Windows Update Catalog löschen – Anleitung

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 30. April 2026, zuletzt aktualisiert: 30. April 2026

Alte oder fehlerhafte Einträge im Windows Update Katalog können dazu führen, dass Updates hängen bleiben, Speicherplatz blockiert wird oder immer wieder dieselben Patches installiert werden. Um den Windows Update Catalog zu löschen, leeren Sie gezielt die Download- und Cache-Ordner von Windows Update und starten anschließend die Update-Dienste neu. Das gelingt entweder komfortabel über die grafische Oberfläche oder etwas umfassender über die Eingabeaufforderung oder PowerShell.

Wer die richtigen Ordner und Dienste kennt, kann veraltete Update-Dateien innerhalb weniger Minuten entfernen, ohne Windows neu installieren zu müssen. Wichtig ist, die Schritte in der richtigen Reihenfolge auszuführen und Systemordner nicht halbherzig zu löschen.

Was beim Löschen des Windows Update Katalogs wirklich gemeint ist

Der Begriff Katalog wird im Alltag oft für mehrere Dinge gleichzeitig verwendet. Technisch gibt es einerseits die Online-Plattform mit Update-Paketen und andererseits lokale Datenbanken und Zwischenspeicher auf Ihrem PC. Für die meisten Nutzer geht es darum, den lokalen Cache von Windows Update aufzuräumen.

Entscheidend sind vor allem drei Komponenten: der Ordner für heruntergeladene, aber noch nicht installierte Updates, die interne Datenbank mit dem Updateverlauf und verschiedene Protokolle sowie temporäre Dateien. Werden diese Bereiche aufgeräumt, kann der Update-Mechanismus wieder sauber arbeiten, weil fehlerhafte oder halb heruntergeladene Pakete entfernt werden.

Windows verwaltet all das weitgehend automatisch, kommt aber nicht immer damit zurecht, wenn Downloads abbrechen, Verbindungen unterbrochen werden oder Systemdateien beschädigt sind. Genau dann hilft es, den lokalen Update-Katalog neu aufzubauen und die zugehörigen Dateien zu löschen.

Voraussetzungen und Sicherheitsaspekte vor dem Aufräumen

Bevor Sie Systemdateien und Update-Caches löschen, sollten ein paar Voraussetzungen erfüllt sein. Sie benötigen ein Konto mit Administratorrechten, weil Sie Dienste anhalten und geschützte Ordner bearbeiten müssen. Außerdem sollten währenddessen keine anderen Installationen oder Updates im Hintergrund laufen.

Ein Systemwiederherstellungspunkt ist sinnvoll, wenn Sie sich unsicher fühlen oder das System geschäftlich wichtig ist. Windows erstellt bei größeren Änderungen häufig automatisch Wiederherstellungspunkte, ein manuell ausgelöster Punkt gibt jedoch zusätzliche Sicherheit für den Fall, dass Sie später zu einem früheren Zustand zurückkehren möchten.

Es lohnt sich auch, geöffnete Programme zu schließen und laufende Arbeiten zu speichern. Manche Schritte erfordern einen Neustart, und je weniger Prozesse auf den Update-Ordner zugreifen, desto geringer die Chance auf Sperren oder Fehlermeldungen.

Überblick: Diese Ordner und Dienste sind für Windows Update entscheidend

Wer gezielt aufräumen möchte, sollte die wichtigsten Windows-Update-Bestandteile kennen. Dadurch wird nachvollziehbar, was genau Sie löschen und warum das hilft.

Wichtige Ordner im Dateisystem:

  • Ordner SoftwareDistribution im Windows-Verzeichnis: enthält Downloads, den Updateverlauf und die interne Update-Datenbank.
  • Unterordner Download in SoftwareDistribution: speichert heruntergeladene, noch nicht installierte Pakete.
  • Ordner Catroot2 im Systemverzeichnis: beinhaltet kryptografische Katalogdateien, die für die Signaturprüfung von Updates genutzt werden.

Wichtige Dienste, die gestoppt werden sollten, bevor Sie Dateien löschen:

  • Windows Update (wuauserv)
  • Intelligenter Hintergrundübertragungsdienst (BITS)
  • Kryptografiedienste (CryptSvc), wenn Catroot2 zurückgesetzt wird
  • Windows Installer (msiserver) in manchen Szenarien

Werden diese Dienste während des Löschens angehalten, kann Windows nicht mehr auf die betroffenen Ordner zugreifen. Das verhindert Dateisperren und beschädigte Datenbanken.

Update-Dateien über die Datenträgerbereinigung entfernen

Der einfachste Weg, viele alte Update-Dateien zu löschen, führt über die integrierte Datenträgerbereinigung. Sie ist besonders geeignet, um schnell Speicherplatz freizugeben, ohne tief in Systemordner eingreifen zu müssen.

Anleitung
1Startmenü öffnen und nach Datenträgerbereinigung suchen.
2Die Systempartition (meist Laufwerk C:) auswählen.
3Auf Systemdateien bereinigen klicken, erneut die Systempartition wählen.
4Die Einträge Windows Update-Bereinigung, Temporäre Windows-Installationsdateien und Protokolldateien für Windows-Upgrades auswählen.
5Mit OK bestätigen und den Löschvorgang ausführen.

Eine mögliche Vorgehensweise ist:

  1. Startmenü öffnen und nach Datenträgerbereinigung suchen.
  2. Die Systempartition (meist Laufwerk C:) auswählen.
  3. Auf Systemdateien bereinigen klicken, erneut die Systempartition wählen.
  4. Die Einträge Windows Update-Bereinigung, Temporäre Windows-Installationsdateien und Protokolldateien für Windows-Upgrades auswählen.
  5. Mit OK bestätigen und den Löschvorgang ausführen.

Dieser Weg entfernt viele nicht mehr benötigte Updates und Installationsreste, ohne dass Sie Ordner manuell öffnen müssen. Allerdings wird damit nicht immer die gesamte interne Update-Datenbank neu aufgebaut. Bei hartnäckigen Problemen empfiehlt sich zusätzlich ein vollständiger Reset des Update-Ordners.

Windows Update-Katalog manuell über den Ordner SoftwareDistribution leeren

Um den lokalen Update-Katalog umfassend aufzuräumen, hilft ein gezieltes Zurücksetzen des Ordners SoftwareDistribution. Dadurch werden die Datenbank und alle heruntergeladenen Pakete neu angelegt, sobald Sie wieder nach Updates suchen.

Wichtig ist dabei, dass Update-bezogene Dienste vorher angehalten werden. Sonst schlägt das Löschen fehl oder es bleiben Reste zurück. Ein Neustart danach sorgt dafür, dass Windows den Katalog sauber neu erstellt.

Schrittweise den SoftwareDistribution-Ordner zurücksetzen

Der Reset des Update-Ordners erfolgt in wenigen, aber wirksamen Schritten. Wer sich an die Reihenfolge hält, kann den gesamten Cache aufräumen, ohne Windows zu beschädigen.

  1. Startmenü öffnen, cmd eintippen, die Eingabeaufforderung per Rechtsklick als Administrator starten.
  2. Die Dienste Windows Update und BITS stoppen, zum Beispiel mit den Befehlen net stop wuauserv und net stop bits.
  3. Optional auch die Kryptografiedienste anhalten mit net stop cryptsvc, wenn später Catroot2 zurückgesetzt werden soll.
  4. Im Datei-Explorer zum Ordner C:WindowsSoftwareDistribution navigieren.
  5. Den kompletten Inhalt des Ordners markieren und löschen. Der Ordner selbst bleibt bestehen.
  6. In der administrativen Eingabeaufforderung die zuvor gestoppten Dienste mit net start wuauserv und net start bits wieder starten, optional net start cryptsvc.
  7. Windows neu starten und anschließend Windows Update erneut ausführen, damit eine frische Datenbank erstellt wird.

Dieser Ablauf löscht die Zwischenspeicher und die lokale Update-Historie, ohne Systemdateien außerhalb von Windows Update anzutasten. Nach dem Neustart kann es etwas dauern, bis die Update-Suche abgeschlossen ist, da alle Informationen neu aufgebaut werden.

Catroot2-Ordner zurücksetzen, wenn Signaturprüfungen scheitern

Fehlgeschlagene Updates mit Hinweisen auf Signaturprobleme oder nicht verifizierbare Dateien hängen häufig mit dem Ordner Catroot2 zusammen. Dieser Bereich speichert kryptografische Informationen, die Windows zur Prüfung der Integrität von Updates nutzt.

Wenn ein Reset des SoftwareDistribution-Ordners alleine nicht ausreicht, hilft ein zusätzliches Leeren von Catroot2. Dabei wird nicht der Ordner gelöscht, sondern der Inhalt neu angelegt. Damit das gefahrlos funktioniert, müssen die Kryptografiedienste vorher angehalten werden.

Der Ablauf ist ähnlich zum Update-Ordner: Dienste stoppen, Inhalt löschen, Dienste neu starten, System neu booten und Updates erneut suchen. Dadurch werden beschädigte Signaturkataloge ersetzt und die Kette der Vertrauensprüfung erneuert.

Systemdateien prüfen, wenn Updates wiederholt fehlschlagen

Hartnäckige Updatefehler sind manchmal ein Hinweis darauf, dass nicht nur der Update-Katalog beschädigt ist, sondern auch Systemdateien. In solchen Fällen reicht es nicht, nur Ordner zu leeren, weil die zugrunde liegende Ursache im Betriebssystem selbst liegt.

Windows bringt mit der Systemdateiprüfung (SFC) und dem Wartungstool DISM zwei Werkzeuge mit, die beschädigte Dateien erkennen und reparieren können. Sie sollten vor allem dann zum Einsatz kommen, wenn mehrere unterschiedliche Updates scheitern oder häufige Fehlermeldungen zu Systemkomponenten auftreten.

Ein sinnvoller Ablauf kann so aussehen:

  1. Eingabeaufforderung als Administrator starten.
  2. Den Befehl sfc /scannow ausführen und den Vorgang abwarten.
  3. Wenn Fehler gefunden wurden, danach optional DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth ausführen.
  4. Den PC neu starten und anschließend den Update-Cache wie beschrieben zurücksetzen.

Wer erst die Systemdateien reparieren lässt und danach den Update-Katalog neu aufbaut, minimiert die Chance, dass neue Einträge sofort wieder beschädigt werden.

Temporäre Update-Dateien gezielt entfernen

Neben den bekannten Systemordnern sammeln sich auch im Benutzerkontext und in allgemeinen Temp-Verzeichnissen Dateien an, die mit dem Updatevorgang zusammenhängen. Diese Dateien sind für den laufenden Betrieb häufig nicht mehr nötig und können bei Speicherplatzproblemen oder Installationsfehlern entfernt werden.

Typische Speicherorte für temporäre Dateien sind:

  • Der Ordner %temp% im Benutzerprofil.
  • Der Ordner C:WindowsTemp.
  • Zwischenspeicher von Setup-Routinen, die im Rahmen von Feature-Upgrades angelegt wurden.

Das Entfernen solcher Dateien erfolgt am einfachsten, indem Sie im Ausführen-Dialog %temp% eingeben, alle Dateien markieren und löschen, die nicht in Benutzung sind. Windows überspringt gesperrte Dateien automatisch. Der systemweite Temp-Ordner lässt sich parallel über den Datei-Explorer aufräumen, ebenfalls mit Administratorrechten.

Typische Alltagssituation: Wenig Speicherplatz durch alte Updates

Gerade bei Geräten mit kleiner SSD taucht häufig das Problem auf, dass kaum noch Speicher frei ist. Windows-Updates können dann nicht mehr heruntergeladen oder installiert werden, weil mehrere Gigabyte an Altdaten belegt sind. Ein gezieltes Aufräumen des Update-Bereichs bringt in solchen Fällen spürbare Entlastung.

Ein Beispiel: Auf einem älteren Laptop mit 128-GB-SSD sind noch zwei frühere Funktionsupdates und mehrere Protokollpakete vorhanden. Die Datenträgerbereinigung meldet mehrere Gigabyte, die allein durch Windows Update-Bereinigung und temporäre Installationsdateien freigegeben werden können. Nach einem Durchlauf gewinnt das System genug Platz, damit ein neues Funktionsupdate durchgeführt werden kann.

Wer zusätzlich noch den SoftwareDistribution-Ordner leert, entfernt auch abgebrochene Downloads und alte Paketversionen, die nicht mehr benötigt werden. Dadurch reduziert sich die Zahl der Dateien, die Windows beim Starten der Update-Suche prüfen muss, und der Vorgang läuft oft schneller.

Wiederkehrende Fehlermeldung bei demselben Update

Ein anderes, sehr verbreitetes Szenario besteht darin, dass ein bestimmtes Update immer wieder heruntergeladen wird, die Installation aber mit einer Fehlermeldung endet. Anschließend versucht Windows denselben Patch erneut zu installieren, ohne dass eine dauerhafte Besserung eintritt.

Dieses Muster weist häufig auf beschädigte oder unvollständige Download-Dateien hin. In solchen Fällen ist der Reset des Update-Katalogs besonders hilfreich, weil alle bisherigen Dateien verworfen werden. Danach lädt Windows eine frische Kopie aus dem Internet, wodurch viele Fehlercodes verschwinden.

Es kann sinnvoll sein, nach dem Löschen des Update-Caches den PC vollständig neu zu starten und erst danach die Update-Suche zu starten. Das gibt allen Diensten Gelegenheit, neu initialisiert zu werden, und verhindert, dass noch alte Informationen aus dem Arbeitsspeicher genutzt werden.

Neustarts von Windows Update-Diensten zur Fehlerbehebung nutzen

Manche Störungen lassen sich bereits dadurch beheben, dass die betroffenen Dienste neu gestartet werden. Wenn die Update-Suche hängt oder ewig bei einem bestimmten Prozentwert stehen bleibt, kann ein Dienstneustart helfen, ohne direkt den gesamten Katalog zu löschen.

In der Diensteverwaltung wählen Sie Windows Update und den intelligenten Hintergrundübertragungsdienst aus und starten beide nacheinander neu. Alternativ erledigt die Eingabeaufforderung den gleichen Vorgang mit den Befehlen net stop wuauserv, net stop bits und anschließend net start wuauserv, net start bits.

Führt das noch nicht zum Erfolg, kombinieren viele Nutzer diesen Schritt mit dem anschließenden Leeren von SoftwareDistribution. Auf diese Weise wird der Prozess ausschließlich mit neuen Dateien und einer frisch initialisierten Datenbank fortgesetzt.

Windows Update-Problembehandlung gezielt einsetzen

Windows bringt eine eigene Problembehandlung für Updates mit, die eine Reihe häufiger Fehler automatisch erkennt und versucht, zu korrigieren. Sie eignet sich als schonender Einstieg, bevor man tiefergehende Eingriffe unternimmt.

Aufgerufen wird sie über die Einstellungen im Bereich System oder Update und Sicherheit, je nach Windows-Version. Dort findet sich meist ein Eintrag für Problembehandlung oder ähnliche Bezeichnungen. Die Update-Problembehandlung führt dann eigenständig Prüfungen durch, setzt Berechtigungen zurück, repariert Dienste und löscht bei Bedarf Teile des Caches.

Der Assistent löst nicht jede Ursache, aber er ist ein sinnvoller erster Schritt, weil er systemschonend arbeitet und viele Standardprobleme erfasst. Wenn danach noch Fehler bestehen, greifen Sie auf die manuellen Methoden zurück, um den Katalog vollständig zu leeren und Systemdateien zu prüfen.

Besonderheiten bei Funktionsupdates und Upgrade-Resten

Große Versionssprünge von Windows hinterlassen oft zusätzliche Verzeichnisse, in denen Sicherungen und temporäre Dateien gesammelt werden. Dazu zählen zum Beispiel Ordner mit früheren Systemständen und Installationspaketen, die nicht Teil des regulären Update-Caches sind.

Solche Reste lassen sich häufig über die erweiterten Optionen der Datenträgerbereinigung entfernen. Dort tauchen Einträge auf, die frühere Windows-Installationen oder Sicherungsdateien erwähnen. Werden sie gelöscht, kann das mehrere Gigabyte Speicher freigeben.

Wer sich unsicher ist, ob eine Rückkehr zur vorherigen Windows-Version noch gewünscht ist, sollte diese Dateien nicht vorschnell entfernen. Sobald frühere Installationsstände gelöscht wurden, lässt sich ein großes Feature-Upgrade nicht mehr ohne weiteres rückgängig machen, ohne auf Backup-Lösungen zurückzugreifen.

Typische Missverständnisse beim Löschen von Update-Daten

Beim Aufräumen von Update-Dateien kommt es häufig zu Missverständnissen darüber, was genau gelöscht wird und welche Auswirkungen das hat. Viele Nutzer befürchten, dass nach dem Entfernen des Caches alle installierten Patches verschwinden oder das System unsicher wird.

Tatsächlich bleiben bereits installierte Updates in der Regel erhalten, weil sie als Bestandteile des Systems geführt werden und nicht im Download-Ordner liegen. Gelöscht werden vor allem Dateien, die für die Installation oder Prüfung neuer Updates genutzt werden, nicht aber die bereits in das System integrierten Komponenten.

Ein weiterer Irrtum besteht darin, dass ein häufiger Reset des Update-Katalogs die Lebensdauer des Systems verkürzen würde. In der Praxis ist dieser Vorgang unkritisch, solange er bei Bedarf und nicht täglich ausgeführt wird. Die zentrale Einschränkung liegt darin, dass die Update-Historie im Anzeigeprotokoll verloren geht, was für viele Anwender jedoch unproblematisch ist.

Wann reicht das Löschen des Katalogs nicht aus?

Es gibt Situationen, in denen das Aufräumen des Update-Caches und das Zurücksetzen von Diensten allein nicht zum Ziel führt. Ein Beispiel sind dauerhaft beschädigte Systemdateien, die auch SFC und DISM nicht korrigieren können, etwa nach gravierenden Abstürzen oder Dateisystemfehlern.

In solchen Fällen deutet sich die Ursache oft daran an, dass nicht nur Windows-Updates, sondern auch andere Systemfunktionen auffällig werden. Wenn sich beispielsweise Apps nicht mehr installieren lassen, Einstellungen nicht gespeichert werden oder häufige Bluscreens auftreten, liegt die Ursache meist tiefer.

Dann führen langfristig eher eine Reparaturinstallation von Windows oder ein Zurücksetzen des Systems zum Erfolg. Das Löschen von Cache-Dateien verbessert die Lage kurzfristig nur selten, weil es die beschädigten Kernkomponenten nicht ersetzt.

Empfehlungen für ein dauerhaft stabiles Update-Verhalten

Wer sein System langfristig stabil halten möchte, kann mit einigen einfachen Gewohnheiten das Risiko von Update-Problemen verringern. Dazu gehört eine stabile Netzwerkverbindung während großer Updates, ausreichender freier Speicherplatz und das Vermeiden abrupter Neustarts mitten im Installationsvorgang.

Regelmäßige, aber nicht übertriebene Pflege des Systems hilft ebenfalls. Gelegentlich die Datenträgerbereinigung nutzen, den Update-Cache nur bei erkennbaren Problemen leeren und bei größeren Änderungen auf einen Systemwiederherstellungspunkt achten: All das trägt dazu bei, dass der Katalog überschaubar bleibt und Windows Updates planbar ausführen kann.

Wer mehrere Geräte verwaltet, profitiert davon, sich eine kurze Standardroutine für Update-Probleme zu merken: Problembehandlung starten, Dienste neu initialisieren, Cache zurücksetzen, Systemdateien prüfen und erst danach über radikalere Schritte wie Neuinstallation nachdenken.

Häufige Fragen rund um das Aufräumen des Windows Update-Katalogs

Wie oft sollte ich Update-Reste und den Katalog bereinigen?

Bei normaler Nutzung genügt es, alle paar Monate aufzuräumen oder dann, wenn der Speicherplatz merklich knapp wird. Wenn du viele Testinstallationen oder häufige Rollbacks machst, kann ein monatlicher Rhythmus sinnvoll sein.

Kann ich durch das Entfernen von Update-Dateien wichtige Systemupdates verlieren?

Installierte Updates bleiben im System erhalten, auch wenn du temporäre Dateien und alte Download-Reste löschst. Entfernt werden in der Regel nur nicht mehr benötigte Installationspakete, Protokolle und Zwischenspeicher, die für den laufenden Betrieb nicht notwendig sind.

Ist das Leeren von SoftwareDistribution und Catroot2 für alle Windows-Versionen gleich?

Die grundlegende Vorgehensweise mit dem Anhalten der Dienste und dem Umbenennen oder Löschen der Ordner ist bei aktuellen Windows-Versionen sehr ähnlich. Einzelne Bezeichnungen, Menüpfade und die Oberfläche der Einstellungen können jedoch leicht abweichen.

Woran erkenne ich, dass der Update-Zwischenspeicher wirklich das Problem war?

Wenn nach dem Bereinigen des Update-Caches vorher fehlerhafte Updates plötzlich durchlaufen oder der Speicherplatz deutlich zunimmt, war die Bereinigung erfolgreich. Bleiben dieselben Fehlercodes unverändert bestehen, solltest du zusätzlich Systemdateien prüfen und die Problembehandlung erneut ausführen.

Darf ich während der Bereinigung weiterarbeiten oder sollte ich Windows in Ruhe lassen?

Während du Dienste stoppst und Ordner wie SoftwareDistribution oder Catroot2 umbenennst, sollten keine weiteren Update-Vorgänge laufen. Für alle anderen Anwendungen kannst du den PC in der Regel weiter nutzen, solange keine Neustarts oder zusätzliche Wartungsaufgaben anstehen.

Was mache ich, wenn nach dem Zurücksetzen des Update-Katalogs gar keine Updates mehr gefunden werden?

In diesem Fall sollte zuerst geprüft werden, ob der Dienst für Windows Update und der Intelligente Hintergrundübertragungsdienst wieder gestartet wurden. Anschließend hilft oft ein Neustart des Rechners und eine erneute Suche nach Updates, bevor weitergehende Reparaturbefehle in der Eingabeaufforderung nötig werden.

Kann ich die Aufräumschritte auch per Skript automatisieren?

Viele Schritte wie das Stoppen und Starten der Dienste sowie das Umbenennen von Ordnern lassen sich mit PowerShell oder Batch-Skripten abbilden. Solche Skripte sollten jedoch sorgfältig getestet werden und idealerweise nur auf Systemen laufen, bei denen du die Auswirkungen genau kennst.

Welche Rolle spielt die Datenträgerbereinigung im Vergleich zur manuellen Löschung?

Die Datenträgerbereinigung ist der sicherste Einstieg, weil sie nur vordefinierte und unkritische Update-Reste entfernt und dabei logische Kategorien anzeigt. Die manuelle Bereinigung über Systemordner bietet mehr Eingriffsmöglichkeiten, erfordert aber auch ein genaueres Verständnis der beteiligten Dienste und Dateien.

Wieso tauchen manche Updates nach der Bereinigung erneut in der Liste auf?

Wenn Installationspakete entfernt werden, kann Windows bestimmte Komponenten bei Bedarf erneut herunterladen, etwa wenn sie Bestandteil eines kumulativen Pakets sind. Es handelt sich dabei nicht um einen Fehler, sondern um das normale Verhalten des Update-Mechanismus, um den Systemstand aktuell zu halten.

Ist ein vollständiges Systemabbild sinnvoll, bevor ich tief in den Update-Strukturen aufräume?

Ein aktuelles Backup oder Systemabbild ist immer empfehlenswert, wenn tiefgreifende Änderungen an Systemordnern oder Diensten vorgenommen werden. So kannst du bei unerwarteten Nebenwirkungen zuverlässig zum vorherigen Zustand zurückkehren.

Fazit

Mit den beschriebenen Schritten bringst du den Windows-Update-Bereich wieder in einen aufgeräumten und funktionsfähigen Zustand. Durch die Kombination aus Datenträgerbereinigung, Zurücksetzen der relevanten Ordner und Überprüfung der Systemdateien lassen sich Speicherprobleme und Updatefehler meist zuverlässig beheben. Wenn du diese Maßnahmen gelegentlich wiederholst und auf regelmäßige Sicherungen achtest, bleibt das System dauerhaft besser wartbar und Updates laufen deutlich stabiler.

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