Für ein IMAP-Postfach in Microsoft Outlook verwendest du normalerweise Port 993 für den verschlüsselten Posteingang und Port 465 für den verschlüsselten Versand über SMTP. Entscheidend ist aber nicht nur die Portnummer: Der jeweilige Mailanbieter muss die Servernamen vorgeben, die Anmeldung muss mit der vollständigen E-Mail-Adresse erfolgen und der Postausgangsserver muss eine Authentifizierung verlangen. Prüfe deshalb zuerst, ob dein Anbieter tatsächlich SSL/TLS für diese Kombination unterstützt.
IMAP synchronisiert Nachrichten mit dem Server, statt sie wie POP3 hauptsächlich auf den PC herunterzuladen. Änderungen an Ordnern, gelesenen Nachrichten und verschobenen E-Mails können dadurch zwischen mehreren Geräten abgeglichen werden. Die folgende Anleitung zeigt, wie du ein Konto in Outlook manuell einrichtest, welche Felder zusammengehören und wie du Verbindungsfehler systematisch eingrenzt.
Welche Angaben du vor der Einrichtung brauchst
Bevor du Outlook öffnest, solltest du die Zugangsdaten deines E-Mail-Anbieters bereithalten. Die Portnummern sind nur ein Teil der Konfiguration. Ohne korrekten Servernamen oder die passende Verschlüsselungsmethode kann Outlook trotz richtiger Ports keine Verbindung herstellen.
- vollständige E-Mail-Adresse als Benutzername, sofern der Anbieter nichts anderes verlangt
- Passwort des E-Mail-Postfachs, nicht automatisch das Passwort eines separaten Kundenkontos
- Name des IMAP-Servers für eingehende Nachrichten
- Name des SMTP-Servers für ausgehende Nachrichten
- IMAP-Port 993 mit SSL/TLS, falls vom Anbieter vorgesehen
- SMTP-Port 465 mit SSL/TLS, falls vom Anbieter vorgesehen
- Angabe, ob der SMTP-Server dieselben Anmeldedaten wie der IMAP-Server verwendet
Bei Microsoft-Konten kann eine moderne Anmeldung über OAuth2 erforderlich sein. Dann wird das Passwort nicht einfach in einem klassischen Dialog geprüft, sondern Outlook öffnet eine Microsoft-Anmeldeseite. Bei anderen Anbietern kann dagegen ein separates App-Passwort notwendig sein, etwa wenn eine Zwei-Faktor-Anmeldung aktiv ist. Ein normales Kontopasswort wird in diesem Fall möglicherweise abgelehnt, obwohl es korrekt eingegeben wurde.
Notiere die Servernamen exakt. Ein Tippfehler beim Hostnamen, ein fehlender Punkt oder die Verwendung des POP3- statt des IMAP-Servers führt zu einem anderen Fehlerbild als ein falsches Passwort. Die Daten deines Providers haben Vorrang vor allgemeinen Beispielwerten.
IMAP und POP3 nicht verwechseln
IMAP und POP3 übertragen E-Mails auf unterschiedliche Weise. Bei IMAP bleiben die Nachrichten grundsätzlich auf dem Server und Outlook zeigt die dort vorhandene Ordnerstruktur an. POP3 lädt Nachrichten typischerweise auf den Computer herunter; je nach Einstellung können sie anschließend auf dem Server verbleiben oder gelöscht werden.
Für mehrere Geräte ist IMAP meist die passendere Wahl, weil Smartphone, Webmail und Outlook denselben Postfachbestand sehen. Das bedeutet zugleich, dass Lösch- und Verschiebeaktionen synchronisiert werden können. Ein versehentlich gelöschtes Element verschwindet daher möglicherweise auch auf anderen Geräten, sobald der Server die Änderung übernommen hat.
Die Ports gehören zum jeweiligen Protokoll:
| Funktion | Protokoll | Typischer Port | Verschlüsselung |
|---|---|---|---|
| Posteingang | IMAP | 993 | SSL/TLS |
| Posteingang | POP3 | 995 | SSL/TLS |
| Postausgang | SMTP | 465 | SSL/TLS |
Port 993 ist ausschließlich für den IMAP-Zugriff relevant. Er ersetzt nicht den SMTP-Port für den Versand. Umgekehrt kannst du mit Port 465 keine eingehenden Nachrichten abrufen. Outlook benötigt für beide Richtungen eine eigene Serverangabe und eine eigene Portzuordnung.
Automatische Einrichtung zuerst prüfen
Outlook erkennt viele Konten automatisch. Diese Variante ist sinnvoll, weil das Programm dabei Servernamen und moderne Anmeldeverfahren selbst eintragen kann. Öffne Outlook, wähle Datei und anschließend Konto hinzufügen. Gib deine E-Mail-Adresse ein und folge dem Anmeldedialog.
Wenn Outlook das Konto erfolgreich einrichtet, solltest du die Verbindung trotzdem kurz kontrollieren. Sende eine Testnachricht an eine erreichbare Adresse und rufe anschließend eine neue Nachricht ab. Prüfe außerdem, ob vorhandene Ordner wie Gesendet, Papierkorb oder Archiv korrekt angezeigt werden.
Die automatische Einrichtung kann scheitern, wenn der Anbieter nicht eindeutig erkannt wird, das Konto eine besondere Anmeldung erfordert oder Outlook falsche Serverdaten aus einem gespeicherten Profil übernimmt. In diesem Fall entfernst du nicht sofort das gesamte Profil. Wechsle stattdessen zur manuellen Einrichtung und vergleiche die Eingaben sorgfältig mit den Angaben deines Mailanbieters.
Ein IMAP-Konto in Outlook manuell anlegen
Die genaue Oberfläche unterscheidet sich je nach Outlook-Version. Die entscheidenden Felder bleiben jedoch gleich: E-Mail-Adresse, IMAP-Server, SMTP-Server, Ports, Verschlüsselung und Authentifizierung. Bei neueren Outlook-Versionen wird die klassische manuelle Konfiguration nicht in jedem Dialog gleich angeboten. Falls der Assistent nur eine automatische Anmeldung zulässt, muss der Anbieter das verwendete Konto- oder Anmeldeverfahren unterstützen.
- Öffne Outlook und wähle Datei.
- Klicke im Bereich mit den Kontoinformationen auf Konto hinzufügen.
- Gib die E-Mail-Adresse ein und suche nach einer Option wie Erweiterte Optionen oder Ich möchte mein Konto manuell einrichten.
- Wähle IMAP als Kontotyp.
- Trage den vom Anbieter genannten Server für eingehende Nachrichten ein.
- Verwende für den IMAP-Zugang Port
993, sofern der Anbieter SSL/TLS auf diesem Port vorsieht. - Trage den SMTP-Server für ausgehende Nachrichten ein.
- Verwende für SMTP Port
465, sofern der Anbieter die verschlüsselte Verbindung mit diesem Port anbietet. - Gib die vollständige E-Mail-Adresse und das Postfachpasswort ein.
- Schließe den Assistenten erst ab, nachdem die Testprüfung ohne Fehler beendet wurde.
Einige Outlook-Versionen führen dich nach der Eingabe zunächst durch einen vereinfachten Dialog. Dann sind Port und Verschlüsselung möglicherweise erst über Weitere Einstellungen oder eine erweiterte Kontoverwaltung erreichbar. Ändere nur die Felder, deren Bedeutung du sicher zuordnen kannst. Eine Einstellung für den Posteingang darf nicht versehentlich beim Postausgang eingetragen werden.
Die erweiterten Servereinstellungen richtig setzen
In der klassischen Kontoverwaltung findest du die entscheidenden Optionen unter Datei, Kontoinformationen, Kontoeinstellungen und erneut Kontoeinstellungen. Markiere das gewünschte Konto und öffne die Änderungseinstellungen. Je nach Version heißt der Bereich beispielsweise Weitere Einstellungen oder Internet-E-Mail-Einstellungen.
Posteingang mit IMAP
Im Bereich für den Posteingangsserver muss der IMAP-Server des Anbieters eingetragen sein. Setze den Port auf 993 und wähle als verschlüsselten Verbindungstyp SSL/TLS beziehungsweise die vom Anbieter gleichbedeutend bezeichnete Option. Die Bezeichnung kann zwischen Outlook-Versionen variieren; entscheidend ist, dass die Verbindung beim Aufbau verschlüsselt wird.
Wenn du stattdessen Port 143 siehst, handelt es sich häufig um eine unverschlüsselte oder separat abgesicherte IMAP-Variante. Ändere diesen Wert nicht automatisch auf 993, wenn dein Anbieter ausdrücklich eine andere Kombination vorgibt. Port und Verschlüsselungsart müssen zusammenpassen.
Postausgang mit SMTP
Öffne den Reiter Postausgangsserver und aktiviere die Option, dass der SMTP-Server eine Authentifizierung erfordert. In vielen Konfigurationen lautet die passende Auswahl Gleiche Einstellungen wie für den Posteingangsserver verwenden. Dadurch verwendet Outlook für den Versand dieselbe E-Mail-Adresse und dasselbe Postfachpasswort.
Wechsle anschließend zum Bereich Erweitert. Trage beim Postausgangsserver den SMTP-Port 465 ein und wähle SSL/TLS. Speichere die Änderung mit OK und starte die Testprüfung. Falls der Anbieter SMTP zwar unterstützt, aber Port 465 nicht freigibt, kann er einen anderen verschlüsselten Port vorgeben. Verwende dann die Anbieterangabe statt eines pauschalen Wechsels.
Zusammengehörige Einstellungen: Port 993 gehört zum IMAP-Posteingang. Port 465 gehört zum SMTP-Postausgang. Für beide Bereiche müssen Servername, Verschlüsselung und Anmeldeverfahren jeweils passend eingetragen sein.
Warum der Versand trotz funktionierendem IMAP scheitert
Ein funktionierender Empfang beweist nur, dass Outlook den IMAP-Server erreichen und sich dort anmelden kann. Der Versand läuft über SMTP und kann unabhängig davon blockiert werden. Häufig fehlt die SMTP-Authentifizierung, der falsche SMTP-Server ist eingetragen oder der Anbieter verlangt eine andere Verschlüsselungsart.
Prüfe zuerst, ob im Postausgangsserver-Reiter die Anmeldung aktiviert ist. Die Option für dieselben Zugangsdaten wie beim Posteingang ist bei vielen klassischen Postfächern richtig, aber nicht universell. Geschäftskonten, Weiterleitungsdienste und Microsoft-Konten können eigene Anmeldeflüsse verlangen.
Wenn Outlook eine Nachricht im Postausgang liegen lässt, öffne die Fehlermeldung und notiere den genauen Wortlaut. Ein Hinweis auf eine fehlende Authentifizierung deutet auf die SMTP-Einstellungen hin. Eine Meldung über abgelehnte Anmeldedaten kann dagegen auch bedeuten, dass ein App-Passwort oder OAuth2 erforderlich ist. Mehrfaches Eingeben desselben Passworts löst diese Art von Anmeldeproblem nicht.
Verbindungsfehler systematisch eingrenzen
Arbeite von der wahrscheinlichsten und am wenigsten eingreifenden Ursache zur aufwendigeren Prüfung. Lösche das Konto nicht sofort und setze Outlook nicht zurück, solange Serverdaten und Anmeldemethode noch ungeprüft sind.
| Beobachtung | Wahrscheinliche Ursache | Nächster Schritt |
|---|---|---|
| Keine Verbindung zum Posteingang | Falscher IMAP-Server, Port oder Verschlüsselung | Serverdaten und Port 993 beim Anbieter abgleichen |
| Empfang funktioniert, Versand nicht | SMTP-Authentifizierung oder SMTP-Port falsch | Postausgangsserver und Port 465 prüfen |
| Passwort wird wiederholt abgelehnt | Falsches Postfachpasswort, OAuth2 oder App-Passwort nötig | Anmeldung im Webmail testen und Sicherheitsverfahren prüfen |
| Ordner fehlen | IMAP-Ordnerzuordnung oder Anbieterstruktur abweichend | Ordnerabonnements und Stammordnerpfad kontrollieren |
| Verbindung bricht nur im Firmennetz ab | Firewall, Proxy oder Richtlinie blockiert den Mailverkehr | Test über ein anderes Netzwerk und Prüfung durch die IT |
Teste die Anmeldung zunächst im Webmail des Anbieters. Funktioniert sie dort ebenfalls nicht, liegt die Ursache wahrscheinlich beim Passwort, beim Konto oder bei einer Kontosperre und nicht bei Outlook. Funktioniert Webmail, prüfst du die Servernamen und Verschlüsselungsoptionen in Outlook weiter.
Bei mehreren Outlook-Profilen kann ein altes Profil veraltete Zugangsdaten speichern. Aktualisiere die Kontodaten im richtigen Profil und kontrolliere, ob Outlook tatsächlich dieses Profil verwendet. Auf verwalteten Firmen-PCs können Richtlinien manuelle Konten oder bestimmte Authentifizierungsarten einschränken.
Microsoft-Konten und moderne Authentifizierung
Outlook.com-Konten verwenden für unterstützte Zugriffe moderne Authentifizierung. Dazu gehören beispielsweise Adressen mit den Domänen outlook.com, hotmail.com oder live.com. Bei solchen Konten ist eine reine Eingabe des Passworts in einem alten IMAP-Dialog möglicherweise nicht ausreichend. Outlook muss die moderne Microsoft-Anmeldung anzeigen und die Berechtigung für den Mailzugriff erhalten.
Wenn du ein Outlook.com-Konto in einer anderen Mail-App oder einem älteren Programm verwendest, kann IMAP zunächst aktiviert werden müssen. Die entsprechende Einstellung befindet sich in Outlook.com unter den Mailoptionen im Bereich für Weiterleitung und IMAP. Aktiviere den IMAP-Zugriff nur, wenn du ihn tatsächlich benötigst, und speichere die Änderung anschließend.
Bei einem Konto mit aktivierter Mehr-Faktor-Anmeldung kann ein App-Passwort erforderlich sein, sofern die verwendete Anwendung keine moderne Authentifizierung unterstützt. Ein App-Passwort ist nicht dasselbe wie die normale Anmeldung im Microsoft-Konto. Ob diese Möglichkeit für dein Konto angeboten wird, prüfst du in den Sicherheits- und Kontoeinstellungen.
Bei einer eigenen oder fremden Domäne, die über Outlook.com eingebunden ist, können andere Regeln gelten. Die Adresse allein sagt nicht zuverlässig aus, welcher Dienst das Postfach technisch bereitstellt. Entscheidend sind der tatsächliche Mailanbieter und dessen Serverangaben.
IMAP-Zugriff und Kontoberechtigungen prüfen
Einige Anbieter deaktivieren IMAP standardmäßig oder erlauben den Zugriff nur nach einer Freischaltung. Suche in den Webmail-Einstellungen nach Optionen für POP, IMAP, externe Mailprogramme oder Gerätezugriff. Aktiviere den benötigten Zugriff und speichere die Änderung, bevor du Outlook erneut testest.
Bei Microsoft Outlook.com liegt die Freigabe für IMAP in den Mail-Einstellungen unter dem Bereich für Weiterleitung und IMAP. Die genaue Darstellung kann sich je nach Weboberfläche unterscheiden. Wenn der Menüpunkt nicht vorhanden ist, prüfe, ob du im richtigen Konto angemeldet bist und ob der Administrator eines verwalteten Kontos die Funktion eingeschränkt hat.
Ein Sicherheitsereignis kann eine neue IMAP-Anmeldung zusätzlich blockieren. Manche Dienste verlangen, dass du einen unbekannten Zugriff in der Kontoaktivität bestätigst. Prüfe solche Hinweise ausschließlich in der offiziellen Kontoverwaltung und nicht über Links aus verdächtigen E-Mails.
Ordner, Synchronisation und gesendete Nachrichten
Nach der erfolgreichen Anmeldung erscheinen möglicherweise nicht alle Ordner sofort wie im Webmail. Das liegt häufig an unterschiedlichen IMAP-Ordnerstrukturen oder daran, dass Outlook nicht alle Ordner abonniert hat. Öffne die Ordnerverwaltung des Kontos und prüfe, ob die fehlenden Ordner für die Synchronisation ausgewählt sind.
Besonders wichtig ist der Ordner für gesendete Nachrichten. Wenn gesendete Mails nur lokal in Outlook gespeichert werden, siehst du diese auf dem Smartphone oder im Webmail nicht. Der Anbieter kann einen bestimmten Serverordner für gesendete Nachrichten verwenden. Überprüfe deshalb nach dem Versand, ob die Nachricht im vorgesehenen Serverordner auftaucht.
Beim ersten Abruf kann Outlook viele Nachrichten und Ordner synchronisieren. Die Dauer hängt von der Postfachgröße und der Netzwerkverbindung ab. Warte die erste Synchronisation ab, bevor du die Kontoeinstellungen erneut änderst. Kontrolliere danach, ob neue Nachrichten auf einem zweiten Gerät und im Webmail denselben Status zeigen.
Was du bei Zertifikats- und Sicherheitswarnungen tun solltest
Eine Zertifikatswarnung solltest du nicht einfach bestätigen. Sie kann auf einen falschen Servernamen, eine veraltete Verschlüsselung oder eine fehlerhafte Serverkonfiguration hinweisen. Vergleiche zunächst den eingegebenen Hostnamen mit der Anbieterangabe. Wenn der Servername nicht zum Zertifikat passt, ist eine Korrektur erforderlich.
Deaktiviere SSL/TLS nicht als dauerhafte Umgehung. Eine unverschlüsselte Verbindung kann Anmeldedaten und Nachrichten gefährden. Wenn Port 993 oder 465 nicht funktioniert, prüfe die vom Anbieter offiziell vorgesehene alternative Kombination und die lokale Firewall. Bei einem Firmenkonto sollte die zuständige IT-Abteilung die erlaubten Server und Ports bestätigen.
Sicherheitsgrenze: Bestätige kein unbekanntes Zertifikat und speichere kein Passwort in einer fremden Anwendung, nur damit die Einrichtung abgeschlossen wird. Bei wiederholten Warnungen muss zuerst der Servername und die Identität des Maildienstes geprüft werden.
Erfolgskontrolle nach der Einrichtung
Eine abgeschlossene Kontoeinrichtung reicht als Prüfung nicht aus. Führe mehrere kleine Tests durch, damit du Empfang, Versand und Synchronisation getrennt beurteilen kannst.
- Starte in Outlook eine manuelle Synchronisation und prüfe, ob neue Nachrichten erscheinen.
- Sende eine kurze Testmail an eine zweite erreichbare Adresse.
- Antworte auf diese Nachricht von außen und prüfe den Eingang in Outlook.
- Verschiebe eine Testnachricht in einen IMAP-Ordner und kontrolliere die Änderung im Webmail.
- Prüfe, ob die gesendete Nachricht im Serverordner für gesendete Elemente gespeichert wurde.
Wenn nur einer dieser Tests scheitert, kannst du die Ursache auf einen Teilbereich eingrenzen. Fehlender Empfang betrifft eher IMAP oder die Synchronisation. Fehlender Versand betrifft SMTP. Eine nicht synchronisierte Ordneränderung weist eher auf Ordnerabonnements, lokale Synchronisationsfehler oder eine abweichende Serverstruktur hin.
Kontoeinstellungen wieder zurücksetzen oder neu anlegen
Wenn du eine Einstellung geändert hast und danach neue Fehler auftreten, stelle zuerst den vorher dokumentierten Servernamen, Port und Verschlüsselungstyp wieder her. Ändere nicht mehrere Werte gleichzeitig, weil du sonst nicht mehr erkennen kannst, welche Änderung die Reaktion ausgelöst hat.
Vor dem Entfernen eines IMAP-Kontos solltest du prüfen, ob wichtige Nachrichten ausschließlich lokal gespeichert sind. Servernachrichten bleiben normalerweise beim Anbieter, lokale Outlook-Daten oder Sonderordner können jedoch anders behandelt werden. Exportiere wichtige Daten nach Möglichkeit und notiere die bisherigen Einstellungen.
Ein neues Outlook-Profil kann helfen, wenn das bestehende Profil beschädigte Kontodaten enthält. Das ist ein weitergehender Schritt und sollte erst nach der Prüfung von Webmail, Serverdaten, Ports und Anmeldemethode erfolgen. Nach dem Anlegen des neuen Profils führst du die Empfangs- und Versandtests erneut durch, statt nur auf die erfolgreiche Anzeige des Kontos zu vertrauen.
Prüfliste für eine saubere Konfiguration
- Der richtige Mailanbieter und der passende IMAP-Server sind bekannt.
- Der IMAP-Port 993 ist nur zusammen mit der vorgesehenen SSL/TLS-Einstellung eingetragen.
- Der SMTP-Server gehört zum gleichen Postfachdienst oder ist ausdrücklich dafür vorgesehen.
- Der SMTP-Port 465 und die dazugehörige Verschlüsselung stimmen mit den Anbieterangaben überein.
- Die SMTP-Authentifizierung ist aktiviert.
- Die vollständige E-Mail-Adresse wird als Benutzername verwendet, sofern der Anbieter keine Ausnahme nennt.
- Webmail-Anmeldung, IMAP-Abruf und SMTP-Versand wurden getrennt getestet.
- Unbekannte Zertifikatswarnungen wurden nicht bestätigt.
Wann der Anbieter oder die IT helfen muss
Wenn Webmail funktioniert, die Serverdaten nachweislich stimmen und Outlook trotzdem keine Verbindung aufbaut, können lokale Sicherheitssoftware, eine Firewall, ein Proxy oder eine Kontorichtlinie die Ursache sein. Teste das Konto nicht dauerhaft durch das Abschalten von Schutzfunktionen. In einem Firmennetz sollte die IT prüfen, ob die Ports und Authentifizierungsverfahren erlaubt sind.
Wende dich an den Mailanbieter, wenn IMAP erst freigeschaltet werden muss, ein App-Passwort verlangt wird, das Konto gesperrt ist oder der Dienst eine abweichende Portkombination vorgibt. Gib dabei den genauen Fehlertext, Outlook-Version, Kontotyp und die bereits geprüften Einstellungen an. Passwörter gehören nicht in eine Supportnachricht.
Häufige Fragen zu Outlook IMAP-Einstellungen
Kann ich für Outlook IMAP auch Port 143 statt Port 993 verwenden?
Port 143 wird für IMAP ohne direkte SSL/TLS-Verschlüsselung oder mit nachträglicher STARTTLS-Aushandlung verwendet. Nutze ihn nur, wenn dein Mailanbieter diese Variante ausdrücklich nennt und Outlook den passenden Verschlüsselungstyp anbietet. Für eine verschlüsselte Verbindung beim Verbindungsaufbau ist Port 993 die übliche Wahl.
Warum funktioniert SMTP mit Port 465 trotz korrektem Passwort nicht?
Prüfe zuerst, ob der SMTP-Servername zum Anbieter gehört und ob Port 465 tatsächlich mit SSL/TLS vorgesehen ist. Häufig fehlt zusätzlich die Option, dass der Postausgangsserver eine Authentifizierung mit denselben Zugangsdaten wie der Posteingang verlangt. Bei aktivierter Zwei-Faktor-Anmeldung kann statt des normalen Passworts ein App-Passwort erforderlich sein.
Ist Port 587 eine Alternative zu SMTP-Port 465?
Viele Anbieter unterstützen für SMTP alternativ Port 587 mit STARTTLS, aber das ist keine allgemeingültige Regel. Port 587 darfst du deshalb nur verwenden, wenn der Anbieter ihn ausdrücklich dokumentiert und Outlook dafür STARTTLS beziehungsweise die passende Verschlüsselungsoption anbietet. Port, Verschlüsselung und Authentifizierung müssen immer als zusammengehörige Konfiguration betrachtet werden.
Welchen Servernamen muss ich bei Outlook für IMAP und SMTP eintragen?
Die Servernamen sind vom jeweiligen Mailanbieter und teilweise von deiner Domain abhängig; allgemeine Beispielwerte sind daher nicht zuverlässig. Suche die offiziellen Angaben in der Hilfe oder Verwaltung deines Anbieters und übernimm sie einschließlich aller Punkte exakt. Ein erreichbarer Webmail-Login bestätigt außerdem nicht automatisch, dass IMAP oder SMTP für das Konto freigeschaltet ist.
Wie erkenne ich, ob Outlook wirklich über IMAP synchronisiert?
Öffne einen Ordner, der auch im Webmail vorhanden ist, und verschiebe eine unkritische Testnachricht dorthin. Erscheint die Änderung nach der Synchronisation ebenfalls im Webmail und auf einem weiteren Gerät, spricht das für eine funktionierende IMAP-Synchronisation. Bleibt sie nur lokal sichtbar, prüfe Ordnerabonnements, den Kontotyp und den Synchronisationsstatus.
Was bedeutet eine Zertifikatswarnung bei der Outlook-IMAP-Einrichtung?
Eine Zertifikatswarnung weist darauf hin, dass Outlook die Identität des Mailservers nicht sicher bestätigen kann, etwa wegen eines falschen Servernamens oder eines ungültigen Zertifikats. Bestätige die Warnung nicht einfach, sondern vergleiche den Hostnamen mit den offiziellen Anbieterangaben. Bleibt die Warnung trotz korrekter Daten bestehen, sollte der Anbieter oder die zuständige IT die Serverkonfiguration prüfen.
Kann ich ein bestehendes POP3-Konto in Outlook einfach auf IMAP umstellen?
Der Kontotyp lässt sich in Outlook normalerweise nicht durch das Ändern eines einzelnen Ports von POP3 auf IMAP umstellen. Lege stattdessen ein separates IMAP-Konto mit den korrekten Serverdaten an und prüfe zunächst, welche Nachrichten nur lokal in der bisherigen Outlook-Datendatei liegen. Entferne das POP3-Konto erst, wenn wichtige lokale Daten gesichert und Empfang sowie Versand über IMAP erfolgreich getestet wurden.





