Windows 11 Outlook friert ein – Lösungen bei Problemen nach Update

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 6. März 2026, zuletzt aktualisiert: 6. März 2026

Wenn Outlook unter Windows 11 nach einem Update plötzlich hängen bleibt, steckt fast immer eine Mischung aus Softwarekonflikten, beschädigten Profilen oder fehlerhaften Add-ins dahinter. In vielen Fällen lässt sich Outlook wieder stabil zum Laufen bringen, ohne Windows neu zu installieren oder das Postfach zu verlieren.

Typische Abhilfe besteht darin, Add-ins zu deaktivieren, Office zu reparieren, das Outlook-Profil zu bereinigen und fehlerhafte Updates gezielt zurückzunehmen. Entscheidend ist, systematisch vorzugehen und zuerst die wahrscheinlichsten Ursachen auszuschließen.

Typische Symptome, wenn Outlook unter Windows 11 hängen bleibt

Bevor du an die eigentliche Fehlersuche gehst, hilft eine klare Einordnung der Symptome. Je genauer du das Verhalten beschreiben kannst, desto leichter lässt sich der passende Ansatz finden.

Häufige Anzeichen bei Problemen nach einem Windows- oder Office-Update:

  • Outlook reagiert nicht mehr, der Titel zeigt „Keine Rückmeldung“.
  • Beim Start von Outlook bleibt das Fenster grau oder weiß und es passiert minutenlang nichts.
  • Beim Öffnen einer bestimmten E-Mail, eines Kalenders oder Archivs bleibt alles stehen.
  • Outlook hängt beim Senden/Empfangen, der Ladebalken bleibt an einer Stelle.
  • Scrollen in großen Ordnern, Suchen oder das Wechseln von Ordnern verursacht Aussetzer.
  • Outlook startet nur im abgesicherten Modus, im normalen Modus friert es ein.

Wenn du erkennst, dass das Einfrieren vor allem beim Start passiert, deutet das oft auf Add-ins oder ein beschädigtes Profil hin. Tritt das Problem dagegen nur bei bestimmten Konten oder Ordnern auf, liegt die Ursache eher im Postfach, in einer Datendatei (PST/OST) oder in Synchronisationsproblemen.

Erster Schnelltest: Liegt es wirklich an Outlook oder am System?

Bevor du Outlook selbst zerpflückst, lohnt sich ein kurzer Systemcheck. So findest du heraus, ob das Problem eher isoliert in Outlook oder im gesamten Windows-System steckt.

Ein einfacher Ablauf, um das einzugrenzen:

  1. Starte Windows neu und melde dich erneut an.
  2. Öffne Task-Manager und beobachte CPU, RAM und Datenträgerauslastung, während Outlook startet.
  3. Öffne andere Office-Programme wie Word oder Excel und prüfe, ob diese ebenfalls hängen.
  4. Meldefall: Testweise mit einem anderen Windows-Benutzerkonto anmelden und Outlook starten.

Wenn alles andere flüssig läuft und nur Outlook aussteigt, liegt der Fokus klar auf Outlook und Office. Wenn das gesamte System träge ist oder hohe Auslastung zeigt, solltest du parallel auch Windows-Probleme, Treiber und ggf. Sicherheitssoftware im Auge behalten.

Outlook im abgesicherten Modus starten und Add-ins prüfen

Der abgesicherte Modus von Outlook deaktiviert Add-ins und lädt ein minimales Set an Funktionen. Das ist der schnellste Weg, um herauszufinden, ob Erweiterungen oder Integrationen die Ursache sind.

So gehst du vor:

  1. Drücke Windows-Taste + R.
  2. Gib outlook.exe /safe ein und bestätige mit Enter.
  3. Wähle ggf. das gewünschte Profil und starte Outlook.

Wenn Outlook im abgesicherten Modus stabil läuft, ist das ein starker Hinweis auf ein fehlerhaftes Add-in oder ein Problem mit einer Erweiterung.

Deaktiviere dann Add-ins schrittweise:

  1. Starte Outlook normal.
  2. Öffne die Optionen und rufe den Bereich für Add-ins auf.
  3. Notiere dir alle aktiven Add-ins.
  4. Deaktiviere alle Add-ins und starte Outlook neu.
  5. Wenn Outlook stabil läuft, aktiviere Add-ins nacheinander wieder und teste jeweils kurz.

Besonders häufig verursachen Drittanbieter-Plugins von CRM-Systemen, Archivierungstools, PDF-Erweiterungen oder Sicherheitssoftware Probleme nach Windows- oder Office-Updates. Wenn ein bestimmtes Add-in die Hänger auslöst, deinstalliere es komplett oder prüfe beim Hersteller, ob es eine aktualisierte Version für die aktuelle Umgebung gibt.

Profil und Datendateien: Wenn OST/PST Outlook blockiert

Outlook speichert Mails, Kalender und weitere Inhalte in Datendateien im PST- oder OST-Format. Sobald diese Dateien beschädigt oder ungewöhnlich groß sind, kommt es häufig zu Aussetzern oder Einfrierern.

Anleitung
1Starte Windows neu und melde dich erneut an.
2Öffne Task-Manager und beobachte CPU, RAM und Datenträgerauslastung, während Outlook startet.
3Öffne andere Office-Programme wie Word oder Excel und prüfe, ob diese ebenfalls hängen.
4Meldefall: Testweise mit einem anderen Windows-Benutzerkonto anmelden und Outlook starten.

Typische Anzeichen für Probleme mit Datendateien:

  • Outlook hängt beim Wechseln in bestimmte Ordner oder Archive.
  • Nur ein bestimmtes Konto oder eine bestimmte Datendatei macht Ärger.
  • Lokale Archive lassen sich gar nicht mehr öffnen.
  • Suchvorgänge in großen Archiven dauern extrem lange oder stehen still.

Du kannst die Outlook-Datendateien mit dem integrierten Reparaturtool ScanPST prüfen. Dieses Tool findet sich üblicherweise im Office-Installationsordner. Wähle die betroffene PST-Datei aus, führe die Prüfung durch und lass gefundene Fehler reparieren. Bei OST-Dateien (Synchronisationsdateien für Exchange, Microsoft 365 oder IMAP) kann es oft schon helfen, die Datei zu löschen, damit Outlook sie beim nächsten Start neu erstellt. Vor dem Löschen solltest du Outlook beenden und dir den Pfad der OST-Datei über die Kontoeinstellungen anzeigen lassen.

Wenn eine einzige sehr große Datendatei (zum Beispiel mehrere Gigabyte) immer wieder zu Hängern führt, ist es sinnvoll, diese zu verkleinern oder auf mehrere Archive zu verteilen. Verschiebe alte Mails in eine zweite PST-Datei und kompaktierte Datendateien über die erweiterten Einstellungen der Datendatei-Verwaltung.

Neues Outlook-Profil anlegen, wenn nichts mehr geht

Das Outlook-Profil bündelt Konten, Datendateien und viele Einstellungen. Ein beschädigtes Profil führt leicht dazu, dass Outlook schon beim Start einfriert oder sich bei einfachen Aktionen aufhängt.

Wenn alle Versuche mit Add-ins und Datendateien scheitern, lohnt sich ein frisches Profil:

  1. Beende Outlook vollständig.
  2. Öffne die Systemsteuerung und suche nach Mail.
  3. Wähle Profil anzeigen und füge ein neues Profil hinzu.
  4. Richte das wichtigste E-Mail-Konto erneut ein.
  5. Setze das neue Profil als Standard und starte Outlook.

Wenn Outlook mit dem neuen Profil stabil läuft, war das alte Profil sehr wahrscheinlich beschädigt. Danach kannst du bei Bedarf weitere Konten in das neue Profil einbinden. Wichtig: Beim Verwenden von Exchange, Microsoft 365 oder IMAP-Konten werden Mails und Kalender in der Regel vom Server erneut synchronisiert. Lokale PST-Archive musst du dagegen manuell in das neue Profil einbinden.

Office-Installation reparieren, ohne alles neu zu installieren

Viele Hänger in Outlook nach einem Update gehen auf eine beschädigte Office-Installation zurück. Windows 11 bietet dafür integrierte Reparaturoptionen, die deutlich schneller sind als eine komplette Neuinstallation.

So nutzt du die integrierte Reparaturfunktion von Office:

  1. Schließe Outlook und alle anderen Office-Programme.
  2. Öffne die Windows-Einstellungen und rufe den Bereich für installierte Apps auf.
  3. Suche den Eintrag für Microsoft Office oder Microsoft 365 und wähle Ändern.
  4. Starte zuerst eine schnelle Reparatur und prüfe danach, ob das Problem weg ist.
  5. Wenn es weiterhin hängt, wiederhole den Vorgang und führe eine Online-Reparatur durch.

Die schnelle Reparatur prüft und ersetzt beschädigte Dateien lokal. Die Online-Reparatur lädt das Office-Paket erneut aus dem Internet und setzt sehr viele Komponenten auf einen definierten Zustand zurück. Einstellungen und Konten bleiben in der Regel erhalten, trotzdem ist eine Datensicherung immer sinnvoll, bevor du tiefere Eingriffe vornimmst.

Windows-Update als Auslöser: Zurückrollen oder nachpatchen

Gerade nach Funktionsupdates für Windows 11 oder nach sicherheitsrelevanten Patches tauchen hin und wieder Inkompatibilitäten mit Office und Outlook auf. Das äußert sich dann in Hängern, Grafikfehlern oder merkwürdigem Verhalten beim Start.

Wenn das Problem unmittelbar nach einem Windows-Update begann, gehst du so vor:

  1. Öffne die Windows-Einstellungen und rufe den Bereich Windows Update auf.
  2. Prüfe, ob weitere Updates oder optionale Patches angeboten werden und installiere sie.
  3. Starte den Rechner danach neu und teste Outlook.
  4. Wenn keine Besserung eintritt, öffne die Update-Historie und notiere dir jüngste Updates.
  5. Deinstalliere testweise das verdächtige Update, wenn Windows dies zulässt, und prüfe das Verhalten von Outlook.

Manchmal wird ein fehlerhaftes Update innerhalb weniger Tage durch einen weiteren Patch korrigiert. Es lohnt sich daher, in kurzen Abständen erneut nach Updates suchen zu lassen. Wenn ein Update sich nicht deinstallieren lässt oder Windows dies nicht anbietet, bleiben dir in der Regel nur Workarounds innerhalb von Outlook und Office, bis ein korrigierender Patch veröffentlicht ist.

Konflikte mit Virenscannern und Sicherheitssoftware

Viele Sicherheitslösungen klinken sich tief in den Datenverkehr und teilweise direkt in die Office-Programme ein. Sobald sich Windows 11 oder Office durch ein Update ändern, geraten diese Integrationen leicht aus dem Tritt.

Typische Hinweise auf einen Konflikt mit Sicherheitssoftware:

  • Outlook hängt vor allem beim Senden oder Empfangen von E-Mails.
  • Das Deaktivieren der Internetverbindung lässt Outlook wieder reagieren.
  • Fehlermeldungen oder Log-Einträge verweisen auf E-Mail-Scan oder Plug-ins des Virenschutzes.

Testweise kannst du den E-Mail-Scan im Virenscanner deaktivieren oder das Outlook-Plug-in der Sicherheitssoftware vorübergehend ausschalten. Tritt der Fehler danach nicht mehr auf, solltest du nach Updates für die Sicherheitslösung suchen oder beim Hersteller nach bekannten Problemen mit der aktuellen Windows- und Office-Version stöbern. Ein vollständiges Deaktivieren des Virenschutzes empfiehlt sich nur kurzzeitig zum Testen und nicht als Dauerlösung, da dein System dann ungeschützt ist.

Grafikbeschleunigung und Darstellungsprobleme

Neuer Grafiktreiber, modernes Windows und aktualisiertes Office sind nicht immer perfekt aufeinander abgestimmt. Die hardwarebeschleunigte Grafikdarstellung kann bei manchen Kombinationen von Grafikkarte und Treiber dazu führen, dass das Outlook-Fenster scheinbar einfriert.

Wenn Menüs teilweise nicht angezeigt werden, das Fenster grau bleibt oder Outlook optisch hängen bleibt, lohnt es sich, die Hardwarebeschleunigung zu testen:

  1. Starte Outlook.
  2. Öffne die Optionen und wechsle in den Bereich für erweiterte Einstellungen.
  3. Suche die Option, die Hardwaregrafikbeschleunigung zu deaktivieren.
  4. Aktiviere diese Einstellung, schließe Outlook und starte es neu.

Falls Outlook nach dem Deaktivieren der Grafikbeschleunigung wieder normal reagiert, liegt die Ursache sehr wahrscheinlich in einer Kombination aus Treiber, Grafikchip und der aktuellen Office-Version. In dem Fall solltest du auch nach aktualisierten Grafiktreibern schauen und testen, ob eine neuere Version die Probleme behebt.

Praxisbeispiele aus dem Alltag

Aus typischen Supportfällen lassen sich gut nachvollziehbare Szenarien ableiten. Die folgenden Praxisbeispiele sollen helfen, das eigene Problem schneller einzuordnen.

Praxisbeispiel 1: Outlook hängt nach Windows-Update beim Start

Ein Anwender installiert mehrere Windows-Updates und bemerkt am nächsten Morgen, dass Outlook bei jedem Start direkt mit „Keine Rückmeldung“ reagiert. Andere Programme laufen normal, nur Outlook bleibt kurz nach dem Öffnen hängen.

Im abgesicherten Modus startet Outlook dagegen problemlos. Nach dem schrittweisen Deaktivieren der Add-ins stellt sich heraus, dass ein altes CRM-Plug-in nicht mehr kompatibel ist. Nach der Deinstallation des Plugins und einem Neustart läuft Outlook wieder stabil, auch im normalen Modus.

Praxisbeispiel 2: Hänger beim Öffnen eines großen Archivs

Eine Mitarbeiterin nutzt ein sehr großes lokales PST-Archiv mit mehreren Gigabyte an E-Mails. Nach einem Office-Update friert Outlook jedes Mal ein, sobald dieses Archiv geöffnet wird oder der Archivordner ausgewählt ist.

Über das Reparaturtool für PST-Dateien werden mehrere Fehler korrigiert. Anschließend wird das Archiv in zwei kleinere PST-Dateien aufgeteilt und die Datendateien werden kompakt gespeichert. Danach reagiert Outlook wieder zuverlässig, auch beim Durchsuchen der Archivordner.

Praxisbeispiel 3: Outlook stoppt beim Senden und Empfangen

In einem kleinen Büro bleibt Outlook regelmäßig beim Senden und Empfangen hängen, vor allem seit auf Windows 11 umgestellt wurde. Während der Hänger sind andere Programme oft träge, aber nicht vollständig blockiert.

Die Analyse zeigt, dass der E-Mail-Scanner der installierten Sicherheitslösung jeden ausgehenden und eingehenden Anhang tiefgehend prüft und dabei Outlook blockiert. Nach dem Ausschalten des Outlook-Plug-ins innerhalb der Sicherheitssoftware und dem Umstieg auf eine serverseitige Mail-Überprüfung tritt das Einfrieren nicht mehr auf.

Postfachgröße, Indizierung und Suchprobleme

Sehr große Postfächer, viele Suchvorgänge und eine ständig neu aufbauende Indizierung können Outlook deutlich ausbremsen. Nach Updates kommt es gelegentlich dazu, dass die Windows-Suche oder die Office-eigene Indizierung neu startet und Outlook vorübergehend blockiert.

Hinweise auf solche Ursachen:

  • Outlook hängt vor allem beim Suchen oder Filtern.
  • Die Suchergebnisse sind unvollständig oder veraltet.
  • In den Optionen steht, dass noch indiziert wird oder viele Elemente in der Warteschlange sind.

Du kannst die Indizierung überprüfen, indem du in Outlook die Suchoptionen öffnest und nachsiehst, welche Elemente indiziert werden. Hilfreich ist es oft, die Indizierung kurz zu pausieren, Outlook zu schließen und dann die Indizierung neu starten zu lassen. Parallel dazu lohnt es sich, das Postfach aufzuräumen: Große Anhänge aus alten Mails auslagern, alte Newsletter löschen und systematisch Ordner strukturieren.

Unterschiede zwischen klassischem Outlook und neuer Outlook-Version

Unter Windows 11 taucht zunehmend die neue Outlook-Variante auf, die stärker an die Web-Version angelehnt ist. Diese Variante verhält sich anders als das klassische Outlook auf Basis der Office-Installation.

Beim Einfrieren ist es wichtig, zuerst zu klären, welche Version verwendet wird. Das klassische Outlook ist tief im Office-Paket verankert, während die neue Variante stark von Webtechnologien und Onlinediensten abhängt. Probleme nach Updates betreffen daher oft nur eine der beiden Varianten. In vielen Situationen hilft ein Test mit der jeweils anderen Version, um die Ursache einzugrenzen. Wenn die Web-basierte Outlook-Version im Browser normal läuft, die installierte Version aber hängt, liegt das Problem sehr wahrscheinlich lokal auf dem Windows-11-Gerät.

Systemressourcen und Hintergrundprogramme im Blick behalten

Selbst wenn ein Update der Auslöser war, spielen Ressourcen und andere Programme eine große Rolle. Outlook reagiert besonders empfindlich, wenn Speicher knapp wird oder die Festplatte durch andere Prozesse stark ausgelastet ist.

Beobachte im Task-Manager, wie sich CPU- und RAM-Auslastung verhalten, während Outlook einfriert. Läuft beispielsweise eine umfangreiche Datensicherung, ein Videokonverter oder eine virtuelle Maschine im Hintergrund, kann der Ressourcenmangel die Reaktion von Outlook massiv verzögern. In solchen Fällen hilft es, ressourcenintensive Aufgaben auf andere Zeitfenster zu schieben und zu prüfen, ob ein RAM-Upgrade oder der Umstieg auf eine SSD den Alltag spürbar verbessert.

Typische Denkfehler bei der Fehlersuche

Bei Hängern nach einem Update liegt die Vermutung nahe, dass allein Microsoft schuld ist. In der Praxis ist die Lage allerdings oft gemischt: Eine kleine Änderung im System legt einen bereits vorhandenen Fehler in Add-ins, Profilen oder Dateien offen.

Ein häufiger Irrtum besteht darin, nur an einem Punkt zu schrauben, zum Beispiel wochenlang Updates zu deinstallieren, ohne Add-ins oder Datendateien zu prüfen. Effizienter ist ein gestufter Ansatz: Zuerst Outlook im abgesicherten Modus testen, dann Datendateien und Profil unter die Lupe nehmen und anschließend Office und Windows einbeziehen. Wenn du diesen Weg gehst, sparst du dir viele unnötige Neuinstallationen und kommst systematischer ans Ziel.

Reihenfolge der Maßnahmen: Ein pragmatischer Leitfaden

Bei komplizierten Fehlern hilft eine feste Reihenfolge der Schritte, um nicht im Kreis zu laufen. Du musst nicht jedes Detail auswendig können, es reicht eine klare Orientierung.

Bewährt hat sich folgende Herangehensweise:

  1. Verhalten eingrenzen: Wann friert Outlook ein, bei welcher Aktion genau?
  2. Abgesicherten Modus testen und Add-ins schrittweise ausschalten.
  3. Datendateien (PST/OST) prüfen, reparieren oder neu erstellen.
  4. Neues Outlook-Profil anlegen und mit dem wichtigsten Konto testen.
  5. Office-Reparatur durchführen, erst schnell, dann online.
  6. Windows-Updates und optionale Patches prüfen, problematische Updates identifizieren.
  7. Virenscanner-Integration und andere tiefe Systemtools überprüfen.
  8. Ressourcenlage des Systems kontrollieren und anpassen.

Wenn du diese Kette systematisch abarbeitest, erkennst du meist nach wenigen Schritten, in welchem Bereich du weitergraben musst. So sparst du dir Zufallsexperimente und behältst auch bei hartnäckigen Problemen die Übersicht.

Häufige Fragen zu Outlook-Problemen unter Windows 11

Warum bleibt Outlook nach einem Windows-Update plötzlich hängen?

Nach größeren Systemupdates ändern sich oft Bibliotheken, Treiber oder Sicherheitsrichtlinien, auf die Outlook zugreift. Kommt Outlook mit diesen Änderungen nicht zurecht, führen Konflikte mit Add-ins, Treibern oder beschädigten Office-Komponenten schnell zu Hängern und eingefrorenen Fenstern.

Wie erkenne ich, ob mein Outlook-Profil beschädigt ist?

Typische Hinweise sind wiederholte Hänger direkt nach dem Start, dauerhaft angezeigte Ladefenster und Fehlermeldungen beim Zugriff auf Ordner oder das Adressbuch. Wenn ein neu angelegtes Profil stabil läuft, während das alte weiterhin Probleme macht, liegt die Ursache sehr wahrscheinlich im ursprünglichen Profil.

Hilft es, Outlook einfach neu zu installieren?

Eine reine Neuinstallation von Outlook beseitigt nicht automatisch fehlerhafte Profile, defekte Datendateien oder Add-in-Konflikte. Effektiver ist es, zuerst eine Office-Reparatur durchzuführen, Profile zu prüfen und Datendateien zu testen, bevor ein vollständiges Neuaufsetzen in Betracht gezogen wird.

Kann mein Virenscanner dafür sorgen, dass Outlook unter Windows 11 einfriert?

Ein übermäßig aggressiv konfigurierter Virenscanner kann beim Scannen von E-Mails und Datendateien für starke Verzögerungen sorgen. Besonders bei großen Postfächern oder Netzlaufwerken kann dies dazu führen, dass Outlook minutenlang nicht reagiert.

Was bringt es, die Hardwarebeschleunigung in Outlook zu deaktivieren?

Die Hardwarebeschleunigung verlagert Grafikaufgaben auf die Grafikkarte, was nicht mit jeder Treiber-Version zuverlässig funktioniert. Bei Treiberproblemen führt das in vielen Fällen zu Anzeigehänger, weißen Fenstern oder einem scheinbar eingefrorenen Programmfenster.

Spielt die Größe des Postfachs eine Rolle, wenn Outlook einfriert?

Sehr umfangreiche Postfächer mit vielen Unterordnern und Anhängen belasten Datendateien und Indizierung stark. Je größer und komplexer die Ordnerstruktur wird, desto eher treten Verzögerungen beim Wechseln von Ordnern und beim Suchen auf.

Warum startet Outlook im abgesicherten Modus stabiler?

Im abgesicherten Modus lädt Outlook keine Drittanbieter-Add-ins und reduziert einige Komfortfunktionen, die Fehler verursachen können. Wenn das Programm dort ohne Probleme läuft, deutet dies stark auf ein Add-in oder eine Erweiterung als Ursache hin.

Kann ein beschädigtes Benutzerprofil in Windows 11 Outlook beeinflussen?

Ein defektes Windows-Benutzerprofil kann Rechteprobleme, beschädigte Konfigurationsdateien und fehlerhafte Registry-Einträge verursachen, die sich direkt auf Outlook auswirken. In solchen Fällen treten meist auch andere Auffälligkeiten im System auf, etwa bei der Suche, im Explorer oder bei anderen Office-Anwendungen.

Macht es einen Unterschied, ob ich das klassische Outlook oder die neue App nutze?

Die klassische Desktop-Version nutzt lokale Datendateien intensiver und hängt stärker von Add-ins und Office-Komponenten ab. Die neue App ist enger mit der Cloud verzahnt und reagiert empfindlicher auf Netzwerkprobleme, während lokale Dateifehler dort weniger ins Gewicht fallen.

Sollte ich einen Systemwiederherstellungspunkt nutzen, wenn Outlook nach einem Update nicht mehr reagiert?

Ein Wiederherstellungspunkt kann hilfreich sein, wenn die Probleme unmittelbar nach einem klar definierbaren Systemeingriff aufgetreten sind und alle anderen Maßnahmen nicht zum Ziel geführt haben. Vor dem Zurücksetzen sollten jedoch Sicherungen wichtiger Daten und Exportkopien relevanter Outlook-Informationen erstellt werden.

Wie verhindere ich künftige Hänger von Outlook unter Windows 11?

Regelmäßige Wartung von Postfach und Datendateien, das Entfernen nicht benötigter Add-ins und das Aktualisieren von Treibern und Office-Komponenten reduzieren das Risiko deutlich. Zusätzlich hilft eine sinnvolle Archivstrategie sowie eine Begrenzung der gleichzeitigen Hintergrundprogramme, das System stabil zu halten.

Fazit

Wenn Outlook unter Windows 11 immer wieder einfriert, steckt meist eine Kombination aus Add-ins, Datendateien, Updates und Systemumgebung dahinter. Wer Schritt für Schritt vorgeht, Profile und Datendateien prüft, Office repariert und systembedingte Einflüsse ausschließt, findet in der Regel eine tragfähige Lösung. Mit einem aufgeräumten Postfach, gepflegten Einstellungen und einem aktuellen System bleibt Outlook im Alltag spürbar zuverlässiger.

Checkliste
  • Outlook reagiert nicht mehr, der Titel zeigt „Keine Rückmeldung“.
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