Warum Windows Netzwerkdrucker nicht mehr erkennt

Lesedauer: 15 Min – Beitrag erstellt: 4. Juni 2026, zuletzt aktualisiert: 4. Juni 2026

Ein Netzwerkdrucker kann unter Windows plötzlich verschwinden, obwohl er zuvor problemlos erreichbar war. Häufig steckt keine einzelne Ursache dahinter, sondern eine Kombination aus veränderter Netzwerkerkennung, einem gestörten Druckerspooler, neuen Treibern oder einer geänderten Freigabe im Router oder Druckerserver.

Damit die Verbindung wieder zuverlässig steht, lohnt sich ein systematisches Vorgehen. Am besten prüfen Sie zuerst, ob der Drucker im Netzwerk erreichbar ist, danach die Windows-Dienste und erst im Anschluss die Treiber- und Freigabeeinstellungen.

Die häufigsten Ursachen im Überblick

  • Der Drucker und der PC befinden sich nicht mehr im selben Netzwerk.
  • Die automatische Suche über Netzwerkdienste ist deaktiviert.
  • Der Druckerspooler hängt oder wurde gestoppt.
  • Die gespeicherte Druckerverbindung zeigt auf eine alte IP-Adresse.
  • Ein Update hat Treiber, Ports oder Freigaben verändert.
  • Firewall, Router oder Druckserver blockieren die Erkennung.

Erst die Verbindung prüfen, dann Windows

Beginnen Sie mit einem einfachen Netzwerktest. Schalten Sie den Drucker ein, warten Sie auf die Bereitschaftsanzeige und prüfen Sie anschließend am Gerät oder im Router-Menü, ob eine gültige IP-Adresse vergeben wurde. Falls der Drucker per Kabel am Netz hängt, kontrollieren Sie auch das Netzwerkkabel und den Switch-Port.

Öffnen Sie danach am Windows-PC die Eingabeaufforderung und testen Sie die Erreichbarkeit mit der IP-Adresse des Druckers. So erkennen Sie schnell, ob das Problem im Netzwerk oder erst in Windows liegt.

  1. Drücken Sie die Windows-Taste und suchen Sie nach cmd.
  2. Geben Sie ping 192.168.x.x ein und ersetzen Sie die Adresse durch die des Druckers.
  3. Antwortet das Gerät, ist die Verbindung grundsätzlich vorhanden.
  4. Bleibt die Antwort aus, liegt die Ursache meist bei Netz, Adresse oder Freigabe.

Die IP-Adresse gezielt neu auflösen

Bei vielen Ausfällen ist nicht der Drucker defekt, sondern nur seine Adresse hat sich geändert. Das passiert häufig bei Geräten mit DHCP. In diesem Fall hilft es, die gespeicherte Verbindung zu entfernen und den Drucker neu über seine aktuelle Adresse oder über den Namen des Geräts einzurichten.

Im Webinterface des Routers oder direkt am Drucker lässt sich meist die aktuelle IP ablesen. Notieren Sie diese Adresse und verwenden Sie sie im nächsten Schritt bei der Neuinstallation.

So gehen Sie im Druckermenü vor

  • Rufen Sie am Display die Netzwerkeinstellungen auf.
  • Notieren Sie die IPv4-Adresse, Subnetzmaske und das Standardgateway.
  • Prüfen Sie, ob der Drucker im gleichen Adressbereich wie der PC liegt.
  • Wenn möglich, vergeben Sie im Router eine feste Zuordnung für das Gerät.

Alte Druckereinträge entfernen

Windows hält manchmal Verbindungen zu Geräten fest, die technisch nicht mehr gültig sind. Diese Altlasten verhindern eine saubere Neuanbindung. Entfernen Sie deshalb den betroffenen Eintrag aus der Druckerliste und legen Sie ihn danach neu an.

Anleitung
1Drücken Sie die Windows-Taste und suchen Sie nach cmd.
2Geben Sie ping 192.168.x.x ein und ersetzen Sie die Adresse durch die des Druckers.
3Antwortet das Gerät, ist die Verbindung grundsätzlich vorhanden.
4Bleibt die Antwort aus, liegt die Ursache meist bei Netz, Adresse oder Freigabe.

  1. Öffnen Sie die Einstellungen und wechseln Sie zu den Geräten oder Druckern.
  2. Wählen Sie den betroffenen Drucker aus und entfernen Sie ihn.
  3. Starten Sie den PC neu, damit alte Verbindungen freigegeben werden.
  4. Fügen Sie den Drucker anschließend erneut hinzu.

Der Druckerspooler braucht oft einen Neustart

Der Druckerspooler verwaltet Druckaufträge und Verbindungen. Hängt dieser Dienst, erscheinen Netzwerkgeräte häufig nicht oder reagieren nur teilweise. Ein Neustart bringt den Dienst meist schnell wieder in einen sauberen Zustand.

Öffnen Sie dazu die Diensteverwaltung, suchen Sie nach Druckwarteschlange oder Print Spooler und starten Sie den Dienst neu. Wenn der Dienst immer wieder stoppt, sollte der Spooler-Ordner geprüft werden, da beschädigte Aufträge dort festhängen können.

Druckwarteschlange leeren

  • Öffnen Sie die Druckwarteschlange des betroffenen Geräts.
  • Löschen Sie alle hängenden Aufträge.
  • Starten Sie den Spooler danach erneut.
  • Testen Sie anschließend eine kleine Druckdatei.

Netzwerkerkennung und Freigabe aktivieren

Einige Systeme zeigen Netzwerkgeräte nur dann an, wenn die Erkennung aktiv ist. Nach Updates oder Profilwechseln steht diese Funktion manchmal auf einem anderen Wert. Prüfen Sie deshalb die erweiterten Freigabeoptionen in Windows.

  • Öffnen Sie die erweiterten Netzwerkeinstellungen.
  • Aktivieren Sie die Netzwerkerkennung für das private Profil.
  • Schalten Sie Datei- und Druckerfreigabe ein.
  • Speichern Sie die Änderungen und prüfen Sie die Sichtbarkeit erneut.

In Firmennetzen kann die Erkennung per Gruppenrichtlinie oder durch Sicherheitssoftware eingeschränkt sein. Dann ist die direkte Installation über die IP-Adresse meist der zuverlässigere Weg.

Treiber sauber erneuern

Veraltete oder beschädigte Treiber sorgen häufig dafür, dass das System ein Gerät nicht mehr richtig einbindet. Laden Sie den aktuellen Treiber am besten direkt vom Hersteller herunter und installieren Sie ihn nach der Entfernung der alten Version neu. Bei Multifunktionsgeräten sollte auch das passende Scan- oder Verwaltungsmodul geprüft werden.

Nutzen Sie nach Möglichkeit einen universellen Treiber nur dann, wenn der Originaltreiber Probleme macht. Für Sonderfunktionen wie Heften, Duplexdruck oder Fachsteuerung ist der herstellerspezifische Treiber meist die bessere Wahl.

Port und Protokoll kontrollieren

Wenn der Drucker zwar installiert ist, aber nicht reagiert, lohnt sich ein Blick auf den Port. Viele Geräte nutzen Standard-TCP/IP. Wird versehentlich ein WSD-Port verwendet, kann die Erkennung nach einem Netzwerkwechsel instabil werden. Ein fester Standard-TCP/IP-Port ist in solchen Fällen meist robuster.

Port wechseln

  1. Öffnen Sie die Druckereigenschaften.
  2. Wechseln Sie zum Reiter für die Anschlüsse.
  3. Prüfen Sie, ob ein WSD-Port ausgewählt ist.
  4. Falls nötig, erstellen Sie einen Standard-TCP/IP-Port mit der aktuellen IP-Adresse.

Firewall, VPN und Sicherheitssoftware mitdenken

Software zum Schutz des Systems kann den Zugriff auf Netzwerkgeräte einschränken. Das betrifft vor allem UDP- und TCP-Verbindungen, die für Erkennung und Druckfreigabe nötig sind. Auch ein aktives VPN kann die Sichtbarkeit von Druckern verändern, weil der Datenverkehr plötzlich über einen anderen Adapter läuft.

Deaktivieren Sie testweise das VPN und prüfen Sie den Drucker erneut. Falls eine Sicherheitssoftware installiert ist, kontrollieren Sie deren Netzwerkregeln und erlauben Sie lokale Druckdienste. Nach einem Test sollte der Schutz wieder aktiviert werden.

Windows-Drucker über die IP-Adresse neu einrichten

Die verlässlichste Variante ist oft die manuelle Einrichtung über die Netzadresse. So umgehen Sie fehlerhafte Suchfunktionen und alte Einträge im System.

  1. Öffnen Sie die Drucker- und Scaneinstellungen.
  2. Wählen Sie Drucker oder Scanner hinzufügen.
  3. Falls das Gerät nicht erscheint, wählen Sie die manuelle Option.
  4. Geben Sie die aktuelle IP-Adresse ein.
  5. Wählen Sie den passenden Treiber aus oder installieren Sie ihn neu.
  6. Drucken Sie eine Testseite, um die Verbindung zu bestätigen.

Besonderheiten bei Freigaben im Heimnetz

Wird der Drucker über einen anderen Windows-PC freigegeben, hängt die Erreichbarkeit zusätzlich vom Host-Rechner ab. Dieser Computer muss eingeschaltet sein, die Freigabe aktiv halten und im gleichen Netzsegment erreichbar bleiben. Nach größeren Updates kann auch die Freigabe neu gesetzt werden müssen.

In diesem Fall hilft es, die Freigabe auf dem Host zu prüfen, den Gerätenamen unverändert zu lassen und den Drucker auf dem zweiten PC neu zu verbinden. Für stabile Setups ist ein direkt im Netz eingebundener Drucker jedoch meist die bessere Lösung.

Check der wichtigsten Stellen in Windows

  • Einstellungen > Bluetooth und Geräte > Drucker und Scanner
  • Systemsteuerung > Geräte und Drucker
  • Dienste > Druckwarteschlange
  • Erweiterte Freigabeeinstellungen > Netzwerkerkennung
  • Druckereigenschaften > Anschlüsse

Mit dieser Reihenfolge lässt sich die Ursache meist sauber eingrenzen. Erst die Erreichbarkeit prüfen, dann den Dienstzustand, danach Treiber, Port und Freigabe. So vermeiden Sie unnötige Neuinstallationen und bringen den Drucker in den meisten Fällen wieder zuverlässig ins Netz.

Netzwerkpfad und Namensauflösung sauber einordnen

Windows findet einen Netzwerkdrucker nicht nur über den sichtbaren Gerätenamen, sondern über mehrere technische Schritte im Hintergrund. Dazu gehören die Auflösung des Druckernamens, die Erreichbarkeit des Servers oder der Geräte-IP und die Frage, ob der Dienst für die Druckerfreigabe überhaupt antwortet. Schon eine kleine Abweichung im Namen, eine geänderte IP oder ein nicht erreichbarer Host reicht aus, damit der Drucker in der Auswahl verschwindet oder beim Verbinden mit einer Meldung abbricht.

Darum lohnt sich zuerst der Blick auf den Pfad, unter dem der Drucker eingebunden war. Bei einer Freigabe im Netzwerk sollte geprüft werden, ob der Rechner oder Printserver noch erreichbar ist und ob der freigegebene Name unverändert geblieben ist. Bei Geräten mit eigener Netzwerkschnittstelle ist die direkte IP oft die verlässlichere Adresse. Öffnet sich die Weboberfläche des Druckers im Browser, ist das Gerät im Netz grundsätzlich ansprechbar und der Fehler liegt eher in Windows, im Port oder im Treiberpfad.

Typische Stolperstellen bei der Erreichbarkeit

  • Die IP-Adresse des Druckers wurde nach einem Neustart per DHCP neu vergeben.
  • Der Freigabename des Druckers auf dem Server wurde geändert.
  • Der PC befindet sich in einem anderen Netzsegment, etwa nach VPN-Verbindung oder WLAN-Wechsel.
  • Der Hostname wird nicht mehr sauber in eine IP aufgelöst.
  • Die Netzwerkschnittstelle des Druckers ist aktiv, aber der Dienst für Druckanfragen reagiert nicht mehr.

Für die Fehlersuche ist es sinnvoll, den Drucker mit mehreren Wegen zu prüfen: über den Gerätenamen, über die IP-Adresse und, falls vorhanden, über die Verwaltungsseite des Herstellers. So lässt sich eingrenzen, ob das Problem in der Windows-Konfiguration, im Netzwerk oder direkt am Druckgerät sitzt.

Verbindung auf Dienste, Freigaben und Erkennung prüfen

Damit ein Netzwerkdrucker sichtbar wird, müssen nicht nur die Geräte im selben Netz sein. Windows verwendet je nach Einbindung verschiedene Dienste und Protokolle. Bei einer klassischen Freigabe spielt die Drucker- und Dateifreigabe eine Rolle, bei modernen Geräten häufig WSD oder ein TCP/IP-Port. Wenn einer dieser Wege blockiert ist, hilft das Entfernen und Neuverbinden oft nur kurz oder gar nicht.

Auf dem Windows-PC sollten die Freigabe- und Erkennungsfunktionen eingeschaltet sein, sofern der Drucker im Heim- oder Firmennetz über die Netzwerkumgebung gefunden werden soll. In den erweiterten Freigabeeinstellungen gehören Netzwerkerkennung, Datei- und Druckerfreigabe sowie die passende Netzwerkprofil-Einstellung zusammen. Ein öffentliches Netzwerkprofil schränkt diese Funktionen deutlich stärker ein als ein privates Profil.

Stellen in Windows, die geprüft werden sollten

  1. Öffnen Sie die Einstellungen und wechseln Sie zu Netzwerk und Internet.
  2. Prüfen Sie, ob der aktive Adapter als privat oder öffentlich markiert ist.
  3. Rufen Sie die erweiterten Freigabeeinstellungen auf.
  4. Aktivieren Sie Netzwerkerkennung und Datei- und Druckerfreigabe für das passende Profil.
  5. Starten Sie den PC danach neu, damit die Erkennung zuverlässig neu geladen wird.

Bei Firmennetzwerken können Gruppenrichtlinien oder Sicherheitsprofile diese Funktionen überschreiben. Dann erscheinen Drucker zwar im Netz, lassen sich aber nicht dauerhaft verbinden. In solchen Fällen muss die Freigabe auf dem Server, auf dem Drucker oder in der zentralen Verwaltung überprüft werden, nicht nur am einzelnen Client.

Windows-Dienste und Druckerkomponenten gezielt kontrollieren

Der Zugriff auf Drucker hängt in Windows stark von den laufenden Diensten ab. Neben dem Druckerspooler können weitere Komponenten beteiligt sein, etwa Dienste für die Geräteerkennung oder die Netzwerkkommunikation. Ist ein Dienst gestoppt, hängt er in einem Fehlerzustand oder startet nach einem Update nicht korrekt, bleibt die Suche nach dem Netzwerkdrucker ohne Ergebnis.

Im Dienste-Manager lässt sich prüfen, ob der Druckerspooler aktiv ist und auf automatisch steht. Ebenso lohnt sich ein Blick auf Dienste, die für die automatische Geräteerkennung verantwortlich sind. Gerade bei WSD-Druckern oder bei einer Neuinstallation nach Windows-Updates kann ein hängender Dienst dazu führen, dass vorhandene Verbindungen zwar noch im System stehen, aber keine neue Kommunikation zustande kommt.

Vorgehen bei verdächtigen Diensten

  • Öffnen Sie die Dienste-Verwaltung über das Startmenü.
  • Suchen Sie nach Druckerspooler und starten Sie den Dienst neu.
  • Prüfen Sie weitere relevante Dienste für Erkennung und Gerätezuordnung.
  • Stellen Sie sicher, dass keine Abhängigkeit dauerhaft deaktiviert ist.
  • Testen Sie den Drucker anschließend erneut über „Drucker hinzufügen“.

Hilfreich ist außerdem ein sauberer Neustart des Systems, nachdem Dienste angepasst wurden. So lässt sich ausschließen, dass nur eine Sitzung oder ein angehängter Prozess die Erkennung blockiert. Bleibt der Drucker auch danach unsichtbar, spricht das eher für ein Port-, Treiber- oder Netzwerkproblem.

Treiber, Gerätestatus und Protokoll aufeinander abstimmen

Ein Drucker kann im Netz erreichbar sein und in Windows dennoch nicht korrekt erscheinen, wenn der Treiber nicht zum gewählten Anschluss passt. Das passiert häufig nach einem Update, nach einem Wechsel des Protokolls oder wenn ein allgemeiner Standardtreiber automatisch installiert wurde. Dann taucht das Gerät zwar im Druckerbereich auf, sendet aber keine sauberen Aufträge oder wird beim Hinzufügen als unbekannt behandelt.

Im Gerätemanager und in den Druckereigenschaften sollte geprüft werden, ob Windows ein passendes Modell erkannt hat oder nur einen Ersatztreiber nutzt. Bei älteren Geräten ist der Hersteller-Treiber oft nötig, bei neueren Geräten dagegen ein universeller PCL- oder PostScript-Treiber. Entscheidend ist, dass Treiber, Porttyp und Protokoll zusammenpassen. Ein WSD-Treiber an einem statischen TCP/IP-Port oder ein IPP-Port mit einem ungeeigneten Treiber führt schnell zu Verbindungsfehlern.

Saubere Neuverknüpfung eines vorhandenen Geräts

  1. Entfernen Sie den vorhandenen Drucker aus Windows.
  2. Öffnen Sie die Druckerverwaltung oder die Systemeinstellungen für Drucker und Scanner.
  3. Legen Sie den Drucker anschließend mit der richtigen IP oder dem passenden Freigabepfad neu an.
  4. Wählen Sie nach Möglichkeit den exakten Treiber des Herstellers oder einen bewährten Universaltreiber.
  5. Prüfen Sie in den Eigenschaften, ob der Anschluss als Standard-TCP/IP-Port, WSD oder IPP eingerichtet ist.

Zeigt der Drucker nach der Neuinstallation weiterhin Auffälligkeiten, lohnt ein Test mit einem anderen Treiberpaket. Bei manchen Modellen funktioniert der Druck erst zuverlässig, wenn Fax-, Scan- und Zusatzmodule nicht mitinstalliert werden, sondern nur die eigentliche Druckkomponente. Auch ein beschädigter Treiberspeicher kann dazu führen, dass Windows die gleiche Hardware immer wieder falsch zuordnet.

Fehlerbild eingrenzen, ohne an mehreren Stellen gleichzeitig zu ändern

Ändern Sie zunächst nur eine Komponente, etwa die IP-Zuordnung oder den Treiber. Werden mehrere Dinge gleichzeitig umgestellt, lässt sich kaum noch nachvollziehen, welcher Schritt geholfen hat. Sinnvoll ist die Reihenfolge: Erreichbarkeit testen, Port prüfen, Treiber bereinigen, Drucker neu anlegen, danach Probeausdruck starten. So wird aus einer unklaren Störung ein sauber nachvollziehbarer Ablauf, der sich auch später wiederholen lässt.

Wenn der Drucker über eine feste IP erreichbar ist, diese aber nach einem Routerwechsel oder DHCP-Reset geändert wurde, sollte die Adresse im Router reserviert werden. Das verhindert, dass Windows beim nächsten Start wieder auf ein altes Ziel zeigt. Bei Freigaben über einen Server ist dieselbe Sorgfalt beim Freigabenamen und bei der Servererreichbarkeit nötig, denn beides wirkt sich direkt auf die Druckeranzeige im System aus.

Häufige Fragen und passende Lösungen

Woran erkenne ich, ob das Problem am PC oder am Drucker liegt?

Am schnellsten trennen Sie die Fehlerquelle, indem Sie den Drucker von einem anderen Gerät aus ansprechen. Drucken dort ebenfalls nicht, liegt der Auslöser meist im Netzwerk, im Drucker selbst oder in dessen Freigabe. Funktioniert der Drucker an anderen Geräten, lohnt der Blick auf Windows-Einstellungen, Treiber und gespeicherte Druckerports.

Wie prüfe ich, ob der Drucker im Netzwerk noch erreichbar ist?

Öffnen Sie auf dem Computer die Eingabeaufforderung und testen Sie die IP-Adresse des Druckers mit dem Befehl

ping 192.168.x.x

. Erhalten Sie Antworten, ist der Drucker grundsätzlich erreichbar. Bleibt die Abfrage ohne Rückmeldung, sind IP-Konflikte, ein anderer Netzwerkbereich oder eine gestörte Verbindung wahrscheinlicher.

Warum hilft ein Drucker mit fester IP-Adresse oft weiter?

Viele Verbindungsprobleme entstehen, weil der Router oder DHCP-Server dem Gerät eine neue Adresse zuweist. Mit einer festen IP bleibt der Eintrag in Windows stabil, und der Drucker verschwindet nicht nach einem Neustart des Routers oder nach längerer Inaktivität aus der Erkennung. Achten Sie darauf, dass die Adresse außerhalb des DHCP-Bereichs liegt oder im Router reserviert wird.

Wie setze ich den Drucker sauber in Windows zurück?

Entfernen Sie den Drucker zuerst in den Windows-Einstellungen und löschen Sie danach alte Einträge in „Geräte und Drucker“. Öffnen Sie anschließend die Druckverwaltung oder den Gerätemanager, falls dort noch Reste des alten Treibers oder Ports vorhanden sind. Danach können Sie den Drucker neu hinzufügen und die Verbindung gezielt über IP oder Hostname einrichten.

Welche Rolle spielt der Druckerspooler bei Verbindungsproblemen?

Der Spooler verwaltet Druckaufträge und speichert Zwischenschritte zwischen Anwendung und Drucker. Hängt dieser Dienst, sieht Windows den Drucker mitunter noch, kann aber keine Jobs mehr senden. Starten Sie den Dienst über die Diensteverwaltung neu und löschen Sie bei Bedarf die Warteschlange, damit alte Aufträge keinen Neustart blockieren.

Was mache ich, wenn Windows den Drucker zwar findet, aber nicht verbindet?

In diesem Fall ist oft der Port falsch zugeordnet oder das verwendete Protokoll passt nicht mehr zum Gerät. Prüfen Sie in den Druckereigenschaften, ob ein Standard-TCP/IP-Port, WSD oder ein herstellerspezifischer Anschluss aktiv ist. Bei älteren oder unzuverlässigen Einträgen bringt ein Wechsel auf einen neu angelegten TCP/IP-Port häufig die sauberste Lösung.

Wie lässt sich ein Hostname statt einer IP-Adresse nutzen?

Ein Hostname ist bequem, weil er sich nicht ändert, solange die Namensauflösung stimmt. Damit das funktioniert, muss der Router, der DNS-Dienst oder das interne Namenssystem den Drucker zuverlässig auflösen. Falls der Name nicht gefunden wird, ist die direkte IP-Adresse meist die schnellere und robustere Wahl.

Warum blockieren Sicherheitsprogramme den Zugriff auf den Netzwerkdrucker?

Firewalls und Sicherheitssoftware können Druckverkehr über bestimmte Ports oder Programmpfade ausbremsen. Das betrifft vor allem neue Druckerinstallationen, VPN-Verbindungen oder streng konfigurierte Netzwerke. Prüfen Sie testweise die Freigaben für Druckdienst, Spooler und die verwendeten Ports wie 9100, 515 oder 631.

Was ist bei einem Drucker im Heimnetz mit Freigabe wichtig?

Wenn der Drucker über einen anderen Rechner freigegeben wird, muss der Freigaberechner eingeschaltet sein und die Druckfreigabe aktiv halten. Zusätzlich brauchen Netzwerkprofil, Netzwerkerkennung und Kennwortschutz die passende Einstellung, damit Windows den freigegebenen Drucker erneut einbinden kann. Nach Änderungen sollten Sie die Verbindung entfernen und über den Freigabepfad neu herstellen.

Wie gehe ich vor, wenn der Drucker nach Updates plötzlich nicht mehr auftaucht?

Größere Windows-Updates verändern gelegentlich Treiberzuordnung, Sicherheitsrichtlinien oder gespeicherte Druckerports. Installieren Sie zuerst den aktuellen Treiber des Herstellers und prüfen Sie danach, ob der Drucker noch denselben Anschluss verwendet. Falls der Eintrag beschädigt ist, hilft oft eine komplette Neuinstallation mit frischem Port und neuem Geräteeintrag.

Welche Reihenfolge ist bei der Fehlersuche am sinnvollsten?

Beginnen Sie mit der Erreichbarkeit des Druckers, dann folgen IP-Adresse, Port und Dienststatus in Windows. Erst danach sollten Treiber, Freigaben und Sicherheitssoftware geprüft werden, damit Sie nicht an der falschen Stelle suchen. Wer strukturiert vorgeht, behebt die Ursache meist schneller als mit einzelnen Zufallsschritten.

Fazit

Wenn Windows einen Netzwerkdrucker nicht mehr erkennt, steckt die Ursache meist in Verbindung, IP-Zuordnung, Port oder Dienstkonfiguration. Wer die Prüfung von außen nach innen aufbaut, findet den Fehler meist ohne Umwege und richtet den Drucker danach sauber neu ein. Stabil wird die Verbindung vor allem dann, wenn Adresse, Treiber und Port zusammenpassen.

Checkliste
  • Der Drucker und der PC befinden sich nicht mehr im selben Netzwerk.
  • Die automatische Suche über Netzwerkdienste ist deaktiviert.
  • Der Druckerspooler hängt oder wurde gestoppt.
  • Die gespeicherte Druckerverbindung zeigt auf eine alte IP-Adresse.
  • Ein Update hat Treiber, Ports oder Freigaben verändert.
  • Firewall, Router oder Druckserver blockieren die Erkennung.

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