Drucker druckt leere Seiten – häufige Ursachen und Fixes

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 12. März 2026, zuletzt aktualisiert: 13. März 2026

Wenn ein Drucker den Auftrag annimmt, Papier sauber einzieht und am Ende trotzdem nur weiße Blätter ausgibt, wirkt das im ersten Moment besonders verwirrend. Mechanisch scheint alles normal zu laufen, der Druckvorgang startet, das Gerät macht seine üblichen Geräusche, und doch landet kein sichtbarer Inhalt auf dem Papier. Genau dieses Zusammenspiel sorgt oft dafür, dass Nutzer sofort an einen schweren Defekt denken.

In der Praxis liegt die Ursache aber häufig viel näher. Bei Tintenstrahldruckern sind es oft Patronen, eingetrocknete Düsen oder ein Problem nach dem Wechsel der Tinte. Bei Laserdruckern kommen Toner, Schutzstreifen, Trommel oder Kartuschensitz dazu. Daneben gibt es Fälle, in denen das Druckwerk technisch völlig in Ordnung ist und nur Windows, der Treiber, die Druckwarteschlange oder eine fehlerhafte Datei die weißen Seiten verursachen.

Deshalb lohnt sich auch hier eine klare Reihenfolge. Erst wird geprüft, ob der Fehler am Gerät selbst sitzt oder nur beim Drucken vom PC entsteht. Danach geht es an Patronen, Toner, Druckkopf, Treiber und Programme. Wer so vorgeht, spart sich unnötige Reinigungen, vorschnellen Kartuschentausch und lange Umwege.

Eine leere Seite ist nicht immer derselbe Fehler

Nicht jeder weiße Ausdruck bedeutet dasselbe. Bei manchen Druckern bleibt das Blatt wirklich komplett leer. Bei anderen ist nur ein Hauch von Inhalt erkennbar, der Ausdruck ist extrem blass oder einzelne Bereiche fehlen. Diese Unterschiede sind wichtig, weil sie direkt auf andere Ursachen hindeuten.

Ein vollständig weißes Blatt spricht oft dafür, dass überhaupt kein Druckmaterial auf dem Papier ankommt. Dann rücken Tinte, Toner, Druckkopf, Trommel oder interne Übertragung nach vorne. Ein sehr blasser Druck weist eher auf zu wenig Material, verstopfte Düsen, Sparmodus oder teilweise leere Kartuschen hin. Wenn nur einzelne Farben fehlen, liegt der Verdacht besonders stark auf einzelnen Tintenkanälen oder auf einem Problem mit einer bestimmten Patrone.

Ebenso wichtig ist die Frage, ob wirklich alles leer gedruckt wird oder nur einzelne Dokumente. Wenn eine interne Testseite sauber erscheint, aber ein PDF vom PC leer herauskommt, ist das Gerät meist nicht die Hauptursache. Dann sitzen Treiber, Software oder Datei deutlich näher am Problem. Genau diese Unterscheidung spart oft sehr viel Zeit.

Zuerst klären: Liegt es am Drucker oder am Druckauftrag?

Der schnellste Weg zur Einordnung ist ein interner Test. Viele Drucker können direkt am Gerät eine Statusseite, Netzwerkinformationen oder eine Testseite ausgeben. Wenn diese Seite korrekt gedruckt wird, ist das Druckwerk grundsätzlich in Ordnung. Dann solltest du nicht als Erstes Patronen oder Toner verdächtigen, sondern eher den Weg vom Computer zum Drucker.

Noch hilfreicher ist bei Multifunktionsgeräten oft die Kopierfunktion. Lege eine Seite auf den Scanner und starte eine Kopie direkt am Gerät. Wenn die Kopie sichtbar und normal ausgedruckt wird, weißt du sofort: Das eigentliche Drucksystem kann Inhalt aufs Papier bringen. Dann liegt die Ursache eher bei Windows, beim Treiber, bei einer beschädigten Datei oder bei einer fehlerhaften Druckereinstellung.

Bleibt dagegen schon die interne Testseite leer, ist die Spur klarer. Dann musst du direkt am Gerät suchen, also bei Tinte, Toner, Druckkopf, Trommel, Kartuschen oder Reinigungsfunktionen. Dieser erste Schnitt ist enorm wichtig, weil er die Fehlersuche deutlich verkürzt.

Sofort-Checks, die du immer zuerst machen solltest

Bevor du tiefer in Menüs und Wartung gehst, gibt es einige kurze Prüfungen, die fast immer sinnvoll sind. Sie wirken banal, lösen aber viele Alltagsprobleme sofort.

Bei Tintenstrahldruckern solltest du prüfen, ob die Patronen korrekt erkannt werden und ob nach dem letzten Wechsel wirklich alle Schutzfolien entfernt wurden. Bei Laserdruckern muss kontrolliert werden, ob Toner oder Kartusche richtig eingesetzt sind und ob ein Transportschutz oder Ziehstreifen vollständig entfernt wurde. Zusätzlich ist ein Blick auf Warnmeldungen im Display wichtig, weil manche Geräte Fehler zwar anzeigen, aber dennoch Papier durchziehen.

Auch die Art des Dokuments spielt eine Rolle. Wenn der Drucker nur bei einer bestimmten Datei leer druckt, ist das ein anderer Fall als bei allgemeinen Ausfällen. Ein Test mit einer ganz einfachen Textdatei oder einer internen Testseite bringt hier schnell Klarheit.

Diese Punkte solltest du zuerst prüfen:

  • interne Testseite drucken
  • bei Multifunktionsgeräten eine Kopie direkt am Gerät machen
  • Patronen oder Toner noch einmal korrekt einsetzen
  • prüfen, ob Schutzfolien oder Sicherungsstreifen entfernt wurden
  • eine einfache Textdatei statt des problematischen Dokuments drucken
  • Drucker einmal vollständig aus- und wieder einschalten
  • bei WLAN-Druckern die Verbindung prüfen

Gerade diese ersten Schritte verhindern, dass man sofort zu aufwendigen Reinigungen oder Neuinstallationen greift.

Tintenstrahldrucker: Patronen und Druckkopf sind die häufigsten Ursachen

Wenn ein Tintenstrahldrucker leere Seiten ausgibt, liegt die Ursache sehr oft im Bereich Patronen, Druckkopf oder Tintenfluss. Dabei geht es nicht nur um den simplen Fall einer leeren Patrone. Ebenso häufig sind falsch eingesetzte Patronen, eingetrocknete Düsen, nicht vollständig entfernte Schutzfolien oder Erkennungsprobleme nach dem Wechsel.

Vor allem neue Patronen sorgen überraschend oft für Ärger. Viele gehen davon aus, dass mit frischer Tinte jedes Problem sofort verschwinden muss. In Wirklichkeit sitzt die neue Patrone manchmal minimal schief, rastet nicht richtig ein oder der Luftkanal ist noch blockiert. Dann meldet der Drucker zwar scheinbar keine große Störung, bringt aber trotzdem keinen sichtbaren Ausdruck zustande.

Auch eingetrocknete Düsen sind ein Klassiker. Wer nur selten druckt, bekommt dieses Problem deutlich häufiger als jemand, der regelmäßig kleine Druckaufträge ausführt. Schon nach einigen Wochen kann ein Gerät Probleme bekommen, vor allem wenn es warm oder trocken steht. Dann sind einzelne Kanäle verstopft, was zuerst zu fehlenden Farben und später zu fast leeren oder ganz leeren Ausdrucken führen kann.

Ein weiterer Punkt ist die Erkennung kompatibler Patronen. Viele funktionieren ohne Probleme, manche aber führen zu unsteter Kommunikation mit dem Gerät. Der Drucker sieht die Patrone vielleicht, kann sie aber intern nicht sauber ansteuern. Dann wirkt es so, als sei alles normal eingesetzt, während der Ausdruck trotzdem weiß bleibt.

Nach dem Patronenwechsel bleiben die Seiten weiß

Dieses Muster ist besonders typisch. Kurz vor dem Wechsel druckte der Drucker vielleicht blass oder gar nicht mehr, neue Patronen wurden eingesetzt, und trotzdem bleibt die Seite leer. In diesem Moment sollte man nicht nur auf den Füllstand schauen, sondern den gesamten Wechsel noch einmal prüfen.

Wichtig ist zuerst die vollständige Entfernung aller Schutzteile. Manche Patronen haben eine Folie, andere eine kleine Lasche, andere zusätzlich einen Belüftungspunkt. Bleibt auch nur ein Teil davon bestehen, kann die Tinte nicht sauber fließen. Danach sollte geprüft werden, ob die Patrone wirklich eingerastet ist. Ein minimal schiefer Sitz reicht manchmal aus, damit der Drucker sie äußerlich akzeptiert, intern aber nicht sauber nutzt.

Außerdem brauchen manche Geräte nach dem Wechsel eine Initialisierung, Ausrichtung oder kurze Befüllung. Wenn dieser Vorgang abgebrochen wurde oder der Druck unmittelbar dazwischen gestartet wurde, können erste Ausdrucke leer bleiben. Dann lohnt es sich, das Gerät noch einmal vollständig durch den vorgesehenen Ablauf laufen zu lassen.

Bei hartnäckigen Fällen ist auch der Druckkopf selbst ein Kandidat. Neue Patronen helfen nicht, wenn die eigentliche Blockade im Druckkopf sitzt. Dann ist die integrierte Reinigung die logischere nächste Maßnahme als der erneute Patronentausch.

Düsentest und Reinigung richtig einsetzen

Ein Düsentest ist einer der nützlichsten Schritte bei Tintenstrahldruckern. Er zeigt, ob alle Farben und Linien korrekt ausgegeben werden oder ob einzelne Bereiche fehlen. Genau dadurch lässt sich unterscheiden, ob eher ein Tintenflussproblem, eine Verstopfung oder ein anderer Fehler vorliegt.

Wenn der Düsentest Lücken zeigt, ist eine Reinigung sinnvoll. Wichtig ist nur, nicht sofort viele Reinigungszyklen hintereinander zu starten. Diese Programme verbrauchen recht viel Tinte, und zu viele Durchläufe hintereinander bringen oft nicht mehr Nutzen, sondern nur zusätzliche Belastung. Ein Reinigungslauf, danach ein neuer Test, dann gegebenenfalls ein zweiter Versuch ist meist der vernünftigere Weg.

Wenn nach einer oder zwei Reinigungen wieder sichtbare Muster erscheinen, ist das ein gutes Zeichen. Dann war der Druckkopf wahrscheinlich nur teilweise verstopft. Bleibt dagegen alles weiß, obwohl die Patronen erkannt werden und korrekt sitzen, muss man weiterdenken. Dann kommen Kontaktprobleme, defekter Druckkopf oder Steuerungsfehler stärker in Betracht.

Laserdrucker: Toner, Trommel und Kartuschensitz prüfen

Bei Laserdruckern sind leere Seiten etwas anders zu bewerten als bei Tintenstrahldruckern. Wenn das Gerät Papier sauber transportiert, aber wirklich weiße Seiten ausgibt, steckt häufig ein Problem bei Tonerkartusche, Schutzstreifen, Trommel oder interner Übertragung dahinter.

Sehr oft tritt das direkt nach dem Wechsel des Toners auf. Viele Kartuschen werden mit einem Sicherungsstreifen ausgeliefert, der vor dem Einsatz vollständig herausgezogen werden muss. Bleibt dieser ganz oder teilweise im Gerät, läuft der Druckprozess zwar ab, aber es gelangt kaum oder gar kein Toner an die richtige Stelle. Das Ergebnis ist dann ein leeres Blatt.

Ebenso wichtig ist der korrekte Sitz der Kartusche. Ein Modul kann auf den ersten Blick richtig eingelegt wirken und trotzdem intern nicht sauber gekoppelt sein. Bei Modellen mit separater Trommel sollte auch diese Einheit kontrolliert werden. Wenn Trommel und Toner nicht richtig zusammenspielen, kann das Papier unbedruckt bleiben oder nur minimale Spuren zeigen.

Wenn eine interne Statusseite ebenfalls leer bleibt, liegt der Verdacht klar beim Gerät selbst. Wenn sie dagegen normal erscheint, aber Ausdrucke vom PC weiß bleiben, ist der Drucker technisch meist nicht die Hauptursache.

Wenn nur bestimmte Dokumente leer gedruckt werden

Ein Drucker kann technisch vollkommen in Ordnung sein und trotzdem weiße Seiten ausgeben, wenn die Datei oder das Programm den Inhalt fehlerhaft übergibt. Genau deshalb ist die Unterscheidung zwischen allgemeinem Geräteproblem und dateibezogenem Fehler so wichtig.

Besonders häufig fällt das bei PDFs auf. Die Datei sieht am Bildschirm normal aus, im Druck landet aber nur weißes Papier. Dann kann die Datei beschädigt sein, ein verwendetes Schriftobjekt wird falsch verarbeitet oder die Druckausgabe des Programms ist fehlerhaft. Oft hilft es schon, dieselbe Datei in einem anderen PDF-Programm zu öffnen oder erneut zu speichern.

Auch Browser können problematisch sein. Manche Webseiten sehen in der normalen Ansicht korrekt aus, der Druckmodus blendet aber fast alles aus oder gibt Inhalte auf einer weißen Fläche ungünstig wieder. In Office-Dokumenten kommen fehlerhafte Druckbereiche, weiße Schriftfarbe, verborgene Ebenen oder kaputte Formatierungen hinzu. Bei Excel ist ein leerer Ausdruck oft schlicht ein falsch gesetzter Druckbereich.

Ein paar schnelle Gegenproben helfen hier sehr:

  • andere Datei aus demselben Programm drucken
  • dieselbe Datei in einem anderen Programm öffnen
  • einfache Testseite aus dem Editor drucken
  • Druckvorschau prüfen
  • problematische Datei neu speichern
  • bei PDFs testweise als Bild drucken, wenn das Programm diese Option anbietet

Wenn der Fehler nur in einem bestimmten Programm auftaucht, ist die Spur fast immer softwarebezogen.

Windows 11, Druckertreiber und Warteschlange

Wenn der Drucker intern korrekt arbeitet, aber vom PC aus leere Seiten produziert, ist Windows 11 ein zentraler Kandidat. Besonders häufig spielen Treiber, Druckwarteschlange oder falsche Druckereinstellungen hinein. Der Druckauftrag wird dann technisch verschickt, kommt aber fehlerhaft beim Gerät an.

Ein veralteter oder beschädigter Treiber kann dazu führen, dass der Inhalt falsch aufbereitet wird. Das gilt besonders nach Windows-Updates, nach Treiberwechseln oder beim Umstieg von USB auf WLAN. Ebenso möglich ist ein Problem in der Druckwarteschlange. Hängen dort alte oder beschädigte Aufträge, entstehen manchmal merkwürdige Folgefehler, zu denen auch weiße Seiten gehören können.

Deshalb lohnt sich bei hartnäckigen Fällen ein klarer Ablauf. Zuerst die Warteschlange komplett leeren, dann den Drucker neu starten, danach den PC neu starten. Wenn das nichts ändert, ist der Druckertreiber ein logischer nächster Schritt. Ein sauber neu installierter Treiber behebt viele Fehler, die auf den ersten Blick wie ein Hardwareproblem aussehen.

Ein weiterer Punkt sind falsche Druckereinstellungen. Farbdruck auf ein nicht passendes Profil, ungeeignete Papierart, ein Sparmodus oder eine ungewöhnliche Qualitätseinstellung können das Ergebnis ebenfalls beeinflussen. Nicht jeder leere Ausdruck bedeutet sofort, dass keine Tinte oder kein Toner vorhanden ist.

WLAN-Drucker und Verbindungsprobleme

Bei WLAN-Druckern kommt eine zusätzliche Fehlerquelle dazu: die Kommunikation zwischen PC und Drucker. Das Gerät ist vielleicht online, reagiert auch grundsätzlich, bekommt aber den Auftrag nicht korrekt oder nicht vollständig. Dann entstehen manchmal leere Seiten, abgeschnittene Ausdrucke oder unlogische Zwischenfehler.

Wenn möglich, lohnt sich ein Test per USB oder ein Ausdruck direkt vom Gerät. Funktioniert das sauber, ist die Netzwerkseite stärker verdächtig. Auch ein Neustart von Drucker, PC und gegebenenfalls Router kann helfen, wenn die Verbindung intern festhängt.

Wichtig ist außerdem, ob der Drucker doppelt in Windows vorhanden ist, etwa einmal als alter Offline-Eintrag und einmal als aktuelles Netzwerkgerät. Dann wird manchmal an das falsche Profil gedruckt. Der Nutzer sieht nur einen Druckauftrag, Windows verarbeitet aber intern eine ungünstige oder veraltete Gerätezuordnung.

Wenn der Ausdruck nicht wirklich leer, sondern nur extrem blass ist

Nicht jeder scheinbar leere Ausdruck ist tatsächlich komplett weiß. Oft liegt nur sehr wenig Material auf dem Papier, sodass der Inhalt im ersten Moment kaum sichtbar ist. Dann ist die Richtung etwas anders als bei wirklich leeren Seiten.

Bei Tintenstrahldruckern sprechen blasse Ausdrucke oft für teilweise leere Patronen, eingetrocknete Düsen oder einen sparsamen Druckmodus. Bei Laserdruckern kommen fast leerer Toner, ungleichmäßige Verteilung oder ein Problem mit Trommel und Entwickler hinzu. Auch die Papierart spielt eine Rolle. Ungeeignetes oder feuchtes Papier kann das Druckbild verschlechtern und so den Eindruck eines fast leeren Ausdrucks verstärken.

Ebenso wichtig ist der Druckmodus. Wenn versehentlich Entwurf, Sparmodus oder Graustufen aktiv sind, kann der Ausdruck deutlich blasser wirken als erwartet. Das erklärt nicht jede weiße Seite, ist aber eine häufige Ursache für scheinbar verschwundenen Inhalt.

Drei typische Situationen aus dem Alltag

Nach dem Patronenwechsel kommt nur noch weißes Papier

Das ist einer der häufigsten Fälle. Neue Patronen wurden eingesetzt, der Drucker arbeitet hörbar, doch auf dem Blatt erscheint nichts. Dann sollten zuerst Schutzfolien, Belüftung und korrekter Sitz der Patronen geprüft werden. Danach ist ein Düsentest sinnvoll, weil er sofort zeigt, ob überhaupt Tinte den Druckkopf erreicht.

Die Testseite geht, aber PDFs bleiben leer

Wenn eine interne Testseite oder eine Kopie direkt am Gerät sauber herauskommt, ist der Drucker selbst meistens in Ordnung. Dann sitzt die Ursache eher bei der Datei, beim PDF-Programm oder beim Druckertreiber in Windows 11. Ein anderes Programm oder ein erneutes Speichern der Datei löst dieses Problem oft schneller als jede Reinigung.

Der Laserdrucker druckt nach dem Tonerwechsel nur weiße Seiten

Hier liegt der Verdacht besonders stark auf Schutzstreifen, Kartuschensitz oder Trommeleinheit. Ein neu eingesetzter Toner ist nicht automatisch betriebsbereit, wenn ein Sicherungsstreifen noch teilweise steckt oder das Modul intern nicht sauber einrastet. Genau deshalb lohnt sich ein erneuter, ruhiger Einbau statt hektischer weiterer Druckversuche.

Wann ein Defekt am Gerät selbst wahrscheinlicher wird

Nicht jedes Problem lässt sich über Wartung, Treiber oder Verbrauchsmaterial lösen. Es gibt Punkte, an denen ein echter Defekt wahrscheinlicher wird. Dazu gehört vor allem der Fall, dass interne Testseiten ebenfalls leer bleiben, Patronen oder Toner sicher korrekt eingesetzt sind und auch nach Reinigung oder Neuinitialisierung keine Änderung eintritt.

Bei Tintenstrahldruckern rückt dann der Druckkopf stärker in den Mittelpunkt. Bei manchen Geräten ist er Teil der Patrone, bei anderen sitzt er fest im Drucker. Wenn dieser Bereich nicht mehr korrekt arbeitet, kann das Gerät trotz gefüllter Patronen weiße Seiten ausgeben. Bei Laserdruckern werden dagegen Trommel, Entwicklereinheit oder interne Übertragung wahrscheinlicher.

Auch wiederholte Fehler nach korrektem Wechsel der Verbrauchsmaterialien sprechen eher gegen einen simplen Bedienfehler. Spätestens wenn mehrere saubere Gegenproben gemacht wurden und das Gerät intern trotzdem leer bleibt, sollte ein technischer Defekt ernsthaft mitgedacht werden.

Häufige Fragen

Warum druckt mein Drucker nur leere Seiten, obwohl genug Tinte da ist?

Weil Füllstand und tatsächlicher Tintenfluss nicht dasselbe sind. Patronen können falsch sitzen, Belüftungen blockiert sein oder der Druckkopf kann verstopft sein, obwohl der Tank noch gefüllt wirkt.

Hilft eine Druckkopfreinigung immer?

Nein. Sie ist sinnvoll, wenn Düsen teilweise verstopft sind, aber kein Allheilmittel. Wenn Schutzfolien, Erkennungsfehler oder ein defekter Druckkopf die Ursache sind, bringt Reinigung allein wenig.

Warum druckt der Drucker nach neuen Patronen plötzlich leer?

Oft wurden Schutzteile nicht vollständig entfernt oder die Patronen sitzen nicht sauber. Ebenso möglich ist, dass das Gerät eine Initialisierung oder Ausrichtung noch nicht korrekt abgeschlossen hat.

Was ist bei Laserdruckern die häufigste Ursache für weiße Seiten?

Sehr häufig sind Sicherungsstreifen, falsch eingesetzte Tonerkartuschen oder Probleme mit Trommel und Toner. Vor allem direkt nach dem Wechsel sollte dieser Bereich zuerst geprüft werden.

Wenn die Testseite geht, liegt es dann nicht am Drucker?

Meistens ja. Dann ist das Druckwerk grundsätzlich in Ordnung, und die Ursache liegt eher bei Windows 11, dem Treiber, der Druckwarteschlange oder einer problematischen Datei.

Kann eine Datei allein leere Seiten verursachen?

Ja, besonders PDFs, Browserinhalte oder falsch konfigurierte Office-Dokumente können genau das tun. Deshalb ist ein Vergleich mit anderen Dateien immer sinnvoll.

Was bringt es, die Druckwarteschlange zu leeren?

Beschädigte oder festhängende Aufträge können Folgefehler verursachen. Ein leeres Spooler-System sorgt oft dafür, dass der nächste Auftrag wieder sauber verarbeitet wird.

Warum druckt der Drucker nur aus einem Programm leer?

Dann ist sehr oft nicht das Gerät selbst die Ursache, sondern das Programm, dessen Druckausgabe oder die betreffende Datei. Ein Ausdruck aus einer anderen Anwendung hilft hier schnell bei der Einordnung.

Wann sollte ich an einen Defekt denken?

Wenn interne Testseiten ebenfalls leer bleiben, Patronen oder Toner korrekt sitzen und auch Reinigung, Neustart und Treiberprüfung nichts ändern. Dann wird ein Defekt an Druckkopf, Trommel oder interner Technik wahrscheinlicher.

Fazit

Wenn ein Drucker leere Seiten druckt, lohnt sich fast nie hektisches Probieren in alle Richtungen. Zuerst wird geklärt, ob das Gerät selbst leer druckt oder nur Aufträge vom PC betroffen sind. Danach folgen Patronen, Toner, Druckkopf, Düsentest, Treiber, Warteschlange und Datei. Genau diese Reihenfolge spart Zeit und verhindert unnötigen Materialverbrauch.

In vielen Fällen steckt kein Totalausfall dahinter, sondern ein gut eingrenzbarer Fehler nach Patronenwechsel, bei verstopften Düsen, nach einem Tonertausch oder durch einen fehlerhaften Druckauftrag in Windows 11. Wer sauber zwischen Gerät, Verbrauchsmaterial und Software unterscheidet, findet die Ursache meist deutlich schneller und bekommt den Drucker wieder zu brauchbaren Ausdrucken zurück.

Checkliste
  • interne Testseite drucken
  • bei Multifunktionsgeräten eine Kopie direkt am Gerät machen
  • Patronen oder Toner noch einmal korrekt einsetzen
  • prüfen, ob Schutzfolien oder Sicherungsstreifen entfernt wurden
  • eine einfache Textdatei statt des problematischen Dokuments drucken
  • Drucker einmal vollständig aus- und wieder einschalten
  • bei WLAN-Druckern die Verbindung prüfen

Deine Bewertung
4,8 6 Stimmen
Klicke auf einen Stern, um zu bewerten.

Unsere Redaktion

Über 15 Jahre Erfahrung mit Windows- und PC-Problemen aller Art. Wir sind Euer Technikratgeber seit 2009.

Mitarbeiter Porträt Martin Keller

Martin Keller

34, Hamburg, gelernter IT-Systemadministrator und Schachfreund. Mag außerdem gerne gutes Bier.

Mitarbeiter Porträt Daniel Cho

Daniel Cho

29, Frankfurt am Main, Data Analyst. Fotografie-begeistert und Stratege durch und durch. Kann alles.

Mitarbeiterin Porträt Sofia Mendes

Sofia Mendes

27, Köln, Projektmanagerin. Workshop-Junkie und Handy-süchtig. Sprachen-Genie mit italienischen Wurzeln.

Mitarbeiter Porträt Tobias Wagner

Tobias Wagner

36, Stuttgart, Softwareentwickler. Digital Native und PC-Freak durch und durch. Spielt perfekt Gitarre.

Mitarbeiter Porträt Enzokuhle Dlamini

Enzokuhle Dlamini

55, Düsseldorf, Personalmanagerin. Liebt ihren Garten genauso wie WordPress. Geboren in Südafrika.

Mitarbeiter Porträt Joachim Freising

Joachim Freising

52, Bergisch-Gladbach, Teamleiter IT. Technik-affin. Hat für jedes Problem eine Lösung parat. Sehr geduldig.

Unsere Redaktion:

Über 15 Jahre Erfahrung mit Windows- und PC-Problemen aller Art. Wir sind Euer Technikratgeber seit 2009.

Mitarbeiter Porträt Martin Keller

Martin Keller

Mitarbeiter Porträt Daniel Cho

Daniel Cho

Mitarbeiterin Porträt Sofia Mendes

Sofia Mendes

Mitarbeiter Porträt Tobias Wagner

Tobias Wagner

Mitarbeiter Porträt Enzokuhle Dlamini

Enzokuhle Dlamini

Mitarbeiter Porträt Joachim Freising

Joachim Freising

Schreibe einen Kommentar