Diesen PC zurücksetzen: Was die Windows-Funktion wirklich macht

Lesedauer: 13 Min – Beitrag erstellt: 5. Juni 2026, zuletzt aktualisiert: 5. Juni 2026

Die Zurücksetzen-Funktion in Windows ist mehr als ein schneller Neustart mit neuem Gewand. Sie setzt das System auf einen definierten Zustand zurück, entfernt je nach Auswahl Programme und Einstellungen und kann persönliche Dateien behalten oder vollständig löschen. Wer den Ablauf versteht, trifft eine bessere Entscheidung und vermeidet Datenverlust.

Wann ein Zurücksetzen sinnvoll ist

Diese Funktion hilft vor allem dann, wenn das System langsam geworden ist, Fehlverhalten zeigt oder ein Verkauf und eine Weitergabe anstehen. Sie ist auch nützlich, wenn sich hartnäckige Softwareprobleme nicht mehr sauber eingrenzen lassen. Bevor du startest, solltest du prüfen, ob ein normaler Neustart, eine Systemwiederherstellung oder eine Reparaturinstallation ausreichen. Ein vollständiger Reset ist deutlich einschneidender.

So arbeitet die Funktion im Hintergrund

Windows trennt beim Zurücksetzen zwischen mehreren Bereichen. Das Betriebssystem wird neu aufgebaut, installierte Desktop-Programme werden entfernt und systemnahe Einstellungen werden auf Standardwerte gesetzt. Abhängig von der gewählten Option bleiben persönliche Daten auf Wunsch erhalten oder werden gelöscht. In vielen Fällen wird das System außerdem mit einer frischen Kopie wichtiger Dateien vorbereitet, damit Windows wieder startfähig ist.

Bei Geräten mit OEM-Wiederherstellung kann die Neuinstallation aus lokal gespeicherten Dateien oder aus der Cloud kommen. Das beeinflusst, welche Windows-Version am Ende installiert ist und wie viele Herstelleranpassungen erhalten bleiben. Wer eine saubere Basis möchte, sollte die Unterschiede zwischen lokaler Neuinstallation und Cloud-Download kennen.

Die beiden wichtigsten Varianten

  • Dateien behalten: Persönliche Inhalte in Benutzerordnern bleiben normalerweise erhalten, installierte Programme und viele Einstellungen gehen verloren.
  • Alles entfernen: Windows löscht persönliche Daten, Apps und Einstellungen und richtet das Gerät deutlich näher an einem Auslieferungszustand ein.
  • Lokale Neuinstallation: Windows nutzt vorhandene Systemdateien auf dem Gerät, was schneller geht, aber beschädigte Dateien übernehmen kann.
  • Cloud-Download: Das System lädt frische Installationsdateien aus dem Internet herunter und eignet sich besser, wenn lokale Dateien problematisch sind.

Was vorher gesichert werden sollte

Bei Microsoft-Programmen lohnt sich ein Blick auf Kontoanmeldung und Synchronisation. Manche Einstellungen werden nach einer erneuten Anmeldung wiederhergestellt, andere nicht. Wer ein Geschäftssystem nutzt, sollte zusätzlich prüfen, ob ein VPN, lokale Zertifikate oder spezielle Laufwerke dokumentiert werden müssen.

Anleitung
1Öffne die Einstellungen und wechsle zu System.
2Rufe dort den Bereich Wiederherstellung auf.
3Wähle Diesen PC zurücksetzen.
4Entscheide dich für Dateien behalten oder Alles entfernen.
5Lege fest, ob Windows lokal neu installiert oder aus der Cloud geladen werden soll — Prüfe anschließend das Ergebnis und wiederhole bei Bedarf die entscheidenden Schritte.

Der Weg durch die Windows-Einstellungen

  1. Öffne die Einstellungen und wechsle zu System.
  2. Rufe dort den Bereich Wiederherstellung auf.
  3. Wähle Diesen PC zurücksetzen.
  4. Entscheide dich für Dateien behalten oder Alles entfernen.
  5. Lege fest, ob Windows lokal neu installiert oder aus der Cloud geladen werden soll.
  6. Prüfe die Zusammenfassung und starte den Vorgang erst, wenn die Sicherung abgeschlossen ist.

Auf älteren Windows-Versionen liegt der entsprechende Bereich häufig unter Update und Sicherheit und dann unter Wiederherstellung. Der Wortlaut kann leicht abweichen, die Funktion bleibt aber vergleichbar.

Was mit Programmen, Treibern und Einstellungen passiert

Installierte Anwendungen werden in der Regel entfernt, auch wenn persönliche Dateien bestehen bleiben. Das betrifft Office-Pakete, Browser mit Zusatzsoftware, Spiele-Launcher, Spezialtools und viele Herstellerprogramme. Treiber können auf Standardwerte zurückfallen oder von Windows neu erkannt werden. Deshalb sollten besonders bei Druckern, Grafikkarten, Audio-Hardware und Docking-Stations die aktuellen Treiberquellen schon vorab bereitliegen.

Viele systemweite Änderungen wie Energieprofile, Startprogramme, benutzerdefinierte Dienste und einige Datenschutzeinstellungen müssen nach dem Reset neu gesetzt werden. Wer Arbeitsplätze verwaltet, sollte außerdem prüfen, ob BitLocker, Gruppenrichtlinien oder Unternehmensprofile betroffen sind.

Cloud-Download oder lokale Neuinstallation

Die Cloud-Variante ist oft die bessere Wahl, wenn Verdacht auf beschädigte Systemdateien besteht oder der Rechner schon länger Probleme mit Updates hatte. Dafür braucht sie eine stabile Internetverbindung und genug Zeit für den Download. Die lokale Neuinstallation ist nützlich, wenn keine schnelle Verbindung verfügbar ist oder das Gerät möglichst ohne zusätzliche Netzbelastung vorbereitet werden soll. Sie greift jedoch auf vorhandene Windows-Bestandteile zurück.

Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt bei größeren Störungen meist den Cloud-Download. Wer einen schnellen Systemneustart mit minimalem Datenverbrauch bevorzugt und dem vorhandenen Installationsbestand vertraut, nimmt die lokale Variante.

Gerät verkaufen oder weitergeben

Vor einer Übergabe ist die Option Alles entfernen die passende Wahl. Danach sollten zusätzlich alle Konten abgemeldet und, falls vorhanden, die Gerätesperre von Microsoft-Konten, Herstellertools oder Diebstahlschutzdiensten entfernt werden. Bei SSDs ist die eingebaute Löschfunktion in Windows für normale Weitergaben meist ausreichend. Wer besonders sensible Daten verarbeitet hat, sollte die Geräteverwaltung, Wiederherstellungsschlüssel und verbundene Cloud-Konten separat kontrollieren.

Auch ein Neuaufsetzen nach dem Reset gehört zur Vorbereitung einer sauberen Übergabe. Prüfe, ob das Gerät nach dem Start noch mit einem alten Benutzerprofil, einem Arbeitskonto oder einem Gerätezertifikat verbunden ist. Solche Reste sorgen sonst beim neuen Nutzer für unnötige Sperren.

Typische Stolperstellen vor dem Start

  • Zu wenig freier Speicherplatz für den Download oder die Zwischenablage der Installationsdateien.
  • Nicht gesicherte Nutzerdaten in ungewöhnlichen Ordnern außerhalb der Standardbibliotheken.
  • Fehlende Zugangsdaten für Microsoft-Konto, WLAN oder Verschlüsselung.
  • Abhängige Spezialsoftware, die nach dem Reset manuell neu eingerichtet werden muss.
  • Aktive BitLocker-Verschlüsselung ohne gespeicherten Wiederherstellungsschlüssel.

Gerade bei verschlüsselten Laufwerken ist der Schlüssel entscheidend. Ohne ihn kann eine Wiederherstellung nach einem Fehler deutlich komplizierter werden. Deshalb sollte der Schlüssel vor dem Vorgang an einem sicheren Ort dokumentiert sein.

Wenn Windows nach dem Vorgang nicht sauber startet

Kommt das System nach dem Zurücksetzen nicht korrekt hoch, helfen oft BIOS- oder UEFI-Einstellungen, eine erneute Reparaturumgebung oder ein Start von einem Installationsmedium. In solchen Fällen lohnt sich auch der Blick auf Laufwerkszustand, Boot-Reihenfolge und Secure-Boot-Einstellungen. Falls das Gerät mehrfach während der Einrichtung hängen bleibt, können fehlerhafte USB-Geräte, externe Laufwerke oder Treiberreste den Startprozess stören.

Nach einem erfolgreichen Neustart solltest du Windows-Updates vollständig durchlaufen lassen, Geräte im Gerätemanager prüfen und anschließend die wichtigsten Anwendungen neu installieren. Erst danach ist das System wieder alltagstauglich eingerichtet.

Welche Variante im Alltag die richtige ist

Ein Windows PC zurücksetzen ist kein pauschaler Reparaturschritt, sondern eine Entscheidung mit Folgen für Daten, Komfort und Konfiguration. Wer nur störende Altlasten loswerden will, kann meist mit der Variante arbeiten, bei der persönliche Dateien erhalten bleiben. Wer ein Gerät vollständig bereinigen möchte, wählt dagegen die vollständige Entfernung aller Inhalte.

Wichtig ist die Einordnung vor dem Start: Ein Reset beseitigt viele softwareseitige Probleme, aber nicht jede Ursache. Defekte SSDs, fehlerhafte RAM-Module oder ein instabiles Netzteil bleiben bestehen. Ebenso löst die Funktion keine Lizenzprobleme, wenn die Aktivierung bereits vorher falsch hinterlegt war. Darum lohnt sich ein kurzer Abgleich mit dem Fehlerbild, bevor der Assistent gestartet wird.

So lässt sich die Entscheidung sinnvoll eingrenzen:

  • Dateien behalten: sinnvoll bei langsamen Systemen, beschädigten Windows-Komponenten oder überladenen Installationen.
  • Alles entfernen: geeignet vor Weitergabe, Verkauf oder bei einem sauber neuen Start ohne alte Konten und Daten.
  • Erweiterte Bereinigung: interessant, wenn auch ungenutzte Bereiche des Datenträgers sicher mit zurückgesetzt werden sollen.

Was vor dem Start technisch geprüft werden sollte

Bevor die eigentliche Zurücksetzung beginnt, sollten einige Punkte kontrolliert werden, damit der Vorgang nicht mitten drin hängen bleibt oder später zusätzliche Arbeit verursacht. Besonders wichtig sind Stromversorgung, Speicherplatz und die Erreichbarkeit von Konten und BitLocker-Schlüsseln. Ein Laptop sollte während des gesamten Vorgangs am Netzteil hängen, bei einem Desktop sollte eine stabile Stromversorgung selbstverständlich sein.

Außerdem hilft ein Blick auf die Laufwerksbelegung. Für das Zurücksetzen und anschließende Einrichten benötigt Windows freien Platz auf dem Systemlaufwerk. Ist die Partition extrem knapp, kann der Assistent abbrechen oder sehr langsam reagieren. Auch externe Geräte stören manchmal, etwa USB-Sticks, Kartenleser oder Dockingstationen. Wer ungewöhnliches Zubehör angeschlossen hat, entfernt es vor dem Start besser.

Bei aktivierter Laufwerksverschlüsselung ist ein zusätzlicher Schritt nötig. Der BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel sollte vorab gesichert sein, falls das Gerät nach dem Neustart danach fragt. Ebenso hilfreich ist es, Installationsdateien oder Lizenzschlüssel für Programme bereitzulegen, die nach dem Reset erneut gebraucht werden. Das betrifft etwa Spezialsoftware, Druckertreiber oder ältere Tools, die nicht über ein Konto erneut bezogen werden können.

Eine kurze Vorprüfung spart später Zeit:

  1. Netzteil anschließen und Energiesparfunktionen vorübergehend vermeiden.
  2. Genügend freien Speicher auf dem Systemlaufwerk sicherstellen.
  3. Externe USB-Geräte abziehen, die nicht benötigt werden.
  4. BitLocker-Schlüssel und Zugangsdaten bereitlegen.
  5. Wichtige Lizenzdaten und Installationsquellen notieren.

Der richtige Weg, wenn die Einstellungen nicht mehr erreichbar sind

Der Start über die Einstellungen ist der normale Weg. Es gibt aber Fälle, in denen Windows zwar noch bootet, die Oberfläche jedoch nicht mehr zuverlässig arbeitet oder der Menüpunkt nicht aufgerufen werden kann. Dann hilft die erweiterte Startumgebung weiter. Sie lässt sich über mehrere Wege öffnen, etwa über das Anmeldebildschirm-Menü, über wiederholte Fehlstarts oder über eine vorbereitete Wiederherstellungsoption.

In der Reparaturumgebung wird die Funktion meist unter den Problembehandlungsoptionen angeboten. Dort gelangt man zur Zurücksetzung, auch wenn das normale Desktop-Umfeld nicht sauber reagiert. Das ist technisch besonders nützlich, wenn Startmenüs beschädigt sind oder ein Benutzerprofil nicht mehr lädt. In solchen Fällen kann der PC trotzdem neu aufgesetzt werden, ohne erst eine komplette Neuinstallation per Installationsmedium vorzunehmen.

Bei Geräten mit mehreren Partitionen sollte man genau hinschauen, welche Daten auf welchem Laufwerk liegen. Die Funktion bezieht sich in der Regel auf das Windows-Systemlaufwerk, nicht automatisch auf alle angeschlossenen Datenträger. Externe Festplatten, separate Datenpartitionen und Netzlaufwerke bleiben oft unberührt, solange sie nicht explizit mit einbezogen werden. Das verhindert Datenverlust, setzt aber auch voraus, dass der Überblick über die Speicherstruktur stimmt.

Wo der Assistent oft hängen bleibt

Typische Unterbrechungen entstehen durch beschädigte Systemdateien, blockierte Wiederherstellungsumgebungen oder fehlende Installationsquellen. Auch ein abweichender Energiestatus kann Probleme machen, wenn ein Notebook unterwegs im Akkubetrieb in den Schlafmodus wechselt. Deshalb sollte die Funktion immer unter stabilen Bedingungen laufen.

Hilfreich ist außerdem, vorab alle laufenden Verschlüsselungs- oder Synchronisationsvorgänge zu beenden. OneDrive, Drittanbieter-Backuplösungen oder voll laufende Dateisicherungen können während des Vorbereitungsprozesses Konflikte auslösen. Ein sauberer Start in einen ruhigen Systemzustand verbessert die Erfolgschancen deutlich.

Nach dem Zurücksetzen: Erst einrichten, dann prüfen

Nach dem Abschluss beginnt nicht sofort der normale Arbeitsalltag. Zuerst sollte kontrolliert werden, ob Windows korrekt aktiviert wurde, ob Netzwerk, Ton und Bildausgabe funktionieren und ob das Gerät im Geräte-Manager keine groben Fehlstellen zeigt. Gerade nach einer lokalen Neuinstallation fehlen manchmal WLAN-Treiber oder Chipsatzkomponenten, obwohl die Oberfläche zunächst normal aussieht.

Die erste Einrichtung ist der richtige Moment, um das System wieder geordnet aufzubauen. Dazu gehören ein aktuelles Benutzerkonto, die Wiederherstellung wichtiger Dateien und die Installation nur der wirklich benötigten Programme. Wer hier zu schnell alles zurückspielt, holt alte Probleme oft direkt wieder an Bord. Besser ist eine Reihenfolge mit klaren Prüfstationen.

Bewährt hat sich dieses Vorgehen:

  • Windows-Update ausführen und danach neu starten.
  • Treiber für Grafik, WLAN, Audio und Chipsatz prüfen.
  • Geräte- und Sicherheitsstatus kontrollieren.
  • Benutzerdateien aus dem Backup zurückspielen.
  • Programme nur nach Bedarf wieder installieren.

Wer ein Firmen- oder Schulgerät verwaltet, sollte zusätzlich auf lokale Richtlinien, Domänenbindung und Gerätemanagement achten. Nach der Zurücksetzung fehlen oft Verwaltungsprofile, Zertifikate oder VPN-Konfigurationen. Diese müssen meist über die zuständige IT erneut eingespielt werden, sonst bleibt der Zugriff auf interne Ressourcen eingeschränkt.

Wann eine tiefere Reparatur mehr Sinn ergibt

Die Rücksetzung ist stark, aber nicht immer der letzte Schritt. Bleiben Bluescreens, Dateisystemfehler oder spontane Neustarts bestehen, liegt die Ursache häufig unterhalb von Windows. Dann helfen ergänzende Prüfungen wie Speicherdiagnose, SMART-Status des Laufwerks, BIOS-Update oder ein Test auf Überhitzung. Auch ein beschädigtes UEFI-Setup kann den Start beeinflussen, ohne dass die Windows-Oberfläche selbst der eigentliche Auslöser ist.

Ein sauber zurückgesetztes System sollte nach dem ersten Update-Zyklus stabil laufen. Tritt direkt danach wieder das gleiche Muster auf, lohnt sich die Suche nach Hardware- oder Firmwareproblemen. In manchen Fällen ist auch das Benutzerprofil die eigentliche Fehlerquelle. Dann genügt nicht der komplette Reset, sondern ein neues Konto oder eine gezielte Reparatur des Profils.

Wer den Zustand abschließend absichern will, legt direkt nach der Einrichtung ein frisches Wiederherstellungsabbild oder mindestens ein aktuelles Backup an. So lässt sich bei späteren Problemen schneller reagieren, ohne erneut den gesamten Weg gehen zu müssen. Gerade nach einer erfolgreichen Bereinigung ist das der sauberste Abschluss für ein neu aufgesetztes System.

FAQ

Wird bei einem Zurücksetzen alles auf dem Rechner gelöscht?

Das hängt von der gewählten Option ab. „Eigene Dateien beibehalten“ lässt persönliche Daten auf der Systempartition in der Regel stehen, entfernt aber Apps und setzt Windows-Einstellungen zurück. „Alles entfernen“ löscht zusätzlich die Nutzerdateien von der Windows-Installation und eignet sich eher für eine vollständige Neuaufsetzung.

Bleiben persönliche Daten in jedem Fall erhalten?

Nein, darauf sollte man sich nicht verlassen. Auch bei der Option zum Beibehalten kann es bei Problemen, falscher Auswahl oder einem abgebrochenen Vorgang zu Datenverlust kommen. Wer wichtige Dateien hat, legt vorher ein externes Backup an, zum Beispiel auf USB-Festplatte, SSD oder in einem Cloud-Speicher.

Ist ein Zurücksetzen dasselbe wie eine Neuinstallation?

Im Ergebnis kommt beides einer sauberen Windows-Installation nahe, technisch läuft es aber unterschiedlich ab. Die Zurücksetzen-Funktion verwendet vorhandene Windows-Komponenten oder lädt Systemdateien neu herunter. Eine klassische Neuinstallation per Installationsmedium geht meist noch einen Schritt weiter und setzt die Partitionierung und Installation stärker von außen auf.

Warum fehlen danach manche Programme?

Weil die Funktion keine vollständige Software-Liste wiederherstellt. Windows behält nur die Basis des Systems, während installierte Desktop-Programme, viele Tools und einige Treiber neu eingerichtet werden müssen. Das ist normal und gehört zum Zweck des Vorgangs.

Was passiert mit Microsoft-Konto, Lizenz und Aktivierung?

Ein verknüpftes Microsoft-Konto bleibt meist mit dem Gerät verknüpft, sofern man es nicht selbst abmeldet. Die digitale Lizenz wird auf kompatiblen Geräten in der Regel nach dem Neustart wieder erkannt, solange es sich um dasselbe Windows und denselben Rechner handelt. Nach größeren Hardware-Änderungen kann eine erneute Aktivierung nötig werden.

Kann der Vorgang abgebrochen werden?

Ein Abbruch mitten im Zurücksetzen ist riskant und sollte vermieden werden. Sobald die eigentliche Wiederherstellung läuft, braucht das System den Vorgang vollständig, damit Windows konsistent startet. Der sicherste Weg ist daher, vorher Stromversorgung, Akku und genug Zeit einzuplanen.

Wie erkenne ich, ob ein lokaler Reset oder der Cloud-Download besser passt?

Der Cloud-Download eignet sich, wenn die lokalen Reparaturdateien beschädigt sind oder das System ungewöhnliche Fehler zeigt. Die lokale Neuinstallation ist meist schneller und benötigt weniger Datenvolumen, setzt aber funktionierende Wiederherstellungsdateien voraus. Wer unsicher ist, wählt die Variante, die unter den verfügbaren Informationen am stabilsten wirkt.

Was mache ich, wenn Windows nach dem Neustart ungewöhnlich langsam ist?

Dann sollte man zuerst die ersten Updates vollständig installieren lassen. Danach lohnt sich ein Blick in den Geräte-Manager, ob fehlende Treiber markiert sind, sowie in die Autostart-Liste, ob unnötige Programme die Startzeit verlängern. Auch ein erneuter Neustart kann helfen, weil sich Dienste und Indexierung erst nach dem ersten Start einpendeln.

Wie gehe ich vor, wenn ein Fehlercode angezeigt wird?

Den Wortlaut der Meldung sollte man genau notieren, weil er oft auf die Ursache hinweist. Hilfreich sind eine Prüfung von Festplatte, Systemdateien und ausreichend freiem Speicherplatz, bevor man den Vorgang erneut startet. Bleibt der Fehler bestehen, ist ein Installationsmedium oder die erweiterte Wiederherstellungsumgebung oft der stabilere Weg.

Ist das Zurücksetzen auch sinnvoll, wenn Windows sich noch normal benutzen lässt?

Ja, vor allem bei hartnäckigen Softwareproblemen, Malware-Verdacht oder einer stark überladenen Installation kann das sinnvoll sein. Wichtig ist dann, zuerst alle Daten zu sichern und die benötigten Zugangsdaten bereitzuhalten. So lässt sich der Rechner danach ohne unnötige Unterbrechungen wieder einrichten.

Welche Vorbereitungen sparen nachher am meisten Zeit?

Am wichtigsten sind ein vollständiges Backup, die Sicherung von Lizenzschlüsseln und eine Liste der wichtigsten Programme. Zusätzlich hilft es, Treiber für Netzwerk, Grafikkarte oder Drucker bereitzuhalten, falls Windows sie nicht automatisch sauber erkennt. Wer außerdem Browser-Lesezeichen und Passwörter exportiert, erspart sich später viel Nacharbeit.

Fazit

Die Zurücksetzen-Funktion ist kein einfacher „Knopf zum Reparieren“, sondern ein klarer Systemeingriff mit unterschiedlichen Folgen je nach Auswahl. Richtig vorbereitet, lässt sich der Rechner damit oft sauber und nachvollziehbar in einen nutzbaren Zustand bringen. Wer Backup, Variantenauswahl und Nacharbeiten mitdenkt, bekommt ein deutlich planbareres Ergebnis als mit einem unvorbereiteten Neustart ins Ungewisse.

Checkliste
  • Dateien behalten: Persönliche Inhalte in Benutzerordnern bleiben normalerweise erhalten, installierte Programme und viele Einstellungen gehen verloren.
  • Alles entfernen: Windows löscht persönliche Daten, Apps und Einstellungen und richtet das Gerät deutlich näher an einem Auslieferungszustand ein.
  • Lokale Neuinstallation: Windows nutzt vorhandene Systemdateien auf dem Gerät, was schneller geht, aber beschädigte Dateien übernehmen kann.
  • Cloud-Download: Das System lädt frische Installationsdateien aus dem Internet herunter und eignet sich besser, wenn lokale Dateien problematisch sind.

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