HP-BIOS-Update und BitLocker-Schleife: Was Windows-11-Nutzer jetzt prüfen sollten

Lesedauer: 13 Min – Beitrag erstellt: 10. Juni 2026, zuletzt aktualisiert: 10. Juni 2026

Nach einem Firmware-Update kann Windows 11 beim Start immer wieder denselben Wiederherstellungsbildschirm zeigen. In vielen Fällen steckt dahinter keine beschädigte Installation, sondern eine Sicherheitsprüfung von BitLocker, die nach einer Änderung an der Firmware neue Schlüsselinformationen verlangt. Wer die richtigen Einstellungen kennt, kommt meist ohne Neuinstallation wieder zum normalen Start.

Wichtig ist zuerst die Einordnung: Die Schleife beginnt häufig direkt nach einem BIOS-Update, einem Wechsel der TPM- oder Secure-Boot-Konfiguration oder nach einem Reset auf Standardwerte. Das System erkennt dann eine Änderung an der Startumgebung und fordert den Wiederherstellungsschlüssel an. Wird dieser nicht sauber hinterlegt oder wurde die Hardwarekonfiguration zusätzlich verändert, landet der Rechner beim nächsten Neustart erneut im selben Ablauf.

Die Ursache eingrenzen

Bevor man an den Schutzfunktionen arbeitet, sollte klar sein, was sich am Gerät geändert hat. Bei HP-Systemen sind BIOS-Updates oft mit angepassten Sicherheitsparametern verbunden. Dazu gehören TPM, Secure Boot, Startreihenfolge und gelegentlich auch die Option für moderne Standardeinstellungen. Schon ein einziger geänderter Eintrag reicht aus, damit BitLocker den Zugriff auf das Laufwerk vorübergehend blockiert.

  • BIOS-Version nach dem Update notieren.
  • Prüfen, ob TPM im Firmware-Menü aktiv ist.
  • Kontrollieren, ob Secure Boot weiterhin eingeschaltet bleibt.
  • Abgleichen, ob die Startreihenfolge unverändert ist.
  • Den BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel vor dem nächsten Start bereitstellen.

Wer das Gerät im Büro oder in einer verwalteten Umgebung nutzt, sollte zusätzlich nachsehen, ob Richtlinien von Microsoft Intune, Gruppenrichtlinien oder einer anderen Geräteverwaltung die Wiederherstellung beeinflussen. Dann reicht es nicht, nur im BIOS zu arbeiten, weil die Schutzmechanik beim nächsten Start von der Verwaltung erneut aktiviert werden kann.

Den Wiederherstellungsschlüssel finden und prüfen

Ohne passenden Schlüssel bleibt das Laufwerk gesperrt. Bei privat genutzten Rechnern liegt der Schlüssel häufig im Microsoft-Konto. Auf Firmenrechnern kommt er oft aus Entra ID, Active Directory oder einem internen Helpdesk-System. Entscheidend ist, dass der Schlüssel exakt zur angezeigten Schlüssel-ID passt.

So gehst du sinnvoll vor:

  1. Am Wiederherstellungsbildschirm die Schlüssel-ID ablesen.
  2. Mit dem Microsoft-Konto oder dem Verwaltungsportal vergleichen.
  3. Den passenden 48-stelligen Schlüssel bereithalten.
  4. Den Code ohne Leerzeichen und ohne zusätzliche Zeichen eingeben.

Falls mehrere Schlüssel angezeigt werden, ist die ID entscheidend. Ein falscher Schlüssel wirkt zwar formal gültig, schaltet das Laufwerk aber nicht frei. Nach der erfolgreichen Eingabe sollte Windows normal booten und anschließend Zeit bekommen, die Sicherheitswerte neu zu speichern.

BIOS-Einstellungen nach dem Update kontrollieren

Bei HP-Geräten lässt sich die entscheidende Konfiguration meist direkt im Setup-Menü überprüfen. Der Weg führt in der Regel über F10 beim Start. Je nach Modell heißen die Menüpunkte leicht anders, die Logik bleibt jedoch ähnlich. Wichtig ist, nicht mehrere Punkte gleichzeitig zu ändern, sondern jede Anpassung nachvollziehbar zu halten.

  • TPM beziehungsweise Security Device: aktiviert lassen.
  • Secure Boot: eingeschaltet lassen.
  • Legacy-Start oder CSM: nach Möglichkeit deaktiviert lassen, wenn Windows im UEFI-Modus installiert wurde.
  • Bootreihenfolge: Das Windows-Laufwerk an erste Stelle setzen.
  • Firmware-Standardeinstellungen nur dann laden, wenn die aktuellen Werte unklar sind.

Nach Änderungen sollte der Rechner vollständig ausgeschaltet und erneut gestartet werden. Ein einfacher Neustart reicht nicht immer aus, weil die Firmware manche Werte erst nach einem vollständigen Power-Cycle sauber übernimmt.

BitLocker temporär aus dem Startprozess nehmen

Wenn das System nach der Schlüsselabfrage direkt wieder in die Schleife fällt, hilft häufig ein gezieltes Anhalten des Schutzes, bevor weitere Firmware-Änderungen vorgenommen werden. Das geht nur, wenn Windows noch einmal erreichbar ist oder über die Eingabeaufforderung aus der Wiederherstellungsumgebung.

Anleitung
1Am Wiederherstellungsbildschirm die Schlüssel-ID ablesen.
2Mit dem Microsoft-Konto oder dem Verwaltungsportal vergleichen.
3Den passenden 48-stelligen Schlüssel bereithalten.
4Den Code ohne Leerzeichen und ohne zusätzliche Zeichen eingeben.

In einer laufenden Windows-Session lässt sich BitLocker über die Verwaltung der Laufwerksverschlüsselung anhalten. Der Ablauf führt typischerweise über die Systemsteuerung oder die Einstellungen für den Geräteschutz. Nach dem Anhalten kann man BIOS-Werte anpassen, den Rechner neu starten und den Schutz danach wieder aktivieren.

Bei Eingriffen über die Wiederherstellungsumgebung hilft oft die Eingabeaufforderung mit den passenden Verwaltungsbefehlen. Dort kann das geschützte Laufwerk zunächst entsperrt und danach die Sicherung vorübergehend deaktiviert werden. Wer diesen Weg nutzt, sollte sehr gezielt arbeiten, damit nicht versehentlich die gesamte Verschlüsselung entfernt wird.

Typische Stolpersteine nach einem HP-Firmware-Update

Viele Systeme zeigen nicht wegen eines einzigen Fehlers die Schleife, sondern wegen einer Kombination aus kleinen Änderungen. Besonders häufig wirken diese Punkte zusammen:

  • TPM wurde zurückgesetzt oder neu initialisiert.
  • Secure Boot hat sich nach dem Update auf einen anderen Modus gestellt.
  • Die UEFI-Startumgebung wurde auf Legacy umgestellt.
  • Ein Dock, eine externe SSD oder ein USB-Stick verändert die Startreihenfolge.
  • Das BIOS wurde auf Standardwerte geladen, ohne die Windows-Startart zu berücksichtigen.

Auch Peripherie kann den Start beeinflussen. Deshalb lohnt es sich, alle nicht benötigten USB-Geräte, Speichermedien und Docking-Lösungen einmal zu entfernen und den Rechner direkt am Hauptgerät zu starten. So lässt sich leichter erkennen, ob das Firmware-Update oder ein zusätzliches Startmedium die Abfrage auslöst.

Schutz wieder sauber aktivieren

Wenn Windows wieder normal startet, sollte der Schutz nicht einfach dauerhaft deaktiviert bleiben. Sinnvoll ist vielmehr, die Konfiguration einmal vollständig zu stabilisieren. Danach kann BitLocker erneut geprüft und bei Bedarf wieder aktiviert werden. Auf diese Weise bleibt das Laufwerk gegen unbefugten Zugriff abgesichert, ohne bei jedem Neustart einen Alarm auszulösen.

Nach der erfolgreichen Rückkehr in Windows empfiehlt sich diese Reihenfolge:

  1. Den Start einmal komplett ohne externe Geräte testen.
  2. Im Sicherheitsbereich nachsehen, ob BitLocker aktiv und korrekt zugeordnet ist.
  3. Den Schutz nur dann wieder einschalten, wenn BIOS und TPM stabil laufen.
  4. Den Wiederherstellungsschlüssel sicher an einem zweiten Ort hinterlegen.

Wer ein Firmenkonto verwendet, sollte zusätzlich prüfen, ob der Schlüssel im Verwaltungsportal vollständig dokumentiert ist. Fehlt dort ein Eintrag, kann ein späteres Firmware-Update erneut zur Sperre führen, obwohl das Gerät technisch einwandfrei startet.

Wann sich ein Rollback oder ein Support-Schritt lohnt

Bleibt die Schleife trotz korrektem Schlüssel, sauber gesetztem TPM und unverändertem Secure Boot bestehen, kann das BIOS-Update selbst fehlerhaft gewesen sein. Dann ist ein Rückschritt auf die vorherige Firmware sinnvoll, sofern HP dieses Vorgehen für das Modell vorsieht. Alternativ hilft oft der HP-Support mit einem passenden Wiederherstellungsweg oder einer bekannten BIOS-Kombination für das betroffene Gerät.

Vor einem Rollback sollte man die aktuelle BIOS-Version, die exakte Modellbezeichnung und die von Windows gemeldeten Startmeldungen notieren. Diese Angaben erleichtern die Einordnung und sparen Zeit, falls der Rechner in die Werkstatt muss oder ein Administrator die Freigabe übernehmen soll.

Wer alle Schritte in dieser Reihenfolge abarbeitet, kann die Startschleife meist sauber auflösen und die Sicherheitsfunktionen danach wieder im regulären Betrieb nutzen.

Nach dem Update den Startpfad sauber prüfen

Ein Firmware-Update verändert auf HP-Geräten nicht nur einzelne Menüpunkte im UEFI, sondern oft auch die Reihenfolge, in der das System Boot-Einträge abarbeitet. Genau an dieser Stelle gerät Windows 11 mit aktivem Schutzmechanismus manchmal in eine Schleife, weil das Gerät nach dem Neustart einen anderen Startzustand meldet als zuvor. Darum lohnt sich zuerst ein sauberer Blick auf den Startpfad, bevor weitere Änderungen vorgenommen werden.

Öffnen Sie im UEFI die Bereiche für Boot Options, Boot Order oder UEFI Boot Sources und prüfen Sie, ob die Windows-Startumgebung noch an erster Stelle steht. Bei vielen HP-Modellen reicht schon eine geänderte Priorität von USB, Netzwerk oder internen Diagnoseeinträgen, damit die Sicherheitsprüfung erneut anläuft. Entscheidend ist, dass die Systemplatte als UEFI-Startziel erhalten bleibt und keine Legacy-Option unbeabsichtigt aktiv ist.

  • UEFI-Startmodus aktiviert lassen.
  • Windows Boot Manager an die erste Position setzen.
  • Temporäre Startmedien wie USB-Sticks abziehen.
  • Netzwerkstart und andere Sonderpfade nur einschalten, wenn sie gebraucht werden.

Gerade nach einem BIOS-Austausch oder einem automatischen Firmware-Paket kann es vorkommen, dass der Rechner zwar korrekt hochfährt, die Sicherheitsabfrage aber beim nächsten Neustart erneut erscheint. Dann ist nicht zwingend der Schutz selbst defekt, sondern der gespeicherte Bootpfad passt nicht mehr zur tatsächlichen Konfiguration. Ein schneller Abgleich spart hier oft mehrere Neustarts.

TPM und Secure Boot im Zusammenspiel kontrollieren

Windows 11 stützt sich stark auf das Trusted Platform Module und auf Secure Boot. Beide Komponenten werden von BIOS-Aktualisierungen gern indirekt berührt, etwa durch zurückgesetzte Standards, veränderte Schlüssel oder eine geänderte Firmware-Reihenfolge. Wer nach einem HP-Update wieder in einer Anmelde- oder Wiederherstellungsabfrage landet, sollte deshalb nicht nur den BitLocker-Status ansehen, sondern auch TPM und Secure Boot gemeinsam prüfen.

Im UEFI finden sich diese Punkte meist unter Security, System Configuration oder Advanced. Dort sollte das Modul als aktiv angezeigt werden, und Secure Boot sollte eingeschaltet bleiben, sofern das Gerät im normalen Windows-11-Betrieb läuft. Wird Secure Boot nach einem Update versehentlich deaktiviert, bewertet das System die Plattform als verändert. Das kann ausreichen, um den Schutzschlüssel neu anzufordern.

  1. UEFI öffnen und den Sicherheitsbereich aufrufen.
  2. TPM-Status prüfen und falls vorhanden die Firmware-Variante bestätigen.
  3. Secure Boot kontrollieren und auf aktiv setzen.
  4. Speichern, neu starten und den Bootvorgang erneut beobachten.

Bei manchen HP-Geräten werden TPM-bezogene Einträge nach einem Firmwarewechsel unter neuen Bezeichnungen geführt, etwa als fTPM, PTT oder TPM Device. Wichtig ist nicht der Name, sondern der aktive Zustand. Wer hier unabsichtlich zwischen verschiedenen Plattformmodi wechselt, erzeugt zusätzliche Schutzabfragen und im Extremfall eine erneute Gerätebindung.

Windows-Seite des Schutzes aufräumen und den Zustand neu bewerten

Der Schutzmechanismus hängt nicht allein vom BIOS ab, sondern auch von den in Windows gespeicherten Messwerten. Deshalb sollte nach einem Firmwarewechsel geprüft werden, ob die Systempartitionen, Wiederherstellungseinträge und die BitLocker-Verwaltung noch zusammenpassen. Ein sauberer Blick auf die Laufwerksverschlüsselung in den Systemeinstellungen reicht dafür nicht immer aus; hilfreicher ist die Kombination aus grafischer Oberfläche und Eingabeaufforderung mit erhöhten Rechten.

In der Verwaltung der Laufwerksverschlüsselung lässt sich ablesen, ob der Schutz aktiv, ausgesetzt oder bereits auf Wiederaufnahme vorbereitet ist. Ergänzend gibt die Konsole über manage-bde -status und manage-bde -protectors -get C: Auskunft darüber, ob nur ein Schutzmechanismus vorhanden ist oder mehrere Schlüsselarten hinterlegt sind. Genau dieser Unterschied ist wichtig, denn nach einem BIOS-Update kann ein veralteter Schutzanker noch vorhanden sein, obwohl der Rechner längst mit neuer Firmware startet.

  • Systemsteuerung oder Einstellungen öffnen und die Laufwerksverschlüsselung prüfen.
  • In einer administrativen Eingabeaufforderung manage-bde -status ausführen.
  • Mit manage-bde -protectors -get C: die aktiven Schutzarten anzeigen.
  • Prüfen, ob ein Wiederherstellungsschlüssel im MDM, in Microsoft-Konto, Entra ID oder Active Directory hinterlegt ist.

Falls mehrere Festplatten oder zusätzliche Datenlaufwerke verschlüsselt sind, sollte jedes Volumen einzeln betrachtet werden. Ein Problem auf Laufwerk C: kann sich anders verhalten als auf einer zweiten SSD oder einer extern angeschlossenen Speicherlösung. Besonders bei Geräten mit werkseitig vorinstallierter Software sind mehrere Schutzkonfigurationen parallel möglich, die sich nach einem Firmwarewechsel unterschiedlich verhalten.

HP-spezifische Funktionen und Firmware-Optionen gezielt anpassen

HP verteilt auf vielen Geräten nicht nur klassische BIOS-Versionen, sondern auch Pakete mit Management- und Sicherheitskomponenten. Je nach Modell kann es nach einem Update sinnvoll sein, Funktionen wie Fast Boot, Legacy Support, Virtualization Technology oder herstellerspezifische Schutzoptionen zu überprüfen. Nicht jede dieser Einstellungen wirkt direkt auf die Verschlüsselung, aber einige verändern das Startverhalten so deutlich, dass Windows den Zustand als unerwartet einstuft.

Wird ein Gerät im Zuge des Updates auf Standardwerte zurückgesetzt, sollten folgende Punkte besonders sorgfältig angesehen werden:

  • Boot Mode: nur UEFI verwenden, sofern das System bereits darauf eingerichtet ist.
  • Secure Boot: aktiviert lassen, wenn kein spezieller Gegenfall vorliegt.
  • TPM State: aktiv und initialisiert halten.
  • Fast Boot: bei Fehlersuche testweise deaktivieren, damit alle Prüfungen sauber laufen.
  • USB Boot und Network Boot: nur nutzen, wenn sie benötigt werden.

Auch die HP-eigenen Tools im Betriebssystem sollten nicht übersehen werden. Programme für Firmwareverwaltung, Diagnosen oder Systemschutz können nach einem Update eine erneute Initialisierung anstoßen. Wer mehrere Hilfsprogramme parallel installiert hat, sollte prüfen, ob eines davon einen Neustart mit veränderten Sicherheitswerten vorbereitet oder eine andere Firmwareversion anzeigt als das UEFI selbst.

Sinnvoll ist außerdem ein Blick in die Update-Historie von Windows. Ein gleichzeitig eingespieltes Treiberpaket oder ein Sicherheitsupdate kann die Lage verändern, weil der Schutzmechanismus auf kombinierte Änderungen reagiert. Deshalb nicht nur den BIOS-Zeitpunkt notieren, sondern auch die letzten Windows-Installationen vergleichen.

Sauberer Ablauf für die Wiederaufnahme ohne erneute Schleife

Nach den Prüfungen sollte der Schutz nicht einfach blind wieder eingeschaltet werden. Besser ist ein geordneter Ablauf, damit Windows die neue Gerätekonfiguration als vertrauenswürdig speichert. Zuerst müssen Firmwarezustand, Bootreihenfolge und TPM konsistent sein. Erst danach lohnt es sich, die Laufwerksverschlüsselung wieder in den normalen Modus zu überführen.

  1. Alle externen Startmedien entfernen und das Gerät vollständig neu starten.
  2. Im UEFI prüfen, ob keine weiteren Änderungen mehr anstehen.
  3. In Windows als Administrator eine Schutzprüfung anstoßen.
  4. Mit manage-bde -protectors -disable C: den Schutz nur vorübergehend anhalten, falls noch ein letzter Reboot nötig ist.
  5. Nach dem Neustart mit manage-bde -protectors -enable C: die Sicherung wieder aktivieren.
  6. Danach erneut starten und kontrollieren, ob das System ohne Rückfrage hochfährt.

Wird das Laufwerk dabei nicht freigegeben oder erscheinen wiederkehrend identische Abfragen, sollte die Schutzkonfiguration neu aufgebaut werden. In solchen Fällen ist es oft besser, vorhandene Schutzgeber zu dokumentieren, alte Einträge zu entfernen und den aktuellen Schlüssel sauber neu zu registrieren, statt mehrere halb aktive Zustände beizubehalten.

Nach erfolgreicher Wiederaufnahme ist ein Kontrollstart wichtig. Dabei sollte das Gerät einmal vollständig herunterfahren, anschließend ohne Tastatureingriff starten und erst danach wieder normal genutzt werden. So zeigt sich, ob die Änderung wirklich dauerhaft greift oder nur ein einzelner Startvorgang geglättet wurde.

FAQ

Warum landet Windows 11 nach einem Firmware-Update wieder in der Wiederherstellung?

Nach einem BIOS-Update kann sich die Startumgebung so ändern, dass BitLocker den nächsten Bootvorgang als sicherheitsrelevant einstuft. Dann verlangt Windows den Wiederherstellungsschlüssel, bevor der normale Start fortgesetzt wird.

Welche Einstellung im HP-BIOS sollte zuerst geprüft werden?

Wichtig sind vor allem die UEFI-Startart, Secure Boot, TPM-bezogene Optionen und die Boot-Reihenfolge. Schon eine kleine Abweichung von den vorherigen Werten reicht aus, damit BitLocker den Schutzpfad neu bewertet.

Wie finde ich den richtigen BitLocker-Schlüssel?

Bei privaten Microsoft-Konten liegt der Schlüssel häufig im Online-Konto unter den Wiederherstellungsdaten. In Firmenumgebungen befindet er sich meist in Entra ID, Active Directory oder einer internen Inventarisierungslösung.

Was sollte ich vor einem erneuten Startversuch notieren?

Hilfreich sind die genaue HP-Modellbezeichnung, die BIOS-Version vor und nach dem Update, die angezeigten Fehlermeldungen und alle geänderten UEFI-Optionen. Diese Angaben erleichtern die Einordnung, falls der Rechner wieder in die Schleife fällt.

Kann ich BitLocker kurz deaktivieren, ohne meine Daten zu gefährden?

Ja, über die Laufwerksverschlüsselung lässt sich der Schutz in vielen Fällen vorübergehend aussetzen, damit ein Firmware- oder Konfigurationswechsel nicht sofort erneut geprüft wird. Danach sollte der Schutz wieder aktiviert und ein normaler Systemstart getestet werden.

Wo finde ich die BitLocker-Verwaltung in Windows 11?

Die Verwaltung ist über die Suche nach „BitLocker“ erreichbar, oft auch über die Systemsteuerung im Bereich „BitLocker-Laufwerkverschlüsselung“. Auf manchen Geräten führt der Weg zusätzlich über Windows-Sicherheit und Geräteverschlüsselung.

Woran erkenne ich, ob TPM oder Secure Boot die Auslösung verursacht haben?

Im BIOS und in der Windows-Geräteverwaltung lässt sich prüfen, ob das TPM vorhanden, aktiv und fehlerfrei initialisiert ist. Wenn Secure Boot oder die TPM-Konfiguration nach dem Update anders gesetzt sind als zuvor, ist das ein typischer Auslöser für die erneute Schlüsselabfrage.

Hilft ein erneutes Speichern der BIOS-Einstellungen?

Ja, häufig genügt es schon, die vorherigen Werte wiederherzustellen und das BIOS anschließend sauber zu speichern und zu verlassen. Dadurch werden manche Firmware-Änderungen erst vollständig übernommen und die Startkette wieder konsistent aufgebaut.

Was mache ich, wenn der Schlüssel akzeptiert wird, der Rechner aber erneut nicht startet?

Dann liegt das Problem oft nicht mehr am Schlüssel selbst, sondern an der Startkonfiguration, einer beschädigten Boot-Information oder an einem fehlgeschlagenen Firmware-Schritt. In diesem Fall helfen ein erneuter BIOS-Abgleich, die Prüfung der Windows-Startreparatur und gegebenenfalls ein kontrollierter Rücksprung auf die vorherige BIOS-Version.

Welche Rolle spielt ein HP-spezifisches Firmware-Tool?

HP-Tools für BIOS-Updates können zusätzlich prüfen, ob das Modell die installierte Version vollständig unterstützt und ob bestimmte Vorbedingungen erfüllt sind. Besonders bei wiederkehrenden Startproblemen lohnt sich ein Blick in die Update-Historie und die vom Hersteller freigegebenen Versionen.

Wann sollte der Support eingeschaltet werden?

Wenn der Wiederherstellungsschlüssel mehrfach korrekt eingegeben wurde und das Gerät trotzdem nicht in den normalen Betrieb kommt, ist eine fachliche Prüfung sinnvoll. Das gilt auch, wenn das BIOS keine plausiblen Änderungen mehr zeigt, der Start aber weiterhin in derselben Schleife endet.

Fazit

Nach einem BIOS-Update sollte nicht nur der Schlüssel bereitliegen, sondern auch die gesamte Startkonfiguration sauber überprüft werden. Wer UEFI, TPM, Secure Boot und die BitLocker-Situation systematisch abgleicht, löst die meisten Fälle ohne Datenverlust. Bleibt der Rechner trotz korrekter Eingaben in der Schleife, sprechen die Zeichen eher für ein Firmware- oder Bootproblem als für ein reines BitLocker-Thema.

Checkliste
  • BIOS-Version nach dem Update notieren.
  • Prüfen, ob TPM im Firmware-Menü aktiv ist.
  • Kontrollieren, ob Secure Boot weiterhin eingeschaltet bleibt.
  • Abgleichen, ob die Startreihenfolge unverändert ist.
  • Den BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel vor dem nächsten Start bereitstellen.

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