Windows 11: Alte Hintergrundbilder wiederfinden

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 15. April 2026, zuletzt aktualisiert: 15. April 2026

Verlorene Desktop-Hintergründe lassen sich in Windows 11 meist über den Sperrbildschirm-Ablauf, den Themes-Ordner oder temporäre Systemordner wieder auftreiben. Entscheidend ist, ob es sich um ein Standard-Wallpaper von Microsoft, ein eigenes Foto oder ein aus dem Internet geladenes Bild handelt.

Je genauer du dich erinnerst, wie das Bild einmal eingestellt wurde, desto gezielter kannst du es an der richtigen Stelle im System oder in deinen eigenen Dateien suchen.

Erste Einordnung: Welche Art Hintergrundbild suchst du?

Bevor du loslegst, ist es wichtig zu klären, welcher Typ Bild verschwunden ist. Windows speichert Standardbilder, eigene Fotos und heruntergeladene Bilder an ganz unterschiedlichen Orten.

Überlege dir dazu drei Dinge: Hast du das Bild selbst fotografiert, aus dem Internet gespeichert oder war es von Anfang an im System vorhanden? Lief es nur auf dem Desktop, nur auf dem Sperrbildschirm oder an beiden Stellen? Und wurde es über die Einstellungen von Windows gesetzt oder über ein anderes Programm, zum Beispiel den Browser oder eine Wallpaper-App?

Aus dieser Einordnung ergeben sich drei typische Szenarien:

  • System-Wallpaper von Microsoft: Diese Bilder liegen in versteckten Windows-Ordnern und lassen sich über Standardpfade wiederfinden.
  • Eigene Bilder (von Kamera, Smartphone, Cloud): Meistens befinden sie sich noch irgendwo in deinem Benutzerprofil, auf einer externen Festplatte oder in einem Cloud-Ordner.
  • Heruntergeladene Bilder aus dem Internet: Hier lohnt ein Blick in typische Download-Ordner, Browser-Downloads und temporäre Verzeichnisse.

Wenn du ungefähr weißt, in welche Kategorie dein verschwundenes Motiv gehört, kannst du gezielt mit der passenden Methode einsteigen.

Standard-Wallpaper von Windows 11 wieder aufspüren

Die typischen Hintergrundbilder, die bei der Installation von Windows 11 mitgeliefert werden, liegen in Systemverzeichnissen, die im Alltag kaum jemand öffnet. Sie werden beim Umstellen des Designs nicht gelöscht, sondern nur ausgeblendet.

Um diese Standardbilder zu finden, gehst du so vor:

  1. Öffne den Datei-Explorer, zum Beispiel über das Ordner-Symbol in der Taskleiste.
  2. Klicke in die Adresszeile oben und gib den Pfad C:WindowsWeb ein, dann bestätige mit Enter.
  3. Öffne nacheinander die Unterordner, etwa Wallpaper, Screen oder Unterordner mit Designnamen, und schau dir die dort gespeicherten Bilder an.

In diesen Ordnern findest du normalerweise die bekannten Windows-Motive in hoher Auflösung. Sollte dein vermisstes Bild ein solches Standardmotiv gewesen sein, kannst du es von dort direkt wieder als Desktop-Hintergrund setzen oder an einen gut merkbaren Ort kopieren.

Hintergrundverlauf über Themes und Personalisierung nutzen

Wenn du häufiger Designs wechselst, hat Windows die bisherigen Kombinationen aus Farben, Sounds und Bildern als Themes gespeichert. Auch darüber lassen sich ältere Hintergrundserien wieder hervorholen.

Öffne die Einstellungen über das Zahnradsymbol im Startmenü oder mit der Tastenkombination Windows-Taste + I. Wechsle zum Bereich für Personalisierung und dort in den Abschnitt für Designs. In der Übersicht werden dir aktuelle und zuvor verwendete Themes angezeigt. Wenn du ein früheres Design anklickst, lädt Windows automatisch auch die dazugehörigen Bilder nach, sofern sie noch vorhanden sind.

Auf diese Weise lassen sich Bilderserien wieder aktivieren, die du vielleicht schon längst vergessen hast. Funktioniert das, kannst du das aktuell angezeigte Hintergrundbild über das Kontextmenü später gezielt sichern.

Eigene Fotos als verschwundene Hintergrundbilder finden

Sehr häufig stammen Desktop-Hintergründe aus den eigenen Fotoarchiven. In diesem Fall ist die Chance groß, dass das Bild noch irgendwo auf deiner Festplatte, in einem Benutzerordner oder in einem Cloud-Speicher liegt.

Anleitung
1Öffne den Datei-Explorer, zum Beispiel über das Ordner-Symbol in der Taskleiste.
2Klicke in die Adresszeile oben und gib den Pfad C:WindowsWeb ein, dann bestätige mit Enter.
3Öffne nacheinander die Unterordner, etwa Wallpaper, Screen oder Unterordner mit Designnamen, und schau dir die dort gespeicherten Bilder an.

Standardmäßig speichert Windows Bilder im Ordner Bilder innerhalb deines Benutzerprofils. Wenn du das Motiv damals aus diesem Ordner ausgewählt hast, lohnt ein systematischer Blick in diese Struktur, inklusive eventueller Unterordner wie Kamera-Aufnahmen, importierte Handyfotos oder exportierte Projekte aus Bildbearbeitungsprogrammen.

Um zielgerichtet zu suchen, kannst du im Datei-Explorer oben rechts ins Suchfeld einen Teil des Dateinamens oder typische Dateiendungen wie .jpg, .jpeg oder .png eingeben. Begrenze die Suche zunächst auf deinen Benutzerordner, damit du nicht das gesamte System durchsuchst.

Gelöschte Hintergrundbilder über den Papierkorb retten

Ist das Hintergrundbild verschwunden, weil die ursprüngliche Datei gelöscht wurde, besteht eine Chance, dass sie noch im Papierkorb liegt. Windows entfernt Dateien erst dauerhaft, wenn der Papierkorb geleert wurde oder er zu voll geworden ist.

Öffne den Papierkorb über das entsprechende Symbol auf dem Desktop, falls vorhanden, oder suche im Startmenü danach. Sortiere die Dateien nach Datum oder Typ und prüfe, ob dir der Dateiname oder die Miniatur eines möglichen Hintergrundbildes auffällt. Wenn du etwas Passendes entdeckst, kannst du die Datei über das Kontextmenü wiederherstellen und an den ursprünglichen Ort zurücksetzen lassen.

Sobald die Datei wieder da ist, kannst du sie öffnen und über das Kontextmenü erneut als Hintergrundbild festlegen.

Versteckte Systemordner mit zwischengespeicherten Bildern nutzen

Windows legt intern verschiedene Kopien und Zwischenspeicher von Hintergrundbildern an, zum Beispiel für unterschiedliche Bildschirmauflösungen oder Sperrbildschirmvarianten. Diese Dateien haben oft kryptische Namen, sind aber inhaltlich identisch mit den genutzten Motiven.

Ein typischer Speicherort befindet sich im Benutzerprofil unterhalb der AppData-Struktur. Dort liegen unter anderem zugeschnittene Varianten von Hintergrundbildern, die Windows passend zur Bildschirmauflösung erzeugt.

Um solche Dateien aufzuspüren, kannst du wie folgt vorgehen:

  1. Öffne den Datei-Explorer.
  2. Gib in der Adresszeile %AppData% ein und bestätige mit Enter.
  3. Wechsle eine Ebene nach oben zu AppData und öffne dann den Ordner Local.
  4. Durchsuche dort die relevanten Unterordner, etwa aus dem Bereich von Microsoft oder Windows, nach Bilddateien mit hoher Auflösung.

Die Dateinamen helfen dabei wenig, aber die Miniaturansicht im Explorer zeigt dir sofort, ob sich darunter das gesuchte Motiv verbirgt. Wenn du etwas findest, kannst du das Bild in einen leicht auffindbaren Ordner kopieren und umbenennen.

Sperrbildschirm-Ablauf als Fundgrube für alte Motive

Viele nutzen Bilder auch auf dem Sperrbildschirm oder setzen dort andere Motive als auf dem Desktop ein. Einige dieser Bilder stammen aus einer Funktion, die regelmäßig wechselnde Hintergrundbilder ausliefert.

Öffne die Einstellungen von Windows und rufe den Bereich für Personalisierung auf. Dort findest du einen Abschnitt für den Sperrbildschirm. Je nachdem, ob eine Diashow, ein einzelnes Bild oder ein automatisch wechselnder Dienst aktiv ist, kannst du dort sehen, welche Ordner oder Quellen hinterlegt sind.

Wenn eine Diashow aus einem Ordner auf der Festplatte verwendet wird, ist dieser Ordner die erste Adresse, um dein gesuchtes Motiv wiederzufinden. Sind dort viele Bilder enthalten, hilft es, die Ansicht auf große Symbole umzustellen und durchzuscrollen, bis dir etwas bekannt vorkommt.

Hintergrundbilder, die über den Browser gesetzt wurden

Manche Nutzer stellen ein Bild direkt aus dem Browser heraus als Hintergrund ein, ohne es vorher sichtbar im Download-Ordner abzulegen. In diesem Fall speichert der Browser die Datei typischerweise dennoch in einem temporären Ordner, häufig in der Nähe des Download-Verzeichnisses oder im Cache.

Prüfe zunächst den üblichen Download-Ordner deines Benutzerkontos, indem du im Datei-Explorer den Ordner Downloads öffnest. Sortiere nach Datum und schaue nach Bilddateien rund um den Zeitraum, in dem du das Hintergrundbild eingestellt hast. Je nach Browser kann der Dateiname dabei wenig aussagekräftig sein, doch die Vorschau im Explorer gibt schnell Aufschluss.

Wenn du noch weißt, von welcher Webseite das Motiv stammt, kannst du diese Seite erneut besuchen und das Bild regulär herunterladen. Danach legst du es an einem sicheren Ort ab, etwa in einem eigenen Unterordner im Bilder-Verzeichnis, damit es nicht erneut verschwindet.

Hintergründe aus Wallpaper-Programmen und Apps retten

Wallpaper-Manager, Spieleplattformen oder andere Programme bringen oft eigene Hintergrundbilder mit und legen diese in ihren jeweiligen Programmordnern ab. Wenn du ein Motiv über ein solches Tool eingestellt hast, lohnt der Blick in dessen Einstellungen und Dateipfade.

Starte das entsprechende Programm, öffne den Bereich für Themes, Hintergründe oder Downloads und prüfe, ob dort ein Archiv deiner bisher verwendeten Motive angezeigt wird. Viele Tools erlauben es, einzelne Bilder zu exportieren oder zu sichern.

Im Zweifel kannst du im Datei-Explorer den Installationsordner der App durchsuchen. Oft liegen dort Unterordner für Ressourcen oder Assets, in denen Bilddateien zu finden sind. Über die Suche nach Dateiendungen wie .jpg oder .png innerhalb dieses Programmordners kommst du relativ schnell zu allen eingebetteten Bildern.

Über die Windows-Einstellungen das aktuelle Hintergrundbild sichern

Wenn aktuell ein Bild gesetzt ist, das du auf keinen Fall verlieren möchtest, kannst du dieses Motiv gezielt sichern, bevor du neue Designs ausprobierst. Windows selbst bietet zwar keine Schaltfläche an, um das aktuelle Bild als Datei zu exportieren, aber über einen kleinen Umweg ist das problemlos möglich.

Öffne die Einstellungen und rufe den Bereich für Personalisierung auf. Im Unterpunkt Hintergrund wird dir angezeigt, wie dein Desktop derzeit gestaltet ist. Dort kannst du erkennen, ob ein Bild, eine Volltonfarbe oder eine Diashow aktiv ist. Läuft dort ein einzelnes Bild, liegt die verwendete Datei irgendwo im System vor und kann mit einer Suche anhand des Dateinamens oder Speicherorts aufgespürt werden, sofern dieser angezeigt wird.

Ist nur eine Vorschau sichtbar, kannst du ergänzend über die bereits erwähnten Systemordner und Caches nachsehen, da Windows dort oft eine Kopie in passender Auflösung abgelegt hat.

Umbenannte oder verschobene Hintergrundbilder wiederfinden

Ein häufiger Grund für verschwindende Hintergründe ist, dass der ursprüngliche Speicherort verändert wurde. Wenn du ein Bild nach dem Festlegen als Hintergrund in einen anderen Ordner verschoben oder umbenannt hast, findet Windows die Datei unter dem alten Pfad nicht mehr.

In so einem Fall lohnt ein systematisches Vorgehen: Überlege dir, welche Ordner du in letzter Zeit aufgeräumt oder umstrukturiert hast. Durchsuche diese Verzeichnisse im Datei-Explorer nach Bilddateien, die zeitlich zu dem Umbau passen. Sortiere nach Änderungsdatum, um die Kandidaten einzugrenzen.

Wenn du einige Kandidaten gefunden hast, öffne die Bilder in der Fotos-App oder einem Viewer und prüfe, ob eines davon deinem früheren Hintergrund entspricht. Trifft das zu, kannst du diese Datei wieder an einen fest definierten Ort verschieben und von dort dauerhaft als Hintergrund nutzen.

Dateiversionen und Sicherungen als Rettungsanker

Wer seine Daten über Sicherungsfunktionen schützt, hat gute Chancen, auch alte Desktop-Hintergründe wiederherzustellen. Ob du dafür integrierte Windows-Features oder externe Sicherungssoftware verwendest, entscheidet, wo du suchen musst.

Wenn auf deinem System zum Beispiel ein Dateiversionsverlauf oder eine andere Sicherungsmöglichkeit aktiv war, kannst du frühere Stände eines Bildordners wiederherstellen. Öffne dazu zunächst den Ordner, in dem das Bild wahrscheinlich früher lag, und nutze gegebenenfalls die Wiederherstellungsoptionen aus älteren Sicherungen, falls verfügbar.

Auch externe Festplatten, auf denen du regelmäßig Fotos sicherst, sind eine wertvolle Quelle. Das gilt besonders, wenn du alte Handyfotos oder Kameraaufnahmen gern als Desktop-Motive verwendest und sie später auf ein anderes Laufwerk ausgelagert hast.

Wenn nur noch eine Erinnerung an das Motiv übrig ist

Manchmal lässt sich der ursprüngliche Bildbestandteil überhaupt nicht mehr finden, obwohl du noch genau weißt, wie das Motiv aussah. Dann hilft eine Mischung aus technischer Spurensuche und kreativen Alternativen.

Erinnere dich, ob das Bild Teil einer Serie war, etwa aus einem Urlaubsordner oder einem bestimmten Fotoprojekt. In diesen Serien tauchen oft ähnliche Motive auf, die sich als Ersatz gut eignen, wenn das Original tatsächlich verloren ist. In Bildbearbeitungsprogrammen gespeicherte Projekte, Präsentationen oder Dokumente können ebenfalls noch eingebettete Versionen des Motivs enthalten.

Wenn das Bild aus dem Internet stammte, kannst du mit passenden Suchbegriffen und eventuell einer groben Beschreibung erneut danach suchen. Viele Bildersuchmaschinen erlauben zudem visuelle Ähnlichkeitssuche, falls du irgendwo noch eine kleinere Variante des Bildes findest.

Typische Fehlerquellen beim Umgang mit Hintergrundbildern

Viele Probleme mit verschwundenen Desktop-Motiven haben wiederkehrende Ursachen. Wer diese kennt, kann beim nächsten Wechsel des Designs gezielt gegensteuern und seine Bilder besser schützen.

Ein langlebiger Speicherort ist entscheidend. Bilder sollten nicht aus temporären Ordnern, aus heruntergeladenen E-Mail-Anhängen oder aus Cache-Verzeichnissen direkt als Hintergrund gesetzt werden. Besser ist es, sie vorab bewusst in einem eigenen Bilderordner abzulegen, den du regelmäßig sicherst. So bleibt der Pfad stabil, auch wenn das System aufgeräumt wird.

Ein weiterer Klassiker: komplette Aufräumaktionen in Bilder-, Download- oder Desktop-Ordnern, bei denen vermeintlich überflüssige Dateien ohne Blick auf die Dateiinhalte gelöscht werden. Hier hilft es, im Zweifel lieber zuerst einen Archivordner anzulegen und dort alles zu sammeln, bevor du endgültig löschst. So lassen sich Motive leichter wieder hervorholen, falls du sie doch noch brauchst.

So verhinderst du, dass Hintergrundbilder erneut verschwinden

Wer einmal viel Zeit in die Suche nach alten Hintergrundbildern gesteckt hat, möchte es beim nächsten Mal besser machen. Mit ein paar einfachen Gewohnheiten bleibt deine Sammlung dauerhaft auffindbar.

Lege einen festen Ordner an, zum Beispiel im Bilder-Verzeichnis, in dem du alle Motive für Desktop und Sperrbildschirm sammelst. Innerhalb dieses Ordners kannst du Unterordner nach Themen oder Jahreszahlen anlegen. Wenn du ein Bild als Hintergrund verwendest, kopierst du es zuerst in diese Struktur. Dadurch bleibt die Datei an einem definierten Ort und taucht auch in Backuplösungen zuverlässig auf.

Zusätzlich lohnt es sich, in regelmäßigen Abständen eine Sicherung des Bilder-Ordners auf ein zweites Laufwerk oder einen Cloud-Speicher anzulegen. So bist du auch gegen Schäden am Systemlaufwerk oder eine Neuinstallation von Windows gewappnet.

Häufige Fragen zu verschwundenen Hintergrundbildern

Warum taucht mein früheres Hintergrundbild nicht mehr in den Einstellungen auf?

Windows zeigt in den Personalisierungseinstellungen nur einen begrenzten Ablauf der zuletzt verwendeten Motive an. Ältere Bilder fallen mit der Zeit aus dieser Liste, bleiben aber meist weiterhin im ursprünglichen Speicherordner oder in Sicherungen erhalten.

In solchen Fällen hilft es, gezielt nach Dateinamen, Dateitypen oder typischen Bilderordnern zu suchen. Zusätzlich lohnt ein Blick in Backups, Cloud-Speicher oder die Systemordner mit zwischengespeicherten Dateien.

Kann ich ein bereits gelöschtes Standard-Wallpaper von Windows 11 wiederherstellen?

Die mitgelieferten Systemhintergründe werden normalerweise nicht vollständig entfernt, sondern bleiben im Windows-Installationsordner hinterlegt. Wenn sie in der Auswahl fehlen, lassen sie sich dort manuell aufspüren und wieder zuweisen.

Sollte der Ordner beschädigt oder bereinigt worden sein, kann eine Systemreparatur oder ein Inplace-Upgrade von Windows die originalen Bilddateien häufig zurückbringen. Vorherige Wiederherstellungspunkte oder ein Backup erhöhen die Chancen zusätzlich.

Wie finde ich ein Hintergrundbild wieder, das ich nur über den Sperrbildschirm kannte?

Viele der über den Sperrbildschirm angezeigten Motive werden im System zwischengespeichert und können aus den entsprechenden Verzeichnissen kopiert werden. Die Dateien besitzen dort oft keine typische Dateiendung und müssen erst als Bilddatei umbenannt werden.

Wenn ein Motiv aus dem Dienst für wechselnde Sperrbildschirmbilder stammt, kann es helfen, die Option erneut zu aktivieren und einige Zeit abzuwarten, bis ähnliche Bilder wieder erscheinen. Parallel lassen sich gefundene Dateien in einen eigenen Bilderordner sichern, um sie dauerhaft verfügbar zu haben.

Ich kenne nur noch den Inhalt des Bildes, aber keinen Namen. Gibt es trotzdem eine Chance?

In diesem Fall bieten sich Suchfunktionen nach Dateitypen, Zeitraum und Speicherort an, etwa über den Explorer oder Tools für die Dateisuche. Zusätzlich kannst du nach Ordnern suchen, in denen du üblicherweise Fotos ablegst, sowie nach Downloads aus E-Mail-Programmen oder Messengern.

Wenn das Originalbild aus dem Internet stammt, lässt sich über eine Rückwärtssuche mit einem ähnlichen Motiv oft ein Ersatz finden. Notizen zur damaligen Quelle, zum Beispiel der Name einer Website oder eines Fotografen, können die Suche erheblich erleichtern.

Was kann ich tun, wenn das Hintergrundbild auf einem anderen Gerät noch existiert?

In diesem Fall lässt sich das Bild meist direkt von dem anderen Gerät exportieren, beispielsweise aus dem dortigen Bilderordner oder einem synchronisierten Cloud-Verzeichnis. Ein Dateiabgleich per USB-Stick, Netzwerkfreigabe oder Cloud-Dienst stellt die Datei wieder auf dem aktuellen PC bereit.

Anschließend kannst du das Bild auf dem verwendeten Gerät in einem eigenen Ordner ablegen und über die Personalisierungseinstellungen erneut als Hintergrund auswählen. Es lohnt sich, diesen Ordner in ein Backup einzubeziehen, damit das Motiv künftig gesichert ist.

Wie verhindere ich, dass Wallpaper-Apps meine Bilder eigenmächtig ersetzen?

Viele Wallpaper-Programme bieten die Möglichkeit, automatische Wechsel, Diashows oder Online-Streams von Motiven abzuschalten. In den App-Einstellungen lässt sich in der Regel festlegen, ob ein festes Motiv beibehalten oder in bestimmten Intervallen gewechselt werden soll.

Deaktiviere alle Automatikfunktionen, wenn du ein bestimmtes Bild dauerhaft behalten möchtest. Ergänzend kannst du in Windows selbst über die Personalisierungskategorie sicherstellen, dass keine Diashow aktiv ist, sondern ein statischer Hintergrund genutzt wird.

Warum finde ich das aktuelle Hintergrundbild nicht als Datei, obwohl es sichtbar ist?

In einigen Fällen wird das Motiv nur noch im Cache oder in einem temporären Verzeichnis gehalten, während das Original schon verschoben oder gelöscht wurde. Für den sichtbaren Desktop reicht die zwischengespeicherte Version, sie ist aber nicht immer leicht zugänglich.

Über bestimmte Systemordner mit Cache-Dateien oder über Tools, die den aktuell angezeigten Hintergrund auslesen, lässt sich diese Version dennoch häufig sichern. Es empfiehlt sich, die gefundene Datei sofort in einem eigenen Bilderordner mit aussagekräftigem Namen abzulegen.

Kann ich ein verschwundenes Hintergrundbild ohne Backup überhaupt noch retten?

Ohne Sicherung steigt das Risiko eines endgültigen Datenverlusts, dennoch gibt es mehrere Versuche, bevor ein Bild als verloren gilt. Papierkorb, Dateiversionsverlauf, Schattenkopien, Cache-Ordner und Bild-Downloads aus Browsern oder Apps bieten oft noch verbliebene Spuren.

Erst wenn alle diese Wege ausgeschöpft sind und auch Wiederherstellungstools nichts mehr finden, ist die Chance gering, die Datei noch zu erhalten. Für zukünftige Motive lohnt sich dann eine strukturierte Ablage und ein regelmäßiges Backup-Konzept.

Lohnen sich spezielle Datenrettungsprogramme für verschwundene Hintergrundbilder?

Datenrettungstools können helfen, wenn die Datei gelöscht, aber noch nicht vollständig überschrieben wurde. Je früher sie nach dem Verlust eingesetzt werden, desto besser sind die Erfolgsaussichten.

Die Programme sollten idealerweise von einem anderen Laufwerk aus gestartet werden, um das betroffene Systemlaufwerk nicht weiter zu beschreiben. Wiedergefundene Bilder lassen sich anschließend auf einem separaten Datenträger sichern und später wieder als Desktop-Motiv einrichten.

Wie organisiere ich meine Hintergrundbilder, damit ich sie später leichter finde?

Eine sinnvolle Ordnerstruktur mit Unterverzeichnissen nach Themen, Jahren oder Herkunftsquellen erleichtert die spätere Suche deutlich. Ergänzend können aussagekräftige Dateinamen und Schlagworte in den Dateieigenschaften helfen.

Wenn du deine Motive zusätzlich in einer Bildverwaltungssoftware oder einer Cloud-Galerie pflegst, bekommst du Such- und Filterfunktionen dazu. Die Kombination aus klarer Struktur und automatischer Sicherung erhöht die Chance, jedes gewünschte Motiv in Sekunden wieder aufzuspüren.

Fazit

Verschwundene Desktop-Motive bedeuten nicht automatisch, dass das zugrunde liegende Bild unwiederbringlich verloren ist. Mit Systemordnern, Verlaufsfunktionen, Backups und optionalen Datenrettungstools lassen sich viele Fotos und Grafiken gezielt zurückholen.

Wer seine Motive künftig strukturiert ablegt, automatische Wechsel bewusst steuert und eine verlässliche Sicherungsstrategie nutzt, spart sich spätere Suchaktionen. So bleiben Lieblingshintergründe dauerhaft verfügbar und lassen sich bei Bedarf jederzeit erneut aktivieren.

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