Windows 11 Update sorgt für mehrere Neustarts: Normaler Sicherheitsprozess oder echtes Problem?

Lesedauer: 13 Min – Beitrag erstellt: 5. Mai 2026, zuletzt aktualisiert: 5. Mai 2026

Wenn Ihr Windows 11 nach einem Update mehrere Neustarts durchführt, könnte dies auf ein typisches Verhalten des Systems hinweisen, das nicht ungewöhnlich ist. Allerdings kann es in einigen Fällen auch auf ein zugrunde liegendes Problem hinweisen, das weiterer Beachtung bedarf.

Mögliche Ursachen für wiederholte Neustarts

Bei einem Update von Windows 11 können verschiedene Faktoren dazu führen, dass der Computer mehrfach neu startet. Manchmal kann es sich dabei um Routineprozesse handeln, die sicherstellen, dass alle neuen Funktionen korrekt installiert werden. In anderen Fällen könnte es jedoch auf Problematiken hindeuten.

Ein häufiges Szenario ist, dass bei der Installation eines Updates ein Konflikt mit bestehenden Softwareversionen auftritt. Beispielsweise kann es vorkommen, dass Treiber nicht mehr kompatibel sind oder eine Sicherheitsanwendung das Update blockiert. Auch unzureichender Speicherplatz auf der Festplatte kann mehrfaches Neustarten erforderlich machen, da das System nicht alle Komponenten des Updates installieren kann.

Detaillierte Prüfungen durchführen

Um herauszufinden, ob die mehrfache Neustart-Prozedur ein normales Verhalten oder ein ernsthaftes Problem darstellt, sollten folgende Schritte beachtet werden:

  1. Festplattenspeicher prüfen: Stellen Sie sicher, dass auf Ihrer Festplatte ausreichend Speicherplatz vorhanden ist. Mindestens 20 % des gesamten Speichers sollten frei sein.
  2. Update-Historie überprüfen: Öffnen Sie die Einstellungen und navigieren Sie zu „Update und Sicherheit“. Überprüfen Sie die Update-Historie auf eventuelle Fehlerhinweise oder fehlgeschlagene Installationen.
  3. Treiber aktualisieren: Schauen Sie nach, ob aktuelle Treiber installiert sind, besonders für die Grafikkarte und andere kritische Systemkomponenten.

Praktische Beispiele von Benutzererfahrungen

Die Nutzererfahrungen mit wiederholten Neustarts können unterschiedlich sein:

Fall 1: Treiberkonflikt

Ein Benutzer bemerkte, dass nach einem bestimmten Grafiktreiber-Update der Computer beim Hochfahren immer wieder einen Neustart durchführte. Die Lösung bestand in der Deinstallation des problematischen Treibers und der Rückkehr zu einer vorherigen Version.

Anleitung
1Festplattenspeicher prüfen: Stellen Sie sicher, dass auf Ihrer Festplatte ausreichend Speicherplatz vorhanden ist. Mindestens 20 % des gesamten Speichers sollten frei sein.
2Update-Historie überprüfen: Öffnen Sie die Einstellungen und navigieren Sie zu „Update und Sicherheit“. Überprüfen Sie die Update-Historie auf eventuelle Fehl….
3Treiber aktualisieren: Schauen Sie nach, ob aktuelle Treiber installiert sind, besonders für die Grafikkarte und andere kritische Systemkomponenten.

Fall 2: Sicherheitssoftware als Ursache

Ein anderer Nutzer stellte fest, dass seine Antivirensoftware Updates verhinderte, wodurch der Rechner nicht richtig neu starten konnte. Nach einer Deinstallation der Software funktionierte das Update einwandfrei.

Fall 3: Festplattenspeicher

Ein Benutzer hatte nicht genügend Speicherplatz auf seiner Festplatte. Nach dem Löschen unnötiger Dateien und der Freigabe von Speicherplatz konnte er das Update erfolgreich durchführen, ohne dass es zu wiederholten Neustarts kam.

Was tun, wenn das Problem weiterhin besteht?

Falls nach den oben beschriebenen Überprüfungen und Maßnahmen weiterhin wiederholte Neustarts auftreten, könnte eine tiefere Problemdiagnose erforderlich sein. Hier sind einige Optionen:

  1. Windows-Problembehandlung: Nutzen Sie die integrierten Problembehandlungswerkzeuge in Windows 11.
  2. Windows zurücksetzen: Wenn nötig, ziehen Sie in Betracht, Windows 11 auf Werkseinstellungen zurückzusetzen. Achten Sie darauf, Ihre wichtigen Daten vorher zu sichern.
  3. Professionelle Hilfe suchen: In schweren Fällen könnte es sinnvoll sein, einen Fachmann zu konsultieren, um Hardware-Probleme auszuschließen.

Update-Ablauf verstehen und überwachen

Bevor sich ein Problem eindeutig einordnen lässt, hilft ein Blick auf den üblichen Ablauf eines größeren Systemupdates. Windows 11 lädt zunächst die notwendigen Dateien herunter, bereitet diese im Hintergrund vor und verschiebt anschließend viele Änderungen in die Phase des Neustarts. Je nach Umfang sind mehrere Reboots vorgesehen, etwa um unterschiedliche Komponenten nacheinander in einer gesicherten Umgebung zu aktualisieren. Diese Abschnitte laufen teilweise in der sogenannten WinRE-Umgebung ab, in der nur ein minimales System aktiv ist.

Um erkennen zu können, ob sich der Vorgang noch im Rahmen des normalen Verhaltens bewegt, lohnt sich die Beobachtung einiger typischer Merkmale. Ein geplanter Mehrfachneustart läuft in der Regel klar strukturiert ab und zeigt Zwischenschritte wie Installationsfortschritt, Konfigurationsphasen und kurze Momente mit schwarzem Bildschirm. Im Hintergrund werden oft Treiber, Sicherheitsfunktionen, der Bootloader und die Systemdateien des Kernsystems ausgetauscht. Besonders nach kumulativen Updates oder Funktionsupgrades sind zwei oder drei Reboots üblich, ohne dass ein Fehler vorliegt.

Zeichnet sich dagegen ein Muster aus häufigen, scheinbar endlosen Neustarts ab, sollte der Ablauf näher beobachtet werden. Hilfreich ist es, sich während des gesamten Prozesses Notizen zu machen: Wie oft startet der Rechner neu, tauchen sichtbare Fehlermeldungen auf, bleibt der Fortschritt bei einem bestimmten Prozentsatz hängen oder wiederholen sich identische Hinweise? Diese Informationen sind entscheidend, um später zielgerichtet in Protokollen und Diagnosewerkzeugen nach der Ursache zu suchen.

Windows selbst bietet mehrere Stellen, an denen der Update-Status eingesehen werden kann. Auch wenn der Rechner bereits wieder auf dem Desktop ist, lohnt sich der Blick in die Update-Verlaufsliste, da dort fehlgeschlagene Installationen, Zeitpunkte und eventuelle Fehlercodes aufgeführt werden. Damit lässt sich nachvollziehen, ob ein bestimmtes Paket wiederholt für Neustarts sorgt oder ob mehrere verschiedene Updates kurz hintereinander eingespielt wurden.

  • Einstellungen öffnen: Startmenü > Einstellungen > Windows Update.
  • Updateverlauf anzeigen: Im Bereich Windows Update auf Updateverlauf klicken.
  • Fehlercodes prüfen: Einträge mit dem Hinweis auf fehlgeschlagene Installationen und angezeigte Codes notieren.

Zeigt der Ablauf mehrere Wiederholungen des gleichen Pakets, weist dies häufig auf eine Störung während der Installationsphase hin. In solchen Fällen ist es sinnvoll, den Zeitpunkt des ersten Auftretens zu bestimmen und mögliche Änderungen an Treibern, Software oder Hardware drumherum zu überprüfen. Ein zeitlicher Zusammenhang mit neu installierter Sicherheitssoftware oder angepassten BIOS-Einstellungen kann wichtige Hinweise liefern.

Systemprotokolle nutzen, um die Ursache einzugrenzen

Die Ereignisanzeige von Windows liefert detaillierte Informationen zu Startvorgängen, Fehlern während der Updateinstallation und unerwarteten Neustarts. Das Werkzeug wirkt auf den ersten Blick technisch, erleichtert aber die genaue Zuordnung, ob es sich um normale Wartungsneustarts oder um Systemstörungen handelt. Entscheidend ist die Trennung zwischen geordneten Reboots, die von Windows selber geplant wurden, und Abstürzen, die beispielsweise auf Treiberprobleme, Speicherfehler oder beschädigte Systemdateien zurückgehen.

Ein strukturierter Blick in die Protokolle hilft bei der Diagnose:

  • Ereignisanzeige starten: Windows-Taste drücken, Ereignisanzeige eingeben und das angezeigte Programm öffnen.
  • Relevante Bereiche wählen: Unter Windows-Protokolle die Kategorien System und Anwendung auswählen.
  • Filter setzen: Im rechten Bereich Aktuelles Protokoll filtern wählen und nach Ereignisstufe Fehler und kritisch einschränken.

Für wiederholte Neustarts rund um ein Update sind vor allem Einträge mit den Quellen Kernel-Power, Service Control Manager, WindowsUpdateClient oder Upgrade-Installer interessant. Ein geplanter Neustart im Rahmen eines Updates hinterlässt meist Hinweise darauf, dass ein Wartungsvorgang angefordert wurde. Unerwartete Neustarts werden dagegen oft als kritisch markiert, teilweise zusammen mit dem Hinweis, dass das System zuvor nicht ordnungsgemäß heruntergefahren wurde.

Wer eine direkte Linie zwischen einem Updatepaket und ungewöhnlichen Neustarts ziehen möchte, kann zusätzlich die Zuverlässigkeitsüberwachung verwenden. Dieses Werkzeug stellt Systemereignisse in einer Zeitleiste dar und ist übersichtlich genug, um Fehler und Warnungen schnell zu erfassen.

  • Zuverlässigkeitsverlauf öffnen: Windows-Taste drücken, Zuverlässigkeit eingeben und Zuverlässigkeitsverlauf anzeigen auswählen.
  • Zeitraum prüfen: Auf den Zeitraum rund um das Update zoomen und nach roten Kreuzen oder gelben Warnsymbolen suchen.
  • Details einsehen: Ein Ereignis anklicken, um Informationen zu Fehlermodul, Fehlercode und betroffenen Programmen zu erhalten.

Erscheinen in dieser Ansicht wiederholt Fehler im Zusammenhang mit Windows Update, Treiberinstallationen oder Sicherheitssoftware, deutet das auf eine Störung im eigentlichen Wartungsprozess hin. In solchen Fällen lohnt es sich, vorübergehend unnötige Autostartprogramme zu deaktivieren und einen weiteren Updateversuch in einer schlankeren Systemumgebung zu wagen. Auch eventuelle Einträge zu fehlgeschlagenen Rollbacks oder fehlerhaften Wiederherstellungspunkten liefern wichtige Signale, dass der Updateprozess nicht regelgerecht abgeschlossen wurde.

Gezielte Reparaturmaßnahmen Schritt für Schritt durchführen

Wenn klar wird, dass die häufigen Neustarts nicht nur auf den geplanten Ablauf eines umfangreichen Updates zurückgehen, bietet Windows mehrere Werkzeuge zur Reparatur des Update-Systems und der Kernkomponenten. Ein sinnvoller Ansatz besteht darin, zuerst weniger eingreifende Maßnahmen auszuschöpfen und sich dann systematisch zu tieferen Eingriffen vorzuarbeiten. Auf diese Weise bleibt das Risiko für Datenverlust gering und der Aufwand überschaubar.

Im ersten Schritt sollte der integrierte Update-Problembehandler genutzt werden. Dieses Tool überprüft automatisch wichtige Dienste, Neustartanforderungen und zwischengespeicherte Dateien, die Updates behindern können.

  • Einstellungen öffnen und zum Bereich System wechseln.
  • Unter dem Punkt Problembehandlung den Eintrag Weitere Problembehandlungen auswählen.
  • Windows Update wählen und den Assistenten durchlaufen lassen.

Findet das Werkzeug Probleme, werden diese in vielen Fällen direkt behoben oder es erscheinen Hinweise auf weitere notwendige Schritte. Bleibt der Effekt aus, lohnt sich ein Blick auf den Update-Cache. Beschädigte oder unvollständig gespeicherte Pakete führen häufig dazu, dass Windows dieselben Dateien bei jedem Neustart erneut zu installieren versucht.

Zum Zurücksetzen der Update-Komponenten bietet sich ein Vorgehen an, bei dem entsprechende Dienste kurzzeitig gestoppt, alte Dateien entfernt und anschließend die Dienste wieder gestartet werden:

  1. Eingabeaufforderung oder PowerShell mit Administratorrechten öffnen.
  2. Die Dienste Windows Update, Intelligenter Hintergrundübertragungsdienst und Kryptografiedienste nacheinander stoppen.
  3. Die Ordner für zwischengespeicherte Update-Dateien leeren, typischerweise SoftwareDistribution und Catroot2.
  4. Die zuvor gestoppten Dienste wieder starten und den Rechner neu booten.

Da sich Pfade und Dienstnamen im Detail unterscheiden können, empfiehlt es sich, während der Eingabe genau auf Rückmeldungen der Konsole zu achten. Fehlermeldungen beim Stoppen oder Starten der Dienste weisen auf tieferliegende Systemprobleme hin, die mit Bordmitteln wie DISM und SFC weiter untersucht werden können.

Eine Prüfung und Reparatur der Systemdateien erfolgt sinnvollerweise in zwei Schritten. Zuerst wird das Systemabbild überprüft und bei Bedarf repariert, anschließend kümmert sich der Systemdatei-Checker um beschädigte oder fehlende Dateien.

  • PowerShell oder Eingabeaufforderung mit Administratorrechten starten.
  • Den Befehl zum Überprüfen des Systemabbilds ausführen und den Abschluss abwarten.
  • Anschließend den Systemdatei-Checker laufen lassen, der gefundene Inkonsistenzen behebt.

Nach Abschluss dieser Maßnahmen sollte ein weiterer Versuch erfolgen, das Update einzuspielen. Dabei hilft es, alle nicht zwingend benötigten Geräte vom Rechner zu trennen, insbesondere USB-Festplatten, Drucker, ältere Peripherie und eventuell sogar zusätzliche Monitore. Jede Reduktion potenzieller Störfaktoren erhöht die Chance, dass der Updatevorgang ohne erneute Neustartschleife durchläuft.

Erweiterte Lösungen von Inplace-Upgrade bis Zurücksetzen

Bleiben die mehrfachen Neustarts trotz aller bisherigen Schritte bestehen, stehen noch umfangreichere Optionen zur Verfügung, die tief in das System eingreifen, jedoch in vielen Fällen ein instabiles Setup wieder in einen nutzbaren Zustand bringen. Eine häufig sehr wirkungsvolle Methode ist ein sogenanntes Inplace-Upgrade. Dabei wird Windows über das bestehende System hinweg neu installiert, wobei Anwendungen und persönliche Daten erhalten bleiben. Beschädigte Systemkomponenten und fehlerhafte Update-Bestandteile werden dabei durch frische Dateien ersetzt.

Für dieses Vorgehen wird typischerweise ein Installationsmedium oder ein aktuelles Abbild benötigt. Anschließend wird die Setup-Datei direkt aus dem laufenden System aufgerufen. Wichtig ist, während des Assistenten die Option zum Beibehalten persönlicher Daten und installierter Programme zu wählen. Nach Abschluss dieser Reparaturinstallation führt Windows mehrere geplante Neustarts durch, beendet den Vorgang allerdings normalerweise in einem konsistenten Zustand. Da bei diesem Schritt tiefgreifende Änderungen vorgenommen werden, sollte vorher eine Sicherung wichtiger Daten erstellt werden.

Kommt ein Inplace-Upgrade nicht infrage oder löst das Problem nicht, bietet Windows mehrere Wiederherstellungsoptionen, die über die erweiterten Starteinstellungen erreichbar sind. Sie eignen sich besonders dann, wenn sich das System bereits in einer Art Neustartschleife befindet und kaum noch ein normaler Desktop erreicht werden kann. In dieser Situation kann etwa eine Systemwiederherstellung zu einem Punkt vor dem fehlgeschlagenen Update helfen, vorausgesetzt, solche Wiederherstellungspunkte wurden erstellt.

  • Beim Startvorgang mehrmals den Einschaltvorgang unterbrechen, bis die automatische Reparaturumgebung erscheint.
  • Dort Erweiterte Optionen wählen und zum Menü für Systemwiederherstellung oder Starthilfe navigieren.
  • Einen Wiederherstellungspunkt wählen, der zeitlich vor den auffälligen Neustarts liegt.

Eine weitere Möglichkeit stellt die Funktion Diesen PC zurücksetzen dar. Sie setzt Windows auf einen frischen Zustand zurück und bietet die Wahl, persönliche Dateien zu behalten oder vollständig zu löschen. Programme müssen anschließend neu installiert werden. Diese Maßnahme eignet sich vor allem dann, wenn der Verdacht besteht, dass tiefgreifende Konfigurationsfehler, inkompatible Software oder umfangreiche Systembeschädigungen den Updateprozess dauerhaft stören.

Zusätzlich zum Umgang mit dem vorhandenen System sollte immer auch die Hardwareebene berücksichtigt werden. Wiederholte Neustarts während hoher Last können auf Spannungsprobleme, defekten Arbeitsspeicher oder eine alternde SSD hinweisen. Ein Blick in Firmware-Einstellungen des Mainboards, Überprüfung der Speicherriegel mit einem Diagnosetool und gegebenenfalls ein Test mit einem anderen Netzteil können klären, ob nicht doch eine physische Komponente die Stabilität gefährdet. Erst wenn sowohl die Software- als auch die Hardwareseite überprüft wurden, lässt sich zuverlässig beurteilen, ob die beobachteten Neustarts lediglich Teil des vorgesehenen Sicherheitsprozesses oder Ausdruck eines echten Problems sind.

Häufige Fragen zu Windows 11 Update Problemen

Wie erkenne ich, ob mehrere Neustarts beim Update noch normal sind?

Ein typisches Funktionsupdate kann zwei bis drei automatische Neustarts auslösen, meist mit klaren Fortschrittsanzeigen und ohne Fehlermeldung. Wird der Rechner jedoch in einer Endlosschleife neu gestartet, bleibt lange bei denselben Prozentwerten stehen oder meldet wiederholt einen fehlgeschlagenen Installationsversuch, liegt meist ein Fehler vor.

Was kann ich tun, wenn Windows 11 bei 0 %, 20 % oder 100 % hängen bleibt und danach neu startet?

In diesem Fall lohnt sich zuerst ein Blick in die Windows-Update-Problembehandlung, die Sie über die Systemeinstellungen unter Update und Sicherheit aufrufen. Bleibt das Verhalten bestehen, sollten Sie Systemdateien mit den Befehlen sfc /scannow und DISM in einer als Administrator gestarteten Eingabeaufforderung prüfen und beschädigte Komponenten reparieren lassen.

Sind mehrere Neustarts nach einem Funktionsupdate immer ein Sicherheitsrisiko?

Mehrere Neustarts sind zunächst ein normaler Teil des Installationsprozesses, weil Windows Komponenten und Treiber in mehreren Schritten austauscht. Erst wenn Fehlermeldungen auftreten, das System ungewöhnlich langsam reagiert oder sich Treiber dauerhaft verabschieden, entsteht ein echtes Risiko für Stabilität und Datensicherheit.

Wie kann ich verhindern, dass ein fehlerhaftes Update immer wieder neu installiert wird?

Deaktivieren Sie zunächst die automatische Installation dieses Updates, indem Sie in den erweiterten Windows-Update-Einstellungen eine zeitweise Pausierung wählen oder problematische Updates über die Update-Historie deinstallieren. Anschließend können Sie mithilfe des Microsoft-Tools zum Ausblenden von Updates dafür sorgen, dass genau dieses Paket vorerst nicht mehr angeboten wird.

Welche Rolle spielen Treiber bei Update-Problemen und Neustart-Schleifen?

Veraltete oder inkompatible Treiber können dafür sorgen, dass neue Systemkomponenten nicht richtig geladen werden und Windows nach einem Neustart automatisch zum letzten funktionsfähigen Stand zurückkehrt. Sie sollten deshalb insbesondere Grafik-, Chipsatz- und Storage-Treiber über den Geräte-Manager oder direkt beim Hersteller aktualisieren und anschließend das Update erneut anstoßen.

Wie prüfe ich, ob Sicherheitssoftware meine Windows-Updates blockiert?

Deaktivieren Sie testweise Echtzeitschutzfunktionen von Drittanbieter-Sicherheitsprogrammen, nachdem Sie sich vom Internet getrennt und alle wichtigen Daten gespeichert haben. Wenn das Update danach ohne weitere Neustartserie durchläuft, sollten Sie die Sicherheitslösung aktualisieren oder mittelfristig auf die integrierte Windows-Sicherheitslösung umsteigen.

Welche Schritte helfen, wenn zu wenig Speicherplatz für das Update verfügbar ist?

Über Einstellungen und System können Sie die Speicherverwaltung und die Bereinigung aufrufen, um temporäre Dateien, alte Windows-Versionen und nicht mehr benötigte optionale Features zu entfernen. Zusätzlich bietet sich an, große Daten wie Videos oder ISO-Dateien auf eine externe Festplatte auszulagern und danach die Update-Installation erneut zu versuchen.

Wie kann ich Update-Probleme mit einem Inplace-Upgrade von Windows 11 beheben?

Beim Inplace-Upgrade starten Sie die Setup-Datei eines aktuellen Windows-11-Installationsmediums direkt aus dem laufenden System heraus und wählen die Option zum Beibehalten Ihrer persönlichen Dateien und Apps. Diese Vorgehensweise ersetzt beschädigte Systemkomponenten, ohne Ihre Programme zu löschen, und beseitigt häufig hartnäckige Neustart-Schleifen bei der Update-Installation.

Wann sollte ich das System per Wiederherstellungspunkt zurücksetzen?

Ein Wiederherstellungspunkt ist sinnvoll, wenn das Problem unmittelbar nach einem Update aufgetreten ist und Sie einen passenden Systemstand kurz davor besitzen. Über die Systemwiederherstellung lassen sich Registry-Einträge und Systemdateien auf diesen früheren Stand zurücksetzen, während Ihre persönlichen Dateien in der Regel erhalten bleiben.

Wie kann ich erkennen, welches Update die Probleme auslöst?

In den Windows-Update-Einstellungen finden Sie eine Update-Historie, in der jedes installierte Paket mit Datum und Kennung aufgeführt ist. Tritt das Verhalten seit einem bestimmten Eintrag auf, können Sie dieses Paket gezielt deinstallieren und prüfen, ob sich die Zahl der Neustarts danach wieder normalisiert.

Was mache ich, wenn sich Windows wegen der Neustarts nicht mehr richtig starten lässt?

In diesem Fall hilft die automatische Reparaturumgebung, die Sie nach mehreren fehlgeschlagenen Starts erreicht haben, oder ein bootfähiger Installationsdatenträger von Windows 11. Dort können Sie Startreparaturen anstoßen, Systemwiederherstellungspunkte nutzen oder zur Not eine Neuinstallation planen, bei der Sie zuvor wichtige Daten sichern sollten.

Können beschädigte Systemdateien auch ohne Neuinstallation repariert werden?

Ja, die integrierten Werkzeuge Systemdatei-Überprüfung und DISM können viele Beschädigungen zuverlässig beheben. Führen Sie dazu nacheinander die Befehle sfc /scannow sowie DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth in einer administrativen Eingabeaufforderung aus und starten Sie das System im Anschluss neu.

Fazit

Mehrere Neustarts während eines größeren Windows-11-Updates gehören in vielen Fällen zum vorgesehenen Ablauf, dürfen aber nicht in einer endlosen Schleife münden. Mit systematischen Prüfungen von Update-Historie, Treibern, Sicherheitssoftware und Systemdateien lassen sich echte Probleme zielgerichtet eingrenzen und beheben. Wer die beschriebenen Schritte nachvollzieht, reduziert das Risiko für Update-Störungen deutlich und sorgt dafür, dass zukünftige Aktualisierungen deutlich ruhiger ablaufen.

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