Windows 11: Daten nach einer Neuinstallation übertragen

Lesedauer: 13 Min – Beitrag erstellt: 14. Juni 2026, zuletzt aktualisiert: 14. Juni 2026

Nach einer frischen Installation fehlt zunächst der gewohnte Arbeitsstand. Dokumente, Bilder, Browserdaten, Programmeinstellungen und kleinere Systemanpassungen liegen dann oft noch auf einem alten Datenträger, in der Cloud oder in einem Backup. Wer die Übernahme sauber vorbereitet, spart Zeit und vermeidet doppelte Arbeit.

Wichtig ist eine Reihenfolge, die sowohl die Daten als auch die Systemstruktur berücksichtigt. Persönliche Dateien kommen zuerst, danach folgen Konten, Einstellungen und erst am Ende optionale Programme. So bleibt die neue Installation übersichtlich und stabil.

Die passende Übertragungsart auswählen

Der Weg hängt davon ab, wo die Inhalte bisher gespeichert waren. Bei einem alten PC oder einer älteren Systemplatte ist ein direktes Kopieren oft ausreichend. Bei einem Wechsel auf ein neues Gerät spielen OneDrive, Netzlaufwerke oder ein externes Backup häufig die bessere Rolle. Wer zwischen SSDs, USB-Datenträgern und Cloud-Speicher wählen kann, sollte zunächst prüfen, welche Datenmengen anfallen und wie viel Zeit zur Verfügung steht.

  • Für einzelne Ordner eignet sich das manuelle Kopieren per Datei-Explorer.
  • Für umfangreiche Datenbestände ist eine Sicherung auf externer SSD oder Festplatte sinnvoll.
  • Für Dokumente, Fotos und Desktop-Inhalte bietet sich die Synchronisation über ein Microsoft-Konto an.
  • Für Programmeinstellungen lohnt sich die gezielte Sicherung der jeweiligen Anwendungsordner.

Vor dem Kopieren alles Nötige sichtbar machen

Bevor etwas übertragen wird, sollten die relevanten Speicherorte eingeblendet sein. Viele wichtige Dateien liegen nicht nur in „Dokumente“ oder „Bilder“, sondern auch in versteckten Unterordnern von App-Daten, Desktop-Ordnern oder im Profilverzeichnis.

  1. Den Datei-Explorer öffnen und in der Ansicht die Dateinamenerweiterungen einblenden.
  2. Versteckte Elemente anzeigen, damit App-Ordner und Konfigurationsdateien erreichbar sind.
  3. Die wichtigsten Pfade auf dem alten Datenträger oder im Backup prüfen.
  4. Auf der neuen Installation die Zielordner anlegen, bevor große Datenmengen verschoben werden.

Gerade bei einer Neuinstallation ist es hilfreich, die Ordnerstruktur bewusst neu zu ordnen. Wer etwa Arbeitsdateien, private Inhalte und Projektarchive getrennt hält, findet später schneller wieder die passende Ablage.

Eigene Dateien zuerst übernehmen

Der einfachste Teil sind persönliche Inhalte. Dazu gehören meist Dokumente, Bilder, Videos, Musik, Downloads und gegebenenfalls archivierte Projektordner. Diese Daten können direkt in die bekannten Benutzerordner kopiert werden, sofern die neue Installation bereits ein Konto besitzt.

Beim Kopieren vom alten Laufwerk hilft ein sauberer Abgleich. Dubletten lassen sich vermeiden, indem nur die tatsächlich benötigten Unterordner übernommen werden. Wer bereits eine Sicherung im Einsatz hatte, sollte die aktuellste Version wählen und ältere Stände nicht unbemerkt darüberkopieren.

  • Dokumente in den Ordner „Dokumente“ übertragen.
  • Bilder in den Ordner „Bilder“ oder in eine eigene Fotostruktur einordnen.
  • Musik und Videos in die passenden Mediensammlungen kopieren.
  • Große Archivordner getrennt aufbewahren, damit sie den täglichen Arbeitsbereich nicht überladen.

OneDrive und Microsoft-Konto richtig einbinden

Wer mit einem Microsoft-Konto arbeitet, kann viele Inhalte nach der Anmeldung automatisch wieder bereitstellen. Dazu gehören je nach Einstellung Desktop, Dokumente, Bilder und bestimmte Geräteeinstellungen. Der passende Weg beginnt in den Kontoeinstellungen und in der OneDrive-App.

Anleitung
1Den Datei-Explorer öffnen und in der Ansicht die Dateinamenerweiterungen einblenden.
2Versteckte Elemente anzeigen, damit App-Ordner und Konfigurationsdateien erreichbar sind.
3Die wichtigsten Pfade auf dem alten Datenträger oder im Backup prüfen.
4Auf der neuen Installation die Zielordner anlegen, bevor große Datenmengen verschoben werden.

  1. In den Einstellungen den Bereich für Konten öffnen.
  2. Mit dem Microsoft-Konto anmelden, das zuvor verwendet wurde.
  3. OneDrive starten und die Synchronisation der gewünschten Ordner aktivieren.
  4. Im OneDrive-Ordner prüfen, welche Dateien lokal verfügbar sein sollen.

Hilfreich ist außerdem die Auswahl, ob Dateien nur online bleiben oder dauerhaft auf dem Gerät liegen. Bei wenig freiem Speicher ist die cloudbasierte Ablage oft praktischer, während häufig genutzte Arbeitsdateien lokal verfügbar sein sollten.

Browserdaten, Passwörter und Lesezeichen sichern

Nach einer Neuinstallation fehlen oft nicht nur Dateien, sondern auch die kleinen Helfer des Alltags. Lesezeichen, gespeicherte Passwörter, Ablauf und Formulardaten lassen sich meist über das Konto des Browsers synchronisieren. Wer diese Funktion vor dem Umzug aktiviert hatte, muss meist nur den Browser neu anmelden.

Falls keine Synchronisation eingerichtet war, hilft der Export. Lesezeichen können in vielen Browsern als HTML-Datei gesichert und später wieder importiert werden. Passwörter sollten nur über den vorgesehenen Exportweg übertragen werden, damit keine manuelle Fehlerquelle entsteht.

  • Browser starten und das Profilmenü öffnen.
  • Synchronisation aktivieren oder das bestehende Profil anmelden.
  • Lesezeichen importieren, falls ein Export vorliegt.
  • Gespeicherte Daten kontrollieren, bevor das alte System außer Betrieb geht.

Programmeinstellungen und Arbeitsprofile mitnehmen

Nicht jede Anwendung speichert ihre Einstellungen am gleichen Ort. Manche Programme legen Konfigurationsdateien im Benutzerprofil ab, andere nutzen eigene Datenordner unter AppData oder im Programmverzeichnis. Deshalb lohnt sich ein gezielter Blick auf die genutzten Anwendungen.

Für viele Werkzeuge reicht es, die Benutzerdateien zu sichern. Bei Office-Programmen, Bildbearbeitung, Mail-Clients oder Entwicklungsumgebungen können zusätzlich Vorlagen, Kontenprofile, Makros und Erweiterungen wichtig sein. Wer diese Bestandteile übergeht, muss später vieles neu einrichten.

Mail, Kalender und lokale Archive

Bei E-Mail-Programmen hängt die Übernahme davon ab, ob die Daten serverseitig oder lokal gespeichert wurden. Kontoanmeldungen lassen sich meist schnell neu einrichten. Lokale Archive, Signaturen und eigene Ordner sollten separat gesichert und anschließend in das neue Profil eingebunden werden.

Arbeitsumgebungen und Spezialsoftware

Bei spezialisierten Anwendungen kann die Sicherung der Konfigurationsdateien entscheidend sein. Dazu zählen Farbprofile, Schriften, Vorlagen, Spielstände, Editor-Einstellungen oder Lizenzdateien. Wer hier sorgsam vorgeht, erspart sich die erneute Feinarbeit nach der Installation.

Externe Datenträger als Zwischenschritt nutzen

Eine externe SSD oder Festplatte ist oft die sicherste Zwischenstation. Sie trennt die alte Installation von der neuen und erlaubt es, die Daten in Ruhe zu prüfen. Besonders bei sehr großen Mengen ist dieser Weg übersichtlich, weil sich Inhalte vor dem endgültigen Einspielen sortieren lassen.

Nach dem Anschluss sollte das Laufwerk einen eindeutigen Laufwerksbuchstaben erhalten. Anschließend können die gesicherten Ordner strukturiert zurückkopiert werden. Wer den Umweg über ein Zwischenlaufwerk nutzt, sollte auf genügend freien Speicher achten und die Sicherung nach dem Kopieren nicht sofort löschen.

Typische Stolperstellen vermeiden

Probleme entstehen häufig nicht beim Kopieren selbst, sondern bei den Details. Unterschiedliche Benutzerkonten, abweichende Ordnernamen oder fehlende Berechtigungen führen schnell dazu, dass Dateien scheinbar verschwunden sind. Meist liegen sie dann nur an einem anderen Ort oder wurden in ein anderes Profil übernommen.

Auch verschlüsselte Laufwerke und BitLocker-geschützte Datenträger verdienen Aufmerksamkeit. In solchen Fällen müssen Zugriffsdaten und Wiederherstellungsschlüssel vor dem Ausbau gesichert sein. Wer mit einem alten Administrator-Konto gearbeitet hat, sollte dieses Konto bei Bedarf auch auf dem neuen System anlegen, damit bestimmte Pfade wieder erreichbar sind.

  • Kontenname und Profilpfad auf der alten Installation vergleichen.
  • Berechtigungen für Zielordner prüfen, bevor große Datenmengen kopiert werden.
  • Wiederherstellungsschlüssel und Zugangsdaten getrennt aufbewahren.
  • Nach dem Einspielen stichprobenartig öffnen, ob Dokumente, Bilder und Archive lesbar sind.

Nach dem ersten Durchlauf lohnt sich eine kurze Kontrolle: Sind die wichtigsten Dateien vorhanden, funktionieren Konten und ist der Browser vollständig eingerichtet, kann der alte Datenträger sauber archiviert werden. So bleibt die neue Installation dauerhaft nutzbar und ohne unnötige Rückfragen an den Speicherort früherer Daten.

Ordnung vor dem ersten Kopiervorgang

Nach einer Neuinstallation lohnt sich ein klarer Blick auf die vorhandenen Datenquellen. Nicht jede Datei liegt an derselben Stelle, und nicht jede Einstellung gehört in denselben Schritt. Wer die Inhalte vorab in Gruppen einteilt, spart Zeit und verhindert, dass wichtige Ordner oder Spezialdateien im Durcheinander untergehen.

Bewährt hat sich eine Aufteilung nach Inhalt und Zweck. Dazu gehören persönliche Dateien, projektbezogene Arbeitsstände, Anwendungsdaten, Konteninformationen und Geräteeinstellungen. So lässt sich besser entscheiden, was direkt ins neue System gehört, was vorher gesichert werden muss und was erst nach der Einrichtung wieder importiert wird.

  • Persönliche Inhalte: Dokumente, Bilder, Videos, Musik und Downloads.
  • Arbeitsdaten: Projektordner, Vorlagen, Vorlagenbibliotheken und gemeinsame Ablagen.
  • App-bezogene Daten: Profile, Exporte, Datenbanken und lokale Speicherstände.
  • Konten und Zugänge: Browserprofile, E-Mail-Archive, Passwortdaten und Synchronisationsdienste.

Hilfreich ist außerdem ein kurzer Bestandscheck auf dem alten Gerät oder auf dem Sicherungsmedium. Dabei wird festgehalten, welche Benutzerkonten existierten, welche Speicherorte verwendet wurden und welche Programme eigene Exportfunktionen anbieten. Gerade bei älteren Installationen liegen wichtige Inhalte oft in versteckten Ordnern des Benutzerprofils oder in einem abweichenden Datenverzeichnis auf einer zweiten Partition.

Saubere Übernahme des Benutzerprofils

Viele Dateien lassen sich am zuverlässigsten über das Benutzerprofil sichern, bevor das neue System vollständig eingerichtet wird. Dazu gehören häufig Desktop-Inhalte, Favoriten, Dokumente, Bilder und anwendungsbezogene Unterordner. Wichtig ist, nicht blind den gesamten Profilordner zurückzukopieren, weil sich damit auch veraltete Cache-Dateien, beschädigte Einstellungen oder nicht mehr passende Pfade ins neue System tragen lassen.

Für den praktischen Ablauf eignet sich ein gestufter Ansatz. Zuerst werden die zentralen Standardordner übernommen. Danach folgen nur die Unterbereiche, die für bestimmte Programme benötigt werden. So bleibt die neue Installation stabil, während die gewohnten Inhalte wieder verfügbar werden.

  1. Altes Benutzerkonto oder Sicherung öffnen und die relevanten Standardordner identifizieren.
  2. Neue Zielstruktur im frischen Windows-Profil prüfen.
  3. Dokumente, Bilder, Videos, Musik und Desktop-Inhalte übertragen.
  4. Nur benötigte Unterordner aus App-Verzeichnissen nachziehen.
  5. Am Ende prüfen, ob Dateiberechtigungen und Speicherorte stimmen.

Besonders wichtig ist die Kontrolle von Sonderpfaden. Viele Programme speichern Daten nicht direkt in den sichtbaren Ordnern, sondern unter AppData, Dokumente oder in einem herstellerspezifischen Verzeichnis. Wer hier gezielt arbeitet, erhält mehr als nur sichtbare Dateien, nämlich auch die dazugehörigen Arbeitsstände.

Konten, Synchronisation und die richtige Reihenfolge

Für eine reibungslose Übernahme spielt die Reihenfolge der Anmeldung eine große Rolle. Zuerst sollte das Microsoft-Konto oder ein anderes zentrales Benutzerkonto eingebunden werden, bevor Dienste wie OneDrive, Store-Lizenzen oder geräteübergreifende Synchronisation aktiviert werden. Dadurch werden viele Einstellungen automatisch bereitgestellt und Konflikte mit lokalen Altbeständen reduziert.

Nach der Anmeldung empfiehlt sich ein Abgleich der Synchronisationsoptionen. Dazu gehören Desktop, Dokumente, Bilder, Einstellungen und je nach Nutzung auch der Browserstatus oder Notizen. Nicht jedes Element muss sofort freigegeben werden. Wer Schritt für Schritt aktiviert, behält die Kontrolle und vermeidet doppelte Ordnerstrukturen oder versehentlich überschriebenen Inhalt.

  • Microsoft-Konto: für Lizenzzuordnung, OneDrive und Gerätebindung.
  • Synchronisation: für Einstellungen, Kennwörter und ausgewählte Systemdaten.
  • Cloud-Ordner: für Dateien, die auf mehreren Geräten verfügbar sein sollen.
  • Lokale Konten: nur ergänzend, wenn bestimmte Programme ohne Online-Anmeldung arbeiten.

Wer mehrere Geräte nutzt, sollte die Synchronisation erst dann abschließen, wenn die wichtigsten Ordner auf dem neuen Rechner vollständig angekommen sind. Das gilt besonders bei gemeinsam genutzten Bibliotheken oder bei Projekten, in denen mehrere Versionen derselben Datei existieren. Ein kurzer Abgleich mit Datum und Dateigröße verhindert, dass eine ältere Kopie aus Versehen zur aktuellen wird.

Anwendungsdaten gezielt zurückholen

Neben den sichtbaren Dateien sind häufig die Programmstände entscheidend. Dazu zählen etwa Datenbanken, Layouts, Spielstände, lokale Vorlagen, Filterlisten oder individuelle Exportprofile. Diese Inhalte liegen oft in eigenen Verzeichnissen und reagieren empfindlich auf falsche Pfade oder fehlende Rechte. Deshalb sollte die Rückübernahme app-spezifisch erfolgen und nicht pauschal.

Der beste Weg führt meist über die Export- und Importfunktionen der jeweiligen Software. Wo ein Export verfügbar ist, ist dieser Weg dem direkten Kopieren vorzuziehen. Das gilt vor allem für Programme mit Datenbanken, Katalogen oder komplexen Konfigurationen. Wenn keine Exportfunktion existiert, kann das gezielte Kopieren der relevanten Ordner helfen, etwa aus AppDataRoaming, AppDataLocal oder einem definierten Arbeitsverzeichnis.

  1. Programm auf dem alten System öffnen und vorhandene Exportfunktionen prüfen.
  2. Benötigte Daten exportieren und die Datei in einem klar benannten Ordner ablegen.
  3. Programm auf dem neuen System installieren oder starten.
  4. Importfunktion nutzen oder die passenden Datenordner einspielen.
  5. Programm einmal neu starten und die Daten auf Vollständigkeit kontrollieren.

Bei Anwendungen mit Lizenzbindung ist zusätzlich die Aktivierung wichtig. Manche Programme speichern nicht nur Daten, sondern auch maschinenbezogene Freigaben oder Gerätesignaturen. Vor dem Wechsel sollte geprüft werden, ob eine Deaktivierung auf dem alten System erforderlich ist. Das erspart spätere Rückfragen beim Hersteller und beschleunigt die Freischaltung auf dem neuen Rechner.

Benutzerprofile, Spezialordner und versteckte Speicherorte

Einige Daten tauchen im normalen Datei-Explorer nicht sofort auf, obwohl sie für den Alltag entscheidend sind. Dazu gehören etwa Speicherstände von Kreativsoftware, Konfigurationsdateien für Entwicklerwerkzeuge oder lokale Archive von Mailprogrammen. Wer diese Orte gezielt anspricht, kann den gewohnten Arbeitsstand meist vollständig wiederherstellen.

Hilfreich ist ein Blick auf typische Speicherbereiche im Benutzerprofil. Dort befinden sich oft die Informationen, die nach der Neuinstallation fehlen würden, obwohl die eigentlichen Dokumente bereits vorhanden sind. Der Zugriff erfolgt am besten über die Ordnerstruktur des alten Profils oder über ein Backup, in dem diese Pfade unverändert erhalten geblieben sind.

  • AppDataRoaming: für anwendungsbezogene Einstellungen und Profile.
  • AppDataLocal: für lokale Daten, Caches und temporäre Bestände.
  • Dokumente: für Programme, die ihre Arbeitsdateien dort ablegen.
  • Öffentliche Ordner: für gemeinsam genutzte Inhalte mehrerer Benutzer.

Bei mehreren Benutzerkonten sollte jeder Datensatz dem passenden Konto zugeordnet werden. Das gilt insbesondere für Desktop-Verknüpfungen, gespeicherte Browserprofile und softwaregebundene Arbeitsbereiche. So bleibt die neue Installation übersichtlich und die Zugriffsrechte passen weiterhin zum jeweiligen Nutzer.

Prüfen, was nach dem Kopieren noch fehlt

Nach dem eigentlichen Transfer endet die Arbeit nicht. Erst ein Abgleich zeigt, ob alle relevanten Elemente angekommen sind und ob zusätzliche Schritte nötig bleiben. Dazu gehört das Öffnen der wichtigsten Programme, das Testen der Dateipfade und das Überprüfen von Verknüpfungen, Konten und Speicherorten. Gerade Programme mit relativen Pfaden reagieren empfindlich, wenn ein Ordner anders heißt oder an einer anderen Stelle liegt.

Praktisch ist eine einfache Kontrollreihenfolge. Zuerst werden die Dateien geöffnet, die unmittelbar gebraucht werden. Danach folgen Browser, Mail, Office-Programme und Spezialsoftware. Erst wenn diese Gruppen funktionieren, lohnt sich die Nacharbeit an kleineren Details wie Icons, Favoriten oder Hintergrundsynchronisationen.

  1. Wichtige Dokumente und Medien auf Öffnung und Inhalt testen.
  2. Browserprofile, Passwörter und Favoriten kontrollieren.
  3. E-Mail-Zugänge, lokale Archive und Kalender prüfen.
  4. Programme mit eigenen Profilen starten und Arbeitsstände ansehen.
  5. Fehlende Ordner, Berechtigungen oder Pfadangaben nachziehen.

Auch der Speicherplatz spielt eine Rolle. Nach einer Neuinstallation wird häufig mehr übernommen als später wirklich gebraucht wird. Wer nach der Rückübernahme alte Installationsreste, doppelte Sicherungen oder überflüssige Exporte entfernt, schafft Platz und hält das System übersichtlich. Dadurch bleibt die neue Windows-Umgebung dauerhaft sauber und leichter zu warten.

FAQ

Welche Daten sollte man direkt nach der Neuinstallation zuerst sichern?

Am wichtigsten sind persönliche Dateien wie Dokumente, Fotos, Videos und Projektordner. Danach folgen Browserdaten, E-Mail-Archive, Kontaktdaten und die Einstellungen der Programme, die im Alltag gebraucht werden.

Wie lässt sich der eigene Benutzerordner am schnellsten übertragen?

Der Benutzerordner liegt meist unter C:UsersName und enthält die wichtigsten Unterordner für den Alltag. Am saubersten ist es, nur die benötigten Bereiche zu kopieren, statt den gesamten Ordner ungeprüft zu übernehmen.

Sollten Desktop, Downloads und Dokumente komplett übernommen werden?

Diese Ordner sind ein guter Startpunkt, weil dort oft die aktuellen Dateien liegen. Vor dem Kopieren lohnt sich ein kurzer Blick auf doppelte Dateien, alte Installationspakete und unnötige Ablagen.

Wie funktioniert der Umzug über OneDrive mit einem Microsoft-Konto?

Wenn OneDrive vorher genutzt wurde, lassen sich viele Inhalte nach der Anmeldung automatisch wieder einspielen. Wichtig ist, die Synchronisierung erst nach der Kontrolle der Cloud-Inhalte zu aktivieren, damit keine veralteten Dateien den lokalen Bestand überschreiben.

Was gehört beim Browser besonders beachtet?

Lesezeichen, gespeicherte Passwörter, Ablauf und Erweiterungen sind die wichtigsten Elemente. Je nach Browser lassen sie sich über das Profil, eine Exportfunktion oder die Kontosynchronisierung sichern und später wiederherstellen.

Wie nimmt man Programm-Einstellungen mit, ohne alles neu zu konfigurieren?

Viele Anwendungen speichern ihre Einstellungen in AppData, Dokumentenordnern oder im eigenen Programmverzeichnis. Wer die passende Speicherstelle kennt, kann Konfigurationsdateien, Profile und Vorlagen gezielt sichern und nach der Neuinstallation zurückkopieren.

Was ist bei Mailprogrammen und lokalen Archiven zu tun?

Bei E-Mail-Programmen sind nicht nur Kontodaten, sondern auch lokale Postfächer und Archive wichtig. Diese Daten sollten exportiert oder aus dem jeweiligen Speicherordner gesichert werden, bevor alte Profile gelöscht werden.

Wie geht man mit Spezialsoftware oder Arbeitsumgebungen um?

Bei Branchensoftware zählen oft zusätzliche Datenbanken, Lizenzdateien und benutzerdefinierte Vorlagen. Vor dem Zurückspielen sollte geprüft werden, ob das Programm eine eigene Importfunktion anbietet oder ob die Daten manuell in den vorgesehenen Ordner gehören.

Welche Rolle spielen externe Datenträger bei der Übertragung?

Externe SSDs, Festplatten und USB-Sticks eignen sich gut als Zwischenstation für große Datenmengen. Wer damit arbeitet, sollte die Datenträger sicher auswerfen, die Ordnerstruktur klar benennen und die Kopie danach stichprobenartig prüfen.

Wie erkennt man, ob nach dem Kopieren alles vollständig ist?

Ein einfacher Abgleich der wichtigsten Ordner reicht oft schon aus, um Lücken zu finden. Bei größeren Beständen helfen Dateianzahl, Speichergröße und ein kurzer Teststart von Programmen, damit nichts unbemerkt fehlt.

Was hilft, wenn Dateien nach dem Zurückspielen nicht geöffnet werden können?

Dann liegt das Problem oft an fehlenden Programmen, falschen Dateirechten oder einer unvollständigen Kopie. In diesem Fall sollte geprüft werden, ob die Datei beschädigt ist, ob die passende Anwendung installiert wurde und ob der Speicherort korrekt übernommen wurde.

Fazit

Nach einer Neuinstallation gelingt die Übernahme am zuverlässigsten, wenn zuerst die persönlichen Daten, dann die Konten, Profile und zuletzt die Spezialordner gesichert werden. Wer die Speicherorte systematisch prüft und die Rückgabe schrittweise testet, vermeidet Datenlücken und unnötige Nacharbeit. So lässt sich der Rechner sauber neu aufsetzen, ohne wichtige Inhalte zu verlieren.

Checkliste
  • Für einzelne Ordner eignet sich das manuelle Kopieren per Datei-Explorer.
  • Für umfangreiche Datenbestände ist eine Sicherung auf externer SSD oder Festplatte sinnvoll.
  • Für Dokumente, Fotos und Desktop-Inhalte bietet sich die Synchronisation über ein Microsoft-Konto an.
  • Für Programmeinstellungen lohnt sich die gezielte Sicherung der jeweiligen Anwendungsordner.

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