NPU-Speicher im Task-Manager: So deuten Sie die neuen KI-Spalten in Windows 11

Lesedauer: 13 Min – Beitrag erstellt: 10. Juni 2026, zuletzt aktualisiert: 10. Juni 2026

Windows 11 zeigt in aktuellen Builds zusätzliche Werte für KI-Hardware an. Gemeint ist dabei die Speichernutzung rund um die NPU, also den speziellen Rechenkern für lokale KI-Aufgaben. Die neuen Spalten im Task-Manager helfen dabei, zu erkennen, wie stark solche Funktionen die Hardware beanspruchen und ob ein System überhaupt passende Komponenten mitbringt.

Im Alltag ist das vor allem für Nutzer interessant, die Copilot+-Funktionen, Kamerafilter, Transkription, Bildverbesserung oder andere lokale KI-Prozesse einsetzen. Wer versteht, welche Angaben der Task-Manager liefert, kann Lastspitzen besser einordnen und Engpässe sauberer eingrenzen.

Wofür die neuen Angaben gedacht sind

Der Task-Manager zeigt nicht einfach nur allgemeine Arbeitsspeicherwerte an. Die zusätzlichen KI-Spalten beziehen sich auf die NPU, also auf eine Verarbeitungseinheit, die speziell für neuronale Netze ausgelegt ist. Solche Aufgaben laufen dadurch oft effizienter als auf CPU oder GPU.

Die Anzeige kann je nach Hardware und Windows-Version leicht variieren. Manche Systeme führen nur einzelne Werte auf, andere blenden mehrere Kennzahlen für belegten oder reservierten Speicher ein. Entscheidend ist die Einordnung: Die NPU verwaltet nicht denselben Speicher wie der klassische RAM-Bereich, auch wenn die Darstellung im Task-Manager ähnlich wirken kann.

So finden Sie die KI-Spalten im Task-Manager

Die Spalten werden nicht immer automatisch eingeblendet. Am schnellsten prüfen Sie die Ansicht direkt im Task-Manager.

  • Task-Manager mit Strg + Umschalt + Esc öffnen.
  • Zur Registerkarte mit der Leistungs- oder Prozessansicht wechseln.
  • In der Tabellenüberschrift mit der rechten Maustaste auf einen Spaltenkopf klicken.
  • Die Einträge zur NPU oder zu KI-bezogenen Speicherwerten aktivieren.
  • Die Anzeige so anordnen, dass die relevanten Werte gut sichtbar bleiben.

Falls die Spalten nicht verfügbar sind, fehlt oft entweder die passende Windows-Version oder die Hardware meldet keine unterstützte NPU. Dann bleibt die Ansicht leer, obwohl der Task-Manager ansonsten normal funktioniert.

Was die Werte im Alltag bedeuten

Ein höherer Wert heißt nicht automatisch, dass ein Fehler vorliegt. Lokale KI-Anwendungen legen oft Daten in den Arbeitsspeicher der NPU oder in reservierte Puffer, damit Berechnungen schnell anliegen. Das ist normal, solange das System stabil bleibt und die Werte nicht dauerhaft ungewöhnlich hoch stehen.

Wichtig ist der Zusammenhang mit der Auslastung. Steigt die NPU-Nutzung nur bei Bildverarbeitung, Sprachfunktionen oder Videokonferenzen an, passt das zum erwarteten Verhalten. Bleibt die Anzeige hingegen auch ohne aktive KI-Funktion auffällig, lohnt sich eine genauere Prüfung der laufenden Prozesse.

Schrittweise prüfen, ob Ihr System die Funktion sauber nutzt

Gehen Sie in einer festen Reihenfolge vor, damit Sie nicht an der falschen Stelle suchen.

Anleitung
1Windows Update öffnen und alle ausstehenden Aktualisierungen installieren.
2Im Geräte-Manager unter den Prozessor- und KI-bezogenen Einträgen nach einer NPU suchen.
3Im Task-Manager die KI-Spalten einblenden und die aktuelle Last beobachten.
4Eine Anwendung starten, die lokale KI-Funktionen verwendet, und den Wert erneut vergleichen.
5Prüfen, ob nur während der Nutzung der Anwendung ein Anstieg sichtbar wird.

  1. Windows Update öffnen und alle ausstehenden Aktualisierungen installieren.
  2. Im Geräte-Manager unter den Prozessor- und KI-bezogenen Einträgen nach einer NPU suchen.
  3. Im Task-Manager die KI-Spalten einblenden und die aktuelle Last beobachten.
  4. Eine Anwendung starten, die lokale KI-Funktionen verwendet, und den Wert erneut vergleichen.
  5. Prüfen, ob nur während der Nutzung der Anwendung ein Anstieg sichtbar wird.

Wenn sich dabei keine Veränderung zeigt, unterstützt die laufende Software die NPU vermutlich nicht oder greift stattdessen auf CPU und GPU zu. Dann ist die Hardware zwar vorhanden, wird aber von der jeweiligen App nicht angesprochen.

Typische Ursachen für fehlende oder seltsame Anzeigen

Eine leere oder unvollständige Spalte hat meist einen technischen Grund. Häufig ist die Windows-Version zu alt, der Geräte-Treiber nicht aktuell oder die NPU wird vom System nicht korrekt erkannt. Auch ein Firmware-Update des Herstellers kann erforderlich sein.

  • Windows 11 ohne den notwendigen Funktionsstand.
  • Veralteter Chipsatz- oder NPU-Treiber.
  • Firmware, die die KI-Einheit noch nicht vollständig freigibt.
  • Eine App, die trotz KI-Funktion keine NPU-Unterstützung nutzt.
  • Fehlende Berechtigungen für die entsprechende Anwendung.

Bei Laptops mit integrierter KI-Hardware ist außerdem wichtig, dass Energiesparprofile die Leistung nicht unnötig begrenzen. Manche Geräte reduzieren die Sichtbarkeit von Spitzenlasten, sobald der Akku-Modus zu streng eingestellt ist.

Treiber und Firmware richtig aktualisieren

Wer die NPU sauber im Task-Manager sehen will, sollte nicht nur Windows selbst aktualisieren. Oft kommt die nötige Unterstützung über Herstellerpakete für Chipsatz, Grafik und Systemfirmware.

Öffnen Sie dazu die Support-Seite des Geräteherstellers und prüfen Sie diese Bereiche:

  • Chipsatztreiber für das Mainboard oder Notebook
  • NPU- oder KI-Komponenten, falls separat angeboten
  • BIOS- oder UEFI-Aktualisierungen
  • Power-Management-Profile des Herstellers

Nach der Installation empfiehlt sich ein Neustart, damit das System die Hardware neu initialisiert. Erst danach lässt sich verlässlich beurteilen, ob die Anzeige vollständig und plausibel arbeitet.

So interpretieren Sie auffällige Speicherwerte

Ein kurzfristig hoher Wert ist bei intensiven KI-Aufgaben normal. Eine dauerhaft hohe Belegung ohne erkennbare Anwendung kann dagegen auf einen Prozess hinweisen, der Ressourcen nicht sauber freigibt. Dann hilft es, im Task-Manager die sortierte Prozessliste zu prüfen und die zugehörige App testweise zu beenden.

Zeigt die NPU-Spalte trotz Leerlauf immer wieder ungewöhnliche Werte, sollte auch die Ereignisanzeige in Betracht gezogen werden. Dort finden sich manchmal Hinweise auf Treiberfehler, Zeitüberschreitungen oder Initialisierungsprobleme der Hardware.

Ressourcen sauber begrenzen

Wer lokale KI-Funktionen auf schwächerer Hardware nutzt, profitiert von einer sinnvollen Begrenzung der Parallelität. Mehrere gleichzeitige KI-Apps können nicht nur die NPU, sondern auch RAM und Massenspeicher belasten.

Praktisch hilft es, folgende Punkte zu prüfen:

  • Nur die benötigten KI-Anwendungen starten.
  • Hintergrundprogramme mit hoher Last schließen.
  • Autostart-Einträge mit unnötigen Echtzeitfunktionen reduzieren.
  • Bild- und Sprachverarbeitung nicht parallel in mehreren Apps laufen lassen.

Gerade bei Notebooks lohnt sich ein Blick auf die Leistungseinstellungen. Ein ausgewogener Modus hält die NPU-Aktivität meist stabiler als ein zu strenger Energiesparplan.

Wenn die Anzeige zur Fehlersuche dient

Die neuen Angaben sind nicht nur zur Beobachtung interessant. Sie helfen auch dabei, Unterschiede zwischen NPU, CPU und GPU zu erkennen. Läuft eine Funktion deutlich auf der CPU, obwohl die Hardware dafür gedacht wäre, liegt das oft an fehlender App-Unterstützung oder an einem veralteten Treiberstack.

Wer denselben Vorgang einmal mit und einmal ohne aktive KI-Funktion vergleicht, erkennt meist schnell, wo der Flaschenhals sitzt. So wird sichtbar, ob der Engpass in der Software, im Treiber oder in der Hardwarekonfiguration entsteht.

Bei Geräten mit integrierter KI-Einheit ist deshalb die Kombination aus Windows-Stand, Herstellertreiber und App-Version entscheidend. Erst wenn alle drei Ebenen zusammenpassen, zeigen die Kennzahlen im Task-Manager ein stimmiges Bild.

Was die neuen KI-Angaben im Task-Manager technisch leisten

Die zusätzlichen Spalten für KI-bezogene Hardwarewerte sollen transparenter machen, wie stark ein System seine NPU nutzt und wie viel Speicher diese Einheit belegt. Die Anzeige hilft vor allem dabei, Engpässe zu erkennen, die sich nicht wie klassische CPU- oder GPU-Last verhalten. Wer mit lokal laufenden KI-Funktionen arbeitet, bekommt damit eine zweite Ebene zur Kontrolle: nicht nur, ob eine Funktion läuft, sondern auch, welche Hardware dafür tatsächlich angesprochen wird.

Wichtig ist dabei die Einordnung. Der NPU-Speicher ist kein Ersatz für den normalen Arbeitsspeicher und auch keine verkleidete GPU-RAM-Anzeige. Gemeint ist der Speicherbereich, den die Neural Processing Unit für Modelle, Puffer, Zwischenergebnisse oder Steuerinformationen nutzt. Je nach Gerät, Treiber und Windows-Version kann diese Zahl unterschiedlich benannt, gruppiert oder in ihrer Aussagekraft eingeschränkt sein. Deshalb lohnt sich immer der Blick auf das gesamte Systembild statt auf einen einzelnen Zahlenwert.

Für die tägliche Nutzung heißt das: Die Anzeige kann erklären, warum eine KI-Funktion auf einem Gerät sauber reagiert, auf einem anderen aber stockt oder auf Fallback-Hardware ausweicht. Sie zeigt außerdem, ob die NPU überhaupt eingebunden wird oder ob eine Aufgabe doch auf CPU oder GPU landet. Das ist besonders relevant bei Windows-Features, Office-Funktionen mit KI-Unterstützung, Kameraeffekten, Sprachverarbeitung und lokalen Copilot-nahem Arbeiten.

So prüfen Sie, ob die Werte wirklich zur laufenden Aufgabe passen

Bevor Sie aus den Zahlen Schlüsse ziehen, sollte klar sein, welche Anwendung oder welcher Dienst gerade aktiv ist. Eine NPU kann im Leerlauf fast unauffällige Werte zeigen und erst bei einer passenden Aufgabe deutlich mehr Speicher belegen. Deshalb ist der Zusammenhang zwischen Anzeige und aktivem Prozess entscheidend. Ohne diesen Bezug wirkt ein Wert schnell zufällig, obwohl er nur einen kurzen Lastwechsel zeigt.

Ein sauberer Ablauf besteht aus drei Schritten: zuerst die Funktion starten, dann den passenden Bereich im Task-Manager beobachten und anschließend die Last mit einer zweiten Aktion vergleichen. So lässt sich unterscheiden, ob der Speicherwert durch Dauerbetrieb, Startphasen oder bloße Hintergrundverwaltung steigt. Besonders nützlich ist das, wenn mehrere KI-Funktionen gleichzeitig geöffnet sind und die Last nicht eindeutig einer Anwendung zuzuordnen ist.

  1. Schließen Sie alle Programme, die keine Rolle spielen.
  2. Starten Sie nur die Funktion, die Sie testen möchten.
  3. Öffnen Sie den Task-Manager und wechseln Sie in die Ansicht mit den Hardware-Spalten.
  4. Beobachten Sie, ob die NPU-Werte erst beim Start, erst nach wenigen Sekunden oder nur während einer Aktion steigen.
  5. Vergleichen Sie die Anzeige nach dem Beenden der Funktion mit dem Ausgangswert.

Wenn der Wert deutlich ansteigt und danach nicht zurückgeht, spricht das für einen Dienst, der Ressourcen länger bindet als nötig. Bleibt der Wert dagegen stabil niedrig, obwohl eine Anwendung klar auf KI-Funktionen angewiesen ist, wird die Aufgabe möglicherweise gar nicht auf der NPU ausgeführt. In solchen Fällen lohnt sich der Blick auf die Beschleunigungsoptionen der jeweiligen App sowie auf die Windows-Energie- und Grafikzuordnung.

Einstellungen, die den Zugriff auf die NPU beeinflussen

Die Anzeige im Task-Manager ist nur die Oberfläche. Dahinter entscheidet Windows über Richtlinien, Treiberpfade, Energiesparmodi und Gerätefunktionen, ob eine NPU tatsächlich benutzt werden darf. Auf vielen Systemen blockieren nicht defekte Komponenten, sondern eingeschränkte Konfigurationen die Beschleunigung. Das betrifft vor allem mobile Geräte, auf denen die Sparmechanismen sehr aggressiv greifen.

  • Unter Einstellungen > System > Energie & Akku prüfen Sie, ob ein besonders sparsamer Modus aktiv ist.
  • Unter Einstellungen > System > Anzeige > Grafik lässt sich bei manchen Apps die bevorzugte Ausführung beeinflussen.
  • Unter Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit finden Sie Berechtigungen für Kamera, Mikrofon und andere Eingaben, die KI-gestützte Features benötigen.
  • Unter Einstellungen > Windows Update > Erweiterte Optionen können optionale Treiber- und Komponentenupdates erscheinen.
  • Im Geräte-Manager unter den Einträgen für Prozessoren, Systemgeräte oder spezialisierte KI-Hardware prüft man, ob Warnsymbole sichtbar sind.

Gerade die Energieeinstellungen werden häufig unterschätzt. Manche Systeme drosseln die NPU-Nutzung, sobald sie nicht am Netz hängen oder ein Herstellerprofil auf maximale Laufzeit ausgelegt ist. Dann erscheint im Task-Manager zwar ein Eintrag, die tatsächliche Arbeit wird aber reduziert oder auf eine andere Einheit verschoben. Wer das vermeiden will, sollte mit einem ausgewogenen Energieschema testen und erst danach auf sparsamere Einstellungen umstellen.

Auch Sicherheitsfunktionen können Einfluss haben. Wenn ein Treiber nicht korrekt signiert ist, eine Firmware-Komponente fehlt oder die Virtualisierungseinstellungen des Herstellers mit lokalen Beschleunigern kollidieren, wird die NPU unter Umständen gar nicht freigegeben. Das zeigt sich oft nicht durch eine klare Fehlermeldung, sondern durch dauerhaft leere oder unplausible Werte in den neuen Spalten.

Gezielt testen, ob die Beschleunigung sauber arbeitet

Ein belastbarer Test braucht wiederholbare Bedingungen. Öffnen Sie deshalb immer denselben Anwendungsfall, bevor Sie Änderungen vornehmen. Gute Vergleichswerte erhalten Sie nur, wenn Auflösung, Hintergrundlast und laufende Dienste möglichst gleich bleiben. Erst dann können Sie erkennen, ob eine Anpassung an Treibern, Energieprofilen oder App-Einstellungen tatsächlich etwas verändert.

Praktisch ist ein Ablauf in zwei Durchgängen. Im ersten Durchgang messen Sie den Ausgangszustand. Im zweiten Durchgang ändern Sie genau einen Faktor, etwa den Energieplan, die App-Zuordnung oder eine Treiberversion. So sehen Sie sofort, ob die NPU stärker, schwächer oder gar nicht mehr genutzt wird. Mehrere Änderungen gleichzeitig machen die Ursache später schwer nachvollziehbar.

  • Notieren Sie den Ausgangswert der NPU-Spalte vor dem Start der Anwendung.
  • Starten Sie die KI-Funktion und warten Sie kurz, bis Hintergrundinitialisierung abgeschlossen ist.
  • Prüfen Sie, ob der Speicherwert mit der eigentlichen Aktion zusammen ansteigt.
  • Beenden Sie die Funktion vollständig und kontrollieren Sie, ob der Wert wieder abfällt.
  • Wiederholen Sie den Test nach einer einzelnen Systemänderung.

Diese Methode hilft auch bei schwankenden Anzeigen. Manche Anwendungen halten kleine Datenmengen im Speicher, obwohl gerade keine Aktion sichtbar ist. Andere geben Ressourcen erst verzögert frei, weil sie für den nächsten Aufruf vorbereiten. Solange der Trend nachvollziehbar bleibt, ist das normal. Ungewöhnlich wird es erst dann, wenn die Anzeige ohne erkennbare Aktivität dauerhaft wächst oder nach dem Schließen der Anwendung nicht mehr sinkt.

Saubere Gegenprüfung bei auffälligen oder unklaren Angaben

Manche Systeme zeigen Werte, die auf den ersten Blick nicht zur Nutzung passen. Dann hilft eine Gegenprüfung mit mehreren Werkzeugen. Der Task-Manager ist gut für die schnelle Sicht, aber nicht für jede Detailfrage. Ergänzend können Sie den Ressourcenmonitor, Hersteller-Tools oder die Ereignisanzeige nutzen, um Laufzeit, Treiberfehler und Auslagerungen besser einzuordnen.

Für die Eingrenzung ist vor allem wichtig, ob die NPU wirklich arbeitet oder ob nur Verwaltungsdaten sichtbar sind. Ein Speicherwert allein beweist noch keine aktive Beschleunigung. Erst das Zusammenspiel aus Prozess, Lastverlauf und zeitlichem Bezug zeigt, ob die Hardware eingebunden wurde. Falls nötig, trennen Sie das Testgerät kurz vom Netz und wiederholen Sie den Vorgang im Akkubetrieb, denn manche Profile schalten dort in einen anderen Modus.

  1. Vergleichen Sie die Anzeige im Task-Manager mit der Aktivität derselben App in einem zweiten Monitorwerkzeug.
  2. Prüfen Sie, ob parallel CPU oder GPU ungewöhnlich hochlaufen, obwohl die NPU genutzt werden sollte.
  3. Testen Sie dieselbe Aufgabe nach einem Neustart des Systems.
  4. Vergleichen Sie Netz- und Akkubetrieb, falls es sich um ein Notebook handelt.
  5. Schauen Sie in die Ereignisanzeige, wenn ein Treiberwechsel oder ein Gerätefehler vermutet wird.

So lassen sich falsche Rückschlüsse vermeiden. Eine hohe NPU-Speicherbelegung kann ebenso aus einer geplanten Vorabladung stammen wie aus einer dauerhaften Überlast. Umgekehrt ist ein niedriger Wert nicht automatisch ein Hinweis auf Fehlfunktion. Entscheidend ist, ob die betreffende Anwendung ihr Ziel erreicht und ob die Lastverteilung zum erwarteten Verhalten passt.

Häufige Fragen

Wozu dienen die neuen KI-Spalten im Task-Manager?

Die zusätzlichen Angaben zeigen, wie stark laufende Prozesse die NPU beanspruchen und welche Anwendungen KI-Funktionen über die dedizierte Einheit ausführen. Damit lässt sich besser einschätzen, ob ein Programm tatsächlich Hardwareunterstützung nutzt oder nur über die CPU arbeitet.

Warum wird bei mir kein NPU-Speicher angezeigt?

Die Anzeige erscheint nur auf Systemen mit passender NPU, aktueller Windows-11-Version und unterstützenden Treibern. Fehlt eine dieser Voraussetzungen, blendet der Task-Manager die Spalten oft aus oder zeigt keine verwertbaren Werte an.

Wie prüfe ich, ob mein Gerät überhaupt eine NPU hat?

Öffnen Sie den Geräte-Manager und suchen Sie nach Einträgen, die auf eine KI- oder neuronale Verarbeitungseinheit hinweisen. Alternativ helfen Herstellerangaben zum Prozessor oder zum Notebook-Modell weiter, weil die NPU meist in der CPU oder im SoC integriert ist.

Welche Windows-Version ist für die Anzeige nötig?

Sie benötigen eine aktuelle Windows-11-Build mit den neuesten Funktions- und Qualitätsupdates. Gerade bei neuen Hardwarefunktionen werden die Anzeigen oft erst nach einem späteren Update vollständig sichtbar.

Welche Treiber sind für korrekte Werte wichtig?

Entscheidend sind Chipsatz-, Grafik- und NPU-bezogene Treiber des Herstellers. Veraltete Versionen führen häufig dazu, dass Werte fehlen, unplausibel wirken oder die KI-Spalten zwar da sind, aber nichts Sinnvolles erfassen.

Wie erkenne ich, ob ein Programm die NPU wirklich nutzt?

Starten Sie die Anwendung und beobachten Sie im Task-Manager die zugehörigen Prozesse. Steigen die NPU-Werte nur dort an, wo die KI-Funktion aktiv ist, nutzt das Programm die Einheit tatsächlich; bleiben die Werte leer, läuft die Berechnung vermutlich anders.

Was bedeuten hohe Speicherwerte bei der NPU?

Hohe Werte weisen darauf hin, dass ein Modell, ein Filter oder eine KI-Session mehr Ressourcen belegt als üblich. Das ist nicht automatisch ein Fehler, kann aber ein Hinweis auf lange laufende Aufgaben, zu viele parallele Funktionen oder ineffiziente Software sein.

Wie gehe ich vor, wenn die Anzeige widersprüchlich wirkt?

Prüfen Sie zuerst, ob mehrere Programme gleichzeitig KI-Funktionen starten und sich die Last deshalb verteilt. Danach lohnt ein Blick auf Hintergrundprozesse, neu gestartete Apps und aktuelle Treiberstände, um Messfehler oder Zwischenzustände auszuschließen.

Kann ich die NPU-Auslastung im Alltag senken?

Ja, indem Sie KI-Funktionen in Programmen reduzieren, unnötige Assistenten deaktivieren und schwere Tasks nacheinander statt parallel ausführen. Auch Hersteller-Apps mit eigenen KI-Modulen sollten Sie auf Optionen zum Abschalten prüfen.

Hilft ein Neustart, wenn die Werte nicht aktualisiert werden?

Ein Neustart kann festhängende Anzeigen und geladene Treiberzustände bereinigen. Wenn das Problem danach bleibt, sollten Sie Windows-Updates, Firmware und Herstellertreiber getrennt überprüfen.

Kann die NPU-Anzeige bei der Fehlersuche nützlich sein?

Ja, weil Sie daran erkennen, ob eine KI-Funktion überhaupt auf der vorgesehenen Hardware landet. Bleibt die NPU trotz aktiver Funktion dauerhaft ungenutzt, deutet das auf fehlende Unterstützung, falsche Einstellungen oder eine ältere Programmversion hin.

Fazit

Die neuen Spalten im Task-Manager machen KI-Lasten unter Windows 11 deutlich greifbarer und helfen dabei, echte NPU-Nutzung von bloßer Software-Behauptung zu unterscheiden. Wer Treiber, Windows-Build und Geräteeinstellungen sauber prüft, kann die Anzeige nicht nur lesen, sondern auch zur Fehlersuche und Optimierung einsetzen.

Checkliste
  • Task-Manager mit Strg + Umschalt + Esc öffnen.
  • Zur Registerkarte mit der Leistungs- oder Prozessansicht wechseln.
  • In der Tabellenüberschrift mit der rechten Maustaste auf einen Spaltenkopf klicken.
  • Die Einträge zur NPU oder zu KI-bezogenen Speicherwerten aktivieren.
  • Die Anzeige so anordnen, dass die relevanten Werte gut sichtbar bleiben.

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