Windows meldet „Druckauftrag kann nicht gestartet werden“ – Lösung

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 23. März 2026, zuletzt aktualisiert: 23. März 2026

Die Meldung, dass ein Druckauftrag nicht gestartet werden kann, weist fast immer auf ein Problem mit Druckerwarteschlange, Treiber oder Verbindung hin. In vielen Fällen lässt sich der Fehler in wenigen Minuten durch Neustart der Druckdienste, Aktualisierung des Treibers oder eine korrigierte Druckerkonfiguration beheben.

Typische Auslöser sind ein blockierter Spooler-Dienst, fehlerhafte oder doppelte Druckerinstallationen, Netzwerkprobleme oder ein defekter Standarddrucker-Eintrag. Wer systematisch vorgeht, bekommt den Druck meist wieder zum Laufen, ohne Windows neu installieren zu müssen.

Erste schnelle Prüfungen, bevor du tiefer einsteigst

Bevor du in Dienste, Treiber und Registry eintauchst, lohnt ein kurzer Basis-Check. Viele Fälle lösen sich bereits durch einfache Schritte, die keine tieferen Eingriffe ins System erfordern.

Gehe der Reihe nach vor:

  1. Physische Verbindung prüfen
    Steckt das USB-Kabel richtig? Leuchtet der Drucker und zeigt kein Fehlerblinken? Bei WLAN-Druckern: Ist der Drucker im richtigen WLAN und hat eine IP-Adresse (meist im Druckerdisplay sichtbar)?

  2. Drucker und PC neu starten
    Schalte den Drucker komplett aus, ziehe ihn 10–20 Sekunden vom Strom, stecke ihn wieder ein und starte ihn neu. Danach Windows neu starten. Teste anschließend einen kurzen Druck, etwa eine Seite aus dem Editor.

  3. Standarddrucker kontrollieren
    Öffne in Windows die Druckereinstellungen und prüfe, ob der gewünschte Drucker als Standard gesetzt ist. Oft versucht Windows, an einen längst nicht mehr vorhandenen Drucker zu senden.

  4. Testseite drucken
    In den Druckereigenschaften von Windows gibt es fast immer die Option „Testseite drucken“. Schlägt bereits diese Testseite fehl, liegt das Problem klar im Zusammenspiel zwischen Windows und Drucker, nicht in einem bestimmten Programm.

Wenn bei diesen Schritten bereits eine Fehlermeldung erscheint oder der Druck hängen bleibt, lohnt der Blick in die Druckerwarteschlange und die Windows-Dienste.

Druckerwarteschlange (Spooler) prüfen und zurücksetzen

Der Dienst „Druckerwarteschlange“ (Spooler) verwaltet alle Druckaufträge in Windows. Wenn dieser Dienst hängt oder beschädigte Aufträge enthält, können neue Druckjobs nicht gestartet werden.

Du kannst die Warteschlange direkt über die Oberfläche prüfen:

  • Öffne die Systemsteuerung oder Einstellungen und gehe zu den Druckern.
  • Wähle den betroffenen Drucker mit einem Rechtsklick aus.
  • Öffne die Option, die zur Ansicht der Druckaufträge führt (meist „Druckaufträge anzeigen“).

Siehst du dort einen oder mehrere Aufträge mit Status „Fehler“, „Wird gedruckt“ ohne Fortschritt oder einer sehr alten Zeitangabe, ist die Warteschlange vermutlich blockiert.

Druckaufträge löschen und Dienst neu starten

Wenn alte oder beschädigte Aufträge hängen, hilft oft das komplette Leeren der Warteschlange. Das funktioniert über die grafische Oberfläche oder über den Dienstmanager.

Variante über das Druckerfenster:

  1. Öffne das Fenster mit den Druckaufträgen des betroffenen Druckers.
  2. Markiere alle Einträge (Strg + A funktioniert häufig).
  3. Lösche die Aufträge über das Kontextmenü oder die Menüleiste.
  4. Starte danach den PC neu und teste erneut.

Variante über die Dienste-Verwaltung (mehr Kontrolle):

  1. Starte den Dienstemanager, zum Beispiel über die Windows-Suche.

  2. Suche nach dem Dienst „Druckerwarteschlange“.

  3. Stoppe den Dienst über das Kontextmenü.

  4. Leere anschließend manuell den Spool-Ordner, in dem die temporären Druckdateien liegen (dieser Pfad lässt sich über die Dienstkonfiguration oder die Druckereinstellungen ermitteln). Entferne dabei nur die temporären Druckdateien, nicht andere Systemdateien.

  5. Starte den Dienst wieder und prüfe den Druck.

Wenn nach dem Leeren der Warteschlange neue Aufträge wieder korrekt angenommen werden, war die Ursache eine blockierte oder beschädigte Spool-Datei.

Standarddrucker und doppelte Druckerinstallationen bereinigen

Ein häufiger Stolperstein sind mehrere scheinbar identische Druckereinträge, zum Beispiel nach mehreren Treiberinstallationen, USB-Ports oder Netzwerkänderungen. Windows schickt den Auftrag dann manchmal an eine „alte“ Instanz, die gar nicht mehr erreichbar ist.

Anleitung
1Physische Verbindung prüfenSteckt das USB-Kabel richtig? Leuchtet der Drucker und zeigt kein Fehlerblinken? Bei WLAN-Druckern: Ist der Drucker im richtigen WLAN und hat e….
2Drucker und PC neu startenSchalte den Drucker komplett aus, ziehe ihn 10–20 Sekunden vom Strom, stecke ihn wieder ein und starte ihn neu. Danach Windows neu starten. Test….
3Standarddrucker kontrollierenÖffne in Windows die Druckereinstellungen und prüfe, ob der gewünschte Drucker als Standard gesetzt ist. Oft versucht Windows, an einen längs….
4Testseite druckenIn den Druckereigenschaften von Windows gibt es fast immer die Option „Testseite drucken“. Schlägt bereits diese Testseite fehl, liegt das Problem klar i….

Überprüfe deshalb die Druckerliste in den Einstellungen:

  • Suche nach mehrfach auftauchenden Namen desselben Modells, oft mit Zusätzen wie „Kopie 1“ oder „(Netzwerk)“.
  • Bestimme den Eintrag, der tatsächlich aktiv ist (zum Beispiel, indem du dort eine Testseite anstößt).
  • Setze diesen Eintrag als Standarddrucker.
  • Deinstalliere überflüssige oder veraltete Einträge, um Verwechslungen zu vermeiden.

Nach dieser Bereinigung sollte nur der funktionierende Drucker als bevorzugtes Ziel sichtbar sein. Wenn dann weiterhin keine Druckaufträge starten, lohnt der Blick auf die Treiber.

Treiberprobleme erkennen und beheben

Veraltete, beschädigte oder falsche Druckertreiber sind eine der häufigsten Ursachen für nicht startende Druckjobs. Treiber sind die Übersetzer zwischen Windows und Druckerhardware; wenn sie Fehler enthalten, bricht Windows den Auftrag ab.

Typische Anzeichen für Treiberprobleme sind:

  • Der Drucker wird zwar in Windows angezeigt, reagiert aber nicht.
  • Bestimmte Programme können nicht drucken, andere schon.
  • Nach einem Windows-Update tritt der Fehler plötzlich auf.

Eine saubere Neuinstallation des Treibers ist oft die zuverlässigsten Maßnahme:

  1. Öffne die Druckerverwaltung in Windows.

  2. Deinstalliere den betroffenen Drucker samt Treibern, sofern die Option angeboten wird.

  3. Starte Windows neu, damit alte Treiberreste entladen werden.

  4. Installiere den Drucker anschließend über die offizielle Treiberquelle des Herstellers oder über die Windows-Druckersuche neu.

Nach der Neuinstallation lohnt sich ein Test mit der integrierten Testseite und mit einem einfachen Dokument. Wenn beides funktioniert, war der Treiber die Ursache.

Verbindung prüfen: USB, Netzwerk und WLAN-Drucker

Auch wenn Windows einen Drucker noch in der Liste anzeigt, kann im Hintergrund die Verbindung bereits abgebrochen sein. Dann versucht Windows zwar, einen Auftrag zu senden, der Drucker bekommt diesen aber nicht.

Für USB-Drucker:

  • Testweise ein anderes USB-Kabel nutzen, besonders bei älteren Kabeln.
  • Den Drucker an einem anderen USB-Anschluss des PCs anschließen, idealerweise direkt am Rechner und nicht über einen Hub.
  • Im Geräte-Manager kontrollieren, ob der Drucker ohne Warnsymbole angezeigt wird.

Für Netzwerk- und WLAN-Drucker:

  • Im Druckerdisplay prüfen, ob eine gültige IP-Adresse angezeigt wird.
  • Vom PC aus den Drucker anpingen, um die Erreichbarkeit im Netzwerk zu testen.
  • Falls der Router neu gestartet oder gewechselt wurde, prüfen, ob der Drucker sich wieder korrekt verbunden hat.

Wenn pingen nicht funktioniert oder der Drucker keine IP-Adresse besitzt, liegt die Hauptursache in der Netzwerkanbindung. Erst wenn der Drucker wieder im gleichen Netz erreichbar ist, können Druckaufträge erfolgreich übertragen werden.

Windows-Druckdienst und Abhängigkeiten kontrollieren

Der Spooler-Dienst ist zwar der wichtigste Baustein für die Druckfunktion, er ist aber nicht der einzige. In manchen Konfigurationen hängen weitere Dienste mit daran, etwa für Remoteprozeduraufrufe oder Netzwerkfreigaben.

Ein strukturierter Weg über den Dienstemanager kann so aussehen:

  1. Im Dienstemanager den Status von „Druckerwarteschlange“ überprüfen. Der Dienst sollte auf „Wird ausgeführt“ stehen und den Starttyp „Automatisch“ haben.

  2. Die Dienstabhängigkeiten öffnen. Dort ist sichtbar, auf welche anderen Dienste der Spooler angewiesen ist.

  3. Die abhängigen Dienste prüfen und sicherstellen, dass auch sie gestartet sind, vor allem Basisdienste wie Remoteprozeduraufruf (RPC).

  4. Wenn du Änderungen vornimmst, zwischendurch einen Neustart von Windows ausführen, um zu testen, ob sich etwas geändert hat.

Sollte der Spooler-Dienst gar nicht starten wollen oder sofort wieder abstürzen, steckt häufig ein fehlerhafter Treiber oder eine Erweiterung der Druckersoftware dahinter. In solchen Fällen ist die Deinstallation zusätzlicher Drucker-Tools des Herstellers oft hilfreich.

Praxisszenarien: Wie der Fehler im Alltag auftaucht

Die gleichen Symptome können aus völlig verschiedenen Ursachen entstehen. Ein paar typische Alltagssituationen helfen, sich selbst einzuordnen und die nächsten Schritte sinnvoll zu wählen.

Praxisbeispiel 1: Heimarbeitsplatz mit USB-Drucker

Eine Person arbeitet im Homeoffice mit einem älteren USB-Tintenstrahler. Nach einem Windows-Update lassen sich plötzlich keine Dokumente mehr aus Word drucken, die Druckaufträge bleiben einfach hängen. Die Druckerwarteschlange zeigt einen einzigen Auftrag mit Status „Fehler“.

In diesem Fall hilft ein Reset der Druckerwarteschlange und eine Neuinstallation des Druckertreibers. Nachdem der alte Treiber samt Zusatzsoftware entfernt und der aktuelle Treiber des Herstellers installiert wurde, funktioniert der Druck aus allen Programmen wieder.

Praxisbeispiel 2: Büro mit gemeinsam genutztem Netzwerkdrucker

In einem kleinen Büro drucken mehrere Personen auf einen gemeinsam genutzten Netzwerk-Laserdrucker. Bei einer Nutzerin bricht jeder Auftrag sofort ab, während die Kollegen problemlos drucken können. Der Drucker ist im eigenen Windows-Profil zwar sichtbar, reagiert aber nicht.

Die Ursache liegt hier nicht im Gerät, sondern in der lokalen Druckerinstallation auf diesem einen PC. Durch Entfernen des Druckers, Bereinigen alter Treiberreste und erneutes Hinzufügen über die Netzwerkfreigabe wird die Verbindung korrigiert und die Druckaufträge starten wieder normal.

Praxisbeispiel 3: WLAN-Drucker nach Routertausch

Nach dem Wechsel des Internetrouters melden mehrere Geräte im Haushalt, dass sie nicht mehr auf dem WLAN-Drucker drucken können. Auf dem Drucker selbst wird ein anderes WLAN angezeigt als zuvor.

Hier war der Drucker noch im alten Funknetz eingeloggt und damit für die PCs unsichtbar. Erst nach einem erneuten Verbindungsaufbau des Druckers mit dem neuen WLAN und einer Aktualisierung der Druckeradresse in Windows werden Druckaufträge wieder sauber angenommen.

Druckprobleme auf bestimmte Programme beschränkt

Manchmal tritt das Problem nur in einem bestimmten Programm auf, etwa in einem Office-Paket, während andere Anwendungen weiterhin drucken können. In diesem Fall ist Windows als Ganzes meist in Ordnung, und die Ursache liegt näher an der jeweiligen Anwendung.

Typische Schritte zur Eingrenzung:

  • Aus einem anderen Programm eine Testseite drucken, zum Beispiel aus einem Editor oder aus der Druckvorschau eines PDF-Viewers.
  • In der betroffenen Anwendung die Druckereinstellungen zurücksetzen oder ein anderes Druckprofil wählen.
  • Das Programm aktualisieren oder neu installieren, falls es abgestürzt ist oder Einstellungen verloren hat.

Wenn nur eine Anwendung Probleme bereitet, lohnt sich ein Blick in deren eigene Druckdialoge. Manche Programme speichern eigene Druckprofile, die auf einen nicht mehr vorhandenen Drucker verweisen.

Benutzerprofil und Berechtigungen prüfen

In Unternehmensumgebungen und auf gemeinsam genutzten PCs spielen Benutzerrechte eine große Rolle. Wenn eine Person drucken kann und eine andere nicht, kann es an Berechtigungen oder einem beschädigten Benutzerprofil liegen.

Zur Eingrenzung bieten sich diese Schritte an:

  • Mit einem anderen Benutzerkonto an demselben PC anmelden und testen, ob der Druck dort funktioniert.
  • In der Druckerverwaltung prüfen, ob der betroffene Nutzer die Berechtigung zum Drucken besitzt.
  • Bei Nutzung eines Domänenkontos Rücksprache mit der IT halten, ob Richtlinien das Drucken eingeschränkt haben.

Funktioniert der Druck unter einem anderen Konto problemlos, kann ein beschädigtes Profil oder eine Einstellung im Benutzerkontext der Auslöser sein. In solchen Fällen hilft oft das Anlegen eines neuen Profils und das Übernehmen der Daten.

Virtuelle Drucker, PDF-Druck und Umleitungen

Neben physischen Geräten gibt es virtuelle Drucker, die in eine Datei oder ein Programm „drucken“, etwa in eine PDF-Datei. Wenn Windows den Auftrag nicht starten kann, ist manchmal dieser virtuelle Treiber betroffen.

Wichtige Prüfungen bei virtuellen Zielen:

  • Testen, ob ein physischer Drucker noch funktioniert. Wenn ja, liegt das Problem beim virtuellen Drucker.
  • Die zugehörige Software des PDF- oder XPS-Druckers neu installieren.
  • Prüfen, ob der Zielordner für Dateien beschreibbar ist und genügend Speicherplatz vorhanden ist.

Gerade in Umgebungen mit Terminaldiensten oder Remote-Desktops gibt es außerdem umgeleitete Drucker, die vom lokalen Gerät in eine entfernte Sitzung genutzt werden. Wenn diese Umleitung nicht korrekt aufgebaut wird, bleiben Druckaufträge ebenfalls hängen.

Typische Fehlannahmen, die Zeit kosten

Rund um Druckprobleme gibt es einige verbreitete Annahmen, die bei der Fehlersuche in die Irre führen. Wer sie kennt, spart Zeit und schont die Nerven.

Ein paar Beispiele:

  • „Der Drucker wird angezeigt, also muss er funktionieren.“ – Die Anzeige in Windows bedeutet nur, dass ein Eintrag existiert, nicht, dass die Verbindung aktiv ist.
  • „Ich habe nichts geändert, also kann es nicht an mir liegen.“ – Automatische Updates von Windows oder Druckertreibern laufen im Hintergrund, ohne dass du etwas bestätigst.
  • „Es liegt sicher am Gerät, es ist kaputt.“ – Viele Probleme entstehen allein auf Software- oder Dienstebene und lassen sich ohne Austausch des Druckers beheben.

Wenn du dir diese Stolperfallen bewusst machst, gehst du zielgerichteter an die Fehlersuche heran und erkennst schneller, ob eher Software, Netzwerk oder Hardware verantwortlich ist.

Schrittfolge für eine systematische Fehlersuche

Wer nicht planlos Einstellungen ausprobiert, sondern Schritt für Schritt vorgeht, findet die Ursache in der Regel deutlich schneller. Eine sinnvolle Reihenfolge von Maßnahmen kann so aussehen:

  1. Gerät und Verbindung prüfen: Strom, Kabel oder WLAN, Anzeigen am Drucker.
  2. Drucker als Standard festlegen und doppelte Einträge entfernen.
  3. Druckerwarteschlange leeren und den Spooler-Dienst neu starten.
  4. Testseite über Windows drucken und Ergebnis beobachten.
  5. Treiber kontrollieren, bei Bedarf entfernen und mit aktueller Version neu installieren.
  6. Mit einem anderen Benutzerkonto testen, ob Berechtigungen eine Rolle spielen.
  7. Bei Netzwerkdruckern IP-Adresse und Erreichbarkeit prüfen.

Wenn du nach jedem Schritt erneut testest, erkennst du, welche Maßnahme eine Änderung bringt. So lässt sich die Ursache eingrenzen und bei einem erneuten Auftreten schneller wieder beheben.

Wann professionelle Hilfe sinnvoll ist

Es gibt Situationen, in denen sich trotz sorgfältiger Schritte keine stabile Druckfunktion herstellen lässt. Besonders in größeren Netzwerken oder bei Spezialdruckern mit vielen Zusatzmodulen lohnt es, rechtzeitig Fachleute einzubeziehen.

Anzeichen, dass externe Unterstützung sinnvoll ist:

  • Der Spooler-Dienst stürzt wiederholt ab, obwohl Treiber bereits neu installiert wurden.
  • Mehrere Benutzer oder Geräte haben gleichzeitig identische Druckprobleme.
  • Der Drucker ist Teil eines komplexen Systems, etwa einer Buchhaltungs- oder ERP-Software mit speziellen Druckformaten.

In solchen Fällen kann eine Fachkraft auf Protokollebene analysieren, was im Hintergrund passiert, Logdateien auswerten und gegebenenfalls Hersteller-Support einbinden. Das spart oft Zeit und verhindert, dass durch gut gemeinte, aber unsystematische Eingriffe weitere Fehler entstehen.

Häufige Fragen zu Druckaufträgen unter Windows

Warum erscheint die Meldung, dass der Druckauftrag nicht gestartet werden kann?

Die Meldung weist in der Regel darauf hin, dass Windows den Druckauftrag nicht an den Druckdienst oder den Drucker übergeben kann. Häufige Ursachen sind ein blockierter Spooler-Dienst, fehlerhafte Treiber, Verbindungsprobleme oder beschädigte Druckerwarteschlangendateien.

Wie erkenne ich, ob der Druckerspooler unter Windows korrekt läuft?

Öffne die Diensteverwaltung über die Windows-Suchfunktion mit dem Begriff „Dienste“, und suche dort nach dem Eintrag „Druckerwarteschlange“. Steht der Dienst auf „Wird ausgeführt“ und der Starttyp auf „Automatisch“, arbeitet der Spooler grundsätzlich korrekt, andernfalls solltest du ihn starten oder neu starten.

Was kann ich tun, wenn nur ein bestimmtes Benutzerkonto von dem Druckfehler betroffen ist?

In diesem Fall hilft es oft, das Problemkonto einmal vollständig abzumelden, ein Testkonto anzulegen und dort einen Probedruck durchzuführen. Funktioniert der Druck mit dem Testprofil, liegt die Ursache meist an Benutzerrechten, individuellen Druckereinstellungen oder beschädigten Profildateien, die du über ein neues Profil umgehen kannst.

Hilft eine Neuinstallation des Druckertreibers immer bei diesem Fehler?

Eine Neuinstallation behebt viele Probleme, wenn der Treiber beschädigt oder veraltet ist, garantiert jedoch keine Lösung, wenn andere Systemkomponenten stören. Wichtig ist, alte Treiberreste zu entfernen und anschließend den passenden aktuellen Treiber des Herstellers zu installieren, bevor du erneut druckst.

Wie unterscheide ich, ob das Problem am Drucker oder an Windows liegt?

Teste den Drucker zunächst direkt über seine Selbsttest-Funktion oder ein Konfigurationsmenü am Gerät, damit du siehst, ob er unabhängig vom PC arbeitet. Danach kannst du von einem zweiten Rechner oder einem anderen Gerät drucken, um festzustellen, ob ausschließlich dein Windows-System Probleme verursacht.

Kann eine fehlerhafte Netzwerk- oder WLAN-Verbindung diese Fehlermeldung auslösen?

Ja, bei Netzwerk- und WLAN-Druckern bricht der Druckauftrag häufig ab, wenn der Drucker im Netzwerk nicht mehr erreichbar ist oder seine IP-Adresse gewechselt hat. Überprüfe in diesem Fall die Netzwerkeinstellungen des Druckers, die Erreichbarkeit per Ping und ob Windows den Drucker unter derselben Adresse anspricht.

Was bringt es, alle ausstehenden Druckaufträge zu löschen?

Hängen in der Warteschlange fehlerhafte oder unvollständige Druckjobs, blockieren sie teilweise alle weiteren Aufträge. Durch das Leeren der Druckwarteschlange und einen anschließenden Neustart des Spooler-Dienstes entfernst du solche Blockaden und schaffst eine saubere Ausgangsbasis.

Wie gehe ich vor, wenn nur ein bestimmtes Programm nicht drucken kann?

Prüfe zunächst die Druckeinstellungen innerhalb des betroffenen Programms und teste, ob der Ausdruck als PDF mit einem virtuellen Drucker funktioniert. Klappt der Druck aus anderen Anwendungen problemlos, hilft oft ein Update oder eine Reparaturinstallation der betroffenen Software, um das Zusammenspiel mit dem Windows-Drucksystem wiederherzustellen.

Kann eine Sicherheitssoftware den Start von Druckaufträgen verhindern?

Manche Sicherheitslösungen oder Firewall-Einstellungen blockieren Netzwerkverbindungen oder den Zugriff auf Druckdienste. Deaktiviere testweise die Schutzsoftware kurzfristig oder lege passende Ausnahmen an, um zu prüfen, ob der Druck danach wieder ohne Fehlermeldung gestartet werden kann.

Wann sollte ich Windows-eigene Problembehandlungstools für den Druck verwenden?

Die integrierte Problembehandlung eignet sich besonders, wenn du keine klare Ursache erkennst oder mehrere Drucker gleichzeitig betroffen sind. Über die Einstellungen im Bereich „System“ und „Problembehandlung“ kann das Tool Dienste prüfen, Drucker neu erkennen und Standardkonfigurationen wiederherstellen.

Ist eine komplette Windows-Neuinstallation wegen Druckproblemen sinnvoll?

Eine Neuinstallation des gesamten Betriebssystems sollte erst die letzte Option sein, wenn alle anderen Maßnahmen ausgeschöpft wurden und noch weitere schwere Systemfehler vorliegen. In den meisten Fällen reicht es aus, Treiber, Dienste, Benutzerprofile und Netzwerkeinstellungen gezielt zu überprüfen und zu reparieren.

Wie kann ich vermeiden, dass der Fehler zukünftig erneut auftritt?

Halte Druckertreiber und Windows regelmäßig aktuell, entferne nicht mehr genutzte Drucker und achte auf eine stabile Verbindung zum Gerät. Zusätzlich hilft es, die Druckwarteschlange gelegentlich zu kontrollieren, nur einen Standarddrucker definiert zu lassen und bei ersten Anzeichen von Problemen frühzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Fazit

Mit einem systematischen Vorgehen aus Dienstprüfung, Treiberkontrolle, Warteschlangenbereinigung und Verbindungscheck lässt sich die Ursache für abgebrochene Druckaufträge in den meisten Fällen zuverlässig eingrenzen. Nutze die beschriebenen Schritte der Reihe nach, statt auf zufällige Einzelmaßnahmen zu setzen, und teste nach jedem Abschnitt erneut. So erkennst du schnell, welche Stellschraube den Fehler beseitigt hat und kannst dein System langfristig stabil halten.

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