Aktionscenter reagiert langsam: So wird das Juni-Update für Windows 11 wieder flüssig

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 10. Juni 2026, zuletzt aktualisiert: 10. Juni 2026

Nach dem Juni-Update berichten manche Nutzer davon, dass das Benachrichtigungs- und Schnellzugriffsfenster verzögert öffnet, erst nach mehreren Klicks reagiert oder kurz einfriert. Dahinter steckt nicht nur eine einzelne Ursache. Häufig treffen mehrere Faktoren zusammen: ein hängender Explorer-Prozess, störende Grafiktreiber, beschädigte Systemdateien, alte Startprogramme oder ein Update, das einzelne Komponenten nicht sauber übernommen hat.

Mit den folgenden Schritten lässt sich das Verhalten meist eingrenzen und beheben. Wichtig ist, nicht nur an der Oberfläche zu suchen, sondern die relevanten Windows-Bausteine nacheinander zu prüfen. So lässt sich unterscheiden, ob die Verzögerung vom System, von einem Treiber oder von einer App stammt.

Erste Prüfung: Reagiert nur der Bereich für Benachrichtigungen langsam?

Bevor du Änderungen vornimmst, lohnt sich ein kurzer Funktionsvergleich. Öffne das Menü an mehreren Stellen und achte darauf, ob nur das Panel für Mitteilungen träge wirkt oder ob auch andere Elemente des Desktops verzögert reagieren. Das hilft bei der Einordnung.

  • Öffnet sich das Fenster erst nach dem zweiten Versuch, deutet das oft auf den Explorer oder eine Erweiterung hin.
  • Reagieren Startmenü und Taskleiste ebenfalls zäh, liegt das Problem eher im System oder bei laufenden Hintergrundprozessen.
  • Ist ausschließlich die Anzeige von Hinweisen betroffen, steht eher die Benachrichtigungsverwaltung im Fokus.

Diese Einordnung spart Zeit, weil du die nächsten Schritte gezielt auswählst und nicht alle möglichen Ursachen gleichzeitig bearbeitest.

Explorer neu starten und Trägheit sofort testen

Der Windows-Explorer steuert große Teile der Oberfläche. Wenn er nach einem Update nicht sauber arbeitet, reagieren auch Schnellzugriff und Mitteilungsbereich spürbar langsamer. Ein Neustart dauert nur wenige Sekunden.

  1. Öffne den Task-Manager mit Strg + Umschalt + Esc.
  2. Suche in der Prozessliste nach Windows-Explorer.
  3. Klicke ihn mit der rechten Maustaste an und wähle Neu starten.
  4. Teste anschließend das betroffene Fenster erneut.

Falls die Verzögerung direkt verschwindet, war vermutlich nur die Explorer-Instanz blockiert. Tritt das Verhalten später wieder auf, lohnt sich die Prüfung der Autostarts und Erweiterungen.

Hintergrundprogramme und Autostart eingrenzen

Nach einem Update laden manche Programme beim Systemstart zusätzliche Dienste, Überlagerungen oder Assistenten. Solche Komponenten greifen in die Benutzeroberfläche ein und können Öffnungszeiten verlängern.

  • Öffne den Task-Manager und wechsle zum Reiter Autostart.
  • Deaktiviere testweise Einträge von Tools, die Fensterverwaltung, Tuning, Soundeffekte, Overlay-Funktionen oder Sicherheitszusatzmodule mitbringen.
  • Starte den Rechner neu und prüfe das Verhalten erneut.

Für eine saubere Eingrenzung empfiehlt sich ein schrittweises Vorgehen. Deaktiviere nicht alles auf einmal dauerhaft, sondern arbeite mit kurzen Testzyklen. So lässt sich der Auslöser leichter finden.

Grafiktreiber und Anzeigeeinstellungen prüfen

Die Windows-Oberfläche nutzt Grafikhardware für Animationen und Transparenzeffekte. Ein veralteter oder fehlerhafter Treiber kann deshalb genau dort Verzögerungen erzeugen, wo das System eigentlich schnell reagieren soll.

Anleitung
1Öffne den Task-Manager mit Strg + Umschalt + Esc.
2Suche in der Prozessliste nach Windows-Explorer.
3Klicke ihn mit der rechten Maustaste an und wähle Neu starten.
4Teste anschließend das betroffene Fenster erneut.

Gehe in der Einstellungen-App zu Windows Update und prüfe, ob optionale Treiber angeboten werden. Falls der Hersteller des Grafikkartentreibers ein aktuelleres Paket bereitstellt, installiere es direkt von dort. Anschließend lohnt sich ein Neustart.

Zusätzlich kann ein Blick auf visuelle Effekte helfen. Unter Einstellungen > Barrierefreiheit > Visuelle Effekte lassen sich Animationen und Transparenzen testweise reduzieren. Wenn das Bedienfeld danach deutlich flotter aufklappt, ist die Anzeigeverarbeitung ein wichtiger Faktor.

Systemdateien und Update-Komponenten reparieren

Bleibt die Trägheit bestehen, sollte die Integrität von Windows überprüft werden. Beschädigte Dateien nach einem Update sind keine Seltenheit und betreffen oft genau die Module, die für Oberfläche und Benachrichtigungen zuständig sind.

Öffne die Eingabeaufforderung oder Windows Terminal mit Administratorrechten und führe nacheinander diese Befehle aus:

  • sfc /scannow
  • DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth

Der erste Befehl prüft und ersetzt beschädigte Systemdateien. Der zweite stellt die Windows-Abbildkomponenten wieder her. Nach dem Abschluss startest du den Rechner neu und testest die Oberfläche erneut.

Benachrichtigungen und Schnelleinstellungen neu aufbauen

Der Bereich für Hinweise und Schnellschalter kann durch eine fehlerhafte App-Registrierung oder eine beschädigte Benutzerzuordnung ausgebremst werden. In solchen Fällen hilft oft ein sauberer Neustart der betroffenen Komponente.

Ein sinnvoller Ablauf sieht so aus:

  1. Melde dich ab und wieder an.
  2. Teste zuerst das Verhalten im normalen Benutzerprofil.
  3. Falls nur ein Profil betroffen ist, lege testweise ein neues Benutzerkonto an.
  4. Prüfe dort, ob das Fenster normal öffnet.

Funktioniert es im neuen Profil ohne Verzögerung, liegt die Ursache eher an einer Benutzereinstellung oder an einer beschädigten Profilstruktur als am gesamten System.

Update-Reste und problematische Komponenten entfernen

Manche Juni-Builds bringen Reste früherer Versionen mit, die einzelne Oberflächelemente ausbremsen. Dann hilft eine Bereinigung der Update-Caches oder eine erneute Installation der neuesten Korrekturen.

Öffne Einstellungen > Windows Update und suche nach weiteren Aktualisierungen. Installiere auch optionale Qualitätsupdates, falls sie angeboten werden. Danach ist ein Neustart wichtig, damit geänderte Bibliotheken vollständig geladen werden.

Hilfreich ist außerdem ein Blick in System > Speicher. Dort lassen sich temporäre Dateien und alte Update-Reste entfernen, die das Laden von Systemkomponenten verzögern können. Vor allem nach mehreren Update-Versuchen sammelt sich dort unnötiger Ballast an.

Saubere Eingrenzung mit einem Neustart im abgesicherten Modus

Wenn die Ursache unklar bleibt, zeigt ein abgesicherter Start sehr schnell, ob eine Zusatzsoftware beteiligt ist. In diesem Modus lädt Windows nur die wichtigsten Dienste und Treiber.

  • Öffne die Systemkonfiguration über msconfig oder die erweiterten Startoptionen.
  • Starte den Rechner im abgesicherten Modus mit Netzwerk, falls du noch Treiber oder Updates laden möchtest.
  • Teste das Bedienfeld dort erneut.

Ist die Oberfläche im abgesicherten Modus deutlich schneller, liegt die Ursache fast immer außerhalb der Kerninstallation. Dann kommen Autostart, Zusatztools oder ein spezieller Treiber besonders infrage.

Wann eine Zurücksetzung sinnvoll ist

Wenn alle Prüfungen keinen klaren Auslöser liefern, bleibt als nächster Schritt die Reparaturinstallation oder in hartnäckigen Fällen das Zurücksetzen einzelner Windows-Komponenten. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn das System erst seit dem Juni-Update auffällig reagiert und mehrere Funktionen gleichzeitig langsamer geworden sind.

Vor einer größeren Maßnahme solltest du Daten sichern und prüfen, ob ein Wiederherstellungspunkt vorhanden ist. Danach kannst du Windows mit einer Inplace-Reparatur über das Installationsmedium auffrischen, ohne persönliche Dateien zu verlieren. Diese Methode ersetzt beschädigte Systembereiche und erhält die meisten Einstellungen.

Wer den Aufwand geringer halten möchte, startet zunächst mit dem Entfernen störender Autostarts, einer Treiberaktualisierung und der Reparatur der Systemdateien. In vielen Fällen genügt genau diese Reihenfolge bereits, damit das Bedienfeld wieder ohne spürbare Verzögerung arbeitet.

Warum das Benachrichtigungsfeld zäh reagiert

Das zentrale Bedienfeld in Windows 11 hängt nicht an einer einzigen Komponente. Es besteht aus der Shell-Oberfläche, mehreren Diensten, der Grafikdarstellung, der Benachrichtigungsverwaltung und den Systemprozessen, die Schnelleinstellungen und Kalender einblenden. Reagiert dieser Bereich verzögert, liegt die Ursache oft in einer Überlagerung aus alter Sitzung, blockierten Hintergrundaufgaben und beschädigten UI-Komponenten.

Nach dem Juni-Update fällt besonders auf, dass die Oberfläche zwar optisch normal geladen wird, die Eingaben aber erst mit spürbarer Verzögerung angenommen werden. Das betrifft Klicks auf das Symbol in der Taskleiste, das Öffnen per Tastenkürzel und das Schließen des Bereichs. Entscheidend ist deshalb, nicht nur das sichtbare Verhalten zu prüfen, sondern die Mechanik dahinter sauber einzugrenzen.

Ein sinnvoller erster Schritt ist die Trennung zwischen Anzeigeproblem und Bedienproblem. Öffnet sich das Feld langsam, werden aber Benachrichtigungen selbst korrekt verarbeitet, spricht viel für eine Hänger in der Shell. Bleibt auch die Aktualisierung von Uhrzeit, Kalender oder Netzwerkstatus träge, ist oft ein tiefer liegendes Systemthema beteiligt. Diese Unterscheidung spart Zeit bei der Fehlersuche und führt schneller zur passenden Maßnahme.

Schnelltest mit mehreren Eingabepfaden

Bevor tiefere Reparaturen beginnen, sollte das Verhalten über verschiedene Wege geprüft werden. So lässt sich erkennen, ob nur die Mausgeste ausbremst oder der gesamte Bereich betroffen ist. Das hilft auch dabei, einen fehlerhaften Kontextmenü-Zustand, ein Problem mit dem Maustreiber oder eine gestörte Tastatureingabe auszuschließen.

  • Mit der Maus auf das Datum oder das Lautsprechersymbol klicken.
  • Die Tastenkombination Windows-Taste + A verwenden.
  • Zwischen mehreren Monitoren wechseln, falls ein Mehrbildschirm-Setup genutzt wird.
  • Nach einer Anmeldung direkt testen und noch einmal einige Minuten später.

Wenn die Verzögerung nur nach längerer Laufzeit auftritt, sind Speicherbelastung, aufgestaute Shell-Aufgaben oder ein Dienst, der im Hintergrund blockiert, wahrscheinlicher als ein dauerhafter Defekt. Tritt die Trägheit direkt nach dem Start auf, rückt eher der Anmeldeprozess, ein Autostart-Programm oder ein fehlerhaft geladenes Benutzerprofil in den Vordergrund.

Zusätzlich lohnt ein Blick auf Sonderfälle: Tablet-Modus, Stiftbedienung, Dockingstationen und Fernzugriffssoftware verändern häufig die Art, wie Windows Benachrichtigungen und Schnellzugriffe rendert. Wer in solchen Umgebungen arbeitet, sollte das Verhalten einmal im normalen lokalen Desktopbetrieb vergleichen.

Dienste und Shell-Registrierung gezielt neu anstoßen

Ein zähes Bedienfeld hängt oft an Windows-Prozessen, die nur für die aktuelle Sitzung blockiert sind. In solchen Fällen reicht es nicht, den Explorer zu beenden. Hilfreich ist ein Neustart der Komponenten, die das Benachrichtigungszentrum und die Schnellzugriffe versorgen. Das lässt sich ohne Neustart des gesamten Rechners erledigen.

  1. Mit Strg + Umschalt + Esc den Task-Manager öffnen.
  2. Im Bereich Prozesse nach Windows-Explorer suchen.
  3. Den Prozess neu starten und prüfen, ob das Bedienfeld wieder zügig öffnet.
  4. Falls die Trägheit bleibt, den Task-Manager geschlossen lassen und abmelden oder neu starten.

Zusätzlich kann es helfen, die zugehörigen Shell-Dienste im Hintergrund zu prüfen. Vor allem Benachrichtigungs- und Leistungsfunktionen reagieren empfindlich, wenn Sicherheitssoftware, Tuning-Programme oder Anzeigehilfen dazwischenfunken. Wer kürzlich neue Tools für Taskleisten-Anpassungen, Fensterverwaltung oder Desktop-Widgets installiert hat, sollte diese probeweise deaktivieren.

Ein weiterer Punkt betrifft den Zustand der Benutzeranmeldung. Ist die Sitzung sehr lange offen, sammeln sich im Shell-Kontext kleinere Blockaden an. Ein sauberer Ab- und erneuter Anmeldevorgang beseitigt oft nur den oberflächlichen Stau, nicht aber die Ursache. Deshalb lohnt danach der Blick auf Dienste, die zum Start geladen werden und die Oberfläche beeinflussen.

Typische Einstellungsbereiche, die das Verhalten beeinflussen

Die wichtigen Schalter liegen an mehreren Stellen im System. Wer systematisch vorgeht, spart sich Umwege und kann gezielt prüfen, ob die Reaktionszeit des Feldes nach einer Änderung wieder besser wird. Besonders relevant sind diese Bereiche:

  • Einstellungen > System > Benachrichtigungen: Benachrichtigungen aktiv, priorisiert oder eingeschränkt?
  • Einstellungen > Personalisierung > Taskleiste: Sichtbarkeit und Verhalten der Taskleisten-Elemente.
  • Einstellungen > System > Fokus: Modus mit reduzierten Einblendungen aktiv?
  • Einstellungen > Barrierefreiheit: Visuelle Effekte, Animationen und Transparenz.
  • Einstellungen > System > Anzeige: Skalierung, Auflösung und mehrere Bildschirme.

Gerade Transparenz und Animationen wirken sich stärker aus, als man zunächst vermutet. Bei älteren GPUs, sparsamer Hardware oder Treiberproblemen kann die Oberfläche sichtbar stocken, obwohl das System an sich noch arbeitet. Wer testweise Animationen reduziert, erkennt schnell, ob die Verzögerung aus der Darstellung oder aus dem eigentlichen Öffnen des Bereichs stammt.

Auch Fokus-Regeln spielen eine Rolle. Ein aktivierter Fokuszustand blendet nicht nur Meldungen aus, sondern verändert oft die Wahrnehmung des Systems, weil weniger visuelle Rückmeldungen erscheinen. Das lässt das Öffnen des Feldes nicht zwingend schneller werden, kann aber die Diagnose verfälschen. Deshalb sollte dieser Modus vor der weiteren Suche einmal ausgeschaltet werden.

Anzeige-, Skalierungs- und Eingabeprobleme sauber trennen

In vielen Fällen entsteht die scheinbare Langsamkeit durch eine träge Darstellung, nicht durch eine langsame Reaktion der Steuerung. Wenn das Element mit Verzögerung aufgeht, aber danach sofort bedienbar ist, liegt der Schwerpunkt häufig bei Skalierung, Grafikbeschleunigung oder einer ungewöhnlichen Bildschirminstallation. Besonders verbreitet sind Effekte auf Systemen mit 125- oder 150-prozentiger Skalierung, externen Monitoren oder wechselnden Dockingprofilen.

Zur Eingrenzung helfen diese Schritte:

  1. Die Skalierung testweise auf den empfohlenen Wert setzen.
  2. Alle externen Bildschirme kurz abziehen und nur mit einem Monitor prüfen.
  3. Die Bildwiederholrate im Einstellungsbereich der Anzeige kontrollieren.
  4. Falls HDR aktiv ist, den Zustand vorübergehend ändern und erneut testen.

Ein weiteres Detail ist die Hardwarebeschleunigung in Anwendungen, die häufig Benachrichtigungen erzeugen. Browser, Chat-Programme und Teams-Clients können das System belasten, ohne dass es auf den ersten Blick auffällt. Werden viele Pop-ups erzeugt oder läuft ein Livestream im Hintergrund, steigt die Last auf die Shell. Dann wirkt das Öffnen des Fensters zäher, obwohl die eigentliche Ursache außerhalb des Windows-Bereichs liegt.

Wer ein OCR-, Screen-Recording- oder Fernwartungs-Tool verwendet, sollte diese Werkzeuge ebenfalls prüfen. Solche Programme hängen sich oft tief in die grafische Darstellung ein. Ein kurzer Test ohne sie zeigt schnell, ob sich die Oberfläche danach wieder flüssiger verhält.

Update-Nachwirkungen mit Bordmitteln beseitigen

Nach einem kumulativen Update können Reste in temporären Ordnern, Cache-Dateien und Komponentenstores zurückbleiben. Sie blockieren nicht immer den gesamten Rechner, aber einzelne UI-Bestandteile reagieren deutlich langsamer. Für eine stabile Oberfläche ist es deshalb sinnvoll, das Update-Umfeld mit Windows-Bordmitteln aufzuräumen.

Bewährt hat sich diese Reihenfolge:

  1. Den Rechner neu starten und direkt danach erneut testen.
  2. Die Datenträgerbereinigung oder Speicheroptimierung ausführen.
  3. Temporäre Dateien über die Systemeinstellungen entfernen.
  4. Windows Update erneut suchen lassen, damit eventuelle Nachbesserungen installiert werden.

Falls die Oberfläche nur nach dem Update träge bleibt, kann auch ein Konflikt mit bereits installierten Geräteschaltern oder OEM-Diensten vorliegen. Dann hilft es, die Update-Historie mit den zuletzt installierten Treibern und Hersteller-Tools abzugleichen. Besonders USB-Dockingsoftware, Audio-Enhancer und Touchpad-Erweiterungen sind hier auffällig, weil sie in die Systemkommunikation eingreifen.

Wichtig ist außerdem, nicht nur auf die sichtbare Verzögerung zu schauen. Prüfe, ob die Tastenkombinationen für Benachrichtigungen, Lautstärke und Netzwerk ebenfalls langsamer arbeiten. Weichen diese voneinander ab, spricht das für ein Problem im jeweiligen Funktionszweig und nicht für eine allgemeine Systemüberlastung.

Wann sich eine tiefere Reparatur der Benutzeroberfläche lohnt

Bleibt die Bedienung auch nach Neustart, Update-Prüfung und Treiberkontrolle träge, ist die Oberfläche selbst ein guter Kandidat für eine gezielte Neuinitialisierung. Dabei geht es nicht nur darum, den sichtbaren Bereich zu entlasten, sondern die Komponenten neu zu registrieren, die für das Zusammenspiel von Taskleiste, Schnellzugriffen und Meldungen zuständig sind.

Ein sinnvoller Weg ist die Prüfung des Benutzerprofils. Manchmal ist nur das aktuelle Konto betroffen, während ein zweites Administratorkonto das Problem nicht zeigt. Dann liegt der Fehler eher in Profilcache, personalisierten Einstellungen oder per Nutzer installierten Anwendungen. In diesem Fall hilft oft:

  • Ein neues lokales Testkonto anlegen.
  • Die Reaktion dort vergleichen.
  • Bei besserem Verhalten das ursprüngliche Profil bereinigen oder migrieren.

Zeigt sich die Verzögerung auch im neuen Konto, rückt das Systemprofil in den Mittelpunkt. Dann sind Update-Komponenten, Shell-Dateien oder Anzeige-Frameworks wahrscheinlicher als individuelle Anpassungen. In solchen Fällen lohnt sich eine Reparaturinstallation, wenn mehrere Stellen bereits geprüft wurden und keine einzelne Ursache übrig bleibt.

Für den Alltag ist außerdem sinnvoll, Änderungen schrittweise zurückzunehmen. Neue Desktop-Tools, Widgets, Launcher oder Taskleisten-Erweiterungen sollten nicht alle auf einmal entfernt werden. Wer einzeln testet, erkennt zuverlässig, welches Programm den Ablauf bremst. Dieses Vorgehen verhindert, dass mehrere mögliche Ursachen gleichzeitig verschwinden und die Diagnose unklar wird.

Fragen und Antworten

Woran erkenne ich, ob nur die Benachrichtigungsleiste betroffen ist?

Öffne die Uhrzeit oder das Benachrichtigungssymbol und achte darauf, ob der Bereich verzögert aufgeht, während andere Eingaben normal reagieren. Teste danach auch das Netzwerk- und Lautstärkesymbol, denn bei einer allgemeinen Oberflächenverzögerung hängen mehrere Elemente zusammen.

Hilft ein Neustart des Windows-Explorers wirklich?

Ja, weil das Aktionszentrum zur Explorer-Oberfläche gehört und nach einem Hänger oft erst nach einem Neustart der Shell wieder normal arbeitet. Öffne dazu den Task-Manager, wähle den Windows-Explorer aus und starte ihn neu.

Welche Stelle in Windows 11 ist dafür zuerst sinnvoll zu prüfen?

Beginne bei den Einstellungen unter

  • System
  • Benachrichtigungen
  • Schnelleinstellungen

, denn dort liegen mehrere Funktionen, die das Verhalten der rechten unteren Ecke beeinflussen. Auch die Anzeige von Hinweisen und die Anzahl aktiver App-Benachrichtigungen sollten überprüft werden.

Können Autostart-Programme das Öffnen ausbremsen?

Ja, vor allem wenn viele Hintergrunddienste direkt nach dem Hochfahren starten und die Oberfläche noch beschäftigt ist. Deaktiviere im Task-Manager unter

  • Autostart
  • Apps
  • Hintergrundprogramme

testweise alles, was nicht zwingend gebraucht wird, und beobachte den Effekt nach einem Neustart.

Was bringt ein Blick auf Grafiktreiber und Anzeigeoptionen?

Fehlerhafte oder sehr alte Grafiktreiber können kleine UI-Bereiche zäh machen, obwohl der Rest des Systems schnell bleibt. Prüfe deshalb im Geräte-Manager den Treiberstatus und setze bei Bedarf die Anzeigeeinstellungen auf einen unauffälligen Standard zurück.

Warum sollte ich Systemdateien kontrollieren?

Weil beschädigte Windows-Komponenten die Bedienoberfläche ausbremsen oder einzelne Elemente nicht sauber laden lassen können. Starte eine Eingabeaufforderung mit Administratorrechten und führe nacheinander die Prüfungen für Systemdateien und das Abbild aus.

Welche Reparaturen sind bei Problemen nach einem Update sinnvoll?

Nach einem fehlerhaften Update helfen oft das Zurücksetzen von Update-Komponenten und das Entfernen alter Installationsreste. Leere dabei temporäre Update-Ordner nicht blind, sondern nutze die vorgesehenen Reparaturwege in Windows oder die Datenträgerbereinigung.

Wann ist der abgesicherte Modus die richtige Wahl?

Er eignet sich, wenn du prüfen willst, ob ein Treiber, ein Autostart-Eintrag oder ein Zusatzdienst die Verzögerung verursacht. Wenn das Problem dort verschwindet, liegt die Ursache fast immer außerhalb der Basisinstallation von Windows.

Wie gehe ich vor, wenn nur einzelne Konten betroffen sind?

Dann lohnt sich ein Test mit einem zweiten Benutzerprofil, weil beschädigte Profildaten oder benutzerbezogene Einstellungen den Bereich einzeln beeinflussen können. Meldet sich das System im neuen Konto normal, sollte das alte Profil gezielt bereinigt oder neu aufgebaut werden.

Wann ist eine Rücksetzung des Systems wirklich nötig?

Sie wird erst dann interessant, wenn Reparaturen, Treiberwechsel und der abgesicherte Modus keine Besserung bringen. Vorher sollten Daten gesichert und alle kleineren Ursachen ausgeschlossen sein, damit die Ursache nicht unnötig überdeckt wird.

Fazit

Ein träge reagierender Benachrichtigungsbereich lässt sich meist auf eine überschaubare Ursache zurückführen, etwa auf den Explorer, einen Treiber, ein Profilproblem oder Reste eines Updates. Wer die Schritte in dieser Reihenfolge prüft, grenzt die Fehlerquelle sauber ein und kann Windows 11 meist ohne Neuinstallation wieder flott machen.

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