Preislisten in Excel erstellen: Netto, Brutto, Rabatt und Staffelpreise berechnen

Lesedauer: 13 Min – Beitrag erstellt: 4. Juni 2026, zuletzt aktualisiert: 4. Juni 2026

Eine saubere Preisliste in Excel spart Zeit, reduziert Rechenfehler und sorgt dafür, dass Netto- und Bruttopreise überall einheitlich bleiben. Mit ein paar durchdachten Spalten, klaren Formeln und einer kleinen Struktur für Rabatte und Mengenstaffeln lässt sich eine Liste aufbauen, die im Alltag direkt nutzbar ist.

Der wichtigste Punkt ist die Trennung zwischen Eingabedaten und Berechnungen. Wer Artikelstamm, Steuersatz, Rabatt und Mengenfelder sauber organisiert, kann Preise jederzeit ändern, ohne jede Zeile manuell anfassen zu müssen. Genau daraus entsteht eine Tabelle, die sich auch bei vielen Artikeln noch leicht pflegen lässt.

Die passende Tabellenstruktur anlegen

Am einfachsten funktioniert die Preisübersicht mit festen Spalten für Artikelinformationen und Rechenergebnisse. So bleiben Formeln übersichtlich und spätere Anpassungen nachvollziehbar.

  • Artikelnummer für die eindeutige Zuordnung
  • Artikelname für die lesbare Bezeichnung
  • Netto-Einkaufspreis als Grundlage
  • Aufschlag oder Marge für die Kalkulation
  • Rabatt in Prozent oder als fester Betrag
  • Steuersatz für die Umrechnung
  • Menge für Staffelpreise
  • Nettoverkaufspreis
  • Bruttoverkaufspreis

Praktisch ist es, die Eingabespalten links und die berechneten Werte rechts anzuordnen. Dann erkennt man sofort, welche Felder geändert werden dürfen und welche automatisch reagieren.

Netto- und Bruttopreise sauber berechnen

Für die Umrechnung reicht eine einfache Formel, sobald der Steuersatz in einer eigenen Zelle oder Spalte steht. In Deutschland wird meist mit 19 Prozent gearbeitet, für einzelne Artikelgruppen gelten aber andere Werte. Deshalb sollte der Steuersatz nie fest in der Formel versteckt sein.

Ein typischer Aufbau sieht so aus: Der Nettoverkaufspreis steht in einer Zelle, der Steuersatz in einer anderen. Der Bruttopreis ergibt sich dann aus dem Nettoverkaufspreis multipliziert mit 1 plus Steuersatz. Bei 19 Prozent lautet die Logik also Netto × 1,19.

Beispiel für eine Formel in Excel:

  • =H2*(1+G2) für Netto in H2 und Steuersatz in G2
  • =RUNDEN(H2*(1+G2);2) für eine Ausgabe auf zwei Nachkommastellen

Die Rundung ist wichtig, damit die Anzeige und die spätere Weitergabe an Angebote, Rechnungen oder Shops konsistent bleibt. Ohne Rundung können durch längere Dezimalwerte kleine Differenzen entstehen.

Rabatte berechnen, ohne die Übersicht zu verlieren

Rabatte lassen sich auf zwei Arten abbilden. Entweder wird ein Prozentsatz abgezogen, oder der Preis wird direkt um einen festen Betrag reduziert. Für Preislisten ist die Prozentvariante meist flexibler, weil sie sich leicht auf unterschiedliche Artikelgruppen anwenden lässt.

Die Grundformel dafür ist simpel. Aus dem Ausgangspreis wird zuerst der Rabattbetrag ermittelt und anschließend vom ursprünglichen Preis abgezogen. So bleibt klar nachvollziehbar, wie der Endpreis entsteht.

  • Rabattbetrag: =Preis*Rabatt%
  • Preis nach Rabatt: =Preis-Rabattbetrag
  • Brutto nach Rabatt: =Netto nach Rabatt*(1+Steuersatz)

Wer häufig mit wechselnden Aktionspreisen arbeitet, kann zusätzlich eine Spalte für den Rabattgrund anlegen. Dann ist später sofort sichtbar, ob ein Preis durch eine Aktion, einen Kundenrabatt oder eine Saisonregel entstanden ist.

Staffelpreise aufbauen

Staffelpreise funktionieren gut, wenn Mengen und Preisgrenzen in einer separaten Tabelle gepflegt werden. Dadurch lässt sich für jede Stückzahl schnell der richtige Preis ermitteln. Besonders sauber ist eine zweite Liste mit Mengenstufen, etwa für 1 bis 9 Stück, 10 bis 49 Stück und ab 50 Stück.

Anleitung
1Spaltenüberschriften festlegen.
2Eingabefelder und Berechnungsfelder trennen.
3Steuersätze und Preisstufen in separaten Bereichen speichern.
4Formeln für Netto, Rabatt und Brutto eintragen.
5Ergebnisse auf Plausibilität prüfen.

Eine mögliche Struktur sieht so aus:

  • Mindestmenge
  • Maximalmenge
  • Netto-Stückpreis
  • Brutto-Stückpreis

Für die Zuordnung der passenden Stufe helfen Suchfunktionen wie XVERWEIS oder eine Kombination aus INDEX und VERGLEICH. Damit kann Excel aus einer Menge automatisch den richtigen Preis ziehen.

Ein einfaches Prinzip lautet: Die Stückzahl wird geprüft, die passende Zeile in der Staffelmatrix ermittelt und der zugehörige Preis übernommen. So müssen Sie nicht jede Menge manuell umrechnen.

Mengenabhängige Preiszuordnung

Für überschaubare Tabellen reicht oft schon ein Hilfsfeld mit der abgefragten Menge. In einer zweiten Tabelle stehen die Staffelgrenzen und dazugehörigen Preise. Die Formel sucht dann den größten passenden Wert unterhalb der eingegebenen Menge.

Wer die Tabelle später erweitern will, sollte die Staffelbereiche als echte Excel-Tabelle formatieren. Dann wachsen Formeln und Bezüge automatisch mit, sobald neue Zeilen dazukommen.

Formeln robust und wartbar halten

Damit die Preisliste langfristig brauchbar bleibt, sollten Formeln möglichst einheitlich aufgebaut sein. Feste Werte gehören in Eingabezellen, nicht direkt in Berechnungen. Das gilt besonders für Steuersätze, Rabattsätze und Staffelgrenzen.

Hilfreich sind außerdem absolute Bezüge, wenn ein einzelner Wert in vielen Zeilen wiederverwendet wird. Ein Steuersatz in einer festen Zelle kann dann mit $-Bezügen eingebunden werden, damit er beim Herunterziehen der Formel nicht verrutscht.

Eine gute Reihenfolge für den Aufbau ist:

  1. Spaltenüberschriften festlegen
  2. Eingabefelder und Berechnungsfelder trennen
  3. Steuersätze und Preisstufen in separaten Bereichen speichern
  4. Formeln für Netto, Rabatt und Brutto eintragen
  5. Ergebnisse auf Plausibilität prüfen

Fehlerquellen beim Preisaufbau vermeiden

Typische Fehler entstehen oft dort, wo Text und Zahlen vermischt werden. Das passiert zum Beispiel, wenn ein Prozentwert als Text formatiert ist oder ein Dezimaltrennzeichen nicht zur regionalen Einstellung passt. Dann rechnet Excel zwar scheinbar, liefert aber falsche Ergebnisse oder Fehlermeldungen.

Auch gemischte Formate in derselben Spalte können Probleme machen. Zahlen sollten als Zahl formatiert sein, Prozentsätze als Prozent, und Beträge idealerweise mit zwei Dezimalstellen. Dadurch bleiben Sortierung, Berechnung und Darstellung stabil.

  • Prozente immer als Prozent formatieren
  • Beträge mit Währung oder Zahlenformat anzeigen
  • Leerzellen in Rechenfeldern vermeiden
  • Formeln nach dem Kopieren prüfen
  • Bei Bedarf Fehlerwerte mit WENNFEHLER abfangen

Eine Preisliste für den Alltag vorbereiten

Für den praktischen Einsatz lohnt sich ein Aufbau, der auch ohne Nacharbeit verständlich bleibt. Dazu gehören klare Zellnamen, einheitliche Farben für Eingaben und eine saubere Formatierung der Ergebnisspalten. Wer möchte, kann Eingabezellen dezent hervorheben und Formelfelder geschützt lassen.

Bei längeren Listen hilft es, die wichtigsten Spalten oben zu fixieren. So bleiben Artikelname, Preis und Mengenstufe sichtbar, selbst wenn die Tabelle viele Zeilen umfasst. Zusätzlich kann eine Filterfunktion dabei helfen, bestimmte Artikelgruppen oder Preisbereiche schnell zu prüfen.

Wenn mehrere Personen mit der Datei arbeiten, sollte die Struktur besonders eindeutig sein. Dann wird sofort erkennbar, wo neue Artikel eingetragen werden, welche Felder verändert werden dürfen und welche Ergebnisse automatisch berechnet werden.

Preislogik so aufbauen, dass sie mitwächst

Eine Preistabelle bleibt nur dann verlässlich, wenn jede Preisart eine klare Aufgabe bekommt. Trenne deshalb Stammdaten, Kalkulation und Ausgabe schon beim Aufbau voneinander. In der Praxis bedeutet das: Artikelnummer, Bezeichnung, Mengeneinheit, Basispreis, Rabattlogik und Ausgabe-Spalten gehören nicht beliebig nebeneinander, sondern folgen einer festen Reihenfolge. So lassen sich Änderungen später ohne Umwege eintragen, und Formeln bleiben lesbar.

Besonders hilfreich ist eine Struktur, in der Eingaben farblich oder formatbedingt von Berechnungen unterschieden werden. So erkennt man auf einen Blick, welche Zellen man pflegt und welche nur das Ergebnis anzeigen. Wer regelmäßig Preise anpasst, sollte außerdem mit Excel-Tabellen arbeiten, damit neue Zeilen Formeln und Formatierungen automatisch übernehmen. Das spart nicht nur Zeit, sondern verhindert auch Lücken in der Berechnungskette.

Für die tägliche Arbeit lohnt sich eine klare Trennung zwischen Netto-Preis, Steueraufschlag, Endpreis und eventuellen Sonderpreisen. Dadurch bleibt nachvollziehbar, ob ein Wert aus der Kalkulation stammt oder bereits ein Vertriebspreis ist. Genau diese Nachvollziehbarkeit ist wichtig, wenn später Mengenrabatte, kundenspezifische Preise oder Angebotswerte ergänzt werden.

Formeln so absichern, dass auch Sonderfälle sauber laufen

Preislisten wirken oft schlicht, doch in den Randfällen zeigt sich die Qualität der Datei. Leere Eingaben, Nullwerte, falsche Dezimaltrennzeichen oder Text in Zahlenfeldern können Berechnungen stören. Deshalb sollten Formeln nicht nur das Standardergebnis liefern, sondern auch auf ungültige Eingaben reagieren. Mit Bedingungen wie WENN, ISTZAHL oder WENNFEHLER lassen sich saubere Rückgaben erzeugen, statt Fehlermeldungen anzuzeigen.

Ein bewährter Ansatz ist, Preisfelder niemals direkt aufeinander aufzubauen, wenn die Eingaben noch uneinheitlich sind. Stattdessen prüfst du zuerst, ob eine Basis vorhanden ist, und rechnest erst danach weiter. So kann eine Formel zum Beispiel leere Felder leer lassen, statt 0,00 anzuzeigen. Das wirkt übersichtlicher und verhindert Missverständnisse beim Weitergeben der Datei.

  • Prüfe, ob Preis- und Mengenfelder wirklich numerisch sind.
  • Gib bei fehlenden Eingaben lieber einen leeren Wert als eine Fehlermeldung aus.
  • Halte Steuer-, Rabatt- und Zuschlagswerte als eigene Zellen fest.
  • Verwende absolute Bezüge für feste Sätze und relative Bezüge für Zeilenwerte.

Auch die Verwendung von benannten Bereichen kann die Stabilität erhöhen. Ein Name wie USt_Satz ist in Formeln leichter zu verstehen als ein fest verdrahteter Zellbezug. Das wird besonders dann nützlich, wenn mehrere Preislisten mit unterschiedlichen Steuersätzen oder abweichenden Konditionen verwaltet werden.

Abweichende Preisregeln ohne Chaos abbilden

In vielen Tabellen gibt es nicht nur einen einzigen Verkaufspreis, sondern mehrere Preislogiken nebeneinander. Dazu zählen Beispielwerte für Handel, Endkunden, interne Kalkulation oder Export. Statt diese Varianten in einer einzigen Spalte zu mischen, sollten sie getrennt angelegt werden. So bleibt jederzeit klar, welcher Wert für welchen Zweck gedacht ist.

Bei unterschiedlichen Preisgruppen bietet sich eine Hilfstabelle an, in der Kundengruppe, Artikelgruppe oder Mengenbereich den passenden Preis bestimmen. Mit Funktionen wie XVERWEIS, SVERWEIS oder einer Kombination aus INDEX und VERGLEICH lässt sich der richtige Wert automatisch ziehen. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn dieselben Produkte in mehreren Ausführungen verkauft werden und die Preisliste trotzdem kompakt bleiben soll.

Wer mit Sonderpreisen arbeitet, sollte außerdem festlegen, welche Regel Vorrang hat. Ein kundenbezogener Preis kann zum Beispiel einen Staffelpreis überschreiben, während ein Aktionspreis nur für einen begrenzten Zeitraum gilt. Solche Prioritäten gehören in die Datei dokumentiert, damit spätere Anpassungen nicht versehentlich andere Kalkulationen aushebeln.

  1. Lege eine separate Tabelle für Preisregeln oder Preisgruppen an.
  2. Definiere dort die Reihenfolge, in der Preise ermittelt werden.
  3. Verbinde die Haupttabelle mit der Regelbasis über eindeutige Schlüssel.
  4. Teste mehrere Mengen- und Kundenszenarien, bevor die Datei produktiv eingesetzt wird.

Ausgabe, Druck und Pflege für den Alltag vereinfachen

Eine gute Preisliste muss nicht nur rechnen, sondern auch lesbar bleiben. Deshalb sollten Spaltenbreiten, Zahlenformate und Druckbereiche früh festgelegt werden. Währungswerte gehören konsistent formatiert, und Preisstufen sollten mit klaren Dezimalstellen erscheinen, damit keine Rundungsunterschiede im Ausdruck entstehen. Wenn die Datei an Kunden oder Vertriebsteams geht, zahlt sich eine ruhige, aufgeräumte Darstellung besonders aus.

Für die Praxis ist es sinnvoll, Eingabebereiche und Ausgabebereiche optisch zu trennen. So sehen Anwender sofort, wo sie Daten ändern dürfen. Außerdem kann man mit Datenüberprüfung verhindern, dass zum Beispiel negative Mengen oder unpassende Prozentwerte eingegeben werden. Das reduziert Pflegefehler schon beim Erfassen.

Auch der Umgang mit Sortierung und Filtern sollte bedacht werden. Wenn Artikel nach Gruppe, Priorität oder Lieferstatus gefiltert werden können, bleibt die Liste auch bei vielen Positionen beherrschbar. Zusätzlich ist es hilfreich, regelmäßig eine Kopie der Datei als Vorlage zu sichern, damit neue Preisstände nicht aus Versehen die alte Kalkulationsbasis überschreiben.

  • Wähle ein einheitliches Zahlenformat für Netto-, Brutto- und Rabattwerte.
  • Hebe Eingabezellen visuell von berechneten Feldern ab.
  • Schütze Formeln, damit nur freigegebene Bereiche bearbeitet werden.
  • Nutze Filter, damit große Preislisten schnell auswertbar bleiben.
  • Speichere eine geprüfte Vorlage für künftige Preisstände ab.

So entsteht eine Arbeitsmappe, die nicht nur einmal funktioniert, sondern auch bei neuen Artikeln, geänderten Steuersätzen oder zusätzlichen Preisstufen zuverlässig bleibt. Genau darin liegt der eigentliche Vorteil einer sauber aufgebauten Excel-Lösung: Die Datei wächst mit den Anforderungen, ohne unübersichtlich zu werden.

FAQ

Wie baue ich eine Preisliste mit Netto-, Brutto- und Rabattwerten in Excel auf?

Am saubersten ist eine Tabelle mit festen Spalten für Artikel, Nettoverkaufspreis, Mehrwertsteuersatz, Bruttoverkaufspreis, Rabatt in Prozent und Rabattbetrag. So bleiben die Werte getrennt und lassen sich später leichter prüfen oder anpassen.

Für die Berechnung nutzt du einfache Formeln, etwa für den Bruttopreis mit Netto mal 1 plus Steuersatz. Den Rabatt ziehst du erst am Ende ab, damit die Kalkulation nachvollziehbar bleibt.

Welche Spalten sollten in einer Preisübersicht mindestens enthalten sein?

Wichtig sind Artikelnummer, Bezeichnung, Einheit, Netto, Steuer, Brutto, Rabatt und der Endpreis. Je nach Einsatz kommen noch Mindestmenge, Staffelgrenzen oder eine Bemerkungsspalte dazu.

Wenn du häufig mit verschiedenen Kundengruppen arbeitest, lohnt sich zusätzlich eine Spalte für Preisgruppe oder Vertriebskanal. Dadurch lassen sich dieselben Grunddaten für mehrere Ausgaben verwenden.

Wie berechne ich den Bruttopreis aus dem Nettopreis?

Der Bruttopreis ergibt sich aus Netto multipliziert mit 1 plus Mehrwertsteuersatz. Bei 19 Prozent lautet die Formel also sinngemäß: Netto * 1,19.

Damit die Tabelle flexibel bleibt, sollte der Steuersatz nicht fest in die Formel geschrieben werden. Besser ist eine eigene Zelle oder Spalte, damit du bei 7 Prozent oder 0 Prozent nichts an vielen Stellen ändern musst.

Wie setze ich Rabatte so um, dass die Tabelle übersichtlich bleibt?

Lege den Rabatt getrennt als Prozentsatz und als Betrag an. Der Betrag wird aus dem Ausgangspreis berechnet, damit jederzeit sichtbar bleibt, wie stark der Preis reduziert wurde.

Praktisch ist eine zusätzliche Spalte für den Preis nach Rabatt. So kannst du direkt sehen, welcher Wert für Angebote oder Preislisten tatsächlich ausgegeben wird.

Wie funktionieren Staffelpreise in Excel ohne Chaos in der Formelstruktur?

Staffelpreise lassen sich am besten über eine separate Staffelmatrix abbilden. Dort stehen in einer Spalte die Mengenstufen und in der nächsten die zugehörigen Preise oder Rabattsätze.

Mit einer Suchfunktion für die passende Mengenstufe wird dann automatisch der richtige Wert gezogen. Dadurch bleibt die Haupttabelle schlank, und Änderungen an der Staffel wirken sofort auf alle Artikel.

Worauf muss ich achten, wenn Preise mengenabhängig zugeordnet werden sollen?

Die Mengengrenzen müssen aufsteigend sortiert sein, damit die Zuordnung eindeutig bleibt. Außerdem sollte klar sein, ob eine Stufe ab einer Menge gilt oder bis zu einer Menge reicht.

Bei Grenzfällen hilft eine eindeutige Logik wie „ab 10 Stück“ oder „bis 9 Stück“. So entstehen keine Sprünge zwischen zwei Preisstufen, die später zu Rückfragen führen.

Wie verhindere ich Rundungsfehler bei Preisberechnungen?

Rundungen sollten erst am Ende der Berechnung erfolgen, nicht schon mitten in einer Formel. Sonst können sich kleine Abweichungen über mehrere Zwischenschritte summieren.

Wenn du mit Centbeträgen arbeitest, ist eine einheitliche Dezimalanzeige wichtig. Zusätzlich sollte klar sein, ob kaufmännisch gerundet wird oder ob interne Werte mit mehr Nachkommastellen weiterlaufen.

Wie kann ich Formeln so anlegen, dass sie sich beim Kopieren sauber verhalten?

Verwende absolute Bezüge für feste Werte wie den Steuersatz und relative Bezüge für die Zeilenwerte. So bleibt die Formel beim Herunterziehen in der Tabelle korrekt.

Benannte Bereiche können zusätzlich helfen, weil sie Formeln lesbarer machen. Das ist besonders nützlich, wenn mehrere Preislistenblätter mit denselben Rechenlogiken arbeiten.

Welche Einstellungen helfen, eine Preisliste für den Alltag besser lesbar zu machen?

Ein einheitliches Zahlenformat für Währung, Prozent und Mengen verbessert die Übersicht deutlich. Außerdem sollten wichtige Spalten fixiert werden, damit sie beim Scrollen sichtbar bleiben.

Sinnvoll sind auch Filter, ein sauberer Tabellenstil und klare Überschriftenzeilen. So lässt sich die Datei schneller prüfen und auch von anderen Personen leichter bedienen.

Wie prüfe ich, ob meine Berechnung wirklich stimmt?

Kontrolliere einzelne Zeilen mit Handrechnung und vergleiche das Ergebnis mit der Formel. Besonders bei Rabatten und Staffelpreisen lohnt sich ein Blick auf Grenzwerte und Rundung.

Zusätzlich kannst du Testartikel mit bekannten Werten anlegen. Wenn diese Zeilen korrekt laufen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch die übrige Tabelle sauber arbeitet.

Wie bleibt die Datei erweiterbar, wenn später neue Preisgruppen dazukommen?

Am besten trennst du Grunddaten, Berechnungen und Ausgaben in klaren Bereichen oder auf getrennten Blättern. So kannst du neue Preisgruppen ergänzen, ohne die bestehenden Formeln umzubauen.

Auch Tabellenobjekte statt starrer Zellbereiche sind hilfreich, weil sie sich beim Erweitern automatisch mit anpassen. Das spart Pflegeaufwand und reduziert Fehlerquellen bei der späteren Bearbeitung.

Fazit

Eine gut aufgebaute Preisliste in Excel lebt von klaren Spalten, nachvollziehbaren Formeln und einer sauberen Trennung zwischen Netto, Steuer, Rabatt und Endpreis. Wer Staffelpreise und Mengenstufen zusätzlich strukturiert abbildet, erhält eine Datei, die im Alltag zuverlässig bleibt.

Mit einem durchdachten Aufbau lassen sich Preisänderungen, neue Kundengruppen und zusätzliche Artikel ohne großen Umbau ergänzen. Genau dadurch wird die Tabelle nicht nur rechnerisch korrekt, sondern auch dauerhaft praxistauglich.

Checkliste
  • Artikelnummer für die eindeutige Zuordnung
  • Artikelname für die lesbare Bezeichnung
  • Netto-Einkaufspreis als Grundlage
  • Aufschlag oder Marge für die Kalkulation
  • Rabatt in Prozent oder als fester Betrag
  • Steuersatz für die Umrechnung
  • Menge für Staffelpreise
  • Nettoverkaufspreis
  • Bruttoverkaufspreis

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