Zwischensummen in Excel: Listen nach Gruppen auswerten und zusammenfassen

Lesedauer: 13 Min – Beitrag erstellt: 28. Mai 2026, zuletzt aktualisiert: 28. Mai 2026

Excel kann umfangreiche Listen nicht nur sortieren und filtern, sondern auch nach wiederkehrenden Merkmalen gliedern und automatisch Teilergebnisse bilden. Genau dafür ist die Funktion für Zwischensummen gedacht. Sie ergänzt eine Liste um zusätzliche Zeilen, in denen pro Gruppe etwa Summen, Anzahlen, Mittelwerte oder andere Auswertungen erscheinen. Das eignet sich für Umsätze nach Region, Stückzahlen je Artikelgruppe, Kosten nach Abteilung oder Bestellungen je Monat.

Wichtig ist dabei ein sauberer Aufbau der Daten. Zwischensummen arbeiten am zuverlässigsten, wenn die Liste spaltenweise organisiert ist, jede Zeile einen Datensatz enthält und in der ersten Zeile eindeutige Überschriften stehen. Leerzeilen innerhalb der Daten sollten vermieden werden, weil sie die zusammenhängende Struktur unterbrechen können.

Wofür sich Zwischensummen besonders eignen

Die Funktion ist vor allem dann sinnvoll, wenn eine Liste nach einem Merkmal gruppiert werden soll und für jede Gruppe automatisch ein Ergebnis erscheinen soll. Dabei bleibt die ursprüngliche Tabelle erhalten, und Excel ergänzt lediglich Auswertungszeilen sowie eine Gliederung am linken Rand.

  • Umsätze nach Vertriebsgebiet addieren
  • Kosten je Kostenstelle zusammenrechnen
  • Anzahl von Datensätzen pro Kategorie ermitteln
  • Durchschnittswerte je Monat oder Produktgruppe anzeigen
  • Größte oder kleinste Werte innerhalb von Gruppen ausgeben

Ein großer Vorteil liegt darin, dass sich die Detailzeilen auf Wunsch ein- und ausblenden lassen. Dadurch entsteht aus einer langen Liste in wenigen Schritten eine gut lesbare Übersicht.

So muss die Tabelle vorbereitet sein

Bevor Excel Gruppensummen einfügt, sollte die Liste geprüft werden. Der häufigste Grund für fehlerhafte Ergebnisse liegt nicht in der Funktion selbst, sondern in einer ungeeigneten Tabellenstruktur.

  • Jede Spalte braucht eine klare Überschrift.
  • Jede Zeile darf nur einen Datensatz enthalten.
  • Die Gruppierungsspalte muss in allen relevanten Zeilen gefüllt sein.
  • Es dürfen keine kompletten Leerzeilen innerhalb des Datenbereichs stehen.
  • Teilergebnisse oder manuell eingefügte Summenzeilen sollten vorher entfernt werden.

Zusätzlich sollte die Liste nach der Spalte sortiert werden, nach der später gruppiert werden soll. Ohne diese Sortierung erzeugt Excel zwar Zwischensummen, aber gleiche Gruppen werden dann mehrfach an verschiedenen Stellen ausgewertet.

Zwischensummen Schritt für Schritt einfügen

  1. Markiere eine Zelle innerhalb der Liste.
  2. Sortiere die Daten nach der Spalte, die als Gruppierung dienen soll, etwa Abteilung, Monat oder Region.
  3. Wechsle im Menüband zu

    Daten

    und öffne

    Zwischensumme

    .
  4. Wähle bei

    Bei jeder Änderung in

    die Gruppierungsspalte aus.
  5. Lege unter

    Verwenden von Funktion

    fest, welche Berechnung Excel ausführen soll.
  6. Aktiviere bei

    Zwischensumme hinzufügen zu

    die Spalten, die ausgewertet werden sollen.
  7. Bestätige mit

    OK

    .

Nach dem Einfügen erstellt Excel automatisch zusätzliche Zeilen mit Teilergebnissen. Gleichzeitig erscheint links neben der Tabelle eine Gliederung mit Ebenen. Darüber lässt sich zwischen Gesamtübersicht, Gruppensummen und allen Detailzeilen umschalten.

Die wichtigsten Optionen im Dialogfeld

Bei jeder Änderung in

Hier wird festgelegt, nach welcher Spalte Excel die Daten gruppiert. Diese Spalte muss bereits sortiert sein, damit gleiche Werte zusammenhängend auftreten.

Anleitung
1Markiere eine Zelle innerhalb der Liste.
2Sortiere die Daten nach der Spalte, die als Gruppierung dienen soll, etwa Abteilung, Monat oder Region.
3Wechsle im Menüband zu Daten und öffne Zwischensumme.
4Wähle bei Bei jeder Änderung in die Gruppierungsspalte aus.
5Lege unter Verwenden von Funktion fest, welche Berechnung Excel ausführen soll — Prüfe anschließend das Ergebnis und wiederhole bei Bedarf die entscheidenden Schritte.

Verwenden von Funktion

Hier wählst du die Berechnungsart. Zur Verfügung stehen unter anderem Summe, Anzahl, Mittelwert, Maximum, Minimum und Produkt. Welche Funktion sinnvoll ist, hängt von den markierten Zielspalten und vom Datentyp ab.

Zwischensumme hinzufügen zu

In diesem Bereich bestimmst du die Spalten, in denen Excel die Berechnung ausführen soll. Bei Umsätzen ist das meist eine Wertespalte, bei Mengen eventuell gleich mehrere Zahlenfelder.

Aktuelle Zwischensummen ersetzen

Diese Option ist wichtig, wenn bereits Gruppensummen vorhanden sind. Ist sie aktiviert, werden bestehende Auswertungen entfernt und durch neue ersetzt. Ist sie deaktiviert, können mehrere Ebenen von Zwischensummen nacheinander aufgebaut werden.

Seitenwechsel zwischen Gruppen

Für Ausdrucke kann Excel vor jeder neuen Gruppe einen Seitenumbruch setzen. Das ist nützlich bei langen Listen, die getrennt pro Bereich ausgegeben werden sollen.

Ergebnis unter Daten

Mit dieser Einstellung legt Excel die Auswertungszeilen unterhalb der jeweiligen Gruppe an. Wird die Option deaktiviert, erscheinen die Ergebnisse oberhalb der Detaildaten. Für viele Anwender ist die Standardposition unter den Daten übersichtlicher.

Welche Funktionen Excel bei Zwischensummen unterstützt

Nicht immer ist die einfache Summe die beste Wahl. Je nach Fragestellung kommen andere Berechnungen infrage.

  • Summe

    für Umsätze, Mengen, Kosten oder Stunden
  • Anzahl

    für gefüllte Zellen mit Zahlen
  • Anzahl Werte

    für alle nicht leeren Zellen
  • Mittelwert

    für Durchschnittspreise, Durchschnittszeiten oder Durchschnittskosten
  • Maximum

    für höchste Werte pro Gruppe
  • Minimum

    für kleinste Werte pro Gruppe
  • Produkt

    für Sonderfälle in Berechnungslisten
  • Standardabweichung

    oder

    Varianz

    für statistische Auswertungen

Bei klassischen Listen mit Beträgen, Mengen und Datensätzen werden meist Summe, Anzahl und Mittelwert eingesetzt.

Mehrstufige Auswertungen aufbauen

Excel kann nicht nur eine Gruppierungsebene abbilden. Es ist auch möglich, nacheinander weitere Ebenen hinzuzufügen. So lässt sich eine Liste zuerst nach Region und innerhalb der Region nach Verkäufer auswerten.

Dafür wird die Tabelle zunächst nach beiden Spalten sortiert, zuerst nach der Hauptgruppe und danach nach der Untergruppe. Anschließend fügst du die erste Ebene der Zwischensummen ein, etwa nach Region. Danach öffnest du den Dialog erneut, wählst als zweite Gruppierung beispielsweise Verkäufer und entfernst das Häkchen bei

Aktuelle Zwischensummen ersetzen

. Excel ergänzt dann eine weitere Gliederungsebene.

Das Ergebnis ist besonders hilfreich für Berichte mit mehreren Hierarchien. Gleichzeitig steigt aber auch die Unübersichtlichkeit. Deshalb lohnt es sich, nur so viele Ebenen zu verwenden, wie für die Auswertung wirklich nötig sind.

Gliederungsstufen sinnvoll nutzen

Nach dem Einfügen der Gruppensummen zeigt Excel links neben dem Tabellenbereich kleine Schaltflächen mit Zahlen an. Diese Gliederung ist kein Nebeneffekt, sondern ein wichtiger Teil der Funktion.

  • Die oberste Ebene zeigt nur das Gesamtergebnis.
  • Die mittlere Ebene blendet je Gruppe nur die Zwischensummen ein.
  • Die unterste Ebene zeigt alle Detaildaten.

Damit lassen sich große Listen schnell verdichten. Wer etwa nur Summen je Abteilung sehen möchte, schaltet auf die entsprechende Ebene und blendet Tausende Einzelzeilen aus. Für die Kontrolle einzelner Gruppen kann die Ansicht anschließend wieder geöffnet werden.

Eine Verkaufsübersicht nach Regionen verdichten

Angenommen, die Tabelle enthält die Spalten Datum, Region, Kunde und Umsatz. Ziel ist eine Auswertung der Umsätze je Region. In diesem Fall wird zuerst nach Region sortiert. Danach wird die Funktion für Zwischensummen geöffnet. Als Gruppierung dient Region, als Funktion Summe, und als Zielspalte wird Umsatz markiert.

Excel fügt nun unter jeder Region eine Zeile mit der Summe aller zugehörigen Umsätze ein. Zusätzlich erscheint am Ende der Liste das Gesamtergebnis. Über die Gliederung kann die Ansicht auf reine Regionssummen reduziert werden. Für Vertriebsberichte ist das eine schnelle Lösung ohne zusätzliche Formeln.

Stückzahlen pro Artikelgruppe zählen

Nicht jede Auswertung dreht sich um Geldbeträge. Häufig soll sichtbar werden, wie viele Datensätze zu einer Gruppe gehören. In einer Lagerliste mit den Spalten Artikelnummer, Artikelgruppe, Lagerort und Bestand kann die Gruppierung nach Artikelgruppe erfolgen. Als Funktion eignet sich je nach Aufbau

Anzahl

oder

Anzahl Werte

Der Unterschied ist wichtig.

Anzahl

zählt nur numerische Einträge, während

Anzahl Werte

alle nicht leeren Zellen berücksichtigt. Wenn die Zählung über eine Textspalte laufen soll, ist daher meistens

Anzahl Werte

die richtige Wahl.

Monatliche Kosten mit Durchschnitt und Summe betrachten

Für Finanzlisten reicht eine einzige Kennzahl oft nicht aus. Eine Tabelle mit den Spalten Monat, Projekt, Kostenart und Betrag kann erst nach Monat sortiert werden. Danach lässt sich zunächst eine Summe der Beträge je Monat bilden. Anschließend kann eine zweite Ebene mit Mittelwerten ergänzt werden, wenn mehrere Kostenzeilen pro Monat vorhanden sind und zusätzlich der durchschnittliche Betrag pro Buchung interessant ist.

Damit beide Auswertungen bestehen bleiben, darf beim zweiten Durchlauf die Option zum Ersetzen vorhandener Gruppensummen nicht aktiviert sein. So entsteht eine differenziertere Sicht auf die Daten.

So entfernst du vorhandene Zwischensummen sauber

Manuell eingefügte Ergebniszeilen sollten nicht einfach gelöscht werden, wenn sie von Excel erzeugt wurden. Dafür gibt es im gleichen Dialog eine eigene Funktion.

  1. Klicke in eine Zelle der betroffenen Liste.
  2. Öffne wieder

    Daten

    und danach

    Zwischensumme

    .
  3. Wähle

    Alle entfernen

    .

Excel löscht damit die eingefügten Gruppensummen und entfernt zugleich die Gliederung. Die Ausgangsdaten bleiben erhalten.

Warum die Funktion manchmal ausgegraut ist

Gelegentlich lässt sich

Zwischensumme

nicht auswählen. Das hat meist einen klaren technischen Grund.

  • Die Daten liegen in einer als intelligente Tabelle formatierten Excel-Tabelle vor.
  • Ein Schutz verhindert Änderungen am Blatt.
  • Es wurde kein zusammenhängender Listenbereich erkannt.
  • Mehrere Bereiche sind gleichzeitig markiert.

Besonders häufig tritt der erste Punkt auf. Die Funktion für Zwischensummen arbeitet nicht direkt in strukturierten Tabellen im Tabellenformat. In diesem Fall muss die Tabelle zunächst in einen normalen Bereich umgewandelt werden.

Strukturierte Tabelle in einen normalen Bereich umwandeln

Wer Daten über

Als Tabelle formatieren

angelegt hat, stößt schnell auf diese Einschränkung. Die Umwandlung ist einfach und verändert die Inhalte nicht.

  1. Klicke in die Tabelle.
  2. Öffne die Registerkarte für das Tabellentool.
  3. Wähle

    In Bereich konvertieren

    .
  4. Bestätige die Sicherheitsabfrage.

Danach steht die Funktion für Zwischensummen wieder zur Verfügung. Falls das Tabellenlayout erhalten bleiben soll, kann es bei Bedarf anschließend mit normalen Zellformaten nachgebildet werden.

Zwischensummen und Filter richtig zusammenspielen lassen

Viele Listen werden nicht nur gruppiert, sondern auch gefiltert. Hier ist wichtig zu wissen, wie Excel Werte behandelt. Werden Datensätze gefiltert, bleiben Zwischensummen zwar sichtbar, die Berechnungsbasis hängt aber von der verwendeten Funktion und vom Aufbau der Liste ab.

Für Auswertungen, die nur sichtbare Zeilen berücksichtigen sollen, ist häufig die Funktion

TEILERGEBNIS

in einer separaten Auswertung besser geeignet als die klassische Gruppensummen-Funktion. Zwischensummen innerhalb der Liste sind ideal für gruppierte Berichte, während Formeln mit

TEILERGEBNIS

oder PivotTables flexibler mit Filtern umgehen.

Unterschied zwischen Zwischensummen und TEILERGEBNIS

Die ähnlich klingenden Begriffe werden oft verwechselt. Es handelt sich aber um zwei verschiedene Werkzeuge.

  • Zwischensumme

    im Menü fügt automatisch Gruppenzeilen in eine sortierte Liste ein.
  • TEILERGEBNIS

    ist eine Funktion in Formeln, die Werte in Bereichen berechnet und auf gefilterte Zeilen reagieren kann.

Wer eine Liste nach Gruppen gliedern und optisch strukturieren möchte, greift zur eingebauten Gruppensummen-Funktion. Wer freie Berechnungen außerhalb der Liste benötigt, arbeitet eher mit der Formelvariante.

Wann eine PivotTable die bessere Wahl ist

Nicht jede Auswertung sollte mit Zwischensummen umgesetzt werden. Bei wiederkehrenden Analysen, wechselnden Fragestellungen oder mehreren Auswertungsebenen ist eine PivotTable oft leistungsfähiger. Sie erlaubt freie Kombinationen von Zeilen, Spalten, Filtern und Kennzahlen, ohne die Ursprungsliste zu verändern.

Zwischensummen sind dagegen dann stark, wenn direkt in der Liste gearbeitet wird, die Daten in ihrer Reihenfolge sichtbar bleiben sollen und eine einfache Gruppenstruktur ausreicht. Für schnelle Teilergebnisse im laufenden Arbeitsblatt ist das oft der kürzere Weg.

Typische Fehlerquellen und ihre Behebung

Gleiche Gruppen werden mehrfach ausgewertet

Die Liste wurde nicht sauber nach der Gruppierungsspalte sortiert. Erst nach dem Sortieren werden alle gleichen Werte zusammenhängend erkannt.

Leere oder falsche Ergebnisse erscheinen

In der ausgewählten Zielspalte stehen Texte statt Zahlen, oder es wurde eine ungeeignete Funktion gewählt. Prüfe Zellformate und Inhalte.

Vorhandene Summen werden überschrieben

Beim erneuten Einfügen war die Option zum Ersetzen aktiviert. Für zusätzliche Ebenen muss diese Einstellung deaktiviert werden.

Die Gliederung fehlt nach dem Einfügen

Oft ist die Anzeige der Gliederungssymbole ausgeblendet. Dann sollte in den Excel-Optionen geprüft werden, ob Gliederungssymbole für das Arbeitsblatt angezeigt werden.

Die Liste lässt sich schlecht weiterverarbeiten

Zwischensummen ändern die Struktur des Datenbereichs. Für nachgelagerte Auswertungen, die jede Zeile als reinen Datensatz benötigen, ist es sinnvoll, die Gruppensummen vor weiteren Importen oder Analysen wieder zu entfernen.

Schneller Ablauf für saubere Gruppensummen

  1. Datenbereich prüfen und Leerzeilen entfernen.
  2. Nach der gewünschten Gruppierung sortieren.
  3. Eine Zelle in der Liste markieren.
  4. Die Funktion für Zwischensummen öffnen.
  5. Gruppierung, Berechnungsart und Zielspalten auswählen.
  6. Ergebnisse kontrollieren und Gliederung nutzen.
  7. Bei Bedarf weitere Ebenen ergänzen oder alles wieder entfernen.

So bleiben Berichte lesbar und stabil

Damit die Auswertung langfristig funktioniert, lohnt sich ein einheitlicher Listenaufbau. Datumswerte sollten echte Datumswerte sein, Beträge als Zahlen gespeichert werden und Spalten nicht gemischt mit Text und Zahl befüllt sein. Ebenso hilfreich ist es, vor dem Einfügen der Gruppensummen eine Kopie des Arbeitsblatts zu erstellen, wenn an den Daten noch weitergearbeitet werden soll.

Für Präsentationen oder Ausdrucke bietet sich zudem eine reduzierte Gliederungsebene an. Dadurch sehen Empfänger sofort die Kernergebnisse je Gruppe, ohne durch viele Einzelzeilen navigieren zu müssen.

Häufige Fragen zu Zwischensummen in Excel

Warum werden meine Gruppen nicht sauber getrennt?

Meist liegt die Ursache in einer unsortierten Liste. Die Gruppenspalte muss vor dem Einfügen der Funktion vollständig und einheitlich sortiert sein, damit Excel jeden Abschnitt richtig erkennt.

Auch kleine Abweichungen wie zusätzliche Leerzeichen, unterschiedliche Schreibweisen oder gemischte Formate können dazu führen, dass scheinbar gleiche Einträge als eigene Gruppe behandelt werden.

Kann ich mehrere Auswertungen in derselben Liste kombinieren?

Ja, das ist möglich, wenn du die Ebenen nacheinander aufbaust. Zuerst wird nach dem größeren Bereich gegliedert, danach fügst du weitere Ebenen hinzu, ohne die vorhandenen Ergebnisse zu ersetzen.

Wichtig ist dabei die richtige Sortierreihenfolge. Die Spalten müssen in genau der Reihenfolge sortiert sein, in der später auch die Gruppierung erfolgen soll.

Weshalb stimmen Summen nach dem Filtern manchmal nicht?

In vielen Fällen wurde nicht mit der eingebauten Zwischensummen-Funktion gearbeitet, sondern mit normalen Summenformeln. Herkömmliche SUMME-Formeln berücksichtigen ausgeblendete Zeilen oft anders als erwartet.

Prüfe außerdem, ob Zeilen nur manuell verborgen oder per Filter ausgeblendet wurden. Diese Unterscheidung beeinflusst das Ergebnis bei Auswertungen deutlich.

Wie lassen sich nur die Gesamtergebnisse je Gruppe anzeigen?

Nutze die Gliederungssymbole links neben dem Tabellenbereich. Mit der passenden Ebene blendest du Detailzeilen aus und behältst nur die Gruppenwerte und bei Bedarf die Gesamtsumme im Blick.

Das ist besonders hilfreich für Berichte, die schnell lesbar sein sollen. Die Daten bleiben erhalten und können jederzeit wieder vollständig eingeblendet werden.

Kann ich Zwischensummen auch für Texte statt für Zahlen verwenden?

Teilweise ja, allerdings nicht für klassische Rechenoperationen. Du kannst etwa die Anzahl von Einträgen zählen, wenn du wissen willst, wie viele Datensätze pro Gruppe vorhanden sind.

Für textliche Inhalte wie Begriffe oder Kategorien liefert die Funktion also eher Mengenangaben als inhaltliche Zusammenfassungen.

Was tun, wenn nachträglich neue Zeilen hinzukommen?

Neue Datensätze werden nicht immer automatisch in eine bestehende Gruppierung übernommen. Häufig ist es sinnvoll, die Zwischensummen zu entfernen, die Liste zu ergänzen, neu zu sortieren und die Auswertung anschließend erneut einzufügen.

So vermeidest du verschobene Bereiche, doppelte Gruppensummen oder Lücken in der Gliederung. Bei regelmäßig wachsenden Daten ist eine saubere Aktualisierungsroutine sinnvoll.

Warum erscheinen doppelte Summenzeilen?

Das passiert oft, wenn dieselbe Funktion mehrfach eingefügt wurde, ohne vorhandene Ergebnisse zu ersetzen oder bewusst als weitere Ebene zu ergänzen. Dann schreibt Excel zusätzliche Summenzeilen in eine bereits gegliederte Liste.

Am sichersten entfernst du zuerst alle vorhandenen Zwischensummen und startest danach neu. Dadurch entsteht wieder eine klare Struktur ohne überlagerte Berechnungen.

Welche Spalten eignen sich besonders gut zum Gruppieren?

Gut geeignet sind Felder mit wiederkehrenden Kategorien, etwa Regionen, Abteilungen, Monate, Warengruppen oder Mitarbeitende. Entscheidend ist, dass sich die Werte logisch zusammenfassen lassen und in der Liste mehrfach vorkommen.

Weniger geeignet sind eindeutige IDs oder fortlaufende Nummern. Dort würde fast jede Zeile eine eigene Gruppe bilden, was keinen Mehrwert bringt.

Wie prüfe ich schnell, ob die Datenbasis für die Auswertung sauber ist?

Ein kurzer Kontrollgang spart später viel Zeit. Achte auf leere Zeilen, zusammengeführte Zellen, unterschiedliche Datumsformate und uneinheitliche Schreibweisen in der Gruppenspalte.

Hilfreich ist auch ein Blick auf Zahlenformate. Werte, die nur wie Zahlen aussehen, aber als Text gespeichert sind, führen bei Berechnungen schnell zu fehlerhaften Ergebnissen.

Wann ist eine Formellösung besser als die eingebaute Funktion?

Eine Formellösung ist dann sinnvoll, wenn die Auswertung flexibel in anderen Bereichen weiterverarbeitet werden soll oder wenn sich Daten laufend verändern. Mit Formeln wie TEILERGEBNIS oder AGGREGAT lassen sich sichtbare Werte gezielt einbeziehen.

Für schnell lesbare Listen mit Gliederungsfunktion bleibt die integrierte Auswertung jedoch oft der schnellere Weg. Sie eignet sich besonders dann, wenn die Daten direkt im Tabellenbereich geprüft und eingeklappt werden sollen.

Wie gehe ich vor, wenn Excel nur einen Teil der Liste erfasst?

Dann befindet sich meist eine Unterbrechung im Datenblock, etwa eine Leerzeile oder eine leere Spalte. Excel erkennt den Bereich nur bis zu dieser Stelle und bezieht den Rest nicht mehr ein.

Entferne solche Trennungen und markiere bei Bedarf den vollständigen Bereich vor dem Einfügen erneut. Danach lässt sich die Auswertung in der Regel ohne Lücken anlegen.

Fazit

Mit dieser Funktion lassen sich Listen nach klaren Gruppen schnell auswerten, verdichten und übersichtlich darstellen. Entscheidend sind eine saubere Sortierung, ein ordentlich vorbereiteter Datenbereich und das richtige Vorgehen bei Änderungen. Wenn diese Grundlagen stimmen, entstehen belastbare Ergebnisse, die sich auch in umfangreichen Tabellen leicht kontrollieren lassen.

Checkliste
  • Umsätze nach Vertriebsgebiet addieren
  • Kosten je Kostenstelle zusammenrechnen
  • Anzahl von Datensätzen pro Kategorie ermitteln
  • Durchschnittswerte je Monat oder Produktgruppe anzeigen
  • Größte oder kleinste Werte innerhalb von Gruppen ausgeben

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