So stoppen Sie unerwünschte Standortabfragen am Handy

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 10. August 2026, zuletzt aktualisiert: 10. August 2026

Warum das Handy überhaupt nach dem Standort fragt

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde ganz oder teilweise mithilfe generativer KI erstellt. Das Titelbild stammt entweder aus eigener KI-gestützter Erstellung oder aus einer lizenzierten Bildquelle.

Unerwünschte Standortabfragen entstehen meist nicht durch einen einzelnen Fehler, sondern durch mehrere Berechtigungen, App-Funktionen und Systemschnittstellen. Das Handy fragt dann nach dem Standort, wenn eine App ihn für Karten, Wetter, Kamera, Suche, Werbung oder Gerätefunktionen anfordert. Entscheidend ist deshalb zuerst die Frage, ob die Abfrage von einer einzelnen App, vom Betriebssystem oder von einem verbundenen Dienst ausgeht.

Am schnellsten bekommst du Ruhe, wenn du die Standortberechtigung pro App prüfst, unnötige Standortdienste einschränkst und anschließend testest, welche Anwendung die Anfrage ausgelöst hat. Bei Android und iPhone unterscheidet sich der Menüweg, das Grundprinzip ist aber gleich: Nur die Anwendungen dürfen auf den Standort zugreifen, die ihn wirklich benötigen. Alles andere bekommt entweder keine Freigabe oder nur eine eingeschränkte Freigabe für die Nutzung der App.

Wichtig ist außerdem die Unterscheidung zwischen einer echten Standortabfrage und einer bloßen Nachfrage nach der Freigabe. Manche Apps öffnen beim Start ein Fenster mit der Bitte um Zugriff, andere melden sich später im Hintergrund, wenn sie Standortdienste, Geofencing oder eine automatische Erkennung nutzen. Genau diese Hintergrundabfragen lassen sich meist besonders gut durch eine saubere Berechtigungsprüfung eingrenzen.

Die richtige Stelle für die Prüfung finden

Der schnellste Weg führt immer über die Einstellungen für Standort und App-Berechtigungen. Dort siehst du, welche Apps Zugriff haben, welche nur während der Nutzung zugreifen dürfen und welche den Standort gar nicht verwenden sollen. Wenn du systematisch vorgehst, erkennst du meist schon nach wenigen Minuten, welche Anwendung die meisten Abfragen erzeugt.

  • Prüfe zuerst die allgemeinen Standort-Einstellungen des Handys.
  • Öffne dann die App-Berechtigungen und schau dir alle Anwendungen mit Standortzugriff an.
  • Kontrolliere anschließend einzelne Apps, die für Karten, Navigation, Kamera, Shopping, Wetter, Fitness oder soziale Netzwerke genutzt werden.
  • Teste danach das Verhalten im Alltag, zum Beispiel nach einem Neustart oder nach dem Schließen der betroffenen App.

Wenn du die Ursache nicht sofort erkennst, arbeite von oben nach unten. Die allgemeinen Standortfunktionen steuern die Basis, die App-Rechte regeln den Zugriff im Detail, und die einzelnen Dienste können auch ohne sichtbare App-Fenster im Hintergrund arbeiten. So lässt sich sauber unterscheiden, ob du eine App stoppen musst oder ob eine Systemfunktion zu großzügig eingestellt ist.

Standortzugriff unter Android gezielt einschränken

Bei Android findest du die Einstellungen meist unter Einstellungen, Standort und anschließend unter den App-Berechtigungen oder App-Zugriff. Der genaue Menüname kann je nach Hersteller etwas anders heißen, das Prinzip bleibt aber gleich. Dort legst du fest, ob eine App immer, nur während der Nutzung oder gar nicht auf den Standort zugreifen darf.

Für viele Anwendungen ist die strengste Freigabe nicht nur möglich, sondern sinnvoll. Eine Wetter-App benötigt den Standort oft nur beim Öffnen, eine Navigations-App während der aktiven Fahrt, ein Messenger häufig überhaupt nicht. Wenn eine App den Standort nur nebenbei verwendet, reicht in vielen Fällen die Freigabe nur während der Nutzung oder die manuelle Eingabe eines Orts vollkommen aus.

So gehst du schrittweise vor:

  1. Öffne die Android-Einstellungen und wechsle zu Standort.
  2. Rufe die Liste der Apps mit Standortzugriff auf.
  3. Öffne die betroffene App und ändere die Freigabe auf Nur während der Nutzung oder Niemals.
  4. Prüfe, ob die App danach noch sinnvoll arbeitet.
  5. Falls nötig, öffne zusätzlich die App-Einstellungen und deaktiviere dort standortbezogene Sonderfunktionen.

Wenn eine App trotz eingeschränkter Berechtigung weiter nach dem Standort fragt, liegt die Ursache oft in einer zusätzlichen Funktion innerhalb der App. Häufig sind das automatische Ortsvorschläge, Standorterkennung für Inhalte, Check-in-Funktionen oder eine präzisere Personalisierung. In diesem Fall hilft es, nicht nur die Android-Berechtigung anzupassen, sondern auch die App-internen Standortoptionen zu suchen und zu deaktivieren.

Standortabfragen auf dem iPhone reduzieren

Auf dem iPhone steuerst du den Zugriff über Einstellungen, Datenschutz & Sicherheit und dann Ortungsdienste. Dort siehst du jede App einzeln. Apple unterscheidet dabei typischerweise zwischen Nie, Beim Verwenden der App, Immer und je nach App weiteren Optionen für die genaue Standortfreigabe.

Anleitung
1Öffne die Android-Einstellungen und wechsle zu Standort.
2Rufe die Liste der Apps mit Standortzugriff auf.
3Öffne die betroffene App und ändere die Freigabe auf Nur während der Nutzung oder Niemals.
4Prüfe, ob die App danach noch sinnvoll arbeitet.
5Falls nötig, öffne zusätzlich die App-Einstellungen und deaktiviere dort standortbezogene Sonderfunktionen.

Ein bewährtes Vorgehen ist dieses:

  1. Öffne Einstellungen und dann Datenschutz & Sicherheit.
  2. Tippe auf Ortungsdienste.
  3. Wähle die App aus, die immer wieder nach dem Standort fragt.
  4. Setze die Freigabe auf Beim Verwenden der App oder Nie.
  5. Kontrolliere danach, ob die App eine alternative Einstellung für Ortsvorschläge oder personalisierte Inhalte hat.

Beim iPhone lohnt sich zusätzlich ein Blick auf die Systemdienste innerhalb der Ortungsdienste. Einige davon unterstützen Funktionen wie Geräteverwaltung, Notfallfunktionen, Zeitzonen, Standortbasierte Vorschläge oder die Suche nach dem Gerät. Nicht jeder Dienst muss abgeschaltet werden, aber du kannst dort prüfen, welche Funktionen wirklich gebraucht werden und welche nur unnötig Hintergrundzugriffe erzeugen.

Die häufigsten Ursachen für permanente Abfragen

Wenn ein Handy immer wieder nach dem Standort fragt, steckt oft eine von vier Ursachen dahinter: eine zu großzügige App-Freigabe, eine App mit Hintergrundzugriff, ein einmal nicht sauber bestätigter Dialog oder ein Dienst, der die Standortdaten für automatische Funktionen verwendet. Der schnelle Weg ist deshalb nicht das komplette Abschalten aller Ortungsdienste, sondern das saubere Eingrenzen der Quelle.

Besonders häufig sind diese Auslöser:

  • Karten- und Navigations-Apps mit Hintergrundaktualisierung
  • Wetter-, Shopping- und Such-Apps mit Ortsvorschlägen
  • Messenger, die Standortfreigaben im Chat anbieten
  • Kamera-Apps mit Orts- oder Metadatenfunktion
  • Fitness- und Familien-Apps mit Standortverlauf oder Standortfreigabe

Bei solchen Anwendungen sollte die Frage nicht nur lauten, ob der Zugriff möglich ist, sondern ob er für den konkreten Zweck nötig ist. Eine Navigations-App braucht während der Fahrt einen anderen Zugriff als eine App, die nur einmal den Wetterort anzeigen soll. Je genauer du diesen Unterschied triffst, desto weniger Abfragen bleiben übrig.

Hintergrundzugriff und Standortverlauf kontrollieren

Viele Nutzer sehen nur den sichtbaren App-Start, während die eigentliche Standortanfrage im Hintergrund ausgelöst wird. Das passiert beispielsweise durch automatische Aktualisierungen, Widgets, Geofencing oder Standortverlauf. Wenn du diese Funktionen nicht brauchst, solltest du sie getrennt von der eigentlichen App-Berechtigung prüfen.

Auf Android und iPhone gibt es dafür unterschiedliche Stellen, aber in beiden Fällen gilt: Hintergrundzugriff ist nur dann sinnvoll, wenn eine App eine klare Funktion dafür hat. Bei einer Einkaufsliste, einer Spiele-App oder einer einfachen News-App ist er meist überflüssig. Wenn eine App den Standort nur für sporadische Hinweise verwendet, kannst du Hintergrundaktualisierung, genaue Ortung oder automatische Ortsvorschläge oft deaktivieren, ohne die Hauptfunktion zu verlieren.

Prüfe daher bei jeder auffälligen App drei Punkte: Zugriff während der Nutzung, Zugriff im Hintergrund und app-interne Standortoptionen. Erst wenn alle drei Ebenen sauber eingestellt sind, verschwinden die meisten wiederkehrenden Nachfragen. Bleiben sie trotzdem bestehen, ist die App selbst wahrscheinlich der eigentliche Auslöser und sollte testweise entfernt oder ersetzt werden.

Was du bei Browsern, Suchfunktionen und Websites tun kannst

Standortabfragen kommen nicht nur von Apps, sondern auch von Browsern und Webdiensten. Eine Website kann den Standort anfordern, wenn du etwa eine Filialsuche, eine Karte oder einen regionalen Dienst öffnest. Dann erscheint die Freigabe nicht als klassische App-Berechtigung, sondern als Browserabfrage oder Website-Prompt.

In diesem Fall hilft ein Blick in die Browser-Einstellungen. Dort kannst du meist festlegen, ob Websites grundsätzlich nach dem Standort fragen dürfen oder ob du jede Freigabe einzeln bestätigen musst. Wenn du den Standort nur selten im Browser brauchst, ist eine strenge Voreinstellung meist die sauberste Lösung. Dann bleibt die Kontrolle bei dir, statt dass jede Seite erneut nachfragt.

Auch bei Browsern ist es sinnvoll, den Unterschied zwischen einmaliger Freigabe und dauerhaftem Zugriff zu beachten. Wenn du einer Website nur kurz helfen willst, den ungefähren Ort zu erkennen, kannst du eine Einmalfreigabe wählen. Danach ist die Anfrage beendet, ohne dass die Website dauerhaft auf Standortdaten zugreifen kann.

Benachrichtigungen und Pop-ups richtig einordnen

Nicht jede Standortabfrage bedeutet, dass eine App tatsächlich laufend deinen Standort übermittelt. Manchmal handelt es sich nur um eine Benachrichtigung, die wegen einer neuen Funktion, einer Aktualisierung oder einer erst später abgefragten Freigabe erscheint. Dann genügt es, den Dialog einmal sauber zu beantworten und die dazugehörige Berechtigung zu ändern.

Wenn dieselbe Meldung wiederkehrt, obwohl du bereits Niemals oder Beim Verwenden der App gewählt hast, solltest du die App vollständig schließen und anschließend neu starten. Danach prüfst du, ob die Abfrage erneut kommt. Bleibt sie aus, war der erste Dialog vermutlich nur ein einmaliges Problem. Kommt sie wieder, steckt meist eine zweite Einstellung oder ein Hintergrunddienst dahinter.

Du solltest außerdem darauf achten, ob die Abfrage von einer seriösen Systemfunktion stammt oder von einer einzelnen App. Die Texte unterscheiden sich oft. Eine Systemabfrage bezieht sich meist auf den Zugriff des Betriebssystems, eine App-Abfrage nennt deutlich den Namen der Anwendung. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil du damit schneller die richtige Stelle in den Einstellungen findest.

So gehst du vor, wenn du die Quelle nicht sofort findest

Wenn der Auslöser unklar bleibt, hilft eine schrittweise Trennung. Deaktiviere nicht alles auf einmal, sondern arbeite von den wahrscheinlichsten Anwendungen nach unten. So erkennst du, welche App das Verhalten tatsächlich auslöst, ohne Nebenwirkungen zu erzeugen, die später schwer einzuordnen sind.

Sauber eingrenzen:

  1. Notiere, wann die Standortabfrage erscheint: beim Öffnen, im Hintergrund oder nach einer bestimmten Aktion.
  2. Schließe die zuletzt genutzte App vollständig.
  3. Prüfe die Standortberechtigung dieser App.
  4. Deaktiviere testweise Hintergrundaktualisierung oder ortsbezogene Sonderfunktionen.
  5. Starte das Handy neu und beobachte das Verhalten erneut.
  6. Wenn nötig, deinstalliere die auffällige App testweise und prüfe, ob die Abfragen verschwinden.

Diese Reihenfolge ist sinnvoll, weil du damit schnell zwischen einer echten Systemfunktion und einer einzelnen fehlerhaften App unterscheiden kannst. Gerade bei Diensten mit vielen Zusatzfunktionen ist eine vollständige Deinstallation oft der schnellste Beweis. Verschwindet die Abfrage danach, kennst du den Auslöser und kannst die App später mit engeren Berechtigungen wieder installieren oder durch eine schlankere Alternative ersetzen.

Welche Einstellungen du zusätzlich prüfen solltest

Manche Standortabfragen hängen an Funktionen, die auf den ersten Blick nichts mit Ortung zu tun haben. Dazu zählen automatische Zeitzonen, Geräte-Suche, Standortfreigabe in Familienfunktionen, Sicherheitsprüfungen und Dienste zur Verbesserung der Genauigkeit. Diese Optionen sind nicht grundsätzlich schlecht, aber sie können erklären, warum das Handy an mehreren Stellen nach dem Standort fragt.

Prüfe daher neben den App-Rechten auch diese Bereiche:

  • Systemdienste mit Standortbezug
  • Familien- oder Freigabefunktionen
  • Geräteortung und Suchdienste
  • App-internes Teilen des Standorts
  • Ortungsgenauigkeit und WLAN-/Bluetooth-gestützte Standortermittlung

Wenn du Funktionen wie Geräte-Suche oder Familienfreigabe wirklich nutzt, musst du sie nicht sofort abschalten. Es reicht oft, die Berechtigungen einzuschränken und nur die Funktionen aktiv zu lassen, die du regelmäßig brauchst. So behältst du die Sicherheit des Geräts, ohne unnötige Standortanfragen durch andere Anwendungen zu dulden.

Wann das Abschalten allein nicht reicht

Manchmal liegen die Abfragen nicht an den Einstellungen, sondern an einer beschädigten App-Konfiguration oder einem fehlerhaften Update. Dann hilft es, die App zu beenden, den Cache zu leeren, die App zu aktualisieren oder sie einmal neu zu installieren. Auf einem sauber eingerichteten System verschwinden solche Wiederholungen oft schon dadurch, dass die alte Konfiguration entfernt wird.

Wenn die Standortabfragen nach einem Systemupdate begonnen haben, prüfe zuerst, ob die betroffene App ebenfalls auf dem neuesten Stand ist. Eine ältere App-Version kann auf veränderte Berechtigungen empfindlich reagieren und die Anfrage erneut stellen, obwohl die Einstellung bereits gesetzt ist. Dann ist nicht das Handy selbst das Problem, sondern das Zusammenspiel aus alter App und neuer Systemlogik.

Bleibt die Ursache unklar, lohnt ein genauer Blick auf die zuletzt installierten Apps. Gerade nach einem Neustart oder nach einer Neuinstallation ist oft schnell erkennbar, welches Programm sich anders verhält als vorher. Solche zeitlichen Zusammenhänge sind meist aussagekräftiger als pauschale Vermutungen.

Die beste Reihenfolge für eine dauerhafte Lösung

Für eine stabile Lösung hat sich eine einfache Reihenfolge bewährt. Erst die Berechtigungen, dann die App-internen Optionen, anschließend die Hintergrundfunktionen und zuletzt die Testphase mit Beobachtung. So vermeidest du den typischen Fehler, alles gleichzeitig zu ändern und später nicht mehr zu wissen, welche Maßnahme geholfen hat.

  1. Standortzugriff der auffälligen App einschränken.
  2. App-interne Standortoptionen deaktivieren.
  3. Hintergrundaktualisierung oder Dauerzugriff prüfen.
  4. Das Handy neu starten.
  5. Die Funktion im Alltag erneut testen.
  6. Bei weiterem Verhalten die App testweise entfernen oder ersetzen.

Diese Abfolge hat einen weiteren Vorteil: Sie ist größtenteils reversibel. Du kannst jede Änderung einzeln zurücknehmen, falls eine benötigte Funktion dadurch eingeschränkt wird. Genau das ist bei Standortdiensten wichtig, weil manche Apps nur scheinbar auf den Standort verzichten können, in Wahrheit aber eine manuelle Eingabe oder eine engere Freigabe völlig ausreicht.

Woran du erkennst, dass die Änderungen wirken

Eine gute Einstellung ist nicht daran zu erkennen, dass gar keine Nachfrage mehr erscheint, sondern daran, dass nur die wirklich nötigen Anwendungen Zugriff behalten. Du solltest also nicht jede Standortfunktion pauschal ausschalten, sondern prüfen, ob Navigation, Karten, Notfall- oder Suchfunktionen noch wie erwartet funktionieren. Gleichzeitig dürfen unbeteiligte Apps nicht mehr ungefragt nach dem Standort fragen.

Erfolgreich ist die Umstellung dann, wenn drei Dinge zusammenpassen: keine wiederkehrenden Pop-ups, keine unnötigen Hintergrundzugriffe und keine Einschränkung der tatsächlich benötigten Funktionen. Wenn eines davon fehlt, ist die Auswahl meist noch zu weit gefasst oder eine Sonderfunktion der App ist noch aktiv. Dann lohnt sich ein zweiter Blick auf die app-internen Einstellungen.

Falls du ein Firmenhandy oder ein verwaltetes Gerät nutzt, kann zusätzlich eine Richtlinie eingreifen. Dann lässt sich nicht jede Berechtigung frei ändern. In diesem Fall sind die verfügbaren Optionen oft eingeschränkt, und der zuständige Administrator oder die Gerätekonfiguration bestimmt, welche Standortfunktionen erlaubt bleiben.

Checkliste für die saubere Umstellung

Wenn du die Standortabfragen strukturiert abstellen willst, arbeite diese Punkte nacheinander ab:

  • Welche App fragt nach dem Standort?
  • Ist die Freigabe auf Immer gestellt?
  • Reicht Nur während der Nutzung oder Nie aus?
  • Gibt es in der App selbst eine Standort- oder Ortsvorschlagsfunktion?
  • Ist Hintergrundaktualisierung oder Standortverlauf eingeschaltet?
  • Wurde die App nach der Änderung neu gestartet?
  • Bleibt die Funktion der App trotz engerer Freigabe erhalten?

Wenn du diese Punkte sauber durchgehst, lässt sich fast immer eine brauchbare Balance finden. Du behältst die Kontrolle über sensible Daten, ohne das Handy unnötig zu beschneiden. Das ist der sicherste Weg, weil er nicht auf pauschales Abschalten setzt, sondern auf nachvollziehbare Entscheidungen pro App und pro Funktion.

Häufige Ursachen bei Standortabfragen am Handy

Ein Handy fragt meist dann wiederholt nach dem Standort, wenn mehrere Ebenen gleichzeitig offen sind: App-Rechte, Systemdienste, Hintergrundfunktionen und Browserzugriffe. Die eigentliche Lösung besteht deshalb fast nie aus einem einzigen Schalter. Erst die Kombination aus enger Berechtigung, sauberer App-Konfiguration und einer kurzen Testphase bringt dauerhaft Ruhe.

Wenn du die Einstellungen einmal ordentlich aufräumst, profitierst du gleich doppelt: weniger Pop-ups und mehr Kontrolle darüber, welche Anwendung den Standort tatsächlich braucht. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einer schnellen Abweisung und einer belastbaren Einstellung. Eine gute Konfiguration hält auch nach einem Neustart oder nach einem Update stand und muss nicht ständig nachgebessert werden.

Wenn du später doch wieder eine Standortfunktion brauchst, kannst du sie gezielt und nur für die passende App freigeben. So bleibt das Handy alltagstauglich, ohne dass jede Anwendung automatisch Zugriff erhält.

Häufige Fragen zum Stoppen von Standortabfragen am Handy

Warum fragt mein Handy trotz ausgeschalteter Ortungsdienste noch nach dem Standort?

Oft kommt die Nachfrage nicht direkt vom System, sondern von einer App, die beim Start oder für eine Zusatzfunktion auf Standortdaten zugreifen will. Prüfe deshalb sowohl die allgemeinen Ortungsdienste als auch die Berechtigungen der einzelnen Apps. Wenn die Abfrage nur bei einer bestimmten Anwendung erscheint, liegt die Ursache meist dort und nicht an der gesamten Geräte-Einstellung.

Welche Einstellung ist am sinnvollsten: nie, nur während der Nutzung oder immer?

Für die meisten Apps ist Nur während der Nutzung die beste Balance aus Funktion und Datenschutz, weil der Standort dann nur bei aktiv geöffneter App freigegeben wird. Immer sollte nur gewählt werden, wenn eine App die Position im Hintergrund wirklich benötigt, etwa für Navigation oder bestimmte Sicherheitsfunktionen. Nie ist sinnvoll, wenn die App auch ohne Standort vollständig nutzbar bleibt.

Wie finde ich heraus, welche App die Standortabfrage auslöst?

Gehe die App-Berechtigungen nacheinander durch und achte auf Anwendungen, die typischerweise mit Karten, Wetter, Kamera, Shopping oder sozialen Funktionen arbeiten. Wenn die Abfrage direkt nach dem Öffnen einer App erscheint, ist das der schnellste Hinweis auf den Auslöser. Hilfreich ist außerdem ein Test nach dem Schließen einzelner Apps, damit du erkennst, ob die Nachfrage nur im Hintergrund weiterläuft.

Kann ich Standortabfragen stoppen, ohne wichtige Funktionen zu verlieren?

Ja, oft reicht es, die Berechtigung enger zu setzen und nur den wirklich nötigen Zugriff zu erlauben. Viele Apps arbeiten mit manueller Ortswahl, ungefährem Standort oder einer Freigabe nur beim Verwenden weiterhin gut. Wenn eine Funktion danach nicht mehr sauber läuft, kannst du sie gezielt wieder freigeben, statt den gesamten Standortdienst offen zu lassen.

Was mache ich, wenn eine App trotz eingeschränkter Berechtigung weiter nach dem Standort fragt?

Dann ist häufig eine zusätzliche App-Funktion aktiv, etwa Ortsvorschläge, Check-ins oder personalisierte Inhalte. Suche in den Einstellungen der App nach Standort-, Datenschutz- oder Komfortoptionen und deaktiviere dort die unnötige Funktion. Bleibt das Verhalten bestehen, hilft meist nur das Entfernen der Berechtigung oder das Deinstallieren der App, wenn sie den Standort für deine Nutzung nicht benötigt.

Gilt das Vorgehen auf Android und iPhone gleich?

Das Grundprinzip ist gleich: Du prüfst zuerst den Systemzugriff und danach die einzelnen Apps. Die Menünamen unterscheiden sich, aber beide Systeme erlauben es, den Zugriff auf nur beim Verwenden oder auf gar keinen Zugriff zu begrenzen. Auf dem iPhone lohnt sich zusätzlich ein Blick auf die Systemdienste, während bei Android oft Hersteller-Menüs oder App-spezifische Sonderfunktionen entscheidend sind.

Checkliste
  • Prüfe zuerst die allgemeinen Standort-Einstellungen des Handys.
  • Öffne dann die App-Berechtigungen und schau dir alle Anwendungen mit Standortzugriff an.
  • Kontrolliere anschließend einzelne Apps, die für Karten, Navigation, Kamera, Shopping, Wetter, Fitness oder soziale Netzwerke genutzt werden.
  • Teste danach das Verhalten im Alltag, zum Beispiel nach einem Neustart oder nach dem Schließen der betroffenen App.


Unsere Redaktion

Über 15 Jahre Erfahrung mit Windows- und PC-Problemen aller Art. Wir sind Euer Technikratgeber seit 2009.

Mitarbeiter Porträt Martin Keller

Martin Keller

34, Hamburg, gelernter IT-Systemadministrator und Schachfreund. Mag außerdem gerne gutes Bier.

Mitarbeiter Porträt Daniel Cho

Daniel Cho

29, Frankfurt am Main, Data Analyst. Fotografie-begeistert und Stratege durch und durch. Kann alles.

Mitarbeiterin Porträt Sofia Mendes

Sofia Mendes

27, Köln, Projektmanagerin. Workshop-Junkie und Handy-süchtig. Sprachen-Genie mit italienischen Wurzeln.

Mitarbeiter Porträt Tobias Wagner

Tobias Wagner

36, Stuttgart, Softwareentwickler. Digital Native und PC-Freak durch und durch. Spielt perfekt Gitarre.

Mitarbeiter Porträt Enzokuhle Dlamini

Enzokuhle Dlamini

55, Düsseldorf, Personalmanagerin. Liebt ihren Garten genauso wie WordPress. Geboren in Südafrika.

Mitarbeiter Porträt Joachim Freising

Joachim Freising

52, Bergisch-Gladbach, Teamleiter IT. Technik-affin. Hat für jedes Problem eine Lösung parat. Sehr geduldig.

Unsere Redaktion:

Über 15 Jahre Erfahrung mit Windows- und PC-Problemen aller Art. Wir sind Euer Technikratgeber seit 2009.

Mitarbeiter Porträt Martin Keller

Martin Keller

Mitarbeiter Porträt Daniel Cho

Daniel Cho

Mitarbeiterin Porträt Sofia Mendes

Sofia Mendes

Mitarbeiter Porträt Tobias Wagner

Tobias Wagner

Mitarbeiter Porträt Enzokuhle Dlamini

Enzokuhle Dlamini

Mitarbeiter Porträt Joachim Freising

Joachim Freising

Schreibe einen Kommentar