Windows-Ereignisprotokoll: Ereignisanzeige bleibt leer oder startet nicht

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 14. Juni 2026, zuletzt aktualisiert: 14. Juni 2026

Die Ereignisanzeige gehört zu den wichtigsten Diagnosewerkzeugen in Windows. Sie sammelt Einträge zu Systemstart, Diensten, Treibern, Anmeldungen und Anwendungsfehlern. Bleibt das Fenster ohne Inhalt oder verweigert den Start, liegt die Ursache meist nicht an einem einzigen Defekt, sondern an einer Kombination aus Dienstproblemen, beschädigten Protokolldateien, Berechtigungen oder fehlerhaften Abfragen.

Damit das Werkzeug wieder sauber arbeitet, hilft ein systematisches Vorgehen. Zuerst werden die Grundlagen geprüft, danach folgen Diensteinträge, Protokolldateien und die Reparatur des Systems. So lässt sich die Ursache eingrenzen, ohne mehrere Dinge gleichzeitig zu verändern.

Erste Prüfung: Dienst und Startverhalten absichern

Öffnen Sie zunächst die Diensteverwaltung. Drücken Sie Windows-Taste + R, geben Sie services.msc ein und bestätigen Sie mit Enter. Suchen Sie dort nach Windows-Ereignisprotokoll. Der Dienst sollte auf Wird ausgeführt stehen und der Starttyp auf Automatisch gesetzt sein.

  • Ist der Dienst beendet, starten Sie ihn manuell.
  • Ist der Starttyp deaktiviert, ändern Sie ihn auf Automatisch.
  • Hängt der Dienst beim Start, notieren Sie die Fehlermeldung und fahren Sie mit den weiteren Schritten fort.

Zusätzlich lohnt ein Blick auf abhängige Dienste. Der Ereignisdienst nutzt Komponenten wie RPC und die Protokollierung im Hintergrund. Wenn dort etwas blockiert ist, bleibt die Anzeige oft leer, obwohl das Fenster geöffnet wird.

Zugriff mit erhöhten Rechten testen

Manche Einträge erscheinen nur, wenn die Anwendung mit erweiterten Rechten geöffnet wird. Suchen Sie im Startmenü nach der Ereignisanzeige, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie Als Administrator ausführen. Wenn das Programm danach Inhalte lädt, spricht das für ein Berechtigungsproblem oder eine eingeschränkte Benutzerumgebung.

Prüfen Sie in diesem Zusammenhang auch, ob Sie mit einem lokalen Standardkonto arbeiten. Testweise kann ein Konto mit Administratorrechten helfen, den Zugriff einzugrenzen. Bleibt die Anzeige selbst dort leer, liegt die Ursache meist tiefer im System oder in der Protokollstruktur.

Protokolldateien neu aufbauen

Beschädigte Logdateien gehören zu den häufigsten Gründen, warum keine Inhalte mehr erscheinen. Windows speichert die Protokolle im Verzeichnis C:WindowsSystem32winevtLogs. Arbeiten Sie dort vorsichtig und sichern Sie zunächst den Zustand des Ordners.

  1. Schließen Sie die Ereignisanzeige.
  2. Öffnen Sie den Ordner C:WindowsSystem32winevtLogs.
  3. Kopieren Sie die vorhandenen .evtx-Dateien an einen sicheren Ort.
  4. Benennen Sie problematische Dateien testweise um oder verschieben Sie sie in einen Backup-Ordner.
  5. Starten Sie den Dienst Windows-Ereignisprotokoll neu.

Öffnet sich die Anzeige danach wieder, war eine defekte Protokolldatei der Auslöser. In vielen Fällen reichen einzelne beschädigte Logs aus, damit die gesamte Ansicht nicht mehr sauber lädt. Die Sicherung bleibt wichtig, damit keine historischen Einträge verloren gehen.

Ansichten und Filter zurücksetzen

Ein leerer Bereich muss nicht bedeuten, dass keine Daten vorhanden sind. Häufig blendet eine gespeicherte Ansicht alle Ergebnisse aus. Das kann nach einem Wechsel zwischen benutzerdefinierten Filtern oder mehreren gespeicherten Ansichten passieren.

Anleitung
1Schließen Sie die Ereignisanzeige.
2Öffnen Sie den Ordner C:WindowsSystem32winevtLogs.
3Kopieren Sie die vorhandenen .evtx-Dateien an einen sicheren Ort.
4Benennen Sie problematische Dateien testweise um oder verschieben Sie sie in einen Backup-Ordner.
5Starten Sie den Dienst Windows-Ereignisprotokoll neu.

  • Öffnen Sie in der linken Spalte zuerst Windows-Protokolle und dann System.
  • Prüfen Sie, ob rechts eine aktive Filterung angezeigt wird.
  • Entfernen Sie benutzerdefinierte Ansichten, die nur bestimmte Ereignisnummern zeigen.
  • Wechseln Sie testweise auf Alle Ereignisse anzeigen, falls diese Option verfügbar ist.

Auch gespeicherte benutzerdefinierte Ansichten können beschädigt sein. Löschen Sie in diesem Fall die problematische Ansicht und legen Sie sie danach neu an. So stellen Sie sicher, dass die Anzeige nicht von einer fehlerhaften Filterlogik blockiert wird.

Systemdateien und Komponenten reparieren

Wenn Dienst, Dateien und Ansichten unauffällig wirken, sollte Windows selbst überprüft werden. Öffnen Sie dazu eine Eingabeaufforderung mit Administratorrechten und führen Sie nacheinander diese Befehle aus:

sfc /scannowDISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth

Der erste Befehl prüft geschützte Systemdateien. Der zweite stellt Komponenten des Windows-Abbilds wieder her. Beide Schritte können eine beschädigte Protokollverwaltung, fehlerhafte Bibliotheken oder defekte Systemabhängigkeiten beseitigen.

Warten Sie jeweils den Abschluss ab, auch wenn der Vorgang länger dauert. Ein Neustart danach ist sinnvoll, damit Dienste und Bibliotheken neu geladen werden.

Festplatte und Speicherort kontrollieren

Eine fehlerhafte SSD oder Festplatte kann dieselben Symptome auslösen. Prüfen Sie deshalb, ob es Lesefehler, ungewöhnliche Geräusche, Abstürze oder Smart-Warnungen gibt. Mit chkdsk lässt sich das Laufwerk auf Dateisystemfehler untersuchen.

Falls das Systemprotokoll auf einem knapp gefüllten Laufwerk liegt, kann auch Speicherplatzmangel die Ursache sein. Achten Sie darauf, dass auf dem Systemlaufwerk ausreichend freier Platz vorhanden ist. Ist der Datenträger fast voll, erzeugen Protokolle keine stabilen Schreibvorgänge mehr.

Start im abgesicherten Modus vergleichen

Der abgesicherte Modus hilft dabei, Fremdeinflüsse zu erkennen. Starten Sie Windows mit minimalen Treibern und Diensten und öffnen Sie dann die Ereignisanzeige erneut. Funktioniert sie dort, blockiert wahrscheinlich ein Zusatzdienst, eine Sicherheitssoftware oder ein Tuning-Programm den normalen Ablauf.

Deaktivieren Sie anschließend verdächtige Autostarts schrittweise über den Task-Manager oder die Diensteverwaltung. Nach jedem Schritt testen Sie die Anzeige erneut. So finden Sie heraus, welche Komponente den Zugriff stört, ohne das System unnötig zu verändern.

Benutzerprofil und lokale Richtlinien prüfen

Ein beschädigtes Benutzerprofil kann dazu führen, dass Fenster leer bleiben oder Einstellungen nicht geladen werden. Testen Sie deshalb ein zweites lokales Konto. Öffnet sich die Ereignisanzeige dort normal, ist das ursprüngliche Profil der engere Verdachtsfall.

In Firmennetzwerken können Gruppenrichtlinien außerdem den Zugriff auf Verwaltungstools beschränken. Prüfen Sie, ob Richtlinien den Zugriff auf Verwaltungskonsolen, MMC-Snap-Ins oder bestimmte Protokolle beeinflussen. In solchen Umgebungen muss die Freigabe oft zentral angepasst werden.

Neustart-Reihenfolge und Kontrolle nach der Reparatur

Nach Reparaturschritten sollte die Reihenfolge stimmen. Beenden Sie zuerst die Anwendung, starten Sie den Ereignisdienst neu und führen Sie dann einen kompletten Neustart durch. Öffnen Sie die Anzeige erst wieder, wenn Windows vollständig geladen ist.

  • Prüfen Sie, ob die Kategorien in der linken Spalte wieder gefüllt sind.
  • Öffnen Sie mehrere Protokolle, etwa System, Anwendung und Sicherheit.
  • Kontrollieren Sie, ob neue Einträge mit aktuellem Zeitstempel erscheinen.
  • Speichern Sie bei Bedarf eine frische benutzerdefinierte Ansicht.

So lässt sich abschließend beurteilen, ob der Zugriff dauerhaft wiederhergestellt wurde oder ob noch eine tieferliegende Komponente eingreift. Bleiben die Protokolle nach all diesen Schritten leer, ist eine genauere Analyse über Ereignisdienst, Windows-Reparaturinstallation oder eine Wiederherstellung aus einem früheren Zustand der nächste sinnvolle Weg.

Warum die Anzeige leer bleibt oder gar nicht erst öffnet

Die Ereignisanzeige hängt in Windows an mehreren Bausteinen gleichzeitig: Dienststeuerung, Protokolldateien, Berechtigungen, Speicherort und die Integrität der Verwaltungskonsole. Fällt einer dieser Teile aus, wird das Fenster zwar gestartet, zeigt aber keine Einträge an, lädt endlos oder bricht direkt wieder ab. In der Praxis liegt die Ursache oft nicht bei einem einzigen Defekt, sondern bei einer Kombination aus beschädigten Logdateien, gestörter MMC-Konfiguration oder einem Dienst, der nicht sauber hochkommt.

Damit die Fehlersuche nicht im Kreis läuft, hilft eine Reihenfolge mit klaren Prüfungen. Erst wird die Grundfunktion der Verwaltung abgesichert, danach folgen die Datenquelle, das Benutzerumfeld und die Systemkomponenten. So lässt sich eingrenzen, ob nur die Oberfläche betroffen ist oder ob die Protokollierung selbst nicht mehr arbeitet.

Die Dienstkette vollständig prüfen

Für die Protokollansicht sind vor allem Windows-Ereignisprotokoll, Remoteprozeduraufruf, DCOM-Serverprozessstart und einige abhängige Dienste wichtig. Ein einzelner nicht gestarteter Dienst reicht schon aus, damit die Liste leer bleibt oder die Konsole hängen bleibt. Öffne deshalb die Diensteverwaltung und kontrolliere nicht nur den sichtbaren Hauptdienst, sondern auch den Starttyp und mögliche Abhängigkeitsfehler.

  • Öffne Win + R, gib services.msc ein und bestätige mit Enter.
  • Suche Windows-Ereignisprotokoll und prüfe, ob der Status auf Wird ausgeführt steht.
  • Öffne die Eigenschaften und setze den Starttyp auf Automatisch.
  • Kontrolliere die Abhängigkeiten auf unauffällige Fehler oder deaktivierte Gegenstücke.
  • Starte den Dienst testweise neu, nachdem abhängige Dienste ebenfalls verfügbar sind.

Falls ein Neustart nicht möglich ist, lohnt sich ein Blick in die Systemereignisse über eine andere Konsole oder über eventvwr.msc im Startmenü. Auch dort kann schon der Fehler sichtbar werden, der den Ladevorgang blockiert. Besonders hilfreich sind Meldungen zu Zugriffsrechten, nicht lesbaren Logdateien oder Problemen mit dem Speicherort unter System32winevtLogs.

Die Verwaltungsoberfläche separat testen

Es kommt vor, dass nicht das Protokoll selbst, sondern die MMC-Konsole beschädigt ist. Dann funktioniert die Datensammlung im Hintergrund noch, aber die Oberfläche zeigt nichts an oder stürzt ab. In diesem Fall hilft ein Vergleich mit einem alternativen Aufruf der Konsole und mit einem zweiten Benutzerkonto. Öffnet sich die Ereignisanzeige unter einem neuen Profil sauber, liegt die Ursache eher in der lokalen Benutzereinstellung als im Systemdienst.

Hilfreich ist außerdem ein Start über eventvwr.msc aus dem Ausführen-Dialog und ein Aufruf über die Windows-Suche. Reagiert nur eine der Varianten falsch, ist das ein Hinweis auf defekte Verknüpfungen oder eine beschädigte MMC-Registrierung. Bleibt die Ansicht in allen Varianten leer, liegt der Verdacht stärker auf den Protokolldateien oder den Berechtigungen.

  1. Öffne Ausführen mit Win + R.
  2. Starte die Konsole mit eventvwr.msc.
  3. Teste zusätzlich den Aufruf über das Startmenü.
  4. Melde dich kurz mit einem anderen lokalen Konto an.
  5. Vergleiche, ob die Struktur links geladen wird und ob Einträge erscheinen.

Bleibt das Problem nur im ursprünglichen Konto bestehen, hilft häufig das Zurücksetzen der lokalen Konsolenkonfiguration im Benutzerprofil. Auch Gruppenrichtlinien oder Sicherheitssoftware können die Darstellung beeinflussen, selbst wenn die Protokolle selbst intakt sind. Deshalb sollte die Oberfläche nie isoliert betrachtet werden.

Protokolldateien, Schreibrechte und Sperren untersuchen

Die eigentliche Ereigniserfassung landet in EVTX-Dateien. Sind diese Dateien beschädigt, gesperrt oder nicht beschreibbar, bleibt die Ansicht leer, weil keine neuen Daten nachgeladen werden können. Der Speicherort liegt standardmäßig unter C:WindowsSystem32winevtLogs. Dort sollten die Dateien vorhanden, lesbar und nicht durch ein Fremdprogramm blockiert sein.

Für die Prüfung sind vor allem drei Punkte wichtig: genug freier Speicher, korrekte NTFS-Berechtigungen und keine exklusive Sperre durch Backup-, Tuning- oder Sicherheitssoftware. Manche Produkte überwachen Logdateien aggressiv und verhindern damit Schreibzugriffe. Auch Dateisystemfehler oder ein voller Datenträger können dazu führen, dass Protokolle nicht mehr ergänzt werden.

  • Prüfe den freien Speicher auf dem Systemlaufwerk.
  • Öffne den Log-Ordner und achte auf ungewöhnlich kleine, fehlende oder nicht aktualisierte Dateien.
  • Kontrolliere die Sicherheitseinstellungen des Ordners auf lesende und schreibende Rechte für das System.
  • Deaktiviere testweise Log-überwachende Zusatzprogramme.
  • Starte eine Prüfung des Laufwerks mit chkdsk, wenn Zugriffsfehler oder Dateisystemwarnungen vorliegen.

Wichtig ist auch die Zeitbasis. Eine falsch gesetzte Systemzeit oder beschädigte Zeitsynchronisation kann dazu führen, dass Ereignisse scheinbar außerhalb des erwarteten Fensters liegen. Dann wirkt die Liste leer, obwohl Einträge vorhanden sind. In so einem Fall lohnt sich der Blick auf Datumsbereich, Zeitzone und Synchronisation des Systems.

MMC-Cache, Konsolendateien und Benutzerumgebung bereinigen

Die Ereignisanzeige speichert für die Darstellung eigene Benutzerdateien und Ansichten. Sind diese beschädigt, hilft oft das Löschen oder Zurücksetzen der lokalen Konfigurationsdateien. Die Konsole baut die Ansicht dann neu auf. Das betrifft nicht die Protokolle selbst, sondern nur die gespeicherten Fensterzustände, Filter und zuletzt verwendeten Ansichten.

Ein sauberer Weg ist das Umbenennen oder Entfernen der lokalen MMC-Cache-Dateien im Benutzerprofil. Danach wird die Oberfläche neu erzeugt. Wer dazu keine manuellen Eingriffe machen möchte, kann auch ein neues Benutzerprofil testen. Lädt die Protokollansicht dort normal, ist die Ursache im alten Profil zu suchen.

  • Schließe alle MMC-Fenster.
  • Suche im Benutzerprofil nach gespeicherten Konfigurationsdateien der Konsole.
  • Benenne verdächtige Dateien testweise um statt sie sofort zu löschen.
  • Starte Windows danach neu und öffne die Ereignisanzeige erneut.
  • Vergleiche das Verhalten mit einem neu angelegten lokalen Benutzerkonto.

Auch Sicherheitsrichtlinien können hier hineinspielen. In Firmenumgebungen sperren administrative Vorlagen manchmal den Zugriff auf bestimmte Verwaltungstools oder filtern Protokollbereiche aus. Dann wirkt die Liste leer, obwohl die Konsole technisch funktioniert. Eine lokale Admin-Anmeldung oder ein Vergleich außerhalb der Domänenrichtlinien schafft Klarheit.

Die Protokollierung über die Eingabeaufforderung verifizieren

Wer die Ursache sauber eingrenzen will, prüft nicht nur die Oberfläche, sondern auch die Protokollfunktionen über die Kommandozeile. Damit lässt sich feststellen, ob Windows Ereignisse überhaupt noch lesen kann. Nützlich sind hier Befehle, die die vorhandenen Logs auflisten oder den Status des Dienstes abfragen. So wird sichtbar, ob der Datenpfad intakt ist, obwohl die grafische Ansicht versagt.

Ein kurzer Test mit Verwaltungsrechten zeigt, ob das System Ereignisse ausgibt oder mit Fehlercodes antwortet. Bleibt die Rückmeldung aus, deutet das auf einen tieferen Fehler in der Protokollierungsinfrastruktur hin. Gibt die Konsole aber Daten aus, ist die Ursache eher in der MMC oder im Benutzerprofil zu suchen.

  1. Öffne die Eingabeaufforderung oder PowerShell mit administrativen Rechten.
  2. Nutze einen Dienststatus-Check für das Ereignisprotokoll.
  3. Lasse vorhandene Protokolle auflisten und prüfe, ob Einträge zurückkommen.
  4. Vergleiche das Ergebnis mit der grafischen Anzeige.
  5. Notiere Fehlermeldungen, die auf Zugriffsprobleme oder beschädigte Logs hindeuten.

Diese Gegenprobe spart Zeit, weil sie die Fehlersuche auf die betroffene Ebene eingrenzt. Eine leere Oberfläche ist eben nicht automatisch ein leeres Protokoll. Erst der Abgleich zwischen Oberfläche, Dienststatus und Dateisystem zeigt, wo die Kette unterbrochen ist.

Typische Ursachen im Überblick und sinnvolle Reihenfolge

In der Praxis haben sich bestimmte Auslöser besonders oft gezeigt. Wer sie in einer sinnvollen Reihenfolge prüft, kommt schneller zu einer stabilen Lösung. Die Reihenfolge sollte immer mit den leicht rücksetzbaren Punkten beginnen und erst danach tiefer in das System eingreifen.

  • Der Dienst Windows-Ereignisprotokoll läuft nicht dauerhaft oder hängt beim Start.
  • Die Protokolldateien sind beschädigt oder nicht mehr beschreibbar.
  • Ein Sicherheitsprogramm blockiert Zugriff oder Schreibvorgänge.
  • Die MMC-Konfiguration des Benutzers ist defekt.
  • Systemdateien oder Komponenten der Verwaltungskonsole sind beschädigt.
  • Ein Gruppenrichtlinienobjekt verhindert die Anzeige oder ändert den Zugriff.

Die beste Reihenfolge ist daher: Dienst prüfen, Oberfläche vergleichen, Logs und Speicherort kontrollieren, Benutzerprofil testweise ausschließen und danach erst Systemkomponenten sowie Richtlinien anpacken. So bleibt die Reparatur nachvollziehbar und es werden keine unnötigen Änderungen an anderen Bereichen vorgenommen.

Nach jeder Änderung sollte die Konsole neu gestartet und die Anzeige mit einem bekannten Ereignis geprüft werden. Nur so lässt sich feststellen, ob die Maßnahme wirklich gegriffen hat. Sind wieder Einträge sichtbar, empfiehlt sich ein kurzer Kontrollblick auf weitere Protokolle wie Anwendung, System und Sicherheit, damit die gesamte Protokollierung wieder zuverlässig arbeitet.

Fragen und Antworten

Woran erkenne ich, ob die Protokollanzeige oder der zugrunde liegende Dienst das Problem verursacht?

Prüfen Sie zuerst, ob der Dienst für die Protokollverwaltung läuft und automatisch startet. Öffnet sich das Programm dennoch ohne Einträge, liegt die Ursache oft tiefer, etwa bei beschädigten Ansichten, defekten Protokolldateien oder fehlerhaften Berechtigungen.

Welche Dienste sollten auf einem Windows-System aktiv sein?

Wichtig sind vor allem der Windows-Ereignisprotokoll-Dienst sowie abhängig vom Fehlerbild weitere Unterstützungsdienste wie Remoteprozeduraufruf und Dienststeuerung. Öffnen Sie die Diensteverwaltung, kontrollieren Sie den Starttyp und starten Sie fehlende Dienste neu. Danach sollte das Ereignisfenster erneut getestet werden.

Wie setze ich die Anzeige zurück, ohne Protokolle zu verlieren?

Öffnen Sie die Verwaltungskonsole, löschen Sie problematische benutzerbezogene Ansichten und setzen Sie gespeicherte Filter zurück. Das betrifft nur die Darstellung, nicht die eigentlichen Protokolle. Danach starten Sie die Anwendung neu und prüfen, ob die Einträge wieder erscheinen.

Was mache ich, wenn Protokolldateien beschädigt sind?

Beenden Sie zuerst den betreffenden Dienst, sichern Sie vorhandene Dateien und bauen Sie die Protokolle anschließend neu auf. Windows legt die Dateien beim nächsten Start erneut an, sofern der Ordner erreichbar und beschreibbar ist. Anschließend sollten Sie die Ereignisanzeige direkt testen.

Kann ein defektes Benutzerprofil die Ansicht leer erscheinen lassen?

Ja, ein beschädigtes Profil kann die lokale Konfiguration der Konsole stören. Melden Sie sich testweise mit einem anderen Administratorkonto an oder erstellen Sie ein neues Profil. Funktioniert die Anzeige dort, liegt die Ursache sehr wahrscheinlich in den Benutzerdaten.

Welche Rolle spielen Berechtigungen bei diesem Problem?

Ohne ausreichende Rechte kann die Konsole Protokolle nicht vollständig lesen oder aktualisieren. Starten Sie die Anwendung mit erhöhten Rechten und prüfen Sie die Sicherheitsrichtlinien für den Zugriff auf Verwaltungswerkzeuge. Auf verwalteten Rechnern können Gruppenrichtlinien den Zugriff zusätzlich einschränken.

Wie teste ich, ob beschädigte Systemdateien beteiligt sind?

Nutzen Sie eine Eingabeaufforderung mit administrativen Rechten und führen Sie die üblichen Reparaturbefehle für Windows-Komponenten aus. Danach sollte das System neu gestartet und die Anzeige erneut geöffnet werden. Bleibt der Fehler bestehen, ist die Suche nach weiteren Ursachen notwendig.

Was sollte ich bei Speicherort und Festplatte prüfen?

Der Ablageordner für die Protokolle muss erreichbar, nicht schreibgeschützt und ausreichend groß sein. Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf den freien Speicherplatz und auf Dateisystemfehler des Laufwerks. Ist der Datenträger beschädigt oder fast voll, können neue Einträge ausbleiben.

Hilft ein Start im abgesicherten Modus bei der Eingrenzung?

Ja, denn dort laufen nur die wichtigsten Komponenten. Öffnet sich die Verwaltung im abgesicherten Modus korrekt, stören oft Zusatzdienste, Sicherheitssoftware oder Autostart-Einträge. Dann sollten Sie die zuletzt geänderten Programme und Dienste gezielt einzeln prüfen.

Wie kann ich nach mehreren Änderungen sauber kontrollieren, ob alles wieder funktioniert?

Erzeugen Sie neue Testereignisse, zum Beispiel durch einen Dienstneustart oder eine Anmeldung, und öffnen Sie danach die entsprechende Ansicht. Vergleichen Sie die Einträge in den relevanten Protokollen und achten Sie darauf, ob Zeitstempel, Filter und Kategorien korrekt dargestellt werden. So lässt sich die Funktion zuverlässig bestätigen.

Fazit

Eine leere oder nicht startende Ereignisanzeige hat meist eine klare technische Ursache, die sich systematisch eingrenzen lässt. Wer Dienst, Ansichten, Protokolldateien, Berechtigungen und Systemintegrität nacheinander prüft, löst das Problem in vielen Fällen ohne Neuinstallation. Entscheidend ist, jede Korrektur mit einem direkten Funktionstest abzuschließen.

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