Scanner reagiert nicht unter Windows 11: WIA-Dienst und Treiber prüfen

Lesedauer: 12 Min – Beitrag erstellt: 8. Juni 2026, zuletzt aktualisiert: 8. Juni 2026

Ein Scanner, der unter Windows 11 still bleibt, lässt sich in vielen Fällen mit wenigen gezielten Schritten wieder einbinden. Entscheidend ist dabei, ob der Windows Image Acquisition-Dienst läuft, ob der richtige Treiber installiert ist und ob die Anwendung überhaupt auf das Gerät zugreifen darf. Wer strukturiert vorgeht, spart Zeit und vermeidet unnötige Neuinstallationen.

Die häufigsten Ursachen eingrenzen

Bevor Sie an tiefere Einstellungen gehen, lohnt sich ein kurzer Blick auf die typischen Auslöser. Dazu gehören ein gestoppter WIA-Dienst, ein veralteter oder ungeeigneter Treiber, blockierende USB-Verbindungen und Probleme mit der Scan-Software selbst. Auch nach großen Windows-Updates tauchen solche Störungen gelegentlich auf, weil Treiber oder Diensteinträge nicht sauber übernommen werden.

  • Der Scanner wird von Windows gar nicht erkannt.
  • Die Scan-App findet das Gerät, startet den Vorgang aber nicht.
  • Der Scanner reagiert nur sporadisch oder bricht mitten im Vorgang ab.
  • Das Gerät funktioniert an einem anderen PC, nicht aber an diesem System.

WIA-Dienst im Dienste-Manager kontrollieren

Der Windows Image Acquisition-Dienst ist für viele Scanvorgänge zuständig. Ohne ihn bleiben zahlreiche Scanner ohne Reaktion, selbst wenn die Hardware technisch in Ordnung ist. Öffnen Sie dazu die Dienstverwaltung über die Windows-Suche mit dem Begriff Dienste.

  1. Drücken Sie Windows-Taste + R.
  2. Geben Sie services.msc ein und bestätigen Sie mit Enter.
  3. Suchen Sie nach Windows-Bilderfassung (WIA).
  4. Öffnen Sie den Eintrag per Doppelklick.
  5. Setzen Sie den Starttyp auf Automatisch oder Automatisch (Verzögerter Start).
  6. Starten Sie den Dienst, falls er beendet wurde.

Falls der Dienst nicht starten will, prüfen Sie die Abhängigkeiten im selben Fenster. Dienste wie der Remoteprozeduraufruf und die DCOM-Serverprozessstart-Komponente müssen aktiv sein. Ein Fehler in diesem Bereich deutet oft auf ein tieferes Systemproblem hin, das sich mit einer Aktualisierung oder einer Reparatur des Systemabbilds beheben lässt.

Treiber sauber neu aufsetzen

Ein fehlerhafter oder unpassender Treiber ist eine der häufigsten Ursachen für Scanprobleme. Verlassen Sie sich nicht allein auf die automatische Windows-Installation, wenn der Hersteller eigene Pakete anbietet. Besonders bei älteren Geräten ist der Standardtreiber von Windows 11 nicht immer die beste Wahl.

So gehen Sie vor:

  1. Öffnen Sie den Geräte-Manager über das Startmenü.
  2. Klappen Sie den Bereich Bildverarbeitungsgeräte oder Drucker auf.
  3. Wählen Sie den Scanner aus und öffnen Sie die Eigenschaften.
  4. Prüfen Sie unter Treiber, welcher Anbieter und welches Datum eingetragen sind.
  5. Deinstallieren Sie den Eintrag, wenn er offensichtlich fehlerhaft ist oder das Gerät nicht korrekt anspricht.
  6. Starten Sie den Rechner neu und installieren Sie danach das aktuelle Treiberpaket des Herstellers.

Wenn der Hersteller ein Komplettpaket aus Treiber und Scan-Software anbietet, installieren Sie dieses bevorzugt. Solche Pakete bringen oft passende WIA- oder TWAIN-Komponenten mit, die Windows allein nicht vollständig nachliefert.

USB-Verbindung und Stromversorgung prüfen

Auch eine saubere Softwarekonfiguration hilft wenig, wenn die Verbindung instabil ist. Nutzen Sie nach Möglichkeit das mitgelieferte USB-Kabel direkt am PC und vermeiden Sie Hubs oder Dockingstationen für den ersten Test. Manche Scanner reagieren empfindlich auf lange Leitungswege oder auf schwache USB-Anschlüsse an der Frontblende.

Anleitung
1Drücken Sie Windows-Taste + R.
2Geben Sie services.msc ein und bestätigen Sie mit Enter.
3Suchen Sie nach Windows-Bilderfassung (WIA).
4Öffnen Sie den Eintrag per Doppelklick.
5Setzen Sie den Starttyp auf Automatisch oder Automatisch (Verzögerter Start) — Prüfe anschließend das Ergebnis und wiederhole bei Bedarf die entscheidenden Schritte.

  • Verbinden Sie den Scanner direkt mit einem rückseitigen USB-Port.
  • Wechseln Sie bei Bedarf das Kabel.
  • Testen Sie einen anderen USB-Anschluss mit eigener Stromversorgung.
  • Schalten Sie den Scanner vollständig aus und wieder ein.

Bei Netzwerkscannern sollte zusätzlich die IP-Konfiguration stimmen. Wenn das Gerät im WLAN oder im LAN hängt, kontrollieren Sie, ob der PC und der Scanner im selben Netzsegment arbeiten und ob die Scan-Software die richtige Geräteadresse nutzt.

Scan-App und Windows-Berechtigungen absichern

Manche Programme greifen nicht korrekt auf die Scan-Schnittstellen zu, obwohl der Scanner selbst bereitsteht. Prüfen Sie deshalb die installierte Anwendung, besonders wenn Sie mehrere Scan-Programme parallel nutzen. Konflikte entstehen häufig, wenn eine ältere Software im Hintergrund einen Port oder Dienst blockiert.

Hilfreich sind folgende Schritte:

  • Starten Sie die Scan-Software mit Administratorrechten.
  • Beenden Sie testweise andere Programme, die auf Bildgeräte zugreifen.
  • Kontrollieren Sie in den Windows-Einstellungen unter Datenschutz und Sicherheit, ob Kameras- oder Gerätezugriffe eingeschränkt sind.
  • Deaktivieren Sie testweise Sicherheitssoftware, wenn diese Eingriffe in Geräteschnittstellen protokolliert.

Wenn der Scanner in einer Hersteller-App funktioniert, in einer anderen Anwendung aber nicht, liegt das Problem meist an der Software selbst und nicht an der Hardware.

Gerät in Windows neu erkennen lassen

Nach einem Treiberwechsel oder einer Störung lohnt sich ein frischer Erkennungslauf. Entfernen Sie den Scanner einmal aus dem Gerätemanager, trennen Sie ihn kurz vom System und verbinden Sie ihn danach erneut. In vielen Fällen richtet Windows den Eintrag danach sauber neu ein.

Gehen Sie dabei in dieser Reihenfolge vor:

  1. Scanner im Geräte-Manager entfernen.
  2. Den Haken bei Treibersoftware nur dann setzen, wenn Sie ein aktuelles Herstellerpaket neu installieren möchten.
  3. Rechner neu starten.
  4. Scanner wieder anschließen und vom System erkennen lassen.
  5. Erst danach die Scan-Software öffnen und einen Testlauf starten.

Falls Windows das Gerät weiterhin falsch einordnet, suchen Sie im Hersteller-Downloadbereich gezielt nach einem Modellpaket für Windows 11. Manche Geräte benötigen zusätzlich Firmware oder ein separates Kommunikationsmodul.

Systemdateien und Update-Stand absichern

Bleibt der Scanner trotz korrektem Dienst und frischem Treiber ohne Reaktion, kann ein beschädigtes Systemmodul beteiligt sein. Dann hilft eine kurze Prüfung der Windows-Dateien. Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung mit Administratorrechten und führen Sie die Systemprüfung aus. Ergänzend kann ein aktueller Windows-Update-Stand fehlende Komponenten nachliefern.

Sinnvoll sind außerdem diese Kontrollen:

  • Alle ausstehenden Updates installieren.
  • Den PC nach größeren Aktualisierungen einmal vollständig neu starten.
  • Bei hartnäckigen Fehlern die Windows-Problembehandlung für Hardware verwenden.
  • Prüfen, ob das Gerät unter einem zweiten Benutzerkonto erkannt wird.

Wenn der Scanner unter einem anderen Konto einwandfrei arbeitet, liegt die Ursache oft in benutzerspezifischen Berechtigungen oder in einer beschädigten Programmkonfiguration.

Sauberer Funktionstest ohne Zusatzsoftware

Zum Abschluss der technischen Prüfung empfiehlt sich ein Test mit den Windows-eigenen Scan-Funktionen oder einer minimalen Anwendung des Herstellers. So lässt sich schnell erkennen, ob das Problem auf die Hardware, den Dienst oder nur auf eine einzelne App begrenzt ist. Achten Sie dabei auf ein eindeutiges Muster: Erkennt Windows das Gerät, startet aber keinen Scan, liegt der Schwerpunkt meist auf dem Dienst oder dem Treiber. Wird das Gerät nicht einmal angezeigt, stehen Verbindung und Geräteerkennung im Vordergrund.

Mit dieser Reihenfolge lassen sich die meisten Scan-Störungen unter Windows 11 eingrenzen und beheben, ohne mehrere Ursachen gleichzeitig zu verändern.

Scannerfreigabe, Kennung und Standard-App prüfen

Ein Scanner arbeitet unter Windows 11 nicht nur über den Treiber, sondern auch über die richtige Gerätezuordnung. Deshalb lohnt sich zuerst der Blick darauf, ob das Gerät als Scanner und nicht nur als allgemeines Bildverarbeitungsgerät eingebunden ist. In der Systemsteuerung unter Geräte und Drucker oder in den Windows-Einstellungen unter Bluetooth und Geräte lässt sich erkennen, ob Windows das Modell sauber erkannt hat. Taucht der Scanner dort mehrfach auf, kann eine alte Instanz die aktuelle Verbindung blockieren.

Auch die zugewiesene Scan-App spielt eine Rolle. Öffnet Windows beim Scannen immer wieder ein anderes Programm oder reagiert gar nicht, sollte die Standard-App für Bildimporte und Scanvorgänge überprüft werden. In Einstellungen > Apps > Standard-Apps lassen sich Zuordnungen zurücksetzen. Für Geräte mit Hersteller-Software ist außerdem wichtig, dass diese Anwendung nicht nur installiert, sondern auch als Ziel für die Scan-Funktion hinterlegt ist.

  • Gerät in Geräte und Drucker auf Mehrfacheinträge prüfen.
  • Scan-App auf die passende Standardzuordnung setzen.
  • Herstellerprogramme nur dann parallel nutzen, wenn sie sauber zum Modell passen.
  • Nach Änderungen Windows einmal ab- und wieder anmelden, damit die Zuordnung neu geladen wird.

Versteckte Konflikte durch Rechte, Sicherheit und Speicherorte beseitigen

Selbst bei funktionierendem Gerät und aktivem Dienst kann die Scan-Funktion blockieren, wenn Windows den Zugriff auf Ordner oder Komponenten einschränkt. Das betrifft vor allem Speicherorte wie Bilder, Dokumente oder benutzerdefinierte Netzwerkpfade. Die Scan-App benötigt Schreibrechte für den Zielordner. Wird der Speicherort auf ein Laufwerk mit restriktiven Berechtigungen gesetzt, endet der Vorgang oft ohne eindeutige Meldung.

Zusätzlich können Sicherheitsfunktionen eingreifen, etwa kontrollierter Ordnerzugriff oder Schutzmechanismen von Drittanbietern. In der Windows-Sicherheit unter Viren- und Bedrohungsschutz sowie Ransomware-Schutz lässt sich prüfen, ob die Scan-Anwendung oder der Ablageordner blockiert wird. Testweise hilft ein lokaler Ordner unter dem eigenen Benutzerprofil, etwa C:UsersNameDocumentsScan. Läuft der Vorgang dort, liegt das Problem meist am Zielpfad und nicht am Scanner selbst.

  1. Einen neuen Ordner im Benutzerprofil anlegen.
  2. In der Scan-App diesen Ordner als Speicherort festlegen.
  3. Scan erneut starten und das Ergebnis prüfen.
  4. Falls nötig, Zugriffsregeln im Sicherheitsbereich anpassen oder den betroffenen Ordner freigeben.

Systemsteuerung, Geräte-Manager und Ereignisanzeige zusammensetzen

Für eine stabile Diagnose reicht ein einzelner Blick selten aus. Der Geräte-Manager zeigt, ob Windows den Scanner fehlerfrei geladen hat, während die Ereignisanzeige Hinweise auf Dienstabbrüche, Treiberfehler oder USB-Neuverbindungen liefert. Unter Windows-Protokolle > System finden sich Einträge, die zeitlich zu einem gescheiterten Scan passen. Typische Hinweise sind Fehler beim Laden eines Gerätetreibers, wiederholte Verbindungsabbrüche oder Zeitüberschreitungen beim Start eines Dienstes.

Im Geräte-Manager sollte der Scanner unter Bildverarbeitungsgeräte, Druckwarteschlangen oder unter dem jeweiligen Herstellernamen ohne Warnsymbol erscheinen. Ein gelbes Ausrufezeichen zeigt meist einen Treiber- oder Ressourcenfehler. Über Eigenschaften lässt sich der Fehlercode einsehen, der die weitere Richtung vorgibt. Bei Fehlercode 10 oder 28 fehlt häufig ein passender Treiber, während Fehlercode 19 oft auf eine beschädigte Registrierung oder eine fehlerhafte Gerätezuordnung hindeutet.

  • Geräte-Manager: Status und Fehlercode kontrollieren.
  • Ereignisanzeige: Zeitgleiche Warnungen und Fehler auslesen.
  • Systemsteuerung: Scanner-Eintrag und Wiederverfügbarkeit prüfen.
  • Dienste: WIA, Print Spooler und herstellerspezifische Dienste auf Starttyp prüfen.

Firmware, Mehrfachfunktionen und Netzwerkscanner sauber abgrenzen

Bei Multifunktionsgeräten ist nicht jede Funktion gleich betroffen. Drucken kann funktionieren, während der Scan-Teil still bleibt. In solchen Fällen hilft es, zwischen lokalen USB-Modellen und Netzwerkscannern zu unterscheiden. Ein per LAN oder WLAN angebundener Scanner benötigt oft zusätzlich die Gerätesoftware des Herstellers, weil Windows nur den Basiszugriff bereitstellt. Bei älteren Modellen ist zudem eine Firmware-Aktualisierung sinnvoll, falls der Hersteller bekannte Kompatibilitätsprobleme mit Windows 11 behebt.

Bei Netzwerkscannern spielt die Erreichbarkeit eine große Rolle. Wechselt die IP-Adresse des Geräts, verliert die Scan-App häufig die Verbindung. Eine feste Adresse oder eine neu angelegte Geräteverknüpfung verhindert solche Aussetzer. Auch VPN-Verbindungen, getrennte Subnetze oder aktivierte Gastnetzwerke können den Zugriff verhindern. Für die Fehlersuche empfiehlt sich ein Test im gleichen Netzwerksegment wie der Scanner.

  1. Prüfen, ob das Modell lokal per USB oder über das Netzwerk eingebunden ist.
  2. Im Web-Interface des Geräts nach Firmware-Updates suchen.
  3. Bei Netzwerkscannern die aktuelle IP-Adresse kontrollieren.
  4. Scan-App neu mit dem Gerät verbinden, falls sich die Adresse geändert hat.
  5. VPN und andere Netzwerkschutzschichten testweise deaktivieren.

Rücksetzen ohne Neuinstallation der ganzen Umgebung

Manchmal reicht ein gezieltes Zurücksetzen einzelner Komponenten, statt Windows oder die komplette Scanner-Software neu einzurichten. Die Scan-App lässt sich oft über Einstellungen > Apps > Installierte Apps reparieren oder zurücksetzen. Dadurch werden beschädigte Benutzerdaten entfernt, ohne dass alle Einstellungen verloren gehen. Falls der Hersteller ein eigenes Diagnose- oder Reparaturtool anbietet, sollte dieses vor einer vollständigen Neuinstallation ausprobiert werden.

Auch die WIA-Komponente lässt sich indirekt neu initialisieren, indem der zugehörige Dienst beendet, die Gerätesitzung getrennt und Windows neu gestartet wird. Bei hartnäckigen Problemen kann ein neuer Windows-Benutzer helfen. Funktioniert das Scannen im frischen Profil, liegt die Ursache meist in einer beschädigten App-Konfiguration, einem problematischen Speicherort oder in defekten Benutzerrechten.

  • App über die Windows-Einstellungen reparieren oder zurücksetzen.
  • Herstellerdiagnose vor kompletter Neuinstallation nutzen.
  • Scanner nach einem Neustart erneut koppeln.
  • Mit einem frischen Benutzerkonto gegenprüfen.

Nach der Reparatur den Betrieb dauerhaft stabil halten

Ist der Scanner wieder einsatzbereit, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Pflege der Umgebung. Treiber, Firmware und Windows-Updates sollten möglichst zusammenpassen. Wer regelmäßig scannt, profitiert von einem festen Zielordner, einem eindeutigen Gerätenamen und einer einzigen bevorzugten Scan-Anwendung. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Windows bei einer späteren Änderung wieder eine andere Gerätekette verwendet.

Hilfreich ist außerdem eine kleine Kontrollroutine: Nach größeren Windows-Updates einmal die Erkennung des Scanners prüfen, den WIA-Dienst im Blick behalten und testweise eine kurze Vorlage scannen. Tritt erneut ein Ausfall auf, lässt sich der Fehler schneller eingrenzen, weil Treiber, Dienst und App-Konfiguration bereits sauber dokumentiert sind. So bleibt die gesamte Scan-Umgebung auch nach Systemänderungen verlässlich nutzbar.

Fragen und Antworten

Warum reagiert der Scanner in Windows 11 oft gar nicht?

Häufig liegt es an einem gestoppten WIA-Dienst, einem ungeeigneten Treiber oder daran, dass Windows das Gerät nicht mehr sauber zuordnet. Auch eine fehlerhafte USB-Verbindung, Energieverwaltung oder eine Scan-App mit eingeschränkten Rechten kann den Start blockieren.

Woran erkenne ich, ob der WIA-Dienst das Problem verursacht?

Öffnen Sie den Dienste-Manager und prüfen Sie, ob Windows-Bilderfassung (WIA) auf Wird ausgeführt steht. Ist der Starttyp deaktiviert oder der Dienst beendet, starten Sie ihn und stellen Sie den Starttyp auf Manuell oder Automatisch, sofern der Hersteller nichts anderes vorgibt.

Wie gehe ich vor, wenn der Treiber beschädigt wirkt?

Deinstallieren Sie den vorhandenen Scanner-Treiber in den Geräte- oder Druckereinstellungen und entfernen Sie, falls angeboten, auch die Treibersoftware. Danach installieren Sie die aktuelle Version direkt vom Hersteller und nicht nur den von Windows automatisch angebotenen Standardtreiber.

Sollte ich den Scanner in den Geräte-Manager auch dann entfernen, wenn er dort normal aussieht?

Ja, das kann helfen, wenn die Erkennung hängen geblieben ist. Entfernen Sie das Gerät, trennen Sie es kurz vom Rechner und lassen Sie Windows es nach dem Neustart neu einrichten.

Welche USB-Anschlüsse sind für die Fehlersuche am besten?

Nutzen Sie am besten einen direkten Anschluss am PC und vermeiden Sie Hubs, Dockingstationen oder verlängerte Kabel. Bei älteren Geräten lohnt sich auch der Wechsel zwischen USB-2.0- und USB-3.x-Port, weil manche Scanner auf bestimmte Controller empfindlich reagieren.

Kann die Scan-App selbst der Auslöser sein?

Ja, besonders nach Windows-Updates oder Programmaktualisierungen. Testen Sie deshalb zusätzlich die Windows-Scan-App oder ein herstellereigenes Diagnosewerkzeug, um zu prüfen, ob nur eine Anwendung betroffen ist.

Welche Berechtigungen sollte ich in Windows kontrollieren?

Prüfen Sie in den Datenschutzeinstellungen, ob Apps auf Kamera- und Gerätezugriffe zugreifen dürfen, sofern der Hersteller diese Schnittstellen nutzt. Starten Sie außerdem die Scan-Anwendung testweise mit Administratorrechten, wenn sie das Gerät zwar erkennt, aber keinen Scan ausführt.

Was mache ich, wenn Windows den Scanner zwar sieht, aber nicht öffnet?

In diesem Fall hilft oft ein kompletter Neuaufbau der Zuordnung. Entfernen Sie das Gerät, löschen Sie alte Treiberreste, starten Sie den Rechner neu und verbinden Sie den Scanner erst danach wieder.

Ist ein Windows-Update als Ursache möglich?

Ja, nach größeren Updates ändern sich mitunter Dienstzustände, Gerätetreiber oder Sicherheitseinstellungen. Prüfen Sie deshalb den Update-Stand, installieren Sie ausstehende Korrekturen und vergleichen Sie anschließend, ob der Hersteller bereits einen passenden Treiber für Windows 11 anbietet.

Wie teste ich, ob der Scanner hardwareseitig noch in Ordnung ist?

Führen Sie einen Scan an einem anderen USB-Port oder an einem zweiten Rechner durch. Funktioniert das Gerät dort ebenfalls nicht, spricht das eher für ein Hardwareproblem, ein defektes Kabel oder eine fehlende Geräteversorgung.

Wann ist eine komplette Neuinstallation der Scansoftware sinnvoll?

Das ist ratsam, wenn Dienst, Treiber und Verbindung bereits geprüft wurden und der Fehler bestehen bleibt. Entfernen Sie dann die vorhandene Software vollständig, starten Sie neu und installieren Sie die aktuelle Herstellerfassung mit allen verfügbaren Zusatzkomponenten.

Fazit

Ein Scanner, der unter Windows 11 nicht reagiert, lässt sich meist durch eine saubere Prüfung von WIA-Dienst, Treiber, Verbindung und Berechtigungen wieder in Gang bringen. Entscheidend ist, die Ursachen in einer sinnvollen Reihenfolge abzuarbeiten, statt nur einzelne Einstellungen zu ändern. Bleibt das Gerät danach weiter still, helfen nur noch ein anderer Rechner, ein alternativer Port oder die Kontrolle auf einen möglichen Hardwarefehler.

Checkliste
  • Der Scanner wird von Windows gar nicht erkannt.
  • Die Scan-App findet das Gerät, startet den Vorgang aber nicht.
  • Der Scanner reagiert nur sporadisch oder bricht mitten im Vorgang ab.
  • Das Gerät funktioniert an einem anderen PC, nicht aber an diesem System.

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