Wie kann ich temporäre Dateien in Windows bereinigen?

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 15. April 2026, zuletzt aktualisiert: 15. April 2026

Temporäre Dateien lassen sich in Windows mit Bordmitteln sicher löschen, zum Beispiel über die Datenträgerbereinigung oder die Speicheroptimierung in den Einstellungen. Für eine gründliche Bereinigung lohnt sich die Kombination mehrerer Funktionen, damit Systemreste, Update-Dateien, Browser-Caches und App-Daten mit aufgeräumt werden. Wer regelmäßig aufräumt, gewinnt Speicherplatz zurück und verhindert, dass Windows mit der Zeit immer träger wird.

Bevor es losgeht, ist ein grober Überblick wichtig: Windows speichert Zwischenstände, Installationsreste, Protokolle und Caches an verschiedenen Orten. Dazu zählen temporäre Ordner des Systems, Update-Dateien, der Papierkorb, Browser-Daten und App-spezifische Dateien. Je nach Nutzungsverhalten können sich hier mehrere Gigabyte ansammeln. Die gute Nachricht: Ein Großteil dieser Daten lässt sich gefahrlos entfernen, solange man die richtigen Bereiche auswählt und ein paar Hinweise beachtet.

Was temporäre Dateien in Windows eigentlich sind

Temporäre Dateien sind Hilfsdateien, die Windows und Programme für einen begrenzten Zeitraum anlegen. Dazu gehören Cache-Dateien, Installationsreste, Log-Dateien und Zwischenspeicher für Updates. Viele dieser Dateien werden später nicht mehr benötigt, bleiben aber auf der Festplatte liegen.

Typische Gruppen solcher Dateien sind:

  • Systemweite Temp-Dateien in speziellen Ordnern wie „Temp“ oder „Prefetch“
  • Zwischenspeicher von Programmen, etwa Office oder Bildbearbeitung
  • Browser-Caches von Edge, Chrome, Firefox und anderen
  • Update-Dateien von Windows, die nach erfolgreicher Installation nutzlos werden
  • Absturzberichte, Log-Dateien und Protokolle
  • Dateien im Papierkorb, die zwar gelöscht erscheinen, aber noch Speicher belegen

Solange genügend Speicher frei ist, merkt man diese Daten kaum. Wird die Systempartition jedoch eng, können Updates scheitern, Programme langsamer starten oder es kommt zu Rucklern, wenn Windows ständig Speicher hin- und herschaufeln muss. Dann ist eine aufgeräumte Platte Gold wert.

Der schnellste Weg: Temporäre Dateien in den Einstellungen löschen

Moderne Windows-Versionen bieten in den Einstellungen eine zentrale Stelle, um viele temporäre Datenarten in einem Rutsch zu entfernen. Diese Funktion ist meist der beste Startpunkt, weil sie relativ sicher und übersichtlich gestaltet ist.

Der typische Weg führt über die System-Einstellungen zum Speicherbereich, in dem Windows die belegten Speicherarten gruppiert anzeigt. Dort lässt sich eine Übersicht abrufen, welche Art von Dateien wie viel Speicher verschlingt. In diesem Bereich gibt es auch einen Eintrag für temporäre Dateien, der sich gezielt öffnen lässt.

Um systemnahe Hilfsdaten über die Einstellungen zu löschen, geht man beispielsweise so vor:

  • Die Systemeinstellungen von Windows öffnen.
  • Zum Bereich für System oder Speicher wechseln, je nach Version.
  • Das Laufwerk auswählen, auf dem Windows installiert ist.
  • Den Eintrag für temporäre Dateien öffnen.
  • Die angebotenen Kategorien prüfen und die gewünschten Häkchen setzen.
  • Den Löschvorgang starten und abwarten, bis er abgeschlossen ist.

Je nach Version finden sich hier Auswahlfelder für Dinge wie Zwischenspeicher, Miniaturansichten, Papierkorb oder frühere Windows-Installationen. Systemrelevante Dateien sind in der Regel vor versehentlicher Löschung geschützt, trotzdem sollte man Beschreibungen lesen, bevor man eine Kategorie auswählt.

Datenträgerbereinigung nutzen – der Klassiker mit Tiefenwirkung

Die Datenträgerbereinigung ist ein älteres, aber sehr wirkungsvolles Werkzeug von Windows. Sie analysiert ein Laufwerk und zeigt an, welche Systemdateien und temporären Elemente gefahrlos entfernt werden können. Viele Administratoren nutzen dieses Tool, um Systeme langfristig schlank zu halten.

Wer diese Funktion aufruft, kann wahlweise die normale Ansicht oder eine erweiterte Variante mit Systemdateien einsetzen. Die normale Ansicht kümmert sich um einfache Reste wie temporäre Dateien, Papierkorb und Protokolle. Die erweiterte Ansicht mit Systemrechten erlaubt zusätzlich das Aufräumen von Windows-Update-Dateien und Installationsresten.

Eine übliche Vorgehensweise sieht so aus:

  • Das Startmenü öffnen und nach dem Begriff für die Datenträgerbereinigung suchen.
  • Das Systemlaufwerk wählen, meist das Laufwerk, auf dem Windows installiert ist.
  • Den Scan abwarten, bis die Liste der gefundenen Dateitypen erscheint.
  • Die gewünschten Häkchen setzen, zum Beispiel bei temporären Dateien, Papierkorb oder Miniaturansichten.
  • Optional die Systemdateien einbeziehen, um Windows-Update-Reste zu entfernen.
  • Mit OK bestätigen und den Löschvorgang starten.

Vorsicht ist vor allem bei Einträgen wie früheren Windows-Installationen angesagt: Das Entfernen solcher Sicherungen spart oft mehrere Gigabyte, macht jedoch eine einfache Rückkehr zur vorherigen Version unmöglich. Wer kürzlich ein großes Funktionsupdate durchgeführt hat und noch unsicher ist, sollte diesen Eintrag erst nach einigen Wochen anfassen.

Manuell im Temp-Ordner aufräumen

Zusätzlich zu den Systemwerkzeugen lohnt es sich, gelegentlich direkt in die temporären Ordner zu schauen. Dort landen unter anderem Dateien von Installern, temporäre Entpack-Archive und Reste von Programmen, die ihre Hilfsdateien nicht sauber entfernen.

Windows verwendet mehrere solcher Ordner. Der globale Pfad speichert systemweite Hilfsdaten, während ein weiterer Ordner benutzerspezifische Dateien enthält. Beide lassen sich öffnen und manuell leeren, idealerweise mit administrativen Rechten und möglichst ohne laufende Programme, die gerade auf diese Ordner zugreifen.

Eine vorsichtige Abfolge könnte zum Beispiel so aussehen:

  • Alle offenen Programme schließen, um Sperren zu vermeiden.
  • Den Ausführen-Dialog aufrufen.
  • Den Befehl für den Benutzer-Temp-Ordner eingeben (meist eine Abkürzung, die direkt zum richtigen Pfad führt).
  • Den Inhalt des Ordners markieren und löschen; sich nicht wundern, wenn einige Dateien wegen Nutzung durch laufende Prozesse nicht entfernt werden können.
  • Anschließend den globalen Temp-Pfad über einen ähnlichen Befehl öffnen und wieder die löschbaren Dateien entfernen.

Dateien, die sich nicht entfernen lassen, bleiben schlicht bestehen, bis der betreffende Prozess beendet ist oder Windows neu gestartet wurde. Es lohnt sich, später einen weiteren Versuch zu starten, etwa nach einem Neustart.

Speicheroptimierung aktivieren und automatisieren

Wer nicht regelmäßig manuell aufräumen möchte, profitiert von der Speicheroptimierung, die viele temporäre Daten automatisch entfernt. Diese Funktion prüft in gewissen Abständen, welche Speicherbereiche veraltet sind, und bereinigt sie nach festgelegten Regeln.

Die Speicheroptimierung kann unter anderem den Papierkorb nach einer bestimmten Zeit leeren, die Downloads-Ordner aufräumen oder temporäre Systemdateien entfernen. Je nach Windows-Version gibt es feinere Einstellungsmöglichkeiten für Zeiträume und Umfang der Bereinigung.

Eine typische Einrichtung erfolgt über die Speicher-Einstellungen:

  • Die Einstellungen öffnen und zum Bereich für den Speicher wechseln.
  • Die Speicheroptimierung einschalten.
  • Die erweiterten Optionen öffnen, um Intervalle und Details festzulegen.
  • Auswählen, nach wie vielen Tagen Dateien im Papierkorb oder im Download-Ordner gelöscht werden dürfen.
  • Optional eine manuelle Ausführung starten, um sofort aufzuräumen.

Besonders wichtig: Wer den Download-Ordner als Ablage nutzt, sollte die Option für dessen automatische Bereinigung entweder deaktiviert lassen oder sehr lange Zeiträume wählen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass vermeintlich wichtige Dokumente mit entfernt werden.

Auswirkungen auf Leistung und Stabilität

Das Entfernen temporärer Dateien hat zwei Hauptziele: Speicherplatz zurückgewinnen und das System entlasten. Ein übervoller Datenträger führt häufig dazu, dass Windows Auslagerungsdateien nicht mehr sinnvoll verwalten kann. Das kann sich in langen Ladezeiten, Hängern und Fehlern beim Installieren von Programmen oder Updates bemerkbar machen.

Bei klassischen Festplatten ist der Effekt besonders deutlich, weil diese Hardware stark von einer gewissen Menge an freiem Platz profitiert, um Daten neu zu organisieren. Bei SSDs wirkt sich eine aufgeräumte Platte ebenfalls positiv auf die Lebensdauer und Performance aus, auch wenn der Effekt oft subtiler ist. Viele Hersteller empfehlen, dauerhaft etwa 10 bis 20 Prozent des Laufwerks frei zu halten.

Ein durchdachtes Bereinigungskonzept kombiniert daher mehrere Ebenen: regelmäßige automatische Löschläufe für unkritische Daten, gelegentliche manuelle Eingriffe für größere Aufräumaktionen und ein Auge auf speicherhungrige Programme, die ihren Cache stark ausdehnen.

Typische Stolperfallen beim Aufräumen

Beim Entfernen temporärer Daten treten häufig wiederkehrende Fehler auf. Manche Nutzer löschen zu wenig und wundern sich, dass kaum Speicher frei wird, andere räumen zu aggressiv auf und entfernen Sicherungen, die sie später gerne noch hätten.

Ein häufiger Irrtum besteht darin, dass alles, was als temporär markiert ist, absolut bedeutungslos sei. Einige Programme nutzen Temp-Ordner aber auch als Zwischenlager für aktuelle Projekte oder Zwischenspeicher, die bei laufenden Arbeiten relevant sind. Deshalb sollten umfangreiche Löschaktionen idealerweise stattfinden, wenn gerade keine größeren Programme geöffnet sind.

Ein weiterer Klassiker: Der Download-Ordner wird blind geleert, obwohl sich dort wichtige Rechnungen, Verträge oder Installationsdateien befinden. Hier hilft nur Disziplin: Downloads entweder direkt in eine strukturierte Ordnerhierarchie verschieben oder vor dem Löschen gezielt nach PDF-, Office- oder Archivdateien suchen, die man noch benötigt.

Browser-Caches und Anwendungsdaten im Blick behalten

Webbrowser legen oft enorme Datenmengen im Cache ab, um Webseiten schneller zu laden. Dieser Zwischenspeicher wächst mit jeder Surf-Session weiter an, reduziert aber nach einer gewissen Größe den Nutzen. Wer Speicherplatz schaffen möchte, sollte daher gelegentlich auch hier aufräumen.

Jeder Browser bietet in seinen Einstellungen einen Bereich für Ablauf, Download-Chronik, Formular-Daten und Caches. Dort lässt sich auswählen, ob nur der Zwischenspeicher oder auch Cookies und andere personenbezogene Daten entfernt werden sollen. Wer sich nicht ständig neu anmelden möchte, löscht am besten nur den Cache und lässt Passwörter sowie Anmeldecookies erhalten.

Viele Anwendungen haben ähnliche Mechanismen. Spiele-Launcher, Cloud-Synchronisationstools oder Kreativprogramme halten sich eigene Caches und Vorschaudateien. In den jeweiligen Einstellungen finden sich oft Einträge wie Speicherverwaltung, Cache leeren oder Projektdaten bereinigen. Diese Funktionen sollten bevorzugt genutzt werden, statt Programmdaten wahllos aus ihren Installationsordnern zu entfernen.

Windows-Updates und alte Systemstände bereinigen

Große Windows-Updates hinterlassen häufig Sicherungskopien, um bei Bedarf zur vorherigen Version zurückzukehren. Diese Dateien können mehrere Gigabyte umfassen und belegen damit wertvollen Platz auf dem Systemlaufwerk. Wer mit der neuen Version zufrieden ist und keine Probleme bemerkt, kann diese Sicherungen gezielt entfernen.

Die sicherste Variante führt wieder über die systemeigenen Werkzeuge. Der Speicherbereich der Einstellungen bietet oft einen Eintrag für veraltete Windows-Versionen, den man vorsichtig anklicken sollte. Alternativ erkennt die Datenträgerbereinigung solche Installationsreste ebenfalls, wenn sie mit Systemrechten ausgeführt wird.

Wichtig ist der Zeitfaktor: Direkt nach einem Funktionsupdate empfiehlt es sich, einige Wochen lang zu beobachten, ob Treiber, Programme und Peripheriegeräte stabil laufen. Erst danach ist das Entfernen früherer Versionen eine entspannte Entscheidung. Bleiben oder treten schwere Probleme auf, kann die vorhandene Sicherung dabei helfen, auf die ältere Variante zurückzugehen.

Beispiele aus dem Alltag

Viele typische Situationen zeigen, wie unterschiedlich sich temporäre Dateien bemerkbar machen können. Im Büroalltag betrifft es oft Kolleginnen und Kollegen, die mit großen Dokumenten oder vielen Browser-Tabs arbeiten. Zuhause betrifft es gerne den Familien-PC, auf dem Spiele, Fotos und Streaming parallel um Speicher kämpfen.

Ein klassischer Fall: Ein älterer Laptop mit einer kleinen SSD meldet plötzlich, dass kaum noch Speicher frei ist. Office-Dokumente lassen sich noch öffnen, aber große Dateien speichern schlägt gelegentlich fehl, Updates werden abgebrochen. Ein Blick in den Speicherbereich der Einstellungen zeigt, dass temporäre Dateien, Zwischenspeicher und der Papierkorb mehrere Gigabyte belegen. Nach einer Kombination aus Datenträgerbereinigung, Temp-Ordner-Leerung und Browser-Cache-Löschung stehen wieder ausreichend freie Gigabyte zur Verfügung, und die tägliche Arbeit läuft spürbar flüssiger.

Ein zweites Szenario betrifft einen Gaming-PC, auf dem regelmäßig neue Spiele installiert und wieder deinstalliert werden. Installationsreste und Shader-Caches sammeln sich an, die Update-Historie von Windows ist lang. Ein Durchlauf der Datenträgerbereinigung mit Systemdateien, ergänzt um eine gezielte Bereinigung der Spiele-Launcher-Caches, beseitigt mehrere Dutzend Gigabyte an unnötigen Daten.

In einem weiteren Beispiel nutzt eine Familie einen einzigen Desktop-PC. Mehrere Benutzerkonten legen jeweils eigene Browser-Caches, Temp-Ordner und Papierkörbe an. Da jeder denkt, nur wenig Platz zu benötigen, wächst die Datenmenge im Hintergrund stetig. Eine systematische Aktion, bei der alle Konten nacheinander geprüft werden, die Speicheroptimierung für die automatische Bereinigung aktiviert und gemeinsam Regeln für den Umgang mit Downloads vereinbart werden, sorgt dauerhaft für Ordnung.

Wann zusätzliche Tools sinnvoll sind – und wann nicht

Neben den Bordmitteln von Windows werben zahlreiche Drittprogramme damit, das System noch gründlicher zu reinigen. Manche bieten bequeme Oberflächen, Zeitpläne oder zusätzliche Analysen. Dennoch sollte man bei solchen Werkzeugen vorsichtig sein, insbesondere wenn sie aggressive Registry-Reinigungen oder „Tiefenoptimierungen“ versprechen.

Für die meisten Anwender reichen die Systemfunktionen völlig aus. Zusätzliche Programme können sinnvoll sein, wenn mehrere Rechner betreut werden, Komfortfunktionen wie zentrale Zeitsteuerung oder Auswertungen benötigt werden oder bestimmte Anwendungen spezielle Reinigungsroutinen erfordern. Entscheidend ist, dass sich jede Aktion nachvollziehen lässt und vor größeren Eingriffen ein Backup des Systems vorhanden ist.

Ein sicheres Vorgehen besteht darin, Dritttools nur für das zu nutzen, wofür sie wirklich gebraucht werden: etwa als Oberfläche, die vorhandene Windows-Funktionen bündelt, oder als Helfer, um Browser-Daten mehrerer Programme in einem Durchlauf zu löschen. Funktionen, die tief in die Registry eingreifen oder kritische Systemdateien anfassen, sollten nur mit sehr guter Kenntnis der Auswirkungen eingesetzt werden.

Strategien für dauerhaft aufgeräumte Systeme

Ein einmaliger Großputz schafft zwar Luft, doch ohne gewisse Gewohnheiten füllen sich die Laufwerke schnell wieder. Ein paar einfache Routinen reichen häufig aus, um das Niveau dauerhaft stabil zu halten und nicht alle paar Monate vor einem nahezu vollen Systemlaufwerk zu stehen.

Hilfreiche Gewohnheiten sind zum Beispiel:

  • Die Speicheroptimierung aktiv lassen, damit Papierkorb und temporäre Dateien automatisch reduziert werden.
  • Den Download-Ordner nicht als Dauerablage verwenden, sondern Dateien zeitnah in passende Ordner verschieben.
  • In Abständen von einigen Wochen den Speicherbereich der Einstellungen und die Datenträgerbereinigung einsetzen.
  • Programme, die nicht mehr benötigt werden, deinstallieren, statt sie nur zu ignorieren.
  • Gelegentlich prüfen, welche Anwendungen besonders große Datenmengen unter ihrem Benutzerprofil ansammeln.

Wer diese Schritte mit ruhiger Hand umsetzt, muss selten über dramatische Engpässe nachdenken. Statt hektischer Rettungsaktionen, wenn Windows kaum noch Speicher findet, bleibt das System in einem gesunden Bereich, in dem sowohl Alltagstätigkeiten als auch größere Updates problemlos möglich sind.

Häufige Fragen zur Bereinigung temporärer Dateien

Wie oft sollte ich temporäre Dateien entfernen?

Für die meisten Systeme genügt es, einmal im Monat aufzuräumen, um Speicherplatz freizugeben und die Ordnung zu wahren. Wenn du viele große Dateien bearbeitest oder wenig freien Speicher hast, kann ein wöchentlicher Rhythmus sinnvoll sein.

Welche temporären Dateien darf ich gefahrlos löschen?

Alles, was in den Temp-Ordnern von Windows und im Downloadcache von Updates liegt, lässt sich in der Regel entfernen, sofern keine Installationen oder Updates laufen. Auch der Inhalt des Papierkorbs, Browser-Caches und Miniaturansichten kann gelöscht werden, ohne das System zu beschädigen.

Kann beim Löschen temporärer Dateien etwas kaputtgehen?

Solange du die integrierten Werkzeuge wie Einstellungen, Datenträgerbereinigung und Speicheroptimierung verwendest, ist das Risiko sehr gering. Problematisch wird es nur, wenn du Systemverzeichnisse oder unbekannte Dateien außerhalb dieser Werkzeuge manuell entfernst.

Warum bleiben manche Dateien trotz Bereinigung im Temp-Ordner?

Viele Dateien werden von laufenden Programmen gesperrt und lassen sich erst löschen, wenn die Anwendung oder Windows neu gestartet wurde. Außerdem legen manche Programme eigene temporäre Ordner an, die von den Standardwerkzeugen nicht vollständig erfasst werden.

Wie viel Speicherplatz kann ich mit dem Aufräumen gewinnen?

Das hängt stark von der Nutzung ab und reicht von wenigen hundert Megabyte bis zu mehreren Dutzend Gigabyte auf Systemen, die lange nicht bereinigt wurden. Besonders Windows-Update-Reste, alte Treiberpakete und große Browser-Caches können erhebliche Mengen freigeben.

Ist es sinnvoll, zusätzliche Cleaner-Tools zu verwenden?

Nützliche Zusatzprogramme bieten sich an, wenn du sehr feine Kontrolle über viele Spezialbereiche brauchst oder mehrere Rechner zentral verwaltest. Für typische Heimanwender reichen die eingebauten Funktionen in Windows meist vollständig aus.

Wie erkenne ich, ob temporäre Dateien mein System ausbremsen?

Wenn die Systemplatte fast voll ist, Programme spürbar länger starten oder Updates wegen zu wenig Speicherplatz scheitern, lohnt sich ein Blick auf temporäre Daten. Im Task-Manager und in den Speichereinstellungen kannst du sehen, ob die Systempartition dauerhaft an der Grenze arbeitet.

Was sollte ich vor einer großen Bereinigung beachten?

Schließe alle Programme, sichere wichtige Dokumente und führe nach größeren Systemupdates nach Möglichkeit einen Neustart durch. Wenn du sehr alte Wiederherstellungspunkte oder Systemabbilder entfernst, empfiehlt sich zusätzlich ein aktuelles Backup wichtiger Daten.

Kann ich das Aufräumen vollständig automatisieren?

Mit der Speicheroptimierung lässt sich ein Zeitplan definieren, der temporäre Dateien, Papierkorb und Downloadordner selbständig aufräumt. Ergänzend kannst du eigene Aufgaben im Aufgabenplaner einrichten, wenn du beispielsweise bestimmte Verzeichnisse regelmäßig leeren möchtest.

Werden bei der Bereinigung auch persönliche Daten gelöscht?

Die Standardwerkzeuge von Windows entfernen in erster Linie Systemreste, Caches und Protokolle, die keine individuellen Inhalte enthalten. Persönliche Dateien sind nur betroffen, wenn du ausdrücklich Papierkorb, Downloads oder Nutzerordner in den Bereinigungseinstellungen einbeziehst.

Was kann ich tun, wenn die temporären Dateien sich sehr schnell wieder füllen?

In diesem Fall lohnt ein Blick auf Anwendungen, die große Logdateien oder Caches anlegen, etwa Browser, Videotools oder Spieleplattformen. Häufig hilft es, in den Programmeinstellungen die Größe der Caches zu beschränken oder überflüssige Protokollfunktionen zu deaktivieren.

Fazit

Mit den integrierten Werkzeugen von Windows, etwas Systemverständnis und einem regelmäßigen Rhythmus hältst du temporäre Dateien zuverlässig im Griff. Automatisierte Aufräumfunktionen, ein bewusster Umgang mit großen Anwendungen und gelegentliche Kontrollen des Speicherverbrauchs sorgen dafür, dass das System dauerhaft stabil und flott bleibt.

Checkliste
  • Systemweite Temp-Dateien in speziellen Ordnern wie „Temp“ oder „Prefetch“
  • Zwischenspeicher von Programmen, etwa Office oder Bildbearbeitung
  • Browser-Caches von Edge, Chrome, Firefox und anderen
  • Update-Dateien von Windows, die nach erfolgreicher Installation nutzlos werden
  • Absturzberichte, Log-Dateien und Protokolle
  • Dateien im Papierkorb, die zwar gelöscht erscheinen, aber noch Speicher belegen

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