Warum bleibt das Bild der Grafikkarte schwarz?

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 26. Juni 2026, zuletzt aktualisiert: 26. Juni 2026

Ein schwarzer Bildschirm nach dem Start hat meist eine klare Ursache: Entweder kommt kein Signal am Monitor an, die Karte sitzt nicht sauber im Slot, oder ein Kabel, ein Anschluss oder die Stromversorgung macht Ärger. Am besten gehst du zuerst die einfachen Punkte durch, bevor du tiefer ins System eingreifst.

Wichtig ist, das Problem sauber einzugrenzen. Prüfe zunächst Monitor, Kabel, Anschluss und Strom, danach die Karte selbst und erst danach Einstellungen im System oder am Mainboard.

Die häufigsten Ursachen im schnellen Überblick

Ein fehlendes Bild muss nicht sofort auf einen Defekt hindeuten. Oft steckt ein banaler Auslöser dahinter, zum Beispiel ein lockeres DisplayPort-Kabel, der falsche Eingang am Monitor oder ein nicht angeschlossenes Zusatzstromkabel an der Karte.

  • Monitor zeigt den falschen Eingang an
  • Kabel sitzt nicht fest oder ist beschädigt
  • Grafikkarte hat keinen zusätzlichen Strom
  • Karte steckt nicht korrekt im PCIe-Slot
  • Das Mainboard startet über eine andere Anzeigequelle
  • Treiber- oder Firmware-Probleme verhindern die Ausgabe

Erst Monitor und Signalweg prüfen

Beginne immer beim Monitor. Schalte ihn komplett aus und wieder ein, teste einen anderen Eingang und kontrolliere, ob am Gerät der passende Anschluss ausgewählt ist. Viele Bildprobleme entstehen schon dort, weil der Monitor zwar an ist, aber kein aktives Signal empfängt.

Danach wechselst du das Kabel, falls du ein Ersatzkabel hast. Ein defektes HDMI- oder DisplayPort-Kabel kann ein Bild komplett unterdrücken, obwohl der Rechner normal läuft. Auch der Port an Monitor und Grafikkarte selbst kann die Ursache sein, deshalb lohnt sich ein Test mit einem zweiten Anschluss.

So prüfst du die Stromversorgung der Karte

Bei leistungsstarken Modellen reicht der Slot allein oft nicht aus. Kontrolliere, ob alle PCIe-Stromstecker fest sitzen und vollständig eingerastet sind. Ein halb eingesteckter Stecker kann dazu führen, dass der Rechner zwar startet, die Karte aber kein verwertbares Signal liefert.

Wenn dein Netzteil mehrere Leitungen für die Karte bereitstellt, nutze möglichst die vorgesehenen Anschlüsse und keine improvisierten Adapterlösungen. Bei älteren oder knapp dimensionierten Netzteilen können Lastspitzen ebenfalls dazu führen, dass die Ausgabe ausbleibt.

Sitz der Grafikkarte kontrollieren

Wenn das Kabel und die Stromversorgung stimmen, folgt der Blick ins Gehäuse. Trenne den Rechner vom Strom, öffne das Gehäuse und prüfe, ob die Karte gerade und fest im PCIe-Slot sitzt. Schon ein minimal schiefer Sitz kann reichen, damit die Kontakte nicht sauber greifen.

Anleitung
1Monitor einschalten und den richtigen Eingang wählen.
2Kabel an beiden Enden fest einstecken.
3Anderen Anschluss oder ein anderes Kabel testen.
4Grafikkarten-Stromstecker kontrollieren.
5Karte im Slot neu einsetzen — Prüfe anschließend das Ergebnis und wiederhole bei Bedarf die entscheidenden Schritte.

Achte auch auf die Verriegelung am Slot. Sie muss hörbar oder sichtbar eingerastet sein. Falls die Karte kürzlich ausgebaut wurde, ist ein erneutes Einsetzen oft der schnellste Weg zur Diagnose.

Worauf du beim Mainboard achten solltest

Manche Systeme geben das Bild zunächst über die integrierte Grafik aus, andere bevorzugen direkt die Steckkarte. Wenn dein Prozessor eine eigene Grafikfunktion besitzt, teste den Monitor einmal am Mainboard-Ausgang, um das Systemverhalten einzugrenzen. So erkennst du schneller, ob das Problem an der Karte oder an einer anderen Komponente liegt.

Bei einem neuen Aufbau kann auch das BIOS beziehungsweise UEFI eine Rolle spielen. Dort kann eine andere primäre Anzeigequelle eingestellt sein. Solche Anpassungen solltest du aber nur vornehmen, wenn du genau weißt, welche Hardware verbaut ist und wie das System aktuell startet.

Treiber und Windows als Fehlerquelle eingrenzen

Wenn der Rechner zwar hochfährt, aber erst nach dem Laden von Windows kein Bild mehr zeigt, liegt die Ursache eher bei Treiber oder Anzeigeeinstellung. Starte den abgesicherten Modus, falls möglich, und prüfe dort den Grafikkartentreiber. Ein beschädigter oder unpassender Treiber kann die Ausgabe stören.

Nach einem größeren Update lohnt sich außerdem ein Blick auf die aktuelle Treiberversion. Installiere den Treiber sauber neu, wenn das System zuvor noch funktioniert hat und der Fehler plötzlich aufgetreten ist. Vor Änderungen an Treibern ist ein Wiederherstellungspunkt oder ein aktuelles Backup sinnvoll.

Wenn die Karte zwar läuft, aber kein Bild liefert

Es gibt Fälle, in denen Lüfter drehen und LEDs leuchten, der Bildschirm aber dunkel bleibt. Dann ist die Karte nicht automatisch defekt. Auch ein falscher Ausgang am Adapter, ein nicht unterstütztes Kabel oder ein Problem mit dem Monitorprofil kann die Ursache sein.

Teste nach Möglichkeit jeden Ausgang der Karte einzeln. Manche Karten verhalten sich bei bestimmten Ports unterschiedlich, besonders nach einem Umbau oder nach längerer Lagerung. Auch ein anderer Monitor hilft bei der Abgrenzung, weil du so den gesamten Signalweg austauschst.

Schrittfolge, die sich in der Praxis bewährt

  1. Monitor einschalten und den richtigen Eingang wählen
  2. Kabel an beiden Enden fest einstecken
  3. Anderen Anschluss oder ein anderes Kabel testen
  4. Grafikkarten-Stromstecker kontrollieren
  5. Karte im Slot neu einsetzen
  6. Anderen Monitor oder Mainboard-Ausgang nutzen
  7. Treiber im abgesicherten Modus prüfen
  8. UEFI-Einstellungen nur bei Bedarf anpassen

Diese Reihenfolge spart Zeit, weil du zuerst ohne Risiko arbeitest und erst später tiefer ins System gehst. So trennst du schnell zwischen Anzeigeproblem, Kontaktproblem, Stromproblem und Softwarefehler.

Wann ein Defekt wahrscheinlicher wird

Bleibt der Bildschirm selbst mit anderem Kabel, anderem Monitor und korrekt sitzender Karte dunkel, steigt der Verdacht auf einen Hardwarefehler. Typische Hinweise sind wiederholte Startabbrüche, ungewöhnliche Signaltöne des Mainboards oder sichtbare Schäden an Steckern und Kontakten.

In diesem Fall hilft oft nur der Test in einem anderen PC oder der Einsatz einer Ersatzkarte. So lässt sich sauber feststellen, ob die Grafikkarte selbst oder eine andere Komponente das Problem verursacht.

Was du lieber nicht vorschnell ändern solltest

Vermeide blindes Herumprobieren im BIOS, unnötige Registry-Eingriffe oder das Löschen von Treibern ohne Plan. Solche Schritte bringen selten sofort ein Bild zurück und können die Diagnose sogar erschweren. Sicherer ist es, zuerst die Hardwareseite abzuarbeiten und Änderungen am System nur gezielt vorzunehmen.

Wenn der Rechner noch startet, aber der Bildschirm dunkel bleibt, ist ein geordnetes Vorgehen meist der beste Weg. So erkennst du schneller, ob nur ein Anschluss falsch gewählt ist oder ob die Karte tatsächlich geprüft werden muss.

Anzeigeweg und Anschlussart sauber abgleichen

Bevor tiefer an der Hardware gesucht wird, lohnt sich ein Blick auf den gesamten Signalweg. Ein System kann ordnungsgemäß starten und trotzdem kein Bild liefern, weil das Bildsignal am falschen Ausgang hängt oder der Monitor auf den falschen Eingang festgelegt ist. Gerade bei modernen Karten mit mehreren Buchsen entstehen Fehler oft dort, wo das Kabel steckt und nicht an der Grafikkarte selbst.

Prüfe zuerst, ob der Monitor tatsächlich den Eingang nutzt, an dem das Kabel angeschlossen ist. Viele Geräte behalten die letzte Eingangsquelle nicht zuverlässig oder schalten nach einem Neustart auf HDMI, obwohl das Kabel an DisplayPort hängt. Teste außerdem nach Möglichkeit ein anderes Kabel und einen anderen Port. Ein einzelner defekter Anschluss reicht aus, damit der Bildschirm dunkel bleibt.

  • Monitor-Menü öffnen und Eingang manuell wählen
  • Anderes Kabel verwenden, nicht nur einen anderen Adapter
  • Direkt an der Karte anschließen, nicht am Mainboard-Ausgang
  • Falls Adapter nötig sind, einen hochwertigen und passenden Typ nutzen
  • Bei mehreren Monitoren zunächst nur einen einzigen Bildschirm verbinden

Strompfade, Netzteil und Steckverbindungen vollständig prüfen

Eine Grafikkarte kann teilweise mit Strom versorgt werden und dennoch nicht korrekt initialisieren. Das passiert zum Beispiel, wenn ein 6-Pin- oder 8-Pin-Stecker zwar steckt, aber nicht richtig eingerastet ist oder das Netzteil unter Last einbricht. Auch Y-Kabel, lose Verlängerungen und billige Adapter verursachen Fehlerbilder, die sich wie ein Kartenproblem anfühlen, aber in Wahrheit aus der Versorgung kommen.

Kontrolliere, ob alle benötigten PCIe-Stromstecker anliegen und ob sie mit hör- oder fühlbarem Klick sitzen. Achte darauf, dass keine CPU-Stromkabel versehentlich im Bereich der Karte landen, denn die Stecker sehen je nach Netzteil ähnlich aus, sind aber nicht austauschbar. Bei älteren oder sehr leistungsstarken Modellen lohnt sich ein Blick auf die Netzteilleistung und die vorhandenen getrennten Stromschienen.

  1. Netzteil vollständig vom Strom trennen.
  2. Alle PCIe-Stecker an der Karte herausnehmen und erneut einsetzen.
  3. Kabel auf Knicke, Hitzeverfärbungen oder beschädigte Kontakte prüfen.
  4. Falls vorhanden, jede Strombuchse der Karte einzeln versorgen.
  5. Nach dem Start auf ungewöhnliche Geräusche oder Abschaltungen achten.

Wer ein modulares Netzteil nutzt, sollte auch die Steckplätze am Netzteilgehäuse kontrollieren. Ein Kabel kann am richtigen Steckerende sitzen und dennoch am Netzteil falsch eingesteckt sein. Das gleiche gilt für neue Kabelsets, die nicht zum verwendeten Modell gehören. Netzteil und Kabel müssen immer zusammenpassen.

BIOS, Initialisierung und Ausgabepriorität gezielt eingrenzen

Manche Systeme geben kein Bild aus, obwohl die Karte elektrisch einwandfrei arbeitet. Dann liegt die Ursache oft in der Initialisierung des Systems. Das Mainboard versucht unter Umständen zuerst die integrierte Grafik zu nutzen oder bleibt bei einer falschen Priorität stehen. Besonders nach BIOS-Änderungen, einem CPU-Wechsel oder dem Einbau einer neuen Karte lohnt sich daher ein Blick in die Firmware-Einstellungen.

Öffne das UEFI-Setup über die dafür vorgesehene Taste und suche nach Einstellungen wie Primary Display, Initial Display Output, iGPU Multi-Monitor oder PEG/PCIe-Auswahl. Je nach Hersteller liegen diese Optionen in den Bereichen für Advanced, Chipset oder Peripherals. Wird eine integrierte Grafik priorisiert, obwohl kein Monitor daran hängt, bleibt der Bildschirm an der dedizierten Karte schwarz.

Hilfreich ist außerdem ein CMOS-Reset, wenn der Rechner früher funktionierte und nach einer Änderung plötzlich kein Bild mehr zeigt. Dabei werden fehlerhafte Startwerte zurückgesetzt. Danach sollte das System mit Standardwerten starten, was die Fehlersuche klarer macht.

  • Im UEFI die primäre Anzeige auf PCIe oder PEG setzen
  • Integrierte Grafik testweise deaktivieren, wenn sie nicht benötigt wird
  • CMOS zurücksetzen, falls Startfehler nach Änderungen auftraten
  • Mit einem einzelnen RAM-Riegel testen, falls das Board nur teilweise initialisiert
  • Falls Debug-LEDs vorhanden sind, deren Status auswerten

Testen, ob die Karte selbst oder das restliche System ausfällt

Die schnellste Eingrenzung gelingt über einen Gegencheck in einem anderen Rechner oder mit einer Ersatzkarte im eigenen System. Bleibt die Karte in einem zweiten PC ebenfalls ohne Bild, spricht das stark für ein Problem an der Karte selbst oder an ihrem Strombedarf. Funktioniert sie dort, liegt die Ursache eher im ursprünglichen Rechner, etwa beim Slot, beim Netzteil oder bei der Firmware.

Auch ohne zweites Komplettsystem lassen sich wichtige Rückschlüsse ziehen. Ein anderes PCIe-Lane-Verhalten, eine abweichende Bildausgabe oder Unterschiede bei den Debug-Anzeigen liefern Hinweise darauf, wo die Kette unterbrochen ist. Wer mehrere Slots auf dem Board hat, kann die Karte außerdem in einem anderen mechanischen Slot testen, sofern das Gehäuse und die Bauform es zulassen.

Bei sehr kompakten Systemen mit wenig Platz entstehen zusätzlich mechanische Probleme. Die Karte kann zwar eingerastet sein, aber durch den Druck des Gehäuses minimal verkantet sitzen. Dann reicht schon eine leichte Spannung auf dem PCB, damit der Kontakt instabil wird. In solchen Fällen hilft es, die Karte außerhalb des Gehäuses noch einmal zu testen.

Typische Befunde richtig lesen und gezielt handeln

Ein schwarzer Bildschirm bedeutet nicht automatisch, dass die GPU defekt ist. Das Bildsignal kann an vielen Stellen unterbrochen werden, bevor überhaupt ein Treiber geladen wird. Daher sollte die Reihenfolge immer vom Einfachen zum Tieferen gehen: Kabel, Monitor, Strom, Sitz, Firmware, Erststart, dann erst Treiber und Betriebssystem.

Einige typische Hinweise helfen bei der Einordnung:

  • Die Lüfter drehen, aber es erscheint kein Logo: Startproblem vor dem Betriebssystem.
  • Der Rechner bootet hörbar, doch der Monitor meldet kein Signal: Signalweg oder Priorität prüfen.
  • Das Bild kommt erst nach langem Warten: Initialisierung oder Speichertraining des Systems möglich.
  • Die Karte wird sehr heiß oder riecht auffällig: sofort ausschalten und nicht weiter testen.
  • Der Rechner startet nur mit einer anderen Karte: Karte, Slot oder Stromversorgung genauer prüfen.

Hilfreich ist auch ein Blick auf die Status-LEDs des Mainboards. Viele Boards zeigen mit CPU-, DRAM-, VGA- oder BOOT-Anzeigen, in welchem Abschnitt das System hängenbleibt. Leuchtet die VGA-Anzeige dauerhaft, ist die Erkennung der Grafikausgabe nicht abgeschlossen. Dann sind Slot, Strom, BIOS-Konfiguration und Karte selbst die ersten Kandidaten.

Sauberer Ablauf für die Fehlersuche ohne unnötige Umwege

Wer strukturiert vorgeht, spart Zeit und vermeidet neue Fehler. Zuerst sollte das System in einen einfachen Minimalaufbau versetzt werden. Dazu gehören Mainboard, Prozessor, ein RAM-Riegel, Netzteil, Grafikkarte und ein einzelner Monitor. Zusätzliche Laufwerke, RGB-Hubs, externe Controller oder unnötige USB-Geräte können für diese Phase abgezogen werden.

Danach folgt die Kontrolle in einer festen Reihenfolge. Erst wird das Kabel auf den richtigen Eingang gelegt, dann die Stromversorgung geprüft, anschließend der Steckplatz kontrolliert und erst danach das UEFI betrachtet. Diese Reihenfolge verhindert, dass man an der falschen Stelle sucht, obwohl nur ein lockerer Stecker die Ursache war.

  1. Nur die nötigen Komponenten angeschlossen lassen.
  2. Ein bekannt funktionierendes Bildkabel verwenden.
  3. Monitor-Eingang manuell festlegen.
  4. PCIe-Stromstecker neu einsetzen.
  5. Karte aus- und wieder einbauen.
  6. UEFI-Einstellungen auf Standard prüfen.
  7. Mit anderer Karte oder anderem Rechner gegenprüfen.

Falls nach diesen Schritten weiterhin kein Bild erscheint, ist die Wahrscheinlichkeit für einen Defekt höher. Dann lohnt sich eine Sichtprüfung auf beschädigte Kontakte, verbogene Slotblenden, Verfärbungen an den Steckern oder ungewöhnliche Geräusche beim Start. Auch ein feiner Haarriss an der Leiterplatte kann zu Startproblemen führen, ohne dass er auf den ersten Blick auffällt.

Was beim Eingrenzen schnell übersehen wird

Manchmal liegt die Ursache außerhalb der eigentlichen Karte, wird aber leicht mit ihr verwechselt. Ein BIOS-Update mit geänderter Grafikausgabe, ein defekter Adapter, ein unpassender Monitor-Modus oder ein Netzteil mit alternder Leistung können denselben Effekt erzeugen wie ein Hardwareausfall. Auch eine neue CPU mit integrierter Grafik kann die Ausgabe umleiten, ohne dass das sofort sichtbar wird.

Ebenso wichtig ist die Unterscheidung zwischen Bildausfall und kompletter Startblockade. Läuft das System bis in Windows hoch, ist der Fehlerpfad anders als bei einem schwarzen Bildschirm direkt nach dem Einschalten. In letzterem Fall helfen Treiberwechsel oder Windows-Reparaturen zunächst kaum weiter. Dann muss zuerst die grundlegende Hardwarekommunikation stabil sein.

Wer systematisch vorgeht, trennt deshalb früh zwischen Start, Initialisierung und laufendem Betrieb. Genau an dieser Stelle wird die Ursache meist sichtbar, ohne dass Bauteile unnötig getauscht werden müssen.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich zuerst, ob das Problem am Monitor oder an der Grafikkarte liegt?

Am schnellsten trennt man beide Bereiche, indem man ein anderes Kabel, einen anderen Anschluss oder einen zweiten Monitor testet. Bleibt das Bild auf mehreren Geräten aus, rückt die Karte selbst stärker in den Fokus. Ein funktionierender Gegencheck spart unnötiges Tauschen an anderen Stellen.

Welche Stromstecker an der Karte sind besonders wichtig?

Viele Modelle benötigen zusätzliche 6-, 8- oder 12VHPWR-Stecker vom Netzteil. Jeder Stecker muss vollständig einrasten, und bei Adapterlösungen sollten alle vorgesehenen Leitungen belegt sein. Ein lockerer oder unvollständig eingesteckter Stromanschluss reicht oft schon für Startprobleme.

Kann eine Grafikkarte laufen, obwohl kein Bild erscheint?

Ja, Lüfterdrehung oder RGB-Beleuchtung beweisen nur, dass an der Karte Spannung anliegt. Das Signal kann trotzdem ausbleiben, etwa wegen eines nicht korrekt sitzenden Steckers, eines BIOS-Problems oder eines Ausfalls im Ausgabeteil. Deshalb sollte man nicht nur auf sichtbare Aktivität achten.

Was prüfe ich am PCIe-Slot auf dem Mainboard?

Die Karte sollte gerade im primären x16-Slot sitzen und von der Halterung sauber fixiert sein. Staub, verbogene Kontakte oder ein Problem mit dem Slot selbst können die Erkennung verhindern. Wer ein zweites kompatibles Board zur Verfügung hat, grenzt so den Fehler sehr schnell ein.

Wie gehe ich vor, wenn der Rechner zwar startet, aber der Bildschirm schwarz bleibt?

Zuerst trennt man unnötige Zusatzgeräte, lässt nur einen Monitor mit einem einzelnen Kabel aktiv und prüft alle Anschlüsse erneut. Danach hilft ein CMOS-Reset, falls das Mainboard ein falsches Ausgabegerät oder eine instabile Einstellung gespeichert hat. Erst danach lohnt sich der Blick auf Treiber, Firmware und die Karte selbst.

Hilft ein BIOS-Update in solchen Fällen?

Ein Update kann helfen, wenn das Mainboard mit der eingesetzten Karte oder einer neuen Generation Probleme hat. Das gilt besonders bei sehr aktuellen GPUs oder nach einem Plattformwechsel. Vorher sollte man aber sicherstellen, dass der Rechner mit einer anderen Grafikausgabe noch sauber erreichbar ist.

Welche Treiberänderungen sind sinnvoll, bevor ich die Hardware austausche?

Ein sauberer Neuaufbau der Grafikkartentreiber ist oft sinnvoller als ein weiteres Installieren darüber. Dafür entfernt man alte Reste im abgesicherten Modus und spielt die passende Version neu auf. In manchen Fällen hilft es zusätzlich, nach einem Windows-Update oder einem Treiberwechsel auf den vorherigen Stand zurückzugehen.

Wie teste ich, ob die Karte selbst einen Defekt hat?

Am zuverlässigsten ist der Test in einem zweiten, bekannten System mit ausreichendem Netzteil und funktionierendem Monitor. Bleibt das Verhalten dort identisch, ist ein Hardwarefehler deutlich wahrscheinlicher. Umgekehrt spricht ein fehlerfreier Start im Zweitrechner eher für ein Problem außerhalb der Karte.

Welche Rolle spielt das Netzteil bei einem Bildausfall?

Ein Netzteil mit zu wenig Leistung oder instabilen Spannungen kann den Start der Grafikausgabe verhindern, obwohl der Rechner scheinbar anläuft. Besonders leistungsstarke Modelle reagieren empfindlich auf schlechte Kabel, Adapter und zu schwache Reserven. Für die Fehlersuche sollte daher auch die Spezifikation des Netzteils geprüft werden.

Wann sollte ich die Einstellungen im UEFI oder BIOS anpassen?

Das ist sinnvoll, wenn das Board auf die integrierte Grafik statt auf die Steckkarte ausgibt oder den falschen PCIe-Primärslot nutzt. Auch Einstellungen wie CSM, Resizable BAR oder feste PCIe-Generationen können bei einzelnen Kombinationen eine Rolle spielen. Änderungen sollten immer einzeln vorgenommen werden, damit sich die Ursache später noch sauber zuordnen lässt.

Was mache ich, wenn alle Schritte keinen Erfolg bringen?

Dann bleibt nur die systematische Eingrenzung mit Ersatzteilen oder eine Prüfung bei einem Fachbetrieb. Wer Netzteil, Monitor, Kabel, Slot und Treiber bereits ausgeschlossen hat, hat die wichtigsten Ursachen abgedeckt. Auf dieser Basis lässt sich ein Austausch viel sicherer entscheiden.

Fazit

Ein ausbleibendes Bild hat selten nur eine einzige Ursache, deshalb führt eine saubere Reihenfolge schneller zum Ziel als wahlloses Austauschen. Wer Signalweg, Stromversorgung, Slot, Firmware und Treiber einzeln prüft, kann die Fehlerquelle meist gut eingrenzen. Bleibt danach immer noch kein Bild, spricht vieles für einen Defekt an der Karte oder eine tiefere Inkompatibilität im System.

Checkliste
  • Monitor zeigt den falschen Eingang an
  • Kabel sitzt nicht fest oder ist beschädigt
  • Grafikkarte hat keinen zusätzlichen Strom
  • Karte steckt nicht korrekt im PCIe-Slot
  • Das Mainboard startet über eine andere Anzeigequelle
  • Treiber- oder Firmware-Probleme verhindern die Ausgabe


Unsere Redaktion

Über 15 Jahre Erfahrung mit Windows- und PC-Problemen aller Art. Wir sind Euer Technikratgeber seit 2009.

Mitarbeiter Porträt Martin Keller

Martin Keller

34, Hamburg, gelernter IT-Systemadministrator und Schachfreund. Mag außerdem gerne gutes Bier.

Mitarbeiter Porträt Daniel Cho

Daniel Cho

29, Frankfurt am Main, Data Analyst. Fotografie-begeistert und Stratege durch und durch. Kann alles.

Mitarbeiterin Porträt Sofia Mendes

Sofia Mendes

27, Köln, Projektmanagerin. Workshop-Junkie und Handy-süchtig. Sprachen-Genie mit italienischen Wurzeln.

Mitarbeiter Porträt Tobias Wagner

Tobias Wagner

36, Stuttgart, Softwareentwickler. Digital Native und PC-Freak durch und durch. Spielt perfekt Gitarre.

Mitarbeiter Porträt Enzokuhle Dlamini

Enzokuhle Dlamini

55, Düsseldorf, Personalmanagerin. Liebt ihren Garten genauso wie WordPress. Geboren in Südafrika.

Mitarbeiter Porträt Joachim Freising

Joachim Freising

52, Bergisch-Gladbach, Teamleiter IT. Technik-affin. Hat für jedes Problem eine Lösung parat. Sehr geduldig.

Unsere Redaktion:

Über 15 Jahre Erfahrung mit Windows- und PC-Problemen aller Art. Wir sind Euer Technikratgeber seit 2009.

Mitarbeiter Porträt Martin Keller

Martin Keller

Mitarbeiter Porträt Daniel Cho

Daniel Cho

Mitarbeiterin Porträt Sofia Mendes

Sofia Mendes

Mitarbeiter Porträt Tobias Wagner

Tobias Wagner

Mitarbeiter Porträt Enzokuhle Dlamini

Enzokuhle Dlamini

Mitarbeiter Porträt Joachim Freising

Joachim Freising

Schreibe einen Kommentar