Port unter Windows 11 prüfen: Welche App eine Verbindung nutzt

Lesedauer: 13 Min – Beitrag erstellt: 21. August 2026, zuletzt aktualisiert: 21. August 2026

Was die Port-Zuordnung unter Windows 11 bringt

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde ganz oder teilweise mithilfe generativer KI erstellt. Das Titelbild stammt entweder aus eigener KI-gestützter Erstellung oder aus einer lizenzierten Bildquelle.

Wenn du herausfinden willst, welche App einen Port nutzt, brauchst du keine Rätselrunde, sondern eine saubere Zuordnung zwischen Port, Prozess und Programm. Windows 11 kann dir den laufenden Prozess zeigen, und mit der passenden PID lässt sich die verursachende App meist eindeutig identifizieren. Das ist besonders hilfreich, wenn ein Serverdienst nicht startet, ein lokaler Webserver blockiert ist, eine Entwicklertools-Umgebung nicht bindet oder eine Sicherheitsregel eine Verbindung verhindert.

Wichtig ist die Reihenfolge: Erst den belegten Port prüfen, dann die Prozess-ID ermitteln, anschließend die App oder den Dienst dazu auflösen. Nur so vermeidest du Fehlzuordnungen, etwa wenn mehrere Helferprogramme desselben Herstellers im Hintergrund laufen oder wenn ein Dienst eine Oberfläche und einen Hintergrundprozess getrennt startet. Je nach Verbindungstyp kann außerdem derselbe Port sowohl IPv4- als auch IPv6-Zuordnungen haben, weshalb du die Ausgabe immer vollständig betrachten solltest.

Die gute Nachricht: Für die Diagnose reichen in vielen Fällen die Bordmittel. Du kannst die Information in der Eingabeaufforderung, in PowerShell oder über den Task-Manager prüfen. Für saubere Ergebnisse ist es sinnvoll, mit Administratorrechten zu arbeiten, weil manche Prozesse sonst nicht vollständig sichtbar sind.

Welcher Port ist gemeint und wie du die Prüfung eingrenzt

Bevor du nach der App suchst, musst du wissen, ob du einen eingehenden oder ausgehenden Zusammenhang meinst. Bei offenen lokalen Diensten suchst du meist nach einem Prozess, der auf einem bestimmten TCP- oder UDP-Port lauscht. Bei einer bestehenden Verbindung willst du eher wissen, welches Programm gerade über diesen Port kommuniziert. Das sind zwei ähnliche, aber technisch unterschiedliche Prüfungen.

Für die Zuordnung ist außerdem wichtig, ob du den Port als Zahl kennst. Beispiel: 80, 443, 135, 3389 oder ein frei gewählter Entwicklungsport wie 3000. Wenn du die Zahl nicht kennst, kannst du zunächst alle aktiven Zuordnungen anzeigen lassen und anschließend nach dem passenden Eintrag filtern. Wer nur nach dem Programmnamen sucht, übersieht oft den eigentlichen Hintergrunddienst, der die Verbindung geöffnet hat.

Portbelegung gezielt sichtbar machen

Die Zuordnung eines Ports lässt sich unter Windows 11 mit wenigen Bordmitteln zuverlässig eingrenzen. Entscheidend ist, dass du erst die Portnummer sicher identifizierst und dann die zugehörige Prozess-ID ermittelst. Anschließend folgt die Auflösung zur App oder zum Dienst. So trennst du zwischen einer lokalen Anwendung, einem Windows-Systemdienst und einer Verbindungsfreigabe, die im Hintergrund arbeitet.

Für die praktische Prüfung sind vor allem das Terminal, der Ressourcenmonitor und die Ereignisanzeige nützlich. Je nach Situation genügt eine schnelle Abfrage mit einem Befehl. In anderen Fällen brauchst du mehrere Schritte, weil die Verbindung nur kurz aktiv ist oder sich der Port nach dem Start einer Anwendung ändert.

Prüfweg über das Terminal mit netstat

Am schnellsten geht es in einer administrativen Eingabeaufforderung oder in Windows Terminal mit erhöhten Rechten. Der klassische Weg ist netstat, weil du damit alle aktiven Verbindungen und lauschenden Ports einsehen kannst. Besonders wichtig ist die Anzeige der PID, also der Prozesskennung.

Anleitung
1Öffne das Startmenü.
2Suche nach „Terminal“ oder „Eingabeaufforderung“.
3Starte die App als Administrator.
4Gib netstat -ano ein und bestätige mit Enter.

  1. Öffne das Startmenü.
  2. Suche nach „Terminal“ oder „Eingabeaufforderung“.
  3. Starte die App als Administrator.
  4. Gib netstat -ano ein und bestätige mit Enter.

Die Ausgabe zeigt dir Protokoll, lokale Adresse, fremde Adresse, Zustand und PID. Für die Prüfung einer bestimmten Portnummer ist der Filter entscheidend. Beispiel: Mit netstat -ano | findstr :443 suchst du gezielt nach Port 443. Das Ergebnis verrät dir, welcher Prozess diesen Port aktuell nutzt oder darauf wartet.

Die PID ist noch nicht der Programmname. Sie ist aber der saubere Weg zum nächsten Schritt. Ohne diese Zwischenstufe würdest du bei mehreren Diensten schnell den Überblick verlieren, besonders bei Browsern, Entwicklungswerkzeugen, VPN-Software oder lokalen Servern.

Von der Prozess-ID zur App

Die Prozess-ID lässt sich direkt im Task-Manager auflösen. Das ist hilfreich, wenn der Port von einer normalen Desktop-App belegt wird. Öffne dazu den Task-Manager und wechsle zur Registerkarte Details. Dort findest du die Spalte PID. Falls sie nicht sichtbar ist, kannst du über die Spaltenauswahl nachhelfen.

  • Task-Manager mit Strg + Umschalt + Esc öffnen.
  • Zur Ansicht Details wechseln.
  • Die PID mit der Ausgabe aus netstat abgleichen.
  • Den Prozessnamen prüfen und bei Bedarf per Rechtsklick den Speicherort oder die Eigenschaften öffnen.

Ist der Eintrag ein bekannter Anwendungsprozess, etwa ein Browser, ein Datenbankdienst oder eine Synchronisationssoftware, hast du die Zuordnung bereits gefunden. Taucht stattdessen ein Windows-Prozess auf, lohnt sich die weitere Prüfung über den Dienstnamen oder die zugehörige Komponente. Gerade bei svchost.exe ist dieser zusätzliche Schritt wichtig, weil hinter einem Hostprozess mehrere Dienste stecken können.

Ressourcenmonitor als visuelle Hilfe

Der Ressourcenmonitor zeigt Netzwerkaktivität übersichtlich an und ist oft angenehmer als eine reine Textausgabe. Du findest ihn über die Windows-Suche oder über den Task-Manager im Leistungsbereich. Dort gibt es den Abschnitt Netzwerk, in dem Verbindungen, Ports und Prozesse zusammen dargestellt werden.

Für die Suche nach einem Port ist der Bereich TCP-Verbindungen besonders nützlich. Du kannst nach Prozessnamen sortieren und gleichzeitig sehen, welche lokale Adresse verwendet wird. Das hilft vor allem dann, wenn ein Programm mehrere Verbindungen offen hält oder der Port in kurzen Intervallen belegt wird.

  • Ressourcenmonitor starten.
  • Zum Reiter Netzwerk wechseln.
  • Unter TCP-Verbindungen die Spalte mit der lokalen Adresse kontrollieren.
  • Den Prozessnamen und die PID mit dem offenen Port abgleichen.

Für wiederkehrende Prüfungen ist diese Ansicht oft übersichtlicher als ein Kommandozeilenbefehl. Du siehst nicht nur, dass ein Port in Benutzung ist, sondern auch, welche Anwendung gerade aktiv kommuniziert. Das ist besonders hilfreich bei Desktop-Tools mit eingebautem Webserver oder bei Software, die lokale Schnittstellen für Synchronisation oder Fernsteuerung nutzt.

Dienste statt Desktop-App erkennen

Nicht jede Portbindung gehört zu einem sichtbaren Programmfenster. Häufig arbeitet ein Windows-Dienst im Hintergrund und bindet den Port im Auftrag einer Komponente oder eines Treibers. In solchen Fällen hilft die Dienste-Verwaltung weiter. Die entscheidende Frage lautet dann nicht nur, welche App beteiligt ist, sondern welcher Dienst den Prozess gestartet hat.

Öffne die Dienste-Verwaltung über services.msc. Suche dort nach auffälligen Namen, die zum Prozess passen, oder prüfe laufende Dienste, wenn du eine PID mit svchost.exe entdeckt hast. Über die Eigenschaften eines Dienstes kannst du Starttyp, Abhängigkeiten und Kontobezug einsehen. Das hilft dabei, die Ursache sauber einzugrenzen.

Wenn ein Dienst den Port benötigt, solltest du nicht vorschnell stoppen. Prüfe zuerst, ob es sich um eine Sicherheitsfunktion, einen Update-Dienst, eine lokale Entwicklungsumgebung oder einen Netzwerkadapterdienst handelt. Manche Verbindungen sind für das System normal und sollen dauerhaft bestehen.

Firewall- und Sicherheitsblick nicht vergessen

Eine Portprüfung ist nur dann vollständig, wenn du auch die Sicherheitsseite betrachtest. Eine App kann lokal auf einen Port lauschen, ohne dass sie von außen erreichbar ist. Umgekehrt kann eine Firewall-Regel den Zugriff blockieren, obwohl der Prozess technisch korrekt arbeitet. Deshalb lohnt sich ein Blick in die Windows-Sicherheit und in die erweiterten Firewall-Einstellungen.

  • Windows-Sicherheit öffnen.
  • Zu Firewall & Netzwerkschutz wechseln.
  • Erweiterte Einstellungen aufrufen.
  • Eingehende und ausgehende Regeln prüfen, wenn ein Port auffällig ist.

Gerade bei Serveranwendungen ist wichtig, ob der Port nur lokal auf 127.0.0.1 bindet oder auf 0.0.0.0 beziehungsweise auf eine konkrete Netzwerkschnittstelle. Der Unterschied entscheidet darüber, ob der Dienst nur auf dem Rechner selbst oder auch aus dem Netz erreichbar ist. Diese Detailprüfung ist oft der Schlüssel, wenn ein Programm „läuft“, aber von einem zweiten Gerät nicht angesprochen werden kann.

Lokale Adressen und Portarten richtig deuten

Bei der Auswertung ist nicht nur der Port selbst wichtig, sondern auch die Art der Verbindung. Eine Zeile mit LISTENING bedeutet, dass der Prozess auf Anfragen wartet. ESTABLISHED weist dagegen auf eine aktive Verbindung hin. Für die Fehlersuche ist das ein wesentlicher Unterschied, weil du damit sofort erkennst, ob eine App nur bereitsteht oder tatsächlich kommuniziert.

Zusätzlich lohnt sich die Unterscheidung zwischen TCP und UDP. TCP-Verbindungen lassen sich meist leichter zuordnen, weil sie einen klaren Zustand besitzen. UDP-Ports erscheinen oft knapper, da hier kein verbindungsorientierter Status aufgebaut wird. Trotzdem kannst du auch UDP mit netstat oder PowerShell prüfen, sofern du die Portnummer kennst.

Wenn ein Port scheinbar mehrfach auftaucht, ist das nicht automatisch ein Fehler. Manche Anwendungen öffnen denselben Port für IPv4 und IPv6, andere erzeugen mehrere Verbindungen mit unterschiedlichen Gegenstellen. Erst der Zusammenhang aus Port, PID, Protokoll und Zustand ergibt das vollständige Bild.

PowerShell für präzise Abfragen

Wer lieber mit PowerShell arbeitet, kann die Portzuordnung ebenfalls sauber auslesen. Das ist vor allem nützlich, wenn du die Ausgabe weiterverarbeiten oder mehrere Ports nacheinander prüfen möchtest. PowerShell kann Prozesse, Verbindungen und Dienste systematisch zusammenführen.

  1. PowerShell als Administrator öffnen.
  2. Mit Get-NetTCPConnection die offenen TCP-Verbindungen anzeigen.
  3. Über die Spalte OwningProcess die PID auswerten.
  4. Mit Get-Process -Id <PID> den Prozessnamen abfragen.

Für einen bestimmten Port kannst du filtern, etwa mit einer Abfrage auf die lokale Portnummer. Dadurch bekommst du schneller einen sauberen Treffer als bei einer langen Gesamtliste. Das ist besonders praktisch bei Anwendungen, die intern mehrere Schnittstellen nutzen, etwa lokale Weboberflächen, Datenbankinstanzen oder Entwicklungsserver.

Typische Ursachen bei belegten Ports

Ein Port ist oft nicht zufällig belegt. Häufig startet eine Anwendung automatisch mit Windows, reserviert einen Dienstport und hält ihn im Hintergrund offen. Auch Browser-Erweiterungen, VPN-Clients, Media-Server, Spiele-Launcher oder Docker-Container können Ports belegen. In Unternehmensumgebungen kommen Druckdienste, Remote-Management und Sicherheitssoftware hinzu.

Folgende Fälle treten besonders häufig auf:

  • Eine Entwicklungsumgebung startet automatisch und bindet lokale Webports.
  • Ein Sicherheitsprogramm überwacht den Netzwerkverkehr und reserviert Schnittstellen.
  • Ein Synchronisationsdienst hält einen Port für lokale Kommunikation offen.
  • Ein altes Programm wurde nicht vollständig beendet und blockiert den Port weiter.
  • Ein Dienst nutzt IPv4 und IPv6 gleichzeitig, wodurch mehrere Einträge erscheinen.

In solchen Situationen hilft es, Autostart, Hintergrundprozesse und geplante Aufgaben zu prüfen. Der eigentliche Port ist oft nur das sichtbare Symptom. Die Ursache liegt dann in einer App-Einstellung, einem Dienst oder einem automatischen Startmechanismus.

Portfreigabe oder Portkonflikt gezielt lösen

Wenn du einen bestimmten Port für eine eigene Anwendung brauchst, muss der belegende Prozess entweder beendet oder umkonfiguriert werden. Das sollte immer mit Bedacht geschehen, denn nicht jeder Prozess darf einfach geschlossen werden. Ein Systemdienst kann bei vorschnellem Beenden andere Funktionen beeinträchtigen.

Der saubere Ablauf sieht so aus: Erst die PID ermitteln, dann den Programmnamen prüfen, anschließend den Zweck einschätzen. Ist der Prozess eindeutig einer App zugeordnet, kannst du in deren Einstellungen nach einem alternativen Port suchen. Viele Tools erlauben eine freie Wahl des Listener-Ports, etwa lokale Server, Datenbanken oder Synchronisationsprogramme.

Hilft das nicht, kannst du den Konflikt über die Windows-Startverwaltung oder die Dienste prüfen. Deaktiviere nur dann etwas, wenn du die Funktion kennst oder sie nachweislich nicht benötigt wird. Nach jeder Änderung solltest du die Portprüfung wiederholen, damit du sicher siehst, ob der neue Zustand stabil ist.

Saubere Kontrolle nach dem Neustart

Nach einer Änderung ist ein Neustart oft sinnvoll, weil manche Dienste und Anwendungen ihren Port erst dann vollständig freigeben oder neu binden. Anschließend wiederholst du die Prüfung mit netstat, PowerShell oder dem Ressourcenmonitor. So stellst du fest, ob die Änderung dauerhaft wirkt oder nur kurzfristig geholfen hat.

Es empfiehlt sich außerdem, die beobachteten Ports zu notieren, wenn du häufiger mit derselben Software arbeitest. Eine kleine Liste mit Portnummer, Prozessname und Verwendungszweck spart später Zeit. Das gilt besonders für Entwicklungsumgebungen, Medienserver und Fernzugriffssoftware, bei denen verschiedene Komponenten dieselben Standardschnittstellen verwenden können.

Wer den Ablauf einmal sauber eingerichtet hat, erkennt schnell, ob ein Port nur belegt, tatsächlich erreichbar oder durch eine Firewall eingeschränkt ist. Genau diese Unterscheidung macht die Fehlersuche unter Windows 11 deutlich präziser.

Wie finde ich am schnellsten heraus, welche App einen Port nutzt?

Am schnellsten geht es mit netstat -ano in einem administrativen Terminal. Danach suchst du gezielt nach der Portnummer und prüfst die PID im Task-Manager oder per PowerShell. So kommst du direkt vom Port zum Prozessnamen.

Warum sehe ich nur eine PID und nicht sofort den Programmnamen?

Die Netzwerkanzeige arbeitet auf Prozessebene. Der Programmnamen wird erst in einer zweiten Ansicht sichtbar, etwa im Task-Manager, im Ressourcenmonitor oder über PowerShell. Die PID ist deshalb der technische Zwischenschritt zur eindeutigen Zuordnung.

Was bedeutet es, wenn ein Port als LISTENING angezeigt wird?

Dann wartet der Prozess auf eingehende Verbindungen. Der Port ist also geöffnet, aber nicht zwingend bereits mit einem anderen Gerät verbunden. Für Serverdienste und lokale Weboberflächen ist das ein normaler Zustand.

Warum taucht derselbe Port manchmal mehrfach auf?

Das kann an IPv4 und IPv6, an mehreren Prozessen derselben App oder an unterschiedlichen Verbindungszuständen liegen. Prüfe deshalb immer Protokoll, PID, lokale Adresse und Status zusammen. Erst diese Kombination zeigt die tatsächliche Ursache.

Kann ich einen belegten Port einfach schließen?

Nur, wenn du sicher weißt, welche App oder welcher Dienst dahintersteht. Bei Systemdiensten kann ein vorschnelles Beenden Nebenwirkungen haben. Besser ist es, den Ursprung zu prüfen und dann entweder die Anwendung zu beenden oder ihren Port zu ändern.

Hilft die Windows-Firewall bei der Fehlersuche?

Ja, weil sie zeigt, ob eine Verbindung nur lokal existiert oder auch freigegeben ist. Wenn ein Port geöffnet ist, aber von außen nicht erreichbar scheint, liegt die Ursache oft in einer Regel, im Bindeadressbereich oder in einer anderen Netzwerkeinstellung.

Was ist der beste Weg bei wiederkehrenden Prüfungen?

Am praktischsten ist eine feste Reihenfolge: Portnummer bestimmen, PID ermitteln, Prozessnamen prüfen, anschließend Dienst- und Firewall-Einstellungen kontrollieren. So lässt sich derselbe Ablauf bei jeder neuen Verbindung schnell wiederholen.

Häufige Fragen zur Port-Zuordnung unter Windows 11

Wie finde ich unter Windows 11 heraus, welche App einen bestimmten Port belegt?

Am zuverlässigsten startest du mit der Prozess-ID des belegten Ports und löst diese anschließend zur App oder zum Dienst auf. In der Eingabeaufforderung oder in PowerShell ist das besonders hilfreich, wenn der Port nicht nur offen, sondern tatsächlich aktiv in Benutzung ist. Erfolg erkennst du daran, dass du am Ende einen klaren Programmnamen oder Dienstnamen statt nur einer Zahl erhältst.

Warum zeigt mir Windows 11 nur eine PID und nicht direkt den Programmnamen?

Die PID ist die technische Zwischenschicht zwischen Port und Anwendung, weil Windows zunächst den laufenden Prozess identifiziert. Das ist normal und kein Fehler, vor allem bei Diensten, Hintergrundkomponenten oder getrennt gestarteten Hilfsprogrammen. Wenn die PID nicht eindeutig wirkt, prüfst du danach den Prozess im Task-Manager oder ordnest ihn über die Dienstzuordnung weiter zu.

Was mache ich, wenn ein Port als belegt angezeigt wird, aber keine App sichtbar ist?

Dann läuft oft ein Dienst im Hintergrund oder die Anzeige ist ohne erhöhte Rechte unvollständig. Öffne die Abfrage erneut mit Administratorrechten und vergleiche, ob der Port danach einem Systemdienst oder einer anderen App zugeordnet wird. Bleibt der Eintrag trotzdem unklar, ist ein weiterer Hinweis der Prozessstatus im Task-Manager oder eine laufende Hintergrundverbindung.

Woran erkenne ich, ob es sich um TCP oder UDP handelt?

Die Zuordnung hängt davon ab, ob du eine verbindungsorientierte TCP-Prüfung oder einen UDP-Port betrachtest. TCP zeigt in der Regel klarere Verbindungen und Zustände, während UDP oft nur als belegter Endpunkt erscheint. Wenn die erste Prüfung kein klares Ergebnis liefert, vergleiche beide Protokolle getrennt, damit du nicht den falschen Eintrag weiterverfolgst.

Kann ich unter Windows 11 auch herausfinden, ob eine Desktop-App oder ein Dienst den Port nutzt?

Ja, denn die PID lässt sich meist entweder einer sichtbaren App oder einem Windows-Dienst zuordnen. Im Task-Manager erkennst du häufig, ob ein Prozess direkt als Anwendung läuft oder im Hintergrund arbeitet. Wenn die App-Oberfläche fehlt, ist der Dienstpfad oft der entscheidende Hinweis, besonders bei Server- und Entwicklerwerkzeugen.

Was ist der Unterschied zwischen der Prüfung im Task-Manager und per Befehl?

Der Task-Manager ist schneller für eine erste Sichtung, weil du Prozesse und ihre Ressourcen auf einen Blick siehst. Der Befehl ist präziser, wenn du einen konkreten Port prüfen und die dazugehörige PID sicher ermitteln willst. Am besten nutzt du zuerst die Befehlsausgabe und prüfst danach die gefundene PID im Task-Manager, um Fehlzuordnungen zu vermeiden.

Warum kann derselbe Port unter Windows 11 mehrfach auftauchen?

Ein Port kann in unterschiedlichen Protokollen, auf verschiedenen Adressen oder in mehreren Zuordnungsarten sichtbar sein. Besonders bei IPv4 und IPv6 oder bei getrennten lokalen und entfernten Verbindungen wirkt die Ausgabe schnell doppelt. Entscheidend ist, dass du den Eintrag mit derselben Portzahl, demselben Protokoll und derselben Prozess-ID vergleichst.

Was soll ich tun, wenn die zugeordnete App den Port blockiert und ich den Konflikt lösen muss?

Prüfe zuerst, ob die App wirklich beendet werden darf oder ob sie zu einem wichtigen Dienst gehört. Wenn es sich um eine unkritische Anwendung handelt, schließe sie kontrolliert und kontrolliere anschließend, ob der Port frei geworden ist. Bleibt der Port belegt, ist der nächste Schritt meist ein sauberer Neustart des betroffenen Dienstes oder eine Änderung der Portkonfiguration der Anwendung.

Checkliste
  • Task-Manager mit Strg + Umschalt + Esc öffnen.
  • Zur Ansicht Details wechseln.
  • Die PID mit der Ausgabe aus netstat abgleichen.
  • Den Prozessnamen prüfen und bei Bedarf per Rechtsklick den Speicherort oder die Eigenschaften öffnen.


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