Windows 11 blockiert Downloads? Diese Ursachen sind typisch

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 27. April 2026, zuletzt aktualisiert: 27. April 2026

Wenn Windows 11 scheinbar plötzlich keine Dateien mehr aus dem Internet speichert, steckt fast immer eine Schutzfunktion oder eine fehlerhafte Einstellung dahinter. In den meisten Fällen lassen sich blockierte Downloads mit ein paar gezielten Prüfungen in den Einstellungen von Browser, Sicherheitssoftware und Windows-Defender wieder erlauben.

Typische Auslöser sind der SmartScreen-Filter, der Microsoft Defender, der Browser-eigene Downloadschutz, Berechtigungsprobleme im Benutzerkonto oder Richtlinien aus der Arbeitsumgebung. Wer systematisch vorgeht, findet meist zügig heraus, warum Dateien abgewiesen werden, und kann die Ursache sicher beheben.

Erste Bestandsaufnahme: Was genau wird blockiert?

Bevor Einstellungen geändert werden, sollte klar sein, in welcher Situation der Download scheitert. Je genauer du das Verhalten beobachtest, desto schneller kommst du zur passenden Lösung. Wichtig ist dabei, ob alle Downloads betroffen sind oder nur bestimmte Dateitypen, Webseiten oder Browser.

Hilfreiche Startfragen sind zum Beispiel: Tritt das Problem nur in einem Browser auf? Erscheint eine Fehlermeldung wie „Dieser Download wurde von der Sicherheitsrichtlinie blockiert“ oder bleibt der Fortschrittsbalken einfach stehen? Muss die Datei jedes Mal manuell „trotz Warnung“ freigegeben werden, oder startet der Download überhaupt nicht?

Notiere dir im Idealfall die genaue Meldung und die Art der Datei (zum Beispiel .exe, .zip, .pdf). Wenn du danach in den Einstellungen suchst, erkennst du die verantwortlichen Schutzmechanismen viel leichter wieder.

SmartScreen-Filter und Microsoft Defender als häufige Ursache

Der SmartScreen-Filter prüft heruntergeladene Dateien und blockiert sie, wenn sie aus unbekannten oder als unsicher eingestuften Quellen stammen. Der Microsoft Defender ergänzt diesen Schutz, indem er Dateien beim Herunterladen auf Schadsoftware scannt. Beide Funktionen können Downloads unterbrechen oder komplett verhindern, wenn etwas verdächtig erscheint.

Um zu prüfen, ob SmartScreen oder der Defender verantwortlich sind, lohnt sich ein Blick in die Sicherheitseinstellungen von Windows 11:

  • Öffne die Windows-Sicherheit über das Startmenü (Suchbegriff „Windows-Sicherheit“).
  • Wechsle zu „App- & Browsersteuerung“.
  • Unter „Reputationbasierter Schutz“ findest du Einstellungen für SmartScreen.

Stehen die Optionen auf „Blockieren“ oder „Warnen“, können ausführbare Dateien oder Archive wie .exe und .zip abgelehnt werden. Wenn du sicher bist, dass der Download von einer vertrauenswürdigen Quelle kommt, kannst du testweise die Einstellung von „Blockieren“ auf „Warnen“ stellen. Danach lässt sich der Download meist mit einer bewussten Bestätigung erlauben.

Ebenso wichtig ist ein Blick in die „Viren- & Bedrohungsschutz“-Einstellungen. Hier kann der in Echtzeit prüfende Schutz besonders strenge Regeln verwenden, etwa bei Dateien aus dem Internet oder Netzwerkfreigaben. Wird eine Datei immer wieder direkt nach dem Download gelöscht, obwohl der Download selbst startet, spricht vieles für einen Eingriff des Defenders.

Browser-spezifische Download-Sperren in Edge, Chrome und Firefox

Moderne Browser verfügen über eigene Schutzmechanismen gegen schädliche Inhalte. Diese Sicherheitsfunktionen ergänzen die Windows-Sicherheit und können unabhängig davon entscheiden, ob eine Datei heruntergeladen wird.

Im Microsoft Edge ist standardmäßig ein SmartScreen-Schutz integriert, der verdächtige Downloads unterbindet. Im Bereich „Datenschutz, Suche und Dienste“ findet sich die Einstellung für den Schutz vor potenziell gefährlichen Inhalten. Steht der Schutzmodus auf sehr streng, sind Fehlalarme bei normalen Programmen durchaus möglich.

Auch Google Chrome blockiert Downloads bei Verdacht auf Malware oder unerwünschte Software. Ob der Browser eingreift, erkennst du an Hinweisen in der Download-Leiste oder im Download-Fenster, etwa mit Meldungen zu gefährlichen Dateien. Ähnliche Mechanismen bietet Mozilla Firefox mit seinem Schutz vor unsicheren Downloads.

Um herauszufinden, ob es am Browser liegt, hilft ein einfacher Test: Lade dieselbe Datei probeweise mit einem anderen Browser herunter. Wenn der Download in Browser A scheitert, in Browser B aber reibungslos funktioniert, ist der Fehler mit hoher Wahrscheinlichkeit im ersten Browser zu suchen. Genauso sinnvoll ist es, die Sicherheitseinstellungen im Browser zu prüfen und nicht benötigte Download-Filter behutsam anzupassen.

Speicherort, Berechtigungen und fehlender Speicherplatz

Windows 11 kann Downloads auch dann verhindern, wenn der gewählte Speicherort nicht zugänglich ist oder zu wenig freier Speicherplatz zur Verfügung steht. In solchen Fällen bleibt der Download häufig ohne klare Sicherheitswarnung einfach stehen oder bricht mit einer unscheinbaren Fehlermeldung ab.

Ein häufiger Auslöser sind gesperrte Ordner oder externe Laufwerke, die nicht richtig verbunden sind. Wenn der Standard-Downloadordner auf eine externe Festplatte oder ein Netzlaufwerk zeigt, das momentan nicht erreichbar ist, scheitern neue Downloads automatisch.

Ein kurzer Prüfweg hat sich in der Praxis bewährt:

  • Öffne deinen Browser und wechsle in die Einstellungen zum Bereich „Downloads“.
  • Kontrolliere, welcher Ordner als Standardspeicherort eingetragen ist.
  • Öffne diesen Ordner im Datei-Explorer und prüfe, ob du dort manuell Dateien anlegen kannst.
  • Stelle testweise einen lokalen Ordner auf der Systemfestplatte ein, zum Beispiel „Downloads“ im Benutzerprofil.

Falls der Download danach funktioniert, lag das Problem am ursprünglichen Speicherort oder an dessen Berechtigungen. Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf den verbleibenden Speicherplatz im Explorer, insbesondere auf dem Laufwerk C:. Sind hier nur noch wenige hundert Megabyte frei, verweigern Browser und Windows teils neue Dateien, um das System vor Instabilitäten zu schützen.

Benutzerkontensteuerung, Rechte und Arbeitsrechner

Die Benutzerkontensteuerung und die Rechtevergabe im Dateisystem können dazu führen, dass normale Benutzerprofile keine Dateien in bestimmte Ordner herunterladen dürfen. Das ist vor allem in Firmennetzen und auf Schulrechnern üblich, wo Administratoren zentrale Regeln definieren.

Typisch sind Einschränkungen, die ausführbare Dateien wie .exe oder Installationspakete in persönlichen Ordnern unterbinden. Stattdessen sollen Programme nur über eine zentrale Softwareverteilung installiert werden. In solchen Umgebungen helfen eigene Versuche, Einstellungen zu ändern, meist nicht weiter, weil Gruppenrichtlinien des Unternehmens den lokalen Einstellungen übergeordnet sind.

Auf privaten Rechnern ist dieses Szenario seltener, aber möglich, etwa wenn das Benutzerkonto keine Administratorrechte hat oder wenn Sicherheitssoftware eigene Regeln angelegt hat. Wenn du feststellst, dass Downloads unter einem anderen Benutzerkonto funktionieren, spricht das für ein Berechtigungsproblem oder ein Profil, in dem Einstellungen beschädigt wurden.

Drittanbieter-Virenscanner und Internet-Sicherheits-Suiten

Zusätzliche Sicherheitssoftware von Drittanbietern überwacht häufig sehr aggressiv den Datenverkehr und kann Downloads aus Sicherheitsgründen sperren. Viele Internet-Security-Pakete bieten eigene Firewalls, Webfilter und Downloadscanner, die parallel zu Windows-Schutzfunktionen arbeiten.

In der Praxis kommt es häufig vor, dass diese Programme auf eine verdächtige Signatur oder ein ungewöhnliches Downloadverhalten reagieren und daraufhin Dateien unterbinden. Manchmal wird nur eine unauffällige Meldung in der Programmoberfläche angezeigt, die im Alltag leicht übersehen wird.

Ein pragmatischer Weg zur Fehlersuche ist:

  • Öffne deine Sicherheitssoftware und suche nach Bereichen wie „Webschutz“, „Downloadschutz“ oder „Internet-Schutz“.
  • Prüfe, ob Meldungen zu zuletzt blockierten Dateien angezeigt werden.
  • Deaktiviere testweise nur den Teilbereich für Web- oder Downloadschutz für wenige Minuten.
  • Starte den Download aus einer vertrauenswürdigen Quelle noch einmal.

Wenn der Download ausschließlich bei deaktiviertem Webschutz funktioniert, ist klar, wo du Feineinstellungen vornehmen musst. In vielen Programmen lassen sich bestimmte Webseiten und Dateitypen auf eine Ausnahmeliste setzen. Ein vollständiges Abschalten aller Schutzfunktionen sollte dagegen immer die letzte Option bleiben und nur für kurze Tests genutzt werden.

Einstellungen für den Anhangs-Manager von Windows

Windows verwaltet heruntergeladene Dateien intern über den sogenannten Anhangs-Manager. Dieser weist Dateien aus dem Internet eine sogenannte Zone zu und kann je nach Sicherheitsstufe das Ausführen oder sogar das Speichern von Dateien einschränken. In manchen Fällen sind hier Richtlinien aktiv, die den Umgang mit Downloads erheblich begrenzen.

Erkennbar ist das an Meldungen wie „Diese Datei stammt von einem anderen Computer und wurde eventuell blockiert, um diesen Computer zu schützen“, wenn du eine Datei öffnest oder deren Eigenschaften betrachtest. In den Dateieigenschaften findet sich oft ein Hinweis, ob die Datei blockiert ist, und eine Option, das Blockieren für diese Datei aufzuheben.

Wer häufiger mit bekannten Quellen arbeitet und trotzdem ständig eingreifen muss, kann über Gruppenrichtlinien oder erweiterte Sicherheitseinstellungen das Verhalten des Anhangs-Managers anpassen. Das ist allerdings eher ein Thema für fortgeschrittene Nutzer oder Administratoren, da falsche Einstellungen das System deutlich anfälliger für Schadsoftware machen können.

Downloads aus E-Mail-Anhängen und Cloud-Diensten

Probleme beim Herunterladen betreffen nicht nur klassische Webseiten, sondern auch E-Mail-Anhänge und Dateien aus Cloud-Speichern. Viele Mailanbieter scannen Anhänge bereits auf ihren Servern und verweigern verdächtige Dateien. Windows und der Browser greifen erst nachgelagert ein, wenn der Anhang dennoch weitergereicht wird.

Wenn ein E-Mail-Anhang in Windows 11 nicht gespeichert werden kann, lohnt sich daher ein Blick sowohl auf die Meldung im Mailprogramm als auch auf Hinweise vom Browser oder Betriebssystem. Einige Anbieter erlauben das Speichern bestimmter Dateitypen grundsätzlich nicht oder verpacken sie in ZIP-Dateien, die dann wiederum von lokalen Schutzmechanismen blockiert werden.

Ähnlich verhalten sich Cloud-Dienste: Sie prüfen hochgeladene Dateien oft serverseitig und können den Download verhindern, wenn sie eine Bedrohung vermuten. Kommt zusätzlich noch ein lokaler Virenscanner ins Spiel, kann es doppelte Sperren geben, die sich nur schwer auseinanderhalten lassen. In solchen Fällen hilft es, die Datei testweise an einem anderen Gerät mit aktueller Sicherheitssoftware zu prüfen und erst danach zu entscheiden, ob Ausnahmen gerechtfertigt sind.

Beispiele aus dem Alltag: typische Downloadblockaden

Im Tagesgeschäft tauchen immer wieder ähnliche Muster auf, wenn Windows 11 das Speichern aus dem Internet verhindert. Diese Situationen helfen dabei, das eigene Problem besser einzuordnen und zielgerichtet zu reagieren.

Ein typischer Fall: Jemand möchte ein kleines Werkzeugprogramm von der Webseite eines bekannten Herstellers laden. Der Download startet, doch am Ende erscheint im Browser eine Warnung, dass die Datei möglicherweise gefährlich sei. Öffnet die Person den Ordner, ist die Datei gar nicht mehr vorhanden, weil der Virenschutz sie im Hintergrund entfernt hat. Hier ist meist der Echtzeitschutz des Defenders oder eines anderen Virenscanners der entscheidende Faktor.

Ein anderes Szenario betrifft größere Archive, etwa Installationspakete oder Projektdateien. Der Download läuft bis zu einem hohen Prozentsatz, bricht dann aber unvermittelt ab. Bei genauerem Hinsehen stellt sich heraus, dass die Dateien auf ein fast volles Systemlaufwerk geschrieben werden sollten, auf dem nur noch wenig Speicher frei ist. Durch das Umstellen des Downloadordners auf ein anderes Laufwerk oder das Freiräumen von Speicherplatz lässt sich das Problem in solchen Fällen zuverlässig beheben.

Genauso häufig sind Fälle, in denen an einem Arbeitsplatzrechner plötzlich keine Installationsdateien mehr heruntergeladen werden können. Während private Dateien wie Bilder oder PDFs noch funktionieren, scheitern .exe-Dateien sofort. Im Hintergrund wurden hier Richtlinien verschärft, etwa um nur noch geprüfte Software zuzulassen. Ohne Einbindung der zuständigen IT-Abteilung lassen sich solche Beschränkungen meist nicht dauerhaft umgehen.

Systematische Vorgehensweise bei wiederholten Downloadproblemen

Damit die Fehlersuche nicht im Kreis läuft, hilft eine feste Reihenfolge bei der Untersuchung der möglichen Ursachen. So lässt sich Stufe für Stufe eingrenzen, welcher Mechanismus aktiv Downloads verhindert.

Ein bewährtes Vorgehen kann so aussehen:

  • Teste den Download mit einem zweiten Browser, um einen browsereigenen Fehler auszuschließen.
  • Stelle sicher, dass ausreichend Speicherplatz auf dem Systemlaufwerk und im ausgewählten Downloadordner vorhanden ist.
  • Prüfe die Windows-Sicherheit, insbesondere SmartScreen und den Viren- & Bedrohungsschutz.
  • Schaue in deine Drittanbieter-Sicherheitssoftware und überprüfe Logdateien und Webschutz-Einstellungen.
  • Teste, ob derselbe Download an einem anderen Benutzerkonto oder Gerät funktioniert.

Wenn ein Schritt eine deutliche Veränderung bringt, etwa dass der Download plötzlich wieder möglich ist, ist der verantwortliche Bereich gefunden. Dann lohnt es sich, speziell dort nach einer nachhaltigen Lösung zu suchen, etwa durch angepasste Regeln oder das Eintragen von vertrauenswürdigen Quellen.

Windows-Updates, beschädigte Komponenten und Netzprobleme

Neben klaren Sicherheitssperren können technische Störungen im System dazu führen, dass Downloads fehlschlagen. Dazu zählen fehlerhafte Windows-Updates, beschädigte Netzwerkkomponenten oder Probleme mit Treibern, die den Datenverkehr beeinflussen.

In der Praxis äußert sich das oft so, dass Downloads bei unterschiedlichen Webseiten scheitern, während das normale Surfen weitgehend funktioniert. Manchmal betrifft es nur bestimmte Protokolle oder Dateigrößen, gelegentlich auch nur Downloads über gesicherte HTTPS-Verbindungen.

Als erste Maßnahme lohnt sich der Blick in den Windows-Update-Status. Stecken Updates in einer Warteschleife oder wurde kürzlich ein Update installiert, nach dem die Probleme begannen, kann ein weiterer Neustart oder das Zurücknehmen eines einzelnen Updates Besserung bringen. Zusätzlich hilft es, den Netzwerkadapter neu zu initialisieren, etwa durch Deaktivieren und erneutes Aktivieren in den Adaptereinstellungen.

Stellen Browser regelmäßig Verbindungsabbrüche während des Downloads fest, sollten Router und Modem ebenfalls überprüft werden. Ein Neustart dieser Geräte behebt kurzfristige Hänger in vielen Fällen. Bleibt das Problem, lohnt sich ein Test mit einer anderen Internetverbindung, etwa über einen mobilen Hotspot, um zu unterscheiden, ob die Ursache eher im lokalen Netzwerk oder im Windows-System zu finden ist.

Richtige Balance zwischen Sicherheit und Alltagstauglichkeit

Die Schutzfunktionen von Windows 11 und modernen Browsern sind sinnvoll, um Schadsoftware und gefährliche Inhalte abzufangen. Wird jedoch zu streng gefiltert, geraten auch legitime Dateien unter Verdacht. Ziel ist daher eine Konfiguration, die einen soliden Grundschutz bietet, ohne den Arbeitsalltag ständig zu unterbrechen.

Ein wichtiger Ansatz ist, nicht den gesamten Schutz auszuschalten, sondern Vertrauensstufen sauber zu pflegen. Seriöse Quellen, die regelmäßig genutzt werden, können in einigen Schutzprogrammen als vertrauenswürdig eingestuft werden. Gleichzeitig bleibt der volle Schutz für unbekannte Webseiten und Anhänge erhalten.

Ebenso sinnvoll ist es, typische Gefahrenquellen im Kopf zu behalten: unbekannte Programme aus Foren, dubiose Tauschbörsen oder E-Mail-Anhänge von unbekannten Absendern sind besonders kritisch. Hier ist es in Ordnung, wenn Schutzmechanismen Downloadversuche konsequent unterbinden. Für bekannte Herstellerseiten und etablierte Dienste darf die Konfiguration dagegen etwas großzügiger sein, solange die restliche Sicherheitskette intakt bleibt.

Wann sich eine Neuinstallation des Browsers oder ein neues Benutzerprofil lohnt

In seltenen Fällen sind nicht Sicherheitsmechanismen, sondern beschädigte Profileinstellungen die Ursache. Browser speichern umfangreiche Konfigurationen, Erweiterungen und Caches im Benutzerprofil. Kommt es hier zu Fehlern, reagieren einzelne Funktionen, darunter auch der Download, unzuverlässig.

Wenn alle üblichen Prüfungen keine Ursache ans Licht bringen und der Download in einem frischen Benutzerkonto auf demselben PC problemlos funktioniert, weist vieles auf ein beschädigtes Profil hin. Dann ist es sinnvoll, den Browser einmal vollständig zu deinstallieren und erneut zu installieren oder ein neues Profil im Browser anzulegen und die wichtigsten Einstellungen dorthin zu übernehmen.

Auch bei Windows selbst können seltene Profilfehler auftreten. Wenn ein komplett neues lokales Konto auf demselben Gerät Downloads problemlos durchführen kann, lohnt es sich, die eigenen Daten nach und nach in dieses neue Profil zu migrieren. Parallel dazu bleibt das alte Profil als Fallback erhalten, bis klar ist, dass alle wichtigen Programme und Dateien sauber übernommen wurden.

Häufige Fragen zu blockierten Downloads unter Windows 11

Wie erkenne ich, ob Windows 11 selbst den Download blockiert oder nur der Browser?

Ein Blick auf die genaue Meldung liefert den wichtigsten Hinweis, da Browser und Windows eigene Texte verwenden. Erscheint ein Hinweis des SmartScreen-Filters oder eine Benachrichtigung des Defenders im Info-Center, liegt die Ursache meist im System und nicht im Browser.

Was kann ich tun, wenn SmartScreen dauernd harmlose Dateien sperrt?

Überprüfe zuerst die Datei über den integrierten Virenscanner oder einen externen Scanner und lade sie nach Möglichkeit nur von der Originalquelle. In den SmartScreen-Einstellungen kannst du die Stufe von sehr strikt auf eine weniger restriktive Stufe setzen, ohne den Schutz komplett zu deaktivieren.

Warum wird jede heruntergeladene Datei standardmäßig als unsicher eingestuft?

Windows kennzeichnet Dateien aus dem Internet mit einer Zonen-Information, damit Sicherheitsfunktionen sie stärker prüfen. Diese Markierung schützt vor unbewusst ausgeführten Schadprogrammen, lässt sich aber über Eigenschaften der Datei oder angepasste Richtlinien für vertrauenswürdige Speicherorte gezielt entschärfen.

Wie gehe ich vor, wenn nur Downloads aus E-Mails blockiert werden?

In vielen Fällen unterbindet der Mailanbieter den Download, wenn Anhänge verdächtig wirken oder bestimmte Dateitypen enthalten. Prüfe die Einstellungen im Webmail-Konto oder im E-Mail-Programm und speichere die Datei über einen Zwischenschritt in die Cloud, falls der Anbieter dies als sicheren Weg anbietet.

Weshalb lässt sich ein Download auf dem Arbeitsrechner nicht freigeben, obwohl ich Adminrechte habe?

Auf Firmengeräten setzen Gruppenrichtlinien und Sicherheitslösungen oft strengere Regeln durch, als lokale Administratorrechte erlauben. In solchen Fällen hilft nur die Abstimmung mit der IT-Abteilung, damit die betreffende Website, Dateiart oder Anwendung in eine Freigabeliste aufgenommen wird.

Wie kann ich testen, ob mein Drittanbieter-Virenscanner die Ursache ist?

Deaktiviere den Echtzeitschutz testweise für wenige Minuten und starte einen Download von einer vertrauenswürdigen Quelle, während alle anderen Programme geschlossen bleiben. Tritt das Problem nur bei ausgeschaltetem Schutz nicht mehr auf, solltest du die Download- und Webschutz-Regeln in dieser Sicherheits-Suite gezielt anpassen.

Was hilft, wenn Downloads kurz starten und dann immer wieder abbrechen?

Dieses Verhalten deutet häufig auf Netzprobleme, Routerfilter oder instabile WLAN-Verbindungen hin. Wechsle testweise auf ein Netzwerkkabel, starte den Router neu und prüfe, ob Sicherheitsfunktionen wie Kinderschutz oder Download-Beschränkungen im Router aktiv sind.

Kann ich bestimmte Ordner als sicher markieren, damit Downloads dort weniger streng geprüft werden?

Über die Einstellungen des Defenders oder anderer Sicherheitsprogramme lassen sich häufig Vertrauensordner definieren, die von Echtzeit-Scans ausgenommen werden. Diese Option sollte nur für Ordner genutzt werden, in denen ausschließlich Dateien aus klar vertrauenswürdigen Quellen landen.

Wie gehe ich vor, wenn nur ausführbare Dateien wie EXE oder MSI blockiert werden?

Viele Schutzmechanismen reagieren besonders sensibel auf installierbare Dateien, weil sie das System direkt verändern können. Prüfe die Datei mit mehreren Scans, lade sie nur von Herstellerseiten und erlaube die Ausführung anschließend gezielt über SmartScreen- und Defender-Bestätigungen.

Was kann ich tun, wenn nach einem Windows-Update plötzlich gar nichts mehr heruntergeladen wird?

In solchen Fällen hilft häufig die Reparatur des Systems mittels DISM und Systemdatei-Überprüfung sowie ein Zurücksetzen der Netzwerkeinstellungen. Falls ein Treiber- oder Sicherheitsupdate die Ursache ist, kann eine vorübergehende Deinstallation oder ein Rollback auf die vorherige Version das Problem entschärfen.

Wie verhindere ich, dass zukünftige Sicherheitsanpassungen meine Downloads wieder blockieren?

Dokumentiere funktionierende Einstellungen für Browser, Virenschutz und SmartScreen, damit du sie nach Änderungen gezielt vergleichen kannst. Achte darauf, Sicherheitsmeldungen nicht pauschal abzuschalten, sondern gezielt Ausnahmen für vertrauenswürdige Websites, Programme und Dateitypen zu erstellen.

Fazit

Sperren beim Herunterladen entstehen meist aus dem Zusammenspiel von Browser, Sicherheitsfunktionen und Netzwerkumgebung, lassen sich mit einer systematischen Analyse jedoch zuverlässig eingrenzen. Wer Meldungen genau liest, Schutzmechanismen bewusst konfiguriert und nur geprüfte Quellen nutzt, behält sowohl Sicherheit als auch Komfort im Alltag. Mit den beschriebenen Schritten bringst du blockierte Downloads unter Windows 11 wieder zum Laufen, ohne das System unnötig zu gefährden.

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