Gemeinsam an Excel-Dateien arbeiten: Freigabe, Kommentare und typische Fallen

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 8. Juli 2026, zuletzt aktualisiert: 8. Juli 2026

Mehrere Personen an einer Tabelle arbeiten zu lassen, spart Zeit, senkt Fehler und macht Abstimmungen deutlich einfacher. Damit das sauber funktioniert, brauchst du vor allem die richtige Speicherortwahl, eine passende Freigabe und ein klares Vorgehen für Änderungen und Rückfragen.

In Excel hängt vieles daran, ob die Datei in OneDrive, SharePoint oder nur lokal liegt. Erst danach lohnt es sich, Kommentare, @Erwähnungen, den Versionsverlauf und Schutzfunktionen sinnvoll einzusetzen. Wer diese Reihenfolge beachtet, vermeidet die üblichen Konflikte schon vor dem ersten Bearbeitungsschritt.

Die Grundlage: Wo die Datei gespeichert ist

Die Zusammenarbeit klappt am zuverlässigsten, wenn die Arbeitsmappe in einem Cloud-Speicher liegt. Dann können mehrere Personen gleichzeitig Änderungen vornehmen und Excel verwaltet die Bearbeitung deutlich besser als bei einer Datei auf dem Desktop oder in einem Netzlaufwerk.

Öffne die Datei deshalb am besten aus OneDrive oder SharePoint. Dort sind Freigabe, Nachverfolgung und Versionsverlauf direkt mit der Datei verknüpft. Liegt die Datei nur lokal, arbeitet ihr oft noch nacheinander statt gemeinsam, und genau dabei entstehen Doppelarbeiten und Sperrkonflikte.

Freigabe sauber einrichten

Bevor du andere einlädst, solltest du festlegen, ob sie nur lesen oder auch bearbeiten dürfen. Diese Entscheidung ist wichtiger als viele denken, weil sie bestimmt, ob jemand versehentlich Formeln, Struktur oder Formatierungen ändert.

  • Öffne die Arbeitsmappe in Excel.
  • Wähle oben rechts die Freigabe-Schaltfläche.
  • Gib die gewünschten Personen oder Gruppen ein.
  • Lege fest, ob sie bearbeiten oder nur anzeigen dürfen.
  • Prüfe, ob der Link für bestimmte Personen oder für jeden mit dem Link gilt.
  • Sende die Einladung erst, wenn die Berechtigungen stimmen.

Für sensible Tabellen ist es sinnvoll, nur namentlich benannte Personen freizugeben. Ein allgemeiner Link ist bequem, aber er erhöht das Risiko, dass die Datei weitergeleitet oder unerwartet geöffnet wird.

Gleichzeitiges Bearbeiten richtig verstehen

Wenn mehrere Personen dieselbe Arbeitsmappe geöffnet haben, zeigt Excel oft an, wer gerade mitarbeitet. Änderungen werden dann nicht erst am Ende zusammengeführt, sondern fortlaufend übernommen. Das funktioniert gut, solange alle in derselben Datei-Version arbeiten und die Datei nicht zwischendurch lokal speichern oder per E-Mail weitergeben.

Bei Tabellen mit vielen Formeln, Filtern oder geschützten Bereichen kann die Zusammenarbeit trotzdem stocken. Dann ist es hilfreich, nur klar abgegrenzte Bereiche zu bearbeiten oder Eingabefelder von Auswertungen zu trennen. So reduziert sich das Risiko, dass sich Formeln gegenseitig überschreiben.

Kommentare statt losem Hin und Her

Kommentare sind in gemeinsamen Excel-Dateien besonders nützlich, wenn Rückfragen direkt an einer Zelle hängen. So bleibt die Abstimmung dort, wo sie hingehört, und niemand muss in Chat-Nachrichten oder E-Mails nach dem Bezug suchen.

Anleitung
1Datei in OneDrive oder SharePoint ablegen.
2Bearbeitungsrechte passend vergeben.
3Klare Eingabebereiche definieren.
4Kommentare und Erwähnungen nutzen.
5Versionen nach Änderungen prüfen.

Nutze Kommentare für Rückfragen, Freigaben oder Hinweise auf fehlende Werte. Mit @Erwähnungen lässt sich die zuständige Person direkt benachrichtigen. Das ist vor allem in Tabellen hilfreich, in denen mehrere Abteilungen an derselben Auswertung arbeiten.

So bleibt die Diskussion an der richtigen Stelle

Schreibe Kommentare möglichst präzise und beziehe dich auf den sichtbaren Tabelleninhalt. Ein guter Kommentar nennt die betroffene Zelle, den fehlenden Wert oder die gewünschte Korrektur. Lange Textblöcke helfen selten weiter, weil sie den Bezug zur Tabelle verwässern.

Wenn ein Punkt erledigt ist, sollte der Kommentar abgeschlossen oder beantwortet werden. So bleibt der Ablauf nachvollziehbar und die Arbeitsmappe wird nicht mit alten Rückfragen vollgestellt.

Versionen und Rückschritte absichern

Gerade bei gemeinsamer Bearbeitung ist der Versionsverlauf einer der wichtigsten Schutzmechanismen. Falls eine Änderung schiefgeht, kannst du frühere Stände öffnen und prüfen, wann ein bestimmter Inhalt verändert wurde.

Das ist besonders wertvoll bei Formeln, strukturellen Anpassungen und großen Listen. Eine versehentliche Löschung lässt sich so oft ohne großen Aufwand zurückholen. Wer regelmäßig gemeinsam arbeitet, sollte den Versionsverlauf deshalb nicht erst im Notfall entdecken.

Typische Stolperfallen bei gemeinsamen Dateien

Ein häufiger Fehler ist die Mischung aus lokaler Kopie und Cloud-Datei. Dann arbeitet eine Person in der alten Version weiter, während andere bereits Änderungen gespeichert haben. Die Folge sind doppelte Einträge, fehlende Inhalte oder widersprüchliche Zahlen.

Auch schreibgeschützte Bereiche führen oft zu Verwirrung. Wenn eine Tabelle geschützt ist, sollten die Eingabefelder klar markiert sein. Sonst versucht jemand wiederholt, an der falschen Stelle zu ändern, und verliert Zeit mit Fehlversuchen.

Ein weiterer Punkt sind große oder komplexe Arbeitsmappen. Viele Formeln, Verknüpfungen und Formatierungen können das gemeinsame Arbeiten ausbremsen. In solchen Fällen hilft es, die Datei zu verschlanken, unnötige Blätter zu trennen oder Eingaben und Auswertungen sauber zu strukturieren.

Schutz, Rechte und saubere Zuständigkeiten

Wenn mehrere Menschen an derselben Datei arbeiten, sollte klar sein, wer was ändern darf. Das betrifft nicht nur den Zugriff insgesamt, sondern auch sensible Inhalte wie Berechnungen, Stammdaten oder Freigaben.

  • Eingabebereiche für mehrere Personen freigeben
  • Formeln und Auswertungen schützen
  • Nur verantwortliche Personen für Strukturänderungen zulassen
  • Kommentare für Abstimmungen nutzen
  • Versionen regelmäßig kontrollieren

Diese Trennung hält die Datei übersichtlich und verhindert, dass jemand versehentlich an der falschen Stelle arbeitet. Besonders bei Tabellen für Planung, Controlling oder gemeinsame Dokumentation ist das ein großer Vorteil.

Wenn Bearbeitungen nicht auftauchen

Manchmal sieht es so aus, als ob Änderungen nicht übernommen werden. Dann liegt das Problem häufig nicht an Excel selbst, sondern an einer veralteten Datei, einer getrennten Internetverbindung oder einer lokalen Kopie. Prüfe zuerst, ob alle Beteiligten wirklich dieselbe Datei geöffnet haben.

Hilfreich ist außerdem ein kurzer Abgleich der Speicherorte. Öffnet die Datei aus dem gemeinsamen Ordner, nicht aus einem Download-Ordner oder einer E-Mail-Anlage. Wer nach dem Arbeiten speichert und die Datei neu hochlädt, erzeugt leicht eine zweite Fassung mit überholtem Inhalt.

Bei hartnäckigen Konflikten lohnt sich ein Blick auf Synchronisation, Berechtigungen und den Dateistatus in OneDrive oder SharePoint. Oft ist nicht die Tabellenfunktion das Problem, sondern die fehlende Verbindung zwischen локaler Arbeitskopie und gemeinsamem Speicherort.

Praktische Reihenfolge für den Alltag

Wenn du eine gemeinsame Tabelle einrichtest, gehe am besten immer in derselben Reihenfolge vor. Erst Speicherort und Zugriffsrechte, dann die Bearbeitung, danach Kommentare und zum Schluss die Kontrolle über Versionen und Schutz.

  1. Datei in OneDrive oder SharePoint ablegen
  2. Bearbeitungsrechte passend vergeben
  3. Klare Eingabebereiche definieren
  4. Kommentare und Erwähnungen nutzen
  5. Versionen nach Änderungen prüfen
  6. Schutz für Formeln und Struktur aktivieren

So entsteht ein Arbeitsablauf, der auch bei mehreren Beteiligten stabil bleibt. Die Datei bleibt nachvollziehbar, Änderungen lassen sich sauber zuordnen, und Rückfragen landen direkt dort, wo sie gebraucht werden.

Bevor mehrere Personen in derselben Arbeitsmappe Änderungen vornehmen, lohnt sich ein kurzer technischer Check. Die Datei sollte an einem Ort liegen, der für alle Beteiligten erreichbar ist, und sie sollte in einem Format gespeichert sein, das gleichzeitige Bearbeitung unterstützt. Bei Microsoft 365 ist das in der Regel eine Datei in OneDrive oder SharePoint. Wer lokal auf einem Netzlaufwerk arbeitet, stößt schneller an Grenzen, weil dann nicht alle Funktionen für paralleles Arbeiten und Nachverfolgen sauber greifen.

Arbeitsumgebung prüfen, bevor die Datei verteilt wird

Ein sauberer Start reduziert Rückfragen und verhindert, dass zwei Versionen derselben Tabelle parallel im Umlauf sind. Öffnen Sie die Arbeitsmappe in Excel und prüfen Sie zuerst, ob oben Hinweise zur gemeinsamen Bearbeitung oder zur Speicherung in der Cloud angezeigt werden. Anschließend sollte klar sein, wer die Datei bearbeiten darf und ob die Freigabe über einen Link oder gezielt per Einladung erfolgen soll. Für häufig genutzte Teamdateien ist ein gemeinsamer Speicherort meist die stabilere Lösung, weil dort Versionen, Kommentare und automatische Speicherung besser zusammenspielen.

Auch das Dateiformat spielt eine Rolle. Ältere Formate wie .xls können manche Funktionen einschränken. Für gemeinsames Arbeiten eignet sich .xlsx deutlich besser. Wenn in der Datei noch Makros enthalten sind, kommt .xlsm infrage, wobei dann zusätzlich geprüft werden muss, ob die Makros für alle Beteiligten funktionieren. Wer mit sensiblen Daten arbeitet, sollte außerdem festlegen, ob nur bestimmte Personen Schreibrechte erhalten und ob externe Freigaben überhaupt erlaubt sind.

  • Speicherort: OneDrive oder SharePoint statt lokaler Ablage
  • Dateiformat: .xlsx oder bei Makros .xlsm
  • Rechte: Bearbeiten, Lesen oder eingeschränkte Freigabe
  • Versionierung: im Teamordner aktiv nutzbar

Die Freigabe entscheidet nicht nur darüber, wer öffnen kann, sondern auch, wie sicher und übersichtlich die Zusammenarbeit bleibt. In Excel oder in der Browseroberfläche lässt sich meist ein Link erstellen, der entweder für bestimmte Personen, für alle im Unternehmen oder für externe Gäste gilt. Für Arbeitsdateien mit Vertraulichkeit ist die Einladung an namentlich genannte Personen die bessere Wahl. So bleibt nachvollziehbar, wer Zugriff hat, und Sie können Berechtigungen später gezielt ändern.

Beim Einrichten sollten Sie darauf achten, ob Empfänger nur lesen oder auch bearbeiten dürfen. Wird versehentlich ein Bearbeitungslink verteilt, verändert jemand möglicherweise Inhalte, die nur zur Ansicht gedacht waren. Umgekehrt bremst ein reiner Leselink die Arbeit aus, wenn Rückmeldungen direkt in der Tabelle erfolgen sollen. Für wiederkehrende Projekte ist es sinnvoll, die Freigabeeinstellungen als Standard zu dokumentieren, damit nicht bei jeder neuen Datei neu entschieden werden muss.

  1. Die Arbeitsmappe in OneDrive oder SharePoint öffnen.
  2. Über „Teilen“ eine Einladung oder einen Link erstellen.
  3. Den Bereich für die Zugriffsart wählen: bestimmte Personen, interne Personen oder externe Gäste.
  4. Bearbeiten oder Nur-Anzeigen festlegen.
  5. Bei Bedarf ein Ablaufdatum oder eine zusätzliche Schutzstufe setzen.
  6. Den Link nur an die vorgesehenen Personen senden.

Optionen, die oft übersehen werden

Viele Probleme entstehen nicht bei der Freigabe selbst, sondern bei den Details. Dazu gehört, dass manche Links weitergeleitet werden können, obwohl sie nur für einen kleinen Kreis gedacht waren. Ebenso wichtig ist die Frage, ob Bearbeitungen ohne Anmeldung möglich sein sollen. Für interne Teamdateien ist eine Anmeldung mit dem Firmenkonto meist die bessere Lösung, weil dann Namen an Änderungen, Kommentare und Ablauf gekoppelt bleiben. Bei Externen sollte zusätzlich geprüft werden, ob die Zusammenarbeit zeitlich begrenzt werden kann.

Wenn Sie die Datei an wechselnde Gruppen verteilen, ist es hilfreich, die Zugriffsrechte regelmäßig zu kontrollieren. Entfernte Teammitglieder sollten keinen Zugriff auf alte Arbeitsmappen behalten. In SharePoint oder OneDrive lässt sich die Freigabeliste in der Regel nachträglich anpassen, ohne die Datei neu aufzusetzen.

Kommentare, Notizen und Markierungen sinnvoll einsetzen

Für die tägliche Abstimmung sind Kommentare oft besser geeignet als Änderungen direkt in Zellen. Ein Kommentar hängt an einer bestimmten Stelle, lässt sich beantworten und bleibt auch nach weiteren Bearbeitungen nachvollziehbar. So geht nicht verloren, warum eine Zahl geändert wurde oder welche Rückfrage noch offen ist. In neueren Excel-Versionen gibt es außerdem den Unterschied zwischen Kommentaren für Diskussionen und Notizen für einfache Hinweise. Wer im Team arbeitet, sollte diese Trennung kennen, damit Rückmeldungen nicht an der falschen Stelle landen.

Ein sauberer Kommentar enthält nicht nur Kritik oder eine Frage, sondern möglichst auch den Bezug zur Zelle. Statt allgemeiner Formulierungen wie „prüfen“ ist es hilfreicher, direkt auf den Wert, die Spalte oder die Annahme zu verweisen. Wenn mehrere Personen parallel kommentieren, sollte außerdem klar sein, wer antwortet und wer die Aufgabe nach der Klärung abschließt. Das lässt sich organisatorisch lösen, indem offene Rückmeldungen regelmäßig durchgesehen und erledigte Punkte gelöscht oder als abgeschlossen markiert werden.

  • Kommentar: geeignet für Fragen, Entscheidungen und Abstimmungen
  • Notiz: passend für einfache Hinweise ohne Antwortverlauf
  • Markierung: hilfreich bei auffälligen Zellen, die später geprüft werden sollen
  • Ablauf: wichtig, wenn Nachvollziehbarkeit im Team zählt

Technisch findet man die Funktionen meist im Menüband unter Überprüfen oder per Rechtsklick auf die Zelle. Dort lassen sich Kommentare einfügen, beantworten und wieder entfernen. Wer Excel im Browser nutzt, findet ähnliche Befehle oft oben in der Symbolleiste. Damit alle Beteiligten dieselben Erwartungen haben, sollte das Team vorher festlegen, ob Kommentare für inhaltliche Entscheidungen oder nur für Rückfragen verwendet werden.

Bearbeitungsstand und Synchronisierung im Blick behalten

Bei gleichzeitigem Arbeiten ist es wichtig zu wissen, ob die eigenen Eingaben bereits gespeichert sind oder noch synchronisiert werden. Excel mit Cloud-Anbindung speichert viele Änderungen automatisch, doch nicht jede Arbeitsumgebung verarbeitet dies sofort. Ein Blick auf den Status oben im Fenster zeigt oft, ob die Datei aktuell, wird gespeichert oder mit Konflikten behaftet ist. Gerade bei instabiler Verbindung können Änderungen erst verzögert bei anderen ankommen.

Wer mit mehreren Tabellenblättern arbeitet, sollte zusätzlich darauf achten, ob Berechnungen abgeschlossen sind. Formeln, die auf andere Zellen verweisen, können in gemeinsam genutzten Dateien erst nach Aktualisierung des Kalkulationslaufs vollständig sichtbar sein. Das ist besonders wichtig bei Summen, Auswertungen und bedingten Formatierungen. Ein manueller Kontrollblick nach größeren Änderungen hilft dabei, fehlerhafte Ergebnisse früh zu erkennen.

  1. Statusanzeige in Excel prüfen, bevor die Datei geschlossen wird.
  2. Nach größeren Eingaben kurz warten, bis die Synchronisierung beendet ist.
  3. Bei Unklarheiten die Datei einmal neu öffnen oder aktualisieren.
  4. Berechnete Felder auf Plausibilität prüfen, nicht nur auf sichtbare Werte.
  5. Bei Konflikten die zuletzt gespeicherte Version mit dem Ablauf vergleichen.

Besonders hilfreich ist eine feste Arbeitsreihenfolge im Team. Wer zuerst strukturierende Eingaben vornimmt und erst danach Werte einträgt, erzeugt weniger Überschneidungen. Auch das Sperren einzelner Bereiche für Formeln oder Stammdaten kann sinnvoll sein, damit nicht aus Versehen zentrale Teile der Arbeitsmappe verändert werden.

Saubere Teamregeln für Änderungen, Nachweise und Kontrolle

Gemeinsames Bearbeiten funktioniert am besten, wenn nicht nur die Technik, sondern auch die Arbeitsweise festgelegt ist. Dazu gehört, wer welche Blätter pflegt, wer Freigaben erteilt und wer Rückfragen abschließend beantwortet. Ohne solche Regeln entstehen doppelte Eingaben oder widersprüchliche Korrekturen, die später wieder aufgelöst werden müssen. Eine kurze Dokumentation im Tabellenblatt selbst oder in einer Begleitdatei schafft hier Orientierung.

Für wichtige Dateien lohnt sich eine klare Prüfroutine am Ende des Arbeitstags. Dazu gehört, offene Kommentare zu beantworten, neue Einträge auf Plausibilität zu prüfen und den Versionsverlauf bei größeren Anpassungen kurz zu kontrollieren. Wer Excel gemeinsam nutzt, sollte außerdem wissen, wie sich eine Änderung rückgängig machen lässt, ohne die Arbeit anderer zu überschreiben. Dafür sind die Versionshistorie und die Wiederherstellung früherer Stände oft sicherer als ein bloßes Drücken von Rückgängig.

  • Rollen festlegen: Bearbeitung, Prüfung, Freigabe
  • Namenskonventionen für Dateien und Tabellenblätter verwenden
  • Offene Punkte in Kommentaren bündeln statt verteilt notieren
  • Wichtige Änderungen mit Datum oder Kürzel markieren
  • Alte Freigaben regelmäßig aufräumen

Wer diese Punkte früh einführt, spart später Zeit bei Rückfragen, Korrekturen und der Suche nach der richtigen Datei. So bleibt die Zusammenarbeit in Excel übersichtlich, auch wenn mehrere Personen gleichzeitig daran arbeiten.

Häufige Fragen

Welche Speicherorte eignen sich am besten für gemeinsame Excel-Dateien?

Am zuverlässigsten sind Cloud-Speicher wie OneDrive, SharePoint oder ein vergleichbarer Team-Speicher mit aktivierter Dateiversionierung. Lokale Netzlaufwerke funktionieren nur eingeschränkt und führen je nach Umgebung schneller zu Sperren oder Konflikten.

Woran erkenne ich, ob eine Datei wirklich gemeinsam bearbeitet werden kann?

Die Datei muss in einem Format vorliegen, das die gleichzeitige Bearbeitung unterstützt, also in der Regel als .xlsx oder .xlsm mit passenden Voraussetzungen für die Plattform. Außerdem sollte sie in einer Umgebung liegen, die automatische Synchronisation und Kollaboration zulässt.

Warum sehe ich die Änderungen anderer Personen manchmal nicht sofort?

Oft liegt es an Synchronisationsverzögerungen, einer veralteten Desktop-App oder daran, dass eine Person noch in einer lokalen Kopie arbeitet. Ein manueller Synchronisationsabgleich, das erneute Öffnen der Datei oder der Wechsel zur Webversion bringt die Anzeige meist wieder in Einklang.

Wie richte ich Kommentare so ein, dass Rückfragen nachvollziehbar bleiben?

Verwende Kommentare für offene Punkte und Antworten direkt im Kommentarverlauf, statt Inhalte per E-Mail oder Chat zu verteilen. Achte darauf, dass sich jede Anmerkung auf eine Zelle, einen Bereich oder einen klar benannten Tab bezieht.

Was ist der Unterschied zwischen Kommentaren und Notizen in Excel?

Kommentare sind für den Austausch mit anderen gedacht und unterstützen Unterhaltungen. Notizen sind eher klassische Randbemerkungen und eignen sich für Hinweise, die nicht zwingend beantwortet werden müssen.

Wie verhindere ich, dass versehentlich Formeln oder Daten überschrieben werden?

Schütze sensible Bereiche mit Zellschutz und arbeite mit klaren Eingabefeldern, damit nur bestimmte Stellen bearbeitet werden können. Zusätzlich hilft eine saubere Struktur mit getrennten Blättern für Eingabe, Berechnung und Auswertung.

Was mache ich, wenn Excel eine Datei als gesperrt anzeigt?

Dann ist die Datei häufig noch in einer anderen Sitzung geöffnet oder ein Synchronisationsdienst hat sie nicht sauber freigegeben. Prüfe zuerst, wer sie aktuell geöffnet hat, und warte nach dem Schließen kurz ab, bis die Freigabe im System angekommen ist.

Wie lassen sich Versionsstände bei mehreren Bearbeitern absichern?

Nutze die integrierte Versionshistorie des Speicherorts und lege bei wichtigen Arbeitsschritten zusätzlich einen klar benannten Zwischenstand ab. So kannst du Änderungen vergleichen und notfalls auf einen früheren Stand zurückgehen.

Welche typischen Einstellungen sollte ich vor dem Teamstart prüfen?

Wichtig sind Schreibrechte, der Speicherort, die Synchronisation, die Kommentar-Funktionen und der Schutz einzelner Blätter. Prüfe außerdem, ob alle Beteiligten dieselbe Excel-Version oder zumindest eine kompatible Web- oder Desktop-Umgebung verwenden.

Wie gehe ich vor, wenn mehrere Personen gleichzeitig an derselben Tabelle arbeiten?

Lege zuerst Zuständigkeiten fest, damit nicht mehrere Personen dieselben Bereiche parallel ändern. Danach lohnt sich eine feste Reihenfolge für Eingaben, Kontrolle und Freigabe, damit Ergänzungen nicht gegenseitig überschrieben werden.

Was hilft bei einer Datei mit vielen Formeln und Abhängigkeiten?

In solchen Dateien sollte die Bearbeitung besonders planvoll erfolgen, weil Änderungen an einer Stelle oft weitere Bereiche beeinflussen. Hilfreich sind Schutzmechanismen, nachvollziehbare Kommentierung und eine klare Trennung zwischen Eingabe, Berechnung und Ergebnis.

Fazit

Gemeinsames Arbeiten an Excel-Dateien gelingt dann sauber, wenn Speicherort, Rechte, Kommentarweg und Versionssicherung von Anfang an zusammenpassen. Wer die Datei an einem kollaborationsfähigen Ort ablegt und die Bearbeitung strukturiert organisiert, vermeidet Konflikte und behält Änderungen im Blick. So wird die Zusammenarbeit in Excel stabil und für alle Beteiligten nachvollziehbar.

Checkliste
  • Öffne die Arbeitsmappe in Excel.
  • Wähle oben rechts die Freigabe-Schaltfläche.
  • Gib die gewünschten Personen oder Gruppen ein.
  • Lege fest, ob sie bearbeiten oder nur anzeigen dürfen.
  • Prüfe, ob der Link für bestimmte Personen oder für jeden mit dem Link gilt.
  • Sende die Einladung erst, wenn die Berechtigungen stimmen.

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