Benutzerprofildienst-Fehler: Anmeldung des Benutzerprofils in Windows nicht möglich

Lesedauer: 12 Min – Beitrag erstellt: 18. Juni 2026, zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026

Die Meldung weist fast immer darauf hin, dass Windows das Profil eines Kontos nicht sauber laden kann. Dahinter steckt selten ein einzelner Auslöser. Häufig sind beschädigte Profildaten, ein problematischer Registry-Eintrag, ein fehlgeschlagenes Update oder eine Unregelmäßigkeit auf der Systemfestplatte beteiligt. Mit den folgenden Schritten lässt sich das Problem meist ohne Neuinstallation eingrenzen und beheben.

Sofortmaßnahmen beim gescheiterten Anmelden

Bevor Sie tiefer ins System eingreifen, lohnt ein sauberer Start in den abgesicherten Modus. Dort lassen sich Profile, Registrierung und Kontodaten oft kontrollierter bearbeiten als im normalen Windows-Betrieb.

  • Starten Sie den PC neu und rufen Sie die erweiterten Startoptionen auf.
  • Öffnen Sie die Problembehandlung und wählen Sie die erweiterten Optionen.
  • Aktivieren Sie den abgesicherten Modus, möglichst mit Netzwerk.
  • Prüfen Sie, ob sich ein anderes Administratorkonto noch anmelden lässt.

Falls ein zweites Administratorkonto vorhanden ist, verwenden Sie dieses zunächst für alle weiteren Schritte. So vermeiden Sie, dass Sie am betroffenen Profil selbst arbeiten müssen, bevor die Sicherung steht.

Profilfehler eingrenzen

Ein beschädigtes Benutzerprofil zeigt sich häufig daran, dass die Anmeldung nur bei einem bestimmten Konto scheitert, während andere Konten problemlos funktionieren. In diesem Fall liegt die Ursache meist im lokalen Profilordner oder in den zugehörigen Registry-Verweisen.

Prüfen Sie deshalb zuerst, ob das Problem nur ein einzelnes Konto betrifft oder ob mehrere Profile betroffen sind. Bei einem einzelnen Konto ist die Erfolgschance hoch, dass sich die Anmeldung mit Reparaturmaßnahmen wiederherstellen lässt. Bei mehreren Konten rückt eher ein Systemproblem in den Vordergrund, etwa ein Festplattenfehler oder eine beschädigte Systemkomponente.

Registry-Einträge für das Profil korrigieren

Eine häufige Ursache sind doppelte oder fehlerhafte Profileinträge in der Registrierung. Diese lassen sich unter dem betroffenen Benutzerprofil-Schlüssel sichtbar machen und meist eindeutig zuordnen.

  1. Melden Sie sich mit einem funktionierenden Administratorkonto an.
  2. Drücken Sie Windows-Taste + R, geben Sie regedit ein und bestätigen Sie mit Enter.
  3. Navigieren Sie zu HKEY_LOCAL_MACHINESOFTWAREMicrosoftWindows NTCurrentVersionProfileList.
  4. Prüfen Sie die Unterschlüssel mit langer SID-Bezeichnung.
  5. Suchen Sie nach Einträgen, die auf den betroffenen Benutzernamen oder den Profilordner verweisen.

Oft finden sich zwei ähnlich benannte Schlüssel, von denen einer die Endung .bak trägt. In vielen Fällen steht der eigentliche Profilpfad beim .bak-Eintrag, während der andere Schlüssel einen unvollständigen oder falschen Zustand enthält.

Typisches Vorgehen bei einem .bak-Eintrag

  1. Benennen Sie den Schlüssel ohne .bak um, falls er vorhanden und fehlerhaft ist.
  2. Entfernen Sie die Endung .bak aus dem korrekten Eintrag.
  3. Setzen Sie bei Bedarf den Wert State auf 0.
  4. Setzen Sie den Wert RefCount ebenfalls auf 0, sofern vorhanden.
  5. Schließen Sie den Registrierungs-Editor und starten Sie den Rechner neu.

Diese Korrektur hilft vor allem dann, wenn Windows das Profil zwar noch kennt, es aber nicht mehr sauber zuordnen kann. Nach dem Neustart sollte die Anmeldung wieder möglich sein. Bleibt der Fehler bestehen, liegt vermutlich eine stärkere Beschädigung des Profils vor.

Anleitung
1Melden Sie sich mit einem funktionierenden Administratorkonto an.
2Drücken Sie Windows-Taste + R, geben Sie regedit ein und bestätigen Sie mit Enter.
3Navigieren Sie zu HKEY_LOCAL_MACHINESOFTWAREMicrosoftWindows NTCurrentVersionProfileList.
4Prüfen Sie die Unterschlüssel mit langer SID-Bezeichnung.
5Suchen Sie nach Einträgen, die auf den betroffenen Benutzernamen oder den Profilordner verweisen.

Neues Administratorkonto anlegen

Wenn das alte Profil nicht mehr zuverlässig lädt, ist ein neues Konto oft der sauberste Weg. Damit umgeht Windows die defekten Profildaten und erstellt beim ersten Anmelden einen frischen Benutzerordner.

So gehen Sie vor:

  1. Öffnen Sie die Einstellungen mit Win + I.
  2. Gehen Sie zu Konten und dann zu Familie und weitere Benutzer oder Andere Benutzer.
  3. Fügen Sie ein neues lokales Konto hinzu oder verbinden Sie ein Microsoft-Konto.
  4. Ändern Sie den Kontotyp auf Administrator.
  5. Melden Sie sich mit dem neuen Konto an.

Nach der ersten Anmeldung können Sie wichtige Daten aus dem alten Profilordner sichern, etwa Dokumente, Bilder, Downloads und Desktop-Dateien. Kopieren Sie dabei nicht blind den gesamten alten Benutzerordner, sondern nur persönliche Inhalte. Bereiche wie AppData enthalten Einstellungen und Caches, die den Fehler erneut mitziehen können.

Persönliche Daten sauber übernehmen

Für die Datenübernahme genügt meist ein gezielter Blick in den alten Profilordner. Kopieren Sie nur die Ordner, die wirklich persönliche Inhalte enthalten. So verringern Sie das Risiko, beschädigte Konfigurationsreste mitzunehmen.

  • Dokumente für Dateien, Texte und Projektunterlagen
  • Bilder für Fotos und Grafiken
  • Videos für Aufnahmen und Medieninhalte
  • Downloads für Installationsdateien oder empfangene Daten
  • Desktop für Verknüpfungen und abgelegte Arbeitsdateien

Bei E-Mail-Programmen, Browsern und Office-Programmen genügt eine separate Sicherung der eigentlichen Daten oder Exporte. Einstellungen lassen sich später meist neu einrichten oder aus einem sauberen Backup zurückholen.

Systemdateien und Datenträger prüfen

Beschädigte Systemdateien oder Dateisystemfehler können die Anmeldung ebenfalls blockieren. Deshalb sollten Sie die Systemprüfung erst nach der Kontoreparatur, aber noch vor einer endgültigen Neuanlage des gesamten Systems durchführen.

Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung mit Administratorrechten und führen Sie nacheinander diese Befehle aus:

  • sfc /scannow
  • DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth
  • chkdsk C: /f /r

Der letzte Befehl plant die Prüfung meist für den nächsten Neustart ein. Das ist sinnvoll, wenn fehlerhafte Sektoren oder Inkonsistenzen auf der Systempartition vorliegen. Tritt der Profilfehler nach einer Festplattenprüfung seltener auf oder verschwindet ganz, war die Ursache vermutlich tiefer im Dateisystem verankert.

Updates, Wiederherstellung und letzte Eingriffe

Ein fehlgeschlagenes Funktionsupdate oder ein problematischer Treiber kann den Profilstart ebenfalls behindern. In diesem Fall hilft oft eine Rückkehr zu einem früheren Wiederherstellungspunkt, sofern Windows einen solchen angelegt hat.

Öffnen Sie dazu die erweiterten Startoptionen und suchen Sie nach Systemwiederherstellung. Wählen Sie einen Zeitpunkt, an dem die Anmeldung noch funktionierte. Nach der Wiederherstellung testen Sie zunächst nur das betroffene Konto. Erst wenn die Anmeldung wieder stabil läuft, sollten Sie weitere Änderungen oder Updates einspielen.

Gibt es keinen brauchbaren Wiederherstellungspunkt, sollten Sie zuletzt die installierten Updates prüfen. Entfernen Sie gegebenenfalls das jüngste kumulative Update, falls der Fehler unmittelbar danach aufgetreten ist. Auch bestimmte Antiviren- oder Tuning-Programme können Profile sperren oder beschädigte Sitzungsdaten hinterlassen. Deinstallieren Sie solche Werkzeuge testweise, bevor Sie das Profil endgültig neu aufbauen.

Worauf Sie bei wiederkehrenden Fehlern achten sollten

Wenn der Anmeldefehler nach einer scheinbaren Reparatur wiederkehrt, steckt häufig ein dauerhaftes Grundproblem dahinter. Dazu gehören eine nachlassende SSD oder HDD, unzuverlässige Drittanbieter-Software, defekte Windows-Komponenten oder ein Konto, dessen lokale Daten bereits mehrfach beschädigt wurden.

In solchen Fällen lohnt sich ein systematischer Blick auf den Zustand des Datenträgers, die Ereignisanzeige und die installierten Programme. Achten Sie besonders auf Warnungen zur Datenträgerintegrität, unerwartete Abstürze beim Herunterfahren und fehlgeschlagene Update-Vorgänge. Je früher Sie diese Signale prüfen, desto eher vermeiden Sie, dass neue Profile später ebenfalls beschädigt werden.

Wenn das alte Konto dauerhaft unbrauchbar bleibt, arbeiten Sie mit dem neu angelegten Administratorkonto weiter und migrieren nur die nötigen Daten. Das ist in vielen Fällen der verlässlichste Weg, weil ein frisches Profil die fehlerhaften Altlasten nicht mehr übernimmt.

Erste technische Prüfung vor tieferen Eingriffen

Bevor Sie am Profil selbst arbeiten, lohnt sich ein kurzer Abgleich der Rahmenbedingungen. Ein beschädigtes Benutzerprofil ist nur eine von mehreren Ursachen, und einige Störungen lassen sich schon durch einfache Prüfungen ausschließen. Melden Sie sich mit einem anderen lokalen oder administrativen Konto an, damit Sie die nächsten Schritte ohne weitere Sperren durchführen können. Prüfen Sie danach, ob das betroffene Konto auf einem lokalen Laufwerk liegt, ob es sich um ein Domänenkonto handelt und ob die Meldung nur bei diesem einen Benutzer erscheint.

Auch die Startumgebung spielt eine Rolle. Ein überfülltes Systemlaufwerk, fehlerhafte Datenträgersektoren oder eine unvollständige Update-Installation können den Ladevorgang des Profils unterbrechen. Öffnen Sie deshalb die Datenträgerverwaltung, kontrollieren Sie den freien Speicherplatz und achten Sie darauf, ob Windows beim Start noch weitere Hinweise ausgibt. Fällt der Fehler nur nach einer bestimmten Änderung auf, etwa nach einem Treiberwechsel oder einem Rechnerabsturz, ist das ein wichtiger Anhaltspunkt für die weitere Eingrenzung.

Wichtige Stellen zum Nachsehen

  • Lokale Kontenverwaltung unter Computerverwaltung oder Einstellungen > Konten
  • Freier Speicher auf Laufwerk C:
  • Zuletzt installierte Updates unter Windows Update
  • Hinweise im Ereignisprotokoll unter Windows-Protokolle

Benutzerdaten sichern, ohne das fehlerhafte Profil weiter zu belasten

Bevor Sie Eingriffe an Registrierung oder Ordnerstruktur vornehmen, sichern Sie den gesamten Benutzerordner des betroffenen Kontos. Dazu gehören Desktop, Dokumente, Bilder, Downloads, Favoriten und gegebenenfalls arbeitsbezogene Projektordner. Kopieren Sie die Daten aus einem funktionierenden Administratorkonto heraus auf ein externes Laufwerk oder in einen getrennten Netzwerkspeicher. Vermeiden Sie es, aus dem defekten Profil heraus zu arbeiten, denn dabei werden oft weitere Dateien angefasst, die Sie für die spätere Wiederherstellung noch brauchen.

Sichere Reihenfolge beim Kopieren

  1. Mit einem funktionierenden Administratorkonto anmelden.
  2. Externe Sicherung bereitstellen oder ein Zielverzeichnis auf einem anderen Laufwerk anlegen.
  3. Den Benutzerordner vollständig kopieren.
  4. Programme mit eigenen Datenpfaden separat prüfen.
  5. Erst danach mit der eigentlichen Fehlerbehebung fortfahren.

Registrierung und Profildateien sauber prüfen

Der eigentliche Profilstart wird unter Windows in der Registrierung über mehrere Werte gesteuert. Entscheidend ist der Bereich unter HKEY_LOCAL_MACHINESOFTWAREMicrosoftWindows NTCurrentVersionProfileList. Dort legt Windows für jedes Benutzerprofil einen Schlüssel an, der auf den entsprechenden Ordner verweist. Wird dieser Eintrag beschädigt, zeigt das System den Anmeldeversuch zwar an, kann das Profil aber nicht fertig laden.

Öffnen Sie den Registrierungs-Editor nur mit einem administrativen Konto und arbeiten Sie vorsichtig. Suchen Sie nach mehrfach vorhandenen Profil-IDs, nach auffälligen Endungen und nach Werten, die auf einen falschen Pfad zeigen. Ein häufiger Befund ist ein doppelter Schlüssel mit identischer SID, bei dem ein Eintrag den normalen Namen trägt und ein zweiter denselben Namen mit zusätzlicher Endung. In solchen Fällen muss der fehlerhafte Verweis bereinigt werden, damit Windows den korrekten Profilordner wieder erkennt.

Prüfpunkte im Registrierungs-Editor

  • Pfad des Werts ProfileImagePath kontrollieren
  • Auf doppelte Schlüssel mit identischer SID achten
  • Nur den unpassenden oder verwaisten Eintrag entfernen
  • Nach der Änderung den Rechner neu starten

Zusätzlich sollte der Ordner im Dateisystem mit dem registrierten Namen übereinstimmen. Wenn der Profilordner umbenannt, verschoben oder nach einer Bereinigung gelöscht wurde, passen Registrierung und reale Struktur nicht mehr zusammen. Stellen Sie in diesem Fall den ursprünglichen Ordnernamen wieder her oder passen Sie den Pfad im Schlüssel an. Arbeiten Sie dabei mit Bedacht, denn eine falsche Änderung kann weitere Konten beeinträchtigen.

Wenn der Profilpfad beschädigt ist

Neben dem reinen Registrierungseintrag können auch die zugehörigen Profildateien beschädigt sein. Das betrifft vor allem die Dateien NTUSER.DAT und UsrClass.dat, die zentrale Teile der Benutzereinstellungen enthalten. Ist eine dieser Dateien defekt, startet Windows das Profil oft gar nicht erst oder nur mit sehr eingeschränkter Funktion. In diesem Fall hilft es, den Ordner des Benutzers mit einem frischen Profil zu vergleichen und die vorhandenen Dateien genau zu prüfen.

Eine Reparatur über Umbenennen oder Neuanlegen des lokalen Profils ist oft sauberer als ein Versuch, einzelne Systemdateien manuell zu flicken. Lassen Sie sich in der Verzeichnisansicht den gesamten Benutzerordner anzeigen und prüfen Sie, ob darin mehrere alte Profilstände liegen. Alte Arbeitskopien, temporäre Ordner oder durch Sicherungstools erzeugte Duplikate können die Zuordnung von Windows stören. Wenn Sie einen intakten Ordner aus einem Backup haben, lässt sich das Profil damit in manchen Fällen schneller wiederherstellen als über umfangreiche Reparaturschritte.

Typische Ursachen im Dateisystem

  • Abgebrochene Schreibvorgänge nach Stromausfall oder Absturz
  • Defekte Benutzer-Hive-Dateien
  • Unvollständige Profilkopien nach einer Migration
  • Veränderte Ordnerrechte durch Bereinigungsprogramme

Rechte, Besitz und Sicherheitsrichtlinien kontrollieren

Selbst wenn die Registrierung stimmt, kann Windows ein Profil blockieren, wenn die Berechtigungen auf dem Benutzerordner nicht mehr passen. Das passiert nach Bereinigungsaktionen, bei manuellen Verschiebungen oder nach Eingriffen durch Sicherheitssoftware. Öffnen Sie die Eigenschaften des Profilordners, wechseln Sie zu den Sicherheitseinstellungen und prüfen Sie, ob der zugehörige Benutzer Vollzugriff auf seinen eigenen Ordner besitzt. Ebenso wichtig ist, dass SYSTEM und Administratoren nicht versehentlich entfernt wurden.

Übernehmen Sie bei Bedarf den Besitz auf den Ordner und seine Unterordner, damit Windows die Konfigurationsdateien wieder lesen und schreiben kann. Änderungen an Besitz und Berechtigung sollten Sie nur dann vornehmen, wenn Sie sicher sind, dass die Ordnerstruktur korrekt ist. Ein falsch gesetzter Zugriff kann Programme daran hindern, Einstellungen zu speichern, oder den Start des Profils erneut verhindern. Prüfen Sie deshalb nach der Änderung, ob sich das Konto wieder normal anmelden lässt und ob Standardordner wie Desktop und Dokumente erreichbar sind.

Hilfreiche Kontrollpunkte in den Eigenschaften

  • Register Sicherheit des Benutzerordners
  • Erweiterte Sicherheitseinstellungen mit Besitzübernahme
  • Berechtigungen für Unterordner und Dateien übernehmen
  • Nach der Korrektur einen vollständigen Neustart durchführen

Häufige Fragen

Woran erkenne ich, ob das Benutzerprofil selbst beschädigt ist?

Ein beschädigtes Profil zeigt sich oft dadurch, dass die Anmeldung nur für ein bestimmtes Konto scheitert, während andere Konten normal starten. Häufig kommen zusätzlich Hinweise auf ein temporäres Profil, fehlende Desktop-Symbole oder ein unerwartet leerer Benutzerordner hinzu.

Hilft ein Neustart überhaupt, bevor ich tiefer eingreife?

Ein Neustart ist sinnvoll, weil Windows nach einem Update, einem fehlerhaften Abmelden oder einem kurzzeitigen Sperrzustand manches Profil wieder korrekt lädt. Bleibt die Anmeldemeldung danach unverändert, liegt die Ursache meist tiefer als ein bloßer Startfehler.

Welche Prüfschritte sollte ich zuerst durchführen?

Zuerst sollte das betroffene Konto auf einem zweiten Administratorkonto getestet werden, damit Sie an die Systemwerkzeuge gelangen. Danach lohnt sich der Blick in die Ereignisanzeige, weil dort oft Hinweise auf Zugriffsprobleme, beschädigte Registry-Werte oder defekte Profilpfade stehen.

Wo finde ich die Ereignisanzeige und worauf achte ich dort?

Die Ereignisanzeige öffnen Sie über das Startmenü mit eventvwr.msc. Interessant sind Einträge unter Windows-Protokolle und Anwendung, vor allem Meldungen zum Profilverwaltungsdienst, zu NTUSER.DAT oder zu Zugriffsverweigerungen.

Wie gehe ich vor, wenn Windows ein temporäres Profil lädt?

Dann sollten Sie das Konto abmelden, den Rechner neu starten und prüfen, ob das reguläre Profil wieder geladen wird. Falls der Zustand bestehen bleibt, ist meist der betroffene Profilzweig in der Registry fehlerhaft oder die Profildateien sind nicht sauber lesbar.

Ist es sinnvoll, die Profilordner direkt zu löschen?

Ein sofortiges Löschen ist nur dann ratsam, wenn alle wichtigen Daten bereits gesichert sind und klar ist, dass das defekte Konto nicht mehr repariert werden soll. In vielen Fällen genügt es, ein neues Konto anzulegen und die Daten geordnet zu übernehmen, statt am alten Profil weiter zu arbeiten.

Welche Rolle spielt die Registry bei diesem Problem?

Die Registry enthält die Zuordnung zwischen Benutzerkonto und Profilordner, und genau dort entstehen oft die typischen Einträge mit doppelten Profil-IDs oder einer Endung wie .bak. Wird diese Zuordnung korrigiert, kann Windows das vorhandene Profil häufig wieder normal laden.

Kann ein Antivirenprogramm die Anmeldung stören?

Ja, Sicherheitssoftware kann Profildateien beim Start blockieren oder Änderungen im Benutzerordner verzögern. Deshalb lohnt sich ein Test im abgesicherten Modus oder ein vorübergehendes Deaktivieren der Echtzeitüberwachung, sofern dies mit den Sicherheitsvorgaben des Systems vereinbar ist.

Was mache ich, wenn nur ein einziges Benutzerkonto betroffen ist?

Dann ist ein kontospezifischer Schaden wahrscheinlicher als ein allgemeines Windows-Problem. In diesem Fall sind die Prüfung des lokalen Profils, der Registry-Zuordnung und der Inhalte im Benutzerordner die wichtigsten Schritte, bevor Sie mit einer Neuinstallation oder Systemwiederherstellung weitermachen.

Wann ist eine Wiederherstellung sinnvoller als manuelle Reparatur?

Eine Wiederherstellung ist oft die bessere Wahl, wenn das Problem kurz nach einem Update, Treiberwechsel oder einer Registry-Änderung aufgetreten ist. Dann lässt sich das System auf einen Zeitpunkt zurücksetzen, an dem das Konto noch sauber angemeldet wurde.

Wie kann ich verhindern, dass der Fehler später erneut auftaucht?

Regelmäßige Sicherungen, saubere Abmeldungen und ein gesunder Systemzustand reduzieren das Risiko deutlich. Zusätzlich sollten Datenträgerfehler, ausstehende Windows-Updates und ungewöhnliche Eingriffe an Benutzerprofilen im Blick bleiben, damit sich der gleiche Schaden nicht wieder einschleicht.

Fazit

Bei Problemen mit der Benutzeranmeldung hilft ein strukturiertes Vorgehen mehr als einzelne Schnellversuche. Wer Profilzustand, Registry, Ereignisanzeige, Systemdateien und Datensicherung nacheinander prüft, findet die Ursache meist deutlich schneller und kann das betroffene Konto entweder reparieren oder sauber ersetzen.

Checkliste
  • Starten Sie den PC neu und rufen Sie die erweiterten Startoptionen auf.
  • Öffnen Sie die Problembehandlung und wählen Sie die erweiterten Optionen.
  • Aktivieren Sie den abgesicherten Modus, möglichst mit Netzwerk.
  • Prüfen Sie, ob sich ein anderes Administratorkonto noch anmelden lässt.

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