Zeigt der Dateiversionsverlauf nach dem September-Update von Windows 11 die Meldung „Laufwerk erneut verbinden“, muss das Sicherungslaufwerk nicht tatsächlich getrennt oder defekt sein. Für Windows 11 24H2 und 25H2 ist ein Fehler dokumentiert, bei dem erreichbare USB-Laufwerke und Netzwerkziele vom Dateiversionsverlauf nicht mehr richtig verwendet werden. Prüfe zuerst, ob Windows selbst auf das Laufwerk zugreifen kann, ermittle danach Version und Build und installiere das für diesen Fehler vorgesehene Windows-Update. Lösche keine vorhandene Sicherung und setze die Konfiguration nicht vorschnell zurück, solange ältere Dateiversionen noch benötigt werden.
Als Abhilfe wurde das Vorschauupdate KB5124010 vom 22. September 2026 mit den Builds 26100.9550 und 26200.9550 bereitgestellt. Es soll den Erkennungs- und Sicherungsfehler beheben, der im Umfeld der September-Updates unter anderem nach KB5124008 oder KB5129195 gemeldet wurde. Da nicht jede gleichlautende Meldung dieselbe Ursache hat, bleibt eine kurze Gegenprobe nötig: Funktioniert das Laufwerk auch außerhalb des Dateiversionsverlaufs nicht, liegt wahrscheinlich zusätzlich ein USB-, Datenträger- oder Netzwerkproblem vor.
Mit drei Prüfungen zwischen Updatefehler und Laufwerksproblem unterscheiden
Die Meldung allein sagt nicht zuverlässig, ob Windows den Datenträger verloren hat oder nur der Dateiversionsverlauf den gespeicherten Sicherungsort ablehnt. Die folgende Reihenfolge trennt beide Fälle, ohne die bestehende Sicherung zu verändern.
- Laufwerk im Explorer öffnen: Öffne den Datei-Explorer und rufe das Sicherungslaufwerk auf. Erstelle testweise einen neuen Ordner und lösche ihn wieder. Gelingt das, bestehen grundsätzlich Lese- und Schreibzugriff. Scheitert bereits dieser Test, bearbeite zuerst die USB-, Datenträger- oder Netzwerkverbindung.
- Dateiversionsverlauf separat aufrufen: Öffne die Systemsteuerung und gehe zu System und Sicherheit > Dateiversionsverlauf. Prüfe dort, ob der bisherige Speicherort angezeigt wird. Starte noch keine umfangreichen Änderungen an der Konfiguration.
- Sicherung manuell anstoßen: Wird das richtige Ziel angezeigt, wähle „Jetzt ausführen“. Erscheint sofort wieder „Laufwerk erneut verbinden“, obwohl der Explorer schreiben kann, passen Symptom und Gegenprobe zum Updatefehler oder zu einer beschädigten Zuordnung des Sicherungsziels.
Die Auswertung ist wichtiger als die bloße Meldung. Ein im Explorer fehlendes USB-Laufwerk spricht nicht für einen reinen Dateiversionsverlauf-Fehler. Ein erreichbares Laufwerk, auf dem andere Dateien gespeichert werden können, entlastet dagegen Anschluss, Dateisystem und grundlegende Berechtigungen. Bei einem Netzlaufwerk sollte zusätzlich geprüft werden, ob der UNC-Pfad direkt erreichbar ist, beispielsweise:
\\SERVER\Freigabe
Ersetze SERVER und Freigabe durch die tatsächlich verwendeten Namen. Ein zugeordneter Laufwerksbuchstabe kann nach einer Anmeldung fehlen, obwohl der UNC-Pfad erreichbar bleibt. Für den Dateiversionsverlauf ist der stabile Netzwerkpfad deshalb aussagekräftiger als ein zeitweise eingeblendeter Laufwerksbuchstabe.
Windows-Version, Build und installierte Updates feststellen
Der bekannte September-Fehler betrifft nach dem dokumentierten Stand vom Oktober 2026 vor allem Windows 11 24H2 und 25H2. Bevor du ein Update als Ursache behandelst, solltest du die installierte Version und den Build ablesen.
- Drücke Windows-Taste und R.
- Gib
winverein und bestätige mit der Eingabetaste. - Notiere Version und Betriebssystembuild aus dem eingeblendeten Fenster.
- Öffne anschließend Einstellungen > Windows Update > Updateverlauf.
- Suche in der Liste nach KB5124010 sowie nach den September-Updates KB5124008 und KB5129195.
Ist bereits Build 26100.9550 beziehungsweise 26200.9550 oder ein neuerer Build installiert, der die entsprechende Korrektur enthält, sollte der ursprüngliche Updatefehler behoben sein. Bleibt die Meldung bestehen, ist das kein Beweis für ein defektes Laufwerk. Dann kommen eine nicht erneuerte Laufwerkszuordnung, ein abweichender Netzwerkpfad, Zugriffsrechte oder eine beschädigte Dateiversionsverlauf-Konfiguration als weitere Ursachen infrage.
Fehlt KB5124010 und befindet sich das System noch auf einem betroffenen September-Stand, öffne Einstellungen > Windows Update und suche nach Updates. Das Vorschauupdate kann je nach Updateeinstellung unter den optional verfügbaren Aktualisierungen erscheinen. Installiere ausschließlich das für deine Windows-Version angebotene Paket; lade keine ähnlich bezeichnete Datei aus einem unbekannten Downloadportal. Starte Windows nach der Installation neu, auch wenn die Oberfläche keinen unmittelbaren Neustart verlangt.
Den offiziellen Status kannst du in den Windows-Veröffentlichungsinformationen und im Bereich für bekannte Probleme von Windows 11 prüfen. Maßgeblich sind dort deine Version, dein Build und der Eintrag zum Dateiversionsverlauf. Diese Prüfung ist besonders sinnvoll, wenn bereits ein neueres kumulatives Update installiert ist: Kumulative Updates enthalten gewöhnlich frühere Korrekturen, sodass KB5124010 dann nicht zwingend als separat installierter Eintrag erscheinen muss.
USB-Festplatte oder SSD wieder mit dem Dateiversionsverlauf verbinden
Bei einem lokalen Sicherungslaufwerk sollte zuerst die physische Verbindung ausgeschlossen werden. Ein USB-Hub, eine Dockingstation oder ein wechselnder Laufwerksbuchstabe kann dieselbe Meldung auslösen wie der September-Fehler.
- Beende eine laufende Sicherung und wirf das Laufwerk über das Symbol im Infobereich aus, sofern Windows es dort anbietet.
- Verbinde die USB-Festplatte oder SSD direkt mit einem USB-Anschluss des Computers. Nutze für den Test keinen Hub und keine Dockingstation.
- Öffne das Laufwerk im Explorer und führe den Schreibtest mit einem leeren Ordner durch.
- Öffne Systemsteuerung > System und Sicherheit > Dateiversionsverlauf.
- Wähle bei Bedarf das Laufwerk erneut als Speicherort aus und starte „Jetzt ausführen“.
Kontrolliere danach den Zeitstempel der letzten Sicherung. Es genügt nicht, dass die Warnmeldung verschwindet: Der Dateiversionsverlauf muss einen neuen Sicherungslauf erfolgreich abschließen. Öffne anschließend über die Wiederherstellungsfunktion testweise die verfügbaren Versionen einer unkritischen Datei. Stelle sie nur dann wieder her, wenn du dafür einen separaten Zielort oder eine entbehrliche Testdatei verwendest.
Vergibt Windows dem Datenträger einen anderen Buchstaben als zuvor, kann eine erneute Auswahl im Dateiversionsverlauf genügen. Ändere den Laufwerksbuchstaben nicht auf Verdacht, wenn andere Programme oder Sicherungsaufgaben davon abhängen. Ein Buchstabenwechsel ist außerdem keine passende Reparatur, wenn das Laufwerk im Explorer bereits unter seiner bisherigen Kennung erreichbar ist und ausschließlich „Jetzt ausführen“ fehlschlägt.
Ein NAS oder anderes Netzwerkziel neu auswählen
Bei einer Netzwerksicherung entscheidet nicht nur die Erreichbarkeit des NAS. Auch der gespeicherte Freigabepfad und die Anmeldeinformationen müssen noch zur gewählten Freigabe passen. Öffnet sich der Pfad im Explorer, der Dateiversionsverlauf lehnt ihn aber ab, wähle dasselbe Netzwerkziel in der Systemsteuerung erneut aus.
- Rufe Systemsteuerung > System und Sicherheit > Dateiversionsverlauf auf.
- Öffne die Auswahl des Sicherungslaufwerks und wechsle zur Netzwerkauswahl.
- Trage oder wähle den tatsächlichen UNC-Pfad des Sicherungsordners.
- Bestätige bei Bedarf die für diese Freigabe gültigen Zugangsdaten.
- Starte mit „Jetzt ausführen“ einen neuen Sicherungslauf.
Kann der UNC-Pfad im Explorer nicht geöffnet werden, ist eine Änderung am Dateiversionsverlauf noch nicht sinnvoll. Prüfe in diesem Fall, ob NAS und Computer im selben erreichbaren Netzwerk liegen, ob der Freigabename unverändert ist und ob das verwendete Konto Schreibrechte besitzt. Auf einem verwalteten Firmen-PC können Gruppenrichtlinien oder geänderte Anmeldedaten den Zugriff beeinflussen; dort sollte die IT-Verwaltung einbezogen werden, bevor gespeicherte Anmeldeinformationen entfernt werden.
Ein VPN kann den Weg zu einem lokalen NAS ebenfalls verändern. Funktioniert die Freigabe ohne VPN, aber nicht mit aktiver Verbindung, liegt der nächste Prüfpunkt bei der VPN-Routenführung und nicht beim Sicherungsdatenträger. Umgekehrt kann ein entferntes Firmenziel das VPN benötigen. Die erfolgreiche Explorer-Gegenprobe muss deshalb unter denselben Netzwerkbedingungen erfolgen, unter denen später auch die Sicherung laufen soll.
Was tun, wenn KB5124010 installiert ist und die Meldung bleibt?
Nach installiertem Korrekturstand solltest du nicht sofort alte Sicherungsordner löschen. Gehe stattdessen nach dem beobachteten Zustand weiter:
- Explorer und Schreibtest scheitern: Das Problem liegt unterhalb des Dateiversionsverlaufs. Prüfe Kabel, direkten USB-Port, Datenträgerstatus oder Netzwerkfreigabe. Bei ungewöhnlichen Geräuschen, häufigen Verbindungsabbrüchen oder Lesefehlern keine weiteren Sicherungsversuche erzwingen.
- Explorer funktioniert, das Ziel lässt sich aber nicht auswählen: Prüfe, ob der Datenträger mit einem anderen Buchstaben eingebunden wurde oder ob sich Server- beziehungsweise Freigabename geändert haben. Wähle das Ziel über die Systemsteuerung neu aus.
- Ziel wird erkannt, „Jetzt ausführen“ scheitert sofort: Kontrolliere freien Speicherplatz und Schreibrechte. Sind beide ausreichend, kann die gespeicherte Dateiversionsverlauf-Konfiguration beschädigt sein.
- Eine neue Sicherung läuft, alte Versionen fehlen: Lege keine zweite Sicherungsstruktur über die alte. Bewahre das bisherige Sicherungsverzeichnis unverändert auf, bis geklärt ist, ob die vorhandenen Versionen noch eingebunden oder manuell gesichert werden müssen.
Das häufig empfohlene Löschen lokaler Dateiversionsverlauf-Einstellungen ist in dieser Situation keine harmlose Standardmaßnahme. Dabei kann die Zuordnung zu vorhandenen Sicherungen verloren gehen, und Windows beginnt möglicherweise mit einem neuen Sicherungssatz. Benötigst du ältere Dateistände, kopiere vor einem Zurücksetzen mindestens den vorhandenen Sicherungsordner auf einen anderen Datenträger oder lasse die Konfiguration fachkundig prüfen.
Auch ein Wechsel auf ein anderes Sicherungslaufwerk ist zunächst eine Diagnose, keine Reparatur des ursprünglichen Datenträgers. Funktioniert der Dateiversionsverlauf mit einem zweiten Laufwerk, sind Windows-Komponente und Sicherungsfunktion grundsätzlich arbeitsfähig. Das grenzt den Fehler auf die bisherige Zuordnung, den Datenträger oder dessen Sicherungsstruktur ein. Scheitern mehrere nachweislich beschreibbare Ziele identisch, spricht mehr für eine gestörte Windows-Konfiguration oder einen noch nicht wirksamen Update-Fix.
Das September-Sicherheitsupdate nicht vorschnell deinstallieren
Das Entfernen eines Sicherheitsupdates kann die Sicherungsfunktion vorübergehend wiederherstellen, beseitigt aber zugleich enthaltene Sicherheitskorrekturen. Dieser Weg eignet sich nicht als dauerhafte Standardlösung. Prüfe vorher, ob der angebotene Korrekturstand oder ein neueres kumulatives Update installiert werden kann, und lege für wichtige neue Dateien eine zweite Sicherung außerhalb des Dateiversionsverlaufs an.
Eine Deinstallation kommt allenfalls als zeitlich begrenzte Diagnose infrage, wenn der Fehler unmittelbar nach einem bestimmten Update begann, das Laufwerk vollständig erreichbar ist und keine passende Korrektur angeboten wird. Auf verwalteten Geräten, bei aktivem BitLocker oder ohne separate Datensicherung solltest du diesen Schritt nicht eigenständig durchführen. Windows kann das entfernte Update außerdem erneut installieren, solange keine andere Fehlerbehebung verfügbar ist.
Woran du eine erfolgreiche Reparatur erkennst
Der Fehler ist erst behoben, wenn der Dateiversionsverlauf wieder neue Daten schreibt und die gesicherten Versionen aufrufen kann. Nutze dafür eine entbehrliche Textdatei in einem vom Dateiversionsverlauf erfassten Ordner. Ändere die Datei, starte „Jetzt ausführen“ und prüfe nach Abschluss, ob die neue Version in der Wiederherstellungsansicht erscheint.
Bleibt der Sicherungslauf nach dem Neustart ausgewählt und läuft auch ein zweiter Durchgang ohne die Meldung „Laufwerk erneut verbinden“, ist die Zuordnung stabil. Kehrt der Hinweis nur nach Abmeldung, Neustart oder VPN-Wechsel zurück, liegt eher ein Problem mit der automatischen Einbindung des USB- oder Netzwerkziels vor. Dann sollte nicht die Sicherung selbst zurückgesetzt werden; der nächste Schritt ist die dauerhafte Laufwerks- beziehungsweise Netzwerkverbindung.
Häufige Fragen zum Fehler nach dem September-Update
Kann der Dateiversionsverlauf auf einer internen zweiten Festplatte gespeichert werden?
Ein separates internes Laufwerk kann als Sicherungsziel verwendbar sein, schützt aber nicht vor Schäden oder Verlust des gesamten Computers. Für die Diagnose kann es zeigen, ob nur das bisherige USB- oder Netzwerkziel betroffen ist. Als einzige Sicherung ist ein extern aufbewahrtes oder räumlich getrenntes Ziel robuster.
Muss KB5124010 separat installiert bleiben?
Nicht zwingend. Ein späteres kumulatives Update kann die Korrektur enthalten, ohne dass KB5124010 weiterhin als eigenständiger Eintrag sichtbar ist. Entscheidend sind der installierte Build und der Status des bekannten Problems in den Windows-11-Veröffentlichungsinformationen für 24H2 oder 25H2.
Was ist bei einem fast vollen Sicherungslaufwerk zu beachten?
Der Dateiversionsverlauf kann ältere Versionen verwalten, doch sehr knapper Speicher kann neue Sicherungsläufe verhindern oder erheblich verlängern. Lösche den Ordner mit den Sicherungsversionen nicht manuell. Nutze die Bereinigungs- und Aufbewahrungsoptionen des Dateiversionsverlaufs oder sichere benötigte Altstände zunächst auf einem weiteren Datenträger.





