Mauszeiger hängt sich ständig auf

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 22. Juli 2026, zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2026

Wenn der Mauszeiger unter Windows regelmäßig stehen bleibt, liegt das oft nicht an der Maus selbst. Häufig kommen ein fehlerhafter USB-Anschluss, ein leerer Akku, eine unterbrochene Funkverbindung, ein problematischer Treiber oder eine sehr hohe Systemauslastung infrage. Prüfe zuerst, ob nur der Zeiger feststeht oder ob Windows insgesamt nicht mehr reagiert. Bewegt sich beispielsweise auch die Tastatur nicht mehr und lassen sich keine Fenster öffnen, handelt es sich eher um einen allgemeinen Systemstillstand.

Reagiert die Tastatur noch, kannst du die Ursache meist ohne sofortigen Neustart eingrenzen. Trenne zunächst die Maus kurz vom Computer, stecke sie an einen anderen Anschluss und prüfe bei einem Funkmodell die Batterien. Bleibt die Bewegung danach weiterhin aus, folgen Windows-interne Prüfungen für Treiber, Hintergrundprogramme, Energieverwaltung und Systemlast.

Erst unterscheiden: Mausfehler oder kompletter Windows-Stillstand?

Die wichtigste Beobachtung betrifft das Verhalten des gesamten Computers. Drücke die Windows-Taste oder öffne mit Strg + Umschalt + Esc den Task-Manager. Erscheint der Task-Manager, arbeitet Windows grundsätzlich noch. In diesem Fall konzentrierst du dich auf die Maus, ihren Anschluss, den Treiber oder eine einzelne Anwendung.

Reagiert auch der Task-Manager nicht und bleiben geöffnete Videos, Musik oder Animationen stehen, ist wahrscheinlich nicht nur das Eingabegerät betroffen. Warte kurz, ohne wiederholt Tasten zu drücken. Bei einem ausgelasteten System kann Windows nach einigen Sekunden zurückkehren. Bleibt der Bildschirm vollständig unverändert, hältst du den Netzschalter nur dann mehrere Sekunden gedrückt, wenn keine andere Reaktion möglich ist. Ein erzwungenes Ausschalten kann nicht gespeicherte Daten verlieren lassen und sollte deshalb nicht der erste Schritt sein.

Unter Windows kannst du außerdem Alt + Tab drücken. Wechselt die Anzeige zwischen Fenstern, ist die grafische Oberfläche noch aktiv. Funktioniert nur der Mauszeiger nicht, spricht das eher für eine lokale Eingabestörung. Bewegt sich der Zeiger, aber Klicks werden nicht angenommen, kann die aktive Anwendung blockieren oder die Maustaste selbst defekt sein.

USB-Maus und Funkmaus richtig neu verbinden

Bei einer kabelgebundenen Maus ziehst du den Stecker ab und wartest etwa zehn Sekunden. Schließe sie anschließend direkt am Computer an, nicht über einen USB-Hub, eine Dockingstation oder einen Monitor. Ein anderer Anschluss hilft besonders dann, wenn nur ein einzelner USB-Port Kontaktprobleme hat. Desktop-PCs bieten oft Anschlüsse an der Vorder- und Rückseite. Für die Prüfung ist ein rückseitiger Anschluss direkt am Mainboard sinnvoll.

Leuchtet die Maus nach dem Einstecken nicht mehr und reagiert auch an einem zweiten Anschluss nicht, prüfst du das Kabel auf Knicke und sichtbare Schäden. Bei einer optischen Maus sollte an der Unterseite meist Licht zu erkennen sein. Das ist jedoch kein sicherer Funktionstest, weil nicht jedes Modell seine Sensorbeleuchtung sichtbar ausgibt. Entscheidend ist, ob der Zeiger nach einigen Sekunden reagiert.

Bei einer Funkmaus kontrollierst du zuerst den Ein- und Ausschalter an der Unterseite. Entnimm die Batterie oder den Akku kurz und setze ihn wieder ein. Bei austauschbaren Batterien solltest du ein frisches Paar verwenden und auf die richtige Polung achten. Wenn ein kleiner USB-Empfänger vorhanden ist, steckst du ihn direkt an den Computer. Ein Abstand von wenigen Zentimetern zu USB-3-Geräten, WLAN-Adaptern oder Metallflächen kann bei manchen Funklösungen die Verbindung verbessern.

Bluetooth-Mäuse benötigen keinen USB-Empfänger, müssen aber mit Windows gekoppelt sein. Öffne mit der Tastatur die Einstellungen über Windows + I. Mit der Suchfunktion der Einstellungen suchst du nach Bluetooth. Schalte Bluetooth aus und wieder ein, sofern die Tastaturbedienung möglich ist. Wird die Maus weiterhin nicht erkannt, entfernst du sie aus der Liste der gekoppelten Geräte und startest die Kopplung neu. Dafür muss sich das Modell normalerweise im Pairing-Modus befinden; die genaue Taste unterscheidet sich je nach Maus.

Windows ohne Maus bedienen

Für die nächsten Prüfungen kannst du die Tastatur verwenden. Mit Windows + I öffnest du die Einstellungen. Mit Tab wechselst du zwischen Bedienelementen, mit den Pfeiltasten navigierst du in Listen und mit Enter bestätigst du. Esc schließt ein geöffnetes Menü. Die Suche in den Einstellungen ist meist schneller als eine lange Navigation durch mehrere Seiten.

Der Task-Manager lässt sich mit Strg + Umschalt + Esc öffnen. Sortiere die Prozesse, soweit möglich, nach CPU- oder Arbeitsspeichernutzung. Ein einzelner Prozess mit dauerhaft sehr hoher Auslastung kann die Oberfläche verzögern. Beende einen Prozess nur, wenn du ihn eindeutig zuordnen kannst und keine ungespeicherten Daten in der zugehörigen Anwendung mehr benötigt werden. Systemprozesse und unbekannte Prozesse solltest du nicht wahllos schließen.

Mit Alt + F4 schließt du das aktuelle Fenster. Wenn eine einzelne Anwendung blockiert, kann dieser Schritt genügen. Funktionieren Tastaturbefehle in anderen Programmen, aber nicht in einer bestimmten Anwendung, liegt die Ursache wahrscheinlich dort. Prüfe dann Updates für das Programm oder starte es nach dem Speichern neu.

Treiber im Geräte-Manager prüfen

Der Maus- und Touchpad-Treiber verbindet Windows mit der Hardware. Ein beschädigter oder unpassender Treiber kann dazu führen, dass der Zeiger ruckelt, in unregelmäßigen Abständen stehen bleibt oder nach dem Standby nicht mehr reagiert.

Drücke Windows + X und öffne den Geräte-Manager. Suche dort nach den Bereichen Mäuse und andere Zeigegeräte sowie USB-Controller. Die Bezeichnungen können je nach Hardware abweichen. Ein gelbes Warnsymbol weist auf ein erkanntes Problem hin, beweist aber nicht, dass die Maus selbst defekt ist.

Öffne mit der Tastatur die Eigenschaften des betreffenden Eintrags und sieh auf der Registerkarte für den Gerätestatus nach. Wird dort ein Fehlercode angezeigt, notiere ihn vor weiteren Änderungen. Die Aussage des Codes ist nur im Zusammenhang mit dem betroffenen Gerät sinnvoll. Fehlt die Maus vollständig, prüfst du zusätzlich die USB-Controller und die ausgeblendeten Geräte.

Ein Treiberupdate über den Geräte-Manager kann helfen, muss aber nicht die aktuellste Version liefern. Bei Problemen nach einem Windows- oder Treiberupdate ist die Option zum Zurücksetzen des Treibers interessanter, sofern sie angeboten wird. Sie stellt die vorherige Version wieder her und verändert nicht deine persönlichen Dateien. Ist die Schaltfläche nicht verfügbar, gibt es auf dem System keine gespeicherte Vorgängerversion.

Eine Deinstallation des Geräts ist ein weiterer möglicher Schritt. Dabei entfernst du den Geräteeintrag, nicht automatisch die Hardware. Nach einem Neustart erkennt Windows das Gerät häufig neu. Wähle diese Maßnahme erst, wenn das erneute Verbinden, der andere Anschluss und eine normale Treiberprüfung keine Änderung bringen. Bei einem Notebook solltest du den Touchpad-Treiber des Geräteherstellers bereithalten, falls die integrierte Eingabe nach dem Neustart nicht sofort funktioniert.

Energieverwaltung als Ursache ausschließen

Windows kann USB-Geräte zur Energieeinsparung vorübergehend abschalten. Das ist besonders nach dem Aufwachen aus dem Energiesparmodus auffällig. Wenn die Maus nach einem Neustart normal funktioniert, aber nach Standby oder Ruhezustand ausfällt, solltest du die Energieverwaltung prüfen.

Öffne den Geräte-Manager und erweitere USB-Controller. Bei einem USB-Root-Hub oder einem vergleichbaren Eintrag findest du in den Eigenschaften eine Registerkarte zur Energieverwaltung, sofern der Treiber sie bereitstellt. Entferne dort testweise die Option, dass Windows das Gerät zum Energiesparen ausschalten darf. Die Bezeichnung kann zwischen Windows-Versionen und Treibern abweichen.

Diese Änderung erhöht den Energieverbrauch geringfügig und ist bei einem Notebook nicht immer sinnvoll. Wenn der Fehler nur im Akkubetrieb auftritt, vergleichst du die erweiterten Einstellungen des aktiven Energiesparplans. Verändere nicht mehrere Energieoptionen gleichzeitig, weil sich sonst nicht feststellen lässt, welche Einstellung geholfen hat.

Nach der Änderung versetzt du den Computer einmal in den Energiesparmodus und weckst ihn wieder auf. Bewegt sich der Zeiger danach, war die Energieverwaltung wahrscheinlich beteiligt. Tritt der Ausfall weiterhin auf, setzt du die Änderung zurück und untersuchst den Treiber oder die Funkverbindung.

Hohe Systemlast und blockierende Programme untersuchen

Ein bewegungsloser Zeiger kann ein sichtbares Zeichen dafür sein, dass Prozessor, Arbeitsspeicher oder Datenträger vollständig ausgelastet sind. Öffne den Task-Manager und beobachte die Werte einige Minuten. Kurzzeitige Ausschläge sind normal. Problematisch ist eine dauerhaft sehr hohe Auslastung, vor allem wenn gleichzeitig Anwendungen nicht öffnen oder Fenster nur verzögert reagieren.

Sortiere die Prozessliste nach CPU, Arbeitsspeicher und Datenträger. Notiere den Namen des Prozesses mit der höchsten Nutzung. Bei einem Browser können viele geöffnete Tabs, Erweiterungen oder ein einzelner Seitenprozess die Ursache sein. Speichere deine Arbeit und schließe zunächst nicht benötigte Programme. Beende keinen Prozess, dessen Funktion du nicht sicher kennst.

Wenn die Auslastung direkt nach der Anmeldung entsteht, prüfst du die Autostart-Apps im Task-Manager. Deaktiviere testweise nur Programme, die du eindeutig zuordnen kannst und die für die Anmeldung nicht benötigt werden. Sicherheitssoftware, Treiberkomponenten und Verwaltungsprogramme solltest du nicht ohne Einordnung abschalten. Starte danach Windows neu und beobachte, ob der Fehler bereits vor dem Öffnen weiterer Anwendungen auftritt.

Ein sauberer Start kann bei dauerhaft wiederkehrenden Konflikten helfen, ist aber eine Diagnosemaßnahme und keine dauerhafte Empfehlung. Dabei werden bestimmte Startdienste vorübergehend eingeschränkt. Wenn die Maus danach zuverlässig funktioniert, aktivierst du die zuvor deaktivierten Komponenten schrittweise wieder. So lässt sich der verursachende Dienst eingrenzen, ohne die gesamte Software dauerhaft zu entfernen.

Windows-Updates und optionale Treiber kontrollieren

Öffne die Windows-Einstellungen und suche nach Windows Update. Installiere ausstehende Qualitäts- oder Sicherheitsupdates, sofern der Computer stabil genug läuft und wichtige Dateien gespeichert sind. Nach einem Update ist ein Neustart erforderlich, auch wenn Windows ihn nicht sofort erzwingt.

Wenn die Störung erst nach einer Aktualisierung begann, öffnest du den Updateverlauf. Dort erkennst du, ob zeitlich ein Windows-Update oder ein Treiberupdate vorausging. Eine Deinstallation eines Updates ist kein allgemeiner Reparaturschritt. Sie kommt nur infrage, wenn der zeitliche Zusammenhang eindeutig ist und andere sichere Prüfungen keinen Erfolg bringen. Bei verwalteten Firmencomputern können diese Optionen fehlen.

Optionale Treiberupdates findest du ebenfalls im Bereich von Windows Update, sofern Windows sie für dein System anbietet. Installiere nicht mehrere Eingabe-, Chipsatz- oder USB-Treiber verschiedener Hersteller gleichzeitig. Nutzt du einen Marken-PC oder ein Notebook, sind die Support-Seiten des Herstellers für das genaue Modell meist die bessere Quelle. Achte auf die passende Windows-Version und die richtige Gerätevariante.

Touchpad und externe Maus am Notebook

Bei Notebooks kann zusätzlich das Touchpad deaktiviert sein. Viele Modelle besitzen dafür eine Funktionstaste mit einem Touchpad-Symbol. Die Tastenkombination unterscheidet sich je nach Hersteller; suche deshalb nicht nach einer allgemein gültigen Taste. Prüfe die Symbole auf der Tastatur und die Hinweise in der Geräteanleitung.

Funktioniert das Touchpad, aber die externe Maus nicht, liegt die Ursache wahrscheinlich an der externen Verbindung. Funktioniert dagegen nur die externe Maus, wurde das Touchpad möglicherweise abgeschaltet oder sein Treiber arbeitet nicht korrekt. In den Windows-Einstellungen findest du die Touchpad-Optionen über die Suche. Dort lässt sich bei manchen Geräten festlegen, ob das Touchpad beim Anschließen einer Maus aktiv bleiben soll.

Bei einem Präzisionstouchpad können Gesten oder mehrere Fingerbewegungen einen anderen Eindruck erzeugen als ein echter Stillstand. Teste den Zeiger mit einem einzelnen Finger und prüfe, ob ein Klick an einer freien Stelle des Desktops angenommen wird. Verschmutzungen, Feuchtigkeit oder eine ungeeignete Oberfläche können die Erkennung beeinträchtigen.

Abgesicherten Modus für Softwarekonflikte nutzen

Wenn der Zeiger erst nach der Anmeldung ausfällt, kann ein Hintergrundprogramm beteiligt sein. Der abgesicherte Modus startet Windows mit einer eingeschränkten Auswahl an Treibern und Diensten. Funktioniert die Maus dort, spricht das für einen Konflikt mit zusätzlicher Software, einem Treiber oder einer Startkomponente.

Öffne die Einstellungen und suche nach den Wiederherstellungsoptionen. Unter den erweiterten Startoptionen kannst du Windows neu starten und anschließend die Optionen zur Problembehandlung auswählen. Die genaue Darstellung kann je nach Windows-Version und Zustand des Systems abweichen. Speichere offene Dateien, bevor du diesen Neustart einleitest.

Im abgesicherten Modus sind nicht alle Funktionen verfügbar. Nutze ihn daher nicht als normalen Arbeitsmodus. Prüfe lediglich, ob sich der Zeiger bewegt und ob Tastatur sowie USB-Anschlüsse reagieren. Ist der Fehler dort verschwunden, entfernst du nicht sofort mehrere Programme. Deaktiviere zunächst die zuletzt installierte Maussoftware, Makrosoftware, Overlay-Anwendung oder Fernwartungskomponente und teste danach den normalen Start.

Hardware mit einer zweiten Maus prüfen

Eine zweite Maus ist der schnellste Gegencheck. Schließe ein möglichst einfaches kabelgebundenes Modell direkt am Computer an. Funktioniert dieses Gerät über längere Zeit, liegt der Verdacht bei der ursprünglichen Maus, ihrem Empfänger, der Batterie oder der zugehörigen Software.

Versagt auch die zweite Maus am gleichen Anschluss, wechselst du den Port. Bleibt der Fehler an allen Anschlüssen bestehen, prüfst du die Geräte an einem anderen Computer. Diese Gegenprobe trennt Windows- und Hardwareursachen: Funktioniert die Maus an einem anderen Rechner, muss das ursprüngliche System untersucht werden. Fällt sie auch dort aus, ist ein Defekt der Maus oder ihres Empfängers wahrscheinlich.

Bei einem Desktop-PC können lose Frontanschlüsse, ein beschädigtes Verlängerungskabel oder ein instabiler USB-Hub die Ursache sein. Bei einem Notebook solltest du mechanische Belastungen am Anschluss vermeiden. Wenn mehrere USB-Geräte gleichzeitig ausfallen, deutet das eher auf die Stromversorgung, den Controller oder die Hauptplatine als auf die einzelne Maus hin.

Wann eine Systemreparatur sinnvoll wird

Systemdateien solltest du nicht sofort reparieren, wenn nur ein einzelnes Eingabegerät aussetzt. Sind jedoch zusätzlich Windows-Komponenten beschädigt, Anwendungen stürzen ab oder mehrere Geräte verhalten sich ungewöhnlich, kann eine Systemprüfung sinnvoll sein. Öffne die Eingabeaufforderung oder PowerShell mit Administratorrechten über die Windows-Suche. Ob ein Fenster erhöhte Rechte besitzt, erkennst du an der Bestätigung der Benutzerkontensteuerung.

Die Systemdateiprüfung liest geschützte Windows-Dateien und ersetzt beschädigte Exemplare, sofern passende Komponenten verfügbar sind. Führe den Befehl nur in einem Fenster mit Administratorrechten aus:

sfc /scannow

Warte, bis die Prüfung vollständig abgeschlossen ist. Ein Abbruch während der Analyse kann die Aussagekraft des Ergebnisses mindern. Die abschließende Meldung zeigt, ob keine Integritätsverletzungen gefunden, beschädigte Dateien repariert oder Dateien nicht vollständig repariert wurden. Starte Windows danach neu und teste die Maus erneut.

Wenn die Systemdateiprüfung Probleme meldet, kann die Komponentenablage selbst betroffen sein. Dann kommt eine Reparatur mit DISM infrage:

DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth

Der Befehl verändert Systemkomponenten und kann je nach Zustand des Systems einige Zeit benötigen. Eine Internetverbindung kann erforderlich sein. Nach Abschluss führst du sfc /scannow erneut aus und startest den Computer neu. Bleiben die Eingabeprobleme bestehen, liegt die Ursache wahrscheinlich nicht ausschließlich in beschädigten Systemdateien.

Änderungen sicher zurücknehmen

Wenn der Fehler nach einer Treiberinstallation, einer neuen Maussoftware oder einer Änderung an den Energieoptionen begonnen hat, nimmst du zuerst die letzte Änderung zurück. Deinstalliere nicht pauschal alle Eingabetreiber. Entferne nur eindeutig zugehörige Zusatzsoftware und starte Windows anschließend neu.

Vor größeren Systemänderungen kann ein Wiederherstellungspunkt helfen, sofern einer vorhanden ist. Die Systemwiederherstellung betrifft vor allem Systemdateien, Treiber und Programme, nicht deine persönlichen Dokumente. Sie ersetzt kein Backup. Bei einem Firmen-PC können Wiederherstellung und Treiberverwaltung durch Richtlinien eingeschränkt sein.

Verzichte auf Registry-Bereinigungen, dubiose Treiber-Updater und Tools, die angeblich automatisch alle Eingabefehler reparieren. Solche Programme können zusätzliche Änderungen verursachen und erschweren die Diagnose. Wenn der Mauszeiger nur in einer Anwendung aussetzt, ist deren Reparatur oder Neuinstallation deutlich zielgerichteter als eine Änderung an Windows.

Prüfliste für eine saubere Diagnose

  • Reagieren Tastatur, Task-Manager und Fenster noch?
  • Funktioniert die Maus an einem zweiten USB-Anschluss ohne Hub?
  • Sind Batterie, Ein-/Ausschalter und Funkempfänger geprüft?
  • Wurde die Maus an einem anderen Computer getestet?
  • Zeigt der Geräte-Manager ein Warnsymbol oder einen Fehlercode?
  • Begann die Störung nach einem Update, Standby oder einer neuen Software?
  • Ist die Systemauslastung im Task-Manager dauerhaft ungewöhnlich hoch?
  • Wurde nach einer Änderung neu gestartet und das Ergebnis geprüft?

Wenn du diese Punkte nacheinander abarbeitest, lässt sich die Fehlerquelle meist auf die Maus, die Verbindung, Windows oder ein einzelnes Programm eingrenzen. Bleibt der Zeiger trotz zweiter Maus, anderer Anschlüsse und einer Prüfung im abgesicherten Modus stehen, solltest du die Hardware des Computers oder die USB-Versorgung fachkundig prüfen lassen. Bei wiederkehrenden Komplettstillständen, ungewöhnlichen Geräuschen, beschädigten Anschlüssen oder Datenverlust ist ein weiteres Herumprobieren nicht sinnvoll.

Häufige Fragen zum hängenden Mauszeiger

Warum hängt der Mauszeiger nur nach dem Aufwachen aus dem Standby?

Nach dem Standby können USB- oder Bluetooth-Geräte ihre Verbindung verlieren, während Windows selbst weiterläuft. Prüfe zunächst, ob das Abziehen und erneute Anschließen der Maus hilft, und installiere bei wiederkehrendem Verhalten die Treiber- und Firmware-Aktualisierungen des Computer- oder Mausherstellers.

Was kann ich tun, wenn der Mauszeiger nur beim Spielen oder in einer bestimmten Anwendung hängt?

Setzt der Zeiger außerhalb des betroffenen Programms nicht aus, liegt die Ursache eher bei dieser Anwendung, ihrer Grafikdarstellung oder einer Erweiterung. Speichere deine Arbeit, schließe das Programm über den Task-Manager und prüfe anschließend dessen Updates sowie die Grafiktreiber, bevor du Windows-Treiber entfernst.

Wie erkenne ich, ob die Maus selbst defekt ist?

Teste die Maus an einem zweiten Computer oder mit einem anderen Benutzerprofil, sofern das ohne Risiko möglich ist. Tritt der Fehler dort ebenfalls auf, obwohl Kabel, Batterie oder Empfänger geprüft sind, spricht das deutlich für einen Defekt an Maus, Kabel oder Funkhardware.

Warum ruckelt eine Funkmaus in der Nähe von USB-3-Geräten?

USB-Funkempfänger können durch ungünstige Positionen, Metallflächen oder dicht daneben angeschlossene Geräte gestört werden. Verwende nach Möglichkeit einen direkten USB-Anschluss oder eine kurze, geeignete Verlängerung und halte den Empfänger etwas Abstand zu anderen Funk- und USB-Geräten.

Kann eine hohe CPU- oder Arbeitsspeicherauslastung den Mauszeiger anhalten?

Ja, eine stark ausgelastete Windows-Oberfläche kann Eingaben verzögert verarbeiten, besonders wenn zusätzlich Datenträger- oder Grafiklast auftritt. Sortiere den Task-Manager nach CPU- und Arbeitsspeichernutzung und beende nur eindeutig zuordenbare Anwendungen, nachdem du ungespeicherte Daten gesichert hast.

Was bedeutet es, wenn der Mauszeiger hängt, aber die Tastatur funktioniert?

Dann ist Windows wahrscheinlich nicht vollständig eingefroren, sondern die Mausverbindung, der Eingabetreiber oder die Maussoftware betroffen. Du kannst die weitere Diagnose mit Windows-Taste, Geräte-Manager und Task-Manager durchführen, ohne den Computer sofort zwangsweise auszuschalten.

Wann sollte ich den Computer wegen eines hängenden Mauszeigers überprüfen lassen?

Professionelle Hilfe ist sinnvoll, wenn auch eine zweite Maus an mehreren Anschlüssen aussetzt, USB-Anschlüsse beschädigt wirken oder regelmäßig komplette Systemstillstände auftreten. Sichere außerdem wichtige Daten, bevor du bei wiederholten Abstürzen weitere Reparaturversuche, Treiberbereinigungen oder einen Systemreset in Betracht ziehst.

Checkliste
  • Reagieren Tastatur, Task-Manager und Fenster noch?
  • Funktioniert die Maus an einem zweiten USB-Anschluss ohne Hub?
  • Sind Batterie, Ein-/Ausschalter und Funkempfänger geprüft?
  • Wurde die Maus an einem anderen Computer getestet?
  • Zeigt der Geräte-Manager ein Warnsymbol oder einen Fehlercode?
  • Begann die Störung nach einem Update, Standby oder einer neuen Software?
  • Ist die Systemauslastung im Task-Manager dauerhaft ungewöhnlich hoch?
  • Wurde nach einer Änderung neu gestartet und das Ergebnis geprüft?

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