Update-Frust bei Windows 11: Warum dein Computer immer wieder Probleme macht

Lesedauer: 13 Min – Beitrag erstellt: 4. Mai 2026, zuletzt aktualisiert: 4. Mai 2026

Manche Windows 11-Nutzer sehen sich immer wieder mit Problemen konfrontiert, die durch Updates verursacht werden. Diese Schwierigkeiten können von Systemabstürzen bis hin zu langwierigen Installationsprozessen reichen, die das Arbeiten am Computer erheblich stören. Es ist wichtig zu verstehen, welche Faktoren hierfür verantwortlich sind und wie man die häufigsten Probleme beheben kann.

Ursachen für Update-Probleme bei Windows 11

Die Ursachen für die Schwierigkeiten, die bei Windows 11-Updates auftreten können, sind vielfältig. Ein wesentlicher Faktor sind inkompatible Treiber, die nach einem Update nicht mehr korrekt funktionieren. Dies kann dazu führen, dass das System instabil wird oder Anwendungen nicht mehr richtig starten.

Ein weiteres häufiges Problem sind Netzwerkfehler. Wenn die Internetverbindung während des Downloads oder der Installation eines Updates unterbrochen wird, kann es zu unvollständigen Installationen kommen. Dies führt oft dazu, dass Windows nicht mehr korrekt startet oder bestimmte Funktionen fehlen.

Einige Updates benötigen zudem mehr Speicherplatz, als auf dem Gerät verfügbar ist. Dies ist besonders relevant bei älteren Computern oder Laptops mit begrenztem Speicherplatz. Wenn der benötigte Platz nicht vorhanden ist, kann der Update-Prozess abgebrochen werden.

Diagnoseschritte bei Update-Problemen

Um herauszufinden, welche Ursache hinter den Update-Problemen steckt, sollte man systematisch vorgehen:

  1. Treiber überprüfen: Über den Geräte-Manager können bestehende Treiber auf Aktualisierungen geprüft werden. Inkompatible Treiber können dann manuell ersetzt oder aktualisiert werden.
  2. Internetverbindung testen: Überprüfen Sie, ob die Verbindung stabil und schnell genug für den Download ist. Ein kurzer Test kann anzeigen, ob es Paketverluste oder Verbindungsabbrüche gibt.
  3. Speicherplatz prüfen: Über die Einstellungen kann der Speicherplatz auf dem Gerät überprüft werden, um sicherzustellen, dass ausreichend Platz für das Update vorhanden ist.

Schritte zur Behebung der Probleme

Sobald die Ursache identifiziert ist, können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden:

Wenn inkompatible Treiber festgestellt werden, sollten alle Treiber auf die neueste Version aktualisiert werden. Manchmal kann es auch helfen, Treiber im Kompatibilitätsmodus zu installieren oder auf Standardtreiber zurückzugreifen.

Für Netzwerkprobleme empfiehlt es sich, den Router neu zu starten und sämtliche Netzwerkeinstellungen zurückzusetzen. Manchmal kann es auch helfen, eine Ethernet-Verbindung anstelle von WLAN zu nutzen, um die Stabilität zu erhöhen.

Falls der Speicherplatz ein Problem darstellt, sollten nicht benötigte Programme deinstalliert und temporäre Dateien gelöscht werden. Die Verwendung von Tools wie dem Speicher-Analyzer kann helfen, größere Datenmengen auf dem Gerät zu identifizieren.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Nutzer berichtete, dass sein Windows 11-PC nach einem Update nicht mehr startete. Nach eingehender Prüfung stellte sich heraus, dass ein veralteter Grafiktreiber die Ursache war. Durch das Herunterladen der neuesten Version und das Deinstallieren des problematischen Treibers konnte das Problem schnell gelöst werden.

Anleitung
1Treiber überprüfen: Über den Geräte-Manager können bestehende Treiber auf Aktualisierungen geprüft werden. Inkompatible Treiber können dann manuell ersetzt oder aktualisi….
2Internetverbindung testen: Überprüfen Sie, ob die Verbindung stabil und schnell genug für den Download ist. Ein kurzer Test kann anzeigen, ob es Paketverluste oder Verbin….
3Speicherplatz prüfen: Über die Einstellungen kann der Speicherplatz auf dem Gerät überprüft werden, um sicherzustellen, dass ausreichend Platz für das Update vorhanden ist.

Die Rolle der Benutzerkonten

Gelegentlich kann es auch an den Benutzerkonten liegen. Wenn mehrere Konten auf einem PC erstellt wurden, kann es hilfreich sein, Updates unter einem anderen Konto zu installieren. Manche Benutzer haben berichtet, dass einige Konten keine vollständigen Berechtigungen haben, was die Update-Installation behindern kann.

Häufige Missverständnisse zu Windows 11 Updates

Viele Nutzer glauben, dass sie Updates manuell installieren müssen, um sicherzustellen, dass alles fehlerfrei läuft. Dies ist jedoch oft nicht notwendig, da Windows 11 über ein automatisches Update-System verfügt, das im Hintergrund arbeitet und oft alleinige Entscheidungen trifft. Das Warten auf die nächsten regulär veröffentlichten Updates kann auch manchmal bereits bestehende Probleme lösen.

Richtige Vorbereitung auf Updates

Um zukünftige Probleme zu vermeiden, empfiehlt es sich, vor einem Update eine vollständige Datensicherung durchzuführen. Dies kann über externe Speichergeräte oder Cloud-Dienste erfolgen, um bei Problemen im Nachhinein keine wichtigen Daten zu verlieren. Außerdem sollten alle Programme und Treiber vor dem Update auf den neuesten Stand gebracht werden, um die Wahrscheinlichkeit eines Konflikts zu minimieren.

Umgang mit hartnäckigen Fehlercodes und Endlosschleifen

Hartnäckige Fehlercodes wie 0x800f081f, 0x80070005 oder 0x8024a105 weisen zwar auf unterschiedliche Ursachen hin, lassen sich jedoch nach einem strukturierten Schema eingrenzen. Entscheidend ist, systematisch zu prüfen, ob das Problem an beschädigten Systemdateien, am Windows Update-Dienst, an fehlenden Berechtigungen oder an Drittsoftware hängt. Wer diese Bereiche nacheinander abarbeitet, unterbricht meist auch endlose Update-Schleifen mit wiederholten Neustarts.

Ein zielführender Ansatz beginnt bei den Systemdateien:

  • Öffne das Startmenü und gib im Suchfeld „cmd“ ein.
  • Klicke mit der rechten Maustaste auf „Eingabeaufforderung“ und wähle „Als Administrator ausführen“.
  • Gib den Befehl sfc /scannow ein und bestätige mit Enter.
  • Warte, bis der Vorgang vollständig abgeschlossen ist, und starte den Rechner neu.

Findet SFC Fehler, aber behebt sie nicht vollständig, hilft der Einsatz von DISM. Dieser Dienst lädt fehlende oder beschädigte Komponenten nach, die Updates blockieren können:

  • Starte erneut die Eingabeaufforderung mit Administratorrechten.
  • Führe nacheinander aus:
    • DISM /Online /Cleanup-Image /CheckHealth
    • DISM /Online /Cleanup-Image /ScanHealth
    • DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth
  • Starte nach Abschluss der Befehle den PC neu und rufe Windows Update erneut auf.

In vielen Fällen sitzt die Ursache jedoch in den Update-Komponenten selbst. Ein Zurücksetzen der Windows Update-Dienste und Caches wirkt hier oft wie ein Neustart der gesamten Mechanik:

  • Öffne die Eingabeaufforderung als Administrator.
  • Stoppe die relevanten Dienste mit:
    • net stop wuauserv
    • net stop bits
    • net stop cryptsvc
    • net stop msiserver
  • Benennen der Cache-Ordner um:
    • ren C:WindowsSoftwareDistribution SoftwareDistribution.alt
    • ren C:WindowsSystem32catroot2 catroot2.alt
  • Starte die Dienste neu:
    • net start wuauserv
    • net start bits
    • net start cryptsvc
    • net start msiserver
  • Starte Windows neu und versuche das Update erneut.

Bleibt ein bestimmter Fehlercode trotz dieser Schritte bestehen, lohnt ein Blick in die Ereignisanzeige. Dort protokolliert Windows, zu welchem Zeitpunkt und in welchem Kontext Updates scheitern:

  • Drücke die Windows-Taste und tippe „Ereignisanzeige“ ein.
  • Wechsle zu „Windows-Protokolle“ > „Setup“ oder „System“.
  • Filtere nach „Fehler“, um Einträge rund um den Update-Zeitpunkt zu finden.
  • Notiere dir den Fehlertext und prüfe, ob dort Pfade oder Dateien erwähnt werden, die auf defekte Treiber, Sicherheitssoftware oder fehlende Rechte hindeuten.

Endlosschleifen mit immer wieder aufpoppenden Update-Versuchen enden oft, wenn problematische Updates versteckt oder vorübergehend ausgeblendet werden. Hierfür stellt Microsoft gelegentlich ein separates Hilfsprogramm bereit, allerdings kann auch in den erweiterten Update-Einstellungen gezielt pausiert und der Installationszeitpunkt verschoben werden, bis Treiber und Systemkomponenten nachgezogen wurden.

Treiber, Firmware und Hardware-Kompatibilität im Griff behalten

Viele Updateprobleme haben ihren Ursprung nicht in Windows selbst, sondern in Grafik-, Audio- oder Netzwerktreibern sowie in der Firmware des Mainboards. Besonders ältere PCs, die auf Windows 11 aktualisiert wurden, bringen Treiberversionen mit, die zwar funktionieren, aber auf neue Kernel- oder Sicherheitsfunktionen nicht sauber reagieren. Bei größeren Funktionsupdates führt das häufig zu Rollbacks oder kryptischen Fehlern während des Neustarts.

Ein strukturierter Treibercheck reduziert solche Risiken deutlich:

  • Öffne den Geräte-Manager über das Startmenü.
  • Suche nach Geräten mit Warnsymbolen in der Liste.
  • Klicke mit der rechten Maustaste auf das betroffene Gerät und wähle „Treiber aktualisieren“.
  • Nutze zunächst die Suche nach Treibern über Windows Update.
  • Falls keine neueren Versionen gefunden werden, lade Treiber direkt von der Webseite des Herstellers.

Für Grafikchips von Nvidia, AMD oder Intel empfiehlt sich die Nutzung der offiziellen Verwaltungsprogramme, da diese aktuellere Treiber liefern als generische Windows-Versionen. Wer einen Notebook nutzt, sollte bevorzugt die Treiberpakete des Geräteherstellers verwenden, weil diese oft speziell auf das jeweilige Modell zugeschnitten sind und Energie- sowie Lüftersteuerungen berücksichtigen.

Auch die Firmware-Ebene spielt bei der Update-Stabilität eine große Rolle. Ein altes UEFI-BIOS, das moderne Funktionen wie Secure Boot oder TPM-Unterstützung nur halbherzig umsetzt, kann größere Aktualisierungen empfindlich stören. Die folgenden Schritte helfen beim Abgleich:

  • Drücke Windows-Taste + R und tippe „msinfo32“.
  • Prüfe unter „BIOS-Modus“, ob der PC im UEFI-Modus läuft.
  • Notiere die BIOS-Version und das Datum.
  • Vergleiche diese Informationen mit den Angaben auf der Support-Seite des Mainboard- oder Notebook-Herstellers.

Ein Firmware-Update sollte nur nach sorgfältiger Vorbereitung erfolgen: vollständige Datensicherung, Netzteil beim Notebook, keine Unterbrechung während des Flash-Vorgangs. Nach einem erfolgreichen Update des BIOS oder UEFI lösen sich viele vorher unerklärliche Update-Abbrüche. Gleichzeitig lohnt sich ein Blick in die dortigen Einstellungen, ob Funktionen wie Secure Boot, TPM 2.0 und Virtualisierung korrekt aktiv sind, da Windows 11 darauf abgestimmt ist.

Wer externe Hardware wie Dockingstationen, USB-Hubs oder Spezialgeräte einsetzt, sollte während größerer Systemupdates möglichst viel davon abziehen. Manche Geräte melden sich gegenüber dem System so, dass der Update-Prozess annimmt, bestimmte Dateien seien in Benutzung oder bestimmte Treiber könnten nicht ersetzt werden. Ein Minimalaufbau mit nur Tastatur, Maus und Monitor vermindert die Zahl solcher Konflikte deutlich.

Update-Steuerung mit Gruppenrichtlinien und lokalen Richtlinien

Gerade bei professionell genutzten Rechnern oder gemeinsam verwendeten PCs bietet es sich an, das Verhalten von Windows Update gezielt zu steuern, anstatt jede Änderung dem Standardprofil zu überlassen. Wer Updates planvoll ausrollt, verhindert, dass ein unerwarteter Neustart eine Präsentation, ein Videomeeting oder eine lange Berechnung unterbricht. Unter Windows 11 Pro und höher stehen dafür Gruppenrichtlinien zur Verfügung, die sich auch auf Einzelrechnern einsetzen lassen.

Die Steuerung der Aktualisierungen gelingt über den lokalen Gruppenrichtlinien-Editor:

  • Drücke Windows-Taste + R und gib „gpedit.msc“ ein.
  • Wechsle zu „Computerkonfiguration“ > „Administrative Vorlagen“ > „Windows-Komponenten“ > „Windows Update“.
  • Öffne den Bereich „Windows Update für Unternehmen“, falls vorhanden.
  • Konfiguriere Einstellungen wie „Auswählen, wann Qualitätsupdates empfangen werden“ oder „Automatische Updates konfigurieren“.

Über diese Richtlinien lässt sich festlegen, ob Updates automatisch installiert werden dürfen, ob nur Benachrichtigungen erscheinen oder ob ein bestimmter Zeitraum zwischen Veröffentlichung und Installation liegen soll. Besonders sinnvoll ist die Definition von Nutzungszeiten, während derer keine Neustarts durchgeführt werden. So bleibt der PC während der Arbeitszeit verfügbar und zieht Aktualisierungen bevorzugt abends oder nachts ein.

Auf Rechnern ohne Gruppenrichtlinien-Editor, etwa bei Windows 11 Home, führen die Einstellungen innerhalb der Systemoberfläche zum Ziel:

  • Öffne die Einstellungen und gehe zu „Windows Update“.
  • Lege aktive Stunden fest, in denen der PC genutzt wird.
  • Aktiviere die Option, dass Windows diese Zeiten anhand deiner Nutzung automatisch anpasst, falls verfügbar.
  • Nutze die Pausierfunktion, wenn ein Projekt ansteht, bei dem ein Neustart unbedingt vermieden werden muss.

Wer häufig mit Testsoftware oder kritischen Fachanwendungen arbeitet, kann die Update-Strategie zusätzlich absichern, indem Funktionsupdates bewusst verzögert werden. Qualitätsupdates mit Sicherheitskorrekturen sollten weiter zeitnah ankommen, während umfangreiche Versionssprünge erst nach einigen Wochen installiert werden. In dieser Zeit zeigt sich, ob bestimmte Patches bekannte Spezialprogramme beeinträchtigen, sodass man rechtzeitig reagieren oder alternative Lösungen planen kann.

Spezialfall: Metered Connection und Update-Drosselung

Nutzer mit schwankenden oder begrenzten Internetverbindungen leiden besonders unter großen Downloads im Hintergrund. Hier hilft die Definition einer getakteten Verbindung, damit Windows Update sparsam agiert:

  • Öffne die Einstellungen und rufe „Netzwerk & Internet“ auf.
  • Wähle dein WLAN oder Ethernet-Profil.
  • Aktiviere „Als getaktete Verbindung festlegen“.

Unter einer getakteten Verbindung hält Windows viele größeren Aktualisierungen zurück oder lädt sie nur in Teilen. In Kombination mit festgelegten Update-Zeitfenstern entsteht ein System, bei dem du selbst bestimmst, wann umfangreiche Datenmengen heruntergeladen werden. Wer zusätzlich in den erweiterten Windows-Update-Optionen die Bandbreite für Downloads begrenzt, verteilt Lastspitzen besser und reduziert gleichzeitige Hintergrundaktivitäten, die bei der Arbeit stören.

Saubere Neuinstallation als langfristige Lösung planen

Manche Systeme tragen eine jahrelange Update- und Softwaregeschichte mit sich herum, die irgendwann jede Reparaturmaßnahme erschwert. Überreste alter Sicherheitsprogramme, händisch gelöschte Systemdateien oder unübersichtliche Partitionsstrukturen können dazu führen, dass auch ein scheinbar behobenes Problem später wieder auftaucht. In solchen Fällen bietet eine saubere Neuinstallation oft den stabilsten Ausweg, vor allem wenn der PC ohnehin auf Windows 11 umgestellt oder auf neue Hardware umgezogen werden soll.

Vorbereitend sollten alle relevanten Daten und Einstellungen gesichert werden:

  • Kopiere persönliche Dateien aus Bibliotheken wie Dokumente, Bilder, Videos und Desktop auf ein externes Laufwerk.
  • Sichere Browser-Lesezeichen über Exportfunktionen oder synchronisiere sie mit einem Benutzerkonto.
  • Erfasse Lizenzschlüssel von Programmen, die du weiterhin nutzen möchtest.
  • Notiere eine Liste der wichtigsten Anwendungen, die nach der Neuinstallation wieder eingerichtet werden sollen.

Für die eigentliche Neuinstallation liefert Microsoft das Media Creation Tool oder ähnliche Werkzeuge, mit denen sich ein aktueller Installationsdatenträger auf USB-Stick erstellen lässt.

Häufige Fragen zu Update-Problemen unter Windows 11

Warum bleiben Windows-11-Updates bei einem bestimmten Prozentsatz hängen?

Updates verbleiben häufig bei 20, 61 oder 100 Prozent, wenn ein Dienst blockiert, ein Treiber nicht reagiert oder Systemdateien beschädigt sind. In vielen Fällen hilft es, den PC einmal neu zu starten, den abgesicherten Modus zu nutzen und anschließend die Problembehandlung für Windows Update und eine Systemdateiprüfung mit DISM und SFC durchzuführen.

Wie kann ich Windows-11-Updates manuell anstoßen oder verzögern?

Über Einstellungen > Windows Update kannst du mit dem Button zum Suchen nach Updates den Vorgang manuell starten oder Pausen einrichten. In den erweiterten Optionen lässt sich zusätzlich einstellen, wie Updates installiert werden und ob Treiber, optionale Updates oder Vorschauversionen einbezogen werden sollen.

Was mache ich, wenn ein Windows-11-Update immer wieder fehlschlägt?

Schlage Updates wiederholt fehl, solltest du zunächst die Windows-Update-Problembehandlung ausführen, den Update-Cache im Ordner SoftwareDistribution leeren und die relevanten Dienste neu starten. Wenn das nicht reicht, helfen oft eine Inplace-Reparatur mit einem aktuellen Installationsmedium oder das manuelle Installieren des betroffenen Updates über den Update-Katalog.

Wie kann ich verhindern, dass Treiber-Updates mein System durcheinanderbringen?

Du kannst Treiber-Updates über Einstellungen > Windows Update > Erweiterte Optionen > Optionale Updates kontrollieren und nur ausgewählte Treiber installieren. Zusätzlich lohnt sich ein Wiederherstellungspunkt vor größeren Treiberwechseln, damit du problematische Treiber über die Systemwiederherstellung oder den Geräte-Manager gezielt zurückrollen kannst.

Woran erkenne ich, ob Dritthersteller-Sicherheitstools Updates stören?

Wenn Updates nur dann scheitern, wenn ein bestimmtes Antiviren- oder Tuning-Tool aktiv ist, liegt der Verdacht auf eine Blockade durch diese Software nahe. Testweise deaktivierst du solche Programme vorübergehend, führst das Update durch und aktivierst sie danach wieder oder ersetzt sie durch eine Lösung, die besser mit Windows 11 harmoniert.

Ist es sicher, Updates länger aufzuschieben oder auszusetzen?

Kurze Pausen, etwa vor wichtigen Präsentationen oder Reisen, sind unproblematisch, längeres Aussetzen erhöht aber das Sicherheitsrisiko und kann spätere Updates erschweren. Sinnvoll ist ein Rhythmus, bei dem Funktions- und Sicherheitsupdates zeitnah nach den ersten Rückmeldungen eingespielt werden, während du Vorschau-Updates nur auf Testsystemen nutzt.

Wie setze ich Windows Update zurück, ohne Windows komplett neu zu installieren?

Du kannst den Update-Dienst anhalten, die Inhalte des Ordners SoftwareDistribution löschen und die Dienste anschließend neu starten, um den Mechanismus zurückzusetzen. Ergänzend lohnt sich die Ausführung von DISM /RestoreHealth und SFC /Scannow in einer administrativen Eingabeaufforderung, um beschädigte Systemkomponenten zu reparieren.

Hilft ein Neustart im abgesicherten Modus bei Update-Problemen?

Der abgesicherte Modus lädt nur die nötigsten Treiber und Dienste und blendet viele Störquellen aus, die Updates behindern. Dort kannst du problematische Treiber deinstallieren, Autostart-Programme entschlacken und Systemprüfungen durchführen, bevor du erneut ein Update versuchst.

Was kann ich tun, wenn Windows nach einem Update nicht mehr sauber startet?

Über die erweiterten Startoptionen erreichst du die Starthilfe, die Systemwiederherstellung und die Option, das letzte Funktionsupdate zu deinstallieren. Meist gelingt es so, zu einem funktionsfähigen Zustand zurückzukehren und anschließend gezielt Treiber oder Software zu bereinigen, die den Startprozess behindern.

Wann ist eine Inplace-Reparatur von Windows 11 sinnvoll?

Wenn Systemdateien stark beschädigt sind und Updates trotz Problembehandlung, Cache-Löschung und Systemprüfungen dauerhaft scheitern, bietet sich eine Inplace-Reparatur an. Dabei startest du das Setup von einem aktuellen Installationsmedium innerhalb von Windows und lässt das System über sich selbst installieren, wobei Programme und Daten erhalten bleiben.

Wie sichere ich meinen PC vor umfangreichen Funktionsupdates ab?

Vor größeren Versionssprüngen solltest du persönliche Daten auf ein externes Medium oder in ein Netzlaufwerk kopieren und einen Systemabbild-Backup anlegen. Zusätzlich sorgt ein Wiederherstellungspunkt dafür, dass du bei kleineren Problemen ohne großen Aufwand zu einem vorherigen Zustand zurückkehren kannst.

Welche Rolle spielt der Speicherplatz bei Update-Problemen?

Zu wenig freier Speicher kann Updates blockieren, weil temporäre Dateien, Wiederherstellungspunkte und Installationspakete nicht vollständig abgelegt werden können. Mit der Datenträgerbereinigung und der Speicheroptimierung in den Einstellungen entfernst du überflüssige Dateien und schaffst Reserven für künftige Aktualisierungen.

Fazit

Windows-11-Updates laufen deutlich zuverlässiger, wenn Systemdateien in Ordnung sind, Treiber gepflegt werden und du störende Zusatzsoftware im Blick behältst. Mit den gezeigten Diagnosewegen, Reparaturbefehlen und Sicherungsstrategien lässt sich ein Großteil der Update-Probleme lösen, ohne Windows neu aufsetzen zu müssen. So bleiben dein System stabil, sicher und für kommende Aktualisierungen vorbereitet.

Checkliste
  • Öffne das Startmenü und gib im Suchfeld „cmd“ ein.
  • Klicke mit der rechten Maustaste auf „Eingabeaufforderung“ und wähle „Als Administrator ausführen“.
  • Gib den Befehl sfc /scannow ein und bestätige mit Enter.
  • Warte, bis der Vorgang vollständig abgeschlossen ist, und starte den Rechner neu.

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