Wenn Windows 11 eine App blockiert – was jetzt hilft

Lesedauer: 13 Min – Beitrag erstellt: 27. April 2026, zuletzt aktualisiert: 27. April 2026

Windows 11 kann gelegentlich Schwierigkeiten beim Ausführen bestimmter Apps haben, indem es diese blockiert. Dies kann an verschiedenen Faktoren liegen, wie falschen Einstellungen, Kompatibilitätsproblemen oder Sicherheitsrichtlinien. Um das Problem zu beheben, gibt es mehrere mögliche Lösungen, die sich in der Praxis bewährt haben.

Ursachen der Blockierung

Eine App kann aus verschiedenen Gründen blockiert werden. Häufige Ursachen sind:

  • Sicherheitsrichtlinien: Windows Defender oder andere Sicherheitssoftware blockieren möglicherweise die Ausführung einer App aus Angst vor Malware.
  • Kompatibilitätsprobleme: Manche Programme sind nicht für Windows 11 optimiert oder benötigen spezielle Berechtigungen.
  • Falsche Einstellungen: Wenn die App nicht die richtigen Berechtigungen hat, kann dies zu Blockierungen führen.

Diagnose und erste Schritte

Um herauszufinden, warum eine App blockiert wird, können die folgenden Schritte hilfreich sein:

  1. Überprüfen Sie die Fehlermeldung: Oft gibt Windows nützliche Hinweise, warum eine App nicht geöffnet werden kann.
  2. Starten Sie den PC neu: Ein Neustart kann viele Probleme lösen und sollte immer als erster Schritt in Betracht gezogen werden.
  3. Aktualisieren Sie Windows: Stellen Sie sicher, dass die neuesten Updates installiert sind, da diese häufig Fehlerbehebungen enthalten.

Schritte zur Behebung der Blockierung

Sind die oben genannten Schritte nicht erfolgreich, probieren Sie die folgenden Lösungen:

Ändern der Sicherheitseinstellungen

Manchmal kann die Sicherheitssoftware die Ursache sein. Überprüfen Sie die folgenden Punkte:

Anleitung
1Überprüfen Sie die Fehlermeldung: Oft gibt Windows nützliche Hinweise, warum eine App nicht geöffnet werden kann.
2Starten Sie den PC neu: Ein Neustart kann viele Probleme lösen und sollte immer als erster Schritt in Betracht gezogen werden.
3Aktualisieren Sie Windows: Stellen Sie sicher, dass die neuesten Updates installiert sind, da diese häufig Fehlerbehebungen enthalten.

  • Windows Defender: Öffnen Sie die Einstellungen des Windows Defenders, gehen Sie zu „Apps und Browsersteuerung“ und stellen Sie sicher, dass der Schutz auf „Warnung“ eingestellt ist, anstatt auf „Blockieren“.
  • Andere Antivirus-Software: Deaktivieren Sie die Software temporär und prüfen Sie, ob die App dann funktioniert. Falls ja, fügen Sie die App zur Ausschlussliste der Sicherheitssoftware hinzu.

Kompatibilitätsmodus verwenden

Für ältere Programme kann der Kompatibilitätsmodus eine Lösung sein:

  • Klicken Sie rechts auf die App und wählen Sie „Eigenschaften“.
  • Gehen Sie zum Tab „Kompatibilität“ und aktivieren Sie „Dieses Programm im Kompatibilitätsmodus ausführen für“ und wählen Sie die ältere Windows-Version aus.

Erlauben Sie die App in den Einstellungen

Manchmal müssen Sie Anwendungen manuell Genehmigungen erteilen:

  • Öffnen Sie die App-Einstellungen von Windows 11 und gehen Sie zu „Datenschutz und Sicherheit“.
  • Überprüfen Sie die erweiterten Berechtigungen der App unter „App-Berechtigungen“ und passen Sie diese entsprechend an.

Systemdateien überprüfen

Beschädigte Systemdateien können ebenfalls Probleme verursachen:

  • Führen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator aus.
  • Geben Sie den Befehl „sfc /scannow“ ein und drücken Sie Enter. Warten Sie, bis der Scan abgeschlossen ist.

Weitere Tipps zur Problembehandlung

Wenn die oben genannten Schritte nicht helfen, gibt es einige zusätzliche Methoden, die Sie ausprobieren können:

Windows im abgesicherten Modus starten

Der abgesicherte Modus lädt nur die notwendigsten Treiber und Software. Das kann helfen, das Problem weiter einzugrenzen, da weniger Fehlerquellen aktiv sind.

Die App neu installieren

Manchmal ist es am besten, die betroffene App zu deinstallieren und dann erneut zu installieren. Dies kann sicherstellen, dass Sie die neueste Version verwenden und alle erforderlichen Komponenten korrekt installiert sind.

Eventuelle Konflikte mit anderen Programmen prüfen

Es kann auch hilfreich sein, andere installierte Programme auf mögliche Konflikte hin zu überprüfen und diese gegebenenfalls vorübergehend zu deinstallieren oder zu deaktivieren.

Praxisbeispiele

Hier sind einige Beispiele, wie Benutzer typische Blockierungsprobleme gelöst haben:

Beispiel 1: Grafiksoftware blockiert

Ein Nutzer stellte fest, dass eine Grafiksoftware ständig blockiert wurde. Nach der Überprüfung der Windows Defender-Einstellungen und der Erlaubnis in den App-Berechtigungen funktionierte die Software problemlos.

Beispiel 2: Alte Spiele

Ein Spieler konnte ein älteres Spiel nicht starten. Durch das Aktivieren des Kompatibilitätsmodus für Windows 7 konnte er das Spiel erfolgreich starten.

Beispiel 3: Sicherheitssoftware Konflikt

Ein Benutzer stellte fest, dass eine neue Sicherheitssoftware die Ausführung eines Programms verhinderte. Nach der Hinzufügung zur Ausschlussliste konnte er die Software verwenden.

Spezialfall: Blockierte Store-Apps unter Windows 11

Auch Anwendungen aus dem Microsoft Store können sich unter Windows 11 überraschend sperren, etwa durch Unternehmensrichtlinien, Benutzerkontenbeschränkungen oder beschädigte Store-Komponenten. In solchen Situationen reicht ein einfacher Neustart selten aus, stattdessen hilft ein strukturiertes Vorgehen.

Zunächst lohnt sich ein Blick auf das verwendete Konto. Melden Sie sich mit einem Konto an, das über Administratorrechte verfügt, und prüfen Sie anschließend, ob Einschränkungen durch Familien- oder Kindersicherungseinstellungen bestehen. Unter Windows 11 können Store-Apps außerdem durch Organisationsrichtlinien eingeschränkt sein, falls das Gerät Teil einer Domäne oder über Microsoft Intune verwaltet wird.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um Store-Probleme schrittweise einzugrenzen:

  • Öffnen Sie die Einstellungen und wechseln Sie in den Bereich für Apps.
  • Rufen Sie die Liste der installierten Apps auf und suchen Sie nach der betroffenen Store-Anwendung.
  • Wählen Sie die App aus und verwenden Sie nacheinander die Optionen zum Reparieren und ggf. Zurücksetzen.
  • Achten Sie darauf, dass der Microsoft Store selbst auf dem neuesten Stand ist und führen Sie alle verfügbaren Updates aus.

Wenn Store-Apps immer wieder geblockt werden oder sich gar nicht erst starten lassen, können beschädigte Store-Komponenten oder zwischengespeicherte Daten die Ursache sein. In diesem Fall empfiehlt sich ein Zurücksetzen des Microsoft Store.

Dieser Weg hilft häufig weiter:

  • Öffnen Sie die Einstellungen und rufen Sie den Abschnitt für Apps und deren erweiterte Optionen auf.
  • Suchen Sie nach dem Microsoft Store und wählen Sie die Einstellung, mit der sich der App-Cache löschen oder die App zurücksetzen lässt.
  • Starten Sie Windows 11 anschließend neu und prüfen Sie, ob die zuvor blockierte App wieder ordnungsgemäß startet.

Auf verwalteten Geräten ist es zudem wichtig, die Richtlinienlage zu klären. Ist das Gerät Mitglied einer Unternehmensdomäne oder über eine MDM-Lösung angebunden, sollten Sie beim Administrator nachfragen, ob bestimmte Store-Apps aus Sicherheitsgründen generell gesperrt sind. In diesem Rahmen werden häufig nur ausgewählte Programme zugelassen, während andere Installationen oder Starts automatisch blockiert werden.

App-Blockaden durch SmartScreen und Signaturprüfung systematisch lösen

Unter Windows 11 kontrolliert der SmartScreen-Filter aus dem Defender zusammen mit der Signaturprüfung von Dateien jede unbekannte oder selten genutzte Anwendung. Wird eine App blockiert, weil sie von einer nicht verifizierten Quelle stammt oder eine fehlerhafte bzw. fehlende Signatur besitzt, erscheint häufig ein Hinweisfenster mit auffälliger Warnung. Diese Schutzmechanismen lassen sich gezielt analysieren und gegebenenfalls so anpassen, dass legitime Anwendungen trotzdem ausgeführt werden können.

Ein sinnvoller erster Schritt besteht darin, die Eigenschaften der blockierten Datei zu untersuchen. Öffnen Sie den Datei-Explorer, klicken Sie die Setup-Datei oder das Programm mit der rechten Maustaste an und kontrollieren Sie die Dateieigenschaften. Falls Windows meldet, dass die Datei aus dem Internet stammt, kann auf der Registerkarte für Sicherheit eine Option erscheinen, um die Sperre zu entfernen. Nach dem Bestätigen dieser Auswahl dürfen Sie die Anwendung in vielen Fällen bereits starten.

Zusätzlich zur Dateisperre greift der SmartScreen-Filter, der unbekannte oder potenziell riskante Programme vorab ausfiltert. Um dieses Verhalten fein zu justieren, ohne den Schutz vollständig auszuschalten, eignet sich die Anpassung der Reputationseinstellungen:

  • Öffnen Sie die Sicherheitsverwaltung von Windows 11.
  • Wechseln Sie zum Bereich für App- und Browsersteuerung.
  • Prüfen Sie die Einstellungen für die Kontrolle durch SmartScreen und wählen Sie statt einer harten Blockierung nach Möglichkeit eine Einstellung, die zunächst nur warnt.
  • Bestätigen Sie die Änderungen und testen Sie erneut, ob sich die gewünschte Anwendung mit manueller Bestätigung starten lässt.

In Umgebungen mit besonders strengen Richtlinien, etwa durch Gruppenrichtlinien oder Sicherheitsvorlagen, können auch signierte Anwendungen geblockt werden, wenn ihre Zertifikate als nicht vertrauenswürdig eingestuft sind. In diesem Fall hilft ein Blick in die Ereignisanzeige von Windows 11, wo die genaue Ursache der Blockierung protokolliert wird. Suchen Sie nach Einträgen, die auf SmartScreen, AppLocker oder Code-Integritätsfehler hinweisen. Diese Informationen zeigen, ob etwa ein Zertifikat abgelaufen ist oder die ausführbare Datei manipuliert wirkt.

Sobald klar ist, dass eine Anwendung trotz Signatur verlässlich und gewünscht ist, kann ein Administrator die entsprechenden Richtlinien anpassen. Dabei kommen je nach Edition von Windows 11 beispielsweise AppLocker-Regeln oder Richtlinien zur Kontrolle nicht signierter Anwendungen zum Einsatz. Auf Desktop-Systemen im Heimgebrauch genügt es meist, SmartScreen beim Start einzelner Programme nach Bestätigung zu übergehen, ohne die Sicherheitsstufe dauerhaft abzusenken.

Erweiterte Werkzeuge bei hartnäckigen Blockaden einsetzen

Bleibt eine App unter Windows 11 blockiert, obwohl alle offensichtlichen Ursachen ausgeschlossen wurden, helfen fortgeschrittene Diagnosewerkzeuge. Damit lassen sich Konflikte mit Treibern, Systemdiensten oder Sicherheitsrichtlinien aufspüren, die im Hintergrund den Start einer Anwendung verhindern.

Ein hilfreiches Werkzeug ist der Zuverlässigkeitsverlauf, der übersichtlich darstellt, welche Fehler und Warnungen in den letzten Tagen aufgetreten sind. Suchen Sie nach Einträgen, die zeitlich zum gescheiterten Start der Anwendung passen, und öffnen Sie die technischen Details dazu. Häufig verraten hier genannte Modulnamen oder Ereigniscodes, ob ein bestimmter Treiber oder eine Systemkomponente beteiligt ist.

Daneben kann die Ressourcenüberwachung oder der Task-Manager Hinweise geben, wenn Prozesse beim Startversuch sofort wieder beendet werden. Beobachten Sie, ob der betreffende Prozess kurz in der Liste erscheint und direkt verschwindet. Tritt dieses Verhalten auf, blockiert entweder eine Sicherheitsfunktion oder die Anwendung stürzt bereits in der Initialisierungsphase ab. In beiden Fällen lohnt sich eine weitere Analyse mithilfe spezialisierter Werkzeuge aus dem Sysinternals-Paket.

Ein strukturierter Ansatz für fortgeschrittene Analysen sieht beispielsweise so aus:

  1. Protokollieren Sie Zeitpunkte, zu denen der Start der App scheitert.
  2. Öffnen Sie die Ereignisanzeige und filtern Sie nach Anwendungs- und Sicherheitsereignissen in diesem Zeitraum.
  3. Notieren Sie Fehlercodes, Modulnamen und betroffene Dienste.
  4. Nutzen Sie bei Bedarf ergänzende Tools, die Dateizugriffe und Registry-Aufrufe überwachen, um zu erkennen, an welcher Stelle der Startvorgang stoppt.
  5. Passen Sie anschließend schrittweise die betroffenen Komponenten an, beispielsweise durch Treiberaktualisierungen, das Deaktivieren einzelner Erweiterungen oder eine Änderung von Richtlinien.

Bei Systemen, die Teil einer Unternehmensumgebung sind, können zusätzliche Mechanismen wie Exploit-Schutz, Application Control oder Endpoint-Sicherheitslösungen den Start blockieren. Dort ist es wichtig, die Dokumentation der jeweiligen Lösung heranzuziehen und etwaige Richtlinienausnahmen nur gezielt für vertrauenswürdige Programme zu definieren. So bleibt der Schutzumfang erhalten, während die benötigte Software trotzdem reibungslos läuft.

Vorbeugende Maßnahmen, damit Apps unter Windows 11 gar nicht erst blockiert werden

Wer einmal erlebt hat, dass wichtige Anwendungen in Windows 11 unerwartet blockiert werden, möchte künftige Unterbrechungen vermeiden. Eine Kombination aus sauberer Systempflege, durchdachten Sicherheitseinstellungen und bewährten Installationsgewohnheiten reduziert das Risiko deutlich, dass Programme beim Start ausgebremst werden.

Ein zentrales Element ist die Herkunft der Software. Installieren Sie nach Möglichkeit nur Programme von bekannten Anbietern, offiziellen Downloadseiten oder dem Microsoft Store. Prüfen Sie bei heruntergeladenen Installationsdateien die digitale Signatur und vergleichen Sie bei sicherheitskritischen Tools die Prüfsumme, falls der Hersteller diese anbietet. Je vertrauenswürdiger die Quelle, desto seltener greifen SmartScreen, Virenschutz und andere Schutzfunktionen blockierend ein.

Genauso wichtig ist ein gepflegtes System mit aktuellen Komponenten. Halten Sie Windows 11, Treiber und Sicherheitssoftware im empfohlenen Aktualisierungsrhythmus. Veraltete Module können zu Fehleinschätzungen führen, bei denen eigentlich harmlose Anwendungen als riskant eingestuft werden. Auch Konflikte mit nicht mehr gepflegten Tools lassen sich durch regelmäßige Ausmusterung alter Software vermeiden.

Zur Vorbeugung gehört außerdem ein übersichtliches Regelwerk für Sicherheits- und Zugriffsrechte. Vermeiden Sie es, zahlreiche parallel aktive Schutzprogramme einzusetzen, die sich gegenseitig blockieren. Legen Sie stattdessen klare Zuständigkeiten fest, etwa einen primären Virenschutz und eine zentrale Firewall, deren Regeln Sie bewusst pflegen. Wenn bestimmte Anwendungen auf erweiterte Rechte angewiesen sind, etwa Entwicklerwerkzeuge oder Virtualisierungslösungen, dokumentieren Sie deren Anforderungen und definieren Sie nötige Ausnahmen sorgfältig.

Ein durchdachtes Benutzerkonzept hilft zusätzlich. Arbeiten Sie im Alltag mit einem Konto mit eingeschränkten Rechten und nutzen Sie erhöhte Berechtigungen nur für Installationen und Systemänderungen. Auf diese Weise bleibt nachvollziehbar, wann neue Software hinzugefügt oder Sicherheitsrichtlinien angepasst werden. Sollte eine App später blockiert werden, lässt sich anhand dieser Historie besser beurteilen, welche Änderung ursächlich war.

Nicht zuletzt trägt eine saubere Deinstallationspraxis dazu bei, dass künftig weniger Konflikte entstehen. Entfernen Sie nicht mehr benötigte Programme über die vorgesehenen Wege in den Einstellungen und vermeiden Sie halbautomatische Bereinigungstools, die tief in Systembereiche eingreifen, ohne jeden Schritt transparent zu machen. Ein aufgeräumtes, nachvollziehbar konfiguriertes System blockiert selten aus heiterem Himmel eine Anwendung, weil sich die aktiven Regeln leichter erfassen und im Zweifel schneller anpassen lassen.

Häufige Fragen zu blockierten Apps unter Windows 11

Warum blockiert Windows 11 plötzlich eine vertraute App?

Häufig liegt es an einer geänderten Sicherheitsrichtlinie, einem Update von Windows 11 oder einer Umstellung in der Sicherheitssoftware. Auch eine neue Signaturprüfung oder ein geänderter App-Installer kann dazu führen, dass das System ein Programm strenger bewertet und deshalb blockiert.

Wie erkenne ich, ob der Windows Defender die App blockiert?

Ein Hinweisfenster meldet in der Regel, dass die Ausführung aus Sicherheitsgründen verhindert wurde oder dass die App unbekannt ist. Zusätzlich zeigt die Sicherheitszentrale von Windows 11 unter den Einträgen für Viren- und Bedrohungsschutz oder App- und Browsersteuerung, ob die Anwendung geblockt wurde.

Wie kann ich eine blockierte App in Windows 11 sicher freigeben?

Zuerst sollte geprüft werden, ob die Installationsdatei oder das Programm aus einer vertrauenswürdigen Quelle stammt und ob eine aktuelle Version vorliegt. Anschließend lässt sich in den Einstellungen für Sicherheit, Virenschutz und App- und Browsersteuerung eine Ausnahme hinzufügen oder die App über die entsprechende Freigabefunktion als zulässig eintragen.

Was kann ich tun, wenn SmartScreen die Ausführung verhindert?

SmartScreen vergleicht die Datei mit bekannten Informationen aus der Cloud und stuft unbekannte Programme vorsichtiger ein. Erscheint eine Warnung, kann über die Option Weitere Informationen und den Button Trotzdem ausführen eine Ausführung zugelassen werden, sofern die Herkunft der Datei sicher ist.

Hilft es, Windows 11 im abgesicherten Modus zu starten?

Der abgesicherte Modus lädt nur die notwendigsten Treiber und Dienste, sodass sich Störquellen wie Drittanbieter-Sicherheitssoftware oder Tuning-Tools umgehen lassen. Wenn eine App dort startet, deutet das auf einen Konflikt mit einer anderen Software im normalen Systembetrieb hin.

Wann sollte ich eine blockierte App besser nicht freigeben?

Vorsicht ist angebracht, wenn die Datei aus unbekannten Downloads, E-Mail-Anhängen oder inoffiziellen Quellen stammt und noch nicht geprüft wurde. Meldet der Virenschutz potenzielle Schadsoftware oder verdächtiges Verhalten, sollte die App gelöscht oder zunächst in einer sicheren Umgebung wie einer virtuellen Maschine untersucht werden.

Warum hilft eine Neuinstallation der App bei Blockaden?

Beschädigte Installationen, fehlende Dateien oder veraltete Komponenten können Sicherheitsmechanismen in Windows 11 aktivieren. Eine saubere Neuinstallation aus einer aktuellen und geprüften Quelle stellt alle benötigten Programmteile wieder her und setzt beschädigte Konfigurationen zurück.

Welche Rolle spielt der Kompatibilitätsmodus bei älteren Programmen?

Der Kompatibilitätsmodus ahmt Teile älterer Windows-Versionen nach, damit Programme mit alten Technologien besser laufen. Dadurch können Installationsroutinen, grafische Oberflächen und bestimmte Systemaufrufe korrekt verarbeitet werden, was Blockaden durch Inkompatibilitäten entschärfen kann.

Wie finde ich heraus, welches Programm meine App ausbremst?

Ein systematisches Ausschalten von Hintergrunddiensten und Autostart-Programmen über den Task-Manager oder das Systemkonfigurationstool hilft bei der Eingrenzung. Startet die Anwendung plötzlich fehlerfrei, nachdem ein bestimmter Dienst entfernt wurde, liegt dort vermutlich die Ursache.

Kann eine blockierte App Systemdateien beschädigen?

Die Blockade selbst beschädigt keine Systemdateien, sie ist vielmehr ein Schutzmechanismus. Werden jedoch fehlerhafte Installationsroutinen oder unsaubere Deinstallationen genutzt, können Systemkomponenten in Mitleidenschaft gezogen werden, weshalb eine Überprüfung der Systemdateien sinnvoll bleibt.

Ist es sinnvoll, Sicherheitsfunktionen von Windows 11 dauerhaft zu deaktivieren?

Ein dauerhaft abgeschalteter Schutz erhöht das Risiko für Schadsoftware und unerwünschte Zugriffe deutlich. Besser ist es, nur gezielt Ausnahmen für vertrauenswürdige Programme einzurichten und den restlichen Schutzumfang unverändert aktiv zu lassen.

Wie gehe ich vor, wenn mehrere Lösungen keine Wirkung zeigen?

In diesem Fall hilft ein systematisches Vorgehen: Logs im Ereignisprotokoll prüfen, die App testweise in einem neuen Benutzerprofil starten und einen sauberen Systemstart durchführen. Bleibt die App weiterhin blockiert, ist eine Anfrage an den Hersteller oder das Sichern von Daten und eine Inplace-Reparatur von Windows 11 eine sinnvolle Option.

Fazit

Blockierte Anwendungen lassen sich unter Windows 11 in vielen Fällen durch ein strukturiertes Vorgehen wieder nutzbar machen. Sicherheitswarnungen, Kompatibilitätseinstellungen, Ausnahmen im Virenschutz und die Überprüfung des Systems arbeiten dabei Hand in Hand. Wer aufmerksam mit Hinweisen umgeht und nur vertrauenswürdige Programme freigibt, verbindet hohe Sicherheit mit einem reibungslos laufenden System.

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