Für Unternehmen ist eine No-Code-Datenbank vor allem dann die bessere Excel-Alternative, wenn mehrere Personen dieselben Datensätze bearbeiten, Beziehungen zwischen Tabellen benötigt werden oder Zugriffsrechte und nachvollziehbare Prozesse wichtig sind. Im Microsoft-Umfeld eignet sich Microsoft Lists für überschaubare Teamlisten, während Microsoft Dataverse bei komplexeren Datenmodellen und strengeren Berechtigungen in Betracht kommt. Airtable bietet einen zugänglichen Einstieg außerhalb eines reinen Microsoft-Ansatzes; Smartsheet bleibt näher an der gewohnten Tabellen- und Projektarbeit. Baserow und NocoDB sind interessante Kandidaten, wenn offene Technik oder ein selbst verwalteter Betrieb im Vordergrund steht.
Einen universellen Sieger gibt es nicht. Die richtige Wahl hängt davon ab, ob das Unternehmen lediglich eine gemeinsam gepflegte Excel-Datei ersetzen oder eine dauerhaft tragfähige Fachanwendung aufbauen will. Vor einer Entscheidung sollten Datenmodell, Berechtigungen, Integrationen, Betriebsform und Exportmöglichkeiten für alle Kandidaten nach demselben Raster geprüft werden.
Wann Excel nicht mehr die passende Datenbasis ist
Excel bleibt stark bei Berechnungen, spontanen Auswertungen, Szenarien und individuell aufgebauten Berichten. Schwierigkeiten entstehen, wenn eine Arbeitsmappe zugleich Datenbank, Eingabemaske, Aufgabenverwaltung und Prozesssteuerung sein soll. Dann hängt die Stabilität häufig von Zellpositionen, Formeln und dem Wissen einzelner Beschäftigter ab.
Ein Wechsel ist besonders sinnvoll, wenn mehrere der folgenden Merkmale auftreten:
- Mehrere Teams bearbeiten regelmäßig denselben Datenbestand.
- Zeilen sollen eindeutig mit Kunden, Projekten, Geräten oder Verträgen verknüpft werden.
- Bestimmte Personen dürfen Datensätze nur lesen, andere bearbeiten oder freigeben.
- Eingaben sollen über Formulare mit Pflichtfeldern und festgelegten Auswahlwerten erfolgen.
- Statusänderungen sollen Benachrichtigungen oder weitere Arbeitsschritte auslösen.
- Es muss nachvollziehbar sein, wer einen Wert geändert hat.
- Die Arbeitsmappe enthält zahlreiche Hilfsspalten, Querverweise oder Makros, die kaum noch jemand sicher warten kann.
Eine No-Code-Datenbank löst diese Probleme nicht automatisch. Sie stellt Daten jedoch als Datensätze, Felder und Beziehungen dar, statt die fachliche Bedeutung an einzelne Zellen zu binden. Ansichten und Formulare können auf demselben Bestand aufsetzen, ohne dass dafür Kopien der Ausgangsdatei entstehen müssen.
Die Kandidaten nach einem einheitlichen Raster
Für einen belastbaren Vergleich sind fünf Punkte maßgeblich: Eignung für relationale Daten, Rechteverwaltung, Anschluss an vorhandene Unternehmenssoftware, Betriebsmodell sowie Aufwand für Aufbau und Pflege. Preise und verfügbare Funktionen können sich je nach Tarif, Lizenz und Region ändern. Vor einer Einführung müssen Unternehmen die jeweilige Produkt- und Lizenzübersicht des Herstellers mit den benötigten Funktionen abgleichen.
Microsoft Lists: der kurze Weg aus einer gemeinsam genutzten Arbeitsmappe
Microsoft Lists eignet sich für strukturierte Teamdaten wie Inventar, Anfragen, Maßnahmen, Kontakte oder einfache Freigabelisten. Die Bedienung erinnert teilweise an Tabellen, zugleich stehen definierte Spaltentypen, Ansichten, Formulare und eine Einbindung in Microsoft 365 zur Verfügung.
- Datenmodell: Gut für einzelne Listen und überschaubare Verknüpfungen. Für ein vielschichtiges relationales Modell mit zahlreichen abhängigen Tabellen ist Lists nicht die erste Wahl.
- Rechte: Der Zugriff lässt sich im Zusammenhang mit Microsoft 365 und SharePoint organisieren. Sehr kleinteilige Sonderrechte erhöhen allerdings den Verwaltungsaufwand.
- Integrationen: Der größte Vorteil liegt in der Nähe zu Teams, SharePoint und Power Automate. Welche Funktionen verfügbar sind, hängt von der Microsoft-365-Umgebung und den Richtlinien des Unternehmens ab.
- Betrieb: Lists ist ein Microsoft-Clouddienst. Unternehmen müssen daher Mandant, Speicherort, Freigaben und Compliance-Vorgaben ihrer Microsoft-Umgebung berücksichtigen.
- Einführung: Der Einstieg ist vergleichsweise niedrig, wenn Beschäftigte bereits mit Microsoft 365 arbeiten.
Microsoft Lists passt, wenn Excel hauptsächlich als gemeinsam gepflegte Liste verwendet wird. Es passt weniger gut, wenn aus mehreren verbundenen Tabellen eine umfangreiche Geschäftsanwendung entstehen soll.
Microsoft Dataverse: für verwaltete Geschäftsdaten und Power Platform
Microsoft Dataverse ist die deutlich mächtigere Option im Microsoft-Ökosystem. Die Plattform kann Tabellen, Beziehungen, Datentypen, Geschäftsregeln und ein differenziertes Sicherheitsmodell bereitstellen. Sie ist auf Anwendungen und Prozesse ausgerichtet, die typischerweise mit Power Apps und Power Automate zusammenspielen.
- Datenmodell: Geeignet für relationale Strukturen mit eindeutigen Tabellenbeziehungen und wiederverwendbaren Geschäftsobjekten.
- Rechte: Rollen und Berechtigungen lassen sich wesentlich feiner abbilden als in einer gewöhnlichen Arbeitsmappe. Planung und Administration sind entsprechend anspruchsvoller.
- Integrationen: Besonders stark innerhalb der Power Platform und bei Microsoft-basierten Geschäftsanwendungen.
- Betrieb: Als verwalteter Clouddienst reduziert Dataverse den eigenen Infrastrukturaufwand. Governance, Umgebungen, Datenrichtlinien und Lizenzierung müssen vor dem Aufbau geklärt werden.
- Einführung: Die Oberfläche kann ohne klassische Programmierung konfiguriert werden, dennoch verlangt ein belastbares Datenmodell fachliche und technische Planung.
Dataverse ist sinnvoll, wenn das Unternehmen nicht nur Excel ablösen, sondern eine langlebige interne Anwendung mit klarer Datenhoheit, Rollen und automatisierten Abläufen errichten möchte. Es wäre überdimensioniert, wenn lediglich eine einfache Urlaubsliste oder ein kleines Inventar gemeinsam gepflegt werden soll. Bei der Lizenzprüfung sind das Microsoft-365-Admincenter sowie die Produktbedingungen der tatsächlich eingesetzten Power-Platform-Komponenten die maßgeblichen Prüfpunkte.
Airtable: schneller Aufbau mit flexiblen Ansichten
Airtable verbindet eine tabellenähnliche Bedienung mit Datenbankfeldern, Verknüpfungen, Formularen und unterschiedlichen Ansichten. Teams können damit beispielsweise eine Inhaltsplanung, Lieferantenübersicht oder Produktverwaltung aufbauen, ohne direkt eine eigene Anwendung entwickeln zu müssen.
- Datenmodell: Verknüpfte Tabellen lassen sich zugänglich modellieren. Mit wachsender Komplexität muss geprüft werden, ob Abhängigkeiten und Regeln noch übersichtlich bleiben.
- Rechte: Freigaben und Rollen sind vorhanden, ihre Abstufung und Verfügbarkeit sind jedoch tarifabhängig.
- Integrationen: Airtable lässt sich mit zahlreichen Diensten verbinden. Für Microsoft-zentrierte Abläufe muss geprüft werden, ob die benötigte Verbindung nativ verfügbar ist oder eine zusätzliche Automationslösung erfordert.
- Betrieb: Airtable ist ein externer Clouddienst. Datenschutz, Auftragsverarbeitung, Speicherort, Identitätsverwaltung und zentrale Administration gehören daher in die Auswahlprüfung.
- Einführung: Fachabteilungen können relativ schnell arbeitsfähige Lösungen erstellen. Ohne Namensregeln und Verantwortlichkeiten drohen allerdings viele isolierte Arbeitsbereiche.
Airtable eignet sich für Teams, die eine zugängliche No-Code-Oberfläche und flexible Darstellungen höher gewichten als eine möglichst enge Einbindung in Microsoft 365.
Smartsheet: wenn Tabellenarbeit und Projektsteuerung zusammengehören
Smartsheet orientiert sich stärker als die anderen Kandidaten an Arbeitsblättern, Aufgaben, Zeitplänen und Berichten. Das erleichtert den Umstieg für Teams, deren Excel-Dateien vor allem Projekte, Termine, Verantwortlichkeiten und Statuswerte abbilden.
- Datenmodell: Gut für projekt- und vorgangsbezogene Tabellen. Für eine klassische relationale Datenbank mit vielen miteinander verbundenen Geschäftsentitäten ist die Ausrichtung weniger passend.
- Rechte: Freigaben und administrative Steuerung sind vorgesehen, wobei benötigte Unternehmensfunktionen vom gewählten Paket abhängen können.
- Integrationen: Verbindungen zu verbreiteten Unternehmensdiensten sind möglich. Die benötigten Microsoft- und Identitätsfunktionen sollten einzeln geprüft werden.
- Betrieb: Smartsheet wird als Clouddienst genutzt. Datenschutz und zentrale Verwaltung sind daher Teil der Anbieterbewertung.
- Einführung: Für tabellengewohnte Projektteams ist die Lernkurve häufig niedriger als bei einer stärker datenbankorientierten Plattform.
Smartsheet ist eine passende Excel-Alternative, wenn Planung und Zusammenarbeit im Mittelpunkt stehen. Es ist keine automatische Empfehlung für Stammdaten oder stark normalisierte Datenmodelle.
Baserow: offene No-Code-Datenbank mit Betriebswahl
Baserow richtet sich an Nutzer, die Daten in einer vertrauten Rasteransicht verwalten und zugleich mehr Kontrolle über die technische Grundlage wünschen. Neben einem bereitgestellten Dienst kann je nach gewähltem Modell auch ein selbst verwalteter Betrieb relevant sein.
- Datenmodell: Tabellen, strukturierte Felder und Beziehungen decken typische No-Code-Datenbankaufgaben ab. Die benötigten Funktionen sollten anhand eines Prototyps geprüft werden.
- Rechte: Verfügbare Rollen und Abstufungen können von Edition und Bereitstellungsform abhängen.
- Integrationen: Schnittstellen erleichtern die Anbindung, eine tiefe Microsoft-Integration ist jedoch nicht der zentrale Ausgangspunkt des Produkts.
- Betrieb: Die mögliche Selbstverwaltung schafft Kontrolle, verlagert aber Updates, Sicherungen, Überwachung und Ausfallsicherheit zum eigenen IT-Team oder Dienstleister.
- Einführung: Die fachliche Einrichtung bleibt zugänglich; ein eigener Serverbetrieb ist dagegen keine No-Code-Aufgabe.
Baserow ist interessant, wenn offene Technik, Anpassbarkeit oder eine selbst kontrollierte Bereitstellung höher gewichtet werden als die engste Microsoft-365-Verzahnung.
NocoDB: Datenbankoberfläche für vorhandene SQL-Strukturen
NocoDB nimmt eine besondere Rolle ein. Die Plattform kann eine tabellenähnliche No-Code-Oberfläche für relationale Daten bereitstellen und ist vor allem dann interessant, wenn bereits eine geeignete SQL-Datenbank vorhanden ist oder bewusst als technische Basis geplant wird.
- Datenmodell: Relationale Strukturen können auf einer Datenbankbasis abgebildet werden. Das setzt mehr Verständnis für Schlüssel, Beziehungen und Schemaänderungen voraus als eine einfache Liste.
- Rechte: Die erforderliche Zugriffstrennung muss sowohl in NocoDB als auch auf Ebene der zugrunde liegenden Infrastruktur sauber geplant werden.
- Integrationen: Schnittstellen und Automationen sind möglich, während Microsoft-365-Abläufe meist zusätzliche Konzeption verlangen.
- Betrieb: Selbstverwaltung bietet Kontrolle, bringt aber Verantwortung für Datenbank, Anwendung, Updates, Backups und Wiederherstellung mit sich.
- Einführung: Für Fachanwender kann die Oberfläche einfach wirken. Einrichtung und sicherer Betrieb benötigen dennoch Datenbank- und Serverkenntnisse.
NocoDB passt eher zu Unternehmen mit vorhandener IT-Kompetenz als zu einer Fachabteilung, die ohne Unterstützung lediglich ihre Excel-Datei online stellen möchte.
Welche Lösung passt zu welchem Ausgangspunkt?
Die Auswahl lässt sich über wenige klare Entscheidungszweige eingrenzen:
- Eine Excel-Liste soll in Microsoft 365 gemeinsam gepflegt werden: Microsoft Lists ist der naheliegende Startpunkt. Prüfe zuerst an einem typischen Datensatz, ob Spaltentypen, Ansichten und Berechtigungen ausreichen.
- Eine interne Geschäftsanwendung mit mehreren Tabellen, Rollen und Abläufen ist geplant: Microsoft Dataverse gehört in die engere Auswahl, sofern Lizenzierung und Power-Platform-Governance zum Unternehmen passen.
- Ein Fachteam benötigt rasch verknüpfte Tabellen und flexible Ansichten: Airtable kann den niedrigeren Einstieg bieten, wenn externe Cloudnutzung und Anbieterbindung akzeptiert werden.
- Projektpläne, Aufgaben und Berichte dominieren: Smartsheet ist eher geeignet als eine rein relationale Plattform.
- Selbstverwaltung oder offene Technik ist eine feste Vorgabe: Baserow sollte für einen neuen, fachlich gepflegten Datenbestand geprüft werden. NocoDB ist besonders relevant, wenn eine SQL-Datenbank bereits Teil der Architektur ist.
Diese Zuordnung ersetzt keinen Prototyp. Sie verhindert aber, dass ein Unternehmen eine umfangreiche Plattform auswählt, obwohl nur eine bessere Teamliste gebraucht wird, oder eine einfache Listenlösung mit Anforderungen überlastet, für die ein echtes relationales Modell nötig wäre.
Vor der Migration muss das Excel-Modell bereinigt werden
Eine schlecht strukturierte Arbeitsmappe wird durch den Import nicht automatisch zu einer guten Datenbank. Vor dem Umzug sollte jede Zeile genau ein fachliches Objekt darstellen. Zusammengeführte Zellen, Zwischenüberschriften innerhalb der Datentabelle und mehrere Informationen in einem Feld erschweren die Übernahme.
Ein typischer Ausgangsbestand enthält beispielsweise Kundendaten und Aufträge in derselben Zeile. Dadurch wiederholen sich Name, Anschrift und Ansprechpartner bei jedem Auftrag. In einer Datenbank werden daraus mindestens zwei Tabellen: Kunden und Aufträge. Jeder Kunde erhält eine eindeutige Kennung; die Auftragstabelle verweist über diese Kennung auf den Kunden. Änderungen an der Anschrift müssen dann nur einmal erfolgen.
Vor dem Import sind folgende Arbeiten sinnvoll:
- eindeutige Datensatzkennungen festlegen, die nicht aus veränderlichen Namen bestehen;
- Datumswerte, Zahlen und Wahrheitswerte in einheitliche Feldtypen überführen;
- mehrere Werte aus einer Zelle trennen, sofern sie später einzeln gesucht oder ausgewertet werden sollen;
- Auswahllisten für Status, Abteilung oder Kategorie definieren;
- Dubletten und veraltete Datensätze kennzeichnen, statt sie ungeprüft zu übernehmen;
- verantwortliche Personen für Tabellen, Felder und Zugriffsrechte benennen.
Formeln benötigen besondere Aufmerksamkeit. Eine Excel-Formel kann eine Berechnung, eine Validierung oder einen versteckten Prozessschritt darstellen. Die Zielplattform muss nicht dieselbe Formelsyntax bieten. Entscheidend ist die fachliche Regel hinter der Formel: Soll ein Wert berechnet, eine Eingabe verhindert oder bei einem Statuswechsel eine Aktion ausgelöst werden?
Ein Pilotprojekt zeigt mehr als eine Funktionsliste
Für den Test sollte das Unternehmen keinen künstlich vereinfachten Beispieldatensatz verwenden. Aussagekräftiger ist ein begrenzter echter Prozess mit repräsentativen Feldern, mehreren Rollen und mindestens einer Tabellenbeziehung. Personenbezogene oder vertrauliche Daten gehören nur in den Pilotbetrieb, wenn die organisatorischen und datenschutzrechtlichen Voraussetzungen bereits erfüllt sind.
Ein brauchbarer Pilot umfasst fünf Prüfungen:
- Datenerfassung: Können Beschäftigte neue Datensätze ohne freie Schreibvarianten und Umgehung von Pflichtfeldern anlegen?
- Zusammenarbeit: Funktioniert paralleles Bearbeiten, ohne dass Kopien oder manuelle Zusammenführungen entstehen?
- Berechtigungen: Sieht jede Rolle nur die vorgesehenen Daten und Funktionen?
- Auswertung: Lassen sich die benötigten Ansichten, Filter und Exporte ohne Schattenlisten in Excel herstellen?
- Rückweg: Können Daten mit ihren wesentlichen Feldinhalten in einem gebräuchlichen Format exportiert und verständlich dokumentiert werden?
Der Pilot gilt nicht schon als erfolgreich, wenn die Oberfläche ansprechend wirkt. Er ist bestanden, wenn ein vollständiger Arbeitsablauf vom Anlegen bis zur Auswertung funktioniert, Berechtigungen geprüft wurden und mindestens eine andere Person die Lösung anhand der Dokumentation pflegen kann.
Governance entscheidet über den langfristigen Nutzen
No-Code verlagert Entwicklung in die Fachabteilung, hebt technische Verantwortung aber nicht auf. Ohne Regeln entstehen schnell mehrere Datenbanken für denselben Zweck, unklare Eigentümerschaft und Automationen, deren Ausfall niemand bemerkt.
Für den produktiven Betrieb sollten Unternehmen festlegen, wer neue Anwendungen anlegen darf, wer fachlich für Daten verantwortlich ist und wer Berechtigungen kontrolliert. Ebenso wichtig sind Namensregeln, eine Dokumentation der Tabellenbeziehungen, regelmäßige Export- oder Sicherungstests und ein Verfahren für ausscheidende Beschäftigte.
Bei Microsoft Lists und Dataverse gehören Mandantenrichtlinien, Gruppen, Umgebungen und mögliche Datenflussregeln in diese Prüfung. Bei Airtable und Smartsheet stehen unter anderem zentrale Benutzerverwaltung, externe Freigaben und vertragliche Datenschutzbedingungen im Vordergrund. Für Baserow oder NocoDB im Eigenbetrieb kommen Patchmanagement, Protokollierung, Datenbanksicherung und ein tatsächlich getesteter Wiederherstellungsweg hinzu.
Die praktikabelste Auswahl ist damit nicht die Plattform mit der längsten Funktionsliste. Für ein Microsoft-365-Team mit überschaubaren Listen kann Microsoft Lists genügen. Dataverse ist der stärkere Kandidat für verwaltete, miteinander verbundene Geschäftsdaten. Airtable und Smartsheet setzen unterschiedliche Schwerpunkte bei flexibler Datenarbeit beziehungsweise Projektsteuerung. Baserow und NocoDB bieten mehr technische Gestaltungsfreiheit, verlangen beim eigenen Betrieb aber deutlich mehr IT-Verantwortung. Eine Entscheidung sollte erst fallen, nachdem derselbe repräsentative Prozess in den verbleibenden Kandidaten getestet und anhand der fünf Vergleichskriterien bewertet wurde.





