Wie du den Ressourcenmonitor in Windows richtig nutzt

Lesedauer: 13 Min – Beitrag erstellt: 1. Juli 2026, zuletzt aktualisiert: 1. Juli 2026

Der Ressourcenmonitor zeigt dir sehr genau, welche Programme, Dienste und Hardware-Komponenten dein System gerade belasten. Damit findest du schneller heraus, ob ein hoher Verbrauch von CPU, Arbeitsspeicher, Datenträger, Netzwerk oder einzelnen Prozessen kommt. Wer dieses Werkzeug sauber liest, kann Engpässe gezielt eingrenzen, statt nur pauschal zu vermuten.

Am sinnvollsten gehst du immer von der beobachteten Auffälligkeit aus: Lüfter laufen dauerhaft hoch, ein Programm reagiert langsam, die Internetverbindung wirkt träge oder der PC arbeitet trotz kurzer Aufgaben ungewöhnlich stark. Danach prüfst du im Monitor erst die Kategorie mit der höchsten Last und grenzt dann Schritt für Schritt auf den Auslöser ein.

So öffnest du das Werkzeug am schnellsten

Am einfachsten startest du es über die Windows-Suche. Gib den Namen des Tools ein und öffne den Treffer direkt. Alternativ erreichst du es über den Task-Manager, indem du dort auf die Leistungsansicht gehst und bei Bedarf weiter in die detaillierte Anzeige wechselst.

Für eine schnelle Einordnung reichen oft schon drei Dinge: Welche Ressource ist am stärksten belastet, welcher Prozess steht oben in der Liste und ob der Verbrauch nur kurz oder dauerhaft hoch bleibt. Genau diese Reihenfolge macht die Auswertung deutlich effizienter als ein unsystematisches Durchklicken.

CPU, Arbeitsspeicher, Datenträger und Netzwerk lesen

Die vier Hauptbereiche zeigen dir unterschiedliche Ursachenbilder. Eine hohe CPU-Last weist oft auf rechenintensive Programme, Hintergrundaufgaben oder einzelne Hänger in Software hin. Viel belegter Arbeitsspeicher deutet eher auf viele offene Programme, speicherhungrige Browser-Tabs oder schlecht optimierte Anwendungen.

Beim Datenträger ist wichtig, ob dauerhaft viel gelesen oder geschrieben wird. Das kann von Updates, Indizierung, Synchronisation oder einer Anwendung mit vielen kleinen Zugriffen kommen. Im Netzwerkbereich erkennst du, ob ein Programm große Datenmengen überträgt oder ob die Aktivität nur scheinbar hoch ist, weil viele kleine Verbindungen offen sind.

Worauf du bei der ersten Sichtung achten solltest

  • Bleibt die Auslastung auch im Leerlauf hoch?
  • Wiederholt sich die Belastung bei einem bestimmten Programm?
  • Steigen CPU, Speicher oder Datenträger gemeinsam an?
  • Gibt es auffällige Prozesse mit bekanntem Namen oder nur allgemeine Systemeinträge?

Den Verursacher sauber eingrenzen

Der wichtigste Schritt ist nicht das bloße Beobachten, sondern das Verknüpfen von Last und Auslöser. Sortiere nach der betroffenen Ressource und beobachte dann, welche Einträge beim Öffnen einer App, beim Kopieren großer Dateien oder beim Starten des Browsers nach oben springen. So erkennst du schnell, ob das Verhalten normal ist oder ob ein bestimmter Prozess aus dem Rahmen fällt.

Anleitung
1Die betroffene Ressource erkennen und beobachten, ob sie im Leerlauf ebenfalls hoch bleibt.
2Die Liste nach Belastung sortieren und den auffälligen Prozess markieren.
3Testweise einzelne Programme schließen und die Veränderung vergleichen.
4Neustart durchführen und prüfen, ob der Zustand direkt wiederkommt.
5Windows-Updates, Treiber und Sicherheitsprüfung kontrollieren — Prüfe anschließend das Ergebnis und wiederhole bei Bedarf die entscheidenden Schritte.

Hilfreich ist auch der Wechsel zwischen mehreren Ansichten. Ein Programm kann wenig CPU verbrauchen, aber sehr viel Datenträgerzugriffe erzeugen. Ein Browser kann wiederum eher Speicher als Prozessor belasten. Genau diese Trennung verhindert Fehlinterpretationen.

Typische Ursachen und passende Schritte

Bei hoher CPU-Last hilft zuerst ein Blick auf laufende Hintergrundprogramme, Autostart-Einträge und offene Browser-Erweiterungen. Schließe testweise einzelne Programme, damit du sie sauber vergleichen kannst. Bleibt die Last auch ohne geöffnete Anwendungen bestehen, lohnt sich ein Neustart, anschließend ein Update von Windows und den betroffenen Programmen.

Ist der Arbeitsspeicher knapp, prüfe offene Tabs, große Desktop-Anwendungen und unnötige Programme im Hintergrund. Wenn der Speicher dauerhaft fast voll ist, kann ein Ausbau des RAM oder das konsequente Reduzieren von Parallelprozessen sinnvoll sein. Kurzfristig hilft es oft schon, besonders schwere Anwendungen nacheinander zu öffnen statt alles gleichzeitig laufen zu lassen.

Bei hoher Datenträgeraktivität solltest du unterscheiden, ob ein internes Windows-Element arbeitet oder ein einzelnes Programm ständig auf die Festplatte zugreift. Indexierung, Synchronisation, Wartung und Update-Prozesse sind oft harmlos, sollten aber nicht dauerhaft den Rechner blockieren. Bei einer SSD ist dauerhafte Last zwar seltener ein Mechanikproblem, kann aber trotzdem zu spürbaren Wartezeiten führen, wenn mehrere Prozesse gleichzeitig schreiben.

Im Netzwerkbereich prüfst du zuerst, ob ein Download, ein Cloud-Abgleich, ein Videostream oder eine große Synchronisation läuft. Wenn die Aktivität ohne sichtbaren Grund hoch bleibt, kontrolliere einzelne Programme, Browser-Tabs und automatische Update-Funktionen. Auch ein fehlerhaft arbeitender Dienst kann wiederholt Daten übertragen und dadurch die Leitung ausbremsen.

Mit dem Detailblick mehr erkennen

Die Detailansicht hilft dir, Prozesse nicht nur als Namen, sondern mit ihrer Ressourcennutzung zu betrachten. Dort siehst du, welche Dateien, welche Verbindungen und welche Unterprozesse beteiligt sind. Das ist besonders nützlich, wenn mehrere Programme ähnlich heißen oder wenn ein Hauptprogramm im Hintergrund zusätzliche Komponenten startet.

Prüfe außerdem, ob sich ein Prozess nach dem Beenden direkt wieder neu aufbaut. Das spricht häufig für einen Hintergrunddienst, Autostart oder eine Anwendung, die automatisch mit Windows startet. In solchen Fällen ist nicht der sichtbare Hauptprozess das eigentliche Problem, sondern die Funktion dahinter.

Wenn Windows selbst auffällt

Nicht jede hohe Last stammt von Drittanbieter-Software. Auch Windows-Aufgaben wie Update-Vorbereitung, Suchindex, Defender-Prüfungen oder Synchronisation mit einem Konto können Ressourcen binden. Solche Aktivitäten sind oft zeitweise normal, sollten aber nach Abschluss wieder abklingen.

Bleibt die Belastung trotz Neustart über längere Zeit bestehen, lohnt sich eine saubere Reihenfolge: Erst Systemstart und Autostart prüfen, dann Sicherheitsprüfung, danach Updates und Treiber. Erst wenn diese Punkte nichts bringen, solltest du tiefer in Diagnose und Reparatur gehen.

Wann ein Systemproblem wahrscheinlicher wird

Wenn die Last in mehreren Kategorien gleichzeitig hoch bleibt, kann mehr dahinterstecken als nur eine einzelne App. Dann sind beschädigte Systemdateien, ein fehlerhafter Treiber, ein problematischer Dienst oder eine unruhige Hintergrundkonfiguration möglich. In diesem Fall ist ein Vergleich nach Neustart besonders wertvoll, weil du zwischen dauerhaftem und nur situativem Verhalten unterscheiden kannst.

Hilfreich ist auch der Blick auf die Temperatur und die allgemeine Reaktionsfähigkeit des PCs. Hohe Last zusammen mit starkem Wärmeaufbau oder langen Eingabeverzögerungen weist oft auf eine Kombination aus Software- und Hardwarebelastung hin. Dann reicht eine einzelne Maßnahme meist nicht aus.

Praktische Reihenfolge für die Fehlersuche

  1. Die betroffene Ressource erkennen und beobachten, ob sie im Leerlauf ebenfalls hoch bleibt.
  2. Die Liste nach Belastung sortieren und den auffälligen Prozess markieren.
  3. Testweise einzelne Programme schließen und die Veränderung vergleichen.
  4. Neustart durchführen und prüfen, ob der Zustand direkt wiederkommt.
  5. Windows-Updates, Treiber und Sicherheitsprüfung kontrollieren.
  6. Autostart und Hintergrunddienste durchsehen, wenn die Ursache weiter unklar bleibt.

Diese Reihenfolge spart Zeit, weil du zuerst die einfachen und häufigen Ursachen ausschließt. So vermeidest du auch unnötige Eingriffe an Stellen, die für das Problem gar nicht verantwortlich sind.

Feinere Analyse mit Auslastung und Aktivität

Gerade bei längeren Problemen lohnt sich der Vergleich zwischen Spitzenlast und Dauernutzung. Ein kurzer Ausschlag ist oft unkritisch, etwa beim Öffnen einer großen Datei oder beim Start eines Programms. Eine gleichmäßige Dauerlast wirkt dagegen eher wie ein Hinweis auf einen Dienst, eine Schleife oder eine fehlerhafte Hintergrundaufgabe.

Auch wiederkehrende Muster sind aussagekräftig. Tritt das Verhalten immer beim Einstecken eines Laufwerks, beim Start eines Browsers oder beim Öffnen einer bestimmten Datei auf, ist die Suche viel enger. Dann kannst du Ursache und Wirkung meist direkt miteinander verbinden.

Was du vor tiefen Eingriffen beachten solltest

Bevor du an Registry, Systemdiensten oder Startparametern arbeitest, solltest du den aktuellen Zustand sichern. Ein Wiederherstellungspunkt oder ein vollständiges Backup ist vor größeren Änderungen sinnvoll, besonders wenn du Treiber oder Sicherheitssoftware überprüfst. Das schützt dich vor unnötigem Aufwand, falls eine Änderung neue Probleme erzeugt.

Wenn du an Leistungsschwankungen arbeitest, trenne immer zwischen normaler Arbeit und Fehlersuche. Ein Rechner mit vielen geöffneten Anwendungen darf mehr Last erzeugen als ein fast leerer Desktop. Entscheidend ist deshalb nicht nur der Prozentwert, sondern auch der Vergleich mit dem typischen Verhalten deines Systems.

Ansicht, Messintervalle und Spalten gezielt nutzen

Der Ressourcenmonitor Windows zeigt nur dann seinen vollen Nutzen, wenn du die Darstellung an deine Aufgabe anpasst. Die vier Registerkarten für CPU, Arbeitsspeicher, Datenträger und Netzwerk liefern zwar sofort Werte, doch erst mit passenden Spalten, sortierten Prozessen und einer ruhigen Betrachtung über mehrere Sekunden wird daraus eine belastbare Analyse. Öffne die Ansicht und nimm dir einen Moment für die Übersicht, bevor du einzelne Einträge bewertest.

Praktisch ist es, erst den Bereich zu prüfen, der am ehesten auffällt, und dann in die Details zu gehen. Bei hoher Prozessorlast lohnt der Blick auf Prozesse, Dienste und zugehörige Handles. Bei Speicherengpässen sind die Hard- und Softfehler sowie die Commit-Werte hilfreich. Im Netzwerkbereich lassen sich Aktivitäten nach Prozess, Adresse und Verbindungstyp auseinanderhalten, wodurch auch kurzlebige Spitzen besser verständlich werden.

  • Sortiere nach der Spalte, die den stärksten Ausschlag zeigt.
  • Beobachte Werte nicht nur im Moment, sondern über mehrere Aktualisierungen.
  • Blende Bereiche ein und aus, damit die Liste lesbar bleibt.
  • Vergleiche Prozessnamen mit Diensten und zugehörigen Untereinträgen.

Wer die Spalten bewusst auswählt, erkennt Zusammenhänge schneller. Ein hoher CPU-Wert ist nur die halbe Aussage, solange nicht klar ist, ob ein einzelner Prozess dauerhaft rechnet oder ob viele kleine Aufgaben gemeinsam die Last erzeugen. Ähnlich verhält es sich bei Datenträgerzugriffen, bei denen ein hoher Aktivitätswert nicht automatisch auf viel Durchsatz hindeutet. Entscheidend ist, ob Wartezeiten, Spitzen und Wiederholungen sichtbar werden.

Von der Oberfläche zu den Ursachen wechseln

Viele Auffälligkeiten lassen sich im Ressourcenmonitor sauber auf einen Auslöser zurückführen, doch dafür brauchst du eine feste Reihenfolge. Beginne mit dem Bereich, der im Alltag Probleme verursacht. Läuft die Oberfläche langsam, sind meist CPU, Arbeitsspeicher oder Datenträger beteiligt. Ruckeln einzelne Programme, ist oft ein bestimmter Prozess die Ursache. Bei verzögerten Downloads, Stocken in Cloud-Diensten oder längeren Dateiübertragungen hilft der Netzwerk- und Datenträgerblick.

Arbeitest du mit mehreren Fenstern oder Remote-Tools, solltest du außerdem prüfen, ob die Last von deinem lokalen Rechner oder von einer entfernten Verbindung stammt. Manche Werte spiegeln nur den sichtbaren Teil der Belastung wider. Deshalb ist es sinnvoll, die zugehörigen Dienste mit einzubeziehen. Der Ressourcenmonitor Windows verbindet Prozesse, Dienste und Aktivität in einer Ansicht, und genau darin liegt sein Nutzen für die Eingrenzung.

Eine brauchbare Prüf-Reihenfolge

  1. Den betroffenen Bereich auswählen, etwa CPU oder Datenträger.
  2. Nach der stärksten Last sortieren.
  3. Den Prozess öffnen, der oben steht.
  4. Dienste, Handles oder Verbindungen zum Eintrag prüfen.
  5. Vergleichen, ob die Aktivität dauerhaft oder nur kurzzeitig ist.

So vermeidest du, an der Oberfläche zu bleiben. Ein einzelner Prozessname reicht selten aus, um die Ursache vollständig zu benennen. Erst die Kombination aus Last, Zeitverlauf und zugehörigen Komponenten zeigt, ob ein Windows-Dienst, eine Drittanbieter-Anwendung oder ein Hintergrundtask die Aufmerksamkeit verdient.

Messwerte richtig deuten und typische Fehlannahmen vermeiden

Ein häufiger Denkfehler besteht darin, eine hohe Prozentzahl automatisch als Problem zu lesen. In Wahrheit braucht jede Kennzahl ihren Kontext. Ein kurzzeitig hohes CPU-Intervall während eines Updates ist normal, solange es danach wieder abfällt. Auch Arbeitsspeicher wird von Windows bewusst genutzt, um Programme schneller zu starten. Entscheidend ist nicht allein die Höhe, sondern ob das System dabei noch flüssig arbeitet und ob die Werte wieder zurückgehen.

Beim Datenträger ist die Lage ähnlich. Ein scheinbar geringer Durchsatz kann trotzdem ausreichen, um das System auszubremsen, wenn viele kleine Zugriffe gleichzeitig warten. Im Netzwerk wiederum sagt eine hohe Sende- oder Empfangsrate noch nichts darüber aus, ob tatsächlich ein Fehler vorliegt. Relevant wird es erst, wenn unerwartete Verbindungen, dauerhafte Wiederholungen oder ungewöhnliche Adressen hinzukommen.

Hilfreich ist deshalb die Unterscheidung zwischen Last und Ursache. Last beschreibt nur die Symptomseite. Die Ursache liegt häufig tiefer: ein Dienst, ein Treiber, ein Synchronisationsprozess, ein Suchindex oder eine fehlerhafte Anwendung. Genau hier hilft der Ressourcenmonitor, weil er mehrere Ebenen miteinander verknüpft und damit den Weg vom Symptom zur Quelle verkürzt.

Gezielt mit Diensten, Handles und Verbindungen arbeiten

Wer tiefer prüfen will, sollte die Detailbereiche unter den Prozesslisten nicht übergehen. Dort erscheinen Zuordnungen, die im ersten Moment unscheinbar wirken, in der Praxis aber sehr hilfreich sind. Ein Prozess mit vielen offenen Handles kann auf ein Zugriffsproblem, eine Ressourcenbindung oder eine nicht sauber geschlossene Verbindung hinweisen. Ein Prozess mit mehreren Diensten im Hintergrund verrät, dass die Last nicht nur von einer Oberfläche stammt.

Bei Netzwerkproblemen lohnt sich der Blick auf aktive Verbindungen und den Fernadressbereich. So erkennst du, ob eine Anwendung lokal bleibt oder ob sie regelmäßig mit externen Diensten spricht. Im Datenträgerbereich hilft die Zuordnung zu Dateien und Prozessen, um starke I/O-Spitzen einzugrenzen. Dadurch lässt sich unterscheiden, ob etwa eine große Kopieraktion, ein Virenscan oder eine Indexierung im Hintergrund arbeitet.

Was du dabei prüfen solltest

  • Ob ein Prozess nur einmalig oder fortlaufend auffällt.
  • Ob mehrere Dienste hinter einem Eintrag stehen.
  • Ob Zugriffe auf eine einzelne Datei oder auf viele kleine Dateien laufen.
  • Ob Verbindungen zu bekannten Zielen oder zu ungewöhnlichen Adressen bestehen.
  • Ob die Belastung nach dem Beenden einer Aufgabe sofort sinkt.

Diese Sicht hilft besonders dann, wenn ein Programm oberflächlich harmlos wirkt, im Hintergrund aber dauerhaft Ressourcen bindet. Ebenso kann ein Windows-Dienst erst in der Kombination mit den Untereinträgen verstanden werden. Statt nur die Spitze der Liste zu betrachten, solltest du die Detailfelder nutzen, um wiederkehrende Muster zu finden.

Häufige Fragen

Wofür ist das Werkzeug im Alltag am nützlichsten?

Es hilft dir vor allem dabei, Engpässe einzuordnen, ohne sofort externe Programme zu installieren. Du siehst laufende Prozesse, ihre Last und die beteiligten Ressourcen in einer kompakten Ansicht. So lässt sich schneller erkennen, ob CPU, Arbeitsspeicher, Datenträger oder Netzwerk die Ursache sind.

Wie öffne ich die Ansicht am schnellsten?

Am einfachsten startest du über die Windows-Suche mit dem Begriff „Ressourcenmonitor“. Ebenso möglich ist der Weg über den Task-Manager, dort über den Reiter für Leistung und den Link zum Ressourcenmonitor. Beide Wege führen zur gleichen Systemansicht.

Welche Registerkarten sollte ich zuerst prüfen?

Für eine erste Einordnung reichen meist CPU, Arbeitsspeicher, Datenträger und Netzwerk. Dort siehst du, welche Prozesse gerade aktiv sind und welche Komponente besonders ausgelastet ist. Die Verteilung der Last ist oft aussagekräftiger als ein einzelner hoher Prozentwert.

Wie erkenne ich, welcher Prozess wirklich bremst?

Sortiere die Prozessliste nach der auffälligen Ressource und beobachte, welche Einträge oben bleiben. Entscheidend ist nicht nur der aktuelle Wert, sondern auch, ob die Last dauerhaft anliegt oder nur kurz ansteigt. Prozesse mit hoher Aktivität und gleichzeitigem Zugriff auf Datenträger oder Netzwerk verdienen besondere Aufmerksamkeit.

Kann ich damit auch Speicherprobleme eingrenzen?

Ja, die Speicheransicht zeigt dir, wie viel RAM belegt, verfügbar und reserviert ist. Achte zusätzlich auf harte Fehler und darauf, ob einzelne Programme ungewöhnlich viel Arbeitsspeicher belegen. Bei dauerhaft knappem Speicher hilft oft nur, Programme zu schließen, Autostarts zu prüfen oder die Auslastung durch Anpassungen zu senken.

Was sagt die Datenträgeransicht aus?

Sie zeigt, welche Prozesse viele Lese- und Schreibzugriffe auslösen und ob ein Laufwerk dauerhaft beschäftigt ist. Hohe Aktivität bei kurzer Reaktionszeit ist anders zu bewerten als hohe Aktivität mit langen Wartezeiten. Gerade bei langsamen Systemen lässt sich so unterscheiden, ob das Laufwerk selbst oder ein bestimmter Prozess das Problem auslöst.

Wie nutze ich die Netzwerkdaten sinnvoll?

Die Netzwerkansicht zeigt Verbindungen, Prozesse und Datenraten. Damit erkennst du, ob ein Download, ein Sync-Tool, ein Update-Dienst oder ein anderes Programm Bandbreite beansprucht. Wenn die Verbindung stockt, lohnt sich der Blick auf einzelne Prozesse, nicht nur auf die Gesamtrate.

Welche Werte sind bei der Diagnose besonders wichtig?

Hilfreich sind vor allem Aktivität, Auslastung, Antwortzeiten und die Zuordnung zu einem Prozess. Einzelne Spitzen sind oft weniger relevant als ein dauerhaft hoher Wert. Wenn mehrere Ressourcen gleichzeitig auffällig sind, deutet das meist auf einen engeren Zusammenhang hin.

Wie grenze ich Windows-Dienste von Drittanbieter-Programmen ab?

Prüfe die Prozessnamen und vergleiche sie mit bekannten Windows-Komponenten. Dienste mit systemtypischen Namen, etwa aus dem Update-, Index- oder Sicherheitsbereich, sind zunächst normal. Programme von Drittanbietern lassen sich oft an Herstellerbezeichnungen oder an unerwartet hoher Dauerlast erkennen.

Was mache ich, wenn ich einen verdächtigen Prozess gefunden habe?

Beende ihn nicht sofort, sondern prüfe zuerst, ob er zu einer laufenden Aufgabe gehört. Schau, ob das Verhalten nach wenigen Minuten wieder abfällt oder ob die Belastung bestehen bleibt. Erst danach solltest du den Autostart prüfen, Updates einspielen, Einstellungen ändern oder den Prozess gezielt neu starten.

Reicht die Ansicht für eine vollständige Fehleranalyse aus?

Für die erste Eingrenzung oft ja, für die endgültige Ursache nicht immer. Ergänzend helfen Ereignisanzeige, Task-Manager und bei Bedarf weitere Diagnosewerkzeuge, wenn Treiber, Dienste oder Hardware verdächtig wirken. Der größte Nutzen liegt darin, das betroffene Systemelement schnell einzugrenzen und die nächsten Schritte gezielt auszuwählen.

Fazit

Mit dem Werkzeug lässt sich unter Windows schnell erkennen, welche Komponente Last erzeugt und welcher Prozess dahintersteht. Wer die Anzeigen in Ruhe vergleicht, kann Probleme bei CPU, Speicher, Datenträger oder Netzwerk sauber voneinander trennen. Danach werden die nächsten Schritte deutlich gezielter und das System lässt sich meist ohne Umwege stabilisieren.

Checkliste
  • Bleibt die Auslastung auch im Leerlauf hoch?
  • Wiederholt sich die Belastung bei einem bestimmten Programm?
  • Steigen CPU, Speicher oder Datenträger gemeinsam an?
  • Gibt es auffällige Prozesse mit bekanntem Namen oder nur allgemeine Systemeinträge?

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