Windows 11 Updates pausieren: So behältst du mehr Kontrolle am PC

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 6. Mai 2026, zuletzt aktualisiert: 6. Mai 2026

Unter Windows 11 kannst du automatische Updates zeitweise anhalten, um Neustarts und Änderungen besser zu planen. Am einfachsten geht das über die Einstellungen, dort lässt sich die Update-Pause für mehrere Tage aktivieren und bei Bedarf jederzeit wieder aufheben. Wer mehr Einfluss möchte, kann zusätzlich über erweiterte Optionen, Gruppenrichtlinien oder Registry-Einträge eingreifen.

Die Kunst besteht darin, Updates so zu steuern, dass dich Windows nicht im unpassenden Moment unterbricht, du aber trotzdem sicher bleibst. Sobald klar ist, wie die verschiedenen Schalter zusammenspielen, hast du einen guten Mix aus Komfort und Kontrolle.

Wie Windows 11 Updates normalerweise installiert

Windows 11 lädt Standard-Updates im Hintergrund herunter und installiert sie meistens außerhalb der aktiven Nutzungszeit. Sicherheitsupdates gelten als wichtig und werden typischerweise zeitnah eingespielt, Qualitätsupdates verbessern Stabilität und Fehlerbehebung, Funktionsupdates bringen neue Versionen von Windows.

Viele Nutzer merken erst dann etwas, wenn der PC einen Neustart verlangt oder ihn selbst durchführt. Wenn du deinen Rechner beruflich brauchst, nachts lange Render-Jobs laufen lässt oder gerade mitten in einem Spiel bist, kann das ziemlich unpassend sein. Deshalb lohnt es sich, die Standardlogik zu kennen, bevor du gezielt eingreifst.

Windows unterscheidet insbesondere zwischen automatischen Downloads, automatischen Installationen und dem Zeitpunkt, an dem ein Neustart erfolgen darf. Pausen- und Aufschiebe-Funktionen setzen genau an diesen Stellen an und geben dir zeitlich mehr Spielraum.

Updates über die Windows-Einstellungen pausieren

Der einfachste Weg, automatische Updates vorübergehend zu stoppen, führt über die Systemeinstellungen von Windows 11. Dort kannst du ohne technische Vorkenntnisse festlegen, für wie viele Tage keine neuen Updates installiert werden sollen.

Am schnellsten erreichst du die passende Stelle mit dieser Abfolge:

  • Öffne das Startmenü und wähle Einstellungen.
  • Klicke im linken Bereich auf Windows Update.
  • Im oberen Bereich findest du die Option zum Pausieren von Updates.

Je nach Systemvariante siehst du entweder eine Schaltfläche zum Pausieren für eine begrenzte Anzahl von Tagen oder ein Auswahlfeld, mit dem du die Dauer bestimmen kannst. Üblich ist ein Zeitraum von bis zu mehreren Wochen. Während der Pausenzeit sucht Windows nicht nach neuen Updates und installiert sie auch nicht.

Wenn du die Pause vorzeitig beenden möchtest, gehst du an dieselbe Stelle zurück und wählst den Befehl zum Fortsetzen der Updates. Danach startet Windows sofort eine neue Suche nach verfügbaren Paketen und zeigt dir an, was zur Installation bereitsteht.

Gezielte Steuerung mit aktiven Stunden und Neustartoptionen

Wer nicht komplett pausieren möchte, kann zumindest dafür sorgen, dass Windows 11 Neustarts zu Zeiten einplant, in denen der PC üblicherweise ungenutzt ist. Das geschieht über die sogenannten aktiven Stunden und zusätzliche Neustart-Einstellungen.

Die aktiven Stunden definieren ein Zeitfenster am Tag, in dem Windows möglichst keine automatischen Neustarts durchführt. Du findest diese Funktion ebenfalls unter Windows Update innerhalb der Einstellungen. Dort kannst du entweder eine automatische Erkennung auf Basis deines Nutzungsverhaltens zulassen oder Start- und Endzeit selbst festlegen.

Ergänzend dazu bietet Windows einen Bereich für erweiterte Neustartoptionen, etwa die Möglichkeit, einen konkreten Zeitpunkt für einen einmaligen Neustart mit Updateinstallation zu wählen. So kannst du zum Beispiel am Ende des Arbeitstags oder nachts einen geplanten Neustart einrichten, der deine laufenden Aufgaben nicht stört.

Funktionsupdates verzögern, statt alles zu blockieren

Funktionsupdates bringen eine neue Hauptversion von Windows 11 und verändern oft mehr als nur ein paar Details. Viele Anwender möchten diese größeren Änderungen erst einige Zeit später installieren, wenn erste Kinderkrankheiten behoben sind.

In den erweiterten Update-Einstellungen kannst du steuern, wie Windows mit solchen Versionen umgeht. Für bestimmte Editionen, insbesondere Pro- oder Unternehmensvarianten, gibt es Optionen, Funktionsupdates einige Wochen oder Monate aufzuschieben. Damit bleiben Sicherheitsupdates weiterhin aktiv, während die umfangreicheren Versionssprünge später kommen.

Für Haushaltsgeräte mit Home-Edition ist dieser Spielraum sinnvollerweise etwas eingeschränkter, da Microsoft dort ein höheres Maß an Automatisierung vorsieht. Trotzdem gibt es auch hier Einstellungen, mit denen du zumindest die Installationszeitpunkte von größeren Updates besser in deinen Alltag einpassen kannst.

Feine Kontrolle mit Gruppenrichtlinien (Windows 11 Pro und höher)

Unter Windows 11 Pro, Enterprise und Education bietet der lokale Gruppenrichtlinien-Editor eine sehr detaillierte Steuerung des Updateverhaltens. Dieser Ansatz richtet sich eher an fortgeschrittene Nutzer und Administratoren, die klare Vorgaben machen möchten.

Um dorthin zu gelangen, rufst du über das Startmenü das entsprechende Verwaltungswerkzeug auf und navigierst in die Richtlinien für automatische Updates. Dort gibt es verschiedene Voreinstellungen, zum Beispiel automatische Downloads mit manueller Installation oder komplett manuelle Steuerung, bei der du selbst entscheidest, wann Updates heruntergeladen und eingespielt werden.

Je nach Richtlinienkonfiguration kannst du außerdem festlegen, ob Funktionsupdates später kommen sollen, ob der Nutzer noch eigene Einstellungen vornehmen darf und wie mit Neustarts umgegangen wird. Diese Art der Steuerung ist besonders dann sinnvoll, wenn mehrere Rechner einheitlich verwaltet werden sollen.

Registry-Anpassungen für Spezialfälle

Über Änderungen an der Windows-Registrierungsdatenbank (Registry) lässt sich das Verhalten von Updates ebenfalls beeinflussen. Das ist allerdings deutlich sensibler, weil Fehler an dieser Stelle zu Systemproblemen führen können.

Wer dennoch diesen Weg wählt, sollte immer zuerst eine Sicherung der Registry oder zumindest des betroffenen Schlüssels anlegen. Über bestimmte Einträge im Bereich der Windows-Update-Konfiguration lassen sich beispielsweise Pausenzeiträume, Aufschub für Funktionsupdates oder die Automatik beim Neustart anpassen.

Dieser Weg lohnt sich vor allem, wenn Vorgaben aus Dokumentationen oder Administrationsrichtlinien exakt umgesetzt werden sollen und die grafischen Einstellungen nicht alle gewünschten Stellschrauben anzeigen. Für den normalen Alltagsgebrauch reichen die Optionen innerhalb der Einstellungen in der Regel aus.

Updates für bestimmte Zeiträume gezielt vermeiden

Viele Nutzer möchten Update-Pausen an wiederkehrende Situationen anpassen, etwa Projektphasen, Reisen oder Prüfungszeiten. In solchen Fällen hilft es, die Pause-Funktion mit geplanten Neustarts und aktiven Stunden zu kombinieren.

Typisch ist zum Beispiel dieses Vorgehen: Kurz vor einem wichtigen Termin aktivierst du eine Update-Pause für die gewünschte Anzahl an Tagen. Parallel legst du die aktiven Stunden so fest, dass sie deinen Arbeitsrhythmus widerspiegeln. Wenn die kritische Phase vorbei ist, beendest du die Pause frühzeitig und lässt alle ausstehenden Updates in einem selbst gewählten Ruhefenster installieren.

Auf diese Weise bleibt dein System nicht dauerhaft hinter dem aktuellen Stand zurück, aber sensible Zeiträume sind weitgehend vor Überraschungen geschützt. Wichtig ist, dass solche Pausen zeitlich begrenzt bleiben und du danach bewusst wieder auf den aktuellen Patch-Stand gehst.

Wann sich eine längere Update-Pause lohnt

Eine längere Update-Pause kann sinnvoll sein, wenn du auf ein stabiles System angewiesen bist, das in einen wichtigen Prozess eingebunden ist. Dazu zählen etwa Präsentationsrechner, Kiosksysteme oder Maschinensteuerungen, bei denen ungeplante Neustarts oder Änderungen problematisch wären.

Auch bei älterer oder seltener Spezialsoftware, für die Kompatibilität mit neuen Windows-Versionen nicht sofort sicher ist, ist Zurückhaltung beim Einspielen großer Funktionsupdates verständlich. In solchen Szenarien empfiehlt es sich, Testgeräte zu nutzen, auf denen neue Updates vorab geprüft werden, bevor sie auf produktive Systeme gelangen.

Trotz aller Vorsicht sollte die Sicherheit nicht dauerhaft vernachlässigt werden. Längere Pausen sollten möglichst mit einem Plan verknüpft sein: Zum Beispiel alle paar Wochen gezielt prüfen, ob wichtige Sicherheitslücken geschlossen werden müssen, und dann kontrolliert aktualisieren.

Typische Missverständnisse beim Pausieren von Updates

Rund um die Update-Steuerung in Windows 11 kursieren einige Annahmen, die in dieser Form nicht zutreffen. Ein verbreitetes Beispiel ist die Vorstellung, dass eine einmal aktivierte Pause sämtliche Kommunikation mit den Update-Servern beendet und das System dauerhaft einfriert.

Tatsächlich ist die Pausefunktion zeitlich begrenzt und zielt hauptsächlich darauf ab, Installation und Neustarts aufzuschieben. Bestimmte sicherheitskritische Komponenten können weiterhin Aktualisierungen erhalten, wenn Microsoft sie als besonders wichtig einstuft. Außerdem endet eine Pause nach Ablauf der maximalen Dauer automatisch, wenn sie nicht vorher aufgehoben wird.

Ein weiteres Missverständnis betrifft die Neustarts. Dass ein PC nach einem Update-Neustart erneut nach einem Neustart fragt, ist oft darauf zurückzuführen, dass mehrere Updatepakete nacheinander anstehen. In solchen Fällen hilft es, den PC einmal in Ruhe seine Arbeit erledigen zu lassen, bis alle ausstehenden Pakete verarbeitet wurden.

Alltagsszenarien: So findest du die passende Strategie

Die optimale Update-Strategie hängt stark davon ab, wie du deinen PC nutzt. Wer zum Beispiel überwiegend privat surft, streamt und gelegentlich spielt, kann mit automatischen Updates gut leben, sollte aber die aktiven Stunden sorgfältig einstellen, damit Neustarts in die Abendstunden oder die Nacht fallen.

Wer hingegen tagsüber mehrere Stunden produktiv arbeitet, Präsentationen hält oder in Videokonferenzen steckt, hat oft weniger Toleranz für Überraschungen. Hier bietet es sich an, Updates auf bestimmte Wochentage oder Abende zu konzentrieren, die du bewusst für Wartung und Pflege reservierst.

Fortgeschrittene Nutzer mit mehreren Geräten können außerdem unterschiedliche Rollen vergeben: Ein PC bleibt nahe am Standard, ein weiterer wird als Testsystem genutzt, auf dem neue Funktionsupdates zuerst landen. Erst wenn dort alles gut läuft, zieht der Rest nach. So verteilst du das Risiko sinnvoll.

Beispiel: Kreativrechner für Foto- und Videobearbeitung

Stell dir einen PC vor, auf dem Foto- und Videoprojekte mit hoher Priorität laufen. Renderjobs dauern häufig mehrere Stunden, manchmal sogar über Nacht. Ein unerwarteter Neustart würde dich Zeit kosten und eventuell Zwischenergebnisse beschädigen.

Hier bietet sich eine Kombination aus verlängerten aktiven Stunden, geplanten Neustarts und gelegentlichen, zeitlich begrenzten Pausen an. Während intensiver Projektphasen definierst du weite aktive Stunden, etwa vom frühen Morgen bis in die späten Abendstunden, und aktivierst bei besonders sensiblen Deadlines eine Update-Pause für einige Tage.

Zwischen zwei Projekten gönnst du dem System dann ein Wartungsfenster, in dem du die Pause beendest, alle ausstehenden Updates installierst und den PC einmal sauber neu startest. So bleibt der Rechner technisch gepflegt, ohne deine Arbeitsabläufe unnötig zu gefährden.

Beispiel: Büro-Arbeitsplatz mit festen Besprechungszeiten

An einem typischen Büroarbeitsplatz mit festen Besprechungs- und Telefonzeiten geht es vor allem darum, Unterbrechungen in der Kernzeit zu vermeiden. Mitarbeitende ärgern sich, wenn während eines Meetings plötzlich ein Neustart ansteht oder Anwendungen wegen eines Updates nicht verfügbar sind.

Eine sinnvolle Strategie besteht darin, die aktiven Stunden so zu wählen, dass sie die üblichen Arbeitszeiten abdecken, und automatische Neustarts, sofern möglich, außerhalb dieser Spanne zuzulassen. Zusätzlich kann am späten Nachmittag oder am frühen Abend ein fester Zeitpunkt eingerichtet werden, zu dem Updates installiert und der PC neu gestartet werden darf.

Bei wichtigen Wochen mit hoher Termindichte, etwa Quartalsabschlüssen, kann eine zeitlich begrenzte Update-Pause helfen, die Lage zu beruhigen. Nach Abschluss der intensiven Phase wäre dann wieder Raum für ein geplantes Wartungsfenster, in dem der PC auf den aktuellen Stand gebracht wird.

Beispiel: Gaming-PC mit Schwerpunkt auf Performance

Auf einem Gaming-PC spielt neben Stabilität vor allem die Performance eine Rolle. Viele Spieler haben wenig Lust auf Updates direkt vor oder mitten in einer mehrstündigen Session. Gleichzeitig bringen manche Updates Verbesserungen für Spiele und Grafiktreiber.

Eine praxistaugliche Lösung: Du lässt automatische Updates grundsätzlich aktiv, setzt die aktiven Stunden jedoch auf deine typischen Spielzeiten. Dazu planst du ein regelmäßiges Wartungsfenster, zum Beispiel einmal pro Woche am späten Vormittag oder an einem Nachmittag, an dem du selten spielst.

Wenn ein neues Funktionsupdate erscheint, wartest du idealerweise ein wenig, bis erste Rückmeldungen vorliegen, und installierst es dann bewusst in einem Zeitraum, in dem du im Zweifel auch auf die Behebung möglicher Probleme reagieren kannst. Kurz vor Turnieren oder größeren Online-Events kann eine vorübergehende Pause zusätzlichen Spielraum verschaffen.

Typische Fehler bei der Update-Steuerung

Ein häufiger Fehler besteht darin, die Pause-Funktion permanent zu nutzen und den PC dadurch monatelang vom Update-Zyklus abzukoppeln. Das wirkt anfangs angenehm ruhig, erhöht aber das Risiko, dass bekannte Sicherheitslücken offen bleiben und später eine ganze Welle von Nachinstallationen ansteht.

Ein anderer Stolperstein: Einstellungen werden auf mehreren Wegen gleichzeitig verändert, etwa über die normalen Windows-Einstellungen, Gruppenrichtlinien und Registry-Anpassungen. Dann kann es passieren, dass sich Vorgaben gegenseitig überlagern und du nicht mehr klar erkennst, welche Option gerade greift. In solchen Fällen ist es sinnvoll, sich auf eine Hauptroute zu beschränken und Änderungen zu dokumentieren.

Außerdem kommt es immer wieder vor, dass Nutzer laufende Installationen abbrechen, indem der PC ausgeschaltet oder der Neustart erzwungen wird. Das kann zu beschädigten Systemdateien führen. Sicherer ist es, Windows die Installation in Ruhe beenden zu lassen und danach erst Anpassungen an den Einstellungen vorzunehmen.

Wie du wieder zu einem normalen Update-Zyklus zurückkehrst

Nach einer Pause oder umfangreichen Anpassungen möchtest du vielleicht wieder zu einem eher automatischen und entspannten Umgang mit Updates zurückkehren. In diesem Fall gehst du am besten schrittweise vor, statt alle Bremsen gleichzeitig zu lösen.

Zunächst beendest du aktive Pausen und lässt Windows nach neuen Updates suchen. Anschließend installierst du die anstehenden Pakete und führst einen vollständigen Neustart durch. Erst danach lohnt es sich, zu prüfen, ob noch besondere Richtlinien oder Registry-Anpassungen aktiv sind, die den Ablauf bremsen.

Wenn alles wieder im normalen Rahmen läuft, kannst du dir neue, realistische aktive Stunden setzen und die automatischen Neustarts in einem Zeitraum zulassen, in dem sie dich am wenigsten stören. So bleibt dir die gewonnene Kontrolle erhalten, ohne dass du dauerhaft am Limit des Systems arbeitest.

Häufige Fragen zum Pausieren von Windows-11-Updates

Wie lange kann ich Updates in Windows 11 am Stück pausieren?

Über die normalen Einstellungen lassen sich Qualitätsupdates in der Regel für bis zu 5 Wochen nacheinander aussetzen. Nach Ablauf dieser Zeit verlangt Windows, dass ausstehende Pakete installiert werden, bevor eine neue Pause möglich ist. Mit Gruppenrichtlinien oder Registry-Anpassungen kannst du diesen Rahmen erweitern, solltest aber immer die Sicherheit im Blick behalten.

Kann ich Sicherheitsupdates gesondert behandeln?

Über Gruppenrichtlinien und entsprechende Richtlinienvorlagen in Windows 11 Pro und höher lässt sich festlegen, wie Qualitäts- und Sicherheitsupdates verteilt werden. Du kannst Funktionsupdates stärker verschieben und Sicherheitsupdates zeitnäher zulassen, um das Risiko durch bekannte Schwachstellen zu verringern. In Heimversionen bleibt dir nur die Steuerung über Pausen, aktive Stunden und die Update-Zeitpunkte.

Wie verhindere ich unerwartete Neustarts durch Updates?

Lege in den Einstellungen die aktiven Stunden sorgfältig fest und nutze die Optionen für benutzerdefinierte Neustarts. Zusätzlich kannst du vorgeben, dass Windows vor einem automatischen Neustart eine Benachrichtigung anzeigt und den Zeitpunkt gemeinsam mit dir abstimmt. So reduzierst du Ausfälle während wichtiger Aufgaben.

Was mache ich, wenn ein Update Probleme verursacht hat?

Öffne die Update-Verlaufsansicht und deinstalliere das betroffene Paket über die dort angebotene Funktion. Anschließend kannst du die automatische Installation dieses Updates mit den erweiterten Update-Einstellungen oder passenden Richtlinien unterbinden. Prüfe später, ob ein nachfolgendes Update das Verhalten verbessert, bevor du die Sperre wieder aufhebst.

Kann ich einzelne Treiber-Updates dauerhaft blockieren?

Über die erweiterten System- und Geräteinstallationseinstellungen lässt sich festlegen, ob Windows Treiber über Windows Update beziehen darf. In professionellen Editionen kannst du zusätzlich über Gruppenrichtlinien oder Update-Richtlinien bestimmte Hardware-IDs ausschließen. Dadurch behältst du ältere, stabile Treiber-Versionen, wenn neuere Ausgaben Fehler verursachen.

Ist es riskant, Updates sehr lange auszusetzen?

Eine länger andauernde Pause erhöht das Risiko, dass bekannte Sicherheitslücken in deinem System nicht geschlossen werden. Besonders bei Rechnern mit Internetzugang oder kritischen Daten ist es sinnvoll, höchstens Funktionsupdates weit hinauszuschieben, Sicherheitsupdates aber regelmäßig zuzulassen. Finde einen Rhythmus, bei dem du Updates in geplanten Wartungsfenstern bündelst.

Wie erkenne ich, welche Updates wirklich wichtig sind?

Im Update-Ablauf und in der Liste der verfügbaren Updates siehst du, ob es sich um Qualitäts-, Sicherheits- oder optionale Pakete handelt. Sicherheits- und Stabilitätsaktualisierungen haben meist Vorrang, während optionale Treiber- oder Funktionsbestandteile oft Zeit haben. Notiere dir auffällige KB-Nummern, wenn du bei Problemen nach weiteren Informationen suchst.

Gibt es Unterschiede zwischen Windows 11 Home und Pro bei der Update-Steuerung?

Die Home-Variante bietet vor allem Zeitpausen, aktive Stunden und einfache Neustartsteuerung. In Pro und höheren Editionen stehen zusätzliche Werkzeuge wie Gruppenrichtlinien, erweiterte Update-Kanäle und feinere Aufschuboptionen zur Verfügung. Damit kannst du Update-Verhalten für verschiedene Geräteklassen oder Einsatzszenarien gezielt gestalten.

Wann lohnt sich der Einsatz von Gruppenrichtlinien für Updates?

Sobald mehrere Rechner verwaltet werden oder bestimmte Systeme besonders zuverlässig laufen müssen, spielt die Gruppenrichtliniensteuerung ihre Stärke aus. Damit legst du einmal zentral fest, wann welche Art von Updates verteilt wird und wie lange Funktionsupdates aufgeschoben sein sollen. So ersparst du dir wiederkehrende Einzelanpassungen an jedem Gerät.

Wie kann ich Updates nur außerhalb meiner Arbeitszeiten installieren lassen?

Definiere in den Einstellungen klare aktive Stunden, die deinen typischen Arbeitszeiten entsprechen. Zusätzlich kannst du die Option für automatische Installation außerhalb dieser Zeiträume aktivieren, sodass Windows in der Nacht oder am frühen Morgen Updates einspielt. Plane regelmäßige Wartungsfenster ein, in denen der PC eingeschaltet bleibt und Updates in Ruhe durchlaufen können.

Was mache ich, wenn trotz Pause doch ein Update startet?

Prüfe zuerst, ob die gesetzte Pause vielleicht bereits abgelaufen ist oder nur für bestimmte Update-Arten galt. Kontrolliere danach die aktiven Stunden, Neustartoptionen und eventuelle Richtlinien, die von einem Administrator oder einer Managementsoftware gesetzt wurden. Nur wenn alle Ebenen zusammenpassen, hält sich Windows zuverlässig an deine Vorgaben.

Fazit

Mit den passenden Einstellungen von der einfachen Pausenfunktion bis hin zu Gruppenrichtlinien gelingt es, Windows-11-Updates gezielt zu steuern statt sie nur zu erdulden. Plane feste Wartungsfenster, priorisiere Sicherheitsupdates und setze Funktionsaktualisierungen bewusst später an. So bleibt dein System sicher, stabil und gleichzeitig besser an deine Arbeitsweise angepasst.

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