Thumbnails werden falsch angezeigt: Vorschaubilder unter Windows 11 neu aufbauen

Lesedauer: 13 Min – Beitrag erstellt: 21. Juni 2026, zuletzt aktualisiert: 21. Juni 2026

Werden Bild-, Video- oder Ordnersymbole in Windows 11 nicht mehr korrekt dargestellt, liegt die Ursache oft nicht an den Dateien selbst, sondern an einem beschädigten Thumbnail-Cache. Die Vorschaubilder lassen sich meist mit wenigen Handgriffen wieder herstellen. Entscheidend ist, den Fehler zunächst einzugrenzen und den Cache gezielt zu erneuern, statt unnötig an Dateien oder Programmen zu arbeiten.

Hilfreich ist dabei ein schrittweises Vorgehen: erst die Darstellung in Explorer und Ansichtseinstellungen prüfen, dann den Zwischenspeicher der Miniaturen leeren und anschließend Windows den Cache neu aufbauen lassen. Falls nur einzelne Ordner betroffen sind, lohnt sich ein Blick auf den Ordnerinhalt und die Explorer-Optionen. Bei systemweiten Fehlern helfen oft auch ein Neustart des Datei-Explorers, ein Update von Windows und ein kurzer Blick auf Speicher- und Systemfehler.

Woran du den Fehler erkennst

Typisch sind falsche Vorschaubilder, graue Platzhalter, gemischte Miniaturen in Ordnern oder Bilder, die erst nach dem Öffnen korrekt erscheinen. In manchen Fällen zeigt der Explorer dieselbe alte Vorschau trotz gelöschter oder ersetzter Datei. Dann arbeitet der Zwischenspeicher nicht mehr sauber oder ist mit veralteten Einträgen gefüllt.

Prüfe zuerst, ob das Problem nur in einem Ordner, nur bei einem Dateityp oder auf dem gesamten Rechner auftritt. Das ist wichtig, weil sich die Ursache oft davon ableiten lässt. Einzelne Ordner deuten eher auf Anzeige- oder Berechtigungsprobleme hin, ein flächiger Fehler eher auf den Cache oder auf Windows-Komponenten.

Erste Einstellungen im Datei-Explorer prüfen

Bevor du den Cache löschst, solltest du die Anzeige im Explorer kontrollieren. Öffne dazu den Datei-Explorer und gehe in die Ansichtseinstellungen. Achte darauf, dass Miniaturansichten überhaupt aktiviert sind und nicht nur Symbole dargestellt werden.

  • Im Datei-Explorer die Ansicht auf große oder extra große Symbole stellen.
  • Unter den Explorer-Optionen die Darstellung von Miniaturansichten zulassen.
  • Die Option für immer Symbole statt Miniaturen deaktivieren.
  • Ordneransicht testweise schließen und erneut öffnen.

Wenn nur eine kleine Ansicht aktiv ist, wirkt es manchmal so, als seien die Vorschaubilder defekt, obwohl der Explorer sie nur nicht anzeigt. Erst wenn eine größere Symbolansicht genutzt wird, wird sichtbar, ob die Miniaturen wirklich falsch gespeichert sind.

Den Explorer neu starten

Ein hängender Datei-Explorer kann falsche Miniaturen anzeigen, obwohl der Cache selbst noch intakt ist. Deshalb ist ein Neustart der Explorer-Oberfläche ein schneller Zwischenschritt. Öffne den Task-Manager, suche den Datei-Explorer und starte ihn neu.

Danach rufst du den betroffenen Ordner erneut auf. Wenn die Miniaturen jetzt wieder passen, lag das Problem eher an einer fehlerhaften Anzeige als am Cache. Bleibt der Fehler bestehen, ist das Leeren des Thumbnail-Caches der nächste sinnvolle Schritt.

Thumbnail-Cache über die Datenträgerbereinigung entfernen

Der sauberste Weg führt über die Datenträgerbereinigung. Dort lassen sich gespeicherte Miniaturansichten gezielt löschen, ohne Dateien selbst anzutasten. Windows baut diesen Bestand anschließend neu auf, sobald du Ordner wieder öffnest.

Anleitung
1Die Datenträgerbereinigung über die Windows-Suche öffnen.
2Das Systemlaufwerk auswählen, meist C:.
3Warten, bis die Analyse abgeschlossen ist.
4Den Eintrag für Miniaturansichten markieren.
5Die Bereinigung starten und bestätigen.

  1. Die Datenträgerbereinigung über die Windows-Suche öffnen.
  2. Das Systemlaufwerk auswählen, meist C:.
  3. Warten, bis die Analyse abgeschlossen ist.
  4. Den Eintrag für Miniaturansichten markieren.
  5. Die Bereinigung starten und bestätigen.

Nach dem Löschen kann es beim ersten Öffnen von Ordnern kurz langsamer wirken. Das ist normal, weil Windows neue Miniaturen erst erstellen muss. Je nach Umfang des Bild- und Videobestands dauert der Neuaufbau einige Minuten.

Miniaturen über die Speicherbereinigung zurücksetzen

Unter Windows 11 lässt sich derselbe Schritt auch über die Speichereinstellungen auslösen. Das ist praktisch, wenn du ohnehin die Systembereinigung verwendest. Gehe dazu in die Einstellungen, öffne den Bereich für Speicher und rufe die temporären Dateien auf.

Dort kannst du ebenfalls die Miniaturansichten auswählen und entfernen. Diese Variante ist besonders nützlich, wenn zusätzlich unnötige temporäre Dateien bereinigt werden sollen. Achte aber darauf, nur die passenden Einträge zu entfernen und keine Inhalte zu löschen, die du noch brauchst.

Den Cache über die Eingabeaufforderung erneuern

Wenn die grafische Bereinigung nicht hilft, kannst du den Cache auch über Systembefehle anstoßen. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn der Explorer den Thumbnail-Bestand hartnäckig festhält. In diesem Fall muss Windows den Zwischenspeicher erst vollständig loswerden, bevor er neu angelegt wird.

Öffne dazu die Eingabeaufforderung mit Administratorrechten und arbeite vorsichtig, damit keine falschen Dateien betroffen sind. Solche Eingriffe sind nur dann sinnvoll, wenn die normale Bereinigung keine Besserung bringt. Nach dem Entfernen solltest du den PC neu starten, damit der Aufbau sauber beginnt.

Ordner mit Bilddaten gezielt testen

Manchmal liegt das Problem nicht am gesamten System, sondern nur an einzelnen Ordnern oder Dateien. Teste deshalb einen anderen Bildordner, einen anderen Speicherort und wenn möglich auch ein anderes Dateiformat. So erkennst du, ob der Fehler an beschädigten Dateien, an Netzlaufwerken oder an einem lokalen Cache liegt.

Besonders wichtig ist der Vergleich zwischen lokal gespeicherten Dateien und Inhalten auf externen Laufwerken oder in synchronisierten Ordnern. Netzlaufwerke, USB-Medien oder Cloud-Ordner können ihre eigene Verzögerung bei der Vorschau haben. Sind nur diese Speicherorte betroffen, lohnt ein Blick auf Verbindung, Synchronisation und Zugriffsrechte.

Updates und Systemdateien mit einbeziehen

Bleibt der Fehler nach dem Neuaufbau bestehen, solltest du Windows-Updates prüfen. Eine fehlerhafte Explorer-Komponente oder ein alter Systemstand kann Miniaturansichten ebenfalls beeinträchtigen. Installiere verfügbare Updates vollständig und starte den Rechner danach neu.

Wenn der Schaden tiefer sitzt, helfen Systemdateien-Prüfungen weiter. Eine beschädigte Windows-Komponente kann dazu führen, dass der Explorer Vorschaubilder unvollständig aufbereitet. In solchen Fällen ist eine Überprüfung der Systemdateien sinnvoll, bevor du über weitergehende Maßnahmen nachdenkst.

Grafiktreiber und Anzeigeeinstellungen prüfen

Auch der Grafiktreiber kann eine Rolle spielen, vor allem wenn nicht nur Miniaturen, sondern auch Fensterdarstellung oder andere Oberflächelemente auffällig sind. Ein veralteter oder fehlerhafter Treiber kann die Darstellung im Explorer stören. Deshalb lohnt sich ein kurzer Abgleich mit dem aktuellen Treiberstand.

Wenn die Anzeige nach einem Treiberupdate wieder korrekt ist, lag die Ursache nicht am Cache allein. Dann war die Vorschaufunktion nur ein sichtbares Symptom eines Anzeigeproblems. Gerade bei neu installierten Systemen oder nach größeren Updates ist dieser Zusammenhang nicht selten.

Wenn nur bestimmte Dateitypen betroffen sind

Manche Programme speichern oder liefern Vorschauen für eigene Formate. Dann wirken nur Fotos, nur Videos oder nur Dokumente fehlerhaft. Prüfe in diesem Fall, ob ein bestimmtes Programm die Standardvorschau beeinflusst oder eigene Cache-Dateien anlegt.

Auch Dateiendungen und beschädigte Metadaten können eine Rolle spielen. Wird eine Datei umbenannt, verschoben oder von einer anderen Anwendung neu geschrieben, kann der Explorer zunächst eine veraltete Vorschau zeigen. Ein neuer Zugriff auf den Ordner oder das erneute Erstellen der Datei löst das oft bereits aus.

Wann ein Neustart oder ein neues Benutzerprofil hilft

Wenn sich der Fehler trotz leerem Cache und aktueller Updates hält, kann ein neues Benutzerprofil als Test sinnvoll sein. So lässt sich prüfen, ob die Ursache in benutzerspezifischen Explorer-Einstellungen liegt. Funktionieren die Vorschaubilder im neuen Profil korrekt, ist das alte Profil wahrscheinlich beschädigt oder falsch konfiguriert.

Ein vollständiger Neustart nach den Änderungen ist dabei wichtig. Erst dadurch werden gespeicherte Anzeigezustände, Explorer-Prozesse und Cache-Dateien sauber neu geladen. Ohne diesen Schritt kann ein alter Zustand weiter sichtbar bleiben, obwohl die eigentliche Ursache schon beseitigt wurde.

Typische Stolperfallen beim Neuaufbau

Ein häufiger Fehler ist das Löschen falscher Dateien statt des eigentlichen Miniatur-Caches. Ebenso problematisch ist es, mehrere Reparaturschritte gleichzeitig zu machen, ohne zwischendurch zu prüfen, welcher Schritt wirklich geholfen hat. So lässt sich später kaum noch erkennen, was die Ursache war.

Ebenso wichtig ist Geduld nach dem Leeren des Caches. Der Neuaufbau geschieht nicht sofort für alle Ordner gleichzeitig. Je mehr Medien du gespeichert hast, desto länger braucht Windows, um alles erneut zu erzeugen.

Wenn die Miniaturen nach der Bereinigung zunächst noch unvollständig wirken, ist das kein ungewöhnlicher Zustand. Erst nach dem Öffnen mehrerer Ordner und einem kurzen Neustart des Explorers zeigt sich das endgültige Ergebnis. In vielen Fällen ist damit die Anzeige dauerhaft wieder sauber.

Miniaturansicht sauber neu initialisieren

Bevor einzelne Reparaturschritte greifen, lohnt ein gezielter Blick auf die Ursache: Windows speichert Vorschauen nicht dauerhaft im eigentlichen Bild oder Video, sondern in einem separaten Thumbnail-Cache. Wird dieser Speicherbestand beschädigt, veraltet oder von einem Optimierungstool zu aggressiv bereinigt, zeigen Ordner oft alte Motive, graue Platzhalter oder die falsche Vorschau. In solchen Fällen hilft es, nicht nur zu löschen, sondern den Aufbau der Miniaturen sauber anzustoßen.

Öffne dazu den Datei-Explorer und wechsle in einen Ordner mit vielen Bilddateien. Stelle die Ansicht testweise auf ein Layout mit kleinen oder mittleren Symbolen um, damit Windows überhaupt Miniaturansichten erzeugen muss. Wenn du nur sehr große Symbole oder eine Detailansicht nutzt, wird der Cache oft nicht sichtbar geprüft. Danach schließe das Fenster und öffne denselben Ordner erneut. So lässt sich schnell erkennen, ob das Problem nur an einer einzelnen Ansicht hängt oder systemweit auftritt.

  • Datei-Explorer: Ansicht auf kleine oder mittlere Symbole setzen
  • Ordneroptionen: Miniaturansichten aktiv lassen
  • Testordner: mehrere Bildformate prüfen
  • Vergleich: denselben Ordner nach dem Schließen erneut öffnen

Versteckte Ursachen im Explorer ausschließen

Ein sauberer Cache nützt wenig, wenn der Explorer die Vorschauen gar nicht korrekt anfordert. Prüfe deshalb die Darstellungseinstellungen des Dateimanagers. In manchen Konfigurationen werden Symbole priorisiert und Miniaturen nur sparsam geladen. Das fällt besonders auf, wenn unterschiedliche Ordner unterschiedlich reagieren oder einzelne Verzeichnisse nach einem Wechsel der Ansicht plötzlich wieder korrekt wirken.

Öffne im Explorer die Ordneroptionen und suche den Bereich für die Anzeige. Dort sollte die Option zum Anzeigen von Miniaturansichten nicht deaktiviert sein. Ebenfalls sinnvoll ist der Blick auf den Leistungsbereich in den Systemeinstellungen. Dort gibt es visuelle Effekte, die Windows zugunsten schnellerer Darstellung einschränken können. Ist die Funktion zur Vorschau abgeschaltet, ersetzt das System Bilder durch Standardsymbole, obwohl die Dateien selbst in Ordnung sind.

  1. Explorer öffnen und die drei Punkte oder das Menü für Optionen wählen.
  2. Im Reiter für die Ansicht nach Einstellungen rund um Miniaturen suchen.
  3. Die Darstellung von Symbolen statt Miniaturen deaktivieren.
  4. In den erweiterten Systemeinstellungen die visuellen Effekte prüfen.
  5. Änderungen übernehmen und den Ordner erneut öffnen.

Datei-Typen, Vorschauhandler und App-Zuordnungen prüfen

Nicht jede fehlerhafte Miniatur entsteht im Cache selbst. Häufig liefern Programme eigene Vorschauhandler, etwa für RAW-Dateien, PDFs, HEIC-Bilder oder Videodateien. Sind diese Erweiterungen beschädigt oder fehlen nach einem Update, zeigt Windows stattdessen veraltete oder unpassende Bilder. Das betrifft besonders Dateitypen, die nicht zum Standardbestand von Windows gehören.

Prüfe daher die Standard-Apps und die Zuordnung einzelner Dateiendungen. Öffne die Einstellungen und navigiere zu Apps sowie Standard-Apps. Suche dort den betroffenen Dateityp. Ist die Zuordnung unklar, setze sie auf ein stabiles Programm zurück oder wähle testweise die Windows-eigene Anzeige. Bei Videoformaten kann außerdem ein fehlender Codec die Vorschau verhindern, obwohl die Datei normal abgespielt wird. In diesem Fall hilft oft nur ein aktueller Codec oder eine Reparatur des betroffenen Programms.

  • EinstellungenAppsStandard-Apps
  • Dateiendung oder Programmname suchen
  • Zuordnung auf eine verlässliche App setzen
  • Zusatzprogramme für Bild- oder Video-Vorschauen aktualisieren
  • Nach Änderungen den Explorer neu öffnen

Cache-Ordner, Index und Systempflege zusammendenken

Der Thumbnail-Cache liegt zwar getrennt von den eigentlichen Dateien, doch andere Systembestandteile beeinflussen ihn indirekt. Dazu gehören der Suchindex, beschädigte Benutzerprofileinstellungen und gespeicherte Vorschauen aus verschiedenen Ordnern. Wer den Miniaturenspeicher nur einmal löscht, aber keine weiteren Bausteine prüft, bekommt oft nur einen kurzen Effekt, bevor die fehlerhafte Anzeige wiederkehrt.

Deshalb lohnt sich ein vollständiger Pflegegang. Kontrolliere zunächst, ob genug freier Speicherplatz auf dem Systemlaufwerk vorhanden ist. Ist die SSD fast voll, arbeitet Windows mit weniger Puffer, und der Neuaufbau der Vorschauen fällt unzuverlässiger aus. Danach sollte der Suchindex nicht ignoriert werden, weil auch der Explorer auf dessen Metadaten zurückgreift. Über die Indizierungsoptionen lassen sich betroffene Speicherorte neu aufnehmen. Das ist besonders nützlich, wenn Bilder aus externen Laufwerken, Netzlaufwerken oder synchronisierten Cloud-Ordnern stammen.

Auch ein beschädigter Symbol- oder Vorschaustapel kann helfen, den Effekt zu verstärken. Schließe daher speicherintensive Programme, bevor du Ordner mit vielen Medien öffnest. Bildbearbeitungen, Synchronisationssoftware und Cloud-Clients halten Dateien gelegentlich gesperrt oder liefern zwischengespeicherte Inhalte zurück. Nach dem Beenden solcher Programme sollte die Anzeige nochmals geprüft werden.

Stabiler Neuaufbau nach Systemeingriffen

Nach dem Löschen oder Zurücksetzen des Caches ist ein klarer Ablauf sinnvoll, damit Windows die Miniaturen wirklich neu erzeugt und nicht sofort wieder auf alte Daten zugreift. Beginne mit einem Neustart des Systems, öffne danach zuerst einen lokalen Ordner mit Bildern und warte kurz, bis die Vorschauen geladen sind. Anschließend lohnt der Vergleich mit externen Medien, etwa einem USB-Laufwerk oder einer zweiten Partition. So wird sichtbar, ob die Ursache auf einen Speicherort begrenzt bleibt.

Falls die Anzeige weiterhin falsche Inhalte zeigt, kann eine Reparatur der Systemkomponenten erforderlich sein. Starte dazu die Eingabeaufforderung mit administrativen Rechten und führe zunächst eine Integritätsprüfung der Systemdateien durch. Danach lässt sich das Abbild des Systems reparieren. Erst wenn diese Basis steht, sollte der Cache erneut neu aufgebaut werden. Auf diese Weise sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass beschädigte Komponenten die Vorschau sofort wieder beeinflussen.

  1. Alle Explorer-Fenster und Medienprogramme schließen.
  2. System neu starten.
  3. Ein lokales Bildverzeichnis öffnen und die Miniaturen laden lassen.
  4. Externe Laufwerke und Cloud-Ordner einzeln prüfen.
  5. Bei Bedarf Systemdateien reparieren und den Cache danach erneut aufbauen.

Häufige Fragen

Warum werden Miniaturen im Explorer plötzlich unscharf oder falsch dargestellt?

Meist passt der gespeicherte Zwischenspeicher nicht mehr zu den Dateien auf dem Rechner. Das passiert zum Beispiel nach großen Updates, nach Treiberwechseln oder wenn der Explorer zuvor abgestürzt ist. In solchen Fällen hilft es, die Vorschaudaten vollständig neu erstellen zu lassen.

Reicht es aus, nur den Explorer neu zu starten?

Ein Neustart des Explorers behebt vor allem Anzeigeprobleme, die nur in der aktuellen Sitzung entstanden sind. Bleiben die falschen Bilder danach bestehen, liegt die Ursache oft tiefer im Thumbnail-Cache oder in einer beschädigten Voreinstellung. Dann sind weitere Schritte nötig.

Wie lösche ich den Thumbnail-Cache am sichersten?

Am einfachsten gelingt das über die Datenträgerbereinigung oder die Speicherbereinigung in den Windows-Einstellungen. Wichtig ist, dass dabei die Miniaturansichten mit ausgewählt werden, damit Windows den Bestand wirklich neu anlegt. Nach dem Löschen kann das erste Öffnen eines Ordners kurz langsamer wirken, weil die Vorschauen erst wieder aufgebaut werden.

Muss ich dafür Administratorrechte haben?

Für die meisten Wege ist kein spezielles Kontorecht nötig, solange du die Standardfunktionen von Windows verwendest. Bei Befehlen in der Eingabeaufforderung oder bei Eingriffen in Systemordner können erweiterte Rechte sinnvoll sein. Dann sollte die Konsole mit Administratorrechten gestartet werden.

Warum helfen Updates manchmal bei solchen Darstellungsfehlern?

Windows verwaltet Vorschaubilder, Explorer-Komponenten und Grafikschnittstellen eng zusammen. Wenn eine dieser Ebenen nach einem Update oder durch eine ältere Systemdatei nicht mehr sauber arbeitet, können Miniaturen falsch aufgebaut werden. Deshalb lohnt sich neben dem Cache-Reset auch ein Blick auf Windows Update und die Integrität der Systemdateien.

Was mache ich, wenn nur ein Ordner betroffen ist?

Dann liegt die Ursache häufig bei den Dateien in diesem Ordner, nicht beim gesamten System. Teste einen anderen Ordner mit ähnlichen Dateitypen und prüfe, ob dort die Darstellung normal ist. Ist nur ein Verzeichnis auffällig, kann eine beschädigte Datei, ein Sonderzeichen im Pfad oder eine problematische Ordneransicht dahinterstecken.

Welche Rolle spielt der Grafiktreiber?

Der Treiber beeinflusst, wie der Datei-Explorer und viele Programme Bildinhalte anzeigen. Ein alter oder beschädigter Treiber kann dazu führen, dass Miniaturen nicht korrekt gezeichnet werden oder verzögert erscheinen. Deshalb sollte die Anzeige nach einem Treiber-Update ebenso überprüft werden wie nach Änderungen an Skalierung und Auflösung.

Kann ein neues Benutzerprofil das Problem wirklich lösen?

Ja, denn in einem frischen Profil werden viele Explorer-Einstellungen und Cache-Bestandteile neu angelegt. Wenn die Vorschaubilder dort korrekt erscheinen, ist das alte Benutzerprofil wahrscheinlich beschädigt. In dem Fall hilft es, wichtige Daten zu übertragen und die alte Konfiguration gezielt zu bereinigen.

Warum werden nach dem Löschen nicht sofort überall neue Miniaturen angezeigt?

Windows baut die Vorschauen erst nach und nach wieder auf. Besonders bei vielen Bildern, Videos oder großen Ordnern dauert es etwas, bis alles erneut berechnet wurde. Das ist normal und kein Hinweis darauf, dass der Vorgang fehlgeschlagen ist.

Welche Dateien oder Formate bereiten besonders oft Probleme?

Häufig betroffen sind Formate mit eingebetteten Metadaten, sehr große Bilddateien oder Dateien aus Programmen, die eigene Vorschauen speichern. Auch beschädigte RAW-, Video- oder Office-Dateien können die Anzeige im Explorer beeinflussen. Wenn nur einzelne Typen auffallen, hilft oft ein Test mit einer anderen Datei desselben Formats.

Wie erkenne ich, ob die Bereinigung erfolgreich war?

Nach dem Entfernen des alten Cache sollten die betroffenen Ordner zunächst leerere oder generische Symbole zeigen und dann schrittweise neue Miniaturen aufbauen. Wenn nach einem Neustart und erneutem Öffnen der Ordner wieder die korrekten Vorschaubilder erscheinen, war die Bereinigung erfolgreich. Bleiben die Fehler bestehen, sollte der nächste Schritt bei Systemdateien, Treibern oder dem Benutzerprofil ansetzen.

Checkliste
  • Im Datei-Explorer die Ansicht auf große oder extra große Symbole stellen.
  • Unter den Explorer-Optionen die Darstellung von Miniaturansichten zulassen.
  • Die Option für immer Symbole statt Miniaturen deaktivieren.
  • Ordneransicht testweise schließen und erneut öffnen.

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