RDP auf Windows 11 im Heimnetz einrichten und sicher nutzen

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 26. Juni 2026, zuletzt aktualisiert: 26. Juni 2026

Mit Remotedesktop greifst du von einem anderen PC im Heimnetz auf deinen Windows-11-Rechner zu, als säßest du direkt davor. Damit das sauber funktioniert, müssen Zielgerät, Benutzerkonto, Netzwerkprofil und die Verbindungseinstellungen zusammenpassen.

Am schnellsten gehst du in einer klaren Reihenfolge vor: erst prüfen, ob dein PC die Funktion bereitstellt, dann den passenden Benutzer freigeben, danach die Erreichbarkeit im Netzwerk kontrollieren und zum Schluss den Zugriff von einem zweiten Gerät testen. So findest du nicht nur die Ursache für eine fehlende Verbindung, sondern richtest den Fernzugriff auch so ein, dass er im Alltag stabil bleibt.

Wann Remotedesktop im Heimnetz sinnvoll ist

Die Funktion ist praktisch, wenn du einen Hauptrechner mit Office, Dateien oder spezieller Software an einem festen Platz stehen hast und ihn von Laptop oder Zweitgerät aus bedienen willst. Auch für Wartung, Dateizugriff und kurze Arbeiten am Familien-PC spart das Zeit.

Im Heimnetz ist die Einrichtung meist einfacher als über das Internet, weil du keine Portfreigaben brauchst. Trotzdem solltest du die Sicherheitsseite ernst nehmen, denn ein offener Fernzugang gehört nur auf Geräte, die du wirklich kontrollierst.

Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein

Bevor du Einstellungen änderst, lohnt ein kurzer Abgleich der Grundlagen. Nicht jeder Windows-11-PC kann als Ziel für Remotedesktop dienen, und nicht jedes Konto ist dafür automatisch geeignet.

  • Der Ziel-PC muss eine Windows-Version mit Remotedesktop-Hostfunktion haben.
  • Der PC darf nicht im Energiesparmodus oder vollständig ausgeschaltet sein, wenn du ihn erreichen willst.
  • Das Benutzerkonto braucht ein Kennwort, weil lokale Konten ohne Kennwort in vielen Fällen nicht zuverlässig akzeptiert werden.
  • Beide Geräte sollten im gleichen Heimnetz oder zumindest im gleichen vertrauenswürdigen Netzwerkbereich sein.
  • Auf dem Zielgerät darf keine Sicherheitssoftware die Verbindungen blockieren.

Wenn ein Punkt davon nicht passt, bricht der Aufbau oft schon ganz am Anfang ab. Deshalb ist es sinnvoll, zuerst die Geräteeigenschaften und das Konto zu prüfen, bevor du tiefer in die Netzwerkdiagnose gehst.

Remotedesktop auf dem Ziel-PC aktivieren

Die Freigabe wird direkt in den Windows-Einstellungen gesetzt. Öffne dazu die Systemeinstellungen und rufe den Bereich für Remotedesktop auf. Dort aktivierst du die Funktion und bestätigst die Sicherheitsabfrage.

  1. Öffne die Einstellungen.
  2. Gehe zu System und dann zu Remotedesktop.
  3. Schalte Remotedesktop ein.
  4. Bestätige den Hinweis, dass der Zugriff erlaubt wird.

Windows trägt dabei in der Regel auch die nötigen Firewall-Regeln ein. Das ist wichtig, weil ohne diese Freigabe der Verbindungsaufbau schon im lokalen Netz hängen bleiben kann.

Welche Zugriffsrechte du vergeben musst

Nur eingeschaltete Funktion reicht noch nicht aus. Der Benutzer, der sich anmelden soll, muss berechtigt sein. Bei einem Standardkonto kann das bedeuten, dass du es explizit hinzufügst oder ein Administratorkonto verwendest.

Anleitung
1Öffne die Einstellungen.
2Gehe zu System und dann zu Remotedesktop.
3Schalte Remotedesktop ein.
4Bestätige den Hinweis, dass der Zugriff erlaubt wird.

Prüfe im selben Bereich, ob der gewünschte Nutzer zugelassen ist. Wenn mehrere Personen auf den Rechner zugreifen sollen, ist es oft sauberer, ein separates Konto mit klaren Rechten zu nutzen, statt das Hauptkonto zu teilen.

Das richtige Konto und Kennwort einrichten

Für die Anmeldung braucht der entfernte Zugriff ein Konto mit Kennwort. Ein leeres Passwort führt je nach Konstellation zu einer Ablehnung, selbst wenn die Freigabe technisch aktiv ist.

Falls du bisher mit einem lokalen Konto ohne Passwort arbeitest, setze zuerst ein sicheres Kennwort. Nutzt du ein Microsoft-Konto, dann melde dich mit der passenden E-Mail-Adresse und dem aktuellen Kennwort an. Achte außerdem darauf, dass keine automatische Anmeldung den Test verfälscht, weil du sonst später nur scheinbar verbunden bist.

Bei mehreren Benutzern ist es hilfreich, die Namen genau zu notieren. Ein falscher Kontoname oder ein vertauschtes Kennwort ist einer der häufigsten Gründe, warum die Verbindung am Anmeldefenster scheitert.

Netzwerkprofil und Erreichbarkeit prüfen

Der Ziel-PC sollte im Heimnetz als privates Netzwerk erkannt werden. Im öffentlichen Profil sind viele Freigaben stärker begrenzt, und genau das kann die Verbindung erschweren.

Öffne die Netzwerkeinstellungen und prüfe, ob dein WLAN oder Ethernet als Privat markiert ist. Ist das nicht der Fall, ändere das Profil nur dann, wenn es sich wirklich um dein eigenes vertrauenswürdiges Netz handelt.

Danach lohnt ein Blick auf die Erreichbarkeit. Ein einfacher Test ist die Eingabe des PC-Namens oder der lokalen IP-Adresse im Verbindungsdialog. Der Computername ist leichter zu merken, die IP-Adresse oft stabiler, wenn Namensauflösung Probleme macht.

Computername und IP-Adresse finden

Den Computernamen findest du in den Systemeigenschaften oder in den Informationen zum Gerät. Die IP-Adresse siehst du in den Netzwerkeigenschaften des aktiven Adapters oder in der Eingabeaufforderung mit dem Befehl für die IP-Konfiguration.

Wenn du später regelmäßig zugreifst, kann eine feste IP im Heimnetz hilfreich sein. Das ist besonders dann nützlich, wenn der Router Adressen häufig neu vergibt und die Verbindung über den Namen nicht zuverlässig aufgelöst wird.

Die Verbindung vom zweiten Gerät starten

Auf dem Rechner, von dem du zugreifen willst, öffnest du den Remotedesktop-Client. Dort trägst du den Ziel-PC ein und meldest dich mit dem freigegebenen Konto an.

  1. Öffne den Remotedesktop-Client.
  2. Gib den Namen oder die IP des Ziel-PCs ein.
  3. Wähle bei Bedarf den richtigen Benutzer aus.
  4. Verbinde dich und bestätige die Sicherheitsabfrage.
  5. Melde dich mit Kennwort und gegebenenfalls weiteren Kontodaten an.

Beim ersten Verbindungsaufbau erscheinen oft Hinweise zum Zertifikat oder zur Identität des Rechners. Im Heimnetz ist das normal, solange du sicher bist, dass du wirklich den eigenen PC ansprichst.

Typische Fehler bei der Einrichtung

Wenn der Aufbau scheitert, liegt es meist an einer der wenigen Stellen, die du gezielt prüfen kannst. Statt blind an mehreren Schaltern zu drehen, gehst du systematisch vor.

  • Funktion nicht aktiviert: Der Ziel-PC erlaubt keine Fernverbindungen.
  • Falsches Konto: Der Benutzer ist nicht freigegeben oder hat kein gültiges Kennwort.
  • Öffentliches Netzwerk: Das Profil blockiert die gewünschte Kommunikation.
  • Firewall blockiert: Sicherheitsregeln verhindern den Zugriff.
  • Falscher Name oder falsche IP: Der Client erreicht den Rechner nicht eindeutig.
  • PC im Standby: Der Zielrechner ist zwar vorhanden, reagiert aber nicht auf Verbindungsanfragen.

Besonders oft liegt die Ursache nicht am Fernzugriff selbst, sondern an der Kombination aus Netzwerkprofil, Benutzerrechten und Energiesparzustand. Genau deshalb solltest du diese drei Punkte zuerst prüfen.

Firewall und Sicherheitssoftware sauber einordnen

Windows richtet die nötigen Regeln normalerweise automatisch ein, sobald du die Funktion aktivierst. Falls trotzdem keine Verbindung möglich ist, kann eine Drittanbieter-Firewall oder ein Sicherheitsprogramm die Ursache sein.

Schalte Sicherheitssoftware nicht dauerhaft ab, nur um zu testen. Prüfe stattdessen die Regeln für den lokalen Zugriff und kontrolliere, ob der Remotedesktop-Dienst im Heimnetz zugelassen ist. Bei Fremdsoftware kann es helfen, die Herstelleroberfläche nach Freigaben für vertrauenswürdige Geräte oder lokale Dienste zu durchsuchen.

Wenn der Zugriff nach einer Deinstallation plötzlich funktioniert, war die Sperre sehr wahrscheinlich in der Sicherheitssoftware gesetzt. Dann solltest du die Regel gezielt anpassen, statt dauerhaft auf Schutz zu verzichten.

Bildschirm, Energie und Sitzungssteuerung verstehen

Ein häufiger Irrtum ist, dass der Ziel-PC im laufenden Betrieb völlig unbeachtet bleiben kann. Der Rechner muss wach sein, und die Energieoptionen sollten so gesetzt sein, dass er nicht zu schnell in den Ruhezustand wechselt.

Für längere Zugriffe ist es sinnvoll, den automatischen Standby während der Arbeitszeit zu verlängern oder auszuschalten. Zusätzlich kannst du festlegen, dass der Bildschirm nach einer gewissen Zeit ausgeht, der PC selbst aber an bleibt. So sparst du Strom, ohne die Sitzung zu unterbrechen.

Wenn du von unterwegs auf den Heim-PC zugreifen willst, wäre das ein anderes Szenario mit höheren Anforderungen. Im Heimnetz bleibt die Einrichtung überschaubar, solange beide Geräte aktiv und erreichbar sind.

So gehst du vor, wenn die Anmeldung fehlschlägt

Kommt zwar eine Verbindung zustande, aber die Anmeldung scheitert, dann liegt das Problem häufig am Benutzerkonto. Prüfe zuerst den Kontonamen, dann das Kennwort und anschließend die Berechtigung am Ziel-PC.

Hilfreich ist außerdem ein Test mit einem anderen Konto, das sicher über ein Kennwort verfügt. Funktioniert dieses Konto, ist die ursprüngliche Anmeldung das eigentliche Problem und nicht die Verbindung selbst.

Falls du eine PIN statt eines Passworts nutzt, melde dich auf dem Zielgerät einmal mit dem eigentlichen Kennwort an und stelle sicher, dass das Konto korrekt für Fernzugriffe freigegeben ist. Die PIN ersetzt nicht automatisch jedes Anmeldeverfahren im Fernzugriff.

Saubere Reihenfolge für die Fehlersuche

Damit du nicht an mehreren Stellen gleichzeitig suchst, hilft eine feste Reihenfolge. Erst die Funktion, dann das Konto, danach das Netzwerk und zuletzt die Sicherheit.

  1. Prüfe, ob Remotedesktop eingeschaltet ist.
  2. Kontrolliere das Benutzerkonto und das Kennwort.
  3. Stelle sicher, dass der PC im privaten Netzwerk hängt.
  4. Teste die Verbindung mit Rechnername und IP-Adresse.
  5. Überprüfe Firewall und Sicherheitssoftware.
  6. Ändere Energiesparoptionen, wenn der PC einschläft.

Diese Abfolge spart Zeit, weil du die typischen Ursachen in einer sinnvollen Reihenfolge abarbeitest. Gerade bei Windows 11 ist das oft der schnellste Weg, um aus einer unklaren Fehlersituation wieder eine stabile Verbindung zu machen.

Namensauflösung und Adressprüfung im Heimnetz

Für eine stabile Verbindung ist es hilfreich, nicht nur den Rechnernamen zu kennen, sondern auch zu verstehen, wie Windows den Ziel-PC im Netzwerk findet. Im Heimnetz läuft das häufig über die lokale Namensauflösung, also über den Gerätenamen oder alternativ über die IP-Adresse. Beides sollte plausibel sein, bevor du weitere Schritte prüfst.

Öffne auf dem Zielgerät die Systemeinstellungen und notiere den exakten PC-Namen. Prüfe anschließend in der Eingabeaufforderung mit ipconfig, welche IPv4-Adresse dem Gerät aktuell zugewiesen ist. Eine Adresse aus dem Bereich 192.168.x.x, 10.x.x.x oder 172.16.x.x bis 172.31.x.x ist im Heimnetz üblich. Wichtig ist, dass die Adresse zum aktiven Netzwerkadapter passt und nicht aus einem getrennten Gastnetz stammt.

  • PC-Name in den Systemeinstellungen kontrollieren
  • IPv4-Adresse mit ipconfig prüfen
  • Aktiven Adapter mit WLAN oder LAN abgleichen
  • Gastnetz, zweite SSID oder getrennte VLANs ausschließen

Wenn der Name nicht aufgelöst wird, kannst du testweise direkt mit der IP verbinden. Das spart Zeit bei der Fehlersuche und zeigt, ob das Problem bei der Namensauflösung oder bei der Verbindung selbst liegt. Ändert sich die IP des Ziel-PCs häufig, lohnt sich eine DHCP-Reservierung im Router oder eine feste Adressvergabe innerhalb des Heimnetzes.

Router, Subnetz und Erreichbarkeit einordnen

RDP funktioniert im Heimnetz am zuverlässigsten, wenn beide Geräte im gleichen Subnetz liegen oder zumindest durch den Router ohne Sonderregeln erreichbar sind. Trennungen über Gastzugänge, Kindersicherung, Client-Isolation oder Mesh-Sondermodi können Verbindungen blockieren, obwohl beide Geräte scheinbar im selben WLAN hängen. Gerade bei modernen Routern ist das schnell übersehen.

Prüfe im Router-Menü, ob für das WLAN eine Isolierung aktiviert ist. Diese Einstellung verhindert, dass Geräte miteinander sprechen. Ebenso wichtig ist, dass am Ziel-PC keine VPN-Verbindung aktiv ist, die den Netzwerkverkehr in ein anderes Segment umleitet. Wer testweise per LAN-Kabel verbindet, kann zusätzliche WLAN-Effekte schnell ausschließen.

  1. Router-Oberfläche öffnen und WLAN-Einstellungen aufrufen
  2. Gastnetz, Client-Isolation und ähnliche Schutzfunktionen prüfen
  3. Sicherstellen, dass beide Geräte im gleichen Heimnetz hängen
  4. VPN am Zielgerät und am Quellgerät vorübergehend deaktivieren
  5. Erneut per Remote Desktop verbinden und das Verhalten vergleichen

Bleibt die Verbindung trotz korrekter Einstellungen aus, hilft ein Ping-Test vom zweiten Gerät auf den Ziel-PC. Antworten deuten darauf hin, dass die grundlegende Erreichbarkeit passt. Bleibt der Ping ohne Antwort, liegt die Ursache meist vor der RDP-Schicht, etwa bei Adressfehlern, Profiltrennung oder einer Netzwerksperre.

Benutzerwechsel, Kontoführung und Anmeldeformat

Im Alltag scheitert der Zugriff oft nicht an RDP selbst, sondern am verwendeten Anmeldeformat. Bei lokalen Konten genügt in vielen Fällen der Benutzername, manchmal wird jedoch der Rechnername vorangestellt. Bei Microsoft-Konten ist außerdem zu beachten, dass Windows je nach Konfiguration die E-Mail-Adresse oder eine lokal gemappte Anmeldekennung erwartet. Das passt nicht immer zu dem, was auf dem Sperrbildschirm angezeigt wird.

Hilfreich ist es, die Anmeldedaten einmal sauber zu dokumentieren. Notiere, welches Konto auf dem Zielgerät zugelassen ist, ob es sich um ein lokales Konto, ein Microsoft-Konto oder ein Domänenkonto handelt und ob das Kennwort aktuell bekannt ist. Ein leerer Kennwortsatz ist für RDP ungeeignet, selbst wenn die Anmeldung am Gerät selbst über eine PIN erfolgt. Für Remotedesktop zählt das klassische Passwort.

  • Lokales Konto: meist PC-NameBenutzername oder nur der Benutzername
  • Microsoft-Konto: häufig die E-Mail-Adresse als Kennung
  • Domäne: DOMÄNEBenutzername oder der UPN
  • PIN, Gesichtserkennung und Fingerabdruck ersetzen das Kennwort nicht

Wenn ein Konto zwar berechtigt ist, die Anmeldung aber trotzdem abgewiesen wird, lohnt sich ein Blick auf Gruppenrichtlinien oder lokale Sicherheitsrichtlinien. Dort kann festgelegt sein, dass bestimmte Kontotypen keine Remotedesktopanmeldung nutzen dürfen. Gerade bei Familien-PCs oder gemeinsam genutzten Geräten lässt sich so ein Zugriff oft gezielter steuern, als man auf den ersten Blick vermutet.

Erweitertes Feintuning für stabilen Betrieb

Für einen sauber laufenden Zugriff sind einige Details hilfreich, die im Standardweg leicht untergehen. Dazu gehört vor allem die Frage, wie der Ziel-PC auf Energiezustände reagiert. Ruhezustand, Schnellstart und aggressive Energiesparoptionen können die Erreichbarkeit unterbrechen, obwohl die RDP-Funktion selbst aktiv bleibt. Wenn der Rechner längere Zeit erreichbar sein soll, müssen diese Schalter zum Nutzungsprofil passen.

Auch die Bildschirm- und Sitzungssteuerung verdient Beachtung. Wer mehrere Monitore nutzt, sollte auf dem zweiten Gerät prüfen, ob die Anzeige im Vollbild, in einem Fenstermodus oder mit dynamischer Auflösung laufen soll. Das beeinflusst zwar nicht den Verbindungsaufbau, aber die Bedienbarkeit im Alltag. Gleiches gilt für Zwischenablage, Laufwerksumleitung und Druckerfreigabe, denn diese Funktionen entscheiden darüber, ob der ferngesteuerte Zugriff wirklich praktikabel ist.

  • Energieoptionen so anpassen, dass der Ziel-PC nicht ungewollt schläft
  • Schnellstart bei Bedarf deaktivieren, wenn Startprobleme auftreten
  • Auflösung und Skalierung im RDP-Client an die Endgeräte anpassen
  • Zwischenablage und Laufwerksumleitung nur bei Bedarf aktivieren
  • Lokale Sicherheitssoftware auf Ausnahmen für interne Verbindungen prüfen

Bei häufiger Nutzung lohnt sich außerdem ein gespeichertes Verbindungsprofil. Damit entfällt das wiederholte Eingeben von Rechnernamen, Anzeigeeinstellungen und Anmeldedaten. Wer mehrere Windows-11-Geräte im Haushalt verwaltet, spart so nicht nur Zeit, sondern reduziert auch Eingabefehler und verwechselt seltener die Zielsysteme.

FAQ

Welche Windows-Edition ist für die Nutzung als Host erforderlich?

Für eingehende Verbindungen braucht der Zielrechner eine Edition mit Remotedesktop-Hostfunktion, also in der Regel Windows 11 Pro, Enterprise oder Education. Auf Geräten mit Home-Edition lässt sich die Verbindung standardmäßig nicht als Zielsystem bereitstellen.

Kann ich mich im Heimnetz auch per PC-Namen verbinden?

Ja, das funktioniert oft, solange Namensauflösung im lokalen Netz sauber arbeitet. Wenn der Name nicht gefunden wird, ist die direkte Verbindung über die IP-Adresse meist der schnellste Weg.

Wie finde ich schnell heraus, ob der Ziel-PC erreichbar ist?

Prüfe zuerst, ob beide Geräte im gleichen Netzwerksegment angemeldet sind und der Ziel-PC eingeschaltet bleibt. Anschließend hilft ein Ping-Test oder ein Blick in die Router-Übersicht, um die Sichtbarkeit im Heimnetz zu kontrollieren.

Warum wird das Kennwort akzeptiert, obwohl die Anmeldung scheitert?

Oft liegt es an der Berechtigung des Kontos, an einer gesperrten Sitzung oder an einer falschen Benutzerzuordnung. Hilfreich ist es, den lokalen Benutzer mit Kennwort erneut zu prüfen und testweise mit dem vollständigen Kontonamen anzumelden.

Muss das Konto wirklich ein Kennwort haben?

Ja, für Remotedesktop ist ein Kennwort praktisch Pflicht, wenn du dich zuverlässig anmelden willst. Konten ohne Kennwort werden im Alltag häufig abgewiesen, selbst wenn die Verbindung technisch aufgebaut werden kann.

Wie gehe ich mit Microsoft-Konten um?

Bei Microsoft-Konten funktioniert die Anmeldung meist mit der zugehörigen E-Mail-Adresse und dem hinterlegten Kennwort. Falls Windows den Zugang nicht akzeptiert, kann die Eingabe im Format des Kontonamens und der E-Mail-Adresse je nach Konfiguration einen Unterschied machen.

Welche Rolle spielt die Windows-Firewall?

Die Firewall muss eingehende Verbindungen für Remotedesktop zulassen, sonst bleibt der Zugriff trotz aktivierter Funktion blockiert. Im privaten Netzwerk ist die passende Regel meist automatisch gesetzt, bei strengeren Sicherheitsprofilen lohnt sich eine gezielte Prüfung der Freigaben.

Warum wird der Ziel-PC in der Liste nicht angezeigt?

Die Anzeige in der Client-App ist nicht immer vollständig und hängt von Namensauflösung, Netzwerkerkennung und Domänenumgebung ab. Auch ohne Eintrag kannst du die Verbindung meist direkt über den Namen oder die IP-Adresse herstellen.

Kann ich den Bildschirm des Zielrechners parallel weiterverwenden?

Ja, im Heimnetz ist das möglich, solange die Sitzung vom Hostsystem unterstützt wird und kein Einschränkungsszenario vorliegt. Bei der Nutzung auf einem einzelnen Benutzerkonto kann der lokale Zugriff jedoch eingeschränkt werden, sobald die Fernsitzung aktiv ist.

Was hilft, wenn die Verbindung nach dem Start wieder abbricht?

Dann solltest du Energieoptionen, WLAN-Stabilität und mögliche Sperrmechanismen prüfen. Besonders hilfreich ist ein Test mit einem Netzwerkkabel, einem festen IP-Bezug im Router und einer deaktivierten Standby-Abschaltung während der Fernsitzung.

Wie bleibt der Zugriff im Heimnetz übersichtlich und sicher?

Nutze nur Konten, die du wirklich brauchst, und vergebe starke Kennwörter. Zusätzlich hilft es, den Zugang auf das private Netz zu beschränken und die Freigabe nur auf den Rechnern zu aktivieren, die tatsächlich fernbedient werden sollen.

Fazit

Der Fernzugriff im Heimnetz gelingt zuverlässig, wenn Hostfunktion, Konto, Netzwerkprofil und Erreichbarkeit zusammenpassen. Wer die Verbindung über Namen und IP prüft, die Berechtigungen sauber setzt und Firewall sowie Energieeinstellungen mitdenkt, vermeidet die meisten Stolpersteine. So lässt sich ein Windows-11-Rechner im Alltag sicher und planbar aus der Ferne verwenden.

Checkliste
  • Der Ziel-PC muss eine Windows-Version mit Remotedesktop-Hostfunktion haben.
  • Der PC darf nicht im Energiesparmodus oder vollständig ausgeschaltet sein, wenn du ihn erreichen willst.
  • Das Benutzerkonto braucht ein Kennwort, weil lokale Konten ohne Kennwort in vielen Fällen nicht zuverlässig akzeptiert werden.
  • Beide Geräte sollten im gleichen Heimnetz oder zumindest im gleichen vertrauenswürdigen Netzwerkbereich sein.
  • Auf dem Zielgerät darf keine Sicherheitssoftware die Verbindungen blockieren.

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