Scanner reagiert erst nach einem Neustart in Windows 11 dauerhaft beheben

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 8. Juni 2026, zuletzt aktualisiert: 8. Juni 2026

Ein Scanner, der nur nach einem Systemneustart zuverlässig arbeitet, weist meist auf ein Zusammenspiel aus Treiber, Energieverwaltung, Windows-Dienst oder USB-Verbindung hin. Die gute Nachricht ist: In vielen Fällen lässt sich das Verhalten mit gezielten Änderungen dauerhaft beseitigen, ohne das Gerät zu ersetzen.

Damit die Ursache sauber eingegrenzt wird, lohnt sich ein Vorgehen in klaren Schritten. Erst wird geprüft, ob Windows den Scanner stabil erkennt. Danach folgen Treiber, Dienste, Energiesparoptionen und zuletzt die Geräteinstallation selbst.

Verbindung und Erkennung absichern

Bevor an den Einstellungen gearbeitet wird, sollte die physische Verbindung stimmen. Viele Scanner reagieren empfindlich auf instabile USB-Ports, Hubs oder lange Kabel. Bei Netzwerkgeräten kommt zusätzlich die Erreichbarkeit über WLAN oder LAN hinzu.

  • Den Scanner direkt am PC anschließen, nicht über einen USB-Hub.
  • Nach Möglichkeit einen anderen USB-Port an der Rückseite des Rechners verwenden.
  • Das USB-Kabel testweise austauschen, wenn der Fehler unregelmäßig auftritt.
  • Bei Netzwerk-Scannern prüfen, ob die IP-Adresse im Heim- oder Firmennetz stabil bleibt.
  • Den Scanner vollständig ausschalten, 20 Sekunden warten und wieder einschalten.

Öffnen Sie anschließend in Windows die Einstellungen für Bluetooth und Geräte und rufen Sie Drucker & Scanner auf. Wird das Gerät dort sichtbar, aber nicht zuverlässig genutzt, liegt die Ursache meist nicht an der Grundverbindung, sondern an der weiteren Systemkonfiguration.

Treiber vollständig neu aufsetzen

Ein veralteter oder beschädigter Treiber ist eine der häufigsten Ursachen. Gerade nach Funktionsupdates von Windows 11 kann es vorkommen, dass ein alter Scanner-Treiber zwar noch installiert ist, aber nur nach einem Neustart korrekt lädt.

  1. Öffnen Sie den Geräte-Manager.
  2. Suchen Sie den Scanner unter Bildverarbeitungsgeräte, Andere Geräte oder im Bereich USB-Controller.
  3. Entfernen Sie das Gerät über Gerät deinstallieren.
  4. Aktivieren Sie, falls angeboten, die Option zum Löschen der Treibersoftware.
  5. Starten Sie den Rechner neu.
  6. Installieren Sie danach den aktuellen Treiber direkt von der Herstellerseite.

Falls der Hersteller ein eigenes Scan-Paket anbietet, sollte dieses bevorzugt verwendet werden. Solche Pakete bringen oft eigene Hintergrunddienste mit, die für die Erkennung nach dem Einschalten nötig sind. Die Standardtreiber von Windows reichen für Basisfunktionen, lösen aber nicht jedes Problem bei älteren oder multifunktionalen Geräten.

Windows-Dienste kontrollieren

Für das Scannen sind mehrere Windows-Dienste wichtig. Wenn einer davon nicht automatisch startet oder hängen bleibt, erscheint der Scanner nach einem Kaltstart zwar im System, lässt sich aber erst nach einem Neustart wieder ansprechen.

Drücken Sie Windows-Taste + R, geben Sie services.msc ein und prüfen Sie diese Einträge:

  • Windows-Bilderfassung (WIA)
  • Funktionssuche-Ressourcenveröffentlichung
  • Shell-Hardwareerkennung
  • RPC-Endpunktzuordnung

Öffnen Sie jeden Dienst per Doppelklick und achten Sie auf den Starttyp. Für WIA und die Shell-Hardwareerkennung ist Automatisch in vielen Fällen sinnvoll. Falls ein Dienst beendet wurde, starten Sie ihn manuell und testen anschließend erneut den Scanner.

Energieverwaltung als Störquelle ausschließen

Windows 11 schaltet USB-Geräte und manchmal auch ganze Controller zu aggressiv in den Energiesparmodus. Dadurch wird der Scanner nach dem Hochfahren nicht immer korrekt initialisiert. Das Verhalten zeigt sich häufig dann, wenn das Gerät erst nach einem Neustart wieder erkannt wird.

Anleitung
1Öffnen Sie den Geräte-Manager.
2Suchen Sie den Scanner unter Bildverarbeitungsgeräte, Andere Geräte oder im Bereich USB-Controller.
3Entfernen Sie das Gerät über Gerät deinstallieren.
4Aktivieren Sie, falls angeboten, die Option zum Löschen der Treibersoftware.
5Starten Sie den Rechner neu — Prüfe anschließend das Ergebnis und wiederhole bei Bedarf die entscheidenden Schritte.

Gehen Sie im Geräte-Manager auf USB-Controller und öffnen Sie bei den USB-Root-Hubs jeweils die Eigenschaften. Im Reiter Energieverwaltung sollte die Option zum Ausschalten des Geräts durch den Computer entfernt werden, sofern sie vorhanden ist.

Zusätzlich lohnt sich ein Blick in die erweiterten Energieoptionen:

  • Öffnen Sie die Systemsteuerung.
  • Wählen Sie Energieoptionen.
  • Öffnen Sie den aktiven Energiesparplan über Planeinstellungen ändern.
  • Gehen Sie zu Erweiterte Energieeinstellungen ändern.
  • Deaktivieren Sie den USB-Selektiven Energiesparmodus, wenn verfügbar.

Nach diesen Anpassungen sollte der Scanner auch nach einem normalen Start zuverlässig verfügbar sein. Bei Laptops ist dieser Punkt besonders wichtig, weil dort USB-Ports häufiger in Stromsparzustände wechseln.

Scanner-App und Standardprogramm neu zuordnen

Manchmal arbeitet die Hardware bereits korrekt, aber die Scansoftware hält eine alte Zuordnung oder einen fehlerhaften Standardpfad fest. Dann startet die Erkennung erst nach einem Neustart, weil das Programm den Scanner erst im zweiten Anlauf korrekt anspricht.

Prüfen Sie die Windows-App Scanner oder das Herstellerprogramm. Entfernen Sie vorhandene Profile, legen Sie das Zielverzeichnis neu fest und speichern Sie die Einstellung erneut. Bei Netzwerkgeräten sollte zusätzlich die richtige Geräteadresse hinterlegt sein.

Wenn mehrere Scan-Programme installiert sind, testweise nur eines davon nutzen. Zwei parallel laufende Herstellerlösungen können sich gegenseitig blockieren, besonders wenn beide beim Systemstart automatisch laden.

Reste alter Installationen beseitigen

Ein sauberer Neuaufbau hilft, wenn das Problem nach Updates, Gerätewechsel oder längerer Nutzung bestehen bleibt. Dabei werden nicht nur sichtbare Programme entfernt, sondern auch alte Treiberreste und verwaiste Geräteeinträge.

  1. Trennen Sie den Scanner vom Rechner.
  2. Deinstallieren Sie das Herstellertool über Apps in den Windows-Einstellungen.
  3. Entfernen Sie den Scanner im Geräte-Manager.
  4. Starten Sie Windows neu.
  5. Löschen Sie, falls vorhanden, alte Scan-Profile im Herstellerprogramm.
  6. Installieren Sie anschließend die aktuelle Software neu.

Bei einigen Modellen hilft zusätzlich ein Blick in den Ordner der Benutzerdaten des Scanprogramms. Dort können veraltete Konfigurationsdateien liegen, die den Start des Geräts blockieren. Wer sich damit sicher fühlt, legt vor dem Löschen eine Sicherungskopie an.

Netzwerk-Scanner gezielt prüfen

Bei WLAN- oder LAN-Scannern liegt die Ursache oft nicht am Gerät selbst, sondern an der Adressvergabe. Wenn der Scanner beim Einschalten eine neue IP bekommt, findet die Software ihn nach dem Hochfahren nicht sofort. Ein Neustart des PCs kann den Verbindungsaufbau dann nur zufällig wieder herstellen.

Stabiler wird die Einrichtung mit einer festen IP-Adresse oder einer DHCP-Reservierung im Router. Danach sollte das Gerät in der Scan-Software neu eingetragen werden. Achten Sie außerdem darauf, dass Sicherheitssoftware den lokalen Netzverkehr nicht einschränkt. Manche Firewall-Regeln blockieren die Erkennung im Hintergrund, obwohl das Drucken weiterhin funktioniert.

Sauberer Ablauf nach Änderungen

Nach jeder größeren Anpassung ist ein kurzer Test sinnvoll. So lässt sich erkennen, welche Maßnahme Wirkung zeigt und welche noch fehlt. Ein strukturierter Ablauf spart Zeit und verhindert, dass mehrere Fehlerquellen vermischt werden.

  1. Scanner vollständig trennen und erneut verbinden.
  2. Windows ohne Zwischenumweg normal starten.
  3. Die Erkennung in Drucker & Scanner prüfen.
  4. Ein kleines Scanprofil ausführen.
  5. Falls der Zugriff scheitert, die zuletzt geänderte Einstellung wieder kontrollieren.

Wenn der Scanner danach ohne Neustart bereitsteht, war meist eine Kombination aus Treiberaktualisierung und Energieeinstellungen ausschlaggebend. Bleibt das Verhalten bestehen, sollte die Installation noch einmal vollständig bereinigt und anschließend mit dem aktuellen Herstellertreiber neu aufgebaut werden.

Bei Geräten, die in Unternehmen oder in gemeinsam genutzten Haushalten hängen, spielt zusätzlich die Benutzeranmeldung eine Rolle. Manche Scanprogramme starten erst nach der ersten Anmeldung vollständig. In diesem Fall lohnt sich ein Blick auf Autostart-Einträge und Hintergrunddienste des Herstellers.

Ursachen eingrenzen, bevor Windows neu gestartet werden muss

Ein Scanner, der unter Windows 11 erst nach einem Neustart zuverlässig anspricht, deutet häufig auf eine Blockade in der Gerätekette hin. Dabei geht es nicht nur um den Treiber selbst, sondern auch um eine hängende Gerätesitzung, einen nicht sauber beendeten Hintergrunddienst, eine fehlerhafte Portzuordnung oder eine zu aggressive Schnellstart-Konfiguration. Wer das Problem dauerhaft beheben will, muss deshalb systematisch prüfen, an welcher Stelle der Zugriff nach dem ersten Einsatz hängen bleibt.

Hilfreich ist zunächst eine klare Trennung zwischen USB-Scannern, Multifunktionsgeräten und Netzwerk-Scannern. Bei USB-Modellen steckt die Ursache oft in der Energiesparsteuerung, während im Netzwerkbereich eher SMB-Freigaben, IP-Wechsel oder blockierte Protokolle auffallen. Multifunktionsgeräte bringen zusätzlich Druck- und Scan-Komponenten mit, die sich gegenseitig beeinflussen können. Je genauer die Gerätekette bekannt ist, desto gezielter lassen sich die nächsten Schritte wählen.

Prüfen Sie daher zuerst, ob der Scanner nach einem Kaltstart sofort erkannt wird, nach einer Standby-Phase aber nicht mehr, oder ob das Verhalten nur in einer bestimmten App auftritt. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil sie zwischen Hardware-Kommunikation, Windows-Dienst und Anwendungsproblem trennt. Ein sauberer Befund spart Zeit und verhindert, dass an der falschen Stelle Änderungen vorgenommen werden.

Gerätesitzung sauber zurücksetzen statt nur auf einen Neustart zu warten

Oft bleibt der Scanner nach der ersten Nutzung in einem halb offenen Zustand. Das System glaubt dann, das Gerät sei noch beschäftigt, obwohl die Sitzung eigentlich beendet sein müsste. In solchen Fällen hilft es, die beteiligten Prozesse und Schnittstellen einmal gezielt neu zu initialisieren, ohne den gesamten Rechner zu starten.

  1. Scanner-Software, Bildprogramme und Office-Anwendungen vollständig schließen.
  2. Im Task-Manager nach Scanner-Hilfsprogrammen, OEM-Tools oder Bildverarbeitungsprozessen suchen.
  3. Falls vorhanden, die betreffende Anwendung über „Task beenden“ schließen.
  4. Das Gerät am Scanner selbst aus- und wieder einschalten.
  5. Bei USB-Modellen das Kabel kurz abziehen und nach einigen Sekunden erneut verbinden.

Wenn der Zugriff danach wieder funktioniert, ist das ein Hinweis auf eine hängende Gerätesitzung oder ein Problem in der Kommunikationskette. Dann lohnt es sich, zusätzlich die automatische Startkonfiguration der Hersteller-Tools zu prüfen. Manche Hilfsprogramme bleiben im Hintergrund aktiv und blockieren den nächsten Zugriff, obwohl sie sich nicht sichtbar melden.

Auch die Windows-Funktion „Schnellstart“ kann in diese Richtung wirken, weil sie bestimmte Zustände beim Herunterfahren konserviert. Wer regelmäßig mit solchen Geräteproblemen kämpft, sollte testen, ob ein echtes Herunterfahren ohne Schnellstart zu stabilerem Verhalten führt. Das ist besonders dann relevant, wenn der Scanner nur nach einem vollständigen Neustart wieder sauber reagiert.

Tiefere Systemursachen in Windows 11 beseitigen

Bleibt der Fehler trotz sauberer Sitzung bestehen, liegt die Ursache oft tiefer im Betriebssystem. Dann blockiert nicht das Gerät selbst, sondern eine Komponente von Windows 11, die beim ersten Zugriff falsch arbeitet oder den nächsten Zugriff nicht freigibt. Dazu gehören beschädigte Geräteeinträge, fehlerhafte Scanner-Klassenfilter, hängen gebliebene Bilddienste und Altlasten früherer Softwareversionen.

Ein wirksamer Ansatz ist die Kombination aus Geräte-Manager, Diensteverwaltung und Ereignisanzeige. Im Geräte-Manager sollte der Scanner vollständig entfernt und anschließend neu erkannt werden. In der Diensteverwaltung sind vor allem Bild- und Erfassungsdienste interessant, die den Datenaustausch steuern. In der Ereignisanzeige lassen sich Fehler zu WIA, USB oder Dienstabbrüchen ablesen, die auf den eigentlichen Auslöser verweisen.

  • Im Geräte-Manager das Gerät unter „Bildverarbeitungsgeräte“ oder „USB-Geräte“ prüfen.
  • Über „Gerät deinstallieren“ den Eintrag entfernen und nach neuer Erkennung suchen.
  • In services.msc die Windows-Bilderfassung und verwandte Dienste kontrollieren.
  • In der Ereignisanzeige nach Warnungen rund um Gerät, Treiber oder Scanvorgänge suchen.

Wenn die Protokolle wiederholt auf denselben Fehler zeigen, ist das ein gutes Zeichen für einen systematischen Konflikt und nicht für einen Zufall. Dann sollte die aktuelle Scanner-Software sauber neu installiert werden, nachdem alle alten Einträge entfernt wurden. Wichtig ist dabei, auch versteckte Gerätedubletten anzeigen zu lassen, damit nicht ein alter, inaktiver Treiber im Hintergrund weiter mitmischt.

Systemeinstellungen so anpassen, dass der Scanner dauerhaft erreichbar bleibt

Neben Treiber und Diensten beeinflussen auch mehrere Windows-Einstellungen die Stabilität. Besonders relevant sind die USB-Verwaltung, die Netzwerkfreigabe, der Schutz durch Sicherheitssoftware und die Wahl der Standard-Scanroute. Eine einzelne falsche Einstellung reicht oft schon aus, um einen erneuten Zugriff nach der ersten Nutzung zu verhindern.

Bei USB-Geräten sollte der selektive Energiesparmodus geprüft werden. Auch wenn das Gerät zunächst funktioniert, kann Windows den Anschluss nach kurzer Inaktivität zu weit herunterfahren. Danach erkennt das System den Scanner zwar noch teilweise, die Initialisierung klappt aber erst wieder nach einem Neustart. Wer solche Effekte beobachtet, sollte im Energiesparplan und in den USB-Hubs die automatische Abschaltung testweise deaktivieren.

Bei Netzwerk-Scannern spielen Freigabeprofil und Erreichbarkeit des Geräts eine größere Rolle. Ein Scanner, der per SMB, Webscan oder Herstellerdienst arbeitet, kann durch wechselnde IP-Adressen oder restriktive Firewall-Regeln ausgebremst werden. Deshalb sollte die Adresse möglichst fest vergeben werden, und die Freigaberegeln in Windows-Sicherheit sowie in der Router- oder Firmennetzwerkumgebung müssen zum verwendeten Protokoll passen.

  • Systemsteuerung oder Einstellungen: Energiesparoptionen und Schnellstart prüfen.
  • Windows-Sicherheit: Ausnahmen für Scanner-Software kontrollieren.
  • Firewall & Netzwerkschutz: Scan-Protokolle nicht unnötig blockieren.
  • Netzwerk & Internet: IP-Zuweisung und Erreichbarkeit des Geräts absichern.

Auch ein Wechsel zwischen WLAN und LAN kann helfen, wenn der Scanner im Netz nur gelegentlich reagiert. Stabiler wird es meist mit einer festen Kabelverbindung oder einer statischen IP-Konfiguration. Dadurch muss Windows das Gerät nicht bei jeder Sitzung neu suchen, sondern kann es eindeutig ansprechen.

Dauerhafte Stabilität mit einer sauberen Wiederholungsprüfung absichern

Nach den Änderungen sollte der Scanner mehrfach hintereinander getestet werden, und zwar nicht nur direkt nach einem erfolgreichen Start. Entscheidend ist, ob das Gerät auch nach einer längeren Pause, nach einer Benutzerabmeldung, nach Standby und nach dem Schließen der Scan-App wieder ansprechbar bleibt. Erst dann ist klar, dass die eigentliche Ursache beseitigt wurde.

Für eine verlässliche Prüfung bietet sich derselbe Ablauf in mehreren Varianten an: einmal mit ausgeschalteter Schnellstartfunktion, einmal nach Standby, einmal nach vollständigem Herunterfahren und einmal nach der Verwendung einer anderen Scan-Anwendung. So lässt sich erkennen, ob die Lösung auf das ganze System wirkt oder nur eine einzelne App betroffen war. Wer hier sauber testet, verhindert spätere Rückfälle.

Wenn das Gerät in einer Umgebung mit mehreren Benutzerkonten genutzt wird, sollte außerdem geprüft werden, ob der Zugriff nur in einem bestimmten Profil funktioniert. Manche Scanner-Tools speichern lokale Einstellungen pro Benutzer und laden den Port oder die Zielanwendung nur im ersten Profil korrekt. In diesem Fall muss die Konfiguration in jedem relevanten Konto einmal neu eingerichtet werden, damit der Rechner nicht nur in einer Sitzung stabil läuft.

Abschließend lohnt sich ein Blick auf Firmware und Hersteller-Software. Gerade bei neueren Geräten behebt ein Update des Scanners selbst oder der Verwaltungssoftware manchmal genau die Art von Kommunikationsfehler, die unter Windows 11 erst nach einem Neustart verschwindet. Wer diese Ebene mit einbezieht, schließt die typischen Lücken zwischen Hardware, Windows und Anwendung vollständig.

Häufige Fragen

Warum arbeitet der Scanner erst nach einem Neustart wieder?

Meist hängt ein Dienst, ein Treiber oder eine Hintergrundkomponente in einem fehlerhaften Zustand fest. Ein Neustart setzt diese Elemente zurück, behebt aber nicht die Ursache. Sinnvoll ist deshalb, die betroffenen Komponenten gezielt neu zu initialisieren und dauerhaft zu bereinigen.

Wie prüfe ich zuerst, ob das Gerät von Windows 11 richtig erkannt wird?

Öffne den Geräte-Manager und suche den Scanner unter Bildverarbeitungsgeräte, Kameras oder USB-Geräte. Ein gelbes Warnsymbol deutet auf einen Treiber- oder Erkennungsfehler hin. Entferne in diesem Fall das Gerät nur dann, wenn du den aktuellen Treiber bereits zur Hand hast oder ihn direkt neu installieren kannst.

Welche Windows-Dienste sind für das Scannen besonders wichtig?

Relevant sind vor allem der Windows-Image-Acquisition-Dienst sowie weitere herstellerspezifische Dienste. Prüfe in der Dienste-Verwaltung, ob sie gestartet sind und auf automatisch stehen. Stoppe und starte die betroffenen Dienste neu, wenn Scans nur nach einem Neustart funktionieren.

Wie gehe ich bei einem USB-Scanner am besten vor?

Verbinde das Gerät direkt mit einem anderen USB-Port, möglichst ohne Hub oder Dockingstation. Teste auch ein anderes Kabel, da ein Wackelkontakt genau solche Aussetzer verursacht. Wenn der Scanner an einem anderen Anschluss stabil läuft, liegt die Ursache meist an der Stromversorgung oder am Portprofil.

Kann eine Energieeinstellung den Fehler auslösen?

Ja, Windows 11 kann USB-Ports oder Geräte nach einer gewissen Zeit abschalten. Deaktiviere im Gerätemanager unter den USB-Controllern die Option, den Computer das Gerät ausschalten zu lassen, sofern sie angeboten wird. Zusätzlich lohnt sich ein Blick in die Energieoptionen, damit der Energiesparmodus die Erkennung nicht unterbricht.

Was mache ich, wenn die Scan-Software selbst Probleme verursacht?

Deinstalliere die Herstelleranwendung vollständig und installiere sie in einer aktuellen Version neu. Achte darauf, auch Zusatzmodule wie Tasten- oder Netzwerkkomponenten mit zu prüfen. Veraltete Anwendungen greifen oft auf alte Schnittstellen zu und lösen nach einer Weile keine stabile Kommunikation mehr aus.

Wie setze ich einen Netzwerk-Scanner zuverlässig zurück?

Prüfe zuerst IP-Adresse, Subnetz und Erreichbarkeit über den Browser oder per Ping. Danach solltest du im Scanner-Menü eine feste Adresse vergeben oder die DHCP-Reservierung im Router einrichten. So bleibt das Gerät nach einem Router-Neustart oder Windows-Update unter derselben Adresse erreichbar.

Warum hilft das Löschen alter Treiberreste oft weiter?

Windows kann mehrere Versionen desselben Gerätetreibers parallel vorhalten. Bleibt ein alter Eintrag aktiv, greift das System gelegentlich auf eine fehlerhafte Variante zurück. Entferne im Geräte-Manager die alte Instanz samt Treibersoftware und installiere danach nur die aktuelle Version des Herstellers.

Welche Rolle spielt die Windows-Problembehandlung?

Die integrierte Problembehandlung erkennt nicht jede Ursache, kann aber Dienstzuordnungen und Standardwerte zurücksetzen. Sie eignet sich besonders dann, wenn die Scan-Funktion plötzlich nach einem Update ausfällt. Danach solltest du dennoch Treiber, Dienste und Gerätezuordnung manuell prüfen.

Wie teste ich, ob das Problem an einer bestimmten Anwendung liegt?

Scanne einmal direkt aus der Windows-App, dann aus der Hersteller-Software und anschließend aus einer anderen geeigneten Anwendung. Läuft nur ein Programm zuverlässig, liegt der Fehler meist in dessen Konfiguration oder in fehlenden Berechtigungen. So lässt sich der Störfaktor schneller eingrenzen.

Was gehört zu einer dauerhaften Lösung nach den Änderungen?

Nach jeder Anpassung solltest du das System einmal sauber neu starten und anschließend einen vollständigen Testlauf machen. Prüfe dabei mehrere Scanarten, etwa Dokument, Farbe und Vorschau. Erst wenn alle Varianten stabil funktionieren, ist die Reparatur wirklich abgeschlossen.

Fazit

Ein Scanner, der nur nach einem Neustart arbeitet, braucht meist keine Einzelmaßnahme, sondern eine saubere Kette aus Treiber, Dienst, Energieverwaltung und Gerätezuordnung. Wer diese Punkte systematisch prüft, behebt nicht nur den akuten Aussetzer, sondern reduziert auch spätere Wiederholungen. Besonders wichtig ist am Ende ein Test unter realen Bedingungen, damit das System im Alltag stabil bleibt.

Checkliste
  • Den Scanner direkt am PC anschließen, nicht über einen USB-Hub.
  • Nach Möglichkeit einen anderen USB-Port an der Rückseite des Rechners verwenden.
  • Das USB-Kabel testweise austauschen, wenn der Fehler unregelmäßig auftritt.
  • Bei Netzwerk-Scannern prüfen, ob die IP-Adresse im Heim- oder Firmennetz stabil bleibt.
  • Den Scanner vollständig ausschalten, 20 Sekunden warten und wieder einschalten.

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