Windows 11 Multi-Monitor-Probleme nach Update: Skalierung richtig einstellen

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 30. April 2026, zuletzt aktualisiert: 30. April 2026

Skalierungsfehler nach einem Windows-Update entstehen meist, weil Windows 11 die Auflösung, DPI-Skalierung oder die Reihenfolge der Bildschirme neu erkannt hat. Die Probleme lassen sich in vielen Fällen lösen, indem du die Anzeigeeinstellungen für jeden Monitor einzeln prüfst und Auflösung, Skalierung und Anordnung systematisch anpasst.

Wenn Symbole auf einem Monitor riesig und auf dem anderen winzig sind, Fenster auf dem falschen Bildschirm landen oder die Taskleiste verschoben wirkt, liegt das fast immer an fehlerhaft übernommenen Skalierungswerten oder Treiberanpassungen. Mit ein paar gezielten Schritten bekommst du die Darstellung wieder sauber synchronisiert.

Typische Symptome nach einem Windows-Update

Viele Nutzer merken nach einem Systemupdate erst beim Arbeiten, dass die Multi-Monitor-Umgebung nicht mehr stimmig ist. Die Symptome wirken unterschiedlich, haben aber meist dieselben Ursachen.

Häufige Anzeichen:

  • Auf einem Monitor ist alles extrem klein, auf dem anderen deutlich zu groß.
  • Fenster verschieben sich beim Maximieren auf einen anderen Bildschirm.
  • Text wirkt auf einem Display unscharf oder verwaschen.
  • Die Mausgeschwindigkeit fühlt sich je nach Monitor „anders“ an.
  • Programme öffnen immer auf dem falschen Bildschirm.
  • Die Taskleiste erscheint plötzlich nur noch auf einem Monitor oder an ungewohnter Position.

All diese Effekte hängen eng mit Auflösung, Skalierung (DPI), Bildwiederholrate und der Reihenfolge der Monitore zusammen. Nach großen Funktionsupdates passt Windows 11 diese Einstellungen manchmal neu an, insbesondere wenn unterschiedliche Monitortypen im Spiel sind.

Warum Updates Multi-Monitor-Skalierung durcheinanderbringen

Windows 11 versucht, Monitore automatisch optimal zu erkennen und anzusteuern. Dabei spielen Treiberversionen, EDID-Daten (Identifikationsdaten des Monitors) und die Einstellungen der Grafikkarte eine Rolle.

Nach einem Update ändert sich oft der Grafiktreiber oder die Art, wie Windows interne und externe Displays priorisiert. Es kann vorkommen, dass:

  • Standardwerte für die Skalierung zurückgesetzt wurden.
  • Windows die physische Größe des Monitors neu interpretiert und deshalb andere DPI-Werte vorschlägt.
  • Voreinstellungen des Grafikkarten-Treibers (Nvidia, AMD, Intel) überschrieben oder neu ausgelesen wurden.
  • Die Reihenfolge der Anschlüsse (HDMI, DisplayPort, USB-C) neu bewertet wurde.

Besonders heikel sind Setups mit einem hochauflösenden 4K-Monitor neben einem Full-HD-Display oder einer Mischung aus internem Laptop-Panel und einem großen externen Bildschirm. Hier wählt Windows häufiger neue Standard-Skalierungen, um Text lesbar zu halten, was zu Unterschieden zwischen den Monitoren führt.

Grundlage: Auflösung und Skalierung richtig verstehen

Damit die Korrektur gelingt, hilft es, die beiden Kernbegriffe auseinanderzuhalten: Auflösung und Skalierung. Beide arbeiten zusammen, bestimmen aber unterschiedliche Aspekte der Darstellung.

Die Auflösung gibt an, wie viele Pixel der Monitor verwendet, zum Beispiel 1920 × 1080 (Full HD) oder 3840 × 2160 (4K). Sie sollte bei jedem Monitor in der Regel auf den nativen Wert eingestellt sein, denn nur dann ist das Bild scharf.

Die Skalierung (oft als Prozentwert dargestellt, etwa 100 %, 125 %, 150 %) legt fest, wie groß Elemente wie Text, Symbole und Fenster auf diesem Pixelraster erscheinen. Höhere Skalierung vergrößert alles, ohne die Anzahl der Bildpunkte zu ändern.

Für jeden Monitor gilt:

  • Auflösung auf den empfohlenen (nativen) Wert einstellen.
  • Skalierung so wählen, dass Text und Symbole angenehm lesbar sind.
  • Auf Misch-Skalierungen achten, wenn Monitore stark unterschiedliche DPI-Werte haben.

Alle Monitore einzeln prüfen: Zentrale Anzeigeeinstellungen

Der wichtigste Ort für eine systematische Korrektur ist die Anzeigeverwaltung von Windows. Dort legst du für jeden Bildschirm Auflösung und Skalierung getrennt fest.

Anleitung
1Rechtsklick auf eine freie Stelle auf dem Desktop.
2„Anzeigeeinstellungen“ öffnen.
3Unter „Mehrere Bildschirme“ warten, bis alle Monitore angezeigt werden.
4Jeden Monitor der Reihe nach anklicken und Auflösung sowie Skalierung prüfen.

Eine sinnvolle Abfolge sieht so aus:

  1. Rechtsklick auf eine freie Stelle auf dem Desktop.
  2. „Anzeigeeinstellungen“ öffnen.
  3. Unter „Mehrere Bildschirme“ warten, bis alle Monitore angezeigt werden.
  4. Jeden Monitor der Reihe nach anklicken und Auflösung sowie Skalierung prüfen.

Im Bereich „Skalierung & Layout“ legst du zuerst die empfohlene Auflösung fest. Danach wählst du bei „Skalierung“ einen Wert, der zur physischen Monitorgröße und Sitzentfernung passt. Bei einem 27-Zoll-4K-Monitor funktioniert zum Beispiel häufig 150 %, bei einem 24-Zoll-Full-HD-Display dagegen eher 100 %.

Monitore zuweisen und Reihenfolge anpassen

Die korrekte Reihenfolge der Monitore im Layout ist entscheidend dafür, dass die Mausbewegung und Fensterpositionen logisch wirken. Wenn der virtuelle Aufbau nicht zur Realität passt, wirkt die Bedienung ungenau und anstrengend.

Im Bereich „Anzeigeeinstellungen“ zeigt Windows oben eine schematische Anordnung der Monitore mit Nummern (1, 2, 3 …). Du kannst diese Kästchen mit der Maus verschieben, bis die Anordnung zu deinen physischen Bildschirmen passt.

Die praktischste Vorgehensweise ist:

  • Verwende die Schaltfläche „Identifizieren“, um zu sehen, welcher echte Monitor welcher Nummer entspricht.
  • Ziehe die Monitorfelder so, dass links, rechts, oben und unten zur tatsächlichen Aufstellung passen.
  • Achte darauf, dass die Höhenkanten stimmen, damit die Maus nicht „springen“ muss.

Der Monitor, der als „Hauptanzeige“ markiert ist, erhält Startmenü, Standard-Taskleiste und die meisten neuen Fenster. Diesen Bildschirm kannst du ebenfalls in den Anzeigeeinstellungen gezielt wählen.

Individuelle Skalierung für jeden Monitor wählen

Windows 11 erlaubt unterschiedliche Skalierungswerte für jeden Bildschirm. Das ist wichtig, wenn du eine Mischung aus hochauflösenden und klassischen Monitoren verwendest, weil ein einheitlicher Wert selten gut passt.

Um die Skalierung zu justieren, wählst du in den Anzeigeeinstellungen zuerst den jeweiligen Monitor aus und änderst dann den Skalierungswert. Empfohlene Werte basieren auf den vom Monitor gemeldeten DPI-Informationen, sind aber nicht zwingend ideal für deine Augen.

Ein möglicher Ansatz:

  • Laptop-Display mit hoher Auflösung (z. B. 13–15 Zoll, 2K oder 4K): häufig 150–200 % Skalierung.
  • Externer Full-HD-Monitor (24–27 Zoll): meist 100–125 % Skalierung.
  • Großer 4K-Monitor (27–32 Zoll): oft 125–150 % Skalierung.

Wichtig ist, nach jeder Änderung Fenster zu verschieben und Text in verschiedenen Anwendungen zu prüfen. Wenn Symbole auf einem Monitor deutlich größer als auf dem anderen wirken, kannst du die Werte schrittweise angleichen, bis der Übergang angenehmer wirkt.

Fenster verhalten sich seltsam zwischen den Monitoren

Nach Updates kommt es oft vor, dass Fenster auf einen anderen Monitor springen, beim Maximieren die falsche Größe annehmen oder im Übergang zwischen Displays kurz flackern. Diese Effekte hängen eng mit DPI-Skalierung und der sogenannten DPI-Bewusstheit der einzelnen Programme zusammen.

Windows versucht, beim Verschieben eines Fensters zwischen Monitoren die Inhalte an den jeweiligen Skalierungswert anzupassen. Auf einem Monitor mit 150 % Skalierung werden Elemente anders berechnet als auf einem mit 100 %. Manche älteren Programme kommen damit nur mäßig zurecht.

Hilfreich ist es, eine Schrittfolge zu nutzen:

  1. Stelle zuerst sicher, dass alle Monitore die korrekte native Auflösung verwenden.
  2. Wähle dann für alle Monitore sinnvolle, stabile Skalierungswerte.
  3. Starte die betroffenen Programme neu, nachdem du die Skalierung geändert hast.
  4. Melde dich im Zweifel einmal unter Windows ab und wieder an, damit alle DPI-Einstellungen neu geladen werden.

Wenn ein bestimmtes Programm weiterhin unsaubere Darstellung zeigt, lässt sich für dieses einzelne Programm eine eigene DPI-Behandlung vergeben, indem du die Eigenschaften der EXE-Datei anpasst.

Programmdarstellung anpassen: DPI-Einstellungen pro Anwendung

Einige Anwendungen sehen auf einem Monitor gestochen scharf und auf einem anderen unscharf aus. Das deutet auf ein Zusammenspiel zwischen Programm und unterschiedlichen DPI-Werten hin.

Du kannst für jede ausführbare Datei eine eigene DPI-Behandlung definieren:

  • Rechtsklick auf die Verknüpfung oder EXE-Datei des Programms.
  • „Eigenschaften“ öffnen.
  • Zum Reiter „Kompatibilität“ wechseln.
  • Auf „Hohe DPI-Einstellungen ändern“ klicken.
  • Bei Bedarf „Hohe DPI-Skalierung überschreiben“ aktivieren und „Anwendung“ oder „System (erweitert)“ testen.

Die Option „Anwendung“ sorgt dafür, dass das Programm seine eigene Skalierung nutzt, was meist die schärfste Darstellung bietet, sofern die Software damit umgehen kann. „System (erweitert)“ kann bei älterer Software helfen, die sonst verschwommen wirkt.

Treiberprobleme nach dem Update ausschließen

Grafiktreiber spielen in Mehrmonitor-Umgebungen eine zentrale Rolle. Nach einem großen Windows-Update kann eine neue Treiberversion installiert worden sein, die bestimmte Einstellungen zurücksetzt oder anders interpretiert.

Ein erster Blick gilt dem Gerätemanager:

  • Rechtsklick auf das Startsymbol.
  • „Geräte-Manager“ wählen.
  • Unter „Grafikkarten“ prüfen, ob Warnsymbole angezeigt werden.
  • Treiber über „Treiber aktualisieren“ oder den Hersteller-Assistenten auf einen stabilen Stand bringen.

Viele Hersteller bieten eine eigene Software (etwa Control Panels oder Experience-Tools), mit der sich Mehrmonitor-Einstellungen zusätzlich verwalten lassen. Wenn Windows-Einstellungen ignoriert wirken, lohnt sich ein Blick in diese Steuerzentren, weil dort manchmal Skalierungs- oder Overscan-Optionen aktiviert sind.

Unterschiedliche Monitortypen sinnvoll kombinieren

Beim Arbeiten mit verschiedenen Panelgrößen und Auflösungen entstehen leicht sichtbare Unterschiede in der Darstellung. Ein kleines, hochauflösendes Notebookdisplay wirkt neben einem großen 1080p-Monitor völlig anders, auch wenn beide ordentlich eingerichtet sind.

Um den Alltag angenehmer zu gestalten, hilft ein durchdachtes Setup:

  • Lege den Monitor mit der besten Schärfe und Farbdarstellung als Hauptanzeige fest.
  • Nutze den zweiten Monitor eher für Nebenfenster, Chat, E-Mail oder Dokumente.
  • Vermeide es, ständig dieselben Fenster zwischen sehr unterschiedlichen DPI-Displays hin- und herzuschieben.

Gerade bei kreativen Aufgaben wie Bildbearbeitung oder Videoschnitt solltest du auf einem klar definierten Hauptmonitor arbeiten, um Farbtreue und Schärfe nachvollziehbar zu halten.

Mauszeiger und Taskleiste zwischen Monitoren im Griff behalten

Ein weiterer Effekt von geänderter Skalierung ist ein subjektiv „unlogisches“ Verhalten des Mauszeigers oder der Taskleiste. Wenn die Monitorränder im Layout nicht korrekt zueinander ausgerichtet sind, scheint der Zeiger beim Wechsel von einem Monitor auf den anderen versetzt anzukommen.

Den Ausrichtungsfehler behebst du, indem du die Monitorkacheln in den Anzeigeeinstellungen so verschiebst, dass die Ober- oder Unterkanten exakt auf einer Linie liegen. Dann bewegt sich der Zeiger beim horizontale Wechsel sauber auf derselben Höhe.

Die Taskleiste lässt sich über die Einstellungen „Personalisierung“ und „Taskleiste“ zusätzlich anpassen. Je nach Windows-Version kannst du auswählen, auf welchen Monitoren die Taskleiste angezeigt wird und wie sich Schaltflächen bei mehreren Bildschirmen verhalten.

Wann ein Ab- und Anstecken der Kabel hilft

Es klingt simpel, löst aber erstaunlich viele Probleme: das physische Trennen und erneute Verbinden der Monitorkabel. Windows liest dann die Monitorinformationen neu ein und kann skalierungsrelevante Daten aktualisieren.

Beim Umgang mit den Anschlüssen ist es sinnvoll, den Rechner kurz in den Standby-Modus zu schicken oder ganz herunterzufahren, bevor Kabel gezogen oder umgesteckt werden. Anschließend startest du das System neu und prüfst erneut die Anzeigeeinstellungen.

Gerade bei Dockingstationen, USB-C-Hubs und Adaptern über HDMI oder DisplayPort sorgt eine Neuinitialisierung häufig dafür, dass alle Monitore wieder mit den richtigen Auflösungs- und DPI-Daten erkannt werden.

Skalierung im Alltag testen: Drei typische Situationen

Ob die Einstellungen wirklich praxistauglich sind, zeigt sich erst bei typischen Arbeitsabläufen. Drei Alltagsszenarien helfen, die Skalierung fein abzustimmen.

Office-Arbeit mit zwei Bildschirmen

Viele nutzen einen Monitor für Dokumente oder Tabellen und den anderen für E-Mails oder Recherche. Hier fällt vor allem auf, wenn Text auf einem Monitor deutlich kleiner erscheint als auf dem anderen.

Um das zu verbessern, öffnest du auf beiden Bildschirmen dasselbe Dokument mit identischer Zoomstufe und vergleichst die Lesbarkeit. Dann passt du schrittweise die Skalierung jedes Monitors an, bis die Textgröße subjektiv zueinander passt, auch wenn die Zahl in Prozent sich unterscheidet.

Gaming auf einem Monitor, Anwendungen auf dem anderen

Wer spielt, nutzt oft einen Hauptmonitor für das Spiel und einen zweiten Monitor für Chat, Browser oder Monitoring-Tools. Nach Updates können Spiele im Vollbildmodus auf dem falschen Monitor starten oder das Seitenverhältnis nicht mehr passen.

In diesen Fällen lohnt ein Blick in die Anzeigeeinstellungen und die Optionen des Spiels. Stelle sicher, dass der Gaming-Monitor als Hauptanzeige markiert ist und im Spielmenü explizit ausgewählt wird. Bei Problemen mit der Auflösung hilft es, Vollbild- und Fenstermodi zu wechseln und Skalierung im Treiber zu kontrollieren.

Laptop unterwegs und im Dock

Wer ein Notebook mal allein und mal im Dock mit mehreren Monitoren nutzt, erlebt häufig Sprünge in der Fensterposition oder geänderte Skalierung beim An- und Abstecken. Windows merkt sich die Layouts, kann sie aber nicht immer perfekt wiederherstellen.

Eine bewährte Strategie: Erst alle wichtigen Programme schließen, das Gerät vom Dock trennen oder anschließen und anschließend neu anmelden. Danach stellst du die Skalierung in der typischen Stationär-Situation ein und änderst sie unterwegs nur, wenn es wirklich nötig ist.

Erweiterte Einstellungen für erfahrene Nutzer

Wer noch tiefer einsteigen möchte, kann einige zusätzliche Stellschrauben nutzen, um Skalierungsprobleme in Spezialfällen zu entschärfen. Diese Eingriffe richten sich eher an Anwender, die sich mit System- und Treibereinstellungen wohler fühlen.

Ein Ansatz ist der Umgang mit benutzerdefinierter Skalierung. In den Anzeigeeinstellungen lässt sich häufig ein eigener Skalierungswert eintragen, beispielsweise 110 % statt der angebotenen Stufen. Das kann helfen, wenn die Standardwerte alle nicht ideal sind.

Allerdings kann benutzerdefinierte Skalierung Auswirkungen auf alle Monitore haben und erfordert manchmal eine Ab- und Anmeldung, bevor alles korrekt dargestellt wird. Wer häufiger zwischen verschiedenen Arbeitsplätzen wechselt, sollte diese Option nur gezielt einsetzen.

Wann ein Rollback oder Systemwiederherstellung sinnvoll ist

In seltenen Fällen verschlechtert sich das Mehrmonitorverhalten nach einem Update so deutlich, dass auch umfangreiche Einstellungsversuche keine zufriedenstellende Lösung bringen. Dann stellt sich die Frage, ob eine Rückkehr zu einem früheren Systemzustand infrage kommt.

Windows bietet in bestimmten Zeiträumen nach einem Funktionsupdate die Möglichkeit, zur vorherigen Version zurückzukehren. Zusätzlich können Systemwiederherstellungspunkte helfen, auf einen Stand mit funktionierender Skalierung zurückzuspringen.

Vor solchen Schritten lohnt es, die eigenen Daten zu sichern und sich bewusst zu machen, dass auch andere Änderungen seit dem Wiederherstellungspunkt verloren gehen können. Wer produktiv auf ein stabiles Multi-Monitor-Setup angewiesen ist, kann diesen Weg trotzdem in Betracht ziehen, wenn alle anderen Einstellungen keinen gangbaren Zustand ergeben.

Häufige Fragen zur Multi-Monitor-Skalierung in Windows 11

Warum sieht nach einem Update plötzlich alles unterschiedlich groß aus?

Nach einem größeren System-Update setzt Windows 11 Skalierungswerte gelegentlich neu, besonders bei Mischungen aus Full-HD- und 4K-Displays oder unterschiedlichen DPI-Stufen. Die Größe der Elemente passt dann nicht mehr zueinander, bis Sie für jeden Monitor die Skalierung gezielt prüfen und anpassen.

Wie finde ich schnell heraus, welche Skalierung gerade auf meinen Monitoren aktiv ist?

Öffnen Sie die Einstellungen und wechseln Sie zu System und Anzeige, dort sehen Sie Ihre Bildschirme mit Nummern dargestellt. Wählen Sie nacheinander jeden Monitor aus und lesen Sie unter Skalierung und Layout den eingestellten Prozentsatz ab.

Welche Skalierungswerte empfehlen sich bei Full-HD- und 4K-Monitoren?

Für viele Nutzer funktioniert bei einem Full-HD-Monitor eine Skalierung von 100 Prozent in Verbindung mit der nativen Auflösung sehr gut. Ein 4K-Monitor wirkt meist angenehmer bei 125 oder 150 Prozent, wobei Sie sich an der Lesbarkeit von Texten und der Größe von Bedienelementen orientieren sollten.

Was kann ich tun, wenn einzelne Programme trotz richtiger Monitoreinstellungen unscharf erscheinen?

In diesem Fall greifen oft ältere DPI-Routinen der Anwendung, die nicht optimal mit Windows 11 zusammenarbeiten. Öffnen Sie die Eigenschaften der jeweiligen Programmverknüpfung, wechseln Sie zum Reiter Kompatibilität und aktivieren Sie unter hoher DPI-Einstellungen anpassen eine Anwendung oder Systemoption, die das Bild deutlich verbessert.

Weshalb verschieben sich Fenster beim An- und Abstöpseln meiner Monitore?

Beim Wechsel der Displaykonfiguration berechnet Windows die verfügbare Bildschirmfläche neu und ordnet Fenster auf die verbleibenden Monitore um. Reduzieren lässt sich dieses Verhalten, indem Sie die bevorzugte Anzeige als Hauptbildschirm definieren und die Option zur Anordnung von Fenstern im Multitasking-Bereich der Einstellungen feinjustieren.

Wie verhindere ich, dass der Mauszeiger auf dem „falschen“ Monitor hängenbleibt oder verloren geht?

Eine sinnvolle Reihenfolge und korrekte Ausrichtung der Monitore im Anzeige-Menü erleichtert die Orientierung des Mauszeigers enorm. Ziehen Sie die Monitor-Symbole so, dass die Position deren realer Aufstellung entspricht, und achten Sie darauf, ober- und untere Kanten möglichst bündig auszurichten.

Hilft ein neuer Grafikkartentreiber bei Skalierungsproblemen nach Updates?

Ein aktueller Treiber behebt häufig Darstellungsfehler, die durch Unterschiede zwischen altem Treiberstand und neuer Windows-Version entstehen. Prüfen Sie daher mit dem Tool Ihres Grafikkartenherstellers oder über den Geräte-Manager, ob eine neuere Version verfügbar ist, und testen Sie danach die Multi-Monitor-Skalierung erneut.

Was kann ich tun, wenn ein älterer Monitor mit einem neuen 4K-Display nicht harmoniert?

Stellen Sie zunächst sicher, dass beide Bildschirme mit ihren nativen Auflösungen laufen und passen Sie dann Schritt für Schritt die Skalierungswerte an, bis Sie einen brauchbaren Mittelweg finden. In manchen Fällen hilft es zusätzlich, den älteren Monitor als Zweitbildschirm für statische Inhalte zu nutzen und den hochauflösenden Schirm als Hauptanzeige einzurichten.

Gibt es eine Möglichkeit, Text und Symbole nur leicht zu vergrößern, ohne die Skalierung stark zu verändern?

In den Anzeigeeinstellungen können Sie neben der allgemeinen Skalierung auch spezielle Text- und Elementgrößen beeinflussen, etwa über die Barrierefreiheitsoptionen für Textgröße. So erhalten Sie etwas größere Schriften, ohne dass Programmlinien und Fensterrahmen übermäßig wachsen.

Wie teste ich, ob meine Einstellungen alltagstauglich sind?

Öffnen Sie die Anwendungen, die Sie am häufigsten verwenden, und ziehen Sie Fenster zwischen den Monitoren hin und her, um Schriftbild, Symbolgrößen und Fensterverhalten zu prüfen. Wenn Sie nach einigen Minuten Arbeit ohne Nachjustieren zurechtkommen, passen die gewählten Skalierungswerte in der Regel gut zu Ihrem Setup.

Wann lohnt sich die Rückkehr zu einem früheren Systemstand, wenn die Darstellung nicht stimmt?

Eine Systemwiederherstellung ist erst dann sinnvoll, wenn Sie alle verfügbaren Einstellungen für Anzeige, Skalierung, Treiber und Programme ausprobiert haben und weiterhin deutliche Einschränkungen bestehen. Vorher sollten Sie alle Monitoreinstellungen sorgfältig dokumentieren, damit Sie nach einem möglichen Rollback zielgerichtet nachjustieren können.

Fazit

Mit den passenden Skalierungs- und Auflösungseinstellungen lassen sich Darstellungsprobleme auf mehreren Monitoren unter Windows 11 zuverlässig beheben. Wenn Sie systematisch vorgehen, jeden Bildschirm einzeln prüfen und bei Bedarf auch die DPI-Optionen einzelner Anwendungen anpassen, entsteht ein stimmiges Gesamtbild. Ergänzend sorgen aktuelle Treiber und eine durchdachte Anordnung der Displays dafür, dass Mauszeiger, Fenster und Taskleiste zuverlässig dort landen, wo Sie sie erwarten.

Checkliste
  • Auf einem Monitor ist alles extrem klein, auf dem anderen deutlich zu groß.
  • Fenster verschieben sich beim Maximieren auf einen anderen Bildschirm.
  • Text wirkt auf einem Display unscharf oder verwaschen.
  • Die Mausgeschwindigkeit fühlt sich je nach Monitor „anders“ an.
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  • Die Taskleiste erscheint plötzlich nur noch auf einem Monitor oder an ungewohnter Position.

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