Wie kann ich Dateizuordnungen in Windows wiederherstellen

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 25. Juli 2026, zuletzt aktualisiert: 25. Juli 2026

Wenn Windows eine Datei mit dem falschen Programm öffnet oder eine Endung gar nicht mehr erkannt wird, lässt sich die Zuordnung meistens über die Einstellungen zurücksetzen. Am sichersten ist zunächst die Prüfung der betroffenen Dateiendung und anschließend die Auswahl einer passenden Standard-App. Falls die gewünschte Anwendung dort nicht erscheint, helfen die klassische Systemsteuerung, das Kontextmenü oder ein gezielter Rückweg über die App-Einstellungen.

Eine Dateizuordnung verbindet eine Endung wie .pdf, .jpg oder .docx mit einem Programm. Sie legt außerdem fest, welches Programm beim Doppelklick gestartet wird. Die Datei selbst wird dabei normalerweise nicht verändert. Trotzdem solltest du vor Änderungen prüfen, ob nur eine einzelne Endung betroffen ist oder ob mehrere Zuordnungen nach einer Deinstallation, einem Update oder der Installation einer neuen Software durcheinandergeraten sind.

Woran du eine fehlerhafte Dateizuordnung erkennst

Typisch ist, dass ein Doppelklick nicht mehr die erwartete Anwendung öffnet. Stattdessen startet ein anderes Programm, Windows zeigt den Dialog Wie soll diese Datei geöffnet werden? oder es erscheint eine Meldung, dass keine geeignete App vorhanden ist. Auch ein generisches Dateisymbol im Explorer deutet darauf hin, dass Windows keine gültige Standardzuordnung für die Endung besitzt.

Prüfe zuerst die vollständige Dateiendung. Im Explorer kann eine Datei beispielsweise als rechnung.pdf angezeigt werden, während eine andere Datei möglicherweise auf .pdf.exe endet, wenn bekannte Erweiterungen ausgeblendet werden. Aktiviere deshalb im Explorer unter Ansicht und Anzeigen die Option Dateinamenerweiterungen. Die genaue Darstellung unterscheidet sich zwischen Windows 10 und Windows 11 leicht, die Funktion bleibt jedoch dieselbe.

Öffne danach das Kontextmenü der Datei und wähle Eigenschaften. Im Bereich Allgemein steht hinter Öffnen mit, welches Programm derzeit zugeordnet ist. Dort findest du außerdem die Dateitypbezeichnung. Diese Prüfung verhindert, dass du versehentlich die Zuordnung einer ähnlichen Endung änderst.

Eine einzelne Endung über die Windows-Einstellungen reparieren

Für einzelne Dateitypen ist der Weg über die Einstellungen die übersichtlichste Methode. Du brauchst dafür normalerweise keine administrativen Rechte, sofern es um die Zuordnung deines Benutzerkontos geht.

  1. Öffne die Einstellungen mit Windows-Taste + I.
  2. Wähle in Windows 11 Apps und anschließend Standard-Apps. In Windows 10 findest du den Bereich ebenfalls unter Apps, die Bezeichnung und Anordnung kann jedoch abweichen.
  3. Scrolle nach unten und öffne die Auswahl für Dateitypen oder suche nach der betroffenen Endung.
  4. Gib die Endung einschließlich Punkt in das Suchfeld ein, zum Beispiel .pdf oder .jpg.
  5. Klicke auf das aktuell eingetragene Programm.
  6. Wähle die Anwendung aus, die diesen Dateityp künftig öffnen soll, und bestätige die Auswahl.

Falls Windows eine Bestätigung mit dem Hinweis anzeigt, dass die Änderung Auswirkungen auf Standard-Apps hat, prüfe den Namen der Anwendung und bestätige erst dann. Öffne anschließend eine Datei mit derselben Endung. Startet das gewünschte Programm und wird der Inhalt korrekt dargestellt, ist die Zuordnung erfolgreich geändert.

Die Auswahl gilt in erster Linie für dein Benutzerkonto. Auf einem Firmen-PC können Gruppenrichtlinien oder eine zentral verwaltete Standardkonfiguration Änderungen verhindern oder später wieder überschreiben. In diesem Fall ist nicht die lokale Einstellung die eigentliche Ursache.

Das Standardprogramm über das Kontextmenü festlegen

Wenn du gerade eine passende Datei geöffnet vor dir hast, geht es oft schneller über den Explorer. Diese Methode eignet sich besonders, wenn Windows die Anwendung bereits kennt, sie aber nicht als Standard verwendet.

  1. Klicke die Datei mit der rechten Maustaste an.
  2. Wähle Öffnen mit und danach Andere App auswählen.
  3. Markiere das gewünschte Programm in der Liste.
  4. Aktiviere die Option, mit der die App künftig immer zum Öffnen dieses Dateityps verwendet werden soll.
  5. Bestätige mit OK oder Immer, abhängig von der Windows-Version.

Wenn das Programm in der Liste fehlt, öffne über Weitere Apps die erweiterte Auswahl. Wird es auch dort nicht angezeigt, kannst du über Auf diesem PC nach einer anderen App suchen zur ausführbaren Datei navigieren. Dabei sollte nur die echte Programmdatei ausgewählt werden, nicht ein Installationspaket, eine Verknüpfung mit unklarem Ziel oder eine Datei aus einem temporären Ordner.

Bei klassischen Desktop-Programmen liegt die ausführbare Datei häufig im Installationsordner unter C:Program Files oder C:Program Files (x86). Der tatsächliche Speicherort hängt jedoch vom Hersteller und von der Installationsart ab. Wenn du die Datei nicht sicher zuordnen kannst, suche das Programm über das Startmenü und öffne dessen Dateispeicherort. Eine falsch ausgewählte ausführbare Datei kann dazu führen, dass beim Doppelklick zwar ein Prozess startet, die Datei aber nicht geöffnet wird.

Wenn die gewünschte Anwendung nicht zur Auswahl steht

Ein fehlender Eintrag bedeutet nicht automatisch, dass Windows die App nicht verwenden kann. Bei Store-Apps verwaltet Windows die Zuordnung anders als bei klassischen Win32-Programmen. Suche die Anwendung zunächst über das Auswahlfenster. Bei einer Desktop-App kannst du den Pfad zur passenden ausführbaren Datei auswählen.

Anleitung
1Öffne die Einstellungen mit Windows-Taste + I.
2Wähle in Windows 11 Apps und anschließend Standard-Apps. In Windows 10 findest du den Bereich ebenfalls unter Apps, die Bezeichnung und Anordnung kann jedoch abweichen.
3Scrolle nach unten und öffne die Auswahl für Dateitypen oder suche nach der betroffenen Endung.
4Gib die Endung einschließlich Punkt in das Suchfeld ein, zum Beispiel .pdf oder .jpg.
5Klicke auf das aktuell eingetragene Programm — Prüfe anschließend das Ergebnis und wiederhole bei Bedarf die entscheidenden Schritte.

Prüfe außerdem, ob die Anwendung den betreffenden Dateityp überhaupt unterstützt. Ein Bildbearbeitungsprogramm kann beispielsweise .jpg öffnen, muss aber nicht für .heic oder .raw registriert sein. Eine Office-Anwendung kann Dokumente unterschiedlicher Versionen unterstützen, während ein Spezialprogramm nur eine bestimmte Endung akzeptiert.

Nach einer Reparatur oder Neuinstallation registrieren viele Programme ihre unterstützten Dateitypen erneut. Öffne dazu in Windows 11 Einstellungen, Apps und Installierte Apps. Suche die Anwendung, öffne das Menü mit den drei Punkten und wähle, sofern vorhanden, Erweiterte Optionen. Dort können Reparieren oder Zurücksetzen angeboten werden. Reparieren ist der vorsichtigere Schritt, weil persönliche Daten der Anwendung normalerweise erhalten bleiben. Beim Zurücksetzen können Einstellungen, Anmeldungen oder lokale App-Daten verloren gehen.

Bei klassischen Programmen findest du die Reparaturoption je nach Installationspaket unter Systemsteuerung, Programme und Programme und Features. Wähle das Programm aus und prüfe, ob neben Ändern oder Deinstallieren eine Reparatur angeboten wird. Nicht jede Software unterstützt diesen Weg.

Mehrere Dateitypen eines Programms wieder zuordnen

Wenn nicht nur eine Endung betroffen ist, sondern beispielsweise Dokumente, Tabellen und Präsentationen gleichzeitig mit falschen Programmen geöffnet werden, ist die Einzelzuordnung mühsam. Suche in den Standard-Apps nach dem Programmnamen. Windows zeigt dann die Dateitypen und Protokolle an, die mit dieser Anwendung verbunden werden können.

Wähle nur die Endungen aus, die tatsächlich zu diesem Programm gehören. Eine vollständige Übernahme aller angebotenen Dateitypen kann unerwünschte Folgen haben, etwa wenn du Bilder weiterhin mit der Fotos-App und Webseiten weiterhin mit dem bevorzugten Browser öffnen möchtest. Besonders bei Browsern, PDF-Programmen und Bildbetrachtern werden viele unterschiedliche Dateitypen und Protokolle angeboten.

Nach jeder Änderung solltest du mindestens eine Datei aus jeder wichtigen Gruppe öffnen. Prüfe nicht nur, ob das Programm startet, sondern auch, ob die Datei lesbar bleibt. Eine Anwendung kann zwar starten, den jeweiligen Dateityp aber nicht vollständig unterstützen. Bei Dokumenten mit Makros, Vorlagen oder eingebetteten Inhalten solltest du zusätzlich kontrollieren, ob die Datei im vorgesehenen Bearbeitungsmodus geöffnet wird.

Standard-Apps vollständig zurücksetzen

Wenn viele Zuordnungen falsch sind und du die ursprüngliche Windows-Konfiguration wiederherstellen möchtest, kannst du die Standard-Apps auf die von Microsoft empfohlenen Werte zurücksetzen. Öffne dazu Einstellungen, Apps und Standard-Apps. In diesem Bereich findest du am unteren Ende je nach Windows-Version eine Option zum Zurücksetzen der empfohlenen Standardwerte.

Dieser Schritt betrifft zahlreiche Zuordnungen auf einmal. Danach können PDF-Dateien, Bilder, Musik, Videos und Webseiten wieder mit den Windows-Apps oder den jeweils vorgesehenen Standardprogrammen geöffnet werden. Deine installierten Programme werden dabei nicht entfernt. Deine persönlichen Dateien bleiben ebenfalls erhalten, aber individuelle Auswahlentscheidungen werden überschrieben.

Setze die Standardwerte deshalb nicht zurück, wenn nur eine einzelne Endung falsch behandelt wird. Notiere bei einer umfangreichen Änderung vorher, welche Anwendungen du für wichtige Dateitypen verwenden möchtest. So kannst du die bevorzugten Zuordnungen anschließend geordnet neu festlegen.

Defekte Zuordnungen nach einer Deinstallation beheben

Wird ein Programm entfernt, bleiben gelegentlich Verknüpfungen zurück, die auf eine nicht mehr vorhandene ausführbare Datei zeigen. Windows versucht dann, beim Öffnen eine App zu starten, die nicht mehr installiert ist. In den Eigenschaften kann der alte Programmnamen noch erscheinen, obwohl die Datei nicht mehr existiert.

Wähle in diesem Fall eine neue Anwendung über Öffnen mit oder die Standard-App-Einstellungen. Prüfe danach, ob die alte Software wirklich vollständig entfernt wurde. Falls das Problem nach jeder Anmeldung zurückkehrt, kann ein verbliebener Autostart-Eintrag, ein Synchronisationsprogramm oder eine verwaltete Richtlinie die Zuordnung erneut setzen.

Bei Dateien aus synchronisierten Ordnern solltest du außerdem beachten, dass ein anderer Computer oder ein Unternehmensdienst Einstellungen nicht unbedingt verändert, aber die Datei mit einer anderen Endung bereitstellen kann. Vergleiche den vollständigen Dateinamen und öffne die Datei testweise aus einem lokalen Ordner wie Dokumente oder Downloads.

Zuordnungen mit der klassischen Systemsteuerung prüfen

Die Systemsteuerung bietet in aktuellen Windows-Versionen weiterhin den Bereich für Standardprogramme. Drücke Windows-Taste + R, gib control ein und bestätige mit der Eingabetaste. Öffne anschließend Programme und Standardprogramme, sofern diese Ansicht verfügbar ist.

Dort kannst du eine Anwendung als Standard festlegen oder die Verknüpfungen eines Programms überprüfen. Die Oberfläche ist weniger übersichtlich als die modernen Einstellungen, zeigt bei klassischen Anwendungen aber teilweise zusätzliche Einträge. Sie eignet sich besonders dann, wenn eine ältere Desktop-Software in der neuen App-Auswahl nicht vollständig erscheint.

Verwende diesen Weg nur zum Prüfen und Auswählen. Änderungen an Dateizuordnungen über unbekannte Drittanbieterprogramme oder Registry-Dateien sind nicht erforderlich, solange Windows die gewünschte Einstellung über die grafischen Bereiche anbietet.

Registry-Änderungen nur als letzte Diagnose

Dateizuordnungen werden unter Windows unter anderem in der Registry gespeichert. Eine direkte Bearbeitung ist jedoch kein sinnvoller erster Reparaturweg. Falsche Änderungen können dazu führen, dass Programme nicht mehr starten oder dass die Zuordnung für das Benutzerkonto beschädigt wird. Außerdem schützt Windows bestimmte Standard-App-Einstellungen vor einfachen manuellen Änderungen.

Wenn ein Support-Mitarbeiter ausdrücklich einen Registry-Schlüssel vorgibt, exportiere den betroffenen Schlüssel vor der Änderung. Öffne den Registrierungs-Editor nur, wenn du den genauen Pfad und die Rückkehrmöglichkeit sicher kennst. Ein Wiederherstellungspunkt ersetzt dabei keine Sicherung persönlicher Daten und garantiert nicht, dass jede App-Konfiguration zurückkehrt.

Für die normale Wiederherstellung einer Endung brauchst du weder den Registrierungs-Editor noch PowerShell. Die Einstellungen, das Kontextmenü und gegebenenfalls die Systemsteuerung sind nachvollziehbarer und hinterlassen weniger schwer kontrollierbare Änderungen.

Wenn Windows die Auswahl immer wieder verändert

Setzt Windows die gewünschte App nach einem Neustart oder Update wieder zurück, prüfe zunächst, ob ein Programmupdate die Dateitypen erneut registriert. Manche Anwendungen fragen beim ersten Start, ob sie bestimmte Endungen übernehmen sollen. Entferne dort nur die unerwünschten Haken und stelle anschließend die bevorzugten Apps erneut ein.

Auf einem verwalteten Firmen-PC können Administratoren Standardzuordnungen zentral vorgeben. Hinweise darauf sind ausgegraute Auswahlfelder, wiederkehrende Änderungen nach der Anmeldung oder ein Rechner, der über eine Organisation verwaltet wird. In diesem Fall solltest du die IT-Abteilung fragen, bevor du lokale Reparaturversuche startest.

Auch Sicherheitssoftware kann Dateien blockieren oder den Zugriff auf den Installationsordner verhindern. Wenn eine App zwar ausgewählt werden kann, beim Öffnen aber sofort beendet wird, prüfe deren Reparaturstatus und die Windows-Sicherheit. Deaktiviere den Virenschutz nicht dauerhaft, nur um eine Dateizuordnung zu testen.

Fehlerbild und nächster Schritt richtig einordnen

BeobachtungWahrscheinliche ErklärungNächster Schritt
Nur eine Endung öffnet falschEinzelne Standard-App wurde geändertEndung in den Standard-App-Einstellungen neu zuweisen
Mehrere Endungen eines Programms sind betroffenProgrammregistrierung oder App-Installation ist unvollständigAnwendungszuordnungen prüfen und die App gegebenenfalls reparieren
Die App fehlt in der ListeWindows erkennt die Registrierung nicht oder die App unterstützt den Dateityp nichtProgramm aktualisieren, reparieren oder die ausführbare Datei auswählen
Auswahl wird nach dem Neustart überschriebenUpdate, Richtlinie oder Programmstart setzt die Zuordnung zurückVerwaltung und zuletzt installierte Software prüfen
Datei lässt sich trotz richtiger App nicht öffnenDatei ist beschädigt, verschlüsselt oder inkompatibelEine zweite Datei desselben Typs testen und den Dateistatus prüfen

Die Änderung nach der Reparatur kontrollieren

Öffne nach der Zuordnung mindestens zwei Dateien mit derselben Endung aus unterschiedlichen Ordnern. So erkennst du, ob nur eine einzelne Datei beschädigt oder blockiert ist. Prüfe außerdem das Dateisymbol, den Eintrag Öffnen mit und das Programm, das beim Doppelklick tatsächlich startet.

Wenn ein Dokument aus einer E-Mail oder einem Download stammt, kann Windows zusätzlich eine Sicherheitswarnung anzeigen. Diese Meldung betrifft nicht zwingend die Dateizuordnung. Öffne nur Dateien aus vertrauenswürdigen Quellen und entferne eine Blockierung nicht automatisch, wenn Herkunft und Inhalt unklar sind.

Bei Office-Dateien solltest du kontrollieren, ob die richtige Version verwendet wird. Ein Dokument kann zwar mit einer älteren Anwendung geöffnet werden, bestimmte Formatierungen oder Funktionen können dann jedoch fehlen. Für wichtige Dateien ist die Auswahl des passenden Programms daher nur der erste Teil der Prüfung.

Wann eine App-Reparatur oder Neuinstallation sinnvoll ist

Eine Reparatur ist angebracht, wenn die Anwendung vorhanden ist, aber ihre Registrierung fehlt, die Zuordnung nicht gespeichert wird oder mehrere unterstützte Endungen gleichzeitig verschwunden sind. Beginne mit der Reparaturfunktion und starte Windows danach neu, wenn die App oder das Installationsprogramm dies verlangt.

Eine Neuinstallation sollte erst folgen, wenn die Reparatur nicht hilft und du die Zugangsdaten, Lizenzinformationen sowie persönliche App-Einstellungen gesichert hast. Bei Programmen, die Dateien in eigenen Bibliotheken verwalten, darfst du nicht einfach den Programmordner löschen. Das kann Kataloge, Vorlagen oder lokale Daten entfernen.

Nach der Neuinstallation kontrollierst du die Dateitypen erneut. Viele Installationsprogramme bieten während der Einrichtung eine Auswahl für unterstützte Endungen an. Wähle dort nur die Formate, die tatsächlich mit dieser Anwendung geöffnet werden sollen.

Diese Prüfungen helfen vor einer umfassenden Rücksetzung

  • Ist die Dateiendung vollständig sichtbar und korrekt geschrieben?
  • Passiert der Fehler bei allen Dateien oder nur bei einer einzigen?
  • Ist das gewünschte Programm installiert und startet es über das Startmenü?
  • Unterstützt die Anwendung den betroffenen Dateityp tatsächlich?
  • Wurde die Software kürzlich aktualisiert, repariert oder entfernt?
  • Wird der PC durch eine Organisation verwaltet?
  • Bleibt die Auswahl nach einer Ab- und Anmeldung erhalten?
  • Liegt die Datei lokal oder in einem synchronisierten beziehungsweise geschützten Ordner?

Mit diesen Antworten lässt sich meist entscheiden, ob eine einzelne Zuordnung genügt oder ob die Anwendung selbst überprüft werden muss. Eine vollständige Rücksetzung aller Standard-Apps ist nur dann sinnvoll, wenn viele unabhängige Dateitypen betroffen sind.

Zuordnung wieder ändern oder rückgängig machen

Eine einzelne Änderung lässt sich nicht über eine klassische Rückgängig-Schaltfläche zurücknehmen. Du stellst stattdessen für die betroffene Endung wieder die zuvor verwendete Anwendung ein. Notiere dir deshalb bei wichtigen Arbeitsplätzen vor der Änderung den bisherigen Eintrag aus den Dateieigenschaften.

Wenn du eine Datei künftig jedes Mal auswählen möchtest, kannst du das Standardprogramm entfernen, indem du eine andere App zuweist. Windows bietet keine allgemeine Einstellung, die den Doppelklick dauerhaft ohne Auswahl-Dialog belässt. Das Verhalten hängt von Dateityp, Windows-Version und den installierten Anwendungen ab.

Bei einem vollständig zurückgesetzten Standard-App-Profil musst du die bevorzugten Programme erneut für die wichtigsten Endungen festlegen. Arbeite dabei in kleinen Gruppen und prüfe jede Änderung sofort. So bleibt nachvollziehbar, welcher Eintrag ein unerwartetes Verhalten verursacht.

Häufige Fragen zu Dateizuordnungen in Windows

Warum öffnet Windows eine Datei trotz neuer Zuordnung weiterhin mit dem alten Programm?

Prüfe zuerst, ob du wirklich dieselbe Dateiendung geändert hast und ob die Datei nicht auf eine andere Endung wie .pdf.exe endet. Bei Verknüpfungen, Dateien in speziellen Anwendungen oder bereits geöffneten Dokumenten kann außerdem das Programm selbst die Öffnung steuern. Schließe die Anwendung vollständig und teste anschließend eine lokal gespeicherte Datei mit derselben Endung.

Kann ich Dateizuordnungen nur für mein Benutzerkonto ändern?

Die Auswahl über Einstellungen oder das Kontextmenü gilt normalerweise für dein Windows-Benutzerkonto und verändert nicht automatisch die Zuordnungen anderer Konten. Auf verwalteten Firmen-PCs können Richtlinien oder zentrale Standard-App-Einstellungen lokale Änderungen verhindern oder später überschreiben. Bleibt die Zuordnung nach einer erneuten Anmeldung nicht erhalten, solltest du den Administrator einbeziehen.

Wie erkenne ich, ob eine Dateizuordnung durch Schadsoftware verändert wurde?

Eine unerwartete Zuordnung allein beweist keinen Befall, besonders nach der Installation oder Aktualisierung einer Anwendung. Verdächtig wird es, wenn unbekannte Programme starten, Dateiendungen verändert erscheinen oder zusätzlich Sicherheitswarnungen und ungewöhnliche Systemmeldungen auftreten. Prüfe dann die Datei mit Microsoft Defender und öffne unbekannte Dateien nicht testweise per Doppelklick.

Was kann ich tun, wenn Windows die gewünschte App nicht als Standardprogramm anbietet?

Starte die Anwendung zunächst direkt über das Startmenü und prüfe, ob sie den betreffenden Dateityp tatsächlich unterstützt. Bei einer klassischen Desktop-App kannst du im Auswahlfenster die passende ausführbare Datei auswählen, sofern ihr Speicherort eindeutig feststeht. Fehlt die Zuordnung weiterhin, ist eine Reparatur der Anwendung meist sinnvoller als eine manuelle Änderung an der Registrierung.

Warum lassen sich Dateizuordnungen nach einem Windows- oder App-Update wieder ändern?

Ein Update kann die Registrierung unterstützter Dateitypen neu anlegen oder die Anwendung erneut als bevorzugtes Programm eintragen. Weise die betroffene Endung danach erneut zu und prüfe, ob die Einstellung nach einer Ab- und Anmeldung erhalten bleibt. Tritt das Problem wiederholt auf, kontrolliere die Reparatur- oder Einstellungsoptionen der betreffenden App und bei einem Firmen-PC zusätzlich die Verwaltung durch Richtlinien.

Kann eine falsche Dateizuordnung den Inhalt meiner Dateien beschädigen?

Die Zuordnung selbst ändert normalerweise weder den Inhalt noch das Format der Datei, sondern nur das Programm, das Windows beim Öffnen verwendet. Eine inkompatible Anwendung kann Dateien jedoch falsch interpretieren oder beim Speichern in ein anderes Format umwandeln. Erstelle bei wichtigen Dokumenten deshalb eine Kopie und prüfe vor dem Speichern Dateityp, Programmversion und die angebotenen Exportoptionen.

Checkliste
  • Ist die Dateiendung vollständig sichtbar und korrekt geschrieben?
  • Passiert der Fehler bei allen Dateien oder nur bei einer einzigen?
  • Ist das gewünschte Programm installiert und startet es über das Startmenü?
  • Unterstützt die Anwendung den betroffenen Dateityp tatsächlich?
  • Wurde die Software kürzlich aktualisiert, repariert oder entfernt?
  • Wird der PC durch eine Organisation verwaltet?
  • Bleibt die Auswahl nach einer Ab- und Anmeldung erhalten?
  • Liegt die Datei lokal oder in einem synchronisierten beziehungsweise geschützten Ordner?


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