Wiederherstellungslaufwerk unter Windows 11 erstellen und als Notfall-USB vorbereiten

Lesedauer: 13 Min – Beitrag erstellt: 8. Juni 2026, zuletzt aktualisiert: 8. Juni 2026

Ein bootfähiger USB-Stick für den Ernstfall gehört zu den nützlichsten Sicherheitsmaßnahmen an einem Windows-11-PC. Er hilft, den Rechner zu starten, Reparaturfunktionen aufzurufen und bei schwereren Fehlern wieder Zugriff auf das System zu bekommen. Damit das Medium im entscheidenden Moment wirklich weiterhilft, sollte es sauber erstellt, sinnvoll geprüft und an die eigene Hardware angepasst sein.

Im Folgenden geht es nicht nur um die Oberfläche in Windows, sondern auch um die technischen Schritte dahinter. Dazu gehören die Auswahl des richtigen Laufwerks, die Erstellung über die integrierten Werkzeuge, typische Stolperstellen beim Start sowie der sichere Umgang mit BitLocker, UEFI und USB-Boot.

Vorbereitung des USB-Sticks

Bevor die eigentliche Erstellung beginnt, braucht es ein geeignetes Speichermedium. Ein leerer USB-Stick mit mindestens 16 GB ist empfehlenswert, bei manchen Systemen und zusätzlichen Wiederherstellungsdateien eher 32 GB. Wichtig ist außerdem, dass der Stick zuverlässig erkannt wird und keine wertvollen Daten mehr enthält, denn der Inhalt wird in der Regel gelöscht.

  • USB-Stick mit ausreichender Kapazität verwenden.
  • Alle persönlichen Dateien vorher sichern.
  • Nach Möglichkeit ein direktes USB-Ports am Gerät nutzen, nicht über einen Hub.
  • Wenn mehrere Laufwerke angeschlossen sind, nur den vorgesehenen Stick stecken lassen.

Wer mit einem Laptop arbeitet, sollte das Netzteil anschließen. Die Erstellung kann zwar relativ schnell gehen, unterbrochene Vorgänge sind aber unnötig riskant. Falls auf dem System BitLocker aktiv ist, ist es sinnvoll, den Wiederherstellungsschlüssel griffbereit zu haben, bevor Änderungen an Startmedien oder Partitionen vorgenommen werden.

Das passende Werkzeug in Windows finden

Die zuverlässigste Methode ist das integrierte Wiederherstellungswerkzeug. Es legt entweder ein komplettes Wiederherstellungsmedium mit Systemdateien an oder eine schlankere Startumgebung, die für Diagnose und Reparatur gedacht ist. Die Menüführung unterscheidet sich je nach Build nur leicht, der Ablauf bleibt aber ähnlich.

  1. Die Windows-Suche öffnen und nach der Systemsteuerung für die Wiederherstellung suchen.
  2. Die Option zum Erstellen eines Laufwerks für die Wiederherstellung aufrufen.
  3. Das angeschlossene USB-Laufwerk auswählen.
  4. Prüfen, ob Systemdateien übernommen werden sollen.
  5. Den Vorgang starten und bis zum Abschluss warten.

Die Variante mit Systemdateien ist größer, bietet im Schadensfall aber mehr Möglichkeiten. Ohne diese Dateien ist das Medium kleiner, eignet sich jedoch eher für einfache Start- und Reparaturoptionen. Für viele Heim- und Bürogeräte ist die vollständigere Variante die bessere Wahl.

Erstellung mit Systemdateien oder ohne

Die Entscheidung hängt vom Einsatzzweck ab. Ein einfaches Startmedium ist schneller erstellt und belegt weniger Platz. Es enthält die grundlegenden Werkzeuge für die Wiederherstellung, etwa Starthilfe, Eingabeaufforderung und das Zurücksetzen des PCs. Ein Medium mit zusätzlich kopierten Systemdateien kann dagegen auch dann nützlich sein, wenn die lokale Wiederherstellungspartition beschädigt ist.

Für Geräte, auf denen produktiv gearbeitet wird, lohnt sich meist die größere Variante. Wer das Laufwerk nur als erste Rettungsmaßnahme behalten will, kann auch die kompaktere Lösung wählen. Entscheidend ist, dass der Stick später nicht versehentlich überschrieben oder für andere Daten benutzt wird.

USB-Boot im UEFI richtig aufrufen

Nach der Erstellung muss das Medium im Notfall auch starten können. Dafür ist das Boot-Menü des Rechners wichtig. Die genaue Taste hängt vom Hersteller ab, häufig sind es F12, F11, Esc oder Entf. Direkt nach dem Einschalten sollte das Boot-Menü aufgerufen und der USB-Stick ausgewählt werden.

Anleitung
1Die Windows-Suche öffnen und nach der Systemsteuerung für die Wiederherstellung suchen.
2Die Option zum Erstellen eines Laufwerks für die Wiederherstellung aufrufen.
3Das angeschlossene USB-Laufwerk auswählen.
4Prüfen, ob Systemdateien übernommen werden sollen.
5Den Vorgang starten und bis zum Abschluss warten.

Bei UEFI-Systemen kommt es darauf an, dass der Stick im passenden Modus erkannt wird. Moderne Windows-11-Rechner starten normalerweise im UEFI-Modus mit GPT. Ein sauber erstelltes Wiederherstellungsmedium übernimmt diese Umgebung in der Regel automatisch. Falls der Stick nicht auftaucht, helfen diese Prüfungen:

  • Anderen USB-Anschluss verwenden, möglichst einen direkt am Mainboard oder am Gerät.
  • Im Firmware-Menü prüfen, ob USB-Boot aktiviert ist.
  • Secure Boot testweise nur dann ändern, wenn das Modell und die Anleitung des Herstellers dies erforderlich machen.
  • Falls der Stick an einem anderen Rechner erstellt wurde, die Erstellung erneut direkt unter dem Zielsystem durchführen.

Wenn Windows das Laufwerk nicht akzeptiert

Manchmal wird der USB-Stick in der Auswahl zwar angezeigt, der Assistent bricht aber mit einer Meldung ab. Häufig steckt dahinter ein Problem mit der Partitionierung, mit dem Dateisystem oder mit einem ungeeigneten Speichermedium. In solchen Fällen hilft oft ein Neuaufbau des Sticks mit Bordmitteln.

Ein häufiger Reparaturweg führt über die Datenträgerverwaltung oder über die Eingabeaufforderung mit DiskPart. Dabei wird das Laufwerk bereinigt, neu partitioniert und anschließend wieder formatiert. Das ist vor allem dann nützlich, wenn der Stick durch frühere Boot-Versuche, Linux-Images oder alte Installationsmedien beschädigte Strukturen besitzt.

Ein typischer Ablauf sieht so aus:

  1. Die Eingabeaufforderung mit Administratorrechten öffnen.
  2. diskpart starten.
  3. list disk ausführen und den richtigen Datenträger anhand der Größe erkennen.
  4. select disk X mit der passenden Nummer verwenden.
  5. clean ausführen, um die vorhandene Struktur zu entfernen.
  6. Eine neue primäre Partition anlegen und mit FAT32 oder NTFS formatieren, je nach Anforderungen.

Nach diesem Neuaufbau lässt sich das Wiederherstellungswerkzeug meist ohne weitere Hindernisse ausführen. Wer unsicher ist, sollte die Datenträgernummer sorgfältig prüfen, denn der Befehl entfernt alle Inhalte des ausgewählten Laufwerks.

BitLocker und gesperrte Systembereiche

Auf vielen Windows-11-Systemen ist die Laufwerksverschlüsselung aktiv. Das beeinflusst nicht die Erstellung des USB-Mediums selbst, wohl aber den Zugriff auf Festplatten, Systempartitionen und Reparaturfunktionen im Fehlerfall. Der Wiederherstellungsschlüssel sollte deshalb separat gesichert werden, am besten außerhalb des betroffenen Rechners.

Wenn der PC nach einem Firmware-Update, einem Hardwaretausch oder einer Änderung am Startmodus den BitLocker-Schlüssel verlangt, ist das ein normales Sicherheitsverhalten. In diesem Fall dient der USB-Stick als Startpunkt, um die Reparaturumgebung aufzurufen und anschließend den Schlüssel einzugeben. Ohne den Schlüssel bleiben verschlüsselte Datenbereiche unter Umständen gesperrt.

Was auf dem Notfall-Stick sinnvoll aufbewahrt wird

Der eigentliche Wiederherstellungsassistent belegt das Laufwerk meist vollständig. Wer ein zusätzliches Notfallmedium anlegt, sollte deshalb kein Mischkonzept mit privaten Dateien verwenden. Besser ist ein klarer Zweck: ausschließlich Start- und Reparaturmedium.

Hilfreich ist es, einen kleinen Begleitzettel oder eine Textdatei auf einem zweiten Medium zu pflegen, in der die wichtigsten Angaben stehen:

  • Hersteller und Modell des Rechners.
  • Hinweis zur Taste für das Boot-Menü.
  • Ort des BitLocker-Wiederherstellungsschlüssels.
  • Verwendete Windows-Version.
  • Datum der letzten Erstellung.

Diese Angaben sparen im Ernstfall Zeit, besonders dann, wenn mehrere Geräte im Haushalt oder im Unternehmen betreut werden. Auch wer nach einem Mainboardtausch oder einer Neuinstallation auf denselben Stick zurückgreifen will, behält so den Überblick.

Erweiterte Rettungswege über die Windows-Umgebung

Der USB-Stick ist nur ein Einstieg in die Reparatur. Sobald die Umgebung geladen ist, stehen mehrere Werkzeuge bereit. Dazu gehören die Starthilfe, die Eingabeaufforderung, das Zurücksetzen des PCs und je nach Medium auch Systemabbilder oder erweiterte Wiederherstellungsoptionen.

Gerade bei Startproblemen nach einem Update ist die Reihenfolge wichtig. Zuerst lohnt sich die automatische Starthilfe. Bleibt sie erfolglos, kann die Eingabeaufforderung genutzt werden, um beispielsweise den Bootmanager zu überprüfen oder die Dateisysteme zu analysieren. Erst danach sollte man zu tieferen Eingriffen greifen, etwa einer Neuinstallation oder einer Wiederherstellung aus einem Abbild.

Wer sich im Vorfeld mit der Struktur der Reparaturumgebung vertraut macht, spart im Ernstfall wertvolle Zeit. Das gilt besonders für Geräte, die beruflich genutzt werden oder auf denen wichtige lokale Daten liegen.

Regelmäßige Aktualisierung des Mediums

Ein Notfall-Stick sollte nicht jahrelang ungeprüft in der Schublade liegen. Nach größeren Windows-Updates, einem Hardwarewechsel oder einer Umstellung von BIOS auf UEFI empfiehlt sich eine neue Erstellung. Auch ein Wechsel von SATA auf NVMe oder neue Verschlüsselungseinstellungen können Einfluss darauf haben, welche Reparaturoptionen sinnvoll sind.

Am besten wird der Stick in festen Abständen geprüft. Dazu gehört ein kurzer Starttest im Boot-Menü, ein Blick auf den Zustand des Laufwerks und gegebenenfalls eine komplette Neuerstellung. So bleibt das Medium einsatzbereit und passt weiterhin zum aktuellen Systemstand.

Vor dem Start: Gerät und Daten sauber absichern

Ein bootfähiger USB-Stick für die Wiederherstellung ist nur dann wirklich nützlich, wenn er zu Ihrem System passt und im Ernstfall sofort erkannt wird. Deshalb beginnt die Vorbereitung nicht erst beim Kopieren von Dateien, sondern bei der Auswahl eines zuverlässigen Mediums und einer sauberen Ausgangslage. Nutzen Sie einen Stick mit ausreichend Kapazität, schließen Sie ihn direkt an einen Port am Rechner an und vermeiden Sie USB-Hubs während der Erstellung. Gerade bei älteren oder besonders kompakten Sticks lohnt es sich, vorab eine Prüfung auf Schreibfehler und Alterungserscheinungen durchzuführen.

Ebenso wichtig ist ein aktuelles Backup der eigenen Daten. Ein Reparaturmedium kann Startprobleme beheben, Zurücksetzungen anstoßen oder Wiederherstellungsoptionen öffnen, aber es ersetzt keine Sicherung persönlicher Dateien. Wer vorab Dokumente, Bilder und Projektordner extern gesichert hat, kann Reparaturschritte später mit deutlich mehr Spielraum durchführen. Sinnvoll ist außerdem, die wichtigsten Zugangsdaten und BitLocker-Schlüssel separat bereitzuhalten, falls das System die Laufwerke im Wiederherstellungsmodus nicht ohne zusätzliche Eingabe freigibt.

  • USB-Stick direkt am Rechner anschließen.
  • Ausreichend freien Speicher einplanen.
  • Vorherige Daten auf dem Stick sichern oder entfernen.
  • Stromsparmodi während der Erstellung vermeiden.
  • Aktuelle Sicherungen und Zugangsdaten bereitlegen.

Erstellungsschritte in Windows 11

Die Funktion für ein Wiederherstellungsmedium ist in Windows 11 in den Systemwerkzeugen verankert und führt durch die Vorbereitung Schritt für Schritt. Nach dem Start des Assistenten wird das gewünschte Laufwerk ausgewählt, anschließend entscheidet man, ob Systemdateien mit auf den Stick sollen. Die Variante mit Systemdateien ist robuster, weil sie mehr Reparaturoptionen direkt mitbringt. Dafür benötigt sie mehr Speicher und etwas mehr Zeit bei der Erstellung.

Während der Vorbereitung sollte der Rechner möglichst stabil laufen. Schließen Sie andere Programme, trennen Sie unnötige Peripherie und lassen Sie den Assistenten ohne Unterbrechung durchlaufen. Ein Abbruch mitten im Schreibvorgang kann dazu führen, dass der Stick später zwar sichtbar ist, aber nicht sauber bootet. Sobald die Erstellung abgeschlossen ist, empfiehlt sich ein kurzer Funktionstest über das Boot-Menü des Rechners. So zeigt sich früh, ob Firmware, USB-Port und Medium zusammenarbeiten.

  1. Die Wiederherstellungsfunktion in der Systemsuche öffnen.
  2. Den Assistenten starten und den USB-Stick auswählen.
  3. Bei Bedarf die Systemdateien mit einbeziehen.
  4. Den Vorgang vollständig abschließen und den Stick nicht entfernen.
  5. Nach dem Erstellen die Bootfähigkeit prüfen.

Woran ein sauberer Datenträger erkennbar ist

Ein stabil eingerichteter Stick meldet sich im UEFI-Boot-Menü meist mit klarer Bezeichnung und startet ohne ungewöhnliche Wartezeiten. Er sollte nach dem Einstecken sofort erkannt werden und im Idealfall mit einem Dateisystem formatiert sein, das von der Firmware problemlos gelesen wird. FAT32 ist für viele UEFI-Umgebungen besonders kompatibel, während größere Installations- oder Reparaturpakete im Hintergrund die Dateigrößenbegrenzung beachten müssen. Wird der Datenträger später nicht angezeigt, liegt das oft nicht an Windows selbst, sondern an Portwahl, Formatierung oder einer alten Firmware-Konfiguration.

Boot-Reihenfolge, Secure Boot und Firmware-Einstellungen

Probleme entstehen häufig durch veraltete Firmware oder durch eine Mischung aus Legacy- und UEFI-Modus. Ist der Rechner auf reinen UEFI-Betrieb ausgelegt, sollte das Medium nicht als klassischer BIOS-Stick vorbereitet werden. Ebenso kann ein deaktivierter USB-Start in der Firmware dazu führen, dass der Stick zwar sauber erstellt ist, beim Einschalten aber ignoriert wird. In solchen Fällen lohnt sich ein Blick in die Rubriken für Startoptionen, Sicherheitsfunktionen und externe Geräte.

  • Im UEFI nach Boot-Menü oder Boot-Reihenfolge suchen.
  • USB-Start aktivieren, falls er abgeschaltet ist.
  • UEFI-Modus bevorzugen, wenn das System darauf ausgelegt ist.
  • Secure Boot nur dann ändern, wenn das Medium nicht akzeptiert wird.
  • Firmware-Updates prüfen, wenn USB-Geräte unzuverlässig erkannt werden.

Reparaturfunktionen nach dem Start richtig einsetzen

Nach dem Start vom USB-Medium öffnet sich die Windows-Wiederherstellungsumgebung mit mehreren Wegen zur Fehlerbehebung. Nicht jede Störung verlangt sofort nach einer Zurücksetzung. Oft reicht es, die Starthilfe auszuführen, die Systemwiederherstellung zu nutzen oder die Eingabeaufforderung zu öffnen, um den Startbereich, den Datenträgerstatus oder die Bootkonfiguration zu prüfen. Die Werkzeuge greifen ineinander, daher sollte man die Reihenfolge bewusst wählen und nicht wahllos Optionen ausprobieren.

Eine sinnvolle Abfolge ist: erst automatische Reparatur, dann Wiederherstellungspunkt, anschließend die erweiterten Befehle, wenn der Rechner weiter nicht sauber startet. Über die Eingabeaufforderung lassen sich etwa Startdateien kontrollieren, Laufwerke zuordnen oder Verschlüsselungszustände prüfen. Wer mehrere interne Datenträger nutzt, sollte dabei genau darauf achten, welches Laufwerk gerade eingebunden ist. Eine falsche Zuordnung kann sonst dazu führen, dass eine Reparatur am falschen Volume versucht wird.

  1. Automatische Starthilfe starten.
  2. Bei Bedarf einen Wiederherstellungspunkt laden.
  3. Die Eingabeaufforderung für Diagnose und Reparatur öffnen.
  4. Datenträger und Laufwerksbuchstaben prüfen.
  5. Erst danach tiefere Änderungen an Startkonfiguration oder Systemdateien vornehmen.

Sinnvolle Kontrolle nach der ersten Rettung

Wenn Windows wieder startet, endet die Arbeit nicht mit dem Hochfahren. Prüfen Sie danach den Zustand von Updates, Treibern und Speichermedien. Gerade ein Fehler, der den Notfall-USB überhaupt erst nötig gemacht hat, kann auf beschädigte Systemdateien, einen defekten Treiber oder einen schwankenden Datenträger hinweisen. Ein Blick in die Ereignisanzeige, die Datenträgerprüfung und die Updatehistorie hilft dabei, die Ursache einzugrenzen, bevor der nächste Ausfall kommt.

Außerdem lohnt sich ein kurzer Test der wichtigsten Funktionen, etwa ob Benutzeranmeldung, Netzwerkzugang und externe Laufwerke sauber arbeiten. Wer mag, kann den Stick zusätzlich beschriften und an einem trockenen, staubarmen Ort lagern. So bleibt das Medium auffindbar und einsatzbereit, auch wenn der Alltag längst zum nächsten Problem übergegangen ist.

Häufige Fragen

Wie groß sollte der USB-Stick mindestens sein?

Für einen Stick mit Wiederherstellungsumgebung reichen oft 16 GB, mit zusätzlichen Systemdateien sind 32 GB oder mehr sinnvoll. Wer mehrere Windows-Versionen, Treiber oder Werkzeuge ergänzen möchte, sollte etwas Reserve einplanen.

Muss der Stick vor dem Start leer sein?

Ja, der Vorgang löscht vorhandene Daten in der Regel vollständig. Deshalb sollte der Inhalt vorher gesichert werden, auch wenn darauf nur scheinbar unwichtige Dateien liegen.

Reicht die Wiederherstellungsumgebung ohne Systemdateien aus?

Für viele Reparaturen genügt das, etwa für Startreparatur, Eingabeaufforderung oder Wiederherstellungspunkte. Wer Windows nach einem schwereren Defekt neu aufsetzen oder auf einen anderen PC übertragen will, braucht häufig die Variante mit Systemdateien.

Warum wird der USB-Stick im Assistenten nicht angezeigt?

Oft liegt das an einer fehlenden Initialisierung, an einem inkompatiblen Dateisystem oder an einem problematischen USB-Anschluss. Es hilft, den Stick direkt am Rechner anzuschließen, einen anderen Port zu nutzen und das Laufwerk im Datenträgerverwaltungstool zu prüfen.

Kann ich denselben Notfall-Stick für mehrere PCs verwenden?

Ja, das ist möglich, solange die Hardware und die Windows-Version ausreichend ähnlich sind. Für sehr unterschiedliche Geräte lohnt sich ein zusätzliches Installationsmedium, damit Treiber- und UEFI-Unterschiede besser abgefangen werden.

Was ist bei Geräten mit BitLocker zu beachten?

Vor dem Erstellen sollte geprüft werden, ob das Systemlaufwerk verschlüsselt ist und ob der Wiederherstellungsschlüssel sicher abgelegt wurde. Nach einer Reparatur oder einem Start über das Medium kann Windows sonst den Schlüssel anfordern, bevor auf Daten zugegriffen werden darf.

Wie überprüfe ich, ob der Stick wirklich bootfähig ist?

Der sicherste Test ist ein Probestart über das UEFI-Bootmenü. Dort muss der Eintrag des USB-Mediums erscheinen, und nach dem Start sollte die Windows-Umgebung mit den Reparaturoptionen laden.

Was tun, wenn die Reparaturumgebung beschädigt wirkt?

Dann sollte der Stick neu erstellt werden, statt an einzelnen Dateien weiterzubasteln. Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf den Zustand des USB-Mediums, weil Speicherfehler oder ein alter Stick die Ursache sein können.

Kann ich Treiber oder eigene Werkzeuge ergänzen?

Ja, das ist bei vielen Setups sinnvoll, etwa für Netzwerkzugriff, Massenspeicher oder spezielle Diagnoseprogramme. Die Ergänzungen sollten sauber abgelegt und nach jeder Aktualisierung kurz getestet werden, damit sie im Ernstfall verfügbar bleiben.

Wie oft sollte das Medium erneuert werden?

Nach größeren Windows-Updates, bei neuen Treibern oder nach Änderungen an der Verschlüsselung ist eine Aktualisierung ratsam. Auch ein periodischer Funktionstest verhindert, dass ein lange unbenutzter Stick erst im Notfall auffällt.

Fazit

Ein gut vorbereiteter Notfall-Stick bringt die wichtigsten Reparaturfunktionen schnell auf einen externen Datenträger und spart im Ernstfall Zeit. Entscheidend sind ein passender USB-Stick, ein sauberer Boottest und eine regelmäßige Pflege des Mediums. Wer Verschlüsselung, Startverhalten und Aktualisierung mitdenkt, hat für den Ernstfall eine verlässliche Grundlage.

Checkliste
  • USB-Stick mit ausreichender Kapazität verwenden.
  • Alle persönlichen Dateien vorher sichern.
  • Nach Möglichkeit ein direktes USB-Ports am Gerät nutzen, nicht über einen Hub.
  • Wenn mehrere Laufwerke angeschlossen sind, nur den vorgesehenen Stick stecken lassen.

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