Hyper-V blockiert VirtualBox: Warum virtuelle Maschinen plötzlich nicht starten

Lesedauer: 13 Min – Beitrag erstellt: 10. Juli 2026, zuletzt aktualisiert: 10. Juli 2026

VirtualBox startet eine Maschine nicht, obwohl die Konfiguration stimmt? Dann liegt die Ursache häufig nicht an der VM selbst, sondern an der Windows-Virtualisierung im Hintergrund. Besonders oft funkt Hyper-V dazwischen, weil es auf dem System eigene Virtualisierungskomponenten reserviert und andere Hypervisoren ausbremst.

Am schnellsten kommst du weiter, wenn du zuerst prüfst, ob Hyper-V, der Windows-Hypervisor oder Zusatzfunktionen wie Virtual Machine Platform aktiv sind. Danach entscheidest du, ob du VirtualBox an die vorhandene Umgebung anpasst oder die Windows-Virtualisierung gezielt abschaltest. Erst wenn diese Basis sauber ist, lohnt sich der Blick auf BIOS/UEFI, VT-x/AMD-V, Versionen und die VM-Einstellungen selbst.

Woran du den Konflikt erkennst

Typisch sind Startfehler direkt beim Öffnen der VM, ein schwarzer Bildschirm, abbrechende Bootvorgänge oder Meldungen über fehlende Hardwarevirtualisierung. In manchen Fällen laufen andere Programme noch, nur VirtualBox bleibt hängen oder beendet die Maschine sofort wieder. Das deutet meist auf eine Überschneidung zwischen Windows-Hypervisor und VirtualBox hin.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einem echten VM-Problem und einer Blockade auf Systemebene. Eine beschädigte virtuelle Festplatte verhält sich anders als ein Host, auf dem die Virtualisierungsfunktionen gegeneinander arbeiten. Deshalb beginnt die Fehlersuche immer beim Betriebssystem und nicht erst in der betroffenen VM.

Die wichtigsten Ursachen auf dem Windows-Rechner

Mehrere Windows-Funktionen können VirtualBox auf unterschiedlichen Ebenen beeinflussen. Entscheidend sind vor allem die folgenden Punkte:

  • Hyper-V ist aktiviert und übernimmt die Virtualisierung.
  • Windows Hypervisor Platform oder Virtual Machine Platform ist eingeschaltet.
  • Core Isolation mit Speicherintegrität greift in die Treiberumgebung ein.
  • Im BIOS oder UEFI ist Virtualisierung deaktiviert.
  • VirtualBox ist zu alt für die aktuelle Windows-Version oder arbeitet mit einem inkompatiblen Treiberstand.
  • Die VM ist falsch auf 64-Bit, EFI oder Nested Paging eingestellt.

Je nach Kombination reicht schon eine einzige aktive Komponente, damit VirtualBox nicht mehr direkt auf die Hardware zugreifen kann. Das gilt besonders auf Windows 11, weil dort mehrere Virtualisierungsfunktionen standardmäßig eher aktiviert als deaktiviert sind.

Erst die schnellsten Prüfungen

Bevor du tiefer eingreifst, lohnt sich eine kurze Reihenfolge mit wenig Risiko. So findest du schneller heraus, ob der Fehler am Host oder an der VM selbst sitzt:

  1. Windows neu starten und VirtualBox anschließend direkt testen.
  2. Prüfen, ob kürzlich ein Windows-Update eingespielt wurde.
  3. VirtualBox auf die aktuelle Version bringen.
  4. Die betroffene VM einmal geschlossen und danach erneut geöffnet starten.
  5. Andere laufende Virtualisierungssoftware beenden.

Wenn der Start danach weiterhin scheitert, ist der Konflikt meistens systemweit. Dann ist der nächste Schritt die Kontrolle der Windows-Features.

Hyper-V und verwandte Funktionen deaktivieren

Für viele typische VirtualBox-Setups ist es am einfachsten, Hyper-V und die damit verbundenen Windows-Komponenten auszuschalten. Dadurch erhält VirtualBox wieder direkten Zugriff auf die Hardwarevirtualisierung.

Anleitung
1Windows neu starten und VirtualBox anschließend direkt testen.
2Prüfen, ob kürzlich ein Windows-Update eingespielt wurde.
3VirtualBox auf die aktuelle Version bringen.
4Die betroffene VM einmal geschlossen und danach erneut geöffnet starten.
5Andere laufende Virtualisierungssoftware beenden.

Öffne dafür die Windows-Funktionen und prüfe besonders diese Einträge:

  • Hyper-V
  • Plattform für virtuelle Computer
  • Windows-Hypervisor-Plattform
  • Windows-Subsystem für Linux

Nach dem Entfernen der Häkchen ist ein vollständiger Neustart nötig. Erst dann werden die Änderungen wirklich wirksam. Falls du WSL2, Docker oder andere virtuelle Umgebungen nutzt, solltest du vorher prüfen, ob diese Funktionen weiter benötigt werden.

Alternativ lässt sich der Hypervisor auch per Eingabeaufforderung abschalten. Das ist nützlich, wenn die Windows-Features allein nicht ausreichen. Danach muss das System ebenfalls neu gestartet werden, damit die Änderung greift.

BIOS und UEFI richtig einstellen

Selbst wenn Windows korrekt konfiguriert ist, kann VirtualBox scheitern, wenn die CPU-Virtualisierung im Firmware-Menü deaktiviert wurde. Suche dort nach Intel VT-x, Intel Virtualization Technology oder AMD-V. Diese Funktion muss aktiv sein, damit virtuelle Maschinen sauber starten können.

Nach dem Aktivieren speicherst du die Einstellungen und startest den Rechner komplett neu. Bei manchen Notebooks ist die Option tiefer im Menü versteckt oder nur nach einem Firmware-Update sichtbar. Wenn die Funktion dort ausgeblendet ist, hilft oft ein Blick in das Handbuch des Geräts oder in die erweiterten CPU-Einstellungen.

Zusätzlich kann Secure Boot indirekt Einfluss haben, wenn ältere Treiber oder eine sehr alte VirtualBox-Version verwendet werden. In der Regel musst du Secure Boot nicht abschalten, aber eine aktuelle Programmversion ist dann besonders wichtig.

VirtualBox an die Windows-Umgebung anpassen

Wenn du Hyper-V nicht komplett deaktivieren willst, kann VirtualBox in manchen Fällen mit der Hyper-V-basierten Ausführung arbeiten. Das klappt aber nicht in jedem Szenario gleich stabil. Gerade bei älteren VMs, bestimmten Gast-Betriebssystemen oder hohem Leistungsbedarf ist die native Hardwareanbindung oft die bessere Wahl.

Prüfe deshalb in VirtualBox die folgenden Punkte:

  • Die VM ist als 64-Bit-System eingerichtet, wenn das Gastbetriebssystem das erwartet.
  • Unter System sind EFI und I/O-APIC passend gesetzt.
  • Bei Prozessor sind mindestens ein bis zwei Kerne aktiv, ohne den Host zu stark auszubremsen.
  • Die Anzeigeeinstellungen passen zur Grafikhardware und zum Gastbetriebssystem.
  • Die VirtualBox-Erweiterungen und Gast-Erweiterungen sind aktuell.

Auch ein Wechsel der Paravirtualisierung kann helfen. Manche Gäste laufen unter Windows- oder Linux-Profilen stabiler als mit der Standarderkennung. Das ist vor allem dann relevant, wenn die VM zwar startet, aber beim Booten oder nach wenigen Sekunden stehen bleibt.

Typische Fehlerquellen in der Maschine selbst

Manchmal ist die Virtualisierungsumgebung in Ordnung, und das Problem sitzt in der betroffenen VM. Dann helfen systematische Kontrollen innerhalb der Konfiguration:

  • Die virtuelle Festplatte ist noch korrekt eingebunden.
  • Das richtige Startlaufwerk ist ausgewählt.
  • Die Speichermenge passt zur Gesamtgröße des Hosts.
  • Netzwerkadapter und USB-Controller verursachen keinen Konflikt.
  • Gespeicherte Zustände werden gelöscht und nicht wiederverwendet.

Gerade gespeicherte Zustände können nach Windows- oder VirtualBox-Updates Probleme machen. In diesem Fall ist ein sauberer Kaltstart oft zuverlässiger als das Fortsetzen eines alten Zustands. Lösche den gespeicherten Zustand nur, wenn du sicher bist, dass du die aktuelle Sitzung nicht benötigst.

Treiber und Sicherheitsfunktionen mitdenken

Windows-Sicherheitsfunktionen können die Virtualisierung zusätzlich beeinflussen. Besonders Speicherintegrität und andere Core-Isolation-Optionen blockieren unter Umständen ältere oder unpassend signierte Treiber. Wenn VirtualBox nach einem Update plötzlich nicht mehr sauber startet, ist das ein naheliegender Prüfpunkt.

Die sicherste Reihenfolge ist dabei immer dieselbe: zuerst Versionen prüfen, dann Windows-Features kontrollieren, anschließend Sicherheitsfunktionen bewerten. Erst wenn die Software aktuell ist und der Bedarf besteht, solltest du Schutzfunktionen gezielt anpassen. Nach jeder Änderung gehört ein Neustart dazu, sonst bleibt das Ergebnis unklar.

So gehst du strukturiert vor

  1. Windows und VirtualBox aktualisieren.
  2. Prüfen, ob Hyper-V oder verwandte Funktionen aktiv sind.
  3. Virtualisierung im BIOS oder UEFI einschalten.
  4. Die VM-Einstellungen auf 64-Bit, EFI und Speicher prüfen.
  5. Gespeicherte Zustände entfernen und die Maschine neu starten.
  6. Bei Bedarf Core Isolation und Speicherintegrität kontrollieren.

Diese Reihenfolge trennt Host-Fehler, Firmware-Fehler und VM-Fehler sauber voneinander. So vermeidest du, dass du an der falschen Stelle suchst oder mehrere Faktoren gleichzeitig änderst.

Wenn du VirtualBox auf einem Arbeitsrechner nutzt, solltest du vor dem Deaktivieren von Windows-Virtualisierungsfunktionen bedenken, ob andere Programme darauf angewiesen sind. In solchen Fällen ist ein gezielter Einsatz von VirtualBox mit passender Konfiguration oft sinnvoller als das pauschale Abschalten aller Komponenten.

Warum der Start schon an der Architektur scheitern kann

VirtualBox benötigt einen sauberen Zugriff auf die Virtualisierungsfunktionen des Prozessors. Auf vielen Windows-Systemen übernimmt jedoch die Microsoft-Hypervisor-Schicht diese Ressource zuerst. Dann startet die Maschine nicht mehr im gewohnten Modus, sondern bleibt in einer Schleife aus Fehlermeldungen, Abbrüchen oder sehr langen Ladezeiten hängen. Oft ist nicht die virtuelle Maschine selbst beschädigt, sondern die Ausführungsumgebung auf dem Host blockiert den direkten Zugriff.

Besonders wichtig ist dabei der Unterschied zwischen vollständigem Startversagen und eingeschränkter Leistung. Manchmal öffnet sich eine VM noch, läuft aber nur im langsamen Softwaremodus. In anderen Fällen verweigert VirtualBox den Start vollständig, weil die Hardwarevirtualisierung bereits von anderen Windows-Komponenten belegt ist. Genau an dieser Stelle hilft nur ein systematisches Vorgehen, das den Host, die VirtualBox-Einstellungen und die Gastkonfiguration gemeinsam betrachtet.

Die Windows-Funktionen finden, die den Zugriff belegen

Auf aktuellen Windows-Versionen genügt es nicht, nur einen einzelnen Haken zu entfernen. Mehrere Funktionen können denselben Hypervisor aktivieren oder indirekt mitnutzen. Dazu gehören Windows Hypervisor Platform, Virtual Machine Platform, Kernisolierung, WSL 2 und teils auch sicherheitsrelevante Optionen, die im Hintergrund aktiviert bleiben.

  • Windows-Features: Über „Windows-Features aktivieren oder deaktivieren“ prüfen, welche Virtualisierungsdienste eingeschaltet sind.
  • Windows-Sicherheit: Im Bereich Gerätesicherheit nach Kernisolierung, Speicherintegrität und verwandten Schutzmechanismen sehen.
  • Systemstart: Die erweiterte Boot-Konfiguration kann den Hypervisor automatisch laden, auch wenn einzelne Features bereits entfernt wurden.
  • Firmenrichtlinien: In verwalteten Umgebungen können Richtlinien den Zustand wiederherstellen, selbst nach einer lokalen Änderung.

Wer hier sauber prüft, erspart sich den häufigen Irrtum, dass nur eine einzige Komponente schuld sei. In der Praxis müssen oft mehrere Schalter gemeinsam angepasst werden, damit VirtualBox wieder direkt auf die Virtualisierungsbefehle zugreifen kann.

Startumgebung und Boot-Konfiguration gezielt bereinigen

Die zuverlässigsten Ergebnisse liefert meist eine Kombination aus grafischer Einstellung und Systembefehl. Zuerst sollten die Windows-Features geprüft werden. Danach lohnt sich der Blick auf die Startkonfiguration, weil dort der Microsoft-Hypervisor auch nach Änderungen weiterhin geladen werden kann.

  1. Die Systemsteuerung öffnen und die Windows-Features aufrufen.
  2. Einträge wie Hyper-V, Windows Hypervisor Platform, Virtual Machine Platform und Sandbox nur dann aktiv lassen, wenn sie wirklich benötigt werden.
  3. Windows anschließend neu starten, damit die Änderungen wirksam werden.
  4. Eine Eingabeaufforderung mit administrativen Rechten öffnen.
  5. Mit dem Befehl bcdedit /set hypervisorlaunchtype off den automatischen Start des Hypervisors unterbinden.
  6. Den Rechner erneut neu starten und VirtualBox noch einmal testen.

Falls später wieder WSL 2, Speicherintegrität oder andere hypervisorbasierte Funktionen gebraucht werden, kann der Startmechanismus jederzeit wieder aktiviert werden. Dafür wird derselbe Befehl mit auto statt off verwendet. Wichtig ist, danach erneut zu prüfen, welche Anwendung den Hypervisor wieder beansprucht.

VirtualBox so einstellen, dass sie ohne Umwege startet

Selbst bei abgeschaltetem Hypervisor lohnt sich ein Blick auf die VM-Optionen. Manche Maschinen wurden mit einer Konfiguration angelegt, die zusätzliche Funktionen verlangt oder ältere Einstellungen mitbringt, die auf dem aktuellen Host nicht optimal laufen. Dazu zählen verschachtelte Virtualisierung, ungewöhnliche Paravirtualisierungsmodi, zu viele Prozessorkerne oder experimentelle Beschleunigungsoptionen.

Diese Einstellungen verdienen besondere Aufmerksamkeit

  • System > Prozessor: Nicht mehr Kerne zuweisen, als der Host stabil bereitstellt.
  • System > Beschleunigung: Prüfen, ob die Hardwarevirtualisierung aktiviert ist und ob die paravirtualisierte Schnittstelle zum Gast passt.
  • Anzeige: Bei Startproblemen testweise 3D-Beschleunigung deaktivieren.
  • Massenspeicher: Kontroller und Datenträgerpfade auf Fehler, doppelte Einbindungen oder fehlende Dateien kontrollieren.

Auch die verwendete VirtualBox-Version spielt eine Rolle. Ältere Builds reagieren deutlich empfindlicher auf Windows-Änderungen als aktuelle Ausgaben. Ein Update von VirtualBox und dem passenden Extension Pack beseitigt viele Startprobleme, die wie ein Konflikt mit Hyper-V aussehen, technisch aber durch Versionsunterschiede verschärft werden.

Gastbetriebssystem und Erweiterungen auf einen belastbaren Stand bringen

Nicht jeder Startfehler entsteht auf dem Windows-Host. In manchen Fällen ist die VM-Datei intakt, aber der Gast ist nach einem unsauberen Shutdown, einem Snapshot-Fehler oder einem Treiberproblem nicht mehr bootfähig. Dann hilft ein Blick in die gespeicherten Zustände und Erweiterungen der Maschine.

Bewährt hat sich diese Reihenfolge:

  • Gespeicherte Zustände verwerfen, falls sie aus einer alten Host-Konfiguration stammen.
  • Snapshots auf Inkonsistenzen prüfen und problematische Zwischenstände entfernen.
  • Virtuelle Netzwerkkarten testweise deaktivieren, wenn der Startvorgang bei der Geräteinitialisierung hängen bleibt.
  • In den Anzeige- und Speicheroptionen auf Standardwerte zurückgehen.
  • Falls das Gastbetriebssystem nach dem Start beschädigt wirkt, die interne Reparatur oder ein Recovery-Medium verwenden.

Gerade bei Windows-Gästen sollte außerdem geprüft werden, ob im Gast selbst ein Hypervisor- oder Sicherheitsdienst aktiviert wurde, der mit älteren VM-Konfigurationen kollidiert. Das betrifft vor allem Umgebungen, die aus einer anderen Virtualisierungsplattform migriert wurden oder in denen Sicherheitssoftware das Startverhalten verändert hat.

Saubere Trennung zwischen Sicherheitsfunktionen und echter Fehlersuche

Moderne Windows-Installationen bringen mehrere Schutzebenen mit, die Virtualisierung direkt beeinflussen. Speicherintegrität, Container-Dienste, Credential Guard und die Windows-Sandbox können dazu führen, dass VirtualBox zwar installiert ist, aber nicht mehr auf die gewohnte Weise arbeitet. Das ist kein Zeichen für einen Defekt, sondern für eine konkurrierende Nutzung derselben Hardwareebene.

Für eine belastbare Fehlersuche sollte der Zustand nach einer Änderung immer neu bewertet werden. Ein einzelner Neustart reicht nicht, wenn noch Schnellstart, Ruhezustand oder ein hybrider Shutdown aktiv sind. In solchen Fällen bleibt ein Teil der alten Hypervisor-Umgebung im Systemzustand erhalten.

  1. Windows vollständig neu starten, nicht nur herunterfahren und wieder einschalten.
  2. Schnellstart in den Energieoptionen testweise abschalten.
  3. Sicherheitsfunktionen im Bereich „Gerätesicherheit“ prüfen und ihren Zustand dokumentieren.
  4. VirtualBox danach mit einer kleinen Test-VM starten, bevor produktive Maschinen geöffnet werden.

So lässt sich sauber erkennen, welche Änderung tatsächlich Wirkung gezeigt hat. Wer mehrere Stellschrauben gleichzeitig verändert, verliert sonst leicht die Ursache aus dem Blick und passt am Ende an der falschen Stelle weiter an.

Woran du erkennst, dass die Lösung wirklich greift

Eine stabile Reparatur zeigt sich nicht nur daran, dass die VM einmal startet. Entscheidend ist, dass sie nach einem weiteren Neustart des Hosts ebenso zuverlässig hochfährt und dabei im normalen VirtualBox-Modus bleibt. Auch die Systemmeldung im Hauptfenster, die Prozessor- und Beschleunigungsanzeige sowie die Reaktionszeit beim Booten geben Hinweise darauf, ob der Host wieder direkt ansprechbar ist.

Praktisch ist ein kurzer Kontrollablauf nach der Umstellung:

  • Host neu starten und prüfen, ob der Hypervisor wirklich nicht geladen wird.
  • Eine kleine Testmaschine ohne Sonderfunktionen starten.
  • Bei Erfolg die eigentlichen VMs nacheinander öffnen.
  • Nach jeder Änderung nur einen Punkt anpassen, damit der Auslöser nachvollziehbar bleibt.

Bleibt der Start trotz dieser Schritte blockiert, liegt die Ursache meist nicht mehr bei Hyper-V allein. Dann müssen Firmware-Einstellungen, Treiber, Sicherheitssoftware oder eine beschädigte VM-Datei separat geprüft werden. Genau diese Trennung ist der Schlüssel, um nicht im Kreis zu suchen und am Ende doch wieder an der eigentlichen Blockade vorbeizugehen.

FAQ

Warum startet VirtualBox unter Windows plötzlich nicht mehr?

Der häufigste Grund ist ein aktiver Hypervisor im Hintergrund, der den Zugriff auf die Virtualisierungsebene übernimmt. Auch Sicherheitsfunktionen, BIOS-Einstellungen oder ein geändertes Update-Verhalten von Windows können dazu führen, dass der Start der VM scheitert.

Welche Rolle spielt die Windows-Virtualisierung dabei?

Windows kann mit Hyper-V, Virtual Machine Platform, Windows Hypervisor Platform und VBS mehrere Dienste aktivieren, die sich mit VirtualBox in die Quere kommen. Sobald diese Komponenten geladen sind, nutzt VirtualBox die Hardwarebeschleunigung oft nicht mehr wie erwartet.

Woran erkenne ich, dass der Hypervisor wirklich aktiv ist?

Ein Hinweis ist die Fehlermeldung zu VT-x, AMD-V oder zur nicht verfügbaren Hardwarevirtualisierung. Zusätzlich zeigt der Task-Manager oder das Systeminfo-Tool häufig, dass ein Hypervisor erkannt wurde.

Reicht es aus, Hyper-V in den Windows-Features abzuwählen?

Nein, das ist nur ein Teil der Lösung. Zusätzlich müssen oft die Startoptionen geprüft, Sicherheitsfunktionen wie Speicherschutz berücksichtigt und vorhandene Hypervisor-Einträge aus der Bootkonfiguration entfernt werden.

Welche Befehle helfen beim vollständigen Abschalten des Hypervisors?

Für viele Systeme ist eine administrative Eingabeaufforderung der schnellste Weg. Dort lässt sich mit

bcdedit /set hypervisorlaunchtype off

der Hypervisorstart deaktivieren; danach ist ein Neustart nötig.

Welche Windows-Komponenten sollte ich zusätzlich prüfen?

Besonders relevant sind Virtual Machine Platform, Windows Hypervisor Platform, Container, Sandbox und unter Umständen WSL2. Je nach Installation können diese Funktionen den gleichen Unterbau nutzen und VirtualBox dadurch ausbremsen.

Warum hilft ein BIOS- oder UEFI-Update manchmal?

Manche Mainboards liefern Virtualisierungsfunktionen erst nach einer aktualisierten Firmware sauber aus oder setzen Optionen nach einem Reset anders. Ein Update kann außerdem Fehler bei SVM, VT-x oder der Speicherverwaltung beseitigen.

Welche Einstellungen im UEFI sind entscheidend?

Die Optionen für Intel VT-x, Intel VT-d, AMD-V oder SVM müssen aktiviert sein. Wenn zusätzlich eine erweiterte Sicherheitskonfiguration wie Secure Boot, Memory Integrity oder ein Hersteller-Feature eingreift, lohnt sich ein genauer Vergleich mit den BIOS-Vorgaben des Mainboards.

Was mache ich, wenn VirtualBox nach Änderungen noch immer nicht startet?

Dann sollte die Maschine selbst geprüft werden. Dazu gehören der aktuelle VirtualBox-Adapter, die Version der Erweiterungskomponenten, die Zuweisung von CPU-Kernen und Arbeitsspeicher sowie ein Blick auf ältere Snapshots oder beschädigte Konfigurationsdateien.

Kann ein Windows-Update den Fehler auslösen?

Ja, denn Updates aktivieren mitunter neue Sicherheitsfunktionen oder ändern die Reihenfolge beim Laden von Virtualisierungskomponenten. Deshalb ist nach größeren Updates ein erneuter Blick auf die Bootkonfiguration und die Windows-Features sinnvoll.

Wie gehe ich nach einer erfolgreichen Reparatur vor, damit der Fehler nicht zurückkommt?

Am besten dokumentierst du die funktionierende Kombination aus Windows-Funktionen, BIOS-Optionen und VirtualBox-Version. Danach prüfst du bei jedem größeren Systemupdate kurz, ob Hypervisor, Speicherschutz oder eine neue Sicherheitsrichtlinie erneut eingeschaltet wurden.

Fazit

Der Konflikt lässt sich in den meisten Fällen sauber lösen, wenn Windows, Firmware und VirtualBox gemeinsam betrachtet werden. Wer Hypervisor-Dienste, UEFI-Optionen und die VM-Konfiguration in der richtigen Reihenfolge überprüft, bekommt die Maschine meist wieder zuverlässig zum Starten. Wichtig ist vor allem ein systematisches Vorgehen, damit nicht nur der aktuelle Fehler verschwindet, sondern auch spätere Startprobleme ausbleiben.

Checkliste
  • Hyper-V ist aktiviert und übernimmt die Virtualisierung.
  • Windows Hypervisor Platform oder Virtual Machine Platform ist eingeschaltet.
  • Core Isolation mit Speicherintegrität greift in die Treiberumgebung ein.
  • Im BIOS oder UEFI ist Virtualisierung deaktiviert.
  • VirtualBox ist zu alt für die aktuelle Windows-Version oder arbeitet mit einem inkompatiblen Treiberstand.
  • Die VM ist falsch auf 64-Bit, EFI oder Nested Paging eingestellt.

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