Screenshot unter Windows 11 erstellen – schnell und ohne Umwege

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 18. April 2026, zuletzt aktualisiert: 18. April 2026

Unter Windows 11 hast du mehrere eingebaute Möglichkeiten, um einen Screenshot zu erstellen – per Taste, mit dem Snipping Tool oder über die Game Bar. Am schnellsten geht es meist mit der Druck-Taste oder Windows-Tastenkombinationen, für maßgeschneiderte Ausschnitte ist das Snipping Tool die beste Wahl. Welche Methode am sinnvollsten ist, hängt davon ab, ob du den ganzen Bildschirm, ein Fenster oder nur einen Bereich sichern willst.

Viele Nutzer kennen nur eine einzige Tastenkombination und übersehen damit praktische Funktionen wie zeitverzögerte Aufnahmen, automatische Speicherung oder das direkte Bearbeiten von Bildschirmausschnitten. In diesem Leitfaden erfährst du alle relevanten Wege unter Windows 11, typische Stolperfallen und wie du die passenden Einstellungen so wählst, dass Screenshots im Alltag schnell und zuverlässig funktionieren.

Die wichtigsten Screenshot-Tastenkombinationen unter Windows 11

Die schnellsten Bildschirmaufnahmen unter Windows 11 gelingen über die Tastatur. Einige Kombinationen speichern automatisch Dateien, andere legen das Bild nur in die Zwischenablage. Wer diese Unterschiede kennt, wählt je nach Situation die passende Variante.

Die wichtigsten Kombinationen im Überblick:

  • Druck (oder PrtSc): Kopiert den gesamten Bildschirm in die Zwischenablage. Du fügst das Bild anschließend in ein Programm wie Paint, Word oder ein Grafiktool ein.

  • Alt + Druck: Kopiert nur das aktive Fenster in die Zwischenablage – hilfreich, wenn du keine Taskleiste oder anderen Hintergrund zeigen möchtest.

  • Windows-Taste + Druck: Nimmt den gesamten Bildschirm auf und legt automatisch eine PNG-Datei im Ordner „Bilder > Bildschirmfotos“ an.

  • Windows-Taste + Shift + S: Öffnet den Ausschnittmodus des Snipping Tools, mit dem du Bereich, Fenster oder Vollbild auswählst und in die Zwischenablage übernimmst.

  • Windows-Taste + G: Ruft die Xbox Game Bar auf, mit der du während Spielen oder Vollbild-Anwendungen Screenshots und Aufnahmen erstellst.

Wenn du primär schnell teilen willst (z. B. im Chat oder per E-Mail), sind Varianten mit Zwischenablage ideal. Für Dokumentation oder Ablage im Dateisystem eignet sich die Kombination mit automatischem Speichern besonders gut.

Gesamten Bildschirm aufnehmen und automatisch speichern

Wer häufig den kompletten Monitor dokumentieren muss, spart mit der automatischen Speicherfunktion viel Zeit. Windows 11 legt dabei ohne Rückfrage fertige Bildschirmfotos in einem festen Ordner ab.

So gehst du vor, um ganze Bildschirme ohne Zwischenschritt zu sichern:

  1. Öffne die Situation, die du festhalten möchtest (Programm, Browser, Desktop).

  2. Drücke Windows-Taste + Druck.

  3. Der Bildschirm blinkt kurz abgedunkelt auf – das zeigt an, dass die Aufnahme erstellt wurde.

  4. Öffne danach im Explorer den Ordner Bilder > Bildschirmfotos. Dort findest du neue PNG-Dateien mit fortlaufender Nummerierung.

Falls bei dir kein sichtbares Blinken zu erkennen ist, kann trotzdem eine Datei entstehen. Es lohnt sich in diesem Fall, direkt in den genannten Ordner zu schauen. Bleibt der Ordner leer, arbeitest du möglicherweise auf einem Firmenrechner mit angepassten Richtlinien oder einer ungewöhnlichen Tastaturbelegung.

Nur ein Fenster als Screenshot erfassen

Manchmal soll nicht der ganze Desktop, sondern nur ein einziges Programmfenster dokumentiert werden. Windows 11 bietet mit einer einfachen Tastenkombination genau dafür eine Lösung.

So sicherst du das aktive Fenster:

  1. Aktiviere das gewünschte Fenster, indem du es anklickst.

  2. Drücke Alt + Druck.

  3. Öffne eine Anwendung wie Paint, Word oder dein bevorzugtes Grafikprogramm.

  4. Füge den Screenshot mit Strg + V ein.

  5. Speichere das Dokument oder Bild wie gewohnt.

Diese Methode eignet sich gut, wenn Hintergrundinhalte nicht sichtbar sein sollen oder vertrauliche Informationen auf dem Desktop liegen. In Office-Programmen kannst du dieses Fensterbild auch direkt zuschneiden oder skalieren.

Individuelle Bildausschnitte mit dem Snipping Tool erstellen

Für flexible Ausschnitte ist das Snipping Tool in Windows 11 der wichtigste Baustein. Du kannst damit rechteckige Bereiche, Freihandausschnitte, einzelne Fenster oder den ganzen Bildschirm markieren und anschließend bearbeiten.

Anleitung
1Öffne die Situation, die du festhalten möchtest (Programm, Browser, Desktop).
2Drücke Windows-Taste + Druck.
3Der Bildschirm blinkt kurz abgedunkelt auf – das zeigt an, dass die Aufnahme erstellt wurde.
4Öffne danach im Explorer den Ordner Bilder > Bildschirmfotos. Dort findest du neue PNG-Dateien mit fortlaufender Nummerierung.

Um schnell in den Ausschnittmodus zu wechseln, nutzt du am besten Windows-Taste + Shift + S. Nach dieser Kombination blendet Windows oben im Bildschirm eine kleine Leiste ein. Dort stehen standardmäßig vier Modi zur Wahl:

  • Rechteckiger Ausschnitt: Du ziehst mit der Maus ein Rechteck über den gewünschten Bereich.

  • Freiformausschnitt: Du malst eine Linie um den gewünschten Bereich, die Form ist dabei völlig frei.

  • Fensterausschnitt: Du klickst ein vorhandenes Fenster an, das vollständig erfasst werden soll.

  • Vollbildausschnitt: Der gesamte Bildschirm wird übernommen, ähnlich wie bei der Druck-Taste, aber direkt vom Snipping Tool verwaltet.

Nach der Auswahl erscheint unten rechts eine Benachrichtigung. Ein Klick darauf öffnet den Screenshot im Snipping-Tool-Fenster, wo du ihn speichern, zuschneiden oder mit Anmerkungen versehen kannst. Wird dort nichts angeklickt, liegt der Ausschnitt zunächst nur in der Zwischenablage und lässt sich in andere Programme einfügen.

Das Snipping Tool gezielt starten und konfigurieren

Das Snipping Tool lässt sich nicht nur über die Tastenkombination, sondern auch wie ein normales Programm öffnen. Das ist sinnvoll, wenn du höhere Kontrolle über Verzögerung, Standardformat und Speicherort möchtest.

So öffnest du das Snipping Tool als Anwendung:

  1. Öffne das Startmenü von Windows 11.

  2. Gib „Snipping Tool“ in die Suche ein.

  3. Klicke auf den Eintrag, um das Programm zu starten.

Im Programmfenster findest du Optionen wie Aufnahmemodus und Timer. Mit dem Timer kannst du zum Beispiel eine Verzögerung von einigen Sekunden einstellen, bevor der Screenshot erstellt wird. Das ist ideal, wenn du Menüs oder Tooltips abbilden möchtest, die nur eingeblendet bleiben, solange du mit der Maus darüber fährst.

Über das Zahnrad-Symbol erreichst du die Einstellungen. Dort legst du fest, ob das Snipping Tool automatisch das Kopieren in die Zwischenablage übernehmen soll, welche Themenansicht genutzt wird und ob beim Zeichnen oder Markieren zusätzliche Hilfen angezeigt werden.

Screenshot in die Zwischenablage und weiterverarbeiten

Viele Tastenkombinationen legen dein Bildschirmfoto zuerst in der Zwischenablage ab. Das wirkt im ersten Moment etwas unscheinbar, ist im Alltag aber sehr praktisch, weil du die Aufnahme direkt in Chats, Mails oder Dokumente einfügst.

Typische Schritte für das Arbeiten mit der Zwischenablage:

  1. Erstelle einen Screenshot mit Druck, Alt + Druck oder Windows-Taste + Shift + S.

  2. Öffne das Zielprogramm, zum Beispiel einen Messenger, eine Mail-Anwendung oder ein Textdokument.

  3. Nutze Strg + V, um das Bildschirmfoto einzufügen.

  4. Passe Größe und Position innerhalb des Programms an.

  5. Speichere oder sende das Dokument oder die Nachricht.

Wenn du mehrere Screenshots hintereinander erstellst, überschreibt jeder neue Eintrag den vorherigen in der einfachen Zwischenablage. Mit der erweiterten Zwischenablage von Windows 11 (aktivierbar in den Systemeinstellungen unter Zwischenablage) kannst du mehrere Einträge speichern und später gezielt auswählen.

Automatisch gespeicherte Bildschirmfotos finden und organisieren

Die Kombination aus Windows-Taste und Druck legt Dateien standardmäßig in einem festgelegten Ordner ab. Wer viel dokumentiert, sollte sich diese Struktur bewusst machen, um nicht später lange suchen zu müssen.

Du findest automatisch gesicherte Aufnahmen im Benutzerordner im Verzeichnis Bilder > Bildschirmfotos. Die Dateien tragen Namen wie „Screenshot (1).png“, „Screenshot (2).png“ und so weiter. Für bessere Übersicht lohnt es sich, ältere Bilder regelmäßig umzubenennen oder in Unterordner zu verschieben, etwa nach Projekten oder Datum.

Wenn du mit Cloud-Diensten wie OneDrive arbeitest, kann es vorkommen, dass Screenshots zusätzlich oder ausschließlich in ein synchronisiertes Verzeichnis gelegt werden. In den OneDrive-Einstellungen gibt es dazu einen Punkt, der das automatische Speichern von Bildschirmfotos steuert. Wird dieser aktiviert, landen viele Aufnahmen in einem Unterordner von OneDrive/Bilder.

Screenshots während Spielen oder Vollbild-Anwendungen aufnehmen

Für Spiele und manche Vollbildprogramme ist die Xbox Game Bar von Windows 11 die zentrale Anlaufstelle. Sie nimmt sowohl Screenshots als auch Bildschirmvideos auf, ohne dass du das Spiel verlassen musst.

So nutzt du die Game Bar für Bildschirmfotos:

  1. Starte das Spiel oder die Anwendung im Vollbildmodus.

  2. Drücke Windows-Taste + G, um die Game Bar zu öffnen.

  3. Klicke im oberen Bereich auf das Kamera-Symbol oder nutze die standardmäßige Tastenkombination Windows-Taste + Alt + Druck.

  4. Windows legt den Screenshot im Videos-Ordner unter „Aufzeichnungen“ ab.

In den Einstellungen der Game Bar kannst du Speicherort, Bildqualität und Tastenkombinationen anpassen. Wenn eine Aufnahme nicht funktioniert, liegt das häufig an deaktivierten Game-Bar-Funktionen oder an Programmen, die diese Oberfläche blockieren. Es lohnt sich dann, in den Windows-Einstellungen im Bereich „Spielen“ nachzuschauen, ob die Game Bar überhaupt aktiviert ist.

Bildschirmfoto sofort bearbeiten und beschriften

Viele Aufnahmen sollen nicht nur gespeichert, sondern direkt markiert oder beschriftet werden. Windows 11 bietet dafür im Snipping Tool einfache Werkzeuge, mit denen du etwa Pfeile, Rahmen und Texte hinzufügen kannst.

Ist ein Ausschnitt im Snipping-Tool-Fenster geöffnet, findest du oben eine Leiste mit mehreren Symbolen. Dort kannst du Stifte, Textmarker, Radierer und Lineale auswählen. Mit diesen Werkzeugen lassen sich wichtige Bereiche hervorheben oder Kommentare ergänzen, bevor du die Datei speicherst oder teilst.

Wer mehr Kontrolle über Schriftarten, Ebenen oder Transparenzen benötigt, kann den Screenshot zusätzlich in ein Grafikprogramm exportieren. Der schnellste Weg: Du drückst im Snipping Tool auf das Speichern-Symbol, wählst das gewünschte Format wie PNG oder JPG und öffnest die Datei danach im bevorzugten Bearbeitungsprogramm.

Screenshots auf mehreren Monitoren

Viele Anwender nutzen zwei oder mehr Bildschirme. Das wirkt sich direkt auf die Art aus, wie Windows 11 Bildschirmfotos erstellt. Bei Vollbildaufnahmen werden meist alle Monitore gemeinsam erfasst.

Wird eine Vollbildfunktion wie die reine Druck-Taste oder die Kombination mit der Windows-Taste genutzt, entsteht ein breites Bild, das alle angeschlossenen Displays nebeneinander enthält. In diesem Fall lohnt es sich, das Bild nachträglich zuzuschneiden, wenn nur ein Monitor relevant ist. Das gelingt im Snipping Tool oder jedem anderen Bildbearbeitungsprogramm.

Wenn nur der Inhalt eines einzelnen Monitors benötigt wird, ist der Weg über den Ausschnittmodus des Snipping Tools besonders sinnvoll. Du ziehst einfach das Auswahlrechteck über die gewünschte Anzeige und sortierst so quasi schon beim Aufnehmen aus, welcher Bildschirm ins Bild soll.

Häufige Probleme beim Erstellen von Screenshots und ihre Ursachen

Gelegentlich reagieren Tastenkombinationen nicht wie erwartet oder es landet keine neue Datei im Ordner. Meist steckt hinter solchen Situationen eine klare Ursache, die sich mit ein paar Prüfungen eingrenzen lässt.

Typische Fehlerquellen sind:

  • Spezielle Tastaturen oder Fn-Tasten: Auf manchen Laptops muss zusätzlich zur Druck-Taste die Fn-Taste gedrückt werden. Ohne diese Kombination wird der Befehl nicht an Windows weitergegeben.

  • Falscher Fokus: Befindet sich ein Programm mit eigenen globalen Shortcuts im Vordergrund, kann es die Tastenkombinationen abfangen.

  • Gruppenrichtlinien oder Sicherheitssoftware: In verwalteten Umgebungen kann die IT-Abteilung bestimmte Funktionen deaktivieren.

  • Deaktivierte Game Bar: Wenn du während eines Spiels keine Aufnahmen bekommst, ist häufig die Game Bar in den Einstellungen ausgeschaltet.

Wenn eine Tastenkombination gar nicht reagiert, hilft ein systematischer Ansatz: Teste zuerst die einfache Druck-Taste in einer Standardanwendung wie Paint. Funktioniert das Einfügen dort, liegt die Ursache eher beim Zielprogramm. Passiert selbst in Paint nichts, kann die Tastaturbelegung die Ursache sein; ein Test mit externer Tastatur gibt dann Aufschluss.

Sicherheits- und Datenschutzaspekte bei Bildschirmfotos

Bildschirmaufnahmen können sensible Inhalte enthalten, etwa E-Mails, Chatnachrichten oder persönliche Daten. Wer regelmäßig Screenshots teilt, sollte sich angewöhnen, vor dem Erstellen kurz zu prüfen, was alles im Bild sichtbar ist.

Besonders bei Vollbildaufnahmen können vertrauliche Informationen auftauchen, die gar nichts mit dem eigentlichen Zweck des Screenshots zu tun haben. In vielen Fällen genügt es, kurz nicht benötigte Fenster zu schließen oder Benachrichtigungen zu verbergen, bevor das Bild erstellt wird. Zusätzlich lohnt sich der Blick auf die Taskleiste, in der manchmal Dateinamen oder vertrauliche Symbole erkennbar sind.

Sensible Bereiche lassen sich nachträglich mit einfachen Bearbeitungswerkzeugen unkenntlich machen. Im Snipping Tool geht das schnell mit einem dicken Stift oder Textmarker, indem du Textzeilen übermalst. Für geschäftliche Dokumente sind häufig präzisere Schwärzungen in einem Bildbearbeitungsprogramm sinnvoll, damit nichts durchscheint.

Beispiele aus dem Alltag: passende Methoden für typische Situationen

Im Alltag wiederholen sich bestimmte Szenarien, in denen Bildschirmfotos gebraucht werden. Je besser die Methode dazu passt, desto weniger Nacharbeit ist nötig.

Ein häufiges Szenario ist der Austausch mit dem Support: Du möchtest eine Fehlermeldung melden, die nur kurz sichtbar ist. Hier hilft es, mit Windows-Taste + Shift + S und einem zeitversetzten Snipping Tool zu arbeiten. Du stellst im Programm einen Timer ein, reproduzierst den Fehler und lässt das Tool automatisch nach ein paar Sekunden auslösen.

In einem anderen Fall dokumentierst du Einstellungen in einer Anwendung für ein internes Handbuch. Dort ist die Variante mit automatischem Speichern über Windows-Taste + Druck praktisch, weil alle Schritte sauber durchnummeriert in einem Ordner landen und später einfacher in ein Dokument übernommen werden können.

Auch beim Austausch über Chat-Programme im Büroalltag spielt die Zwischenablage eine große Rolle. Ein schneller Tastendruck mit Alt + Druck, ein Einfügen mit Strg + V in den Chat – und schon ist einem Kollegen gezeigt, welche Option im Menü gemeint ist. Die Funktion muss nichts zusätzlich speichern und hält das Dateisystem schlank.

Weitere Möglichkeiten: externe Tools und erweiterte Funktionen

Für viele Anwender reichen die eingebauten Funktionen, dennoch gibt es Fälle, in denen erweiterte Werkzeuge sinnvoll sind. Dazu zählen etwa lang scrollende Webseiten, automatisierte Serienaufnahmen oder integrierte Cloud-Freigaben.

Externe Screenshot-Programme bieten häufig Zusatzfunktionen wie das Erfassen kompletter Webseiten, auch wenn diese länger sind als der aktuelle Sichtbereich. Manche Anwendungen bringen eigene Zeichenwerkzeuge, Pfeilvorlagen und Nummerierungsfunktionen mit, die besonders für Anleitungen hilfreich sind.

Wer solche Lösungen nutzt, sollte darauf achten, dass sie mit Windows 11 kompatibel sind, regelmäßig Updates erhalten und eine seriöse Herkunft haben. Gerade bei Programmen, die potenziell sensible Inhalte vom Bildschirm erfassen, ist ein vertrauenswürdiger Anbieter besonders wichtig.

Typische Missverständnisse rund um Screenshots

Rund um Bildschirmfotos kursieren einige Annahmen, die in der Praxis nicht ganz stimmen. Ein verbreitetes Missverständnis ist die Vorstellung, dass nur die Druck-Taste überhaupt Bilder machen kann. Tatsächlich ist sie lediglich eine von mehreren Optionen, viele Nutzer nutzen die vielseitigeren Varianten mit der Windows-Taste nie.

Ein anderer Irrtum betrifft die Qualität der Aufnahmen. Ein Screenshot spiegelt in aller Regel exakt die Bildschirmauflösung wider und ist daher für viele Zwecke ausreichend scharf. Unscharfe Darstellungen hängen fast immer mit der Anzeige im Zielprogramm oder mit Skalierung zusammen, nicht mit einer angeblich schlechten Aufnahmefunktion von Windows.

Ein dritter Punkt: Manche Anwender gehen davon aus, dass Bildschirmfotos immer große Dateien produzieren müssen. Das stimmt so nicht. Durch Wahl des Dateiformats (etwa JPG statt PNG) und durch Beschränkung auf kleinere Ausschnitte lassen sich viele Bilder platzsparend halten, ohne dass die Lesbarkeit leidet.

Häufig gestellte Fragen zu Screenshots in Windows 11

Wie kann ich Screenshots unter Windows 11 am schnellsten aufnehmen?

Am schnellsten gelingt ein Bildschirmfoto mit der Taste Drucken oder der Kombination Windows-Taste + Druck, je nachdem, ob du den Screenshot nur in der Zwischenablage oder direkt als Datei benötigst. Für gezielte Ausschnitte eignet sich die Tastenkombination Windows-Taste + Shift + S, die sofort das Snipping Tool startet.

Warum reagiert die Druck-Taste auf meiner Tastatur nicht?

Häufig ist in den Windows-Einstellungen die Option aktiviert, dass die Druck-Taste das Snipping Tool startet, was den gewohnten Ablauf verändert. Prüfe unter Einstellungen → Erleichterte Bedienung → Tastatur, ob diese Funktion eingeschaltet ist, und passe sie bei Bedarf an.

Wie speichere ich Screenshots automatisch als Datei ab?

Mit Windows-Taste + Druck erstellt das System automatisch eine PNG-Datei und legt sie im Ordner Bilder unter Screenshots ab. Diese Methode eignet sich, wenn du viele Bildschirmfotos hintereinander machst und sie später gesammelt weiterverarbeiten möchtest.

Kann ich den Speicherort für Screenshots ändern?

Ja, du kannst den Standardordner für Bildschirmfotos verschieben, indem du im Explorer den Ordner Bilder oder den Unterordner Screenshots mit der rechten Maustaste anklickst und über Eigenschaften → Pfad einen neuen Speicherort festlegst. Windows verschiebt vorhandene Dateien auf Wunsch und verwendet künftig den neuen Ordner.

Wie nehme ich einen Screenshot auf, ohne die Taskleiste einzublenden?

Nutze die Fensteraufnahme mit Alt + Druck, um nur das aktive Programmfenster zu erfassen, ohne dass die Taskleiste sichtbar ist. Alternativ kannst du mit Windows-Taste + Shift + S einen Bereich auswählen, der nur das gewünschte Programm umfasst, und so störende Elemente ausschließen.

Wie kann ich Screenshots sofort bearbeiten und beschriften?

Nach Windows-Taste + Shift + S erscheint eine Vorschau in der rechten unteren Ecke, über die du direkt in den Snipping-Tool-Editor gelangst und dort zeichnen, markieren oder Text hinzufügen kannst. Du kannst das Snipping Tool auch separat öffnen, den Aufnahmemodus wählen und anschließend in Ruhe editieren.

Was mache ich, wenn der Screenshot nur schwarz angezeigt wird?

Ein komplett schwarzes Bild entsteht oft, wenn ein geschützter Videostream, ein DRM-geschützter Inhalt oder bestimmte Apps die Aufnahme blockieren. In solchen Fällen hilft meist nur, den restlichen Bildschirm zu fotografieren oder zu dokumentieren und auf die geschützten Inhalte zu verzichten.

Wie fertige ich Bildschirmfotos in Spielen an?

In vielen Spielen lässt sich über die Xbox Game Bar mit Windows-Taste + G ein Overlay öffnen, über das du mit einem Klick ein Bildschirmfoto erstellen kannst. Zusätzlich bieten manche Games eigene Screenshot-Tasten in den Einstellungen, die oft besser mit Vollbildmodi harmonieren.

Kann ich mehrere Screenshots schnell hintereinander machen?

Mit Windows-Taste + Druck legst du automatisch durchnummerierte Dateien an und kannst dadurch eine Serie von Bildern aufnehmen, ohne jedes Mal speichern zu müssen. Wenn du mit Windows-Taste + Shift + S arbeitest, kannst du direkt nacheinander verschiedene Ausschnitte erfassen und jeweils über Einfügen in dein Dokument übernehmen.

Wie erstelle ich einen Screenshot von einem Scrollbereich, der länger als der Bildschirm ist?

Windows selbst bietet dafür keine eingebaute Vollseiten-Aufnahme in allen Programmen, einige Browser besitzen jedoch eine Funktion zum Erfassen der gesamten Webseite. Für andere Anwendungen benötigst du Spezialprogramme, die lange Dokumente oder Listen per Scrollaufnahme aufzeichnen können.

Wie gehe ich mit sensiblen Daten auf Screenshots um?

Überprüfe vor dem Speichern, Teilen oder Versenden, ob vertrauliche Informationen wie E-Mail-Adressen, Kundendaten oder interne Dokumente sichtbar sind, und schwärze diese mit dem Stift oder Textmarker im Snipping Tool. Lösche nicht mehr benötigte Screenshots regelmäßig aus dem Datei-Explorer, um ungewollte Funde zu vermeiden.

Welche Dateiformate eignen sich für Bildschirmfotos am besten?

Windows speichert standardmäßig im PNG-Format, das eine hohe Qualität ohne sichtbare Artefakte bietet und sich besonders für scharfe Oberflächen und Schrift eignet. Für kleinere Dateigrößen, etwa beim Versand per E-Mail, kannst du den Screenshot im Snipping Tool in JPEG umwandeln.

Fazit

Mit den richtigen Tastenkombinationen und dem Snipping Tool hast du alle Werkzeuge zur Hand, um unter Windows 11 jeden Bildschirmausschnitt schnell zu erfassen. Die Kombination aus automatischem Speichern, flexiblen Ausschnitten und direkter Bearbeitung deckt nahezu alle Alltagsszenarien ab. Wenn du zusätzlich auf passende Einstellungen und Datenschutz achtest, erhältst du zuverlässig genau die Bildschirmfotos, die du benötigst.

Checkliste
  • Druck (oder PrtSc): Kopiert den gesamten Bildschirm in die Zwischenablage. Du fügst das Bild anschließend in ein Programm wie Paint, Word oder ein Grafiktool ein.
  • Alt + Druck: Kopiert nur das aktive Fenster in die Zwischenablage – hilfreich, wenn du keine Taskleiste oder anderen Hintergrund zeigen möchtest.
  • Windows-Taste + Druck: Nimmt den gesamten Bildschirm auf und legt automatisch eine PNG-Datei im Ordner „Bilder > Bildschirmfotos“ an.
  • Windows-Taste + Shift + S: Öffnet den Ausschnittmodus des Snipping Tools, mit dem du Bereich, Fenster oder Vollbild auswählst und in die Zwischenablage übernimmst.
  • Windows-Taste + G: Ruft die Xbox Game Bar auf, mit der du während Spielen oder Vollbild-Anwendungen Screenshots und Aufnahmen erstellst.

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