Optimierung der Energiesparrichtlinien in Windows 11

Lesedauer: 13 Min – Beitrag erstellt: 20. März 2026, zuletzt aktualisiert: 20. März 2026

Das Anpassen der Energiesparrichtlinien in Windows 11 kann entscheidend dazu beitragen, die Akkulaufzeit zu verlängern und die Leistung des Geräts zu optimieren. Bei der individuellen Anpassung werden Benutzer in die Lage versetzt, ihre Geräte effizienter zu betreiben, was besonders bei Laptops oder Tablets von Bedeutung ist.

Energiesparmodi kennenlernen

Windows 11 bietet verschiedene Energiesparmodi, die unterschiedliche Vorteile für die Nutzbarkeit und die Leistung bieten. Hier sind die häufigsten Modi:

  • Hohe Leistung: Dieser Modus priorisiert die Leistung über den Stromverbrauch, ideal für ressourcenintensive Anwendungen.
  • Ausbalanciert: Dieser Modus ist die Standardoption, die eine Mischung aus Leistung und Energieeinsparung bietet.
  • Energiesparmodus: In diesem Modus wird der Stromverbrauch minimiert, die Leistung wird jedoch deutlich reduziert.

Energiesparrichtlinien anpassen

Um die Energiesparrichtlinien individuell anzupassen, folgen Sie diesen Schritten:

  1. Öffnen Sie die Windows-Einstellungen über das Startmenü.
  2. Gehen Sie zu System und dann zu Strom und Energiesparmodus.
  3. Wählen Sie die Option Zusätzliche Energieeinstellungen.
  4. Klicken Sie auf Optionen ändern, die derzeit nicht verfügbar sind, um erweiterte Optionen freizugeben.

Jetzt können Sie verschiedene Einstellungen wie die Bildschirmhelligkeit, das Zeitlimit für den Energiesparmodus und mehr anpassen.

Beispielhafte Anpassungen der Energiesparrichtlinien

Im Folgenden sind einige praxisnahe Beispiele aufgeführt, wie man die Energiesparrichtlinien individuell einstellen kann:

  1. Praxisbeispiel 1: Ein Benutzer, der oft unterwegs arbeitet, stellt alles auf den Energiesparmodus ein, um die Akkulaufzeit umfassend zu maximieren. Die Bildschirmhelligkeit wird auf einen minimalen Wert eingestellt, und der Ruhemodus tritt nach 5 Minuten Inaktivität in Kraft.
  2. Praxisbeispiel 2: Für einen Benutzer, der viel grafikintensive Software nutzt, wird der Hochleistungsmodus aktiviert. Zudem wird ein längeres Zeitlimit für den Bildschirm gewählt, um das ständige Ein- und Ausgehen des Bildschirms zu minimieren.
  3. Praxisbeispiel 3: Ein Nutzer, der sein Gerät hauptsächlich zum Streaming verwendet, optimiert die Energieeinstellungen, indem er den Ausbalancierten Modus wählt und die Helligkeit auf ein Mittelniveau anpasst, um ein gutes Seherlebnis zu erzielen, ohne den Akku übermäßig zu belasten.

Fehlerquellen vermeiden

Während der Anpassung der Energiesparrichtlinien sollten einige häufige Fehlerquellen beachtet werden:

Anleitung
1Öffnen Sie die Windows-Einstellungen über das Startmenü.
2Gehen Sie zu System und dann zu Strom und Energiesparmodus.
3Wählen Sie die Option Zusätzliche Energieeinstellungen.
4Klicken Sie auf Optionen ändern, die derzeit nicht verfügbar sind, um erweiterte Optionen freizugeben.

  • Verwechslung der Modi: Benutzer neigen dazu, die verschiedenen Energiesparmodi nicht zu unterscheiden, was möglicherweise zu einem ineffizienten Betrieb führt.
  • Übermäßige Einschränkungen: Bei zu starken Einsparungen kann die Benutzererfahrung stark beeinträchtigt werden, deshalb sollte ein ausgewogenes Verhältnis angestrebt werden.
  • Nicht gespeicherte Änderungen: Änderungen, die nicht gespeichert werden, gehen verloren. Es ist wichtig, immer die Einstellungen zu überprüfen und sicherzustellen, dass alle Anpassungen korrekt übernommen wurden.

Gerätespezifische Energieoptionen in den Windows-Einstellungen nutzen

Viele strombezogene Optionen lassen sich direkt in den Windows-Einstellungen für einzelne Komponenten anpassen. Dadurch können etwa Displays, Netzwerkadapter oder USB-Geräte unterschiedlich behandelt werden, je nachdem, ob sie eine hohe Leistung oder maximale Laufzeit liefern sollen.

Der schnellste Weg in die zentralen Stromoptionen führt über die Einstellungen:

  • Start öffnen und auf Einstellungen klicken.
  • Zum Bereich System wechseln.
  • Energie & Akku auswählen.

Hier lassen sich bereits einige Elemente pro Gerätetyp anpassen:

  • Bildschirm und Standby: Unter Bildschirm und Energiesparmodus können getrennte Zeiten für den Bildschirm und den Standby festgelegt werden. Für stationäre PCs lohnt sich eine kürzere Display-Abschaltung bei gleichzeitig längerem System-Standby-Timeout.
  • Netzbetrieb vs. Akkubetrieb: Auf Notebooks stehen für Akkubetrieb und Netzbetrieb unterschiedliche Schieberegler zur Verfügung. Für den Akkumodus kann ein stärkerer Fokus auf Laufzeit gewählt werden, während am Netzteil eine leistungsorientierte Einstellung sinnvoll ist.
  • Leistungsmodus: Unter Energie-Modus lässt sich häufig zwischen Ausgewogen, Beste Energieeinsparung und Beste Leistung wählen. Diese Wahl wirkt sich auf das gesamte System, aber unterschiedlich stark auf einzelne Komponenten wie CPU oder Lüftersteuerung aus.

Für einen Arbeitsplatzrechner mit externer Stromversorgung empfiehlt sich ein ausbalancierter Modus mit zügiger Bildschirmabschaltung und deaktiviertem automatischen Standby während langer Berechnungen. Bei mobilen Geräten ist ein energiebewusster Modus mit kürzeren Zeitlimits sinnvoll, damit der Akku nicht unnötig belastet wird.

Erweiterte Energieeinstellungen für einzelne Hardwarekomponenten

Feinere Steuerungen für einzelne Geräte und Funktionen stehen über die klassischen Energieoptionen zur Verfügung. Damit lassen sich etwa Verhalten und Stromverbrauch von Festplatten, USB-Ports oder dem Netzwerkadapter separat beeinflussen.

Der Weg zu diesen erweiterten Einstellungen sieht so aus:

  1. Systemsteuerung öffnen (über Suche nach Systemsteuerung).
  2. Hardware und Sound wählen.
  3. Auf Energieoptionen klicken.
  4. Einen vorhandenen Energiesparplan auswählen und auf Energiesparplaneinstellungen ändern klicken.
  5. Erweiterte Energieeinstellungen ändern öffnen.

Im darauf folgenden Dialog können die Einstellungen je nach Plan und Gerätetyp stark variieren. Wichtige Bereiche für eine fein abgestimmte Stromnutzung sind:

  • Festplatte: Die Option Festplatte ausschalten nach bestimmt, nach welcher Inaktivitätszeit sich eine HDD schlafen legt. Auf Desktop-Systemen mit SSD sollte dieser Wert hoch oder auf Nie gestellt werden, um unnötige Aufwachzyklen zu vermeiden. Bei Laptops mit mechanischen Platten bietet sich ein niedrigerer Wert an, um Akku zu sparen.
  • USB-Einstellungen: Unter Selektives USB-Energiesparen entscheidet die Option, ob inaktive USB-Geräte teilweise abgeschaltet werden. Für kabellose Mäuse oder Tastaturen kann dies helfen, den Energiebedarf leicht zu senken, während bei Audiointerfaces oder externer Messhardware oft eine dauerhafte Aktivität notwendig ist.
  • PCI-Express > Energieverwaltung des Verbindungszustands: Gerade bei mobilen Geräten bestimmt diese Einstellung, wie aggressiv Windows Verbindungen im PCIe-Bus drosselt. Eine hohe Energieeinsparung kann die Akkulaufzeit verbessern, bei sehr latenzkritischen Anwendungen lohnt sich häufig eine weniger restriktive Option.
  • WLAN-Adaptereinstellungen: Unter Energie sparen im Energiesparmodus kann die Funkkarte stärker oder schwächer gedrosselt werden. Für Video-Streaming oder Online-Gaming am Notebook muss der Adapter meist in einem leistungsorientierten Modus laufen, für reines Surfen im Akkubetrieb reicht häufig ein sparsamer Modus.
  • Prozessorenergieverwaltung: Minimaler und maximaler Prozessortakt sowie der Systemkühlungsrichtlinie bestimmen das Zusammenspiel aus Leistung, Temperatur und Lautstärke. Für einen Silent-PC kann eine konservativere Ausrichtung mit früherer Lüfteraktivität sinnvoll sein, während rechenintensive Aufgaben von einer höheren Obergrenze profitieren.

Über die Auswahl unterschiedlicher Energiesparpläne lassen sich diese Feineinstellungen für verschiedene Nutzungsszenarien trennen. Ein Plan kann sich etwa auf leises Arbeiten mit vielen Pausen konzentrieren, ein anderer auf höchste Leistung während Rendering- oder Kompilierungsphasen.

Eigene Stromsparpläne für unterschiedliche Arbeitsplätze anlegen

Für Nutzer, die zwischen verschiedenen Arbeitsorten wechseln, ist es sinnvoll, eigene Profile anzulegen. Ein Plan kann sich auf die Nutzung am Schreibtisch mit Dockingstation konzentrieren, ein zweiter auf mobilen Einsatz mit Akkupriorität.

Das Anlegen eines eigenen Plans funktioniert so:

  1. In den Energieoptionen im linken Bereich auf Energiesparplan erstellen klicken.
  2. Als Vorlage Ausbalanciert oder Energiesparmodus auswählen.
  3. Einen eindeutigen Namen vergeben, der den Einsatzzweck beschreibt.
  4. Bildschirm- und Energiesparzeiten festlegen und bestätigen.
  5. Anschließend über Erweiterte Energieeinstellungen ändern die Parameter für Festplatten, USB, Prozessor und Netzwerk an den bevorzugten Anwendungsfall anpassen.

So lässt sich auf einem Gerät zwischen sehr unterschiedlichen Profilen wechseln: Beispielsweise ein Plan mit langer Bildschirmaktivität und deaktiviertem Standby für Präsentationen und ein zweiter Plan mit schnellen Timeouts für das Arbeiten auf Reisen.

Gerätespezifische Stromsteuerung über den Geräte-Manager

Zusätzliche Steuerungsmöglichkeiten für einzelne Komponenten befinden sich im Geräte-Manager. Viele Adapter und Schnittstellen besitzen dort einen eigenen Energieverwaltungsreiter, der Einfluss auf das Verhalten im Ruhezustand und auf Aufwecksignale nimmt.

Die notwendigen Schritte im Überblick:

  1. Mit der rechten Maustaste auf Start klicken.
  2. Geräte-Manager auswählen.
  3. Die gewünschte Gerätekategorie öffnen, etwa Netzwerkadapter oder USB-Controller.
  4. Das betreffende Gerät doppelt anklicken und zum Reiter Energieverwaltung wechseln (falls vorhanden).

Gerade bei Netzwerk- und Eingabegeräten sind hier wichtige Optionen zu finden:

  • Computer kann das Gerät ausschalten, um Energie zu sparen: Wenn aktiviert, darf Windows die Komponente bei Inaktivität schlafen legen. Bei Netzwerkadaptern verringert dies oft geringfügig den Energiebedarf, kann aber Remote-Zugriffe unterbrechen.
  • Gerät kann den Computer aus dem Ruhezustand aktivieren: Mit dieser Einstellung entscheidet der Benutzer, ob ein Gerät als Aufweckquelle dienen darf. Für USB-Tastaturen oder Mäuse ist dies häufig erwünscht, bei USB-Festplatten oder manchen Netzwerkkarten eher nicht.

Für ein Arbeitsgerät, das aus der Ferne per Remote Wake-Up erreichbar bleiben soll, deaktiviert man meist das vollständige Ausschalten des Netzwerkadapters und erlaubt gleichzeitig das Aufwecken. Ein reiner Heimanwender, der vor allem Wert auf Ruhe und geringen Verbrauch legt, kann dagegen eher dazu tendieren, Aufweckfunktionen einzuschränken und mehr Komponenten abschalten zu lassen.

Feinanpassung von USB-Geräten und Eingabegeräten

Gerade USB-Geräte profitieren von abgestimmten Stromregeln. Externe Festplatten, Audiointerfaces oder Webcams benötigen in der Regel eine dauerhafte Verbindung, während Eingabegeräte ohne Einschränkungen in einen Ruhestatus wechseln dürfen.

Für eine gezielte Anpassung gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Im Geräte-Manager den Abschnitt Mäuse und andere Zeigegeräte, Tastaturen oder USB-Controller öffnen.
  2. Jeweils das betreffende Gerät per Doppelklick öffnen.
  3. Falls ein Reiter Energieverwaltung vorhanden ist, prüfen, ob das Abschalten erlaubt sein soll.

Für Geräte, die nicht unbeabsichtigt in den Ruhezustand wechseln sollen, empfiehlt sich eine Deaktivierung der Option, dass Windows sie ausschalten darf. Kritische Peripherie wie externe DACs, Messgeräte oder Dockingstationen funktionieren so zuverlässiger, während Keyboard und Maus weiterhin bedenkenlos vom System verwaltet werden können.

Erweiterte Szenarien: Gruppenrichtlinien und Kommandozeile

In professionellen Umgebungen oder bei höherem Automatisierungsgrad reichen die grafischen Optionen manchmal nicht aus. Dann helfen Gruppenrichtlinien und die Kommandozeile dabei, strombezogene Regeln gezielt für verschiedene Hardwareprofile, Benutzergruppen oder Nutzungsszenarien bereitzustellen.

Energieeinstellungen über Gruppenrichtlinien verwalten

Gruppenrichtlinien erlauben eine zentrale Steuerung von Stromparametern, etwa für Rechner in einem Firmennetzwerk oder für mehrere Benutzerprofile auf einem System. Voraussetzung ist eine Windows-Edition mit Editor für lokale Gruppenrichtlinien.

Die wichtigsten Schritte:

  1. Win + R drücken, gpedit.msc eingeben und mit Enter bestätigen.
  2. Zu Computerkonfiguration > Administrative Vorlagen > System > Energieverwaltung navigieren.
  3. Unterordner wie Schaltfläche zum Zuklappen, Netzschalter oder Ruhezustand überprüfen.
  4. Benötigte Richtlinien doppelt anklicken, aktivieren und gewünschte Werte setzen.

Über diese Richtlinien lassen sich unter anderem Optionen wie das Verhalten beim Drücken des Netzschalters, Vorgaben für den Standbymodus oder der Umgang mit hybriden Energiesparzuständen steuern. So entsteht ein einheitliches Regelwerk, an das sich alle Nutzer eines Geräts oder einer Domäne halten.

Feinsteuerung mit powercfg an der Kommandozeile

Das Tool powercfg bietet umfangreiche Möglichkeiten, um Energiesparpläne detailliert zu bearbeiten, zu exportieren oder auf einzelne Systemkomponenten auszurichten. Gerade für fortgeschrittene Anwender oder Administratoren lohnt sich ein Blick auf diesen Ansatz.

So lässt sich eine Übersicht vorhandener Pläne erstellen:

  • Eingabeaufforderung oder PowerShell mit Administratorrechten öffnen.
  • Den Befehl powercfg /L ausführen, um alle Energieschemas mit ihren GUIDs anzuzeigen.

Mit diesen GUIDs kann anschließend gezielt gearbeitet werden, etwa um bestimmte Einstellungen in einem bestimmten Plan zu ändern. Ein typischer Anwendungsfall besteht darin, einen bestehenden Plan zu kopieren, gezielt anzupassen und dann als Standard zu setzen.

Ein möglicher Weg:

  1. Mit

Häufige Fragen zu Energiesparrichtlinien pro Gerät

Wie erkenne ich, welche Energiesparrichtlinie aktuell für ein Gerät gilt?

Öffnen Sie die Einstellungen, wechseln Sie zu System und dann zu Netzbetrieb und Energiesparen. Dort sehen Sie für viele Komponenten wie Bildschirm, Standby oder Netzteilmodus die aktiven Zeitlimits und Profile, die Ihnen zeigen, welche Richtlinie im Moment greift.

Für noch detailliertere Informationen können Sie in einer Eingabeaufforderung den Befehl zum Erstellen eines Energieberichts nutzen und im HTML-Bericht die Abschnitte zu aktiven Energieplänen und Geräteeinstellungen einsehen. So lassen sich Abweichungen zwischen gewünschter und tatsächlicher Konfiguration schnell aufspüren.

Kann ich unterschiedliche Energiespareinstellungen für Netz- und Akkubetrieb verwenden?

Ja, viele Optionen erlauben getrennte Werte für Akkubetrieb und Netzbetrieb, etwa für Bildschirmabschaltung, Standby oder das Verhalten des Netzwerkadapters. In den Energieoptionen finden Sie diese Trennung über erweiterte Einstellungen, in denen die Parameter für beide Zustände getrennt geführt werden.

So können Sie beispielsweise bei Netzbetrieb maximale Leistung wählen, während im Akkumodus energiesparende Werte gelten. Auf diese Weise verlängern Sie die Laufzeit Ihres mobilen Geräts, ohne auf hohe Performance am Schreibtisch verzichten zu müssen.

Wie passe ich die Energieeinstellungen nur für einzelne USB-Geräte an?

Viele USB-Geräte lassen sich über den Geräte-Manager steuern, indem Sie dort das betroffene Gerät öffnen und die Registerkarte Energieverwaltung aufrufen. Entfernen oder setzen Sie die Option, dass der Computer das Gerät ausschalten darf, um Energie zu sparen.

Zusätzlich lohnt sich ein Blick in die erweiterten Energieeinstellungen des aktiven Plans, wo es eigene Einträge für USB-Einstellungen gibt. Damit können Sie selektives USB-Energiesparen aktivieren oder abschalten und so das Verhalten aller angeschlossenen Geräte beeinflussen.

Welche Rolle spielt der Geräte-Manager bei der Anpassung von Energiesparrichtlinien?

Im Geräte-Manager legen Sie fest, wie einzelne Komponenten sich im Energiesparfall verhalten, etwa Netzwerkadapter, Eingabegeräte oder bestimmte Controller. Dort entscheiden Sie zum Beispiel, ob ein Netzwerkadapter den Computer aus dem Energiesparmodus wecken darf oder ob Energieverwaltungseinstellungen überhaupt angewendet werden sollen.

Gerade bei häufig genutzten Peripheriegeräten hilft eine sorgfältige Konfiguration im Geräte-Manager dabei, unnötige Aufwachdienste zu vermeiden und gleichzeitig wichtige Wake-on-Funktionen bereitzustellen. Damit fügen Sie der globalen Energieplanung eine sehr feine Gerätekontrolle hinzu.

Wie verhindere ich, dass bestimmte Geräte den PC ungewollt aufwecken?

Öffnen Sie den Geräte-Manager, wählen Sie das entsprechende Gerät wie Maus, Tastatur oder Netzwerkadapter und prüfen Sie die Energieverwaltungseinstellungen. Entfernen Sie dort die Berechtigung, den Computer zu aktivieren, wenn ungewollte Aufweckereignisse auftreten.

Zusätzlich können Sie per Eingabeaufforderung mit einem Befehl alle Geräte anzeigen lassen, die den PC wecken dürfen, und die Liste bei Bedarf einschränken. So bleibt der Rechner zuverlässig im Energiesparmodus, bis Sie ihn gezielt wieder einschalten.

Gibt es Risiken, wenn ich Energiespareinstellungen zu aggressiv setze?

Sehr kurze Abschaltzeiten können die Benutzererfahrung beeinträchtigen, weil Bildschirm und Geräte zu häufig in den Ruhemodus wechseln. Manche Hardware oder ältere Treiber reagieren auf strenge Sparmodi mit instabilem Verhalten, etwa Verbindungsabbrüchen im Netzwerk.

Es empfiehlt sich daher, neue Einstellungen schrittweise zu verschärfen und das System danach einige Zeit zu beobachten. Bei Problemen können Sie die letzten Änderungen zurücknehmen oder ein ausgewogeneres Profil wählen, das Stabilität und Einsparung besser austariert.

Wie kann ich meine angepassten Einstellungen auf andere PCs übertragen?

Erstellen Sie zunächst ein angepasstes Leistungsprofil, das alle gewünschten Werte umfasst, und exportieren Sie dieses Profil über die Kommandozeile in eine Datei. Auf anderen Rechnern können Sie die Datei importieren und das Profil dort aktivieren, sodass die meisten Parameter übernommen werden.

Gerätespezifische Einstellungen aus dem Geräte-Manager müssen Sie allerdings meist pro System kontrollieren, da die vorhandene Hardware variieren kann. Eine Kombination aus Profil-Export und kurzer Nacharbeit im Geräte-Manager führt in der Praxis meist zum besten Ergebnis.

Wie finde ich die Ursache, wenn Geräte trotz angepasster Richtlinien zu viel Energie verbrauchen?

Erstellen Sie einen Energieeffizienzbericht über die Eingabeaufforderung, um detaillierte Hinweise auf problematische Geräte oder Treiber zu erhalten. Der Bericht listet Komponenten auf, die sich nicht an die Energiesparvorgaben halten oder den Prozessor unnötig beschäftigen.

Mit diesen Informationen können Sie gezielt Treiber aktualisieren, Einstellungen im Geräte-Manager nachbessern oder störende Hintergrunddienste deaktivieren. Auf diese Weise reduzieren Sie Schritt für Schritt den Verbrauch einzelner Komponenten.

Lohnt sich die Anpassung von Energiesparprofilen auch bei Desktop-PCs ohne Akku?

Auch bei stationären Systemen können durchdachte Energiespareinstellungen den Strombedarf deutlich senken, insbesondere bei langen Standby-Phasen. Geringere Leistungsaufnahme verlängert zudem die Lebensdauer von Komponenten und senkt die Abwärme im Gehäuse.

Mit getrennten Profilen für Arbeit, Gaming und Leerlauf lässt sich ein Desktop gezielt an unterschiedliche Nutzungsszenarien anpassen. So profitieren Sie von hoher Leistung bei Bedarf und einem sparsamen Betrieb im Alltag.

Wie behalte ich bei vielen Geräten die Übersicht über unterschiedliche Richtlinien?

Es hilft, ein Hauptprofil als Basis zu definieren und nur dort abzuweichen, wo tatsächlich besondere Anforderungen bestehen. Dokumentieren Sie individuelle Anpassungen für wichtige Geräte, etwa Server, mobile Arbeitsplätze oder Medien-PCs, in einer kurzen Übersicht.

Wer viele Systeme verwaltet, kann zusätzlich mit Skripten oder Verwaltungswerkzeugen arbeiten, die Einstellungen ausrollen und protokollieren. Dadurch behalten Sie trotz zahlreicher Varianten den Überblick und können bei Bedarf schnell Anpassungen vornehmen.

Fazit

Gezielt konfigurierte Energiesparrichtlinien erlauben eine sehr fein abgestimmte Steuerung von Leistung und Verbrauch für jedes einzelne Gerät. Wer die verfügbaren Systemprofile mit den Optionen im Geräte-Manager kombiniert, erreicht eine ausgewogene Balance aus Komfort, Performance und Stromersparnis. Mit etwas Zeit für Tests entsteht eine stabile Konfiguration, die sich im Alltag bewährt und ohne nennenswerte Einschränkungen Energie einspart.

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