Explorer zeigt keine Details – so aktivierst du die Ansicht

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 14. April 2026, zuletzt aktualisiert: 14. April 2026

Wenn der Windows-Explorer in Ordnern nur Symbole oder Kacheln, aber keine Detailinformationen wie Datum, Typ oder Größe anzeigt, lässt sich das meist direkt über die Ansichtsoptionen korrigieren. In den meisten Fällen reicht es, in der Symbolleiste des Explorers die Detailansicht auszuwählen oder die Ordneransicht zurückzusetzen.

Auch wenn es zunächst so wirkt, als wären Informationen verschwunden, liegen Dateien und Metadaten weiterhin vor und müssen nur wieder in die passende Ansicht gebracht werden. Entscheidend ist, die passende Ansicht, Spalten und Ordnervorlagen einzustellen und dauerhaft zu speichern.

Warum im Explorer plötzlich keine Details mehr erscheinen

Die Ursache liegt in der Regel nicht bei den Dateien, sondern in der Darstellung des Ordners im Explorer. Windows verwaltet für viele Ordner eigene Ansichtsprofile und merkt sich, ob du etwa Symbole, Kacheln oder Details nutzen möchtest. Werden diese Einstellungen geändert oder beschädigt, verschwinden Detailzeilen zwar aus der Darstellung, aber nicht aus dem System.

Häufige Auslöser sind ein unabsichtlicher Klick auf eine andere Ansicht, Änderungen nach einem Windows-Update, ein neues Benutzerprofil oder eine angepasste Ordnergruppierung. Auch verschiedene Geräte (z. B. Notebook und Desktop) können abweichende Profile für dieselben Ordner führen, wenn sie über Cloud-Speicher synchronisiert werden.

Hilfreich ist es, zuerst zu prüfen, ob das Problem nur einen Ordner, einen bestimmten Ordnertyp (zum Beispiel Bilder) oder den gesamten Explorer betrifft. Daraus ergibt sich, ob einfache Ansichtsanpassungen reichen oder ob du globale Einstellungen zurücksetzen solltest.

Detailansicht in Windows 11 wieder aktivieren

Unter Windows 11 lässt sich die Detailansicht direkt in der Explorer-Oberfläche aktivieren. Die Einstellung wirkt sofort auf den aktuell geöffneten Ordner und kann anschließend als Standard übernommen werden.

Typischer Ablauf, um Dateien wieder zeilenweise mit Spalten anzeigen zu lassen:

  • Explorer öffnen und in den betroffenen Ordner wechseln.
  • Oben im Menüband auf Ansicht klicken.
  • In der Liste Ansichtstypen Details auswählen.
  • Optional Sortierung und Gruppierung prüfen, damit die Dateiliste nicht zusätzlich gruppiert oder nach Ordnern getrennt angezeigt wird.

Sobald Details gewählt wurden, sollte der Ordner wieder mit Spalten angezeigt werden. Erscheint weiterhin eine Symbol- oder Kachelansicht, deutet das meist auf eine aktive Gruppierung oder auf eine andere Ordnervorlage hin, die die Darstellung beeinflusst.

Detailansicht in Windows 10 einschalten

In Windows 10 ist die Logik ähnlich, die Bedienelemente liegen allerdings in einem anderen Menüband. Wichtig ist, den richtigen Reiter zu verwenden und dabei nicht nur Sortierung und Gruppierung zu ändern, sondern gezielt den Ansichtstyp.

Vorgehen unter Windows 10, um die Listenansicht mit Details zu aktivieren:

  • Explorer starten und den gewünschten Ordner öffnen.
  • Im oberen Bereich den Reiter Ansicht auswählen.
  • In der Gruppe Layout die Option Details anklicken.
  • Anschließend kontrollieren, ob Spaltenüberschriften wie Name, Änderungsdatum und Typ sichtbar sind.

Falls im gleichen Ordner immer wieder auf Symbole oder Kacheln umgeschaltet wird, kann eine gespeicherte Ordnervorlage im Hintergrund greifen. In diesem Fall hilft es, die Ansicht anzupassen und als Standard für diesen Ordnertyp zu speichern.

Spalten einblenden: Wenn die Liste da ist, aber Informationen fehlen

Manchmal zeigt der Explorer zwar eine zeilenweise Liste an, aber entscheidende Spalten wie Änderungsdatum, Dateityp oder Größe sind nicht vorhanden. In diesem Fall ist die Detailansicht aktiv, nur die Spaltenkonfiguration passt nicht mehr.

So lässt sich steuern, welche Spalten der Explorer anzeigen soll:

  • Kopfzeile der Dateiliste suchen, in der bereits Spaltenüberschriften angezeigt werden.
  • Mit der rechten Maustaste auf eine beliebige Spaltenüberschrift klicken.
  • Im Kontextmenü Häkchen bei den gewünschten Spalten setzen, zum Beispiel Änderungsdatum, Typ, Größe, Erstelldatum.
  • Falls eine Spalte zu wenig Platz hat, mit der Maus am Spaltenrand ziehen, um sie breiter zu machen.

Falls gar keine Kopfzeile sichtbar ist, deutet das darauf hin, dass noch eine Symbol- oder Kachelansicht aktiv ist. In diesem Fall zunächst wie oben beschrieben zur Detailansicht wechseln, erst danach lassen sich Spalten anpassen.

Ansicht für alle Ordner dieses Typs übernehmen

Windows unterscheidet bei Ordnern zwischen verschiedenen Inhaltstypen wie Allgemeine Elemente, Dokumente, Bilder, Musik oder Videos. Jede Kategorie kann eine eigene Standardansicht haben. Wenn also nur Fotosammlungen betroffen sind, liegt es meist an der Bildvorlage.

Um eine gelungene Detailansicht als Standard für alle Ordner gleichen Typs zu übernehmen, gehst du schrittweise durch die Ordneroptionen:

  • Einen Ordner öffnen, dessen Inhaltstyp dem gewünschten Standard entspricht (zum Beispiel einen Dokumentenordner).
  • Ansicht auf Details stellen und gewünschte Spalten einrichten.
  • Über die drei Punkte (Windows 11) oder den Reiter Ansicht (Windows 10) die Ordneroptionen aufrufen.
  • Zum Reiter Ansicht wechseln und die Schaltfläche Für Ordner übernehmen verwenden.

Windows merkt sich diese Konfiguration für alle Ordner mit gleicher Vorlage. Reagiert der Explorer nicht wie erwartet, kann es helfen, zunächst die Vorlage des Ordners anzupassen und dann erst den Standard zu übernehmen.

Ordnervorlage anpassen: Bilder, Musik, Dokumente

Die Vorlagen steuern, ob ein Ordner eher Vorschaubilder, Albuminfos oder klassische Dateidetails bevorzugt. Wer in Fotosammlungen statt Miniaturansichten lieber Dateigrößen und Aufnahmedaten sehen möchte, kann den Typ des Ordners ändern und damit auch die Standardansicht beeinflussen.

So lässt sich der Ordnertyp anpassen:

  • Mit der rechten Maustaste auf den Ordner klicken.
  • Eigenschaften auswählen.
  • Zum Reiter Anpassen wechseln.
  • Im Bereich Ordner für folgenden Dateityp optimieren eine passende Kategorie auswählen, zum Beispiel Dokumente.
  • Optional die Option Diese Vorlage auch für alle Unterordner übernehmen aktivieren.

Nach Änderung des Ordnertyps lässt sich im Explorer wieder die Detailansicht aktivieren und speichern. Gerade bei umfangreichen Mediensammlungen bietet es sich an, eine einheitliche Vorlage für alle Unterordner zu setzen, damit sich die Darstellung nicht ständig ändert.

Sortierung, Gruppierung und Filter prüfen

In einigen Situationen wirkt es so, als würden Details fehlen, obwohl sie vorhanden sind. Ursache ist dann eine aktive Gruppierung, Filterung oder eine ungewohnte Sortierung, die Dateien optisch „wegsortiert“.

Ein kurzer Check der Darstellung hilft:

  • Im Reiter Ansicht (Windows 10) oder Menü Ansicht (Windows 11) nach Gruppieren nach und Sortieren nach schauen.
  • Gruppierung notfalls auf Keine setzen, um eine durchgehende Liste zu sehen.
  • Sortierung sinnvoll wählen, beispielsweise nach Name oder Änderungsdatum.
  • Falls Filter aktiv sind, in der Kopfzeile der Spalten auf Pfeilsymbole oder Filterhinweise achten und Filter entfernen.

Sobald Gruppierung und Filter bereinigt sind, zeigt der Explorer wieder eine klassische, durchlaufende Liste mit Dateien und zugehörigen Details.

Ansicht im Schnellzugriff oder bei Fixierungen wiederherstellen

Ordner, die im Schnellzugriff angeheftet oder in der Seitenleiste fixiert sind, können ihre eigenen Darstellungsregeln speichern. Ein Ordner, der als favorisierter Eintrag geöffnet wird, kann daher anders aussehen, als wenn du denselben Pfad über Dieser PC öffnest.

Um für solche Einträge wieder eine saubere Detailansicht zu bekommen, ist ein kurzer Abgleich sinnvoll:

  • Ordner einmal über die Adressleiste oder Dieser PC öffnen und Darstellung richtig einstellen.
  • Ansicht testen, ob sie beim erneuten Öffnen über den gleichen Weg erhalten bleibt.
  • Falls der Eintrag im Schnellzugriff eine fehlerhafte Ansicht behält, ihn aus dem Schnellzugriff lösen und neu anpinnen.

Auf diese Weise übernimmt der neu angeheftete Eintrag meist die aktuelle, korrigierte Darstellung, inklusive der gewünschten Detailspalten.

Beispiel: Dokumenteordner zeigt nur Kacheln

Ein typisches Szenario ist ein Dokumente-Ordner, der nicht mehr wie gewohnt Listenzeilen, sondern große Kacheln anzeigt. Gerade bei vielen Dateien wird die Übersicht dann mühsam, weil Änderungsdatum oder Dateigröße nur nach zusätzlichem Klick sichtbar sind.

Die schnelle Lösung besteht darin, im Ansicht-Menü wieder Details auszuwählen und im Anschluss die Spalten anzupassen, etwa Name, Änderungsdatum, Typ und Größe. Danach kannst du über die Ordneroptionen diese Darstellung für alle Dokumentenordner übernehmen und dich dauerhaft auf diese klare Listenform verlassen.

Beispiel: Bildordner ohne Aufnahmedatum und Auflösung

In Bildarchiven kommt es häufig vor, dass die Miniaturdarstellung priorisiert wird, während wichtige Metadaten wie Aufnahmedatum, Abmessungen oder Kameramodell fehlen. Wer mit vielen Fotos arbeitet, möchte jedoch gerade diese Werte im Blick behalten.

In diesem Fall hilft es, die Detailansicht zu aktivieren und gezielt weitere Spalten wie Aufnahmedatum, Abmessungen und Bewertung hinzuzufügen. Durch Anpassen des Ordnertyps auf Bilder und anschließendes Übernehmen der Ansicht auf alle Unterordner erhält die gesamte Struktur eine einheitliche Foto-Detailansicht.

Beispiel: Netzlaufwerk zeigt andere Ansicht als lokale Ordner

Bei Netzlaufwerken oder Teamordnern in Unternehmen fällt häufig auf, dass dieselben Daten auf verschiedenen Rechnern unterschiedlich dargestellt werden. Während ein Kollege eine klare Liste mit Spalten sieht, erscheinen auf einem anderen System nur Symbole oder eine grobe Gruppierung.

Der Grund ist, dass Ordneransichten pro Benutzerprofil gespeichert werden. Wer in einem Netzlaufwerk wieder Details sehen möchte, stellt die Ansicht lokal um, passt Spalten an und speichert die Vorlage für diesen Ordnertyp. So entsteht eine konsistente Ansicht auf dem eigenen System, unabhängig davon, welche Darstellung andere nutzen.

Ordneransichten vollständig zurücksetzen

Wenn verschiedene Ordner durcheinander gemischte Darstellungen zeigen, kann ein Reset auf die Standardansichten sinnvoll sein. Windows bietet in den Ordneroptionen eine Möglichkeit, alle gespeicherten Profile zu löschen und mit Werkseinstellungen zu starten.

Vorgehensweise für einen umfassenden Reset der Explorer-Ansichten:

  • Beliebigen Ordner im Explorer öffnen.
  • Ordneroptionen über das Menü (Ansicht oder drei Punkte) aufrufen.
  • Zum Reiter Ansicht wechseln.
  • Auf Ordner zurücksetzen klicken, um die gewählte Vorlage auf Standard zu setzen.
  • Optional über die Schaltfläche Ordner zurücksetzen und anschließend Standard wiederherstellen arbeiten, um wirklich alle benutzerdefinierten Ansichten zu entfernen.

Nach diesem Schritt kann es nötig sein, deine Lieblingsansicht wieder neu zu konfigurieren. Der Vorteil liegt darin, dass Altlasten und widersprüchliche Profile verschwinden und du von einer sauberen Ausgangsbasis startest.

Registry-Reset für hartnäckige Darstellungsprobleme

In seltenen Fällen bleiben falsche Ansichten auch nach einem Reset in den Ordneroptionen bestehen. Ursache ist dann oft ein beschädigter Eintrag in der Registrierung. Für erfahrene Nutzer gibt es die Möglichkeit, ausschließlich den Bereich der Ordneransichten in der Registry zu löschen, damit Windows ihn neu aufbaut.

Da Eingriffe in die Registrierung riskant sind, sollte vorher unbedingt ein Systemwiederherstellungspunkt oder eine Sicherung erstellt werden. Anschließend können die Schlüssel für Ansichts-Caches und benutzerdefinierte Ordner gelöscht werden, sodass Windows beim nächsten Start des Explorers neutrale Standardwerte verwendet. Nach dem Neustart des Explorers richtest du deine bevorzugte Detaildarstellung neu ein.

Explorer in den Einstellungen zurücksetzen

Abseits der Registerdatenbank bietet der Explorer selbst einige Stellschrauben, um sich wieder stabil zu verhalten. Neben den Ordneroptionen gibt es in den erweiterten Einstellungen mehrere Punkte, die sich auf Darstellung und Reaktionsgeschwindigkeit auswirken.

Hilfreich ist es, bei anhaltenden Anzeigeproblemen folgende Punkte nacheinander zu prüfen:

  • Schnellzugriff deaktivieren oder den Startpunkt auf Dieser PC stellen, wenn der Explorer beim Öffnen hängen bleibt.
  • Versteckte Dateien und Erweiterungen einblenden, wenn Dateitypen schwer zu erkennen sind.
  • Miniaturansichten überprüfen, falls Vorschaubilder immer wieder falsch oder verzögert geladen werden.

Diese Anpassungen beeinflussen zwar nicht direkt die Detailansicht, können aber dazu beitragen, dass die Gesamtbedienung wieder flüssig und nachvollziehbar wird.

Unterschiede zwischen Detail- und Inhaltsansicht

Windows bietet neben der klassischen Detailansicht auch eine Inhaltsansicht, in der weitere Informationen zu Dateien eingeblendet werden. Diese wird vor allem in Dokumentenordnern genutzt und mischt Listencharakter mit zusätzlichen Metadaten.

Wer sich wundert, warum Informationen an einer anderen Stelle stehen oder optisch anders aussehen, sollte kurz kontrollieren, ob die Detailansicht oder die Inhaltsansicht aktiv ist. Beide können ähnliche Informationen zeigen, unterscheiden sich jedoch im Layout. Für eine tabellarische, schnell sortierbare Darstellung bleibt die klassische Detailansicht meist die bessere Wahl.

Mit Tastenkombinationen schneller zur gewünschten Ansicht

Neben Mausklicks bieten Tastenkürzel eine schnelle Möglichkeit, die Darstellung im Explorer anzupassen. Gerade bei wiederholt auftretenden Problemen mit der Ansicht spart das Tastenfeld Zeit.

Nützliche Kombinationen sind zum Beispiel:

  • Strg + Mausrad: Zoom in oder heraus, was sich auf die Größe von Symbolen und Vorschaubildern auswirkt.
  • Alt + V (Ansicht), anschließend Pfeiltasten: Durch die verschiedenen Ansichten navigieren.
  • Alt + E (Ansicht anpassen in älteren Build-Versionen von Windows 10): Zugriff auf Anpassen-Dialog und Ordneroptionen.

Wer diese Kürzel verinnerlicht, kann Darstellungsfehler auch ohne viele Mausklicks schnell korrigieren und wieder zur vertrauten Liste mit Spalten zurückkehren.

Typische Stolperfallen bei der Ansicht

Viele Anzeigefehler entstehen durch kleine Bedienungsfehler oder Missverständnisse in der Oberfläche. Wird beispielsweise unabsichtlich die Symbolgröße geändert, wirkt das schnell so, als hätte der Explorer das Layout gewechselt.

Häufige Ursachen sind versehentliches Drehen am Mausrad bei gedrückter Strg-Taste, das Verschieben von Spalten über die gesamte Breite der Liste oder das versehentliche Aktivieren einer Gruppierung, etwa nach Datum. Ein kurzer Blick auf die aktive Ansicht, die Gruppierungsoption und die Spaltenbreite löst einen Großteil dieser Situationen.

Detailansicht mit individuellen Spalten intelligent nutzen

Die Detailansicht ist vor allem deshalb mächtig, weil sie sich sehr stark an den eigenen Arbeitsstil anpassen lässt. Je nachdem, ob du mit Dokumenten, Bildern, Musikdateien oder Projektdaten arbeitest, sind andere Metadaten entscheidend.

Für Textdateien und Office-Dokumente bieten sich Spalten wie Autor, Titel, Tags oder Kategorie an. Bei Musikdateien können Interpret, Album, Genre und Laufzeit wertvoll sein, während bei Bildern Aufnahmedatum, Abmessungen und Kameramodell im Vordergrund stehen. Diese Spalten lassen sich frei hinzufügen, umsortieren und in ihrer Breite angepasst speichern.

Ordneransichten für verschiedene Arbeitsweisen trennen

Wer sowohl privat als auch beruflich mit dem Explorer arbeitet, kann bewusst mit unterschiedlichen Ordnervorlagen und Ansichten arbeiten. So bleibt die Fotoverwaltung bildorientiert, während Projektdaten nüchtern tabellarisch erscheinen.

In der Praxis bedeutet das, dass man Ordnerbäume nach Themen strukturiert und ihnen passende Vorlagen zuweist. Bildordner erhalten eine fein abgestimmte Detailansicht mit Fotometadaten, während Entwicklungs- oder Projektordner eher technische Angaben wie Dateiendung, Änderungsdatum und Größe priorisieren. Auf diese Weise wird die Detailansicht zu einem Werkzeug, das sich der eigenen Arbeitsweise anpasst, statt umgekehrt.

Häufige Fragen zur Detailansicht im Explorer

Warum merkt sich der Explorer meine Detailansicht manchmal nicht?

Windows speichert Ordneransichten in einem begrenzten Cache, der mit der Zeit beschädigt oder voll werden kann. In solchen Fällen fällt der Explorer auf Standardansichten zurück und blendet gewählte Spalten nicht mehr zuverlässig ein. Ein Zurücksetzen der Ordneransichten und des Ansichts-Caches stellt dieses Verhalten meist ab.

Wie bekomme ich nach einem Windows-Update die frühere Detailansicht zurück?

Größere Updates setzen gelegentlich individuelle Ansichten zurück oder ändern Standardvorlagen für bestimmte Ordnerarten. Öffne die betroffenen Ordner, stelle die gewünschte Listen- und Spaltenansicht wieder her und übernimm diese Einstellung über die Ordneroptionen für alle ähnlichen Ordner. Wenn das nicht reicht, hilft ein Reset der Ordneransichten oder ein Zurücksetzen der Explorer-Einstellungen.

Kann ich eigene Spalten dauerhaft für bestimmte Ordnerarten speichern?

Ja, du kannst in einem Beispielordner alle gewünschten Spalten hinzufügen oder entfernen und anschließend diese Ansicht als Vorlage für alle Ordner desselben Typs übernehmen. So legst du etwa für Dokumentenordner andere Spalten fest als für Fotos oder Musik. Windows wendet diese Vorlage automatisch auf neue Ordner der jeweiligen Kategorie an.

Warum fehlen auf Netzlaufwerken oft Details, die auf lokalen Laufwerken sichtbar sind?

Netzlaufwerke verwenden manchmal andere Ordnervorlagen oder eigene Indizierungseinstellungen, sodass dort andere Spalten und Sortierungen greifen. Richte auf einem typischen Ordner des Netzlaufwerks deine Wunschansicht ein und übertrage diese über die Ordneroptionen auf alle Ordner gleichen Typs. Bei älteren Servern kann es außerdem nötig sein, zusätzliche Metadaten über den Server oder eine Suchindizierung bereitzustellen.

Wie blende ich wieder die klassische Spalte mit Dateityp oder Erweiterung ein?

In der Detailansicht kannst du mit einem Rechtsklick auf die Spaltenüberschrift die gewünschte Spalte auswählen oder über die Option zur Spaltenauswahl weitere Felder hinzufügen. Aktiviere dort die Einträge für Dateityp oder Dateierweiterung, um diese Informationen dauerhaft anzeigen zu lassen. Speichere die geänderte Ansicht als Standard für den jeweiligen Ordner-Typ, wenn du sie häufiger benötigst.

Weshalb zeigt der Explorer bei manchen Ordnern immer nur große Symbole?

Windows ordnet Ordner automatisch einer Vorlage wie Bilder, Musik oder Allgemeine Elemente zu und wählt dazu passende Standardansichten. Für Bilderordner wird beispielsweise eine Symbol- oder Kachelansicht bevorzugt, um Miniaturen hervorzuheben. Du kannst diese Zuordnung im Eigenschaften-Dialog des Ordners unter Anpassen ändern und anschließend eine Listen- oder Spaltenansicht aktivieren.

Wie kann ich die Detailinformationen im Explorer schneller ändern, ohne Menüs zu öffnen?

Mit der Tastenkombination Strg + Umschalt + 6 (je nach Windows-Version) wechselst du direkt in die detaillierte Listenansicht. Außerdem lässt sich mit der rechten Maustaste auf die Spaltenköpfe die Auswahl der eingeblendeten Felder schnell anpassen. Für häufige Änderungen lohnt sich eine individuelle Symbolleistenanpassung mit den wichtigsten Ansichtsbefehlen.

Was kann ich tun, wenn einzelne Spalten im Explorer leer bleiben?

Leere Spalten deuten oft darauf hin, dass für diese Dateien keine passenden Metadaten vorhanden oder indiziert sind. Überprüfe zunächst, ob die Dateien die entsprechenden Informationen überhaupt enthalten, etwa Tags bei Musikdateien oder EXIF-Daten bei Fotos. Wenn Daten vorhanden sind, kann ein Neuaufbau des Suchindex in den Windows-Einstellungen dafür sorgen, dass die Felder im Explorer wieder ausgefüllt werden.

Ist es möglich, in der Detailansicht eigene Sortierkombinationen zu speichern?

Windows erlaubt immer nur eine aktive Sortierung, beispielsweise nach Name oder Datum, aber du kannst diese Sortierung mit Gruppierungen und Filtern kombinieren. Stelle Sortierung und Gruppierung so ein, wie sie zu deiner Arbeitsweise passen, und speichere das Layout als Vorlage für vergleichbare Ordner. So erhältst du bei jedem Öffnen eine einheitliche, auf deinen Bedarf zugeschnittene Ansicht.

Warum wirkt die Anzeige bei vielen Spalten unübersichtlich und langsam?

Jede zusätzliche Spalte bedeutet für den Explorer mehr Arbeit, weil die Informationen ermittelt und dargestellt werden müssen. Besonders bei Netzlaufwerken oder sehr großen Ordnern kann das zu Verzögerungen und horizontalem Scrollen führen. Beschränke dich daher auf die Spalten, die du wirklich brauchst, und nutze weitere Felder nur bei Bedarf.

Fazit

Mit einer durchdachten Nutzung der Detailansicht wird der Datei-Explorer zu einem sehr leistungsfähigen Werkzeug für die tägliche Arbeit. Wenn Spalten fehlen oder eine ungeeignete Ansicht erscheint, lassen sich Ursache und Lösung meist mit wenigen Anpassungen an Ordnervorlagen, Ansichtseinstellungen und dem Ansichts-Cache finden. Nutze die Möglichkeit, Ansichten für Ordner-Typen zu speichern, und passe Spalten gezielt an deine Arbeitsabläufe an, damit wichtige Informationen jederzeit auf einen Blick sichtbar sind.

Checkliste
  • Explorer öffnen und in den betroffenen Ordner wechseln.
  • Oben im Menüband auf Ansicht klicken.
  • In der Liste Ansichtstypen Details auswählen.
  • Optional Sortierung und Gruppierung prüfen, damit die Dateiliste nicht zusätzlich gruppiert oder nach Ordnern getrennt angezeigt wird.

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