Druckspooler stürzt ab – so startest du den Dienst neu

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 23. März 2026, zuletzt aktualisiert: 23. März 2026

Wenn der Druckspooler-Dienst ständig abstürzt, helfen meist ein Neustart des Dienstes und das Löschen beschädigter Druckaufträge. In vielen Fällen reicht es aus, den Dienst über die Windows-Diensteverwaltung neu zu starten und den Druckerspooler-Ordner zu leeren, damit der Druck wieder funktioniert. Auch fehlerhafte Treiber oder Netzwerkprobleme können den Dienst lahmlegen und lassen sich mit ein paar gezielten Schritten eingrenzen.

Der Druckspooler (englisch Print Spooler) ist der Windows-Dienst, der Druckaufträge entgegennimmt, zwischenspeichert und an den Drucker weitergibt. Wenn er abstürzt, können keine Dokumente mehr gedruckt werden, viele Programme bleiben beim Drucken hängen und im schlimmsten Fall blockiert ein fehlerhafter Auftrag alle weiteren Ausdrucke. Daher lohnt es sich, systematisch vorzugehen: zuerst den Dienst prüfen, dann die Warteschlange bereinigen, anschließend Treiber und Einstellungen kontrollieren.

Was der Druckspooler macht und woran du Abstürze erkennst

Der Druckspooler-Dienst verwaltet die gesamte Druckwarteschlange unter Windows. Er nimmt Druckaufträge von Programmen entgegen, speichert sie im Spooler-Ordner und übergibt sie nacheinander an den passenden Druckertreiber. Ohne diesen Dienst läuft unter Windows kein einziger Druck.

Typische Anzeichen für einen abgestürzten oder fehlerhaften Spooler sind:

  • Druckaufträge bleiben dauerhaft in der Warteschlange hängen.
  • Die Druckerliste in den Windows-Einstellungen oder in Programmen bleibt leer oder wird sehr langsam geladen.
  • Beim Öffnen der Druckwarteschlange reagiert das Fenster kaum oder erscheint gar nicht.
  • Es erscheinen Fehlermeldungen, dass der Druckspooler-Dienst nicht ausgeführt wird.
  • Nach einem Neustart des PCs funktioniert der Druck kurzzeitig, bricht dann aber wieder ab.

Wenn mehrere dieser Symptome zusammen auftreten, liegt die Ursache häufig im Spooler-Dienst, nicht im Drucker selbst. Ein Neustart des Geräts bringt dann zwar manchmal kurzfristig Besserung, löst aber die eigentliche Ursache noch nicht.

Druckspooler-Dienst über die Diensteverwaltung neu starten

Der zuverlässigste Weg, den Spooler-Dienst neu zu starten, führt über die Windows-Diensteverwaltung. Dort lässt sich schnell prüfen, ob der Dienst läuft, automatisch startet und ob er nach einem Absturz wieder aktiviert werden kann.

So findest du den Dienst in Windows:

  • Drücke die Tastenkombination Windows-Taste + R.
  • Gib im Feld „services.msc“ ein und bestätige mit Enter.
  • Es öffnet sich das Fenster „Dienste“ mit einer Liste aller Windows-Dienste.

Suche in der Liste nach „Druckwarteschlange“ oder „Print Spooler“. Je nach Spracheinstellung und Windows-Version wird einer der beiden Begriffe angezeigt. Ein Doppelklick darauf öffnet die Eigenschaften des Dienstes.

Im Eigenschaftenfenster solltest du folgende Punkte prüfen:

  • Dienststatus: Steht er auf „Gestartet“ oder „Beendet“? Wenn er beendet ist, versuche ihn mit „Starten“ zu starten.
  • Starttyp: Hier sollte „Automatisch“ oder „Automatisch (Verzögerter Start)“ gesetzt sein, damit der Dienst beim Systemstart geladen wird.
  • Schaltflächen: Über „Beenden“, „Anhalten“ und „Neu starten“ kannst du den Dienst gezielt kontrollieren.

Um einen festhängenden Spooler zu befreien, hat sich folgende Abfolge bewährt:

  1. In den Diensten die „Druckwarteschlange“ markieren und auf „Beenden“ klicken.
  2. Einige Sekunden warten, bis der Status auf „Beendet“ wechselt.
  3. Danach die Druckwarteschlange im Datei-System leeren (siehe nächster Abschnitt).
  4. Anschließend den Dienst wieder mit „Starten“ aktivieren.

Wenn der Dienst sich hier bereits nicht starten lässt oder sofort wieder stoppt, spricht vieles für beschädigte Druckaufträge oder einen fehlerhaften Treiber. In diesem Fall ist der Blick in den Spooler-Ordner der nächste Schritt.

Druckwarteschlange manuell leeren

Beschädigte oder extrem große Druckaufträge sind ein häufiger Auslöser für Spooler-Abstürze. Windows versucht diese Aufträge zu verarbeiten, scheitert dabei und beendet den Dienst. Durch das Leeren der Warteschlange entfernst du solche problematischen Dateien.

Gehe dabei so vor, nachdem du den Dienst beendet hast:

  • Öffne wieder Windows-Taste + R.
  • Gib „%systemroot%System32spoolPRINTERS“ ein und bestätige.
  • Windows öffnet nun den Ordner, in dem die Druckaufträge als Dateien liegen.

In diesem Ordner sollten normalerweise temporäre Dateien mit den Endungen .SPL und .SHD liegen. Alles, was hier angezeigt wird, gehört zur aktuellen Druckwarteschlange.

Jetzt kannst du aufräumen:

  • Markiere alle Dateien im Ordner (Strg + A).
  • Lösche sie mit Entf oder Strg + Entf.
  • Bestätige Sicherheitsrückfragen des Systems.

Erst wenn der Ordner leer ist, kehrst du zu den Diensten zurück und startest die „Druckwarteschlange“ erneut. In vielen Fällen läuft der Dienst danach stabil, und neue Druckaufträge können wieder problemlos verarbeitet werden.

Sollte Windows beim Löschen von Dateien melden, dass eine Datei verwendet wird, hast du den Dienst möglicherweise noch nicht vollständig beendet. Gehe dann zurück zur Diensteverwaltung, beende den Dienst erneut und warte einen Moment länger, bevor du es noch einmal versuchst.

Spooler per Eingabeaufforderung oder PowerShell neu starten

Fortgeschrittene Nutzer oder Administratoren bevorzugen oft den Weg über die Kommandozeile, weil sich damit Abläufe automatisieren oder schneller wiederholen lassen. Auch wenn die grafische Oberfläche hängt, kann die Eingabeaufforderung noch reagieren.

Anleitung
1In den Diensten die „Druckwarteschlange“ markieren und auf „Beenden“ klicken.
2Einige Sekunden warten, bis der Status auf „Beendet“ wechselt.
3Danach die Druckwarteschlange im Datei-System leeren (siehe nächster Abschnitt).
4Anschließend den Dienst wieder mit „Starten“ aktivieren.

Um die Eingabeaufforderung mit Administratorrechten zu öffnen, kannst du folgende Schritte nutzen:

  • Windows-Taste drücken und „cmd“ eintippen.
  • Mit der rechten Maustaste auf „Eingabeaufforderung“ klicken.
  • „Als Administrator ausführen“ wählen.

Alternativ kannst du auch PowerShell als Administrator öffnen, der Ablauf ist sehr ähnlich. In beiden Fällen lassen sich die folgenden Befehle eingeben:

Typische Befehlskette über die Eingabeaufforderung:

  • net stop spooler – beendet den Spooler-Dienst.
  • net start spooler – startet den Spooler-Dienst wieder.

Unter PowerShell sind diese Varianten gebräuchlich:

  • Stop-Service -Name Spooler – Dienst stoppen.
  • Start-Service -Name Spooler – Dienst starten.
  • Restart-Service -Name Spooler – Dienst einmal komplett neu starten.

Wer häufig Druckprobleme in einer Umgebung mit vielen Nutzern löst, kann diese Befehle auch in eine kleine Batchdatei oder ein PowerShell-Skript packen und bei Bedarf mit Administratorrechten ausführen. In Kombination mit einem zusätzlichen Schritt zum Löschen des Spooler-Ordners lässt sich so ein kleiner „Reset“ für den Druckdienst erstellen.

Typische Ursachen für wiederkehrende Abstürze

Wenn der Neustart des Dienstes nur kurzfristig hilft und der Spooler nach einiger Zeit wieder aussteigt, steckt meist mehr dahinter als nur ein einzelner beschädigter Druckauftrag. Dann lohnt sich eine systematische Ursachenforschung.

Häufige Auslöser im Überblick:

  • Fehlerhafte oder veraltete Druckertreiber: Alte Treiberversionen kommen mit neuen Windows-Updates nicht zurecht und bringen den Dienst ins Wanken.
  • Nicht mehr vorhandene Drucker: Netz- oder USB-Drucker, die im System eingerichtet, aber physisch nicht mehr angeschlossen sind, sorgen teils für Verzögerungen und Abstürze.
  • Korruptes Benutzerprofil: Einstellungen rund um Drucker und Standarddrucker im Benutzerkonto können beschädigt sein.
  • Problematische Drittsoftware: PDF-Drucker, Labeldruck-Tools oder Sicherheitssoftware, die sich in den Druckprozess einklinkt, verursacht gelegentlich Konflikte.
  • Fehlerhafte Windows-Updates: Einzelne Updates bringen sporadisch Änderungen an den Druckkomponenten mit, die zu Instabilität führen.

Für die Eingrenzung hilft folgende Vorgehensweise: Wenn das Problem nur an einem PC auftritt, ist die Ursache oft lokal (Treiber, Benutzerprofil, Software). Wenn mehrere Rechner im gleichen Netzwerk betroffen sind, rückt ein gemeinsamer Netzwerkdrucker, ein Druckserver oder eine Sicherheitslösung in den Fokus.

Druckertreiber prüfen, aktualisieren oder neu installieren

Treiberprobleme zählen zu den Klassikern bei instabilen Druckfunktionen. Windows installiert zwar häufig automatisch Treiber, doch diese sind nicht immer auf dem neuesten Stand oder vollständig kompatibel. Ein gezieltes Update kann den Spooler entlasten.

Um Druckertreiber zu prüfen, gehst du in Windows typischerweise so vor:

  • Windows-Taste + I drücken, um die Einstellungen zu öffnen.
  • Zum Bereich „Geräte“ oder „Bluetooth & Geräte“ wechseln (abhängig von der Version).
  • Den Abschnitt „Drucker & Scanner“ öffnen.
  • Den betroffenen Drucker auswählen und die erweiterten Optionen aufrufen.

In den erweiterten Einstellungen findest du meist Informationen zum aktuell verwendeten Treiber und gelegentlich eine Schaltfläche „Treiber aktualisieren“. Diese Funktion nutzt häufig Windows Update, um einen neueren Treiber bereitzustellen.

Wenn der Verdacht stark auf einen Treiberfehler hindeutet, kann eine komplette Neuinstallation helfen:

  1. Drucker in den „Drucker & Scanner“-Einstellungen entfernen.
  2. Im Geräte-Manager nach verbleibenden Treiberresten des Druckers suchen und diese deinstallieren.
  3. PC neu starten.
  4. Drucker erneut hinzufügen, bevorzugt mit einem aktuellen Treiberpaket des Herstellers.

Wichtig ist, dass während der Neuinstallation der Spooler-Dienst läuft. Wenn der Dienst während des Treiber-Setups abstürzt, kann das Setup hängen bleiben oder unvollständig enden, was wiederum zu neuen Problemen führt.

Problematische Druckerprofile und alte Geräte entfernen

Über Jahre sammeln sich in vielen Systemen zahlreiche Druckerobjekte an – alte Netzwerkdrucker, einmal genutzte PDF-Drucker oder temporäre Geräte. Jedes dieser Objekte besitzt eine Konfiguration, die der Spooler-Dienst beim Start berücksichtigt. Fehlerhafte oder nicht mehr erreichbare Drucker können den Dienst unnötig belasten.

Ein Aufräumen der Druckerliste kann die Stabilität deutlich verbessern. Prüfe in „Drucker & Scanner“, welche Einträge du wirklich noch brauchst, und entferne alles, was veraltet oder unbekannt ist. Das gilt besonders für:

  • Netzwerkdrucker, die es im Unternehmen nicht mehr gibt.
  • USB-Drucker, die seit Jahren nicht mehr angeschlossen wurden.
  • Testdrucker und einmalig eingerichtete virtuelle Drucker.

Nach dem Entfernen mehrerer Einträge bietet sich ein Neustart des Spooler-Dienstes an. So wird die Konfiguration neu eingelesen und alte Leichen in der Warteschlange tauchen nicht wieder auf. Achte darauf, dass mindestens ein funktionierender Standarddrucker definiert ist, damit Anwendungen nicht ins Leere drucken.

Praxisbeispiele aus dem Alltag

Einige typische Szenarien zeigen, wie unterschiedlich sich Spooler-Probleme im Alltag äußern können und welche Schritte in der Praxis helfen.

Praxisbeispiel 1: Einzelner PC in einem kleinen Büro

In einem kleinen Büro mit einem USB-Laserdrucker druckt plötzlich nur noch ein Arbeitsplatz nicht mehr. Alle anderen PCs können weiterhin problemlos drucken. Auf dem betroffenen Rechner bleiben Aufträge in der Warteschlange hängen, und der Drucker taucht manchmal gar nicht in der Auswahlliste auf.

Die Lösung besteht darin, zuerst den Spooler-Dienst lokal zu beenden, den Ordner „spoolPRINTERS“ zu leeren und den Dienst wieder zu starten. Anschließend wird der Drucker im Geräte-Manager deinstalliert und mit einem aktuellen Treiber eingerichtet. Danach läuft der Dienst stabil, und die Druckaufträge werden sauber abgearbeitet.

Praxisbeispiel 2: Netzwerkdrucker in einer kleinen Firma

Eine Firma verwendet einen gemeinsamen Netzwerkdrucker, der auf mehreren Rechnern eingerichtet ist. An einem Morgen können plötzlich alle Nutzer nicht mehr drucken. Auf jedem PC erscheinen Meldungen, dass der Druckspooler nicht ausgeführt wird, obwohl er sich manuell starten lässt.

Nach einer kurzen Prüfung zeigt sich, dass der Netzwerkdrucker selbst neu gestartet werden musste und zwischendurch nicht erreichbar war. Mehrere Clients hatten in diesem Zeitraum Druckaufträge gesendet, die den Spooler blockierten. Durch das Leeren der lokalen Warteschlangen an den betroffenen PCs und einen Neustart des Netzwerkdruckers stabilisiert sich die Situation wieder. Zusätzlich wird der Treiber auf den Clients auf eine einheitliche, vom Hersteller empfohlene Version gebracht.

Praxisbeispiel 3: Homeoffice mit VPN und Remote-Druck

Im Homeoffice greift eine Mitarbeiterin über VPN auf einen Bürorechner zu und leitet Druckaufträge auf ihren heimischen Drucker um. Nach einiger Zeit stürzt die Druckfunktion auf dem Bürorechner wiederholt ab, während lokal am Heim-PC alles normal wirkt.

Hier stellt sich heraus, dass das Zusammenspiel aus VPN-Tunnel, Remote-Druckerweiterung und einem älteren Treiber für den Heimdrucker problematisch ist. Die Lösung liegt in der Aktualisierung des Heimdrucker-Treibers, in einer angepassten VPN-Konfiguration ohne Druckumleitung und in der Nutzung eines direkt im Homeoffice eingerichteten Druckers für lokale Ausdrucke. Seitdem bleibt der Spooler-Dienst auf dem Bürorechner stabil.

Windows-Druckproblembehandlung sinnvoll einsetzen

Windows bringt eine integrierte Problembehandlung für Druckprobleme mit, die einfache Ursachen automatisch erkennen und teilweise beheben kann. Sie ist kein Ersatz für eine gründliche Analyse, aber ein schneller erster Versuch.

Um die Problembehandlung zu starten, gehst du typischerweise so vor:

  • Windows-Einstellungen öffnen (Windows-Taste + I).
  • Zum Bereich „Update und Sicherheit“ bzw. „System“ wechseln.
  • „Problembehandlung“ oder „System & Problembehandlung“ auswählen.
  • Den Eintrag für „Drucker“ suchen und starten.

Der Assistent prüft unter anderem, ob der Spooler-Dienst aktiviert ist, ob Standarddrucker korrekt gesetzt sind und ob offensichtliche Verbindungsprobleme vorliegen. Gefundene Fehler können meist mit einem Klick behoben werden. Wenn der Spooler danach aber weiterhin abstürzt, gehört die Problembehandlung in die Kategorie „erste Stufe“ und nicht zur endgültigen Lösung.

Systemdateien und Windows-Komponenten prüfen

In seltenen Fällen hängt die Instabilität des Spoolers mit beschädigten Systemdateien oder Windows-Komponenten zusammen. Dann treten neben Druckfehlern oft weitere Auffälligkeiten auf, etwa bei der Benutzeroberfläche oder anderen Diensten.

Zur Prüfung der Systemdateien kannst du folgende Werkzeuge nutzen:

  • Systemdatei-Überprüfung (sfc): In einer als Administrator gestarteten Eingabeaufforderung den Befehl „sfc /scannow“ ausführen. Das Tool sucht nach beschädigten Dateien und versucht, sie zu reparieren.
  • DISM: Ebenfalls über die Eingabeaufforderung kannst du mit „DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth“ die Integrität des Windows-Abbildes prüfen und wiederherstellen.

Diese Schritte sollten nur mit etwas Geduld durchgeführt werden, da sie je nach System einige Zeit benötigen. Sie sind besonders dann sinnvoll, wenn sich viele unterschiedliche Fehler in Windows häufen und der Druckspooler nur ein Symptom von mehreren Problemen darstellt.

Sicherheitssoftware und Drittprogramme als Fehlerquelle

Manche Sicherheitslösungen oder PDF-Tools hängen sich zwischen Anwendung und Drucker, um Dokumente zu überwachen, zu konvertieren oder abzufangen. Wenn solche Programme Fehler verursachen, kann das den Spooler-Dienst in Mitleidenschaft ziehen.

Die Diagnose gelingt oft über einen Test mit minimaler Softwareumgebung:

  • Temporäres Deaktivieren der Echtzeitüberwachung einer Sicherheitslösung (sofern dies verantwortbar ist).
  • Start von Windows im abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern.
  • Testdruck mit einem einfachen Programm wie dem Editor.

Wenn der Druck im abgesicherten Modus oder ohne bestimmte Hintergrundprogramme stabil ist, liegt die Ursache nahe an diesen Tools. In diesem Fall helfen meist Updates der betroffenen Software, angepasste Einstellungen oder der Wechsel auf eine besser kompatible Lösung. Wichtig ist, sicherheitsrelevante Funktionen nach einem Test wieder ordnungsgemäß zu aktivieren.

Weitere Tipps für einen stabilen Druckbetrieb

Um zu verhindern, dass der Spooler regelmäßig ausfällt, lohnt sich ein Blick auf die generelle Druckumgebung. Ein paar Grundregeln erhöhen die Chancen, dass der Dienst dauerhaft zuverlässig arbeitet.

Praktische Maßnahmen für den Alltag:

  • Regelmäßig nicht mehr genutzte Drucker entfernen und die Liste schlank halten.
  • Auf möglichst einheitliche Treiberversionen setzen, vor allem in Netzwerken.
  • Gelegentlich die Druckwarteschlange leeren, wenn viele große Aufträge verschickt wurden.
  • Windows- und Treiber-Updates nicht jahrelang aufschieben, sondern geplant einpflegen.
  • Bei neuen Problemen nach kürzlichen Änderungen fragen: neuer Drucker, neues Update, neue Sicherheitssoftware?

Wer diese Punkte im Blick behält, erspart sich viele Störungen. Der Spooler-Dienst ist zwar eine zentrale, aber auch empfindliche Komponente. Je sauberer die Umgebung gepflegt wird, desto seltener kommt es zu Ausfällen.

Häufige Fragen zum Druckspooler und Neustart des Dienstes

Was kann ich tun, wenn der Druckspooler ständig wieder ausfällt?

Stürzt der Spooler regelmäßig ab, solltest du zuerst Druckaufträge löschen, Treiber aktualisieren und den Dienst sauber neu starten. Bleibt das Problem bestehen, helfen häufig das Entfernen alter Geräte, das Zurücksetzen der Druckumgebung und eine Prüfung von Systemdateien sowie installierter Sicherheitssoftware.

Ist es gefährlich, den Druckspooler-Dienst neu zu starten?

Ein Neustart des Spooler-Dienstes ist unkritisch und gehört zu den üblichen Maßnahmen bei Druckproblemen. Laufende Druckaufträge gehen dabei meist verloren, das System selbst wird jedoch nicht beschädigt.

Wie erkenne ich, ob der Druckspooler überhaupt läuft?

In der Diensteverwaltung von Windows kannst du den Status des Dienstes ablesen und ihn bei Bedarf starten oder neu starten. Zusätzlich weist dich Windows oft über Benachrichtigungen oder Fehlermeldungen darauf hin, wenn über die Druckfunktion keine Verbindung zum Spooler besteht.

Was mache ich, wenn sich Druckaufträge nicht löschen lassen?

In solchen Fällen hilft es, den Spooler-Dienst zu stoppen, den Inhalt des Spool-Ordners zu leeren und den Dienst anschließend wieder zu starten. Danach sollte die Warteschlange frei sein und neue Aufträge lassen sich wieder normal verarbeiten.

Kann ein einzelnes Dokument den Spooler zu Fall bringen?

Fehlerhafte oder beschädigte Dokumente mit komplexen Grafiken oder exotischen Schriften können den Dienst ins Stocken bringen oder zum Absturz führen. Prüfe daher, ob sich das Problem nur bei einem bestimmten Dokument zeigt, und exportiere dieses testweise in ein anderes Format oder drucke es von einem anderen Programm aus.

Spielt es eine Rolle, ob ich einen Netzwerkdrucker oder einen USB-Drucker nutze?

Ja, bei Netzwerkdruckern kommen zusätzliche Faktoren wie Treiber auf dem Server, Firewalleinstellungen und Netzwerkstabilität hinzu. Bei direkt via USB angeschlossenen Geräten liegt die Ursache häufiger an lokalen Treibern, Windows-Komponenten oder angeschlossener Software.

Hilft eine Neuinstallation des Druckers immer?

Eine Neuinstallation des Druckers behebt viele Treiberprobleme, löst aber nicht jede Ursache für einen abstürzenden Spooler. Wichtig ist, alte Treiberreste zu entfernen, aktuelle Software des Herstellers zu verwenden und danach zu prüfen, ob der Dienst stabil bleibt.

Kann Antiviren-Software den Druckspooler beeinflussen?

Überwachungsfunktionen oder Filter von Sicherheitslösungen können Druckvorgänge beeinträchtigen und den Dienst ins Wanken bringen. Testweise kannst du bestimmte Schutzmodule kurzzeitig deaktivieren oder Ausnahmen für Druckerpfade und Spool-Verzeichnisse setzen, um die Ursache einzugrenzen.

Wann sollte ich die Windows-Problembehandlung einsetzen?

Die integrierte Diagnose lohnt sich immer dann, wenn sich die Ursache nicht eindeutig eingrenzen lässt oder der Fehler nach einem Neustart sofort wieder erscheint. Das Tool kann fehlerhafte Einstellungen zurücksetzen, Dienste anstoßen und bekannte Konflikte automatisch korrigieren.

Hilft ein Windows-Update bei Problemen mit dem Druckspooler?

Aktuelle Updates schließen bekannte Fehler in Systemdiensten und können Kompatibilitätsprobleme mit Druckertreibern beseitigen. Es lohnt sich daher, den Update-Stand zu prüfen und ausstehende Aktualisierungen einzuspielen, bevor du tiefergehende Reparaturen planst.

Wann sollte ich professionelle Unterstützung anfordern?

Wenn der Spooler trotz aller beschriebenen Schritte weiterhin immer wieder abstürzt oder in einem Unternehmensnetzwerk viele Nutzer betroffen sind, ist fachliche Hilfe sinnvoll. Ein Profi kann Logdateien auswerten, Serverrollen prüfen und komplexe Treiber- oder Rechtekonflikte gezielt beheben.

Fazit

Ein instabiler Druckdienst lässt sich in vielen Fällen bereits mit einem strukturierten Neustart, einer leeren Warteschlange und aktualisierten Treibern dauerhaft stabilisieren. Ergänzend helfen die Systemdiagnose von Windows, die Überprüfung von Sicherheitssoftware und das Aufräumen alter Druckerprofile. Wenn diese Maßnahmen ausgeschöpft sind und der Fehler weiter besteht, empfiehlt sich eine genaue Analyse der Systemumgebung oder Unterstützung durch Fachleute.

Checkliste
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