Ablauf der Testphase auf jeden Fall dokumentieren?

Notieren Sie, welche Treiber, Programme und Einstellungen sich bewährt haben und wo es Engpässe oder Inkompatibilitäten gab. Diese Übersicht hilft Ihnen, entweder die dauerhafte Umstellung sauber zu planen oder strukturiert zu Ihrem alten System zurückzuwechseln.

Fazit

Mit einer klaren Strategie, einem vollständigen Backup und einer passenden Installationsvariante lässt sich das aktuelle Windows in Ruhe erproben. Wer typische Arbeitsabläufe nachstellt, Treiberlage und Stabilität beobachtet und seine Daten systematisch absichert, kann am Ende fundiert entscheiden. So wird aus einem unverbindlichen Test eine verlässliche Grundlage für oder gegen den dauerhaften Umstieg.

Checkliste
  • Systeminformationen prüfen (Prozessor, RAM, Speicherplatz).
  • Secure Boot und TPM im UEFI-BIOS kontrollieren.
  • Mit dem PC Health Check von Microsoft oder den Windows-Einstellungen die Kompatibilität prüfen.
  • Entscheiden, ob du in einer virtuellen Maschine, auf einer zweiten Partition oder auf einem separaten Gerät testen möchtest.

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