Bluescreen in Windows 11 – häufige Fehler und zuverlässige Fixes

Lesedauer: 13 Min – Beitrag erstellt: 23. März 2026, zuletzt aktualisiert: 23. März 2026

Ein Bluescreen unter Windows 11 wirkt oft schlimmer, als die Ursache am Ende wirklich ist. Der PC stürzt plötzlich ab, startet neu und zeigt dabei einen Fehlercode an, mit dem viele im ersten Moment wenig anfangen können. Genau dieser Fehlercode ist aber oft der beste Einstieg, weil er schon eine Richtung vorgibt: eher Treiber, eher Arbeitsspeicher, eher SSD, eher Systemdateien oder eher ein tieferes Hardwareproblem.

Wichtig ist vor allem, nicht alles gleichzeitig auszuprobieren. Bei Bluescreens bringt eine feste Reihenfolge deutlich mehr als hektisches Neuinstallieren. Wenn du Schritt für Schritt vorgehst, lässt sich in vielen Fällen recht gut eingrenzen, warum Windows 11 abstürzt und welche Maßnahme wirklich hilft.

Was ein Bluescreen unter Windows 11 meistens bedeutet

Ein Bluescreen ist kein einzelner Fehler, sondern die Schutzreaktion von Windows auf einen schwerwiegenden Systemabsturz. Das System stoppt absichtlich, damit keine weiteren Schäden entstehen und keine fehlerhaften Prozesse unkontrolliert weiterlaufen. Im Alltag sieht das dann wie ein plötzlicher kompletter Ausfall aus, technisch ist es aber eher ein Not-Stopp.

Die Ursachen liegen meist in einem dieser Bereiche:

Der wichtigste Punkt dabei: Nicht jeder Bluescreen bedeutet sofort kaputte Hardware. Sehr oft steckt ein Treiberproblem, ein schiefgelaufenes Update oder eine instabile Software im Hintergrund.

Diese Fehlermeldungen tauchen besonders oft auf

Windows 11 zeigt bei einem Bluescreen häufig einen Stopcode an. Der wirkt zunächst technisch und sperrig, hilft aber bei der Einordnung. Einige Fehlercodes tauchen besonders oft auf und deuten oft auf ähnliche Ursachen hin.

Typische Beispiele sind:

  • IRQL_NOT_LESS_OR_EQUAL
  • MEMORY_MANAGEMENT
  • PAGE_FAULT_IN_NONPAGED_AREA
  • SYSTEM_SERVICE_EXCEPTION
  • DPC_WATCHDOG_VIOLATION
  • CRITICAL_PROCESS_DIED
  • WHEA_UNCORRECTABLE_ERROR
  • KMODE_EXCEPTION_NOT_HANDLED
  • DRIVER_POWER_STATE_FAILURE
  • UNEXPECTED_STORE_EXCEPTION

Diese Codes sind nicht immer eindeutig, aber sie helfen dabei, die Suche zu sortieren. Ein Speicherfehler geht oft in Richtung RAM, ein Watchdog-Fehler eher in Richtung SSD, Treiber oder Controller, ein WHEA-Fehler eher in Richtung Hardware, Spannung oder BIOS.

Woran du erkennst, in welche Richtung das Problem geht

Noch bevor du tief in Windows einsteigst, lohnt sich ein kurzer Blick auf das Verhalten rund um den Absturz. Schon das Muster kann viel verraten.

Achte auf Fragen wie diese:

  • Stürzt der PC direkt beim Start ab?
  • Kommt der Bluescreen erst nach einigen Minuten?
  • Passiert es nur beim Spielen?
  • Nur im Leerlauf?
  • Nur nach dem Energiesparmodus?
  • Erst seit einem Update?
  • Nur mit angeschlossenen USB-Geräten?
  • Nur bei externer Hardware wie Drucker, Dock oder Monitor?
  • Immer mit demselben Fehlercode?
  • Mehrfach am Tag oder nur gelegentlich?

Wenn der PC nur unter Last abstürzt, rücken Temperatur, Grafikkarte und Netzteil eher in den Vordergrund. Wenn der Bluescreen direkt nach dem Start oder nach einem Update auftritt, sind Treiber, Systemdateien oder Update-Konflikte wahrscheinlicher. Wenn das Problem nur nach dem Standby auftaucht, liegt es oft an Grafik-, Chipsatz- oder Energieverwaltungs-Treibern.

Zuerst die einfache Einordnung: Seit wann und nach was?

Der schnellste Einstieg ist oft nicht ein Techniktool, sondern die Erinnerung an die letzte Veränderung. Viele Bluescreens beginnen nicht zufällig, sondern nach einem klaren Auslöser.

Typische Auslöser sind:

Wenn ein Bluescreen direkt nach einer solchen Änderung begonnen hat, ist das meist die wertvollste Spur. Dann lohnt sich zuerst der Rückweg: Treiber zurücksetzen, Software deinstallieren, BIOS-Einstellung wieder normalisieren oder die neue Hardware testweise entfernen.

So gehst du Schritt für Schritt vor

Wenn Windows 11 mit Bluescreen abstürzt, bringt diese Reihenfolge in vielen Fällen am meisten:

  • Stopcode notieren oder fotografieren
  • prüfen, ob das Problem seit einer bestimmten Änderung auftritt
  • unnötige externe Geräte testweise entfernen
  • Windows und Treiber geordnet prüfen
  • Systemdateien reparieren
  • SSD und Arbeitsspeicher testen
  • Temperaturen und Lastverhalten beobachten
  • abgesicherten Modus testen
  • letzte Updates oder Treiber rückgängig machen
  • BIOS und Hardwareeinstellungen nur dann anfassen, wenn die einfacheren Schritte nichts gebracht haben

Damit vermeidest du, dass du am Anfang schon tief in die Technik springst, obwohl vielleicht nur ein problematischer Treiber oder ein fehlerhaftes Update die Ursache ist.

Der abgesicherte Modus ist oft der wichtigste Vergleich

Wenn Windows 11 noch startet, aber im normalen Betrieb immer wieder mit Bluescreen abstürzt, ist der abgesicherte Modus ein sehr hilfreicher Test. Dort läuft Windows mit deutlich weniger Treibern und Zusatzdiensten.

Wenn der PC im abgesicherten Modus stabil bleibt, spricht das oft für:

  • problematische Treiber
  • Autostart-Programme
  • Drittanbieter-Sicherheitssoftware
  • Tuning- und Optimierungstools
  • Konflikte mit Zusatzsoftware

Bleibt der Bluescreen auch dort bestehen, rücken eher Systemdateien, RAM, SSD oder andere Hardwarefragen in den Vordergrund. Dieser eine Vergleich spart oft viel Zeit, weil er die Ursache grob sortiert.

Treiber sind bei Bluescreens besonders oft beteiligt

Treiber gehören zu den häufigsten Auslösern von Bluescreens in Windows 11. Das betrifft vor allem Grafiktreiber, WLAN-Treiber, Chipsatztreiber, Audio-Treiber, Storage-Treiber und Software, die tief ins System eingreift.

Auffällig wird das oft, wenn:

  • Bluescreens nach einem Treiberupdate begonnen haben
  • der Fehler beim Spielen, Videostreaming oder Aufwachen aus dem Standby auftritt
  • neue USB-Hardware oder Dockingstations im Spiel sind
  • der Stopcode auf Driver- oder Service-Probleme hinweist

Wichtig ist hier nicht nur „Treiber aktualisieren“, sondern gezielt zu prüfen, ob die aktuelle Version überhaupt stabil ist. Gerade bei Grafiktreibern ist nicht automatisch jede neuere Version die bessere Wahl. Wenn der Bluescreen erst seit einem Update auftritt, hilft oft eher ein Zurücksetzen oder eine saubere Neuinstallation.

Prüfe besonders diese Bereiche im Geräte-Manager:

Gelbe Warnzeichen sind ein deutlicher Hinweis, aber auch ohne Warnsymbol kann ein Treiber der Auslöser sein.

Systemdateien prüfen und reparieren

Wenn Windows-Dateien beschädigt sind, kann das zu instabilem Verhalten und zu Bluescreens führen. Gerade nach unterbrochenen Updates, Stromausfällen oder missglückten Tools zur Systempflege kommt das vor.

Öffne die Eingabeaufforderung oder das Terminal mit Administratorrechten und führe nacheinander diese Befehle aus:

sfc /scannow
DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth

Danach startest du den PC neu. Diese Prüfung ist kein Wundermittel, aber sie gehört zu den verlässlichsten Standardschritten, wenn Windows selbst beschädigt sein könnte.

Wenn danach weiter Bluescreens auftreten, weißt du immerhin schon, dass die Systembasis geprüft wurde und du eher Richtung Treiber, Hardware oder Update-Konflikt weitergehen solltest.

Arbeitsspeicher prüfen: besonders wichtig bei MEMORY_MANAGEMENT und ähnlichen Fehlern

Arbeitsspeicherfehler führen oft zu scheinbar völlig chaotischen Abstürzen. Der PC läuft mal stundenlang stabil, dann wieder gar nicht. Mal kommt ein Speicher-Fehlercode, mal ein ganz anderer. Gerade deshalb wird RAM als Ursache oft zu spät erkannt.

Typische Hinweise sind:

  • wechselnde Bluescreen-Codes
  • Abstürze ohne klares Muster
  • Fehler unter Last, aber nicht immer
  • Probleme nach RAM-Aufrüstung
  • Bluescreens beim Entpacken, Installieren oder Spielen
  • Startprobleme nach dem Einschalten

Wenn du kürzlich RAM nachgerüstet oder ein XMP- beziehungsweise EXPO-Profil aktiviert hast, solltest du besonders aufmerksam sein. Ein Speicher, der auf dem Papier passt, läuft nicht in jedem System automatisch stabil mit schärferen Taktraten.

Dann helfen diese Schritte:

  • XMP oder ähnliche Leistungsprofile testweise deaktivieren
  • RAM-Riegel einzeln testen
  • Steckplätze prüfen
  • Windows-Speicherdiagnose nutzen
  • bei Verdacht einen längeren Speichertest laufen lassen

Gerade das Testen einzelner Riegel bringt oft mehr als bloßes Rätselraten.

SSD, Festplatte und Dateisystem nicht vergessen

Auch Probleme mit der SSD oder dem Speichercontroller können Bluescreens auslösen. Das ist besonders dann relevant, wenn Fehlercodes wie UNEXPECTED_STORE_EXCEPTION, DPC_WATCHDOG_VIOLATION oder allgemeine Einfrieren-und-Neustarten-Muster auftauchen.

Auffällige Begleitzeichen sind:

  • Programme öffnen verzögert
  • Windows friert kurz ein
  • Ordner reagieren träge
  • Dateioperationen hängen
  • der PC startet ungewöhnlich langsam
  • es treten zusätzlich Lesefehler oder beschädigte Dateien auf

Dann solltest du die Datenträgerprüfung mitlaufen lassen und die SSD-Gesundheit im Blick behalten. Ein Problem im Speicherbereich muss nicht sofort den kompletten Totalausfall bedeuten. Oft zeigt sich vorher eine Phase mit kleinen Hängern, Startproblemen oder Watchdog-Fehlern.

Überhitzung ist seltener als gedacht, aber sehr real

Nicht jeder Bluescreen ist ein Temperaturproblem, aber unter Last ist Überhitzung ein echter Kandidat. Das gilt besonders bei Gaming-PCs, Notebooks, älteren Kühlsystemen oder stark verstaubten Geräten.

Hinweise darauf sind:

  • Abstürze nur bei Spielen oder Rendering
  • laute Lüfter kurz vor dem Absturz
  • sehr hohe Gehäuse- oder Ablufttemperatur
  • Bluescreens nach einigen Minuten Last
  • instabiles Verhalten im Sommer oder bei schlechter Belüftung

Hier lohnt sich eine nüchterne Prüfung:

  • Lüfter drehen sie normal?
  • sitzt der Kühler richtig?
  • ist das Gerät stark verstaubt?
  • wurde Wärmeleitpaste schon sehr lange nicht erneuert?
  • läuft die Grafikkarte auffällig heiß?
  • ist das Notebook auf einer weichen Unterlage betrieben worden?

Wenn Bluescreens nur unter Last auftreten, ist die Temperatur immer ein ernst zu nehmender Prüfpunkt.

Nach Windows-Updates oder optionalen Updates häufen sich die Probleme manchmal

Windows 11 läuft meist stabil, aber nicht jedes Update verhält sich auf jedem System gleich. Gerade wenn ein Bluescreen unmittelbar nach einem Update auftaucht, solltest du nicht lange um den Zusammenhang herumdenken.

Dann prüfst du zuerst:

  • wann das Problem begonnen hat
  • welche Updates kurz davor installiert wurden
  • ob optionale Treiberupdates mitgelaufen sind
  • ob der Fehler nach einem Rollback verschwindet

Besonders problematisch sind Konstellationen, in denen Windows gleichzeitig neue Treiber und Systemänderungen ausgerollt hat. Dann wirkt der Bluescreen wie ein allgemeiner Windows-Fehler, tatsächlich ist oft ein einzelner Treiber der eigentliche Auslöser.

Tuning-Tools, Cleaner und Sicherheitssoftware können mehr stören als helfen

Viele Bluescreens entstehen nicht durch klassische Hardware, sondern durch Software, die sehr tief in Windows eingreift. Dazu zählen manche Cleaner, Registry-Tools, Tuning-Suiten, RGB-Software, Hardware-Monitoring-Tools, alte VPN-Clients oder aggressive Sicherheitsprogramme.

Auffällig wird das oft, wenn:

  • der Bluescreen erst nach Installation solcher Programme begonnen hat
  • der PC im abgesicherten Modus stabil läuft
  • der Fehlercode in Richtung Systemdienste oder Treiber zeigt
  • mehrere Tools gleichzeitig ähnliche Funktionen übernehmen

Gerade Sicherheitssoftware von Drittanbietern greift oft so tief ins System ein, dass Konflikte mit Updates, Treibern oder anderen Programmen entstehen. Wenn der Bluescreen neu ist, sollte solche Software testweise nicht tabu sein. Eine vorübergehende Deinstallation ist oft aussagekräftiger als bloßes Deaktivieren.

BIOS, UEFI und instabile Einstellungen

Wenn der Bluescreen eher hardwarelastig wirkt oder nach Aufrüstung und Feintuning begonnen hat, lohnt sich der Blick ins BIOS oder UEFI. Dabei geht es nicht zuerst um komplizierte Feineinstellungen, sondern um die Rückkehr zu stabilen Standardwerten.

Wichtig ist das vor allem bei:

  • Übertaktung
  • Undervolting
  • aktiviertem XMP oder EXPO
  • geänderter CPU- oder RAM-Spannung
  • neuer Hardware
  • WHEA-Fehlern
  • Abstürzen unter Last

Setze bei Verdacht testweise auf Standardwerte zurück. Viele Systeme laufen mit leicht verschärften Speicherprofilen oder geänderten Spannungen scheinbar stabil, bis dann unter Windows doch Bluescreens auftauchen. Besonders tückisch ist, dass solche Probleme nicht immer sofort auftreten, sondern erst nach Tagen oder nur in einzelnen Lastsituationen.

Wenn der Bluescreen direkt beim Start kommt

Startet Windows 11 kaum noch bis zum Desktop, musst du anders vorgehen als bei gelegentlichen Abstürzen im laufenden Betrieb. Dann geht es zuerst darum, das System überhaupt wieder in eine arbeitsfähige Lage zu bringen.

Sinnvolle erste Schritte sind:

  • automatische Reparaturoptionen aufrufen
  • abgesicherten Modus starten
  • zuletzt installierte Updates entfernen
  • problematische Treiber zurückrollen
  • Systemdateien prüfen
  • Startverhalten nur mit Minimal-Konfiguration testen

Wenn externe Geräte angeschlossen sind, trenne testweise alles, was nicht nötig ist: USB-Sticks, Drucker, Dockingstationen, externe Laufwerke, Zusatzadapter. Gerade beim Start können solche Geräte unerwartete Konflikte auslösen.

Der Bluescreen kommt immer beim Spielen

Wenn Windows 11 fast nur beim Spielen abstürzt, stehen Grafiktreiber, Grafikkarte, Temperatur und Stromversorgung weit oben auf der Liste. Auch instabile RAM-Profile oder GPU-Tuning können hier eine Rolle spielen. In solchen Fällen hilft oft eine Mischung aus Treiber-Neuinstallation, Temperaturprüfung und Rückkehr zu Standardtakten.

Der Bluescreen taucht nach dem Aufwachen aus dem Energiesparmodus auf

Dann liegt die Ursache häufig bei Grafiktreibern, Chipsatz, WLAN, USB oder Energieverwaltungsfunktionen. Besonders Notebooks und Systeme mit Dockingstationen sind dafür anfällig. Prüfe hier zuerst Treiber, Schnellstart, Standby-Verhalten und angeschlossene Peripherie.

Der Bluescreen begann direkt nach einem Update

Dann solltest du die zeitliche Nähe ernst nehmen. Häufig ist nicht Windows als Ganzes defekt, sondern eine einzelne Änderung im Zusammenspiel mit deinem System. Ein Rollback, das Entfernen eines optionalen Treibers oder eine gezielte Neuinstallation bringt hier oft schneller Ruhe als eine komplette Neuaufsetzung.

Was du besser nicht sofort machst

Gerade bei Bluescreens ist es verlockend, sehr schnell sehr große Schritte zu machen. Das ist oft unnötig und erschwert später sogar die Fehlersuche.

Nicht ideal am Anfang sind:

  • sofort Windows komplett neu installieren
  • BIOS planlos aktualisieren
  • mehrere Tuning-Tools gleichzeitig einsetzen
  • Registry-Reparaturprogramme laufen lassen
  • wahllos Treiber aus fragwürdigen Quellen installieren
  • Hardware austauschen, ohne zuvor zu testen

Eine Neuinstallation kann am Ende sinnvoll sein, aber nicht als allererster Reflex. Wenn die Ursache ein RAM-Problem oder ein instabiles BIOS-Profil ist, kommt der Bluescreen nach der Neuinstallation schnell wieder.

Wann ein Hardwaredefekt wahrscheinlicher wird

Es gibt Fälle, in denen die Softwareprüfung weitgehend unauffällig bleibt und das Problem trotzdem wiederkehrt. Dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wirklich Hardware beteiligt ist.

Dafür sprechen zum Beispiel:

  • sehr unterschiedliche Bluescreens ohne klares Muster
  • Abstürze schon im frühen Startverlauf
  • Probleme auch nach frischer Treiberbasis
  • Fehler trotz abgesichertem Modus
  • zusätzliche Symptome wie Grafikfehler, Einfrieren oder Dateibeschädigungen
  • Bluescreens nach RAM-Aufrüstung oder Hardwarewechsel
  • WHEA-Fehler oder spontane Neustarts unter Last

Dann sollte man nüchtern weiterdenken: RAM, SSD, Mainboard, Grafikkarte, Netzteil oder Temperatur. Je nach Muster ist ein systematischer Hardwaretest dann der nächste sinnvolle Schritt.

So bringst du ein instabiles System oft wieder auf einen verlässlichen Stand

Wenn du keine eindeutige Einzelursache findest, hilft oft eine Kombination aus mehreren soliden Basisschritten. Ziel ist nicht, einen geheimen Trick zu finden, sondern ein potenziell schiefes System wieder zu stabilisieren.

Eine gute Reihenfolge ist:

  • unnötige Tuning- und Zusatzsoftware entfernen
  • Grafik- und Chipsatztreiber neu aufsetzen
  • Systemdateien reparieren
  • Windows-Updates und optionale Treiber prüfen
  • BIOS auf stabile Standardwerte zurücksetzen
  • RAM-Konfiguration vereinfachen
  • SSD und Temperaturen prüfen
  • Problem mit Minimal-Hardware nachstellen

Viele Systeme werden schon dadurch wieder verlässlich, ohne dass am Ende eine einzelne spektakuläre Ursache übrig bleibt.

Fazit

Ein Bluescreen in Windows 11 ist meistens kein Zeichen dafür, dass der ganze PC vor dem Ende steht. Häufig steckt ein Treiberkonflikt, ein Updateproblem, instabiler RAM oder eine beschädigte Systembasis dahinter. Der wichtigste Hebel ist die Reihenfolge: Fehlercode notieren, letzte Änderung einordnen, abgesicherten Modus testen, Treiber und Systemdateien prüfen und danach erst tiefer in RAM, SSD, Temperatur oder BIOS gehen. So lässt sich der Fehler oft deutlich schneller eingrenzen und deutlich verlässlicher beheben.

Häufige Fragen zum Thema

Was ist der häufigste Grund für einen Bluescreen in Windows 11?

Sehr oft sind Treiber beteiligt, vor allem Grafik-, Netzwerk- oder Chipsatztreiber. Ebenfalls häufig sind Probleme nach Updates, instabiler RAM oder Software, die tief in Windows eingreift.

Muss ich bei einem Bluescreen sofort Windows neu installieren?

Nein, meistens nicht. In vielen Fällen lässt sich das Problem schon durch Treiberkorrekturen, Systemreparatur oder das Entfernen einer problematischen Änderung lösen.

Was bedeutet MEMORY_MANAGEMENT bei einem Bluescreen?

Der Fehler weist oft auf Probleme mit dem Arbeitsspeicher oder mit speicherbezogenen Systembereichen hin. Das kann echter defekter RAM sein, aber auch ein instabiles Speicherprofil oder beschädigte Systemdateien.

Hilft der abgesicherte Modus bei der Fehlersuche wirklich?

Ja, sehr oft sogar. Wenn Windows dort stabil läuft, spricht das eher für Treiber, Zusatzsoftware oder Autostart-Konflikte als für einen harten Hardwaredefekt.

Kann ein Windows-Update Bluescreens auslösen?

Ja, das kommt vor. Besonders dann, wenn gleichzeitig Treiber geändert wurden oder das Update auf deinem System mit vorhandener Hardware oder Software unglücklich zusammenspielt.

Warum kommt der Bluescreen nur beim Spielen?

Dann stehen Grafikkarte, Grafiktreiber, Temperatur, RAM und Stromversorgung stärker im Fokus. Spiele fordern das System deutlich stärker als normaler Büro- oder Browserbetrieb und machen Instabilitäten schneller sichtbar.

Ist ein Bluescreen immer ein Zeichen für kaputte Hardware?

Nein. Hardware kann die Ursache sein, muss es aber nicht. Sehr viele Bluescreens haben mit Treibern, Updates, beschädigten Systemdateien oder instabilen Einstellungen zu tun.

Was bedeutet WHEA_UNCORRECTABLE_ERROR?

Dieser Fehler weist oft stärker in Richtung Hardware, Spannung oder BIOS-Einstellungen. Er kann aber auch durch instabile Speicher- oder CPU-Konfigurationen entstehen, ohne dass sofort ein Bauteil physisch defekt sein muss.

Kann Antivirus-Software Bluescreens verursachen?

Ja, vor allem wenn sie tief ins System eingreift und mit Treibern oder Updates kollidiert. Das ist nicht der häufigste, aber ein sehr realer Auslöser.

Wann sollte ich an RAM oder SSD denken?

Wenn Fehlercodes wechselnd auftreten, das System ohne klares Muster abstürzt oder zusätzlich Hänger, Startprobleme und Dateifehler auftauchen, solltest du Arbeitsspeicher und SSD stärker prüfen.

Checkliste
  • fehlerhafte oder unpassende Treiber
  • beschädigte Systemdateien
  • instabiler Arbeitsspeicher
  • SSD- oder Festplattenprobleme
  • fehlerhafte Updates
  • Überhitzung
  • BIOS- oder UEFI-Einstellungen
  • instabile Übertaktung oder Tuning-Tools
  • Konflikte mit Sicherheitssoftware
  • seltener ein echter Defekt an Mainboard, CPU oder Grafikkarte

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