FFMPEG Download – Windows 11 – Lösung, Erklärung und Anleitung

Lesedauer: 13 Min – Beitrag erstellt: 14. April 2026, zuletzt aktualisiert: 14. April 2026

FFMPEG lässt sich unter Windows 11 in wenigen Minuten einrichten, wenn du weißt, welche Datei du brauchst und wo sie auf dem System landen soll. Für die meisten Nutzer reicht ein vorkompiliertes Paket, das entpackt und über die PATH-Variable eingebunden wird, damit FFMPEG in jeder Eingabeaufforderung funktioniert.

Wenn FFMPEG nach der Installation nicht erkannt wird oder Videos nicht wie erwartet konvertiert, liegt es fast immer an einem falschen Download, einem unpassenden Ordner oder einem vergessenen Umgebungsvariablen-Eintrag.

Was FFMPEG ist und wofür du es unter Windows 11 brauchst

FFMPEG ist ein Kommandozeilenwerkzeug für Audio- und Videoverarbeitung, das ohne grafische Oberfläche arbeitet und eine Vielzahl von Formaten lesen, schreiben und umwandeln kann. Unter Windows 11 eignet es sich für Aufgaben wie Video-Konvertierung, Audio-Extraktion, Transcoding, Streaming-Vorbereitung oder einfache Bearbeitungsschritte wie Schneiden und Skalieren.

Der große Vorteil liegt darin, dass FFMPEG sehr flexibel ist und in Skripten oder automatisierten Abläufen verwendet werden kann. Viele grafische Programme greifen im Hintergrund ebenfalls auf FFMPEG zurück, installieren es aber entweder mit oder erwarten, dass es bereits auf dem System verfügbar ist.

Die richtige FFMPEG-Version für Windows 11 auswählen

Für ein aktuelles Windows 11 wird eine 64-Bit-Version von FFMPEG benötigt, damit sie optimal mit modernen Prozessoren zusammenarbeitet. Wichtig ist außerdem, dass das Paket für Windows kompiliert wurde, da Linux- oder macOS-Varianten nicht kompatibel sind.

Wenn du FFMPEG hauptsächlich zum Umwandeln und Schneiden von Videos verwendest, ist eine „full“-Variante sinnvoll, die möglichst viele Codecs und Filter enthält. Verwendest du es nur gelegentlich, genügt in der Regel bereits ein Standard-Build, der die gängigen Formate wie MP4, MKV, MP3, AAC und WAV unterstützt.

FFMPEG herunterladen und entpacken

Der typische Weg unter Windows 11 besteht darin, ein ZIP-Archiv mit der passenden FFMPEG-Version herunterzuladen und anschließend zu entpacken. In diesem Archiv liegt meist ein Hauptordner, in dem Unterordner wie „bin“, „doc“ und „presets“ enthalten sind.

Eine bewährte Vorgehensweise ist diese Abfolge:

  • ZIP-Datei mit der gewünschten Windows-Variante von FFMPEG herunterladen.
  • Archiv mit dem integrierten Windows-Entpacker oder einem anderen Entpackprogramm öffnen.
  • Den enthaltenen FFMPEG-Ordner an einen festen Ort kopieren, zum Beispiel auf Laufwerk C:.
  • Darauf achten, dass im Unterordner „bin“ die Dateien „ffmpeg.exe“, „ffplay.exe“ und „ffprobe.exe“ liegen.

Viele Nutzer legen sich unter C: einen eigenen Ordner an, etwa „C:Programmeffmpeg“ oder „C:Toolsffmpeg“. Hauptsache, der Ordnername ist stabil, da du später darauf in den Umgebungsvariablen verweist.

FFMPEG unter Windows 11 dauerhaft in den Systempfad einbinden

Damit FFMPEG in jeder Eingabeaufforderung und in PowerShell ohne vollständigen Pfad aufgerufen werden kann, muss der „bin“-Ordner in die PATH-Variable eingetragen werden. Dieser Eintrag sorgt dafür, dass Windows bei jedem Aufruf automatisch in diesem Ordner nach ausführbaren Dateien sucht.

Die Einstellung lässt sich über die erweiterten Systemeigenschaften von Windows 11 vornehmen. Typischer Ablauf:

  • Startmenü öffnen und nach „Umgebungsvariablen für dieses Konto bearbeiten“ oder nach „Systemumgebungsvariablen bearbeiten“ suchen.
  • Im Fenster „Systemeigenschaften“ auf „Umgebungsvariablen“ klicken.
  • In der Liste „Benutzervariablen“ oder „Systemvariablen“ den Eintrag „Path“ auswählen und auf „Bearbeiten“ klicken.
  • Über „Neu“ den Pfad zum „bin“-Ordner von FFMPEG eintragen, zum Beispiel „C:Toolsffmpegbin“.
  • Mit „OK“ alle offenen Dialoge schließen.

Für ein einzelnes Benutzerkonto reicht ein Eintrag in den Benutzervariablen. Wenn FFMPEG für alle Konten auf dem Rechner verfügbar sein soll, ist der Eintrag in den Systemvariablen sinnvoller. Nach der Änderung empfiehlt sich ein erneutes Öffnen der Eingabeaufforderung, damit die neuen Pfade übernommen werden.

Installation kontrollieren und FFMPEG-Version prüfen

Nach dem Einrichten des Pfads solltest du testen, ob Windows 11 FFMPEG korrekt erkennt. Dazu gibst du in einer neuen Eingabeaufforderung oder PowerShell-Sitzung den Befehl „ffmpeg -version“ ein.

Erscheint daraufhin eine Ausgabe mit Versionsnummer, Build-Informationen und einer Liste der unterstützten Konfigurationen, ist der Download und die Einbindung erfolgreich. Erhältst du stattdessen Meldungen wie „ffmpeg wird nicht erkannt“, stimmt entweder der Pfad nicht oder die Eingabeaufforderung verwendet noch eine alte Umgebungsvariablen-Konfiguration.

Erstes Video mit FFMPEG unter Windows 11 umwandeln

Für einen schnellen Praxistest bietet sich eine einfache Konvertierung an, etwa von einer MOV-Datei in eine MP4-Datei. So stellst du sicher, dass sowohl die Eingabe als auch die Ausgabe funktioniert und die wichtigsten Codecs mit an Bord sind.

Ein typischer Ablauf könnte so aussehen:

  • Eine Test-Videodatei, zum Beispiel „video.mov“, in einen gut erreichbaren Ordner legen, etwa „C:Videos“.
  • Eingabeaufforderung öffnen und mit „cd C:Videos“ in diesen Ordner wechseln.
  • Den Befehl „ffmpeg -i video.mov video.mp4“ eingeben und mit Enter bestätigen.
  • Warten, bis FFMPEG die Datei verarbeitet und die neue MP4-Datei im gleichen Ordner ablegt.

Während der Umwandlung zeigt FFMPEG eine laufende Ausgabe mit Zeitstempeln, Geschwindigkeit und geschätzter Restzeit. Wenn die Eingabe- oder Ausgabedatei nicht passt, gibt FFMPEG entsprechende Fehlermeldungen aus, die bei der Ursachenforschung helfen.

Häufige Installationsfehler und wie du sie vermeidest

Fehler beim Einrichten von FFMPEG unter Windows 11 drehen sich meist um Pfade, Archivstruktur oder Verwechslungen von Verzeichnissen. Oft liegt die ausführbare Datei nicht an der erwarteten Stelle oder der Systempfad deutet auf einen falschen Ordner.

Typische Stolperstellen sind:

  • Der gesamte ZIP-Inhalt wird direkt unter „C:ffmpeg.exe“ entpackt, obwohl im Archiv noch ein zusätzlicher Unterordner liegt.
  • Es wird der Hauptordner statt des „bin“-Ordners in die PATH-Variable eingetragen.
  • Es wurde eine 32-Bit-Variante auf einem 64-Bit-System verwendet und alte Reste einer früheren Installation liegen noch im Pfad.
  • Der Eintrag in den Umgebungsvariablen enthält Tippfehler oder überflüssige Leerzeichen.

Wenn FFMPEG nicht gestartet werden kann, lohnt sich ein genauer Blick auf den tatsächlichen Speicherort der „ffmpeg.exe“. Mit einem Doppelklick lässt sie sich testweise auch direkt aus dem „bin“-Ordner starten, um sicherzugehen, dass sie prinzipiell lauffähig ist.

FFMPEG aufräumen, alte Versionen entfernen und sauber neu installieren

Manchmal ist es sinnvoll, eine missglückte Installation zu bereinigen und mit einer frischen Version neu zu beginnen. Das ist besonders ratsam, wenn mehrere verschiedene Versionen im Pfad gelandet sind oder wenn unklar ist, welche Variante gerade aktiv ist.

Eine strukturierte Vorgehensweise kann so aussehen:

  • Alle offenen Eingabeaufforderungen und PowerShell-Fenster schließen.
  • In den Umgebungsvariablen alle alten Pfade entfernen, die auf frühere FFMPEG-Ordner verweisen.
  • Die alten FFMPEG-Ordner auf der Festplatte in einen temporären Archivordner verschieben oder löschen.
  • Die gewünschte aktuelle FFMPEG-Version erneut herunterladen und sauber unter einem neuen Pfad entpacken.
  • Diesen neuen „bin“-Pfad wie beschrieben in die PATH-Variable eintragen.

Nach dieser Bereinigung kannst du mit „ffmpeg -version“ überprüfen, ob nur noch die neu installierte Variante gefunden wird. Wenn in der Ausgabe eine alte Versionsnummer erscheint, existiert irgendwo noch ein verbliebener Eintrag, der vorrangig genutzt wird.

Transcoding von Videos: Häufige Windows-11-Szenarien mit FFMPEG

Unter Windows 11 tauchen häufig wiederkehrende Anforderungen auf, die sich mit FFMPEG elegant lösen lassen. Gerade bei der Verarbeitung von Videodateien entsteht schnell der Wunsch nach einheitlichen Formaten oder geringerer Dateigröße.

Einige typische Anwendungsfälle sind:

  • Umwandlung von MOV, AVI oder MKV in MP4, um bessere Kompatibilität mit Playern und Endgeräten zu erreichen.
  • Reduzierung der Auflösung für kleinere Dateien, etwa von 4K auf Full-HD oder HD.
  • Extraktion der Audiospur, um Podcasts, Hintergrundmusik oder Sprechertext separat zu nutzen.
  • Erstellung kurzer Ausschnitte aus längeren Videos, zum Beispiel für Social-Media-Clips.

Diese Aufgaben lassen sich unter Windows 11 direkt im Benutzerprofil oder auf separaten Datenlaufwerken erledigen. FFMPEG liest und schreibt standardmäßig im aktuellen Verzeichnis, was die Organisation der Dateien erleichtert.

Audio-Spuren unter Windows 11 mit FFMPEG extrahieren

Viele Nutzer benötigen aus einem Video lediglich den Ton, etwa als MP3 oder WAV-Datei. FFMPEG bietet dafür Optionen, die ohne zusätzliche Umwege funktionieren und die bestehende Audioqualität möglichst beibehalten.

Ein üblicher Ansatz ist, die Videodatei als Eingabe zu verwenden und eine reine Audiodatei auszugeben, beispielsweise:

  • „ffmpeg -i video.mp4 audio.mp3“ für eine MP3-Datei.
  • „ffmpeg -i video.mp4 -acodec copy audio.aac“ für das Übernehmen der Original-Audiospur ohne Neukodierung.

Je nach Ausgangsmaterial stehen verschiedene Codecs zur Verfügung. Mit der Option „-acodec copy“ übernimmt FFMPEG die vorhandene Audiospur, was bei passendem Zielformat schneller und ohne Qualitätsverlust funktioniert.

Videos für Social Media mit FFMPEG vorbereiten

Unter Windows 11 werden häufig Videos aufgezeichnet, die später auf Plattformen mit begrenzten Dateigrößen oder festen Längenbeschränkungen landen. FFMPEG eignet sich gut, um diese Aufnahmen passend zurechtzuschneiden und in gängige Formate zu bringen.

Praktische Einstellungen sind zum Beispiel:

  • Verkürzung auf einen bestimmten Zeitabschnitt mit Startzeit und Dauer.
  • Skalierung auf eine gewünschte Auflösung, etwa 1080×1920 für vertikale Clips.
  • Anpassung der Bitrate, um Dateigrößenbeschränkungen einzuhalten.

Durch Kombination dieser Optionen lässt sich aus einem langen Querformat-Video ein kurzer Hochformat-Clip erzeugen, der optimal auf Smartphones angezeigt wird. Die Steuerung erfolgt vollständig über Befehlszeilenparameter, wodurch sich einmal gefundene Einstellungen gut wiederverwenden lassen.

Zusammenspiel mit grafischen Tools unter Windows 11

Auch wenn FFMPEG als Kommandozeilenprogramm arbeitet, nutzen viele Windows-11-Anwendungen die Bibliotheken im Hintergrund. Manche Programme bringen eigene Kopien mit, andere greifen auf eine systemweit verfügbare Installation zurück.

Wenn ein Programm nach dem Speicherort von FFMPEG fragt, kannst du einfach den Pfad zum „ffmpeg.exe“-Programm angeben, der im „bin“-Ordner liegt. Das Programm nutzt dann diese Installation, ohne dass du zusätzliche Konfigurationen vornehmen musst.

Mit Batch-Dateien wiederkehrende Aufgaben automatisieren

Auf einem Windows-11-Rechner bietet es sich an, häufig benötigte FFMPEG-Befehle in Batch-Dateien zu speichern. Dadurch reicht später ein Doppelklick, um eine wiederkehrende Aufgabe für eine ganze Reihe von Videos zu starten.

Eine typische Vorgehensweise könnte so aussehen:

  • Einen neuen Texteditor öffnen und den gewünschten FFMPEG-Befehl eintragen, zum Beispiel mit Platzhalter für Eingabe und Ausgabe.
  • Datei als „konvertieren.bat“ im gleichen Ordner wie die Videodateien speichern.
  • Die Batch-Datei per Doppelklick starten, um alle benötigten Konvertierungen auszulösen.

So kannst du etwa alle MOV-Dateien in einem Ordner in MP4-Dateien umwandeln, indem du in einer Schleife jede Datei verarbeitet lässt. Das spart Zeit, wenn regelmäßig Videos von Kameras oder Smartphones importiert werden.

Dateipfade und Sonderzeichen unter Windows 11 sauber handhaben

Unter Windows 11 führen Leerzeichen und Sonderzeichen in Ordnernamen gelegentlich zu Problemen, wenn sie in Befehlszeilen ohne Anführungszeichen verwendet werden. FFMPEG interpretiert solche Pfade dann unter Umständen falsch, was in Fehlermeldungen über nicht gefundene Dateien endet.

Um das zu vermeiden, hat sich folgendes Vorgehen bewährt:

  • Dateipfade mit Leerzeichen immer in doppelte Anführungszeichen setzen, etwa „C:Meine VideosUrlaub.mp4“.
  • Nach Möglichkeit auf sehr exotische Sonderzeichen in Ordner- und Dateinamen verzichten.
  • Für wiederkehrende Arbeitsordner klare, einfache Namensschemata wählen.

Wer häufig mit FFMPEG arbeitet, legt sich oft spezielle Arbeitsordner wie „C:_ffmpeg“ oder „C:Video_Bearbeitung“ an, um Tippfehler und Pfadprobleme zu vermeiden. Diese Struktur erleichtert auch das Anlegen von Skripten und Batch-Dateien.

Performanz und Hardware-Ressourcen unter Windows 11 nutzen

Die Verarbeitung von Video- und Audiodateien ist rechenintensiv, und die Geschwindigkeit von FFMPEG hängt stark von Prozessorleistung, Speicher und Datenträgern ab. Windows 11 bietet mit moderner Hardware und schnellen SSDs gute Voraussetzungen, um Konvertierungen effizient durchzuführen.

In vielen Builds von FFMPEG sind außerdem Hardwarebeschleunigungen für bestimmte Grafikkarten integriert. Diese können genutzt werden, um H.264- oder H.265-Videos auf GPUs zu kodieren oder zu dekodieren, was die Bearbeitungszeit deutlich verkürzen kann. Für stabile Ergebnisse lohnt es sich jedoch, zunächst klassische CPU-Kodierung zu verwenden und Hardwarebeschleunigung erst danach gezielt zu testen.

FFMPEG-Versionen unter Windows 11 aktuell halten

Da FFMPEG ständig weiterentwickelt wird, lohnt sich ein gelegentlicher Blick auf neue Builds und Versionen. Aktualisierte Fassung bringen oft Erweiterungen bei Codecs, Fehlerkorrekturen oder Verbesserungen bei der Performance.

Beim Umstieg auf eine neuere Version ist es sinnvoll, bestehende Arbeitsabläufe kurz zu testen, insbesondere wenn spezielle Optionen oder seltene Formate genutzt werden. Am einfachsten ist es, eine neue Version parallel zu entpacken, die Pfadangabe temporär anzupassen und die wichtigsten Befehle durchzuspielen, bevor die alte Installation endgültig entfernt wird.

Beispiel: Windows-11-Desktop für Videoerstellung

Ein typisches Szenario ist ein Desktop-PC mit Windows 11, mehreren Festplatten und einem Ordner, in dem regelmäßig Bildschirmaufnahmen landen. In einem solchen Setup bietet es sich an, FFMPEG im Verzeichnis „C:Toolsffmpeg“ zu platzieren und die PATH-Variable so zu setzen, dass von überall im System auf die Programme zugegriffen werden kann.

Die Bildschirmaufnahmen können dann automatisch in ein platzsparendes Format überführt werden, etwa durch ein Skript, das alle neuen Dateien in einem bestimmten Ordner durchsucht. Dadurch bleibt der Speicherverbrauch überschaubar, und alle Aufnahmen liegen in einem einheitlichen Format vor.

Beispiel: Notebook mit Windows 11 für unterwegs

Auf einem mobilen Gerät mit Windows 11 ist häufig weniger Speicherplatz verfügbar, weshalb die Wahl des Installationsortes und der temporären Arbeitsordner wichtiger ist. FFMPEG lässt sich hier gut in einem Unterordner im Benutzerprofil betreiben, um Administratorrechte beim Einrichten zu vermeiden.

Gerade auf einem Notebook entsteht schnell der Bedarf, große Videoaufnahmen zu verkleinern, bevor sie per Mobilfunk oder öffentlichem WLAN hochgeladen werden. Mit einem vorbereiteten Befehl, der Auflösung und Bitrate senkt, werden aus mehreren Gigabyte schnell handlichere Dateien, die sich leichter übertragen lassen.

Beispiel: Kombination mit anderen Tools unter Windows 11

In vielen Arbeitsumgebungen wird FFMPEG mit anderen Programmen kombiniert, etwa mit Skriptsprachen oder Planungswerkzeugen. Unter Windows 11 lassen sich beispielsweise PowerShell-Skripte erstellen, die FFMPEG-Befehle in festgelegten Intervallen ausführen.

So kann etwa jede Nacht ein Ordner mit neu aufgenommenen Videos durchsucht und das Material automatisch konvertiert werden. Am nächsten Morgen stehen alle Dateien im gewünschten Format bereit, ohne dass während der Arbeitszeit auf die Konvertierung gewartet werden muss.

Häufige Fragen zu FFMPEG unter Windows 11

Wie starte ich FFMPEG unter Windows 11 nach der Installation?

Öffne das Startmenü, tippe „cmd“ ein und starte die Eingabeaufforderung. Gib dort den Befehl „ffmpeg -version“ ein, um zu prüfen, ob die Ausführung funktioniert und der Pfad korrekt gesetzt ist.

Kann ich FFMPEG unter Windows 11 ohne Administratorrechte nutzen?

Du kannst das Programm auch im Benutzerprofil entpacken und über einen benutzerspezifischen Pfad eintragen. Einschränkungen können nur auftreten, wenn du in geschützte Verzeichnisse schreiben oder Systemcodecs nutzen möchtest, die höhere Rechte erfordern.

Wo speichert FFMPEG die erzeugten Dateien unter Windows 11?

Standardmäßig landen Ausgabedateien im aktuell geöffneten Arbeitsverzeichnis der Eingabeaufforderung oder PowerShell. Du kannst im Befehl immer einen vollständigen Zielpfad angeben, um Dateien in einen anderen Ordner wie „Videos“ oder ein Projektverzeichnis zu schreiben.

Wie kann ich FFMPEG unter Windows 11 auch in PowerShell verwenden?

Sobald der Systempfad richtig gesetzt ist, funktioniert der Befehl „ffmpeg“ sowohl in der klassischen Eingabeaufforderung als auch in PowerShell. Öffne PowerShell und teste die Installation mit „ffmpeg -version“, um die Einbindung zu verifizieren.

Welche Codecs stehen mir mit FFMPEG auf Windows 11 zur Verfügung?

FFMPEG bringt eine große Auswahl an integrierten Codecs für Video und Audio mit, darunter gängige Formate wie H.264, H.265, VP9, AAC oder MP3. Mit „ffmpeg -codecs“ kannst du dir in der Konsole eine Liste der verfügbaren Codecs anzeigen lassen und diese dann gezielt in Befehlen einsetzen.

Läuft FFMPEG auch auf älteren Windows-11-Geräten mit schwächerer Hardware?

Das Programm funktioniert grundsätzlich auch auf Geräten mit weniger Leistung, benötigt dann aber deutlich mehr Zeit für rechenintensive Aufgaben wie 4K-Transcoding oder komplexe Filterketten. Du kannst die Belastung senken, indem du geringere Auflösungen, niedrigere Bitraten oder weniger aufwendige Filter nutzt.

Wie aktualisiere ich FFMPEG unter Windows 11, ohne meine Einstellungen zu verlieren?

Lege vor dem Austausch einen Sicherungsordner für deine Batch-Dateien oder Konfigurationsskripte an und notiere deinen aktuellen Pfad. Anschließend ersetzt du nur die ausführbaren Dateien im FFMPEG-Ordner durch die neue Version und behältst deine eigenen Skripte und Strukturen bei.

Ist die Nutzung von FFMPEG unter Windows 11 rechtlich unbedenklich?

Die Software selbst ist quelloffen und frei nutzbar, allerdings können bestimmte Codecs oder Anwendungsfälle lizenzrechtliche Anforderungen haben. Prüfe im Zweifel immer die Lizenzbedingungen von Codecs und Medieninhalten, insbesondere wenn du kommerzielle Projekte oder öffentliche Veröffentlichungen planst.

Kann ich FFMPEG mit einem Rechtsklick im Windows-11-Explorer aufrufen?

Über eigene Kontextmenü-Einträge oder kleine Batch-Skripte lässt sich FFMPEG in das Kontextmenü integrieren, sodass du Dateien direkt aus dem Explorer verarbeiten kannst. Hierzu legst du passende Skripte an und verknüpfst sie über die Registry oder Tools, die Explorer-Erweiterungen verwalten.

Wie gehe ich vor, wenn FFMPEG-Befehle unter Windows 11 sehr langsam laufen?

Überprüfe zunächst, ob du Hardwarebeschleunigung nutzen kannst und ob dein Datenträger genügend freien Speicher sowie ausreichenden Durchsatz bietet. Reduziere bei Bedarf Auflösung, Bitrate oder Filteranzahl und schließe parallel laufende Anwendungen, die CPU, GPU oder Festplatte stark beanspruchen.

Fazit

Mit einer sauberen Installation, dem passenden Systempfad und einigen gut vorbereiteten Befehlen wird FFMPEG zu einem präzisen Werkzeug für Medienaufgaben unter Windows 11. Sobald du die wichtigsten Optionen verinnerlicht und wiederkehrende Abläufe in Skripten abgelegt hast, erledigst du selbst umfangreiche Video- und Audioarbeiten sehr effizient. Halte die Version aktuell, nutze deine Hardware sinnvoll aus und baue dir Schritt für Schritt einen stabilen Werkzeugkasten rund um FFMPEG auf.

Checkliste
  • ZIP-Datei mit der gewünschten Windows-Variante von FFMPEG herunterladen.
  • Archiv mit dem integrierten Windows-Entpacker oder einem anderen Entpackprogramm öffnen.
  • Den enthaltenen FFMPEG-Ordner an einen festen Ort kopieren, zum Beispiel auf Laufwerk C:.
  • Darauf achten, dass im Unterordner „bin“ die Dateien „ffmpeg.exe“, „ffplay.exe“ und „ffprobe.exe“ liegen.

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