Explorer startet langsam – diese Option kann die Ursache sein

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 12. April 2026, zuletzt aktualisiert: 12. April 2026

Ein träge reagierender Windows-Explorer liegt häufig an einer bestimmten Einstellung oder Erweiterung, die den Aufbau der Ordneransicht ausbremst. In vielen Fällen lässt sich das Problem über Optionen im Explorer oder im System ganz ohne Neuinstallation beheben. Eine schrittweise Fehlersuche hilft dabei, die eigentliche Ursache einzugrenzen und dauerhaft zu beseitigen.

Typische Auslöser sind Netzwerkverknüpfungen, Vorschaufunktionen, Drittanbieter-Erweiterungen oder die Art, wie Windows Ordner optimiert. Wer diese Bereiche systematisch prüft, verkürzt Startzeiten spürbar und sorgt dafür, dass Ordner und Dateien wieder zügig öffnen.

Erste Diagnose: Was genau ist langsam?

Bevor Einstellungen geändert werden, lohnt sich ein genauer Blick auf das Verhalten des Explorers. Entscheidend ist, ob nur der Start des Programms träge wirkt oder ob vor allem bestimmte Ordner (zum Beispiel mit vielen Bildern oder Netzwerkpfaden) betroffen sind. Je genauer das Verhalten beschrieben wird, desto gezielter lassen sich die passenden Optionen finden.

Einige Leitfragen helfen bei der Eingrenzung:

  • Benötigt der Explorer schon beim ersten Öffnen mehr als 2–3 Sekunden, selbst bei leerem Desktop?
  • Verzögert sich der Aufbau hauptsächlich bei bestimmten Ordnern (Bilder, Videos, Downloads, Netzlaufwerke)?
  • Hängt der Explorer vor allem beim Rechtsklick auf Dateien oder Ordner?
  • Friert er teilweise ein und zeigt oben „Keine Rückmeldung“ an?

Wer diese Beobachtungen macht, kann im nächsten Schritt prüfen, welche Funktion im Hintergrund beteiligt sein könnte: Vorschau, Thumbnails, Ordneroptimierung, Kontextmenü-Erweiterungen oder Netzwerkpfade.

Ordneroptimierung als versteckte Bremse

Windows optimiert Ordner je nach Inhaltstyp, etwa für Dokumente, Bilder oder Videos. Diese Optimierung kann bei vielen Dateien oder gemischten Inhalten zu Verzögerungen führen, weil der Explorer für jeden Ordner den vermeintlich besten Darstellungsmodus berechnet. Besonders Ordner mit sehr vielen Unterordnern oder Mediendateien reagieren dadurch langsamer.

Ein schneller Test zeigt, ob diese Optimierung schuld ist: Reagiert ein bestimmter Ordner auffallend träge, lohnt sich ein Blick in dessen Eigenschaften.

  1. Mit der rechten Maustaste auf den betroffenen Ordner klicken.
  2. „Eigenschaften“ wählen.
  3. Zum Reiter „Anpassen“ wechseln.
  4. Unter „Diesen Ordner optimieren für“ einen anderen Typ wählen, zum Beispiel „Allgemeine Elemente“.
  5. Optional das Häkchen bei „Vorlage für alle Unterordner übernehmen“ aktivieren.
  6. Mit „OK“ bestätigen und den Ordner erneut öffnen.

Wenn der Ordner nach der Umstellung deutlich flotter lädt, war die ursprüngliche Optimierung ein wesentlicher Faktor. In diesem Fall kann es sich lohnen, auch andere große Ordner (Downloads, eigene Projektordner, Archivordner) auf „Allgemeine Elemente“ umzustellen.

Vorschau- und Detailbereich als Geschwindigkeitskiller

Der Vorschau- und der Detailbereich im Explorer sind praktisch, weil sie Informationen und Inhalte anzeigen, ohne eine Datei zu öffnen. Gleichzeitig müssen dazu für jede markierte Datei Metadaten analysiert und teilweise Inhalte vorgeladen werden. Bei vielen oder großen Dateien führt dieser Schritt schnell zu Verzögerungen.

Ein schneller Vergleich mit deaktivierter Vorschau zeigt, ob diese Funktion verantwortlich ist:

  1. Den Explorer öffnen.
  2. Oben auf „Ansicht“ klicken.
  3. Im Menüband den „Vorschaufenster“-Button deaktivieren (falls aktiviert).
  4. Ebenfalls das „Detailfenster“ deaktivieren, wenn es genutzt wird.
  5. Den Explorer schließen und erneut starten.

Wenn die Reaktionszeit danach spürbar besser ist, lag ein Teil der Bremse im Vorschau- oder Detailbereich. Wer auf diese Funktionen angewiesen ist, kann sie gezielt nur in bestimmten Ordnern aktivieren, in denen wenige Dateien liegen oder in denen der Mehrwert hoch ist.

Miniaturansichten (Thumbnails) prüfen

Miniaturansichten sind die kleinen Vorschaubilder für Fotos, Videos und Dokumente. Sie machen die Dateiauswahl übersichtlicher, müssen aber für jede Datei erzeugt und im Cache gespeichert werden. In Ordnern mit tausenden Bildern kann das Laden der Vorschaubilder leicht zur Geduldsprobe werden.

Anleitung
1Mit der rechten Maustaste auf den betroffenen Ordner klicken.
2„Eigenschaften“ wählen.
3Zum Reiter „Anpassen“ wechseln.
4Unter „Diesen Ordner optimieren für“ einen anderen Typ wählen, zum Beispiel „Allgemeine Elemente“.
5Optional das Häkchen bei „Vorlage für alle Unterordner übernehmen“ aktivieren — Prüfe anschließend das Ergebnis und wiederhole bei Bedarf die entscheidenden Schritte.

Um zu testen, ob die Miniaturansichten das System bremsen, lässt sich deren Anzeige vorübergehend deaktivieren:

  1. Explorer öffnen und auf „Ansicht“ gehen.
  2. „Optionen“ und dann „Ordner- und Suchoptionen ändern“ auswählen.
  3. Zum Reiter „Ansicht“ wechseln.
  4. Den Haken bei „Immer Symbole statt Miniaturansichten anzeigen“ setzen.
  5. Mit „OK“ bestätigen und einen Ordner mit vielen Bildern öffnen.

Wird der Ordner danach deutlich schneller aufgebaut, ist die Berechnung der Vorschaubilder ein wesentlicher Faktor. Dann helfen mehrere Strategien: die Miniaturansichten dauerhaft eingeschränkt lassen, Ordnerstruktur stärker aufteilen oder gelegentlich den Thumbnail-Cache leeren, damit beschädigte Einträge keine weiteren Probleme bereiten.

Netzwerkpfade und nicht erreichbare Speicherorte

Ein sehr häufiger Grund für Verzögerungen sind Verknüpfungen zu nicht erreichbaren Netzlaufwerken oder entfernten Speicherorten. Der Explorer versucht beim Start und beim Navigieren oft, diese Ziele abzufragen. Wenn ein Server, ein NAS-System oder eine externe Festplatte nicht erreichbar ist, wartet das System erst auf eine Antwort, bevor es weiterarbeitet.

Deutlich wird dieses Problem zum Beispiel, wenn:

  • Die linke Navigationsleiste langsam lädt, insbesondere „Dieser PC“ oder „Netzwerk“.
  • Ordner mit vielen Verknüpfungen, Bibliotheken oder Schnellzugriff-Einträgen träge reagieren.
  • Der Explorer deutlich zügiger ist, wenn das Gerät nicht im Firmennetzwerk hängt.

Um das zu testen, hilft ein Blick auf die verbundenen Laufwerke:

  1. Explorer öffnen.
  2. In der linken Leiste „Dieser PC“ wählen.
  3. Im Bereich „Netzwerkadressen“ und „Netzlaufwerke“ prüfen, ob Einträge mit rotem Kreuz oder ohne Beschriftung vorhanden sind.
  4. Nicht mehr benötigte oder dauerhaft unerreichbare Laufwerke mit Rechtsklick und „Trennen“ entfernen.

Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf den Schnellzugriff: Dort können alte Links zu USB-Platten, zeitweiligen Ordnern oder entfernten Freigaben liegen. Wer diese bereinigt, vermeidet lange Suchzeiten ins Leere.

Schnellzugriff und Ablauf aufräumen

Der Schnellzugriff oben in der linken Explorer-Leiste blendet häufig genutzte Ordner sowie zuletzt verwendete Dateien ein. Diese Funktion basiert auf einem Ablauf, den Windows im Hintergrund mitprotokolliert. Wird dieser Ablauf sehr groß oder enthält Einträge zu nicht mehr existierenden Pfaden, kann der Zugriff darauf träge werden.

Eine Bereinigung ist schnell erledigt:

  1. Explorer öffnen und auf „Ansicht“ klicken.
  2. „Optionen“ auswählen.
  3. Im Reiter „Allgemein“ im Bereich „Datenschutz“ auf „Löschen“ klicken, um den Datei-Explorer-Ablauf zu entfernen.
  4. Optional die Haken bei „Zuletzt verwendete Dateien im Schnellzugriff anzeigen“ und „Häufig verwendete Ordner im Schnellzugriff anzeigen“ deaktivieren.
  5. Mit „OK“ bestätigen und den Explorer neu starten.

Nach dieser Bereinigung startet der Explorer oft schon spürbar schneller. Wer auf die Schnellzugriff-Empfehlungen verzichten kann, entlastet das System dauerhaft, weil Windows weniger überwachen und aktualisieren muss.

Kontextmenü-Erweiterungen von Drittanbietern

Viele Programme hängen eigene Einträge in das Rechtsklick-Menü des Explorers. Jeder zusätzliche Eintrag bedeutet eine Erweiterung, die geladen und geprüft werden muss. Einzelne Einträge fallen nicht ins Gewicht, aber im Laufe der Zeit können sich etliche Erweiterungen ansammeln, die sich gegenseitig ausbremsen oder sogar Fehler verursachen.

Typische Anzeichen: Das Rechtsklick-Menü öffnet sich nur verzögert, der Explorer reagiert nach dem Rechtsklick kurz nicht oder stürzt gelegentlich ab. Außerdem kann es passieren, dass das Öffnen bestimmter Dateitypen besonders lange dauert, weil eine Erweiterung beim Zugriff aktiv wird.

Um diesen Bereich zu testen, eignet sich ein schrittweises Abschalten verdächtiger Erweiterungen mit einem speziellen Tool oder über die Einstellungen der jeweiligen Programme. Da Windows selbst keine direkte Übersicht aller Kontextmenü-Erweiterungen anbietet, führen viele Anwender diesen Test nacheinander durch: Zunächst kürzlich installierte Programme mit Explorer-Integration deinstallieren oder deren Einbindungen deaktivieren, dann das Verhalten erneut prüfen.

Startordner und Standardansicht anpassen

Der Explorer kann auf unterschiedliche Arten starten: direkt mit der Ansicht „Schnellzugriff“ oder mit der Übersicht „Dieser PC“. Wenn der Schnellzugriff zahlreiche Einträge oder problematische Verknüpfungen enthält, bremst schon diese Startansicht den gesamten Startvorgang.

Der Wechsel des Startordners ist schnell gemacht:

  1. Explorer öffnen und auf „Ansicht“ gehen.
  2. „Optionen“ öffnen.
  3. Im Reiter „Allgemein“ unter „Datei-Explorer öffnen für“ von „Schnellzugriff“ auf „Dieser PC“ umstellen.
  4. Mit „OK“ bestätigen und den Explorer schließen.
  5. Den Explorer erneut öffnen und die Startzeit beobachten.

Wer nach der Umstellung eine spürbare Verbesserung bemerkt, sollte den Schnellzugriff aufräumen oder dauerhaft weniger Einträge dort verwenden. Zusätzlich lässt sich die Standardansicht für Ordner anpassen, sodass nicht immer automatisch umfangreiche Details oder Gruppierungen geladen werden müssen.

Große Download- und Desktop-Ordner entschlacken

Viele Systeme haben ein äußert volles Download-Verzeichnis oder einen zugestellten Desktop. Diese Ordner lädt der Explorer besonders häufig, weil viele Nutzer dort standardmäßig arbeiten und Dateien ablegen. Je mehr einzelne Dateien direkt im Ordner liegen, desto mehr muss Windows beim Öffnen auflisten und im Hintergrund analysieren.

Ein sinnvoller Schritt ist es, regelmäßig Ordnung zu schaffen:

  • Große ISO-Dateien, Archive oder Installationspakete in Unterordner verschieben oder nach der Verwendung entfernen.
  • Bilder, Dokumente und Videos aus dem Download-Ordner in passende Ordnerstruktur verlagern.
  • Den Desktop von großen Dateien, sehr vielen Verknüpfungen und unnötigen Ordnern befreien.

Nach einer solchen Aufräumaktion kann es hilfreich sein, den Explorer einmal komplett zu schließen oder Windows neu zu starten, damit interne Caches neu aufgebaut werden. Besonders auf älteren oder langsameren Laufwerken spürt man danach einen deutlichen Unterschied.

Systemlast, Virenscanner und Indizierung

Manchmal wirkt der Explorer deshalb träge, weil andere Prozesse das System stark beanspruchen. Besonders Echtzeit-Virenscanner, die jede Datei beim Zugriff überprüfen, oder eine laufende Suchindizierung können Explorer-Aktionen verzögern. In diesen Fällen liegt das Problem weniger an einer einzelnen Explorer-Option, sondern an parallelen Hintergrunddiensten.

Ein Blick in den Task-Manager hilft bei der Einschätzung:

  1. Mit der Tastenkombination Strg+Shift+Esc den Task-Manager öffnen.
  2. Zur Registerkarte „Prozesse“ wechseln.
  3. CPU-, Speicher- und Datenträgerauslastung beobachten, während der Explorer geöffnet wird.
  4. Programme identifizieren, die währenddessen stark auf die Festplatte zugreifen oder die CPU auslasten.

Wenn ein Sicherheitsprogramm oder eine Suchindizierung während des Explorer-Starts dauerhaft hohe Last verursacht, können Einstellungen angepasst werden. Dazu zählen das Reduzieren der zu überwachenden Ordner, das Anpassen der Scan-Häufigkeit oder zeitliche Verschiebungen intensiver Aufgaben in Phasen geringer Nutzung.

Windows-Suche und Indizierungsoptionen prüfen

Die Windows-Suche nutzt einen Index, der die Inhalte bestimmter Ordner im Hintergrund katalogisiert. Wird dieser Index zu groß, beschädigt oder umfasst er sehr viele Speicherorte, kann das Suchen und manchmal auch das Navigieren im Explorer gebremst werden. Vor allem, wenn in der Adressleiste oder im Suchfeld oft gesucht wird, macht sich eine träge Indizierung bemerkbar.

Die Indizierung lässt sich anpassen:

  1. Im Startmenü nach „Indizierungsoptionen“ suchen und öffnen.
  2. Im Fenster prüfen, welche Speicherorte indiziert werden.
  3. Auf „Ändern“ klicken und Ordner abwählen, die nicht durchsucht werden müssen.
  4. Nach der Anpassung den PC einige Minuten im Leerlauf lassen, damit der Index aktualisiert wird.

In seltenen Fällen kann ein Neuaufbau des Suchindex sinnvoll sein. Die entsprechende Option findet sich in den Erweiterten Einstellungen der Indizierungsoptionen. Während des Neuaufbaus kann die Suche vorübergehend eingeschränkt sein, langfristig beschleunigt ein sauberer Index aber viele Suchvorgänge.

Fehlersuche anhand typischer Alltagssituationen

Bilderordner mit tausenden Dateien

Ein häufiger Engpass entsteht in Ordnern mit sehr vielen Fotos, etwa von Smartphone-Backups oder langjährigen Fotoprojekten. Öffnet man einen solchen Ordner, dauert es lange, bis alle Vorschaubilder erscheinen, und der Explorer scrollt nur zäh.

In dieser Situation helfen mehrere Schritte: Die Ordneroptimierung auf „Allgemeine Elemente“ stellen, Miniaturansichten testweise durch Symbolanzeige ersetzen und die Bilder auf mehrere Unterordner (nach Jahr oder Projekt) verteilen. Zusätzlich können selten benötigte Bildarchive auf eine externe Festplatte oder ein anderes Laufwerk ausgelagert werden, damit der Hauptarbeitsbereich klein und schnell bleibt.

Langsamer Explorer beim Arbeiten im Firmennetz

In vielen Unternehmensumgebungen sind Netzlaufwerke und zentrale Freigaben eingebunden. Befindet sich ein Notebook zeitweise außerhalb dieses Netzes, versucht der Explorer dennoch, auf die bekannten Netzwerkpfade zuzugreifen. Dieser Versuch führt zu Wartezeiten, wenn keine Verbindung hergestellt werden kann.

Abhilfe schafft eine Bereinigung der Netzlaufwerke, die nur bei aktiver Firmenverbindung benötigt werden, sowie eine sinnvolle Trennung privater und beruflicher Arbeitsbereiche. Wer unterwegs hauptsächlich lokal arbeitet und die Netzlaufwerke nur im Büro einbindet, erlebt seltener lange Wartephasen im Explorer.

Verzögertes Rechtsklick-Menü nach vielen Softwareinstallationen

Auf Systemen, auf denen im Laufe der Jahre zahlreiche Programme installiert wurden, sammeln sich viele Einträge im Kontextmenü. Beispielsweise fügen Archivprogramme, Cloud-Dienste oder Sicherheitslösungen eigene Befehle hinzu. Mit der Zeit wird das Rechtsklick-Menü immer umfangreicher, und es dauert entsprechend länger, bis alle Erweiterungen geladen sind.

Wer dieses Verhalten bemerkt, kann schrittweise Programme mit überflüssigen Explorer-Integrationen entfernen oder in deren Einstellungen die Kontextmenü-Einträge deaktivieren. Nach jeder Änderung lohnt sich ein kurzer Test. So lässt sich der Hauptverursacher erkennen, ohne gleich alle Programme austauschen zu müssen.

Explorer über Optionen systematisch entschärfen

Viele der genannten Ursachen lassen sich direkt in den Ordneroptionen und in den Ansichts-Einstellungen steuern. Wer diese Menüs gut kennt, kann den Explorer den eigenen Arbeitsgewohnheiten anpassen und damit Beschleunigung und Übersicht in Einklang bringen.

Ein praktischer Weg besteht darin, sich einige Minuten Zeit zu nehmen und die wichtigsten Schalter nacheinander auszuprobieren:

  1. Ordneroptionen öffnen und den Startordner auf „Dieser PC“ umstellen.
  2. In den Ansichts-Einstellungen Miniaturansichten, Vorschau- und Detailbereich testweise ausschalten.
  3. Den Schnellzugriff-Ablauf löschen und bei Bedarf dessen automatische Anzeige deaktivieren.
  4. Große oder unübersichtliche Ordner auf „Allgemeine Elemente“ umstellen.

Nach diesen Anpassungen lohnt sich ein Neustart des Explorers. Wer spürbare Verbesserungen feststellt, kann einzelne Komfortfunktionen behutsam wieder einschalten, bis der persönliche Idealzustand aus Tempo und Komfort gefunden ist.

Häufige Fragen zur langsamen Explorer-Startzeit

Warum öffnet der Explorer plötzlich viel langsamer als früher?

Oft wurde im Laufe der Zeit eine Option verändert, etwa die Ordneroptimierung, Vorschaufunktionen oder Netzwerkbezüge, die nun ausbremsen. Zusätzlich sammeln sich im Schnellzugriff, in Kontextmenüs und in großen Ordnern immer mehr Einträge an, die beim Start des Explorers mitgeladen werden.

Welche Option ist am häufigsten für einen zähen Explorer-Start verantwortlich?

Sehr häufig sorgt eine ungünstige Ordneroptimierung dafür, dass der Explorer jedes Mal aufwendig nach Medieninformationen sucht. Auch aktivierte Vorschau- und Detailbereiche sowie Miniaturansichten können den Start deutlich verzögern, insbesondere bei vielen oder sehr großen Dateien.

Wie erkenne ich, ob die Ordneroptimierung die Bremse ist?

Öffne einen betroffenen Ordner, klicke mit der rechten Maustaste auf ihn, wähle Eigenschaften und dort den Reiter Anpassen. Wenn bei Ordner optimieren für ein ungeeigneter Typ wie Bilder oder Videos ausgewählt ist, obwohl hauptsächlich Dokumente enthalten sind, liegt dort oft der Engpass.

Welche Explorer-Ansicht eignet sich für einen schnellen Start?

Eine schlanke Ansicht ohne Vorschau- und Detailbereich und mit deaktivierten umfangreichen Sortier- oder Gruppierfunktionen startet am schnellsten. In vielen Fällen sorgt die Einstellung auf Liste oder Details ohne zusätzliche Effekte für einen spürbaren Geschwindigkeitsgewinn.

Hilft es, den Schnellzugriff aufzuräumen oder abzuschalten?

Ja, ein überladener Schnellzugriff mit vielen alten oder nicht mehr erreichbaren Pfaden kann den Start deutlich verlangsamen. Indem du häufig verwendete Ordner bewusst anheftest und verwaiste Einträge entfernst oder den Schnellzugriff durch Dieser PC ersetzt, reduzierst du die Last beim Start.

Welche Rolle spielen Netzwerkordner für die Explorer-Geschwindigkeit?

Netzwerkpfade, die aktuell nicht erreichbar sind, zwingen den Explorer beim Start zu Timeouts und wiederholten Verbindungsversuchen. Entferne solche Einträge aus Schnellzugriff, Bibliotheken und angehefteten Listen oder stelle eine stabile Verbindung sicher, damit der Start zügig erfolgt.

Kann ein Virenscanner den Explorer beim Öffnen verzögern?

Ein Wächter, der jede Datei beim Zugriff vollständig überprüft und tief in den Explorer integriert ist, kann die Startzeit merklich verlängern. Überprüfe im Sicherheitsprogramm die Einstellungen für Explorer-Integration und Ausschlüsse und aktualisiere die Software, um überflüssige Prüfungen zu vermeiden.

Was bringen die Indizierungsoptionen in Bezug auf die Explorer-Startzeit?

Eine sinnvolle Indizierung entlastet den Explorer, weil Dateiinformationen schneller zur Verfügung stehen und Suchanfragen nicht immer das gesamte Laufwerk durchforsten müssen. Entferne unnötige Speicherorte aus der Indizierung und lasse den Index nach Änderungen einmal vollständig neu aufbauen.

Wie gehe ich vor, wenn vor allem das Rechtsklick-Menü sehr träge reagiert?

In solchen Fällen bremsen meistens zusätzliche Kontextmenü-Erweiterungen von Drittprogrammen, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben. Mit Tools wie ShellExView oder der systemeigenen Konfiguration kannst du diese Erweiterungen gezielt deaktivieren und testen, welche Einträge die Reaktionszeit verbessern.

Ab wann lohnt sich eine Systemprüfung auf Fehler oder beschädigte Dateien?

Wenn der Explorer selbst nach Aufräumen, Ordneranpassung und Deaktivierung von Vorschauen noch zäh bleibt oder sporadisch abstürzt, ist eine Prüfung sinnvoll. Mit Systemdateiprüfung, Datenträgerüberprüfung und Ereignisanzeige lassen sich tieferliegende Probleme aufdecken, die das Dateisystem oder Windows-Komponenten betreffen.

Wie kann ich meine Einstellungen sichern, wenn der Explorer wieder zügig startet?

Notiere dir die wichtigsten Anpassungen wie Ansichtseinstellungen, deaktivierte Erweiterungen und bevorzugte Startordner, um sie bei Bedarf schnell zu reproduzieren. Zusätzlich kannst du ein Systemabbild oder einen Wiederherstellungspunkt erstellen, um bei gravierenden Änderungen jederzeit auf eine funktionierende Konfiguration zurückzugreifen.

Was mache ich, wenn trotz aller Maßnahmen die Startzeit unverändert bleibt?

In diesem Fall lohnt sich ein Test mit einem neuen Benutzerprofil, um profilbedingte Altlasten auszuschließen, sowie ein Blick auf Treiber und Windows-Updates. Bleibt das Verhalten bestehen, liegt die Ursache oft in tieferen Systemproblemen oder in externer Sicherheitssoftware, die sich nicht über den Explorer selbst steuern lässt.

Fazit

Ein träge startender Explorer lässt sich in vielen Fällen durch gezielte Anpassungen der Optionen, einen aufgeräumten Schnellzugriff und entschlackte Kontextmenüs wieder deutlich beschleunigen. Wenn du systematisch alle relevanten Einstellungen prüfst, störende Erweiterungen deaktivierst und unnötige Lastquellen entfernst, reagiert die Dateiverwaltung wieder deutlich flüssiger. Bleiben danach Verzögerungen bestehen, weisen sie meist auf tieferliegende System- oder Netzwerkprobleme hin, die sich mit ergänzenden Diagnosewerkzeugen eingrenzen lassen.

Checkliste
  • Benötigt der Explorer schon beim ersten Öffnen mehr als 2–3 Sekunden, selbst bei leerem Desktop?
  • Verzögert sich der Aufbau hauptsächlich bei bestimmten Ordnern (Bilder, Videos, Downloads, Netzlaufwerke)?
  • Hängt der Explorer vor allem beim Rechtsklick auf Dateien oder Ordner?
  • Friert er teilweise ein und zeigt oben „Keine Rückmeldung“ an?

Deine Bewertung
0,0 0 Stimmen
Klicke auf einen Stern, um zu bewerten.

Unsere Redaktion

Über 15 Jahre Erfahrung mit Windows- und PC-Problemen aller Art. Wir sind Euer Technikratgeber seit 2009.

Mitarbeiter Porträt Martin Keller

Martin Keller

34, Hamburg, gelernter IT-Systemadministrator und Schachfreund. Mag außerdem gerne gutes Bier.

Mitarbeiter Porträt Daniel Cho

Daniel Cho

29, Frankfurt am Main, Data Analyst. Fotografie-begeistert und Stratege durch und durch. Kann alles.

Mitarbeiterin Porträt Sofia Mendes

Sofia Mendes

27, Köln, Projektmanagerin. Workshop-Junkie und Handy-süchtig. Sprachen-Genie mit italienischen Wurzeln.

Mitarbeiter Porträt Tobias Wagner

Tobias Wagner

36, Stuttgart, Softwareentwickler. Digital Native und PC-Freak durch und durch. Spielt perfekt Gitarre.

Mitarbeiter Porträt Enzokuhle Dlamini

Enzokuhle Dlamini

55, Düsseldorf, Personalmanagerin. Liebt ihren Garten genauso wie WordPress. Geboren in Südafrika.

Mitarbeiter Porträt Joachim Freising

Joachim Freising

52, Bergisch-Gladbach, Teamleiter IT. Technik-affin. Hat für jedes Problem eine Lösung parat. Sehr geduldig.

Unsere Redaktion:

Über 15 Jahre Erfahrung mit Windows- und PC-Problemen aller Art. Wir sind Euer Technikratgeber seit 2009.

Mitarbeiter Porträt Martin Keller

Martin Keller

Mitarbeiter Porträt Daniel Cho

Daniel Cho

Mitarbeiterin Porträt Sofia Mendes

Sofia Mendes

Mitarbeiter Porträt Tobias Wagner

Tobias Wagner

Mitarbeiter Porträt Enzokuhle Dlamini

Enzokuhle Dlamini

Mitarbeiter Porträt Joachim Freising

Joachim Freising

Schreibe einen Kommentar