Windows 11 sofort herunterfahren mit shutdown -s -t 0

Lesedauer: 13 Min – Beitrag erstellt: 29. April 2026, zuletzt aktualisiert: 29. April 2026

Um deinen Windows-11-PC sofort zu beenden, gibst du in der Eingabeaufforderung oder im Ausführen-Dialog den Befehl shutdown -s -t 0 ein. Dadurch wird das System ohne Wartezeit heruntergefahren, alle Programme schließen und Windows wird ordentlich beendet. Dieser Weg eignet sich besonders, wenn das Startmenü hakt, du Skripte nutzen willst oder schnell per Tastenkürzel ausschalten möchtest.

Der Befehl ist Teil der Windows-Bordmittel und funktioniert ohne zusätzliche Software. Wichtig ist nur, dass alle nicht gespeicherten Daten vorher gesichert werden, weil Windows nach dem Ausführen des Befehls direkt mit dem Herunterfahren beginnt.

Was shutdown -s -t 0 technisch macht

Der Befehl shutdown ist ein systemeigenes Werkzeug von Windows, das über Parameter gesteuert wird. Mit -s weist du Windows an, den Computer herunterzufahren, und mit -t 0 legst du den Timer auf 0 Sekunden fest. Dadurch startet der Shutdown-Vorgang sofort, ohne Countdown.

Im Hintergrund stößt Windows einen normalen, sauberen Beendigungsvorgang an. Dienste werden beendet, Benutzer abgemeldet, Zwischenspeicher geschrieben und anschließend das System ausgeschaltet. Es handelt sich nicht um ein hartes Stromtrennen wie beim Ziehen des Netzsteckers, sondern um ein geordnetes Abschalten ähnlich dem Herunterfahren über das Startmenü.

Typische Bedeutungen der Parameter:

  • -s: Fährt den Computer herunter.
  • -t 0: Setzt die Zeitverzögerung in Sekunden auf 0 (sofortige Ausführung).
  • Optional: -f: Erzwingt das Schließen laufender Programme, auch wenn sie noch Rückfragen haben.

Gerade der Parameter -f sollte überlegt eingesetzt werden, weil Programme keine Gelegenheit mehr erhalten, dich nach dem Speichern zu fragen. Standardmäßig versucht Windows beim Herunterfahren ohne -f noch, Apps geordnet zu schließen und warnt dich, wenn etwas blockiert.

Shutdown-Befehl ausführen: Die drei schnellsten Wege

Der Befehl zum schnellen Ausschalten lässt sich über verschiedene Eingabefenster starten. Am Ende landest du immer beim gleichen Systemwerkzeug, nur der Weg dorthin unterscheidet sich. So kannst du dir den Ablauf aussuchen, der am besten zu deinem Arbeitsstil passt.

Über den Ausführen-Dialog

Der Ausführen-Dialog ist die einfachste Variante, um einen einmaligen Shutdown-Befehl abzusetzen, ohne extra ein Konsolenfenster zu öffnen.

So gehst du vor:

  • Drücke Windows-Taste + R, um den Ausführen-Dialog zu öffnen.
  • Gib shutdown -s -t 0 ein.
  • Bestätige mit Enter oder mit einem Klick auf OK.

Windows startet unmittelbar den Herunterfahren-Prozess. Offene Programme sollten vorher geschlossen oder ihre Inhalte gespeichert werden, weil nach dem Bestätigen nicht mehr viel Zeit bleibt.

Über die Eingabeaufforderung

Die Eingabeaufforderung (cmd) gibt dir mehr Kontrolle und Übersicht, vor allem wenn du unterschiedliche Parameter ausprobieren möchtest. Außerdem kannst du den Befehl bei Bedarf als Administrator starten.

Eine mögliche Abfolge:

  • Öffne das Startmenü und tippe cmd ein.
  • Klicke auf Eingabeaufforderung oder wähle Als Administrator ausführen, falls erforderlich.
  • Tippe shutdown -s -t 0 ein und bestätige mit Enter.

Das Fenster kann danach geschlossen werden, der Shutdown-Vorgang läuft automatisch. Im Administrator-Modus lassen sich auch erweiterte Schalter wie das Herunterfahren entfernter Rechner nutzen, sofern deine Umgebung das vorsieht.

Über Windows PowerShell oder Terminal

Unter Windows 11 ist standardmäßig das Windows Terminal präsent, über das du PowerShell oder auch klassische cmd-Sitzungen starten kannst. Der eigentliche Befehl bleibt identisch.

Möglicher Ablauf über PowerShell:

  • Klicke mit der rechten Maustaste auf das Startsymbol und wähle Terminal oder Windows PowerShell.
  • Gib in das Fenster shutdown -s -t 0 ein.
  • Bestätige mit Enter.

Der Vorteil: Viele Nutzer arbeiten ohnehin regelmäßig mit PowerShell und können den Shutdown-Befehl dadurch leicht in Skripte oder Automatisierungen integrieren.

Sofort herunterfahren per Tastenkombination oder Desktop-Verknüpfung

Wer den Befehl häufiger nutzt, möchte ihn ungern jedes Mal von Hand eintippen. Windows erlaubt es, den Befehl in eine Verknüpfung zu packen und optional eine Tastenkombination zu hinterlegen. Dadurch entsteht ein sehr schneller Ausweg, um den PC mit einem Tastendruck zu beenden.

Desktop-Verknüpfung zum direkten Ausschalten

Eine Verknüpfung mit dem Shutdown-Befehl auf dem Desktop ist eine praktische Lösung für Arbeitsplätze, an denen der Rechner regelmäßig zu festen Zeiten heruntergefahren wird. So legst du eine solche Verknüpfung an:

  • Klicke mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle auf dem Desktop.
  • Wähle Neu und dann Verknüpfung.
  • Gib im Feld „Speicherort des Elements“ den Text shutdown -s -t 0 ein.
  • Klicke auf Weiter und gib der Verknüpfung einen sinnvollen Namen, etwa „PC sofort ausschalten“.
  • Schließe mit Fertig stellen ab.

Ein Doppelklick auf diese Verknüpfung beendet Windows unmittelbar. Es empfiehlt sich, die Verknüpfung so zu platzieren, dass sie nicht versehentlich ausgelöst wird, oder ihr ein klares Symbol zu geben.

Eigene Tastenkombination vergeben

Zu dieser Desktop-Verknüpfung kannst du eine eigene Tastenkombination definieren. Damit genügt später ein Griff zur Tastatur, um den Rechner herunterzufahren.

So lässt sich eine solche Kombination einrichten:

  • Klicke mit der rechten Maustaste auf deine zuvor erstellte Verknüpfung.
  • Wähle Eigenschaften.
  • Gehe zum Feld Tastenkombination.
  • Drücke die gewünschte Kombination, etwa Strg + Alt + Ende. Windows ergänzt automatisch ein „Strg + Alt“ vor deine Taste.
  • Bestätige mit OK.

Von nun an löst diese Tastenkombination den Befehl im Hintergrund aus, auch wenn du gerade in einem anderen Programm arbeitest. Teste die Kombination anfangs bewusst und speichere vorher alle wichtigen Dokumente.

Weitere Varianten des shutdown-Befehls in Windows 11

Der hier betrachtete Befehl ist nur eine von mehreren Varianten, die das Programm shutdown beherrscht. Je nach Situation passt du die Parameter an, etwa wenn du einen Neustart brauchst oder einen Zeitversatz einbauen möchtest. Damit lässt sich das Verhalten des Systems feiner steuern.

Einige häufig genutzte Varianten sind:

  • shutdown -r -t 0: Startet den Computer sofort neu, ohne Wartezeit.
  • shutdown -s -t 60: Fährt den PC nach 60 Sekunden herunter (ein Countdown wird angezeigt).
  • shutdown -l: Meldet den aktuellen Benutzer ab, ohne das System auszuschalten.
  • shutdown -h: Versetzt den Rechner in den Ruhezustand, sofern aktiviert.
  • shutdown -a: Bricht einen noch laufenden Shutdown-Countdown ab.

Die Kombination aus -t und -a ist besonders hilfreich, wenn du dir etwas Puffer lassen möchtest. Du kannst zum Beispiel einen geplanten Shutdown mit einem längeren Timer starten und ihn wieder abbrechen, falls du den Rechner doch noch brauchst.

Typische Einsatzszenarien im Alltag

Der schnelle Shutdown-Befehl begegnet im Alltag in vielen verschiedenen Situationen. Manchmal spart er nur ein paar Klicks, in anderen Momenten ist er ein nützliches Werkzeug, wenn Windows nicht mehr richtig reagiert oder automatisiert gesteuert werden soll.

Arbeitstag im Büro schnell beenden

Viele Anwender arbeiten den ganzen Tag mit Desktop-Anwendungen, Browsern und Office-Programmen und wollen den Arbeitsplatz nach Feierabend zügig abschalten. Eine Verknüpfung mit dem Shutdown-Befehl auf dem Desktop oder in der Taskleiste ermöglicht einen klaren letzten Schritt: Speichern, Verknüpfung doppelklicken und gehen.

Gerade in Umgebungen, in denen Kollegen sich abwechseln oder Rechner von mehreren Personen genutzt werden, kann so ein standardisierter Abschaltweg helfen. Der PC wird sauber heruntergefahren, und niemand muss sich durch Menüs hangeln oder rätseln, welcher Energiemodus zu wählen ist.

Streaming- oder Download-PC im Haushalt steuern

Zu Hause laufen oft längere Downloads, Backups oder Medienserver, die nicht permanent überwacht werden. Durch eine Verknüpfung oder ein Skript mit einem zeitversetzten Shutdown lässt sich etwa einstellen, dass der Rechner sich nach zwei Stunden selbst ausschaltet.

So bleibt genug Zeit, bis der Download oder das Backup in der Regel abgeschlossen ist, und der PC läuft nicht stundenlang unnötig weiter. Wird die Zeit doch knapp, kann der Vorgang mit dem Parameter -a rechtzeitig abgebrochen werden.

Fehlerhafte Startmenüs oder hängende Oberflächen umgehen

Es kommt vor, dass das Startmenü oder die grafische Oberfläche träge reagiert oder kurzzeitig einfriert, während das System im Hintergrund noch arbeitet. In solchen Situationen lässt sich der Shutdown-Befehl über Tastenkürzel wie Windows-Taste + R und den Ausführen-Dialog nutzen, obwohl die Oberfläche hakt.

Damit erhältst du wieder Kontrolle, ohne direkt zum harten Ausschalten über den Netzschalter greifen zu müssen. Dieser Weg ist meist schonender für Dateisysteme und laufende Dienste.

Datensicherheit vor dem Herunterfahren im Blick behalten

Ein sofortiger Shutdown spart Zeit, verlangt aber etwas Disziplin beim Umgang mit offenen Dokumenten. Sobald der Befehl ausgeführt wird, schließt Windows Programme und beendet Sitzungen. Nicht gespeicherte Änderungen können dabei verloren gehen.

Gerade Browser-Tabs mit Webformularen, Textdokumente, Tabellen und Projektdateien sollten vor der Ausführung gespeichert werden. Viele Anwendungen bieten zwar Auto-Speicher- oder Wiederherstellungsfunktionen, aber darauf solltest du dich nicht verlassen, wenn wichtige Inhalte im Spiel sind.

Ein sinnvoller Arbeitsablauf vor dem Auslösen des Befehls kann so aussehen:

  • Alle wichtigen Programme kurz durchgehen.
  • Offene Dokumente speichern und gegebenenfalls schließen.
  • Cloud-Synchronisation prüfen, falls Dateien in Onlinediensten liegen.
  • Erst wenn alles gesichert ist, den Shutdown-Befehl starten.

Wer häufig Gefahr läuft, etwas zu vergessen, sollte auf den harten Parameter -f verzichten und eher die normale Variante nutzen. So bleibt im Zweifel noch ein Warnfenster geöffnet, das an nicht gespeicherte Inhalte erinnert.

Fehlerquellen und typische Missverständnisse

Beim Umgang mit dem Shutdown-Befehl tauchen immer wieder ähnliche Stolpersteine auf. Manche beziehen sich auf die Schreibweise, andere auf die Erwartungen an das Verhalten von Programmen und Diensten. Wer diese Punkte kennt, vermeidet unnötige Überraschungen.

Falsche Parameter oder Tippfehler

Ein häufiges Problem sind kleine Tippfehler oder vertauschte Zeichen. Wird etwa aus dem Bindestrich ein anderes Zeichen oder fehlt der Abstand zwischen Befehl und Parameter, reagiert Windows entweder gar nicht oder bringt eine Hilfemeldung.

Wichtig ist die Struktur: Befehl, Leerzeichen und dann die Parameter mit Bindestrich, ebenfalls durch Leerzeichen getrennt. Wer den Befehl öfter nutzt, sollte ihn möglichst einmal sauber kopieren und in die Verknüpfung einfügen, statt ihn jedes Mal neu zu tippen.

Erwartung an das Verhalten offener Programme

Viele Anwender gehen davon aus, dass Windows jedes Mal detailliert nachfragt, ob Programme wirklich geschlossen werden sollen. Beim sofortigen Shutdown geschieht das nicht immer so ausführlich, vor allem wenn Programme als inaktiv oder nicht mehr reagierend eingestuft werden.

Daher ist es sinnvoll, die eigenen Arbeitsgewohnheiten anzupassen und vor dem Auslösen bewusst zu speichern. Wer häufig mit großen Datenmengen oder komplexen Projekten arbeitet, sollte über eine zusätzliche Datensicherung nachdenken, etwa durch automatisierte Backups.

Unterschied zu Energieoptionen wie Standby und Ruhezustand

Der direkte Shutdown unterscheidet sich klar von Energiesparzuständen wie Standby und Ruhezustand. Im Standby bleibt der aktuelle Zustand im Arbeitsspeicher, während im Ruhezustand ein Abbild auf die Festplatte geschrieben wird. Beim Herunterfahren werden dagegen alle Sitzungen beendet, und der Speicher wird geleert.

Wer häufig an derselben Stelle weitermachen möchte, ist daher mit dem Ruhezustand oft besser bedient. Der schnelle Shutdown ist eher die Variante für ein bewusstes Ende der Sitzung, etwa am Tagesende oder vor einem Systemwechsel.

Automatisierung mit Aufgabenplanung und Skripten

Der Shutdown-Befehl lässt sich gut mit der Windows-Aufgabenplanung kombinieren, um wiederkehrende Abschaltzeiten zu automatisieren. So können etwa Bürorechner abends zu einem festen Zeitpunkt beendet werden, oder ein Heim-PC fährt nach regelmäßigen Backups herunter.

Ein möglicher Weg über die Aufgabenplanung:

  • Öffne die Windows-Suche und suche nach Aufgabenplanung.
  • Starte die Anwendung und wähle im rechten Bereich „Einfache Aufgabe erstellen“.
  • Vergib einen Namen, etwa „PC abends abschalten“.
  • Lege einen Zeitplan fest, zum Beispiel täglich um 20:00 Uhr.
  • Wähle als Aktion „Programm starten“.
  • Gib als Programm shutdown ein und als Argumente etwa -s -t 0.
  • Schließe den Assistenten ab und prüfe die Aufgabe bei Bedarf über einen Testlauf.

Auf diese Weise lässt sich der Shutdown-Befehl völlig ohne manuelle Eingriffe ausführen. Wer PowerShell-Skripte oder Batchdateien nutzt, kann den Befehl dort ebenfalls integrieren und mit weiteren Wartungsaufgaben kombinieren.

Sicherheit und Rechte beim Herunterfahren

Nicht jeder Benutzer darf in jeder Umgebung jederzeit Systeme herunterfahren. In typischen Heim-Installationen besitzen Standardkonten allerdings die nötigen Rechte, um den Shutdown-Befehl zu nutzen. In Firmennetzwerken gelten oft strengere Richtlinien.

In verwalteten Umgebungen können Administratoren per Gruppenrichtlinien beschränken, wer Shutdown-Befehle ausführen darf oder ob entfernte Systeme angesprochen werden können. Wenn der Befehl dort nicht funktioniert, liegt das häufig an diesen Vorgaben. In solchen Fällen ist es sinnvoll, mit der IT-Abteilung zu sprechen, bevor man versucht, die Einschränkungen zu umgehen.

Auf privaten Rechnern empfiehlt es sich, nicht ständig mit einem Administratorkonto zu arbeiten, sondern ein Standardkonto zu verwenden. Der Shutdown-Befehl steht dann trotzdem zur Verfügung, ohne dass gleich alle Systemrechte freigegeben sind.

Wann besser nicht sofort heruntergefahren werden sollte

So praktisch der direkte Shutdown auch ist, es gibt Situationen, in denen ein zeitversetztes oder geordnetes Herunterfahren die bessere Wahl bleibt. Das gilt insbesondere dann, wenn im Hintergrund noch umfangreiche Schreibvorgänge laufen oder Updates eingespielt werden.

Läuft etwa gerade ein großes Windows-Update, kann ein sofortiger Shutdown den Vorgang unterbrechen. In vielen Fällen erkennt das System zwar solche Prozesse und führt den Shutdown erst nach Abschluss durch, verlassen solltest du dich darauf aber nicht. Gleiches gilt bei großen Dateiübertragungen auf externe Datenträger oder in Netzlaufwerke.

In diesen Fällen ist eine Variante mit Timer sinnvoll, zum Beispiel ein Herunterfahren mit einigen Minuten Verzögerung. So bleibt Zeit, offene Prozesse zu beenden, und es besteht weniger Risiko für beschädigte Dateien.

Häufige Fragen zum schnellen Herunterfahren mit shutdown

Wie kann ich testen, ob der shutdown-Befehl korrekt funktioniert?

Statt den PC sofort auszuschalten, nutzen Sie zum Test den Befehl mit einem kleinen Zeitpuffer, zum Beispiel shutdown -s -t 60. Erscheint rechts unten die Meldung über das geplante Herunterfahren und reagiert der PC wie erwartet, ist der Befehl korrekt gesetzt.

Kann ich den gestarteten Shutdown-Vorgang wieder abbrechen?

Ein bereits geplanter Shutdown lässt sich mit dem Befehl shutdown -a abbrechen, solange der Countdown noch läuft. Dieser Abbruch gilt für alle aktuell geplanten Herunterfahraktionen der laufenden Windows-Sitzung.

Ist der Einsatz des Befehls zum sofortigen Ausschalten für SSDs und HDDs unbedenklich?

Der Befehl nutzt die regulären Abschaltmechanismen von Windows und verursacht keine zusätzlichen Belastungen für SSDs oder Festplatten. Kritisch wird es nur, wenn wichtige Schreibvorgänge noch laufen und Programme ihre Daten nicht speichern konnten.

Warum bleibt mein PC trotz Befehl manchmal länger an als erwartet?

Windows versucht Anwendungen geordnet zu schließen und wartet bei nicht reagierenden Programmen kurz, bevor sie zwangsweise beendet werden. Zudem können Hintergrundprozesse, Updates oder Treiber dafür sorgen, dass der eigentliche Abschaltvorgang einige Sekunden länger dauert.

Kann ich den Befehl auch mit einem anderen Benutzerkonto ausführen?

Grundsätzlich dürfen nur Benutzer mit ausreichenden Rechten den PC herunterfahren, häufig handelt es sich um Administrator- oder lokale Konten mit entsprechenden Berechtigungen. Über die Aufgabenplanung oder ein Skript mit hinterlegten Anmeldedaten kann der Vorgang dennoch aus einem anderen Kontext heraus gestartet werden.

Wie verhindere ich Datenverlust beim sofortigen Herunterfahren?

Speichern Sie vor dem Ausführen des Befehls alle offenen Dokumente und schließen Sie Programme, die im Hintergrund länger schreiben, wie etwa Videobearbeitung oder große Dateiübertragungen. Zusätzlich hilft eine Disziplin, regelmäßig während der Arbeit zu speichern, damit ein unerwartet schneller Shutdown keine Bearbeitungszeit zerstört.

Kann ich den Shutdown-Befehl in Batch-Dateien oder PowerShell-Skripten verwenden?

Der Befehl lässt sich problemlos in Batch-Dateien integrieren und kann dort zusammen mit anderen Aktionen ausgeführt werden, etwa zum Aufräumen von temporären Dateien vor dem Abschalten. In PowerShell-Skripten rufen Sie ihn ebenfalls über den klassischen Konsolenbefehl oder über die entsprechenden PowerShell-Cmdlets für das Herunterfahren auf.

Wie kann ich sicherstellen, dass niemand unbefugt meinen PC über eine Verknüpfung abschaltet?

Bewahren Sie Verknüpfungen, die den sofortigen Shutdown auslösen, nur auf Ihrem eigenen Benutzerkonto auf und setzen Sie gegebenenfalls ein Passwort für die Anmeldung. In Firmennetzwerken steuern meist Gruppenrichtlinien und Benutzerrechte, welche Konten überhaupt Berechtigungen zum Herunterfahren eines Rechners besitzen.

Funktioniert der Shutdown-Befehl auch per Remote-Verbindung?

Über eine Remote-Sitzung wie Remotedesktop oder andere Fernwartungstools können Sie den Befehl wie lokal in einem Terminalfenster ausführen. Wichtig ist, dass Ihr Benutzerkonto auf dem entfernten System die erforderlichen Rechte zum Herunterfahren des Zielrechners hat.

Was mache ich, wenn eine Sicherheitssoftware den Befehl blockiert?

Manche Sicherheitslösungen überwachen Systembefehle und können beim Herunterfahren zusätzliche Abfragen oder Verzögerungen einbauen. Prüfen Sie in der Konfiguration Ihrer Sicherheitssoftware die Richtlinien für Systemänderungen und Ausführungsrechte oder fragen Sie in Unternehmensumgebungen die IT-Abteilung nach den gültigen Vorgaben.

Gibt es eine Möglichkeit, vor dem Shutdown automatisch Backups anzustoßen?

Sie können in der Aufgabenplanung einen Auftrag erstellen, der vor dem Herunterfahren ein Skript für wichtige Sicherungen startet und danach den Shutdown-Befehl ausführt. Auf diese Weise werden letzte Änderungen noch erfasst, bevor der PC vollständig ausgeschaltet wird.

Wie erkenne ich, ob ein geplanter Shutdown von einem anderen Prozess ausgelöst wurde?

Im Ereignisprotokoll von Windows finden Sie unter Systemereignissen Einträge, die über Quelle und Art des Herunterfahrens informieren. Dort lässt sich nachvollziehen, ob der Vorgang manuell, per Skript, durch Updates oder über andere Mechanismen gestartet wurde.

Fazit

Der gezielte Einsatz des Shutdown-Befehls macht das Ausschalten unter Windows 11 deutlich effizienter und hilft, typische Oberflächenprobleme zu umgehen. Mit sinnvoll angelegten Verknüpfungen, Tastenkombinationen und Aufgabenplaner-Regeln lässt sich das Verhalten exakt an den eigenen Arbeitsalltag anpassen. Wer dabei auf sauberes Speichern und Rechteverwaltung achtet, gewinnt Tempo beim Herunterfahren, ohne Kompromisse bei Stabilität und Datensicherheit einzugehen.

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